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Thema: Ein Kurs in Wundern

  1. #501

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was führt zu Krankheit, was zu Gesundheit?

    3. „Schuld fordert Strafe, und ihre Bitte wird erfüllt. Nicht in Wahrheit, sondern in der Welt der Schatten und der Illusionen, die auf der Sünde aufgebaut ist. Der GOTTESSOHN hat wahrgenommen, was er zu sehen wünschte, weil die Wahrnehmung ein Wunsch ist, der in Erfüllung ging. Die Wahrnehmung verändert sich, da sie dazu gemacht ist, den Platz der unveränderlichen Erkenntnis einzunehmen. Doch ist die Wahrheit unverändert. Sie kann nicht wahrgenommen werden, sondern nur erkannt. Was wahrgenommen wird, nimmt viele Formen an, doch keine hat Bedeutung. Wird es der Wahrheit überbracht, ist seine Sündenlosigkeit ganz offensichtlich. Wird es von der Wahrheit fern gehalten, scheint es eine Bedeutung zu haben und wirklich zu sein“.

    Schuld ist die Folge der Trennung von GOTT. Unsere Trennung von GOTT macht uns krank. Andere Menschen bestrafen zu wollen, ist somit ein Symptom der Trennung von GOTT, wie auch Krankheit nur ein anderer Name dafür ist, GOTT nicht gesehen haben zu wollen.

    Nicht in der Wahrheit ist dieses wirklich, sondern in der Welt der Ego-Schatten und seinen Angstträumen. Träume, die auf dem Irrtum aufgebaut sind, unseren FREUND nicht sehen zu wollen und zugunsten dieser „schrecklichen Autonomie“ bauen wir eine Welt auf, die zuweilen als teuflisch angesehen wird. Wir haben wahrgenommen, was wir zu sehen wünschten, weil die Wahrnehmung ein Wunsch ist, der in Erfüllung ging. Wie wir wahrnehmen, verändert sich und Veränderung wollte gesehen werden, um den Platz der gegebenen Erkenntnis einzunehmen. Wo Erkenntnis wahr war, wollte Veränderung wahrgenommen werden.

    Die Wahrheit hinter der Wahrnehmung ist weiterhin unverändert. Sie kann erkannt werden, doch da sie sich nicht verändert, kann die Wahrheit nicht wahrgenommen werden. Was und wie wir wahrnehmen, kann alle Formen annehmen, doch keine bildet das Unveränderliche ab. GOTT ist kein Körper und ER nimmt uns nicht als Körper wahr, sondern als Kinder SEINES GEISTES. Wird die Wahrnehmung der Form, somit auch der Körper, der Wahrheit des Geistes überbracht, ist die Sündenlosigkeit der Welt ganz offensichtlich.

    Hält das Ego uns in seinem Autonomiestreben von GOTT, also der WAHRHEIT, fern, scheint diese Ego-Welt eine Bedeutung zu haben. Bei GOTT in der Ewigkeit hat Wahrnehmung keine Bedeutung. Wie wir mit Freude das wahrnehmen, von dem wir wollen, dass es uns gezeigt werde, ist eine Frage angewandter Entscheidungsregeln.

    Festzuhalten bleibt: Wir haben wahrgenommen, was wir zu sehen wünschten. Was wir sehen, ist Folge dieser Entscheidung. Daher müssen ganz offensichtlich unsere Entscheidungsregeln nicht korrekt sein. Die Welt, die wir vermeinen zu sehen, ist Folge der Ideen von Veränderung. Da jedoch Veränderung in der Ewigkeit keine Bedeutung mehr besitzt, ist die Welt der Veränderungen erstens nicht von GOTT und zweitens niemals in SEINEM GEIST als wahr wahrgenommen worden. GOTT erkennt, das schließt die Welt der Veränderung und der Wahrnehmung kategorisch aus. Welche Bedeutung sollte die Ewigkeit dem Irrtum in der Zeit beimessen?

    Was uns kollektiv der Wahrheit und damit der geistigen Gesundheit annähern könnte, wären, insofern naheliegend, andere Entscheidungsregeln. Was willst du, dass es dir gezeigt werde? So fragt der Kurs. Wahrnehmung ist ein Wunsch nach Veränderung, der in Erfüllung ging. Da dieser Wunsch nicht in der Ewigkeit in Erfüllung gehen konnte, sind wir „hier“. Die Wahrheit ist davon unberührt. So heilt die Wahrheit und die Lüge (GOTT im Gegenüber und uns wäre „unwahr“) macht uns krank.

    Über Entscheidungen im Kontext von Besonderheit wird in diesem Hörbuch gesprochen:
    https://www.youtube.com/watch?v=T0FU...CzPxZ&index=75

    Ab 4:00: "Eine unerkannte Überzeugung ist eine Entscheidung für einen Krieg im Geheimen"...

    „Die Sühne ist die einzige Gabe, die es wert ist, an Gottes Altar dargebracht zu werden, aufgrund des Wertes des Altares selbst. Er wurde vollkommen erschaffen und ist gänzlich würdig, Vollkommenheit zu empfangen. Gott und seine Schöpfungen sind vollständig abhängig VONEINANDER. ER hängt von ihnen ab, weil ER sie vollkommen schuf. ER gab ihnen SEINEN Frieden, damit sie nicht erschüttert und nicht getäuscht werden könnten. Doch jedesmal, wenn du dich fürchtest, bist du getäuscht, und dein Geist kann dem Heiligen Geist nicht dienen. Das hungert dich aus, indem es dir dein tägliches Brot vorenthält. GOTT ist einsam ohne seine Söhne, und sie sind einsam ohne IHN. Sie müssen lernen, die Welt als Mittel zu betrachten, das die Trennung heilt. Die SÜHNE ist die Gewähr dafür, dass es ihnen letztendlich gelingen wird.“(2)

    All der "Schadenszauber" dieser Welt dient dazu, die unerkannte Überzeugung für einen Krieg gegen uns und unser SELBST, die uns aushungert, "kompensieren" zu wollen. DIE WELT IST NUR DAS MITTEL, DAS DIE TRENNUNG HEILT!

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 558
    (2) Textbuch Seite 22
    IP

  2. #502

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Absatz 4: Was ist die Quelle von Heilung?

    4. (4.1.) „Die Gesetze der Wahrnehmung sind das Gegenteil der Wahrheit, und was für die Erkenntnis wahr ist, ist für nichts wahr, was von ihr getrennt ist. (4.2.) GOTT aber hat Antwort auf die Welt der Krankheit gegeben, die für alle ihre Formen gilt. (4.3.) GOTTES Antwort ist ewig, obwohl sie in der Zeit wirkt, wo sie gebraucht wird. (4.4.) Weil sie jedoch von GOTT ist, beeinflussen die Gesetze der Zeit ihre Wirkungsweise nicht. (4.5.) Sie ist in der Welt, doch kein Teil von ihr. (4.6.) Denn sie ist wirklich und weilt dort, wo alle Wirklichkeit sein muss. (4.7.) Ideen verlassen ihre Quelle nicht, und ihre Wirkungen sind nur dem Scheine nach getrennt von ihnen. (4.8.) Gedanken sind vom Geist. (4.9.) Das, was nach außen projiziert wird und scheinbar außerhalb des Geistes ist, ist überhaupt nicht außen, sondern eine Wirkung dessen, was innen ist und seine Quelle nicht verlassen hat“. (1)

    (4.1.) „Die Gesetze der Wahrnehmung sind das Gegenteil der Wahrheit, und was für die Erkenntnis wahr ist, ist für nichts wahr, was von ihr getrennt ist“.

    Wenn die Wahrheit unverändert in der Ewigkeit verankert ist und Erkenntnis keine Veränderung erfährt, können die Gesetze der Wahrnehmung von Veränderung nicht wirklich wahr sein. In Kapitel 27 „Die Heilung des Traumes“ fand ich einen Absatz, der das „Gesetz der Heilung“ betrifft und eine wesentliche Voraussetzung für wirklich wirksame Heilung anklingen lässt:

    „Wie gerecht sind Wunder. Denn sie schenken deinem Bruder und dir die gleiche Gabe der vollen Befreiung von der Schuld. Deine Heilung erspart sowohl ihm wie dir den Schmerz, und du bist geheilt, weil du ihm wohl gewollt hast. Dies ist das Gesetz, dem das Wunder gehorcht: dass Heilung keinerlei Besonderheit sieht. Sie kommt nicht von Mitleid, sondern von der Liebe. Und die Liebe beweist, dass alles Leiden nur eine eitle Einbildung, ein törichter und wirkungsloser Wunsch (nach Veränderung, Verlust und dem „Versagen GOTTTES“, Anm., Michael) ist. Deine Gesundheit ist die Folge deines Verlangens, deinen Bruder ohne Blut auf seinen Händen oder Schuld auf seinem Herzen zu sehen, das der Beweis der Sünde schwer gemacht hat. Und was du dir wünschst, ist dir zu sehen gegeben“. (2)

    Wenn die Erkenntnis ist, trotz allem, (was jemals (im Reich der Erscheinungen) als Wahrnehmung wahr erschien), unverändert geblieben zu sein, dass wir all-so weiterhin sind, wie GOTT uns schuf, dann ist dies für nichts und niemanden „wahr“, der sich in diesem Augenblick von GOTT getrennt fühlt. Das Wort Gesundheit taucht selten auf, hier wird sie konkret mit dem „Angriff“ verbunden, der in der Nicht-Vergebung das Herz schwer gemacht hat. Das eigene Herz wird beschwert durch den Schuldvorwurf (des Verlustes des Göttlichen im Gegenüber), das Herz im Gegenüber durch die scheinbaren „Folgen“. „Folgen“, die als Symbol hinter dem Wunsch nach Krankheit „gewünscht“ zu sein scheinen. Sie sind Symbol für den Verlust der geistigen Gesundheit, von der Seele im Körper ausgedrückt: "Ich bin das Opfer dieser oder jener oder sonstiger Umstände", aber die SCHULD "daran" trage nicht ich", spricht das Ego. "Ich hab die Krankheit nicht gemacht, also muss es der Körper sein, lieber Gehirnbenutzer. Ansonsten war es wohl "gottgegeben"..." Das ist die Verkehrung von Ursache und Wirkung und stellt die "Wahrnehmung" auf den Kopf.

    (4.2.) „GOTT aber hat Antwort auf die Welt der Krankheit gegeben, die für alle ihre Formen gilt“.

    Heilung sieht keine Besonderheit und daher muss sie für alle ihre Formen gelten. Ja, ich weiß, was das Ego jetzt in denen sagt, denen der Stempel „unheilbar“ aufgedrückt wurde. Dazu gehöre ich seit annähernd 30 Jahren und bin echt „Experte“ in den Projektionen ungeheilter Ärzte bezüglich der „Folgen“. Die Folgen der externen Experteneineinschätzung „unheilbar“ macht die Annahme von (4.2.) für den Geist natürlich logisch unmöglich.

    Aus der Experteneinschätzung der Ewigkeit geht jedoch eindeutig hervor, wie begrenzt die Vorstellung selektiver Heilung im Geiste ungeheilter Heiler im Grunde ist. Unheilbar ist ein Wort, das im Wortschatz der Ewigkeit nicht vorkommt.

    Im Abschnitt 27:V „Das Beispiel der Heilung“ findet sich ein weiterer wichtiger Hinweis auf das, was Heilung bewirkt. Heilung ist kein Wunder, es ist die Berichtigung unseres Geistes, die es erlaubt, Heilung zu finden, die schon unterschiedslos gegeben wurde. Das Wunder ist es einfach, zu erkennen, was unterschiedslos für alle ihre Formen als Antwort schon gegeben wurde.

    „Die einzige Art und Weise zu heilen ist die, geheilt zu werden. Das Wunder dehnt sich ohne deine Hilfe aus, doch du wirst gebraucht, damit es beginnen kann. Nimm das Wunder (, die Berichtigung des Geistes, Anm., Michael) der Heilung an, und es wird aufgrund dessen, was es ist, hinausgehen. Es entspricht seinem Wesen, sich in dem Augenblick auszudehnen, in dem es geboren wird. Und es wird in dem Moment geboren, in dem es angeboten und empfangen wird. Niemand kann einen anderen darum bitten, geheilt zu werden. Aber er kann sich heilen lassen, und so dem anderen das anbieten, was er empfangen hat. Wer kann dem anderen etwas schenken, was er nicht hat? Und wer kann teilen, was er sich selbst verweigert? Der HEILIGE GEIST spricht zu dir. Er redet nicht mit jemand anderem. Indem du aber zuhörst, dehnt sich SEINE STIMME aus, weil du das akzeptiert hast. Gesundheit ist das Zeugnis der Gesundheit. Solange sie nicht bezeugt wird, bleibt sie ohne Überzeugungskraft. […] Niemand wird durch Doppelbotschaften geheilt. Wenn du nur wünschst geheilt zu werden, dann heilst du. Dein ungeteilter Zweck macht dies möglich“. (3)

    Gut, lieber eine zu umfangreiche Erläuterung zu diesem Punkt, als eine unverständliche. Als meine Seele wohl noch den Wunsch hegte, „Krankheit“ als „Aushängeschild“ und Symbol für Verlust, Veränderung und das Versagen GOTTES zu benutzen, „bekam“ ich „etwas“. Nee, nicht von der Klobrille – wie bei Frank Zappa zumeist -, ich bekam in Seelensprache übersetzt, echt einen „dicken Hals“. Anfang Januar hat nämlich der Schornsteinfeger die alte Ölheizung im damaligen Jagdschlösschen „stillgelegt“, die zehn Jahre vergeblich beim Vermieter „angemahnt und doch gesundgeschrieben“ wurde. Im Februar wurde dann an einem FREITAG begonnen, die alte Ölheizung abzubauen, den Schornstein aufzureißen und damit auch noch den Holzofen außer Betrieb zu setzen. Als die „Handwerker“ ihr Werk beendet hatten, stellte ich fest, nicht einmal auf das Kaltwasser im Bad zugreifen zu können, denn dann lief es in der Küche aus einer Leitung.

    Gut, bis zum kommenden Montag schaffte ich durch die Hilfe eines Freundes trotzdem und völlig unvorbereitet, die notwendigen „Vorarbeiten“ (Schornsteinklappe einmauern, Küche hinter der Heizung verputzen, Küche verfliesen, Montag ab 3:00 nachts dann verfugen) zu erledigen, damit die Montage des neuen Kessels und der Schornsteinverrohrung am Montag stattfinden konnte. Gut, damit begannen dann unplanmäßige weitere Sanierungsarbeiten. Natürlich, während ich auf der Großbaustelle lebte, die mein Kumpel und ich - darüber hinaus - als Versuch der Feuchtigkeits- und Schimmelbeseitigung angegangen sind. Er macht nicht gern halbe Sachen und so sanierten, verputzten und verfliesten wir bis in den April hinein. Gut, lange Rede kurzer Sinn, im Sommer bekam ich eine Schwellung im Hals und das Abenteuer Diagnose begann. Als ich die alte Röntgenaufnahme letztens einer Ärztin zeigte, wirkte das „Überleben“ wirklich überzeugend. „Sie“ wussten nicht, was „das“ ist. Es gab im Prinzip genauso viele Verdachtsdiagnosen wie Facharztbesuche. Als meine Zahnärztin „das“ sah, wies sie mich auf die MHH hin, sie hatte dort gerade frisch studiert. Aber alle guckten nur ratlos und recht mitleidig, wussten aber keine geeignete Behandlungsform. Der Assistenzarzt in Ausbildung, ein junger Russe, wollte eine histologische Untersuchung anregen, benutzte jedoch das Wort Pathologie. Naja, zum Pathologen wollte ich mich lieber noch nicht "überweisen" lassen. Daneben hatte niemand zugehört, als ich von den Baustaub- und Baustoffbelastungen sprach, die ich „damit“ ursächlich in Verbindung brachte. Schlimmer war, dass ohne eine geeignete Diagnose auch gar keine Behandlung abgerechnet werden kann. Ich brach das Ärzterennen irgendwann einfach ab. Ohne zu wissen, „was“ das ist, wusste niemand, was zu tun sei. Gut, ich hab es dank meiner Cannabismedizin in Verbindung mit der Investition meines halben Pflichtteils geschafft, trotzdem an die Möglichkeit von Heilung zu glauben.

    Das „trotzdem“ waren die Blicke der Mitwelt. Zu Weinen, wenn bemerkt wird, dass ein geliebter, befreundeter oder verwandter Mensch eventuell in absehbarer Zeit diesen Körper ablegen muss, ist nur Ausdruck von Hilflosigkeit (im Angesicht des scheinbaren Todes), doch insgesamt weder hilfreich noch aufbauend. Wer mich „damals“ gesehen hat, war hilflos ob der Hilflosigkeit der Ärzteschaft. In diesen gespiegelten Blicken trennte sich die Spreu vom Weizen. Was das Verschwinden von etwas bisher anscheinend gänzlich Unbekanntem bewirkte, kann nur auf die Aussage zurückgehen, die unter 4.2. zum Ausdruck kommt. Immerhin hat mein Körper etwas überlebt, von dem kaum jemand damals für möglich gehalten hätte, es könne überlebt werden. Ach ja, der Kommentar der Ärztin zum damaligen Röntgenbild war: „Das sieht aber sehr massiv aus…“

    Dann blickt sie auf meinen Hals und wirkte wirklich irgendwie „überzeugt“. Wovon, keine Ahnung. Immerhin hat sie einer Verwendung meiner damaligen Medizin keine Steine in den Weg gelegt und entwickelte fortan eine in der Ärzteschaft selten vorkommende Offenheit.

    Hätte ich damals „geglaubt“, was von mir gedacht wurde, müsste ich schon mehr als ein Jahrzehnt lang tot sein. Daher bezeuge ich mal, dass es für Gott das Urteil „unheilbar“ nicht gibt. Auch wenn „unheilbar“ als Urteil die Hilf- und Ratlosigkeit der Mitwelt spiegelt, ist es immer noch ein „Urteil“, dem entronnen werden kann. Ein Punkt bei der Berichtigung meines Geistes war die Aufgabe des Kampfes gegen etwas, für das es keine „Werkzeuge“ oder gar „Waffen“ gab. Ohne gesicherte Diagnose halt keine Behandlungsmöglichkeit, gibt die „Gebührenordnung“ für Ärzte nicht her.

    Es war wohl der Versuch meines Körpers, die „gesammelten Werke“ an Baustäuben, Baustoffen, Chemikalien, Zementstäube und aufgewirbelten Altlasten VOR der Schranke zum Gehirn unschädlich zu machen. So lehnte ich die Biopsie in der Pathologie dankend ab und „fügte“ mich in das, was scheinbar unumgänglich schien. Kann gut sein, dass das Schreiben hier eine Art von „Bezeugen“ abbildet, daher an dieser Stelle mal ein Ausflug in eine Erfahrungswelt, die für niemanden wahr ist, der diese „Erkenntnis“ nicht erlebt hat. Insofern ist Krankheit auch ein Seelensymbol für die Notwendigkeit zur Berichtigung des Geistes. Ohne diese „Erfahrung“ hätte ich daneben dem Kurs auch niemals nur im Ansatz wirkliche Offenheit gegenübergebracht. Rückblickend ist daher diese eher unangenehme und doch überlebte Erfahrung damals schmerzhaft gewesen, doch heute kann ich sie mit einem lehrreichen Nutzen verbinden. Hätt ich damals aber niemandem geglaubt…

    (4.3.) „GOTTES Antwort ist ewig, obwohl sie in der Zeit wirkt, wo sie gebraucht wird“.

    So könnte gesagt werden, die Möglichkeit zur Heilung wurde außerhalb der Zeit gegeben, einzig, sie als gegeben anzusehen, macht sie dort wirksam, wo sie gebraucht wird. Der heilige Augenblick sei der Ort, wo das Wunder weilt, wird im Kurs gesagt. Mein heiliger Augenblick war einfach der Moment, in dem ich „aufgab“ und das Leben des Körpers von der Existenz des Geistes in meiner Seele „trennte“ und damit den Tod des Geistes verleugnete.

    Mein Schreiben hier ist insofern eine andere Form für das Wort: Danke! Es verfolgt keinen Zweck außer, genau das zu teilen, was (allen in jeder Form) gegeben wurde. Für Geld wäre das insofern kaum möglich und es bleibt weiterhin so, dass die Darstellung der Gesetze der Heilung mein logisches Fassungsvermögen übersteigt. Aber „verstehen“ und „erkennen“ sind kaum zu trennen. Erkennen ohne gleichzeitiges Verstehen eines Betrachtungsgegenstandes ist unmöglich. Verstehen, ohne die Gegenwärtigkeit von Heilung im SELBST erkannt und somit richtig verortet zu haben, ist höchst unwahrscheinlich. Wahrnehmung ohne Verstehen ist hingegen jederzeit möglich.

    Die Antwort GOTTES wurde in dem Augenblick gegeben, als WIR ein Problem sahen. Sie ist in der Ewigkeit vorhanden und sie wirkt daher in allen Zeiten, wo sie gebraucht wird.

    Um mir den Spott zu ersparen, der mit dem letzten Satz verbunden sein dürfte:

    Es gibt Wissenschaftler, die experimentell bewiesen haben, dass in der Quantenwelt eine Entscheidung des Beobachters in der Zukunft den Versuch in der Vergangenheit beeinflusst. Soweit haben sie das ja schon verstanden…

    Was man „daraus“ macht, war die Frage, die sich daraus auch für die Wissenschaft ergab…

    Die gegebene Antwort wirkt vom Anfang bis zum Ende eines wahrgenommenen Problems. Auf die von der Wissenschaft bewiesene Art kann GOTT in aller Seelenruhe am Ende aller Ereignishorizonte warten, bis wir erkennen, dass von der Ewigkeit auf jedes wahrgenommene Problem in der Zeit geantwortet werden kann. Zu bemerken, schon eine Antwort bekommen zu haben, kann scheinbar ewig dauern, doch niemals wirklich. Eigentlich ist es nur dieser Augenblick, die Antwort der Ewigkeit anzunehmen, indem individuelle Erfahrungen geteilt und bezeugt werden.

    An sich wusste ich bis heute nicht wirklich, warum ich „dies“ hier wirklich schreibe. Daher vielen Dank für die damalige Frage an die Vergangenheit zurück und damit an den Fragesteller. Dass Ideen ihre Quelle nicht verlassen, gehört natürlich auch zu den wesentlichen Aspekten von Heilung.

    Das Wunder ist die Befreiung von den Wirkungen der Schuld, Heilung hingegen ist die Erinnerung an den natürlichen Seinszustand. Heilung als Wunder zu bezeichnen, wäre daher weder zielführend noch hilfreich. Wir halten es ja für unmöglich, von den Wirkungen der Schuld befreit zu werden. Das kann nur im eigenen Geist berichtigt werden.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Textbuch Seite 558
    (2) Textbuch Seite 572
    (3) Textbuch Seiten 578 / 579
    Geändert von Michael (03.02.18 um 12:07 Uhr)
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  3. #503

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was ist die Quelle von Heilung?

    4. „Die Gesetze der Wahrnehmung sind das Gegenteil der Wahrheit, und was für die Erkenntnis wahr ist, ist für nichts wahr, was von ihr getrennt ist. GOTT aber hat Antwort auf die Welt der Krankheit gegeben, die für alle ihre Formen gilt. GOTTES Antwort ist ewig, obwohl sie in der Zeit wirkt, wo sie gebraucht wird. (4.4.) Weil sie jedoch von GOTT ist, beeinflussen die Gesetze der Zeit ihre Wirkungsweise nicht. (4.5.) Sie ist in der Welt, doch kein Teil von ihr. (4.6.) Denn sie ist wirklich und weilt dort, wo alle Wirklichkeit sein muss. (4.7.) Ideen verlassen ihre Quelle nicht, und ihre Wirkungen sind nur dem Scheine nach getrennt von ihnen. (4.8.) Gedanken sind vom Geist. (4.9.) Das, was nach außen projiziert wird und scheinbar außerhalb des Geistes ist, ist überhaupt nicht außen, sondern eine Wirkung dessen, was innen ist und seine Quelle nicht verlassen hat“. (1)

    (4.4.) „Weil sie jedoch von GOTT ist, beeinflussen die Gesetze der Zeit ihre Wirkungsweise nicht“.

    Wissenschaft hat nunmehr den Einfluss des Beobachters aus der Zukunft auf Ereignisse in der Quantenvergangenheit bewiesen. Da die Welt aus Quanten aufgebaut ist, sagt uns dies auch, dass es möglich ist, die Gesetze der Zeit unter einen Hut mit der Wirkungsweise der Gesetze GOTTES zu bringen. Gott gab im Anfang die Antwort und wartet am Ende, bis wir sie selbst gefunden haben. Alle Sünden können als Fehler vom Ende her berichtigt werden und das Ende aller Schuld ist der Augenblick, in dem GOTT SELBST alle Tränen abwischt. Die Antwort GOTTES, am Beginn der Zeit gegeben, wäre hinfällig, könnten die Gesetze von Zeit und Raum sie beeinflussen oder gar dauerhaft ungehört bleiben lassen. Wenn die Gesetze der Zeit die Macht der Ewigkeit einschränken, behindern oder verhindern könnte, müsste von einer „geschwächten Macht“ ausgegangen werden. So ähnlich, als würden wir uns an eine „schwache Stärke“ wenden, was ein Widerspruch in sich wäre und wiederum einen „behinderten Schöpfer“ beschreibt. Es erscheint daneben zumindest logisch, dass die Gesetze der Zeit vor der Zeit entstanden sein müssten, was aber nur eine philosophische Spatzfindigkeit meines Egos darstellt.

    (4.5.) „Sie ist in der Welt, doch kein Teil von ihr“.

    Die Antwort GOTTES ist kein Teil der Zeit sondern wurde in der Ewigkeit gegeben. Die Gesetze der Wahrnehmung und die Gesetze des Chaos können ebenfalls nicht getrennt betrachtet werden. Als „Goldene Regel der Wahrnehmung“ galt, das wir uns nicht angemessen verhalten können, wenn wir nicht angemessen wahrnehmen. Wenn wir nicht auf Ebenbürtige, ebenfalls göttliche Seelen schauen, nehmen wir nicht angemessen wahr und verhalten uns daher dementsprechend unangemessen. Was wir sehen, ist aus unangemessener Wahrnehmung entstanden und darüber hinaus hat unser veränderlicher Geist allem eine Bedeutung gegeben, die es „so“ niemals wirklich besaß.

    An die Gesetze des Chaos ist spiegelbildlich kurz zu erinnern:
    Chaosgesetz 1: Die Wahrheit ist für jeden eine andere und den Illusionen (der anderen) wird zudem eine Rangfolge von bedeutungslosen Bedeutungen zugemessen.
    Chaosgesetz 2: Jeder (andere) ist fehlerhaft, niemals aber unsere Wahrnehmung und so verdient ein Jeder Angriff, Leiden, Krankheit, Hass und Tod. (Und diese „Bitte“ wurde vollends erfüllt: Ursache dafür ist das Grundgesetz der Wahrnehmung)
    Chaosgesetz 3: Beides, die wahrgenommene Rangordnung von Illusionen und die Projektion der Schuld im Angriff auf eine recht beliebige „Projektionsfläche“ führen zum unerkannten Krieg gegen uns selbst. Wir „lernten“ (, vom Ego anschaulich demonstriert), uns scheinbar durch Fehler verändert zu haben und der Göttlichkeit DAHER verlustig geworden zu sein. Schlimmer, wir „konstruieren“ eine Situation, in der es allem Augenschein nach selbst für GOTT keine Möglichkeit mehr gibt, SEIN SELBST vor dem Ego zu schützen. In dieser Hoffnungslosigkeit wird GOTT zum Feind und Befreiung mit der „Rache“ verwechselt, die unser Ego erwartet.
    Chaosgesetz 4: Es gibt einen Ersatz für die Liebe GOTTES. Damit betreten wir die Welt der Priesterschaft des goldenen Kalbes und der unauffüllbaren Gier nach „MEHR“ Denn nichts reicht an den Punkt im Herzen, den nur GOTT selbst berühren kann. Als Spiegelbild in dieser Welt kommt die „Zwillingsflamme“ diesem Punkt am ehesten nahe.

    Die Gesetze der Wahrnehmung sind über das gesamte Textbuch hinweg als roter Faden zu finden. Die folgenden vier Sätze (4.6. – 4.9.) könnten darüber Aufschluss geben.

    (4.6.) „Denn sie ist wirklich und weilt dort, wo alle Wirklichkeit sein muss“.

    Nach der gegebenen Antwort, dem Bereitstellen der Mittel und dem Bereitstehen am Ende aller Tage gab es keinen Grund mehr, „sich einzumischen“ und uns damit „herabzusetzen“. Die Antwort GOTTES ist unsere auf ewig verbürgte Unschuld und damit gab und gibt es keinen Grund, uns unsere selbstständige Lernfähigkeit vor dem Ende aller Zeiten abzusprechen. Wir beharren hingegen auf der Wirklichkeit, der von uns gemachten Realitäten und befolgen das Rezept des Chaos, die Wirklichkeit von Illusionen im Geist des Gegenübers zu „bezeugen“ und beweisen zu wollen. Die Antwort ist dort, wo die Idee der Heilung begann.

    (4.7.) „Ideen verlassen ihre Quelle nicht, und ihre Wirkungen sind nur dem Scheine nach getrennt von ihnen“.

    Die „Trennung von GOTT“, die symbolische Vertreibung aus dem Paradies, ist die Idee, Ideen könnten ihre Quelle doch verlassen. Als unsere Quelle können wir GOTT gar nicht verlassen. Inklusive integrative Inklusion durch Inkorporation und Kooperation könnte die „Idee“ hinter dem Schein der Scheine sein. Bei den von der Gier Geblendeten scheinen die Geldscheine allem Anschein nach die Wirkung des Verlustes der Einheit mit GOTT zu kompensieren: In Wirklichkeit bleibt ein Punkt im Herzen leer und unbefriedigt, wenn wir keine Wirkung GOTTES mehr sind. Wir sind für immer eine Wirkung GOTTES und daher ist es für uns als SEIN GEDANKE unmöglich, getrennt von unserem Freund überhaupt zu sein. Wie die Idee eines Bakteriums, künftig einer Zelle als Kraftwerk (Mitochondrium) zu dienen, damit durch „kooperative Inkorporation“ die „Mehrzeller“ (und der ATP-Kreislauf) entstehen konnten. Auch heute sind wir von dieser Idee nicht zu trennen. Die Wirklichkeit der Wirkungen dessen, was wir sind, blieb vom Anschein, den das Ego gewann, unberührt. „Es gibt ein Leben, und das teilen wir mit GOTT“ (Lektion 167 im Plural).


    (4.8.) Gedanken sind vom Geist.

    Es gibt einzig einen Geist. Wir leben und bewegen uns als Gedanke der Quelle darin. Die Schöpfung ist eine Idee, unzählig an Gedanken. Alle Gedanken sind vom Geist, weil die Fähigkeit, genau diesen Gedanken durch bestimmte Neurotransmitter und elektromagnetische Signale zu „übertragen“, schon im Zellkern eingeschrieben worden sein muss. Es kann nur „ausgelesen“ werden, was zuvor „eingetragen“ wurde. Was denkbar ist, muss daher VORHER (als Neuropeptidstruktur plus entsprechender elektromagnetischer Si(e)g-natur eingetr®a-gen worden sein. Ist ja sonst nicht denkbar, dieser Gedanke. Alle Gedanken sind von einem Geist, in diesem Geist lebt und „bewegt“ sich unser Bewusstsein.

    (4.9.) Das, was nach außen projiziert wird und scheinbar außerhalb des Geistes ist, ist überhaupt nicht außen, sondern eine Wirkung dessen, was innen ist und seine Quelle nicht verlassen hat“.

    Hier wird das Gesetz der Wahrnehmung recht greifbar. Alle Dinge, von denen wir glauben, dass wir sie sehen, spiegeln Ideen wider (Leitgedanke 325). Wähle ich, auf Schwachsinn zu blicken, werde ich Schwachsinn zu sehen bekommen. In einem einzigen Satz: Unser Vater liebt uns so sehr, ER sagt zu keiner Erfahrung „nein“, sollte sie auch noch so schwachsinnig sein. Auch unser Unterbewusstsein scheint das Wörtchen „Nicht!“ nicht wirklich zu „verstehen“. Es liegt halt daran, dass zuerst in unserem Geist war, was für uns wahr war. Ist die Schuld für uns unsere innere Realität, wird sie außen „gesehen“, um sie „loszuwerden“. Was hülfe uns die „ordnende“ Analyse einer auf dem Kopf stehenden Wahrnehmung? Was brächte es, die Schatten einer inexistenten Dunkelheit zu analysieren? Ist doch für den ARSCH diese Form von Ego-Anal-yse. Wir sehen, was WIR gemacht haben und können es einfach nicht ertragen. Dann schieben wir es „den anderen“ in die Kinderschuhe, ein Weg, der zum aufrechten Gang nicht taugt.

    Der Trost dabei ist der Umstand, dass wir für immer eine Wirkung der Wirklichkeit sind und wählen können, Realitäten zu machen, die uns nicht wirklich gefallen oder wir entscheiden uns, eine Wirkung unseres VATERS zu sein. Das wäre insofern nicht einmal wirklich arrogant, denn es ist, was wir alle sind und keinesfalls ein Konzept relativer Besonderheit.

    Es gibt gar keinen Beweis für eine Welt um uns herum, außer in unserem Bewusstsein. Wir sehen nicht, dass die Realität eine Spiegelung unserer Mitschöpferkraft ist. Zum Glück sind unsere „Fehlschöpfungen“ nicht wirklich in GOTTES GEIST. Daher sind sie im „inklusiven und integrativen Sinne“ niemals von GOTT wahrgenommen worden. Hätte GOTT auf unsere Fehler geschaut und ihnen Bedeutung verliehen, wäre etwas „geschehen“. Doch für Gott ist dieser ganze Schwachsinn niemals wirklich gewesen. SEINE KINDER träumen, das ist halt alles. Kein Schlaf kann ewig dauern.

    Beweise für unsere Mitschöpfungskraft hingegen werden fleißig negiert. Selbst, wenn wir Unerklärliches erleben, verblasst diese Erfahrung zumeist recht zügig wieder, denn es ist ja bekanntlich unmöglich, zwei Welten zur gleichen Zeit zu sehen.

    Was wir an Schuld, Leiden, Krankheit, Gründen für Rache und Angriff, Mord und Totschlag wahrnehmen, ist immer die Sichtweise des Egos. Was leidet, ist nicht Teil von mir. Das ist die Definition, mit der ein Mathematiker einen entlaufenen Löwen wieder einfängt: Er setzt sich in seinen Käfig und definiert diesen als außerhalb (des Löwen). Innen ist also dort, wo der Löwe sich aufhält. Das arme Tier ist also wieder eingesperrt.

    Wenn wir das Ego-Raubtier auf diese Weise „aussperren“, schränken wir unsere Freiheit ein, genau das zu sein, was wir schon sind. Das Raubtier mit Schuld zu beladen, kann nicht der Weg sein. Es wartet auf den Augenblick, in dem unser Geist aufleuchtet und wieder wach wird. Denn es wird ebenso von der Schuld befreit. Auch das Ego wollte diesen ganzen Schwachsinn ja niemals wirklich. Ein Narr, auf dem Thron des schöpferischen Geistes sitzend, leidet unermesslich unter der Vorstellung, die Realität, die er wahrnimmt, könnte Wirklichkeit sein. Es war bei Maskenbällen früher nicht unüblich, dem Hofnarren für eine Nacht die Regentschaft zu übertragen. Mir scheint, wir haben da etwas vergessen, was wir (als Narr auf dem Thron des schöpferischen Geistes) lieber ganz schnell vergessen wollten…

    Wir haben hingegen unsere Quelle niemals verlassen. „Mehr“ muss an sich nicht als wahr wahrgenommen werden. Wenn Gedanken ihre Quelle niemals verlassen haben, ist die Trennung eine Lüge. Die Annahme, in dieser Lüge einen tatsächlichen Wahrheitsgehalt sehen zu wollen, trennt uns von GOTT. Die Verleugnung zu verleugnen, hebt die früheren, scheinbar vorhandenen Wirkungen im veränderlichen Teil unseres Geistes auf.

    Wenn das Ego als Narr auf dem Thron durch sein Verhalten beweist, nicht der rechtmäßige König des inwendigen Königreiches zu sein, bemerken wir zumindest, dass eine Verwechslung stattgefunden haben muss. Was bedeutet, dass der, der eigentlich auf dem Thron zu sitzen hätte, bisher nicht gewusst haben kann, wer er wirklich ist. Wenn die Verwechslung nicht gesehen wird, kann sie kaum angemessen berichtigt werden. Wenn wir den schöpferischen Geist als „Macher unserer Realität“ verleugnen, ist es schwierig, ihn dafür zu nutzen, diese Realitäten als „hausgemacht“ anzusehen und damit die Macht zu gewinnen, den Geist auch schöpferisch zu verwenden. Wenn wir verleugnen, was wir gemacht haben, verleugnen wir auch die Fähigkeit, einen anderen Weg zu wählen.

    Den Geist als Quelle dessen zu sehen, was wir sehen, nimmt den Narren vom Thron. Den schöpferischen Geist zu verleugnen und sich dann über den Narren auf dem Thron des Geistes zu ärgern, lässt uns annehmen, die Dinge, die wir sehen, wären zuerst außen und dann in uns wahrnehmbar. Da ist der Gedanke 325 hilfreich: „Alle Dinge, von denen wir denken, dass wir sie sehen, spiegeln Ideen wider“.

    Dann ist die „Krankheit der Welt“ nur eine Idee in unserem Geist. Joseph Beuys beschrieb den Schmerz (bei der Wahrnehmung einer „kranken Welt“ innen wie außen) auch als eine produktive Kraft. Er sah in Krankheit und Schmerz eine individuell wirksame Kraft, die jedoch auch zur „Heilung der Welt“ beiträgt, indem Mitmenschlichkeit und anerkennender Respekt wiedergewonnen werden können. Heilung sah Beuys in der Überwindung des scheinbaren Gegensatzes von Natur und Geist. Sitzt die Materie auf dem Thron des Geistes oder herrscht der Geist über die Materie? Oder sind diese polaren Sichtweisen am Ende nur ein scheinbarer Gegensatz?

    Anerkennender Respekt ist die Anerkennung der GÖTTLICHKEIT in jedem Gegenüber, unabhängig von Form, Gestalt, Verhalten, Leiden oder Krankheit. Beuys hat im Prinzip erkannt, was auch der Kurs in Lektion 137 sagt: „Wenn ich geheilt bin, bin ich nicht allein geheilt“. Beuys hat an sich damit auch Lektion 136 verstanden: „Krankheit ist eine Abwehr gegen die Wahrheit (des Nicht-Gegensatzes von Geist und Materie)“.

    Beuys soll auch die folgende Aussage gemacht haben, die nur angesichts seiner langen Krankheitsgeschichte plausibel klingen könnte: „Es geht nicht ohne Schmerz – ohne Schmerz kein Bewusstsein“. Es könnte ergänzt werden:

    Es geht nicht ohne Schmerz, zu erkennen, dass das Ego auf dem Thron saß. Ohne den Schmerz, den das Ego verursacht, ist keine produktive Kraft zur Entwicklung und Bewusstwerdung des SELBST-Bewusstseins möglich. Daher ist das Ego „nötig“, ein Bewusstsein für das gespiegelte Selbst innerhalb des einen Bewusstseins zu entwickeln. Aber den Schmerz, den das Ego uns verursacht, als unterbewusstes Echo der Stimmen unserer Seelen zu sehen, könnte uns aus der globalen Opferrolle befreien. Wenn WIR „das“ waren, könnten wir uns künftig auch anders entscheiden.

    Im Prinzip gilt für die Wahrnehmung Lektion 339: „Ich werde das empfangen, was auch immer ich erbitte“. Geben und Empfangen sind eins. Wir empfangen, was wir gegeben haben. Ohne dies anzuerkennen, verleugnen wir die Macht unseres Geistes. Nur, um dann daran zu verzweifeln und die Verzweiflung als Begründung für die Machtlosigkeit des Geistes anzuführen. Das Leiden durch das Ego als Beweis für die logische Inexistenz GOTTES anzusehen, soll die Trennung beweisen und übergibt die Herrschaft über unseren Geist an das Ego. All das Leiden zu bekämpfen, kann nicht gelingen. Es einfach als scheinbaren Gegensatz zwischen dem unerkannten SELBST in uns selbst und dem Ego in uns aufzufassen, siedelt den Irrtum dort an, wo er entstanden ist: In unserem Geist. Wir blicken auf das, was ZUVOR in unserem Geist „intendiert“ worden ist.

    Wir blicken nicht mit Freude auf eine befreite Welt. Denn wir haben nicht die Intention, uns über das zu freuen, was wir sehen. Wir haben unsere Quelle nicht verlassen und das könnte ein Grund zur Freude sein. Bis wir die Weigerung aufgeben, dies zu sehen, ist der Schmerz nicht unser Feind. Er ist der Freund, der den Feind ankündigt. Solange ich das Ego als meinen Feind ansah, gab ich dem Esel nicht genug Raum zum Auskeilen und ich glaub, darin könnte eine Erklärung für das „Gutmenschentum“ liegen. Anzunehmen, nicht zu sein, wie GOTT uns schuf, ist jedoch immer die erste Ursache dieses Webfehlers unseres bisherigen Denksystems in der Verwechslung von Ursache und Wirkung. In der Quelle mit GOTT verbunden, können wir einzig eine Wirkung der göttlichen Quelle sein. All die früheren Gegensätze sind dann wie „weggeblasen“. „Und GOTT SELBST wird alle Tränen abwischen“ (Lektion 301).

    Einfach mal mit Freude auf den Moment schauen, an dem alle Tränen getrocknet sein werden…

    Eine Vorstellung, die wir uns nicht wirklich vorstellen können, kann nicht zu einer Möglichkeit werden. Halten wir diese Möglichkeit nicht für möglich, können wir uns nicht darauf freuen, dies sehen zu wollen und beabsichtigen es daher nicht. Damit hat das Ego sein Ziel erreicht. Es behält die Herrschaft über unseren Geist, über den allein wir herrschen müssen. Sie auf das Ego zu übertragen, bringt uns nur in eine Opferrolle, die nicht unsere ist.

    Im Urteil und der damit einhergehenden Verurteilung treffen wir die Entscheidung, uns nicht über das zu freuen, was wir zu sehen beabsichtigen und halten die Antwort unseres Freundes damit von uns fern. Wo GOTT nicht erwünscht ist, wird ER nicht gegen unseren Willen einkehren. Wo ER hingegen erwünscht ist, wird ER nicht zögern, eine Antwort zu geben. Sie ist immer „da“, aber sie will gehört werden wollen. Wirklich ist nur, was wir mit GOTT ausdehnen, unwirklich ist, was wir aus dem Ego projizieren. Es wird aufgehoben, indem GOTT SELBST alle Tränen abwischt. Das ist, was am Ende der Zeit vom Ego noch bleibt: Eine verblassende Erinnerung an eine an sich nutzlose Reise. Nichts konnte sich verändern, da alles schon vor der Reise unveränderlich war. Nichts konnte getan werden, eine Veränderung im Unveränderlichen zu bewirken. So sehr sich das Ego als Narr auf dem Thron auch darum bemühte, wir blieben, wie unser FREUND uns schuf.

    Erstaunlich - wie uns das jemals erstaunlich vorkommen konnte…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 556 - 560
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  4. #504

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was ist die Illusion?

    5. „Die Antwort GOTTES liegt dort, wo der Glaube an die Sünde sein muss, denn nur dort können dessen Wirkungen ohne Ursache sein und völlig aufgehoben werden. Die Gesetze der Wahrnehmung müssen umgekehrt werden, weil sie Umkehrungen der Gesetze des Geistes sind. Die Gesetze der Wahrheit werden ewig wahr sein und können nicht umgekehrt werden, doch können sie gesehen werden, als stünden sie auf dem Kopf. Und das muss dort berichtigt werden, wo die Illusion der Umkehrung liegt“. (1)

    5.1. „Die Antwort GOTTES liegt dort, wo der Glaube an die Sünde sein muss, denn nur dort können dessen Wirkungen ohne Ursache sein und völlig aufgehoben werden“.

    Auch in diesem Kontext steht unsere Wahrnehmung auf dem Kopf. Erstens wurde die Antwort schon gegeben, zweitens ist sie dort, wo sie gebraucht wird, und drittens bezieht sich auf unsere Wahrnehmung, denn dort „herrscht“ der Glaube an die Sünde. Sünde ist jedoch nur, ein göttliches Kind als Ausgeburt der Hölle zu betrachten. Wenn wir aus GOTT (Ursache) und seinen göttlichen Kindern (Wirkung) in unserem veränderlichen Geist das Gegenteil „machen“, also den „Widersacher“ und seine dunklen Gestalten, dann kann dieser Irrtum nur in unserem Geist beantwortet und berichtigt werden. So muss die Antwort GOTTES in unserem Geist sein, wo sie gebraucht wird. Nur dort ist es unmöglich, sie nicht zu finden. Es ist die Stimme des Heiligen Geistes, die den Glauben an die Hölle aufzuheben im STANDE ist. Es ist die Funktion des Heiligen Geistes, die Stimme für GOTT in jedem Geist zu sein. Nur dort kann die Wirkung des Irrtums, es gäbe eine Hölle jenseits unserer Fehlvorstellung, berichtigt werden. Wir suchen seit zwei Jahrtausenden, eine gegebene Antwort zu verstehen.


    5.2. „Die Gesetze der Wahrnehmung müssen umgekehrt werden, weil sie Umkehrungen der Gesetze des Geistes sind“.

    Wir dachten, die Welt geschieht uns, doch uns geschieht, was die auf dem Kopf stehende Wahrnehmung aus uns heraus auf die Welt projiziert. Es ist die Anwendung der Gesetze des Geistes aus der Freud´schen Abwehrhaltung heraus, die zu vermeiden sucht, was sie im Grunde erwartet. Das, was wir sehen, erleben und erfahren ist jedoch zuerst als Erwartung in unserem Geist. Erwarten wir auf der Ebene des ersten Grundkonfliktes, der Abwendung und Trennung des Egos von GOTT, eine „Bestrafung“, steht die Welt schon auf dem Kopf. Als Umkehrung könnte gelten, dass der Geist wahrnimmt, was er beabsichtigt, zu erschauen. Wir haben beabsichtigt, die Gesetze des Geistes so umzudeuten, dass wir annehmen, die Welt „geschehe“ uns und nur daher können wir uns als Opfer der Welt, der Umstände, der Zustände und der Geschehnisse "außen" sehen. Wir verbinden die Geschehnisse nicht in Ursache und Wirkung mit unserer Gedankenwelt in uns. Meist, weil Zeit zwischen Ursache und Wirkung steht und eine unsichtbare Trennlinie die Zuordnung (von Resonanz, Mentalität, Kausalität, Rhythmus, Frequenz, Analogie) erschwert und so „duale Möglichkeitshorizonte“ gesehen werden, wo ohne Angst und Abwehr ansonsten der gnadenreiche Wille unseres Vaters bliebe. Diesen würde unser Selbst gern mit dem SELBST teilen, doch das Ego (als Narr auf dem Thron) hat eine Heidenangst vor „Strafe“. Auf dem Kopf steht die Wahrnehmung, der WILLE GOTTES für uns sei nicht vollkommenes Glück. Diese „Dualität“ in unserem Geist entstand in der Annahme, GOTTES WILLE für uns könne nicht vollkommenes Glück sein. Von innen dehnt sich ein mit GOTT geteilter Wille nach dem Gesetz des Geistes nach außen aus und ersetzt dabei sanft die früheren Abwehrmachanismen unseres Egos gegen die Wahrheit der Gesetze des Geistes.

    5.3. „Die Gesetze der Wahrheit werden ewig wahr sein und können nicht umgekehrt werden, doch können sie gesehen werden, als stünden sie auf dem Kopf“.

    Das Ego nutzt unseren schöpferischen Geist, uns eine Welt zu „beweisen“, die völlig auf dem Kopf steht. Wir projizieren diese Vorstellung nach außen und sehen dann, was wir zuvor zu sehen beabsichtigten. Das ist an sich die Funktion des Geistes. Geistiges Mitschöpfertum könnte als ein Aspekt des Gesetzes der Wahrheit gesehen werden. Ich muss das gesamte Textbuch noch einmal durcharbeiten, ALLE darin angegebenen Aussagen einmal in die entsprechenden Kategorien (der Gesetze) einzusortieren. Ein Bewusstseinsforscher hat die 7 Sekunden „Vorlauf“, die unsere „Wahrnehmung“ der Wirklichkeit hinterherläuft, als „Quantenkohärenzzustand“ in den Neurotubuli der Nervenzellen beschrieben. Die Russische Schule meint, leichter verständlich, die Seele sei ein Projektor für unsere wahrgenommenen Realitäten. Sie kann jedoch auch von selbst ausdehnen, was das SELBST schon ist. Die Umkehrung der Gesetze des Geistes „macht“ Realitäten. Sie sind nur in unserem Kopf und wurden von GOTT niemals bezeugt, bestätigt oder überhaupt gesehen. Wir beabsichtigen, was wir sehen wollen und sieben Sekunden später zeigt sich der jeweils übereinstimmende Quantenkohärenzzustand von „Erwartungshaltungen“ als „Welt“. Wir sind Mitschöpfer, indem wir annehmen, was gegeben wurde. Wir „erwarten“ halt nur nicht, es zu sein. Dann steht die Welt auf dem Kopf und wir sind ihr vermeintliches Opfer….


    5.4. „Und das muss dort berichtigt werden, wo die Illusion der Umkehrung liegt“

    Diese Umkehrung ist ebenso mit dem Glauben an „Veränderung“ und „Verlust“ ewiger Göttlichkeit verbunden, die wir im Schuldvorwurf (als Gedankenwelt) zum Ausdruck bringen. Nicht die ganzen anderen „Geisterfahrer“ müssen „umgedreht“ werden, wie unser Ego meint. Es ist unsere Wahrnehmung der Welt, die Ursache und Wirkung als ein getrenntes Paar Schuhe ansieht. Diese Illusion ist definitiv in unserem Geist zu verorten und nur dort kann sie vom Heiligen Geist berichtigt werden. Dazu dienen Wunder im weiteren Sinne. Sie sollen uns die Erfahrung ermöglichen, zu sehen, was wir zu sehen beabsichtigen. Da dies jedoch niemals KEIN widersprüchlich bestellter Wunschsalat war, haben sich recht widersprüchliche Realitäten „etabliert“. Wenn wir nach der Bestellung eines Tomatensalates bemerken, wie toll das Steak am Nachbartisch duftet, haben wir eine Entscheidung getroffen, die auf physischer Ebene nicht nach unserem Geschmack war, weil sie emotional nicht beabsichtigt wurde und mental (durch VOR-Sätze) verschleiert ist.

    Ich hatte mal angefangen, die „Entscheidungsregeln“ vorzustellen, die dem Leser in Kapitel 30 an die Hand gegeben werden. Nach den Gesetzen der Heilung werde ich darauf zurückkommen, die Grundsätze von Wundern noch einmal aufgreifen und dann noch einmal die Entscheidungsregeln für einen glücklichen Tag vorstellen, damit ich sie endlich auch einmal konsequent anwende. All die Theorie ist ja für den Arsch, wenn kein glücklicher Tag damit verknüpft ist. Waren es eigentlich glückliche Tage, die wir hier sehen wollten? Ist hier vielleicht das Fundament unseres Grundkonfliktes zu finden?

    Dann „kreuzigen“ wir uns selbst, weil wir „glauben“, wir hätten den SOHN des VATERS gekreuzigt. Die Atheisten schauen gar nicht hin, doch von den Wirkungen, sich gedanklich von der Quelle und dem GEBER allen LEBENS abgewendet zu haben, ist keines Geistes Bewusstseinszustand ausgenommen. Es gibt einzig ein Leben und das teilen wir (auf einer ewig-geistigen Ebene) mit unserem FREUND, aber wir sind dort nicht „wach“ im Sinne von „gegenwärtiger Vergegenwärtigung“. Was wir mit unserem Freund teilen, teilen wir mit jedem Element des Lebens. Was wir mit dem Ego teilen, bringt niemandem anderen etwas, es kann als Illusion nicht wirksam geteilt werden. Was wir einem Menschen (an gegebener Göttlichkeit durch ein anderslautendes Urteil) zu entziehen suchen, entziehen wir daher auch immer allen und uns selbst.

    Ein Irrtum des Egos „macht“ zwar „Erscheinungen“ dem Anschein nach wirklich, doch vom Anfang an wurde mehrfach ich auf die „Kindersicherung“ hingewiesen: Die Fehlschöpfungen des Egos sind vor GOTT nicht wirklich und können daher (nach den Gesetzen GOTTES) berichtigt werden. Dies gelingt jedoch nur, wenn damit im eigenen Geist begonnen wird. Das Gesetz GOTTES ist die auf ewig verbürgte Unschuld SEINER SOHNSCHAFT und SEINER geliebten GEDANKEN. Wenn SEINE Gedanken glauben, SIE seien an Körper gebunden, kann dies nur ein IRRTUM sein. Wir sind eine Schöpfung des Geistes, die schöpferische Kräfte besitzt, doch die zweite „Kindersicherung“ ist darin zu sehen, dass wir dies nur gemeinsam sein können, als ein vernetztes und verbundenes Lebenssystem, dem der Hauch von GÖTTLICHKEIT innewohnt. Es ist nur ein kleiner Hauch in der physischen Welt, doch manchmal reicht der kleinste Luftzug, uns aus dem Schlaf zu holen. Wir träumten den Traum von Schuld, um den scheinbaren Verlust dessen zu kompensieren, was niemals verloren werden konnte, da es dort ist, wo es gebraucht wird: In uns selbst, in unserem Selbst, das eins ist mit dem SELBST. Mit dem Glauben an den möglichen Verlust von GÖTTLICHKEIT steht auch der Glaube an den Tod des Lebens in Verbindung, die allerletzte Illusion und unsichtbare Mauer um unser Herz…

    Wir könnten einen anderen Weg wählen. Diesen zeigt der Kurs auf. Ein Zickzack-Kurs, wie ihn unser Ego verfolgt, mit seinen Ecken und Kanten, Höhen und Tiefen, „schmerzhafter Liebe“ und „schwacher Stärke“, zermürbt uns durch seine Doppeldeutigkeit. Doch auch diese ist zuerst in unserem Geist. Wir sind schöpferische Wesen und verleugnen dies im Angesicht dessen, was das Ego gemacht zu haben scheint. Doch wir träumen, und ein Traum verändert nicht das Wesen derer, die gerade nicht „wach“ sind.

    Wir sind die Träumer des Traums, nicht der Traum. Im Prinzip ist der Traum die Folge der Illusion eines vermeintlich veränderlichen und fragmentierten Willens unseres VATERS. Damit projizieren wir jedoch unsere Fehlwahrnehmung auf GOTT. Statt seine gegebene GÖTTLICHKEIT einfach anzunehmen und auszudehnen, was andererseits möglich wäre. So es für möglich gehalten würde und damit „vorstellbar“ wird….

    Das Ego hat diese Zeit des Traumes bewirkt und wenn wir dies nicht anerkennen, steht unsere Wahrnehmung weiterhin auf dem Kopf. „GOTT hat keine bedeutungslose Welt erschaffen“, wird in Leitgedanke 14 eindeutig gesagt. Aber „wir regen uns auf, WEIL wir eine bedeutungslose Welt sehen“ (12), den „eine bedeutungslose Welt erzeugt Angst“ (13). GOTT hat nichts Vergängliches erschaffen. Alles, was das Ego „gemacht“ hat, kann vom HEILIGEN GEIST in die Wahrheit übersetzt werden, das negative Zuwendungsspiel in seine ursprüngliche Aussage gewandelt werden: Ein Hilferuf nach der Liebe unseres Vaters in einem selbst gewählten Traum. Ein Traum, in dem die Möglichkeit eines Gegenteiles der Wahrheit GOTTES durch unsere ABSICHT hervorgerufen wurde. Einfach ein Traum von Veränderung, der im Wachzustand undenkbar erscheint. Das ist das Wesen der meisten Träume: Sie sind im Wachzustand (des Himmels / des Tagesbewusstseins) undenkbar.

    „Ewige Heiligkeit weilt in uns“ (299) und „Vergebung ist die einzige Gabe, die wir geben“. „Der Körper ist ein ganz und gar neutrales Ding“ (294), denn „Wir sind kein Körper, wir sind frei“ (199). „Liebe ist der Weg, den wir in Dankbarkeit beschreiten“ (195), denn die Freiheit der Schöpfung verspricht uns unsere eigene“ (279).



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 556 - 560
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  5. #505

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Gesetze der Heilung

    6. Was überbringt Illusionen der Wahrheit?

    „Es ist unmöglich, dass eine Illusion weniger zugänglich für die Wahrheit als alle übrigen ist. Es ist indessen möglich, dass einigen mehr Wert beigemessen wird und dass sie der Wahrheit weniger bereitwillig zur Heilung und zur Hilfe angeboten werden. Keine Illusion birgt irgendeine Wahrheit in sich. Dennoch sieht es aus, als seien einige wahrer als die anderen, obwohl dies eindeutig nicht den geringsten Sinn ergibt. Alles, was eine Hierarchie von Illusionen zeigen kann, sind Vorlieben und nicht die Wirklichkeit. Wie relevant sind Vorlieben für die Wahrheit? Illusionen sind Illusionen und sind falsch. Deine Vorlieben verleihen ihnen keine Wirklichkeit. Keine ist in irgendeiner Weise wahr, und alle müssen mit gleicher Leichtigkeit dem weichen, was GOTT als Antwort auf sie alle gab. GOTTES WILLE ist eins. Und jeglicher Wunsch, der SEINEM WILLEN zuwiderlaufen scheint, hat keine Basis in der Wahrheit“. (1)


    6.1. „Es ist unmöglich, dass eine Illusion weniger zugänglich für die Wahrheit als alle übrigen ist“.

    Es wäre dasselbe, zu sagen, dass bestimmte Teile der Dunkelheit weniger zugänglich für das Licht seien als andere „Bereiche der Dunkelheit“. Im Licht betrachtet und der Wahrheit überbracht, schwinden die Illusionen von vorheriger Dunkelheit. Es ist unmöglich, angesichts des Lichtes auf der Wahrnehmung von Dunkelheit zu beharren. Eher beharren wir individuell wie kollektiv auf bestimmten Illusionen, die für uns einen bestimmten Wert besitzen.

    6.2. „Es ist indessen möglich, dass einigen mehr Wert beigemessen wird und dass sie der Wahrheit weniger bereitwillig zur Heilung und zur Hilfe angeboten werden“.

    Als kollektiv wirksames Beispiel könnte unsere Klimaerwärmung betrachtet werden. Die Illusion, trotzdem auf „Verschmutzungsrechten“ zu beharren, den Diesel und die Braunkohle in der Hierarchie bestimmter Illusionen „wichtiger“ zu nehmen, drückt den Wert aus, den wir „besonderen“ Illusionen beimessen. Öffnen wir uns der Stimme für GOTT, dem HEILIGEN GEIST, wird uns sanft aufgezeigt, welche Illusionen wir vor der Berichtigung durch die Wahrheit schützen und damit die Hilfe ablehnen, die uns zur Heilung angeboten wird. So drückt der jeweilige „Wert“ von Illusionen den Grad der Abwehr gegen die Wahrheit einer gegebenen Antwort aus. Wir brauchen nichts als die reine Wahrheit, uns als wechselseitig verbundenes Lebenssystem zu erkennen, in dem selektive Heilung eine Illusion bleiben muss. Alle persönlichen, regionalen und nationalen Klimaillusionen münden in einen gemeinsamen Ursachen- und Wirkungskontext. Bestimmte Illusionen (wie den Diesel oder die Braunkohle) davon auszunehmen, ist nur ein Symbol für den Willen, die Wahrheit in Teilen abzuwehren, was zu innerer Zerrissenheit führt.


    6.3. „Keine Illusion birgt irgendeine Wahrheit in sich“.

    Illusionen zu folgen, bewirkt eine daraus folgende „spezifische Realität“, die jedoch keine Basis in der Wahrheit unseres FREUNDES besitzt. Es ist für uns real, damit wir den Kontext von Ursache und Wirkung über Zeitverläufe verstehen lernen und die „Schicksalsbelehrung“ annehmen, damit wir uns der Wahrheit über ein angemessenes Verhalten gegenüber unserem Heimatplaneten annähern können. Alle Illusionen über die „Begrenzung“ der Folgen setzen auf die selektive Heilung eines mit uns verbundenen Lebenssystems, was nicht die ganze Wahrheit sein kann. Auch wenn bei den „Diesel-Abgastests“ NUR die Lunge der Probanden oder Affen geschädigt wird, kann allein der Verlust der Atemfunktion dem Betrachtungsobjekt das Leben unmöglich machen. Was für Affe, Mensch und Planet gleichermaßen gilt. Eine angemessene Wahrnehmung des planetaren Lebenssystems setzt Zugehörigkeitsgefühl und Verbundenheit voraus. Wenn wir die Illusion, nicht Teil dieses Lebenssystems zu sein, weiterhin vor der Wahrheit schützen, stärken wir die unterbewussten Gegenkräfte in uns und damit außerhalb von uns. Wie schizophren wir die kollektiven Irrtümer schützen, zeigt die unehrliche Tierversuchsdebatte: Wenn dreißig Affen im Labor (aus kommerziellen Gründen) malträtiert werden, regen wir uns auf. Wenn für unsere Wurst 40 Milliarden Tiere (aus kommerziellen Gründen in industriellem Ausmaß) gequält, getötet und verspeist werden, haben wir „damit“ natürlich nichts zu tun, schweigen still und kaufen weiter beim Discounter. Wenn jedoch rund 7,5 Milliarden Menschen die Illusion schützen, nicht Teil der Folgen dessen zu sein, was wir dem Lebenssystem dauerhaft antun, sollte gefragt werden dürfen, ob diese Wahrnehmung irgendeine Wahrheit in sich birgt. Die Aufschiebung der Klimaziele für 2020 ist nur eine Abwehr gegen die Wahrheit und daher eine Stärkung der unterbewussten Gegenkräfte. Es wird 2030 noch mehr Widerstände geben, gerade, weil das Thema seit mindestens 50 Jahren bewusst auf die „lange Bank“ geschoben wurde. Es muss eine Illusion sein, zu glauben, der Verlust und absehbare Totalausfall aller planetaren Werte könne für irgendjemanden irgendeinen Vorteil bieten. Frau Merkel denkt vielleicht, es „betrifft“ sie nicht, wie viele andere wohl auch. Doch hat diese Illusion keine Basis in der Wahrheit unseres Bewusstseins, wir sind davon nicht losgelöst. „Es gibt ein Leben, und das teilen wir mit GOTT“ (167).


    6.4. „Dennoch sieht es aus, als seien einige wahrer als die anderen, obwohl dies eindeutig nicht den geringsten Sinn ergibt“.

    Es kann nicht wahr sein, dass einigen Teilen dieses Bewusstseins zu schaden, weniger schädlich für die Gesamtheit ist, als anderen Teilmengen dieses Bewusstseins zu schaden. Manche Illusionen erscheinen uns „wahrer“ als andere. So hegen wir hier Klimaziele, die wir nicht erreichen und glauben, die Abgaswolken der Diesel aus China würden zum Weltklima nicht beitragen. Denn die „wahrste Illusion“ ist ja, dass wir ohne Automobilbau nicht lebensfähig sind. Was angesichts der absehbaren Folgen eindeutig nicht den geringsten Sinn ergibt: Durch Auto und Flugzeugbau in einem nicht angemessenen Ausmaß gefährden wir alle Lebensgrundlagen. Und wenn wir schon die Klimaziele reißen, können auch die Subventionen für das Flugbenzin erhöht werden – das macht nicht den geringsten Sinn. Im Prinzip alles Belege für die These, dass eine Rangfolge, Unterscheidung und Einteilung von Illusionen keine Bedeutung besitzen kann, die „Sinn“ macht.

    6.5. „Alles, was eine Hierarchie von Illusionen zeigen kann, sind Vorlieben und nicht die Wirklichkeit“.

    In den „Entscheidungen“ zur Aufgabe des Klimaziels kommen eher persönliche Vorlieben für das schnelle Autofahren und die Vorlieben für das Fliegen und Reisen zum Ausdruck. In der Wirklichkeit unseres Vaters verändert sich auch unsere Bedürfnisstruktur. Geistiges Wohlbefinden löst trotz aller „Umstände“ eine Sättigung aus und gleicht materielle Bedürfnisse aus, die zuvor mit geistigem Wohlbefinden verbunden worden sind. Als Gesellschaft bilden unsere „Werte“ zumeist eine Hierarchie von Illusionen ab. Es sind nationale Vorlieben, ob wir die Lausitz oder Fort Mac. Money schützen; insgesamt tun wir uns jedoch keinen Gefallen, bestimmten Illusionen länger als notwendig zu folgen. In der Entscheidung, bestimmte Illusionen zu schützen, wählen wir das Leid, von dem wir später sagen, GOTT hätte es verhindern müssen. Wir besitzen einfach bestimmte „Vorlieben“, die in ihrer Gesamtheit an die Grenzen des Machbaren stoßen. Wir können unsere geistigen Bedürfnisse nicht auf materieller Ebene befriedigen. Als Ausgleich für die nicht empfundene Liebe unseres VATERS dienen Menschen, Dinge oder Anerkennung; doch der „Mangel“ wird weiterhin empfunden. „Es gibt keine Liebe außer der Liebe GOTTES“ (127). Jede Hierarchie von Illusionen ist ein Ersatz für Liebe. Wer offen darüber nachdenkt, wird bemerken, dass wir immer die Liebe teilen, die GOTT für alle Teile SEINER SCHÖPFUNG hegt. Wir können uns halt teilweise oder ganz dieser Liebe anschließen. „GOTT ist nur Liebe und daher sind wir es auch“, ist ein wesentlicher Gedanke des Kurses. Macht, Besitz, Ansehen, Ruhm, Anerkennung, Status, Aussehen und „Konsum“ sollen die Fehlverortung von Liebe ausgleichen, doch es gelingt niemals ganz und gar, das „Fehlen“ von etwas Entscheidendem zu übersehen.


    6.6. „Wie relevant sind Vorlieben für die Wahrheit? Illusionen sind Illusionen und sind falsch“.

    Die Wahrheit ist, dass wir auf einem überaus reichen Planeten durch das All düsen, einzig die Ressourcen nicht wirklich liebevoll nutzen. Ein wenig Liebe benötigt alles, was wächst. In Wahrheit liebt jeder Mensch diesen Planeten wie sich selbst, wir haben es nur erfolgreich verdrängt. Wir sind mit diesem Lebenssystem verbunden und wir können nicht länger unsere persönlichen Vorlieben über die planetare Wahrheit stellen. Neben der Liebe unseres Vaters suchen wir unbewusst die Liebe unseres Heimatplaneten, doch unsere Illusionen trennen uns auch von der Wahrnehmung der Einheit allen Lebens. Die heilsame Liebe, die die Wahrheit uns in jedem Moment anbietet, kann nicht durch Illusionen ersetzt werden. „Wie können Illusionen den SOHN GOTTES befriedigen“? (272) Und: „Welche Grenzen können wir dem SOHN GOTTES auferlegen“? (280)

    Welche Grenzen wollen wir insofern den SELBST-Heilungskräften des planetaren Lebenssystems auferlegen? Auferlegen, indem wir ein Schicksal akzeptieren, das auf Illusionen gründet und uns den Weg zum Schmerz weisen würde, gäbe es keine andere Wahl. Auch die Heilung des Lebenssystems ist eine Idee in unserem Geist. Wird sie für möglich gehalten, muss sie möglich sein. Wenn wir mit Freude auf eine geheilte Mitwelt zu schauen wünschen, wie relevant sind Vorlieben angesichts der inneren Wahrheit dieses Wunsches? Ist das nicht ein mit GOTT geteilter und geheilter WILLE? All die Illusionen können das Gefühl nicht ersetzen, das eine mit GOTT geteilte Willensäußerung „bewirkt“. Wenn, wo Dunkelheit war, auf das Licht geschaut werden will, warum sollte der Gedanke 329 nicht einmal angemessen angewendet werden?

    „Wir werden das empfangen, was auch immer wir erbitten“. (329)


    6.7. „Deine Vorlieben verleihen ihnen keine Wirklichkeit“.

    Unsere Vorlieben verleihen unseren Illusionen und den daraus folgenden „Handlungslücken“ keine Wirklichkeit. Die Illusion, den Klimawandel ab 2030 „aktiv“ anzugehen, verleiht den Illusionen über die Folgen dieser Entscheidung keine Wirklichkeit, es bleibt eine fiktive, also in unserem Fall, ein tiefgefickte Realität. Das ist „der harte Weg“, nämlich der Weg ohne GOTT. Der Weg, den das CHRISTUS-Bewusstsein aufzeigt, wäre ein leichter Weg dorthin, wo Vorlieben dem gegenüberstehen, was der WILLE unseres VATERS für seine Kindes ist: Vollkommenes Glück für ALLE. Wir hingegen wählen selektives Glück für Wenige, indem wir versuchen, unseren Illusionen in Rangordnungen eine Bedeutung zu geben, die sie in der Wirklichkeit nicht besitzen.

    6.8. „Keine ist in irgendeiner Weise wahr, und alle müssen mit gleicher Leichtigkeit dem weichen, was GOTT als Antwort auf sie alle gab“.

    Wir geben „unsere Antwort“ und wollen den leichten Weg, die Antwort, die GOTT uns gab, nicht annehmen. Indessen wäre der leichte Weg damit verbunden, allen Illusionen die Basis in unserem Geiste zu entziehen. Um dieses zu erreichen, müssten wir uns der Antwort, dem WORT, öffnen. Leichtigkeit ist uns auf Erden durch die Schwerkraft etwas abhandengekommen. Doch worin besteht die Antwort?

    6.9. „GOTTES WILLE ist eins“.

    Es gibt keinen „geteilten Willen“ GOTTES, dem ein „Gegenteil“ innewohnen könnte. Der Glaube an eine derart geschwächte, doppeldeutige und gegensätzliche Vorstellung, kann nicht „heilsam“ sein. In den vier Worten des hier betrachteten Gedankens liegt der gesamte Grundkonflikt verborgen, den wir im Außen betrachten. Würden wir GOTTES WILLEN für uns als EINHEIT auffassen, der für uns als Einheit gilt, ist der Name Legion. Unter unserem „Nachnamen“ sind alle Teil eines Ganzen und dies ist, was angemessene Wahrnehmung erst möglich macht. GOTTES WILLEN in das Wenige zu fragmentieren, was davon in ein Ego passt, legt unserem Horizont Grenzen auf, die im „geeinten Willen“ für unseren FREUND nicht gelten. GOTTES WILLE ist eins und unveränderlich; es ist die Angst unseres wankelmütigen Egos in der Zeit, durch die der Glaube entsteht, GOTTES WILLE wäre in Vielheiten zerstreut, die Besonderheiten enthalten. Wir können echt ALLES von GOTT erwarten, aber auf keinen Fall „Besonderheiten“, die nicht der „Einheit des Willens“ entsprechen. Wenn der Wille eins ist, dann ist die Antwort eins. Wenn es keinen Willen außer dem Willen GOTTES gibt, schwindet die Vielheit mitsamt ihrer scheinbaren Komplexität und schafft Raum für Leichtigkeit. In diesen vier Worten ist die Berichtigung der Ebenenverwechslung beschrieben, da alle Probleme DORT der Wahrheit überbracht werden. Man könnte von einer erweiterten Akkomodationsebene sprechen, einer Ebene, durch deren Betreten die anderen Ebenen „geradegerückt“ werden. Alle Probleme auf darunter anzusiedelnden Entstehungsebenen, besitzen eine Verknüpfung zu diesen vier Worten: Sie setzen einen „anderen“ Willen voraus. Im Prinzip sagen wir zur gegebenen Antwort: Ich will etwas „anderes“ als vollkommenes Glück für alle. „Ich will Besonderheit, etwas, dass nicht allen gegeben wurde“. So wählen wir Winzigkeiten und verleugnen die gegebene Antwort.

    6.10. „Und jeglicher Wunsch, der SEINEM WILLEN zuwiderlaufen scheint, hat keine Basis in der Wahrheit“.
    Das ist die „Kindersicherung“: Jeglicher Wunsch - uns oder anderen - einen Willen aufzudrücken, der dem WILLEN des Vaters entgegenläuft, besitzt keine Basis in der Wahrheit. Das meint, es ist vor GOTT nicht geschehen und ER hat es nicht gesehen. Das „gelingt“, indem der Rat von CHRISTUS als gelebte Erfahrung angenommen wird und wir, wie GOTT, nicht auf das Ego schauen. „GOTT, der die LIEBE ist, ist auch das Glück“. (103). GOTTES WILLE für uns ist vollkommenes Glück“ (101) setzt jedoch voraus, den Gedanken 102 anzunehmen: „Wir teilen den WILLEN GOTTES, der unser GLÜCK WILL“.

    Was das Ego will, hat keine Basis in der Wahrheit, WEIL es nach Besonderheit ruft, die für GOTT gänzlich unbekannt ist. Wenn jedes SEINER Kinder ALLES bekommen hat, wie sollte ein Gedanke von Besonderheit in diesem Willen Raum finden?

    Das Wort ist die Antwort, das WORT ist die STIMME für GOTT, der HEILIGE GEIST in jedem von uns. Er vermittelt die EWIGEN WERTE, die uns als Antwort (für alle Probleme mit dem Ego) schon gegeben worden ist, bevor diese Zeit begann. So wird der HEILIGE GEIST den ganzen Kurs hindurch als DER beschrieben, DER uns die Antwort auf die Trennung von GOTT gibt und uns den Plan der SÜHNE bringt. Was (in der Begriffsbestimmung) auch über den HEILIGEN GEIST gesagt wird, beschreibt die Basis in der Wahrheit:

    „Als verbliebene Kommunikationsverbindung zwischen GOTT und SEINEN getrennten Kindern hat der HEILIGE GEIST eine zweifache Funktion: ER erkennt, weil er TEIL GOTTES ist, ER nimmt wahr, weil ER gesandt wurde, die Menschheit zu erlösen. ER ist das große Prinzip der Berichtigung, der Bringer wahrer Wahrnehmung, die der Schau CHRISTI innewohnende Macht. ER ist das Licht, in dem die Welt, welcher vergeben worden ist, wahrgenommen wird, in dem nur das Antlitz CHRISTI gesehen wird. […] Und ER bringt dir die LIEBE deines VATERS in einem ewigen Leuchten, das niemals ausgelöscht werden wird, weil GOTT es dorthin tat“. (2)

    „Weniger“ als dieses „ewige Leuchten“ macht uns nicht dauerhaft zufrieden. Keine Illusion, die ohne Basis in der Wirklichkeit GOTTES ist, kann ein Ersatz für unsere Funktion hier sein: „Vergebung ist die einzige Funktion, die wir hier haben“ (L99). Die „Berichtigung“ ist eine Funktion des HEILIGEN GEISTES in jedem GEIST, die durch Vergebung bewirkt wird. Vergebung erlaubt die Sühne, also das Aufgeben des Glaubens an die Schuld. Die Erinnerung an das ewige Leuchten in jedem von uns macht es ebenso möglich, den Glauben an die Existenz eines Todes als „Gegenteil des Lebens“ abzulegen. Der Tod ging aus der Schuld hervor, die im Sündenvorwurf vorgetragen und „hochgehalten“ wurde. Als einzige Sünde gilt die Verleugnung des göttlichen Leuchtens, sie hat jedoch keine Basis in der Wahrheit und wurde von GOTT niemals gesehen. Unser Fehler war eben auch, die „Berichtigungsfunktion“ des HEILIGEN GEISTES aus dem Ego heraus an anderen Egos vorzunehmen, was die direkte Kommunikation über und durch den HEIILIGEN GEIST ablehnt, DER den WILLEN GOTTES kennt: Ewiges Leuchten der GÖTTLICHKEIT in jedem Aspekt SEINER Schöpfung.

    Dort, wohin GOTT dieses ewige Leuchten tat, konnte es niemals verloren werden. Nichts, was GOTT gab, kann jemals verloren werden. All dieser Verlust ist nur eine Illusion. All diese Veränderung ist nur eine Illusion und all dieser Glaube, es gäbe einen „anderen Willen“, der keine Basis in der Wahrheit besitzt, ist einzig eine hartnäckige Illusion. Sie sollen verschleiern, dass WIR bewusst und vorsätzlich eine Situation herbeizuführen beabsichtigen, die beweisen soll, dass es GOTT unmöglich ist, SEINEN WILLEN für uns, der vollkommenes Glück ist, hier auch umzusetzen. Der Glaube an einen „gespaltenen Gott“ ist jedoch hochgradig schizophren und Ausdruck dessen, zu was das Ego unseren VATER verzerrt. Es beweist im Prinzip erstmal nur, dass das Ego sich nicht vorstellen kann, was dem Selbst in uns nicht fremd ist. Die Vorstellung, die unser FREUND von uns hat, unterlag keiner Veränderung und daher sind wir weiterhin, wie GOTT uns schuf. Zumindest in dem Moment, in dem wir diesen Gedanken GOTTES nicht verleugnen.

    So könnte auch gesagt werden, die Heilung des Geistes besteht darin, die Gedanken, die GOTT von uns hat, nicht zu verleugnen. Der ganze Rest ist Folge der Idee, dass GOTTES WILLE ohne Gegenteil ist.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 556 – 560
    (2) Handbuch für Lehrer Seite 86
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  6. #506

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was scheint die Schöpfung zu spalten, was vereint sie?

    7. (1) Sünde ist nicht Irrtum, denn sie geht über die Berichtigung hinaus zur Unmöglichkeit. (2) Der Glaube aber, dass sie wirklich sei, hat einige Irrtümer so erscheinen lassen, als lägen sie auf ewig jenseits der Hoffnung auf Heilung und als wären sie dauerhafte Gründe für die Hölle. (3) Wenn dem so wäre, würde sich dem HIMMEL sein eigenes Gegenteil widersetzen, das so wirklich wäre, wie er selbst. (4) Dann wäre GOTTES WILLE entzwei gespalten und alle Schöpfung den Gesetzen zweier gegnerischer Mächte unterworfen, so lange, bis GOTT ungeduldig wird, die Welt auseinanderspaltet und den Angriff SELBER übernimmt. (5) Auf diese Weise hat ER SEINEN VERSTAND verloren und verkündet, dass die Sünde SEINE WIRKLICHKEIT von IHM genommen hat und SEINE LIEBE nun endlich der Rache gefügig gemacht worden ist. (6) Für ein so wahnsinniges Bild ist eine wahnsinnige Verteidigung zu erwarten, doch kann sie nicht festsetzen, dass das Bild wahr ist“. (1)


    (7.1.) Sünde ist nicht Irrtum, denn sie geht über die Berichtigung hinaus zur Unmöglichkeit.

    „Die Antwort GOTTES ist irgendeine Form des Friedens, aller Schmerz ist geheilt, alles Elend ist ersetzt durch Freude. Alle Gefängnistüren sind geöffnet und jede Sünde wird lediglich als Fehler aufgefasst“ (L364). Für GOTT gibt es nur eine Antwort auf alle Formen des Konfliktes und das ist immer eine Form von Frieden. „Jede Sünde wird lediglich als Fehler aufgefasst“, lässt eine Möglichkeit zur Berichtigung. Ein „Sündenvorwurf“ geht darüber hinaus zur Unmöglichkeit. Damit konstruiert unser Ego ein Versagen GOTTES, eine Unmöglichkeit für unseren Vater, das aufzuheben, was durch die „Kindersicherung für das Ego“ zwar als Realität wahrgenommen, doch für GOTT keine Wirklichkeit ist. Eine Sünde klagt einen SOHN GOTTES an, nicht mehr zu sein, wie GOTT ihn schuf; und darüber hinaus wird die Unmöglichkeit angenommen, es wäre GOTT nun unmöglich, SEINEN SOHN (aus dem Glauben an Veränderung, Verlust und dem Versagen GOTTES) zu befreien. Sünde definiert die Unmöglichkeit, noch zu sein, wie GOTT uns schuf.

    (7.2.) Der Glaube aber, dass sie wirklich sei, hat einige Irrtümer so erscheinen lassen, als lägen sie auf ewig jenseits der Hoffnung auf Heilung und als wären sie dauerhafte Gründe für die Hölle.

    Der Glaube, das was das Ego „gemacht“ hat, sei vom Heiligen Geist im Namen GOTTES nicht zu berichtigen, lässt zum Beispiel die „Handlungslücke“ beim Klimaschutz so erscheinen, als läge unser Verhalten gegenüber unserer Mitwelt auf ewig jenseits der Hoffnung auf Heilung. Ja, wenn wir Zustände erleben wollten, die uns als dauerhafte Gründe für die Hölle erscheinen, dann haben wir ganz offensichtlich lange auf diesen Moment der Weltgeschichte hingearbeitet. Wir haben es geschafft, einige Irrtümer so aussehen zu lassen, als wäre die Hoffnung auf Heilung vertan und das, was wir getan haben, ist an sich ein dauerhafter Grund für die Hölle. So versucht das Ego, GOTT sein vorgebliches Versagen zu beweisen und damit die Richtigkeit der Annahme, von GOTT getrennt zu sein. Einzig die Annahme der Fehlvorstellung, von GOTT getrennt zu sein, wäre ein Grund, das, was wir gemacht haben, als dauerhaft anzusehen. Wie der Mensch SELBST—Heilungskräfte besitzt, gilt dieses auch für einen schon totgesagten Planeten. Es ist unmöglich, auf einem sterbenden Planeten als Mensch „gesund“ zu leben und zu bleiben. Es ist ebenso unmöglich, als Mensch seinen Heimatplaneten zu zerstören und dabei geistig gesund zu sein. Die geistige Gesundheit des Menschen kann nicht getrennt vom Zustand seiner Heimat gesehen werden. Beides liegt jedoch nicht jenseits der Hoffnung auf Heilung. Wir machten die Hölle, in der Hoffnung, GOTT würde sich uns offenbaren, wenn wir erst so richtig leiden. Das ist wieder die Logik des Egos. Wir wählen das Leid, in der Hoffnung, dass GOTT uns befreit. Wir kreuzigen uns selbst, statt eine schon gegebene Antwort zu akzeptieren.


    (7.3.) Wenn dem so wäre, würde sich dem HIMMEL sein eigenes Gegenteil widersetzen, das so wirklich wäre, wie er selbst.

    Wenn dem so wäre, dass es keine Kindersicherung für das Ego gäbe, dann würden wir uns als Gegenteil dem Himmel widersetzen und das Ego könnte behaupten, es sei „wirklich“ ein wirksames Gegenteil zu GOTT. GOTT hat jedoch weder das Ego noch die Hölle erschaffen und so sind beide nur in unserem Geist. Ein GOTT, der hingegen sein Gegenteil erschafft, ist eine gespaltene Macht, eine unglaubwürdige und von Dichotomie strotzende Vorstellung. Wenn dem Willen GOTTES ein wirkliches Gegenteil gegenüberstünde, wäre unser VATER leider irre und schizophren, was hingegen eher für die subjektive Wahrnehmung des Egos gelten müsste.

    (7.4.) Dann wäre GOTTES WILLE entzwei gespalten und alle Schöpfung den Gesetzen zweier gegnerischer Mächte unterworfen, so lange, bis GOTT ungeduldig wird, die Welt auseinanderspaltet und den Angriff SELBER übernimmt.

    So wird das ja im Prinzip von einer früheren Schöpfung berichtet. Eher ist dieser Mythos die Analogie darauf, schon einmal dem Ego in eine Welt der Gegensätzlichkeiten gefolgt zu sein, die insgesamt immer zum Angriff führt, weil die Menschen ihren Ego-Willen zum WILLEN GOTTES erklären und den Himmel mit Gedanken verschleiern, die dort schlicht undenkbar sind. Unser Ego erwartet den Angriff GOTTES, weil es annimmt, der WILLE unseres Vaters hätte sich verändert. Wir übertragen damit einzig unsere Ego-Vorstellungen auf das, was ansonsten keine Grenze besitzen würde. Was wäre denn, wenn wir diesen ganzen Schwachsinn schon einmal durchlebt hätten und nur aus dieser vermeintlichen Unwissenheit denselben Fehler erneut begehen können? Der Wille, ein „in den Himmel wachsendes Ego-System“ zu bauen, ist die Entscheidung gegen GOTT und damit der „harte Weg“. Die Idee, es gäbe einen Willen, der wirklich wäre und GOTT zuwiderlaufen könnte, hat keine Basis, außer in unserem Geist. Die Welt, die aus dieser Idee folgt, haben wir gemacht. Auch den Angriff „erledigen“ wir in aller Regel schon eigenmächtig und egoständig, denn SELBST-ständig ist dies nicht. Wir sind im Prinzip Trotzkinder, die zwar wissen, was GOTTES WILLE für uns ist, doch wir wählen den harten Weg ohne unseren Freund. Unseren Angriff auf uns selbst schieben wir damit GOTT in die Schuhe.

    (7.5.) Auf diese Weise hat ER SEINEN VERSTAND verloren und verkündet, dass die Sünde SEINE WIRKLICHKEIT von IHM genommen hat und SEINE LIEBE nun endlich der Rache gefügig gemacht worden ist.

    Es gibt zwei Deutungen der Angelegenheit: Entweder ist GOTT verrückt oder das Ego muss den Verstand verloren haben. Mit dem Sündenvorwurf wollen wir beweisen, dass unser Ego es geschafft hat, die unveränderliche Wirklichkeit GOTTES zu verändern und SEINE LIEBE endlich zu Rache verkommen zu lassen. Die dritte mögliche Deutung, es gäbe keinen GOTT, vergisst, die Existenz des Universums in Ursache und Wirkung zu erklären. Statt uns auf das geistige Niveau unseres Vaters zu erheben, wählen wir den Versuch, die LIEBE in Hass umschlagen zu lassen. Damit würde GOTT dem Ego gleich und das Ego würde zum Schöpfer des Schöpfers. Es ist gleichbedeutend damit, den Narren auf den Thron zu setzen und sich über seine unglaublich dumme Regierungsarbeit ständig aufzuregen.

    (7.6.) Für ein so wahnsinniges Bild ist eine wahnsinnige Verteidigung zu erwarten, doch kann sie nicht festsetzen, dass das Bild wahr ist

    Den Narren auf dem Thron des Geistes zu setzen und darunter zu leiden, ist ein derart wahnsinniges Bild, das auch eine mindestens ebenso wahnsinnige Verteidigung des Egos zu erwarten ist. GOTT hat endlich einzusehen, dass ER machtlos gegen unseren TROTZ und ROTZ ist. Wir wehren die Wahrheit einfach weiterhin ab, leiden unter der Regentschaft des Narren und können doch nicht festsetzen, dass aus dem Narr der König oder aus der Ente ein Schwan wird. Krankheit in jeder Form ist immer eine Abwehr der Wahrheit, die unser FREUND für uns will.

    Was sagen wir zu einer traurigen Ente, die sich trotzdem für einen stolzen Schwan hält?
    Was sagen wir zu einem stolzen Schwan, der sich trotzdem für eine traurige Ente hält?

    Wir wollen etwas sein, das wir nicht sind, um nicht zu sein, was wir schon sind.



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    Textbuch Seite 556 - 560
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  7. #507

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was will Krankheit (Leiden, Alter und TOD) „beweisen“?


    8. (8.1.) Nichts verleiht Bedeutung, wo keine Bedeutung ist. (8.2.) Und die Wahrheit braucht keine Verteidigung, um sie wahr zu machen. (8.3.) Die Illusionen haben keine Zeugen und keine Wirkungen. (8.4.) Wer auf sie schaut, wird nur getäuscht. (8.5.) Vergebung ist die einzige Funktion hier, und sie dient dazu, jene Freude die diese Welt verleugnet, jedem Aspekt des GOTTESSOHNES zu bringen, wo die Sünde herrschte, wie man glaubte. (8.6.) Vielleicht siehst du die Rolle nicht, die die Vergebung dabei spielt, den Tod und alle Überzeugungen, die aus dem Dunst der Schuld emporsteigen, zu beenden. (8.7.) Sünden sind Überzeugungen, die du zwischen dich und deinen Bruder stellst. (8.8.) Sie begrenzen dich auf Zeit und Ort und geben dir einen kleinen Raum und ihm einen anderen kleinen Raum. (8.9.) In deiner Wahrnehmung wird dieses Sich-Abtrennen durch einen Körper symbolisiert, der eindeutig getrennt ist und ein Ding für sich. (8.10.) Das aber, was dieses Symbol darstellt, ist nur dein Wunsch, unabhängig und getrennt zu sein.

    (8.1.) Nichts verleiht Bedeutung, wo keine Bedeutung ist.

    Die Frage, was wir durch Krankheit, Leiden, Illusionen und den Tod des Geistes beweisen wollen, ist weiterhin nur als der bedeutungslose Versuch zu sehen, die Wahrnehmung von Veränderung, Verlust und dem vermeintlichen „Versagen“ des schöpferischen Geistes „bedeutungsvoll“ zu machen. Der Gedanke, dass der Geist zum Opfer der Materie wurde, ist relativ abwegig, denn dann müsste der Materie Geist innewohnen, der sich von unserem unterscheidet und unserem „überlegen!“ wäre. Die Gedanken, dass der Geist in einem Körper zum Opfer der Materie seines Körpers wurde, oder Krankheit uns „als Geißel GOTTES“ heimsuchen könne, sind ebenso bedeutungslos. All das Leiden dieser Welt will die Abwesenheit GOTTES in unserem Geist beweisen. Das ist bedeutungslos, da wir Teil von GOTTES GEIST sind. Die Erwartung von Krankheit ist eine Reaktion auf unsere Angriffe, mit denen wir Schuld aus unserem Geist hinausprojizieren wollen. Wenn es jedoch keinen Verlust an „Geist“ gab, worin soll die Schuld bestehen?

    Krankheit, Leiden und Tod besitzen in GOTTES GEIST keine Bedeutung. ER hat sie nicht gemacht, sie steigen aus dem „Dunstkreis der Schuld“ auf, in dem wir den Gedanken kompensieren wollen, scheinbar nicht mehr zu sein, wie GOTT uns schuf. Wir versuchen, unserem veränderlichen Geist eine Bedeutung zu geben, die er in der Ewigkeit nicht besitzt. Was im Prinzip den Versuch darstellt, aus dem Schwan ein hässliches Entlein zu machen. Auch wenn sich der verwirrte Schwan nun sein ganzes Leben für ein hässliches Entlein hält, für einen objektiven Beobachter bleibt diese Vorstellung einfach eine Wahrnehmungsstörung ohne jede Bedeutung.

    (8.2.) Und die Wahrheit braucht keine Verteidigung, um sie wahr zu machen.

    Ein objektiver Beobachter sieht einen Schwan, der verwirrt ob seiner Identität zu sein scheint. Da jeder andere auch einen Schwan vor sich sieht, benötigt diese Wahrheit keine Verteidigung. Der Schwan bleibt ein Schwan, auch wenn er sich dessen nicht bewusst ist. So bleiben wir die Kinder unseres VATERS, auch wenn wir noch glauben, etwas „anders“ geworden zu sein. Nichts muss geschehen, damit der Schwan als Schwan gesehen werden kann. Einzig im Geist des verwirrten Tieres wäre die Wahrheit als wahr anzunehmen…

    (8.3.) Die Illusionen haben keine Zeugen und keine Wirkungen.

    Der Schwan wird keine Zeugen dafür finden, die ihn als Ente sehen. Es hat keine Wirkungen gehabt, geglaubt zu haben, ein Entlein zu sein. Ist der Irrtum berichtigt, stimmen die Zeugen und die geteilten Wahrnehmungen überein. Ist eine Illusion als Illusion erkannt, verliert sie ihre Wirkungen, solange sie nicht (von uns oder anderen) „bezeugt“ werden. Illusionen sind ein Zeuge für die momentane Abwesenheit der Präsenz der wahren Identität.

    (8.4.) Wer auf sie schaut, wird nur getäuscht.

    Wer jedoch auf die Zeugen hört, die in dem Schwan eine Ente sehen, wird getäuscht. Was zum Bezeugen eines Irrtums führt, ist immer eine Form von Rache. Wer auf die Illusion des Schwans eingeht und das vermeintliche Entlein in seinem Irrtum unterstützt, verleugnet ebenfalls die Wahrheit und lässt sich täuschen. Nur ein verwirrter Zeuge sieht einen Schwan und bezeugt das hässliche Entlein. Wir wollen einzig hässliche Enten sehen und daher verleugnen wir die Wahrheit. Jede Täuschung ist eine Entscheidung gegen die Wahrheit.

    (8.5.) Vergebung ist die einzige Funktion hier, und sie dient dazu, jene Freude die diese Welt verleugnet, jedem Aspekt des GOTTESSOHNES zu bringen, wo die Sünde herrschte, wie man glaubte.

    Würde dem Schwan kein Vorwurf zur Last gelegt, bestünde kein Grund zur Rache, indem seine wahre Identität verleugnet wird. Ein Schwan, dem vergeben wurde, würde niemand (aus Rache) in seinem Irrtum bestätigen. Die Freude, die der Schwan sich und der Welt während seiner Verwirrung entzogen hat, wird in der Vergebung wirksam. Dort, wo der Glaube (an das hässliche Entlein) herrschte, kehrt die natürliche Freude ein, die hinter dem veränderlichen Selbstbild unverändert geblieben ist. Die Welt verleugnet die Freude, um den „Beweis“ antreten zu wollen, sie sei angesichts all der „Sünden“ unmöglich. Ein einziger Schwan, der sich als Entlein sieht, entzieht jedem Aspekt des GOTTESSOHNES diesen Teil der Freude. Wenn wir auf „Sünden“ statt auf Fehler blicken, machen wir aus stolzen Schwänen hässliche Entlein und entziehen uns allen ein Stück weit die Freude. Vergebung ist das Gegenteil, sie schenkt jedem Aspekt des GOTTESSOHNES die Freude zurück, die im Glauben an die Sünde verleugnet wurde.

    (8.6.) Vielleicht siehst du die Rolle nicht, die die Vergebung dabei spielt, den Tod und alle Überzeugungen, die aus dem Dunst der Schuld emporsteigen, zu beenden.

    Wir betrachten eine Welt, die aus dem Dunstkreis der Schuld emporgestiegen ist. Vergebung löst die Wirkungen und Überzeugungen in unserem Geist auf und beendet die Projektionen unseres veränderlichen Geistes. „Die Vergebung lässt uns erkennen, dass Geister verbunden sind“ (Lektion 235). Damit wird im Umkehrschluss deutlich, was die Grenze zwischen Geist und Geist bewirkt hat: die Schuld, oder die Nicht-Vergebung. Warum der Tod aus dem Dunstkreis der Schuld aufsteigt, ist nach den vier weiteren Aussagen noch einmal genauer zu beleuchten.

    (8.7.) Sünden sind Überzeugungen, die du zwischen dich und deinen Bruder stellst.

    Wessen Geist will die Grenze zu einem „Sünder“ aufgeben? Allein die Definition des Sündenvorwurfes ist eine unsichtbare Grenze. Was jeweils als Sünde gilt, sind veränderliche Überzeugungen. Mal war dieses „sündhaft“, mal etwas anderes, immer zieht es eine Grenze zwischen dem armen Sünder und dem, der ihn verurteilt. So ziehen wir die Grenzen im Urteil, das nach veränderlichen Überzeugungen zwischen Geist und Geist steht.

    (8.8.) Sie begrenzen dich auf Zeit und Ort und geben dir einen kleinen Raum und ihm einen anderen kleinen Raum.

    „Dort“ ist der Sünder, hier sind „wir“. Dort ist das Böse, nicht bei uns. Wir sind hier im Raum für die „Gutmenschen“, dort ist der Raum für die Sünder. Sünder, die die Schuld daran tragen, dass „es“ (in unserem Geist) nicht mehr so ist, wie wir es gerne hätten. Wobei die Frage, was wir gerne hätten, nicht beantwortet werden möchte. Sie stellt sich nicht…

    (8.9.) In deiner Wahrnehmung wird dieses Sich-Abtrennen durch einen Körper symbolisiert, der eindeutig getrennt ist und ein Ding für sich.

    So ist der Eine in der einen Dimension und die Andere in einer anderen Dimension. Es sind Überzeugungen, die diese Dimension trennen, symbolisiert durch einen Körper, auf den diese Überzeugungen räumlich eingegrenzt werden. Da ist die Gedankenwelt einer anderen Dimension und meine Welt hat nichts damit zu tun, wird geglaubt. Sonst wäre die Lüge nämlich unmöglich. Einem Körper können wir etwas vorspielen, einem Geist niemals. Wenn Geist und Geist sich in der Lüge trennt, muss zwangsläufig ein Körper gesehen werden wollen. Nur daher glauben wir auch, durch das Töten von Körpern zu einer Verbesserung der Befindlichkeit unseres Geistes zu gelangen. Wer hat jedoch jemals erfolgreich einen Gedanken oder eine Idee „erschlagen“? Und es sind ja bestimmte Gedanken und Ideen, die wir im Urteil der „Sünde“ im Gegenüber erschlagen wollen, oder etwa nicht? Was wir nicht verstehen, ist der Umstand, uns damit ebenso viel zu entziehen, wie dem Menschen, dem wir die Möglichkeit absprechen, seinen Geist durch den HEILIGEN GEIST heilen zu lassen.

    (8.10.) Das aber, was dieses Symbol darstellt, ist nur dein Wunsch, unabhängig und getrennt zu sein.

    Das, was wir als Grenze zwischen Geist und Geist ziehen, die direkte Kommunikation zu unterbinden, ist nur der Wunsch, das Ego zu sein. Nur getrennt vom Geist des Gegenübers kann Lüge und Manipulation, Machtkampf und Unterdrückung als „Unabhängigkeit“ empfunden werden. Nur getrennt von der Liebe kann der Geist in der geistigen Trennung seinen vermeintlichen „Herzenswunsch“ entdecken. In der Trennung vom Göttlichen im Gegenüber liegt jedoch auch die Trennung von GOTT in unserem veränderlichen Selbst.
    Über die letzte Illusion, den Tod, wird in Lektion 163 gesprochen. Sie findet sich hier: http://innerpeace.de/lektion-163

    Im Handbuch für Lehrer wird ausführlicher auf die Frage eingegangen, was der Tod ist und warum er aus dem Dunstkreis der Schuld emporsteigt. Einige kurze Zitate zur letzten Illusion:

    „Der Tod ist der zentrale Traum, aus dem alle Illusionen stammen. Ist es nicht Verrücktheit, vom Leben zu denken, dass es geboren wird, altert, seine Vitalität verliert und am Ende stirbt? […] Es ist der eine starre, (bisher, Anm. M) unveränderbare Glaube der Welt, dass alle Dinge in ihr geboren werden, nur um zu sterben. […] Das wird als der „Lauf der Natur“ angesehen, der nicht infrage gestellt werden kann… […] … das alles wird als GOTTES WILLE angenommen. Und niemand fragt, ob ein gütiger Schöpfer dies wollen könnte“.

    „In dieser Wahrnehmung des Universums, wie GOTT es schuf, wäre es unmöglich, IHN für liebevoll zu halten. […] Wer einen solchen Gott liebt, der weiß nicht um die Liebe, weil er verleugnet hat, dass das Leben wirklich ist. Der Tod ist zum Symbol des Lebens geworden. Seine Welt ist jetzt ein Schlachtfeld, wo der Widerspruch regiert und Gegensätze endlose Kriege führen. Wo Tod (im Geiste als Idee wirksam, Anm. M) ist, ist Friede unmöglich“. Der Tod ist das Symbol der Angst vor GOTT“. „Der Tod ist fürwahr der Tod GOTTES, wenn ER Liebe ist“. (2)

    „Ohne die Idee des Todes gibt es keine Welt“ (2)

    Die „Grenzen“, die wir für unseren Geist sehen, die Körper und Dinge, die wir als „getrennt“ ansehen, all dies ist eine Folge der Idee, Tod für möglich zu halten. Naja, da das im Himmel sowohl undenkbar wie unmöglich war, ist diese blöde Idee zur Grundlage unserer „Beweisführung“ geworden. Wer sterben will, braucht schließlich ein sterbliches Gefährt. Nicht der Tod vergällt die Welt, die Idee des Todes machte diese Welt. Um halt künftig im Himmel nicht wieder undenkbare Gedanken zu denken, sollten wir die Gedanken hier behüten lernen. Niemand fragt, ob es Liebe sein kann, was wir von GOTT und dem Leben annehmen…

    Der Tod ist der zentrale Traum. Die letzte Illusion über einen Vater, der nicht liebevoll wäre, hätte ER uns als Körper erschaffen und die Ewigkeit des Geistes auf den Flügelschlag eines Schmetterlings begrenzt. Die Auferstehung ist die Wiederentdeckung der Gaben GOTTES im Traum des Heiligen Geistes. Ob wir diesen Traum teilen, ist unsere Entscheidung.

    „Es gibt keinen Tod, GOTTES SOHN ist frei. Und in seiner Freiheit ist das Ende der Angst“. (3)

    Wenn alle Angst vergangen ist, bleibt nur Liebe zurück. Der Tod war nur eine Idee in unserem veränderlichen Geist. DAHER anscheinend dieser Traum…

    Die Welt als Traum zu sehen, besitzt durchaus hilfreiche Aspekte zur Kompensation und Transformation dessen, was niemals wirklich war. Wir wollten vom Tod träumen, das können wir auch ändern. Nur meine Meinung und noch ein Ideal. Es könnte sein, dass der Tod unser Idol (und Symbol für das Versagen GOTTES) geworden ist, einfach durch unbedachte Gedanken, die „so“ nicht im Wachzustand des Himmels als wahr empfunden werden konnten. Damit aber im Himmel kein Wunsch unbefriedigt blieb, erträumen wir uns diese - im Himmel unmögliche – Erfahrung. Bis wir wieder dort aufwachen, wo wir uns einst zum Schlafen und Träumen hinlegten.

    Niemand kann ja ewig schlafen…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 556 - 560
    (2) Handbuch für Lehrer Seite 66 / 67
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 68
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  8. #508

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Die letzte Illusion verdient es, darüber im Original informiert zu werden: http://innerpeace.de/lektion-163

    Es gibt keinen Tod. GOTTES SOHN ist frei.



    1. Der Tod ist ein Gedanke, der viele, oft unerkannte Formen annimmt. Er mag als Traurigkeit erscheinen, als Angst, Beklommenheit oder als Zweifel, als Ärger, Unglaube und Mangel an Vertrauen, als Sorge um Körper, als Neid und in allen Formen, in denen der Wunsch, so zu sein, wie du nicht bist, kommen mag, dich zu versuchen. Alle Gedanken dieser Art sind nur Widerspiegelungen der Anbetung des Todes als Erlöser und als Geber der Befreiung.


    2. Als Verkörperung der Angst, Gastgeber der Sünde, als Gott der Schuldigen und Herr über alle Illusionen und Täuschungen erscheint der Gedanke des Todes wahrlich mächtig. Denn er scheint alle Lebewesen in seiner welken Hand, alle Hoffnungen und Wünsche in seinem vernichtenden Griff zu halten und alle Ziele, die nur durch seine blinden Augen wahrgenommen werden. Die Gebrechlichen, die Hilflosen und die Kranken verneigen sich vor seinem Bild und denken, er allein sei wirklich, unvermeidlich und ihres Vertrauens würdig. Denn er allein wird sicher kommen.


    3. Alle Dinge außer dem Tod werden als unsicher gesehen, als zu schnell verloren, wie schwer sie immer zu gewinnen sind, mit einem ungewissen Ausgang und als dazu neigend, die Hoffnungen zu enttäuschen, die sie einst erweckten, und anstelle von Sehnsüchten und Träumen einen Geschmack von Staub und Asche zu hinterlassen. Doch auf den Tod wird gezählt. Denn er wird sicheren Schrittes kommen, wenn die Zeit für seine Ankunft gekommen ist. Er wird nie versäumen, alles Leben als Geisel für sich zu nehmen.


    4. Möchtest du dich vor Götzen wie diesen verneigen? Hier werden die Stärke und die Macht GOTTES SELBST in einem aus Staub gemachten Götzen wahrgenommen. Hier wird das Gegenteil GOTTES als Herr über alle Schöpfung ausgerufen, stärker als GOTTES WILLE für das Leben, die Endlosigkeit der Liebe und die vollkommene, unwandelbare Konstanz des HIMMELS. Hier ist der WILLE des VATERS und des SOHNES endlich besiegt und unter dem Grabstein zur Ruhe gelegt, den der Tod über dem Körper des heiligen GOTTESSOHNES errichtet hat.


    5. Unheilig in der Niederlage, ist er zu dem geworden, als was der Tod ihn haben wollte. Seine Grabinschrift, die der Tod selber schrieb, gibt ihm keinen Namen, denn er ist Staub geworden. Sie lautet nur: »Hier liegt ein Zeuge dafür, dass GOTT tot ist. « Und dies schreibt der Tod wieder und wieder, während ihm seine Anbeter die ganze Zeit zustimmen; und indem sie mit der Stirne auf dem Boden niederknien, flüstern sie voller Furcht, dass es so ist.


    6. Es ist unmöglich, den Tod in irgendeiner Form anzubeten und dabei einige wenige Formen auszuwählen, die dir nicht lieb und teuer sind und die du dennoch meiden möchtest, während du noch an die übrigen glaubst. Denn der Tod ist total. Entweder sterben alle Dinge – oder sie leben und können nicht sterben. Kein Kompromiss ist möglich. Denn wieder sehen wir hier einen offensichtlichen Standpunkt, den wir akzeptieren müssen, wenn wir geistig gesund sein wollen: Was einem Gedanken völlig widerspricht, das kann nicht wahr sein, es sei denn, dessen Gegenteil stellt sich als falsch heraus.


    7. Die Idee vom Tode GOTTES ist so grotesk, dass es sogar den Wahnsinnigen schwerfällt, sie zu glauben. Denn das setzt voraus, dass GOTT einst lebte und irgendwie umkam, offenbar von denen getötet, die nicht wollten, dass ER überlebe. Ihr stärkerer Wille konnte über den SEINEN triumphieren, und so wich das ewige Leben dem Tod. Und mit dem VATER starb auch der SOHN.


    8. Die Anbeter des Todes mögen voller Angst sein. Und dennoch: Können Gedanken wie diese furchterregend sein? Wenn sie sähen, dass es nur das ist, was sie glauben, wären sie augenblicklich frei. Und das wirst du ihnen heute zeigen: Es gibt keinen Tod, und wir entsagen ihm jetzt in jeder Form, zu ihrer Erlösung und auch zu unserer eigenen. GOTT hat den Tod nicht gemacht. Weiche Form er auch immer annimmt, muss daher Illusion sein. Dieses ist der Standpunkt, den wir heute einnehmen. Und uns ist es gegeben, über den Tod hinwegzuschauen und dahinter das Leben zu sehen.


    9. VATER unser, segne heute unsere Augen. Wir sind DEINE Boten, und wir möchten die herrliche Widerspiegelung DEINER LIEBE sehen, die in allein leuchtet. Wir leben und bewegen uns in DIR allein. Wir sind von DEINEM ewigen Leben nicht getrennt. Es gibt keinen Tod, denn der Tod ist nicht DEIN WILLE. Und wir weilen da, wo DU uns hingetan hast, in dem Leben, das wir mit DIR und allen Lebewesen teilen, um so wie DU und ewiglich ein Teil von DIR zu sein. Wir nehmen DEINE GEDANKEN als die unseren an, und unser WILLE ist mit dem DEINEN ewig eins. Amen.
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  9. #509

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was macht die Vergebung zur Grundlage von Heilung?

    9. (9.1.) „Die Vergebung nimmt das weg, was zwischen dir und deinem Bruder steht. (9.2.) Sie ist der Wunsch, dass du mit ihm verbunden und nicht von ihm getrennt sein mögest. (9.3.) Wir sprechen von >>Wunsch<<, weil sie sich noch andere Möglichkeiten vorstellt und noch nicht ganz über die Welt der Wahl hinausgelangt ist. (9.4.) Doch dieser Wunsch stimmt mit des Himmels Zustand überein und ist nicht in Opposition zum WILLEN GOTTES. (9.5.) Obwohl sie dir bei weitem noch nicht dein volles Erbe gibt, beseitigt sie doch jene Hemmnisse, die du zwischen dem HIMMEL, wo du bist, und das Wiedererkennen dessen, wo und was du bist, gestellt hast. (9.6.) Tatsachen sind unveränderbar. (9.7.) Doch können die Tatsachen verleugnet werden und deshalb unerkannt sein, obwohl sie bekannt waren, bevor sie verleugnet wurden“. (1)


    (9.1.) Die Vergebung nimmt das weg, was zwischen dir und deinem Bruder steht.

    Wahrnehmung ist ein Wunsch, der in Erfüllung ging und der Wunsch nach Vergebung beseitigt die Grenze, die zwischen Geist und Geist gesehen wurde. Vergebung ist ein mit GOTT geteilter Wille für die gesamte Sohnschaft. Was bisher an Nicht-Vergebung zwischen der direkten Kommunikation stand, weicht dem, was wahrzunehmen gewünscht wird: Erst „die Vergebung lässt und erkennen, dass Geister verbunden sind“ (L336), denn. „ohne Vergebung werden wir weiterhin blind sein“ (L247). Wir stellen die Schuld als Ergebnis der Nicht-Vergebung zwischen uns, was die Trennung vom Göttlichen im Gegenüber bewirkt. Sie kann im unvergebenen Schuld-Modus des Egos nicht gesehen werden. Es könnte in Bezug auf die Resonanz gesagt werden, Schuld erzeugt eine niederfrequente und inkohärente Wellenlänge, in der es unmöglich ist, mit GOTT in Resonanz zu treten. Bedenken wir, dass wir im Himmel nicht wach sind, wäre es vergleichbar mit einem Kind, das nach einem Traum aufwacht und den Gegenstand des Traumes zum Anlass nimmt, wütend auf seine Eltern zu sein. Bevor es die Wut über einen geträumten Traum loslassen kann und die Erinnerung verblasst, ist offene und ehrliche Kommunikation kaum möglich. Wenn der Traum als Traum erkannt wird, was bleibt von unseren „Vorwürfen“ dann noch übrig? Vergebung ist ein Zustand, in dem wir uns ohne Vorwürfe an unseren Schöpfer wenden können.

    (9.2.) Sie ist der Wunsch, dass du mit ihm verbunden und nicht von ihm getrennt sein mögest.

    Schuld ist der Wunsch, eine Grenze zwischen Geist und Geist aufzubauen und wahrzunehmen. Vergebung ist der Wunsch, diese Grenze aufzuheben. An sich leiden wir nicht an den Folgen der Vergangenheit, wir fürchten uns auch nicht vor einer noch ungeschehenen Zukunft – wir fürchten ganz einfach den Augenblick, in dem wir uns mit GOTT im Gegenüber verbinden. Indem wir jedoch unseren Freund im Gegenüber ausblenden, verschwindet die Wahrnehmung der Verbundenheit auch in uns selbst. Daher entziehen wir immer auch uns selbst die Gaben, die wir einem SOHN GOTTES entziehen. „Vergebung ist unsere Funktion als Licht der Welt“ (L62), denn „das Licht der Welt bringt jedem Geist Frieden durch unsere Vergebung“ (L63). „Vergebung ist der Schlüssel zum Glück“ (L121), denn „Vergebung bietet alles, was wir wollen“ (L122). Wenn wir uns fragen, was die Vergebung wirklich ist, sollten wir bedenken, sie bisher nicht wahrgenommen zu haben. Wir haben keine Vorstellung, wie es wäre, in einer Welt zu leben, der vergeben wurde. Ein hilfreicher Gedanke hierzu: „Lass uns die Vergebung wahrnehmen, wie sie ist“! (134).


    (9.3.) Wir sprechen von >>Wunsch<<, weil sie sich noch andere Möglichkeiten vorstellt und noch nicht ganz über die Welt der Wahl hinausgelangt ist.

    Ja, es gibt noch andere Wünsche, die sich einstellen könnten, denn wir sind über die Gewohnheiten, die uns das Ego anerzogen hat, noch nicht völlig hinausgegangen. Doch schon die Vorstellung dieser „anderen Möglichkeiten“ entzieht uns sofort die Gegenwärtigkeit dessen, was die Vergebung zwischen Geist und Geist bewirkt und baut sofort wieder die Mauer auf, die uns trennt. In jedem trennenden Gedanken entsteht die Mauer, in jedem vergebenden Gedanken wird sie sanft von der Liebe umflossen. Irgendwo ist immer eine Lücke zwischen unseren „Abwehrgedanken“. Sobald die „alten Gewohnheiten“ sich einstellen, scheinen sich Möglichkeiten aufzutun, die wiederum einen Graben zwischen Geist und Geist bewirken würden, wenn wir nicht sofort bemerken würden, dass diese Gedanken eine Mauer aufbauen, die uns selbst von allem trennt, was wir wirklich suchen: Geistverbindung. Diese ist im Ego-Denkmodus unmöglich.

    (9.4.) Doch dieser Wunsch stimmt mit des Himmels Zustand überein und ist nicht in Opposition zum WILLEN GOTTES.

    Doch der Wunsch nach Vergebung stimmt mit dem Willen des Himmels überein und steht nicht im Widerspruch zu dem, was GOTTES WILLE für uns ist: „GOTTES WILLE für uns ist vollkommenes Glück“ (L101). Könnte jedoch irgendjemand ohne Abwehr wirklich ehrlich diesen Satz sagen? „Ich teile den Willen GOTTES, der mein Glück will“! Wenn wir den Willen GOTTES als unser Glück betrachten könnten, wäre die Welt sofort aus den Fängen der Angst befreit. Denn „die Angst bindet die Welt. Vergebung gibt sie frei“. (332- „Die Vergebung macht dem Traum des Konfliktes hier ein Ende“ (333). Wir bemerken recht schnell, wie es sich anfühlt, Gedanken zu denken, die nicht in Opposition zum WILLEN unseres Freundes stehen. Wie sich eine Welt anfühlt, die sich dem Willen unseres Freundes zur Vergebung widersetzt, sollte jedem Menschen schon aufgegangen sein: Das ist das Gefängnis, das wir in den Träumen von Schuld wählen.

    (9.5.) Obwohl sie dir bei weitem noch nicht dein volles Erbe gibt, beseitigt sie doch jene Hemmnisse, die du zwischen dem HIMMEL, wo du bist, und das Wiedererkennen dessen, wo und was du bist, gestellt hast.

    Es ist nicht unser volles mitschöpferisches Erbe, was wir damit annehmen, es ist der Teil dessen, der uns erkennen lässt, das Geister verbunden sind und nicht getrennt. Doch durch die direkte Kommunikation wird uns das Gewahrsein zurückerstattet, das ein Wiedererkennen des schöpferischen Geistes Möglichkeiten bietet, die uns bisher nicht zugänglich erschienen. Das volle Erbe würde die Fähigkeit einschließen, den Traum aller dadurch zu beenden, indem die letzte Illusion, der Tod, als Hemmnis des Egos abgetan und verleugnet wird. Der Tod ist der zentrale Traum, um den die Nicht-Vergebung zentral im Kreise läuft. Das volle Erbe antreten würde bedeuten, sofort die einzige Gabe zu geben, die wir geben können, um sie zu empfangen: „Vergebung ist die einzige Gabe, die wir geben“ (L297)

    (9.6.) Tatsachen sind unveränderbar.

    Die Ente ist kein Schwan und der Schwan ist keine Ente. Jeder diesbezügliche Konflikt ist bedeutungslos. Wir sind nicht das Ego, wir glauben nur, es zu sein. Wir können durch unseren Glauben, das Ego zu sein, nicht die Tatsache unserer Herkunft verändern, sie kann einzig durch unsere Gedanken verschleiert werden. Vergebung ist Heilung und Heilung ist Vergebung. Sind wir die Kinder eines VATERS, sollten die Tatsachen klar sein. Halten sich die Kinder nicht für die Kinder ihres Vaters, wird die Tatsache nicht verändert. Aus der Ente wird kein Schwan, nur weil sie denkt und spricht, sie wäre es. Aus dem Schwan wird keine Ente, auch wenn die gesamte Schwanenpopulation glauben sollte, sie seien „nur“ Enten. Klar, wir finden unter den Schwänen nunmehr nur noch Zeugen dafür, die davon sprechen, in einer Donald Duck Entenwelt zu leben, doch bleiben die Tatsachen für einen unabhängigen Beobachter natürlich unverändert. Er sieht eine Gruppe von Schwänen, die an einer Identitätsstörung zu leiden scheinen. Daher schickt GOTT uns einen Zeugen für die Tatsache, kein Entenarschego zu sein. Das ist der HEILIGE GEIST als Zeuge für die Wahrheit.

    (9.7.) Doch können die Tatsachen verleugnet werden und deshalb unerkannt sein, obwohl sie bekannt waren, bevor sie verleugnet wurden“

    Die Tatsache, ein Schwan zu sein, kann den Schwänen kaum unbekannt sein. Sie könnten sich Enten ansehen und die Erscheinung vergleichen. Dann könnten Enten nicht mehr Enten genannt werden, wollten Schwäne ihren Namen tragen. So müssen die Schwäne den Unterschied zwischen Enten und Schwänen einmal gekannt haben. Er kann verleugnet werden und bleibt nur dann unerkannt. Es ändert jedoch nichts an dem, was ein Beobachter sieht, der nicht in diesen Irrtum eingebunden ist.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 556 - 560
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  10. #510

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was ist ein geheilter Geist?

    10. (10.1.) “Die Erlösung, vollkommen und vollständig, bittet nur um einen kleinen Wunsch, dass das, was wahr ist, wahr sei, um eine kleine Bereitwilligkeit, das zu übersehen, was nicht da ist, um ein kleines Seufzen, das dafür spricht, dass der HIMMEL dieser Welt, die Tod und Trostlosigkeit zu beherrschen scheinen, vorgezogen wird. (10.2.) In freudiger Antwort wird die Schöpfung sich in dir erheben, um die Welt, die du siehst, durch den Himmel zu ersetzen, gänzlich vollkommen und vollständig. Was ist Vergebung anderes als die Bereitwilligkeit, dass die Wahrheit wahr sei? (10.3.) Was kann ungeheilt und aus einer Einheit herausgebrochen bleiben, die alle Dinge in sich selbst hält? (10.4.) Es gibt keine Sünde. Und jedes Wunder ist möglich in dem Augenblich, in dem GOTTES SOHN wahrnimmt, dass seine Wünsche und der Wille GOTTES eins sind“. (1)


    (10.1.) “Die Erlösung, vollkommen und vollständig, bittet nur um einen kleinen Wunsch, dass das, was wahr ist, wahr sei, um eine kleine Bereitwilligkeit, das zu übersehen, was nicht da ist, um ein kleines Seufzen, das dafür spricht, dass der HIMMEL dieser Welt, die Tod und Trostlosigkeit zu beherrschen scheinen, vorgezogen wird.

    „Erlösung ist die einzige Funktion, die wir hier haben“ (L99). Sie kann weder unvollständig, noch unvollkommen wahrgenommen werden und besitzt keinerlei Besonderheit. Sie setzt die Bereitwilligkeit voraus, das zu übersehen, was nicht mit dem Willen GOTTES übereinstimmt. Sie bittet um einen kleinen Seufzer, der erkennbar werden lässt und bezeugt, dass die Ewigkeit unseres Freundes dem Traum dieser Welt vorgezogen wird. Erlösung ist die Wiederherstellung der Wahrheit unseres Freundes, in der für Tod und Trostlosigkeit kein Platz ist. Doch den Himmel zuerst außen zu suchen, ist ein Weg, mit dessen guten Vorsätzen der Weg zur Hölle gepflastert ist. Zunächst muss der Frieden GOTTES in uns angenommen werden, bevor er sich in die Mitwelt ausdehnen kann.

    (10.2.) In freudiger Antwort wird die Schöpfung sich in dir erheben, um die Welt, die du siehst, durch den Himmel zu ersetzen, gänzlich vollkommen und vollständig. Was ist Vergebung anderes als die Bereitwilligkeit, dass die Wahrheit wahr sei?

    Als Antwort auf den Frieden, der innen gefunden wurde, erhebt sich die Schöpfung und schließt sich der Wahrheit an. Wie sich diese Momente anfühlen, kennt jeder, der einmal mit dem Tod, schwerer Krankheit, einem plötzlichen Unfall oder einem unerwarteten Angriff konfrontiert wurde: Zuerst verlieren wir völlig den Boden unter den Füßen und sind fassungslos ob des Geschehens. Dann kommt ein Moment, in dem akzeptiert werden muss, was geschehen ist und die mentale Abwehr des Egos damit aufgegeben wird. Danach kommt es vor, dass wir uns „wie in Watte eingepackt“ fühlen und, obwohl im Prinzip die gewohnte Welt um uns herum gerade einstürzte und zusammenbrach, wir einen Trost und eine Leichtigkeit spüren, die nicht aus dieser Welt stammt. Wenn die Wahrheit als wahr angenommen wird, dass Verlust in keiner Form für den reinen und unveränderlichen Geist möglich ist, dann wird wahre Vergebung erst möglich. Wenn auch nur ein Hauch von Schuld- und Opfergedanken übrigbleibt, sind die drei Voraussetzungen nicht erfüllt: Vergebung ist dann unvollständig, unvollkommen und besitzt daher Aspekte der Besonderheit. Besonderheit widerspricht dem natürlichen Gesetz der Heilung, sie kennt keinerlei Besonderheit.

    (10.3.) Was kann ungeheilt und aus einer Einheit herausgebrochen bleiben, die alle Dinge in sich selbst hält?

    Was könnte in einer Einheit ungeheilt bleiben, wenn die Heilung des SELBST als unnötig erkannt wurde. Wir dachten, das SELBST wäre krank, wenn wir annahmen, unser Selbst könne erkranken. In einer unveränderlichen Einheit bleiben die Gedanken GOTTES so, wie ER unser Selbst schuf. Das Ego will im Grunde beweisen, dass GOTT „erkrankt“ gewesen sein muss, als ER die Gedanken von uns dachte, die weiterhin unverändert geblieben sind. Die Schöpfung ist die Summe der Gedanken GOTTES. Was könnte aus dieser Einheit herausgebrochen werden? Was könnte darin als „krank“ betrachtet werden? Nur in dieser Einheit mit GOTT ist die Einheit mit dem Königreich in unserem Selbst möglich. Von dort kann sich ausdehnen, was alle Dinge in sich hält. In dieser gedanklichen Verbindung zur Quelle unserer Gedanken ist die Berichtigung möglich. Unser Selbst sieht sich als Bestandteil des SELBST. Unser Ego sah sich nicht als Bestandteil der Gedanken GOTTES.

    (10.4.) Es gibt keine Sünde. Und jedes Wunder ist möglich in dem Augenblich, in dem GOTTES SOHN wahrnimmt, dass seine Wünsche und der Wille GOTTES eins sind“.

    Ist die gefühlte Einheit mit der Quelle unseres Seins (mental) wiederhergestellt, entlarvt sich der Glaube als Illusion, das physische Dasein hätte unseren Geist verändert. Es gibt keine Sünde, weil im Himmel nicht gesehen wurde, was unsere Wahrnehmung uns als erfüllte Wünsche zeigte. Wunder sind plötzliche Verlagerungen des Geistes hin zu einem mit GOTT geteilten WILLEN. Unser Wille, vom Glauben an die sichtbaren scheinenden Folgen der Entscheidungen und Handlungen unseres verwirrten Geistes abzulassen, besitzt jedoch die Voraussetzung, GOTTES WILLE als eins anzusehen. „GOTTES WILLE für uns ist vollkommenes Glück“ (L101). Wenn wir für uns selbst vollkommene Freude und Heilung wünschen, kommen wir nicht umhin, beides als vollkommen und vollständig anzusehen. Wie könnten wir vollkommen glücklich sein, wenn diese Freude irgendein Teil der Einheit nicht empfindet? Wie könnte Heilung dann selektiv betrachtet werden? Eine Rangordnung von Schwierigkeiten bei der Heilung des Geistes anzunehmen, verhindert das Wunder der Wiederherstellung dessen, was sowohl der Wille unseres VATERS für uns, als auch unser wirklicher Wille ist. Was soll nicht möglich sein, wenn der Wille der Quelle des Geistes und der Geist als eine Einheit erkannt worden sind?

    Am Anfang schienen die Zeit, die zum Lernen des Kurses benötigt wird, als „zähes Hindernis“, und der Nutzen der Vergebung als eine Abfolge „künftiger Ereignisse“. Nach der Investition von Zeit ist es eher der Raum, der noch zwischen Geist und Geist gesehen wird, welcher (durch den Heiligen Geist in direkter Kommunikation) zu überbrücken ist. Was nur zwei Formen eines identischen Irrtums abbildet: Es braucht weder Zeit, den Willen des Vaters anzunehmen und zu teilen, noch kann irgendeine Entfernung diesen Ruf an die Quelle behindern. „Krankheit ist nur ein anderer Name für Sünde. Heilung ist nur ein anderer Name für GOTT. Das Wunder ist somit ein Ruf an IHN“ (L356). Zeit und Raum sind Gedanken, die ein Intervall zwischen dem sehen, was unser geteilter Wille mit dem Vater zum Ausdruck bringen könnte. So es unser Wille wäre, den Glauben daran aufzugeben, einer „Veränderung“ unterworfen gewesen zu sein. Ein Wunder verändert nichts. Es lässt nur erkennen, dass das, was immer wahr war, von jenen wiedererkannt wurde, die es einen Moment nicht sehen wollten. Es muss ja nichts getan werden, um die Wahrheit als wahr anzusehen, außer, zu verlernen, was wir falsch wahrgenommen haben. Weil wir es falsch wahrnehmen wollten. Wahrnehmung ist ein Wunsch, der in Erfüllung ging. Das Gesetz der Schöpfung besagt, dass jede Idee, die der Geist sich vorstellt, in ihrer Fülle zunimmt. Der schöpferische Geist kann nicht sein, was er nicht ist. So werden ebenso Irrtümer und Illusionen an Fülle, Umfang und Ausmaß zunehmen, wenn wir „schädliche“ Gedanken hegen.

    Unser schöpferischer Geist hat sich vom Ego einspannen lassen. Die einzige Art und Weise, unser Mitschöpfertum heilsam einzusetzen, ist die, geheilt zu werden. Die heilsame Vergebung dehnt sich ohne unsere Hilfe aus. Wir können andere kaum bitten, geheilt zu werden, wir können sie hingegen von der Wahrheit überzeugen, im Sinne der Ewigkeit keinerlei Veränderung und keinem Verlust an gegebenen Gaben erfahren zu haben. Wenn wir sind, was uns gegeben wurde, wie könnte ein Verlust denkbar sein?

    Was gibt es dann am WILLEN GOTTES zu fürchten? Würde ER nicht gefürchtet, könnten wir unseren Willen darin sehen, was unser VATER für uns wollte, als er uns als eins erschuf. Nur die Summe aller Gedanken ist die Schöpfung. Unvollständige Heilung einer Einheit ist erstens unmöglich und zweitens ist eine Heilung des SELBST gar nicht nötig. Es gab niemals etwas, das der Heilung bedurft hätte, außer einigen Gedanken in unserem Geist, an denen wir jedoch festhalten. Unsere Anhaftung an die Schuld aus der Vergangenheit bindet die Welt. Die Vergebung gibt sie frei. „Das Licht der Welt bringt jedem Geist Frieden durch unsere Vergebung“ (L63). Nicht jedem Geist Frieden zu wünschen, bedeutet unsere eigene Unvollständigkeit.

    Ein geheilter Geist ist ein Geist, in dem die Erinnerung des Selbst an das SELBST wiederhergestellt wurde und erneut eine direkte Kommunikation durch Vergebung möglich wurde. Erst die Vergebung lässt uns erkennen, weiterhin mit GOTT verbunden zu sein. Im Unfrieden ist es unser Groll, der das Licht in uns verbirgt. „Wunder spiegeln GOTTES ewige LIEBE. Sie schenken heißt, sich an IHN zu erinnern und durch die Erinnerung an IHN die Welt zu erlösen“ (L350). Heilung anzunehmen bedeutet insofern, zu akzeptieren, was immer wahr war: Wir haben als Gedanken GOTTES unsere Quelle nicht verlassen. Sich mit allem, was ist, zu verbinden, gelingt uns leicht im Geist eines allumfassenden Mitgefühls, von dem nichts und niemand ausgenommen sein darf, wollen wir wirklich vollkommenes Glück. Weniger wäre nicht wirklich unser Wille.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 556 - 560
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  11. #511

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was ist der Wille GOTTES?

    11. (11.1.) Was ist der WILLE GOTTES? ER will, dass SEIN SOHN alles hat. (11.2.) Und dafür hat er gebürgt, als ER ihn als alles schuf. (11.3.) Es ist unmöglich, dass irgendetwas verloren geht, wenn das, was du hast, das ist, was du bist. (11.4.) Das ist das Wunder, durch welches das Erschaffen zu deiner Funktion ward, die du mit GOTT teilst. (11.5.) Sie ist getrennt von IHM nicht zu verstehen, und deshalb hat sie in dieser Welt keine Bedeutung. (11.6.) Hier verlangt GOTTES SOHN nicht zu viel, sondern viel zu wenig. (11.7.) Er möchte seine Identität mit allem opfern, um einen kleinen Schatz zu finden, der ihm allein gehört. (11.8.) Und das kann er ohne ein Gefühl der Isolierung, des Verlustes und der Einsamkeit nicht tun. (11.9.) Das ist der Schatz, den er zu finden suchte. (11.10) Und er kann ihn nur fürchten. Ist Angst ein Schatz? (11.11.) Kann Ungewissheit das sein, was du willst? (11.12) Oder ist sie ein Fehler in Bezug auf deinen Willen und das, was du wirklich bist“? (1)


    (11.1.) Was ist der WILLE GOTTES? ER will, dass SEIN SOHN alles hat.

    Wenn das der Wille Gottes ist und jedem von uns alles gegeben wurde, was gibt es für einen Grund, im Mangeldenken zu verharren? Entsteht der ganze Stress in dieser Welt dadurch, dieses nicht zu erkennen? „Daneben“ liegen wir meist schon, wenn wir anderen Freude, Liebe und Wohlwollen entziehen und damit teilen wir definitiv nicht den Willen GOTTES. Was als eins gegeben wurde, darf nicht einem Einzigen entzogen werden. Das Gesetz des Geistes gilt weiterhin, einzig wenden wir es fragmentiert an und das bedeutet weder Vollkommenheit noch Vollständigkeit zu erfahren und wahrzunehmen. Das Gegebene wird uns nicht durch GOTT entzogen, wir entziehen uns die ständige Vollständigkeit durch unser fragmentiertes Wohlwollen. Es wäre an das Gesetz des Geistes und das Gesetz der Liebe zu erinnern: Das Gesetz des Geistes ist es, dass jeder Gedanke und jede Idee nur zu seiner Fülle beiträgt. Daher ist es möglich, auch Irrtümer zu projizieren statt sich die Wahrheit ausdehnen zu lassen. Was die Ewigkeit uns mit auf den Weg gab, wird uns in der Zeit von GOTT nicht entzogen. GOTTES WILLE ist insofern die Anwendung dessen, was uns an Fülle gegeben wurde. „Heute lernen wir das Gesetz der Liebe. Das, was wir unserem Bruder geben, ist unsere Gabe an uns“ (L344)

    (11.2.) Und dafür hat er gebürgt, als ER ihn als alles schuf.

    Diese Bürgschaft bestreitet das Ego vehement. Es tut alles, um zu „beweisen“, einen Mangel zu erfahren, was leider daher kommt, selektiv statt integrativ darüber zu urteilen, was mit den Gaben unseres Freundes so anzufangen wäre. Wir können nichts mit unserem Selbst anfangen, wenn wir nichts mit dem SELBST anfangen. Was wir mit GOTT teilen, sind die Gedanken, die ER von uns hegt. Keine Beziehung zu GOTT anzufangen, ist somit die sichere Gewähr, unser Erbe nicht anzutreten. Die gegebene Bürgschaft ewiger Heiligkeit in uns als wahr anzusehen, bedingt, sie niemandem selektiv zu entziehen. In jedem Schuldvorwurf, in jedem Angriff und mit jedem negativen Gedanken verleugnen wir die Bürgschaft der Ewigkeit für die Zeit in der Zeit. GOTTES SOHN ist unschuldig, das ist die Bürgschaft liebender Gerechtigkeit. Nicht erkannt zu haben, was uns gegeben wurde, ist auf unserem Mist gewachsen, besser, auf den Misthaufen, die unser Ego-Esel als Auswahl sieht. Das für uns Verbürgte auch anzunehmen, setzt den Verzicht voraus, unser Erbe schon zu beurteilen, bevor wir es anzutreten wünschen und wir daher gar nicht wissen, wovon wir an sich sprechen. Ein unbekanntes Erbe abzulehnen deutet in meinen Augen darauf hin, dass unser Ego weiterhin ziemlich „eingeschnappt“ wirkt. Es findet keine Besonderheit darin, wenn jeder alles hat.

    (11.3.) Es ist unmöglich, dass irgendetwas verloren geht, wenn das, was du hast, das ist, was du bist.

    Wenn unser Königreich inwendig zu finden ist, kann nicht verloren werden, was uns gegeben wurde, weil wir es mit uns durch die Welt tragen. Außen hätte es übersehen werden können, in uns kann es die Zeit der Illusionen unbeschadet überdauern. Daher ist weder Verlust noch Veränderung möglich, einzig das Ziel der Besonderheit steht noch zwischen der schöpferischen Anwendung unseres Geistes und dem Begrenzungen, die das Ego uns im Mangeldenksystem auferlegt. Wir tragen unser Erbe in unserem Geist, was für die Gedanken GOTTES letztlich nur natürlich ist. Wir können nicht verlieren, was wir sind. Doch wir können wünschen, unsere wahre Identität zu verleugnen. Weg ist sie aber auch dadurch nicht.

    (11.4.) Das ist das Wunder, durch welches das Erschaffen zu deiner Funktion ward, die du mit GOTT teilst.

    Der schöpferische Geist hört nicht auf, Gedanken und Ideen mit Fülle auszustatten. Wir können unser Mitschöpfertum zwar verleugnen, doch dann wählen wir eine Welt, als deren Opfer wir uns fühlen. Wir bemerken, wie sich die Ideen von Hass, Gewalt, Missgunst, Neid, Gewalt, Mord und Totschlag immer mehr mit „Fülle“ mehren, doch dass wir „das“ sind, wird beharrlich verleugnet. Damit verleugnen wir das Erschaffen, was die wirkliche Funktion unseres Geistes ist. Das Wunder ist nur die Wiederherstellung dessen, was niemals nicht wahr war. Verleugnen wir unsere wahre Funktion, ist Zufriedenheit und Ausgeglichenheit kaum dauerhaft zu erreichen.

    (11.5.) Sie ist getrennt von IHM nicht zu verstehen, und deshalb hat sie in dieser Welt keine Bedeutung.

    Unsere Funktion des Erschaffens ist getrennt von der Quelle unserer Gedanken nicht zu verstehen. Daher konnte sie bisher nicht bedeutungsvoll erfasst werden. Für das Ego hat Erschaffen keine wirkliche Bedeutung, daher versucht es ständig irgendwelche Dinge zu machen. Was das Ego jedoch bisher gemacht hat, ist nicht, was wir sehen wollen. Wir müssten uns eingestehen, einen vom Ego besetzten Willen zu besitzen, der wankelmütig und inkonsistent zwischen den verschiedensten Abarten des Machens wählt, ohne das Erschaffen mit einer Bedeutung versehen zu können. Wobei wir als Mitschöpfer den Willen GOTTES für uns, der vollkommenes Glück ist, einfach teilen könnten. Sich diese Übereinstimmung ausdehnen zu lassen, ist die Funktion des Heiligen Geistes. Die Macht der Entscheidung für das Erschaffen liegt einzig bei uns.

    (11.6.) Hier verlangt GOTTES SOHN nicht zu viel, sondern viel zu wenig.

    In der Ausdehnung von mit Gott geteilten Willensäußerungen verlangen wir nicht zu viel, sondern viel zu wenig. Weniger als ALLES wurde uns nicht gegeben. Weniger als unser volles Erbe wird uns niemals dauerhaft zufriedenstellen. Statt allen Kindern GOTTES alle Gaben zu gönnen, halten wir uns an kleinen Besonderheiten fest, die wir ganz für uns allein besitzen wollen, ohne den Wunsch, das Gegebene bereitwillig zu geben, damit es empfangen werden kann. Geben und Empfangen sind eins. Unter diesem Gesichtspunkt verlangen wir viel zu wenig. Weil wir nicht geben, was wir empfangen, entziehen wir uns die gegebene Fülle.

    (11.7.) Er möchte seine Identität mit allem opfern, um einen kleinen Schatz zu finden, der ihm allein gehört.

    Für den kleinen Schatz der Besonderheit opfern wir alles, was GOTT uns gab. Wir „machen“, statt zu erschaffen. „Alle Dinge, von denen wir denken, dass wir sie sehen, spiegeln Ideen wider“ (L325). Da das, was wir nicht sehen wollen, von uns gemacht wurde, neigen wir dazu, unser Mitschöpfertum kategorisch zu verleugnen. Wir hatten bisher jedoch einfach völlig bescheuerte Ideen und Gedanken, das ist unser einziges Problem.

    (11.8.) Und das kann er ohne ein Gefühl der Isolierung, des Verlustes und der Einsamkeit nicht tun.

    Würden wir uns nicht von GOTT und der Schöpfung isoliert betrachten, keinen Verlust im Geist für möglich halten und die Einsamkeit des Egos nicht wählen, hätten wir kein Problem, die Ideen sich ausdehnen zu lassen, die wir mit GOTT teilen. Erst im Gefühl der Isolation und der Einsamkeit "machen" wir Dinge, die an sich im Erbe des Königreiches als Gabe schon enthalten sind. Die gedankliche Trennung von GOTT ist der Grund, warum wir unser Erbe nicht antreten wollen. Wir wollen von GOTT getrennt sein, damit wir sagen können, wir sind das Opfer einer Welt, die uns nicht wirklich gefällt. Wir leiden an einer Art von SELBST-Amnesie. Vorgenannte Gefühle sind die Bedingung dafür, das SELBST in uns selbst zu verleugnen und daher nicht in Kontakt mit unserem inneren Führer zu gelangen.

    (11.9.) Das ist der Schatz, den er zu finden suchte.

    Die Trennung ist der Schatz, den das Ego wählt, Leid zu empfinden, das ansonsten nicht da wäre. Wir sind nicht das Opfer dieser Welt, wir hatten einfach Ideen, die niemandem so wirklich gefallen. Dieser kleine Spatz in der Hand wird der Taube auf dem Dach vorgezogen. Was bedeutet, wir ziehen die Winzigkeit unsers Egos den Gaben vor, die unser VATER uns allen gab.

    (11.10) Und er kann ihn nur fürchten. Ist Angst ein Schatz?

    Die Angst ist der Lohn dieser Entscheidung, denn nur dann können wir uns als Opfer einer feindlichen Welt begreifen, die wir doch selbst in unserem Geist erdacht und erfunden haben. Angst ist die Folge der Verweigerung, unser Mitschöpfertum anzuerkennen. Doch wir müssten den zweiten Platz wählen, um den ersten zu gewinnen. Von uns allein aus können wir nichts tun. Teilen wir hingegen den Willen GOTTES, gewinnen wir das, was wir zuvor verleugneten. Die zeitweilige, aber vollständige Aufhebung der Angst ist als Offenbarung zu verstehen.

    (11.11.) Kann Ungewissheit das sein, was du willst?

    Kann die Ungewissheit über unsere wahre Identität wirklich sein, was wir wollen? Wenn der Schwan ein Schwan ist, kann ihn nur die Ungewissheit darüber auf den an sich absurden Gedanken bringen, eine Ente zu sein. Die Ungewissheit, ob wir die Ego-Ente oder das Schwanen-Selbst sein wollen, kann nicht der unveränderlicher Wille des Vaters der Schwäne sein. Das Wunder ordnet die Ebenen der Wahrnehmung neu und rückt alle Ebenen in die richtige Perspektive, was Heilung bewirkt. Dann ist der zerstörende Zweifel seiner Wirkung beraubt und der prüfende Zweifel kann offen die Antwort der Schöpfung auf unsere Fragen abwarten. Der zerstörende und verstörende Zweifel raubt uns jede Hoffnung; der prüfende Zweifel wartet, ob und was sich als Antwort zeigt. Das Ego beantwortet alle Fragen selbst und zerstört damit die Hoffnung auf die Befreiung aus den Fängen der begrenzenden Ichhaftigkeit. Die Fähigkeit zum zerstörerischen Zweifel wird leider mit "gesundem" Urteilsvermögen gleichgesetzt; die Fähigkeit zum prüfenden Zweifel wurde von Buddha mit dem Prüfen von Gold verglichen. Wir nehmen an, Gold vor uns und in uns zu haben, doch wir prüfen die Eigenschaften, die es mitbringen müsste. Wenn der Glanz, die Reinheit, das Gewicht und die leitenden Eigenschaften geprüft worden sind, kann Gewissheit die frühere Ungewissheit ersetzen.

    (11.12) Oder ist sie ein Fehler in Bezug auf deinen Willen und das, was du wirklich bist“?

    Daher ist der Gedanke, „nur“ eine Ente zu sein, einfach ein Fehler in Bezug auf das, was wir wirklich sind. Es ist nicht das, was wir wirklich wollen, würde das Ego uns nicht davon „überzeugt“ haben, nicht mehr zu sein, wie GOTT uns alle schuf. Haben wir wirklich ehrlich überprüft, ob nicht doch Gold ist, was in uns glänzt? Oder sind wir an einem Punkt der Geschichte mit dem Ego falsch abgebogen? Ohne zu erkennen, wer wir wirklich sind, ist kaum anzunehmen, unseren wirklichen Willen wahrzunehmen. Die Differenz zwischen dem, was wir wirklich wollen und dem, was wir tun, zeigt sich als Gradmesser der Angst. Wenn die Schwäne die Vaterschaft des Vaters der Schwäne verleugnen, kann es erst sein, dass wir uns später ernsthaft für Enten halten. Wenn wir den Vater als Vater anerkennen, müssen wir Schwäne sein. Der Glaube, das Ego-Ich gewesen zu sein, muss daher aus einem Verlust unserer wahren Identität herrühren, was mit SELBST-Amnesie gemeint ist.

    Wie der Fehler in Bezug auf unseren Willen und unsere Identität berichtigt werden kann und die wirklich wirksame Ursache nicht ihrer Wirkungen beraubt wird, erläutert dann der zwölfte Absatz über die Grundlagen von Heilung.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    Textbuch Seite 556 - 560
    Geändert von Michael (13.02.18 um 19:17 Uhr)
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  12. #512

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was war unser Fehler und was berichtigt ihn?

    12. (12.1.) Lass uns bedenken, was der Fehler ist, damit er berichtigt werden kann und nicht geschützt. (12.2.) Die Sünde ist der Glaube, Angriff lasse sich aus dem Geist, in dem der Glaube entstand, hinausprojizieren. (12.3.) Hier wird die feste Überzeugung, Ideen könnte ihre Quelle doch verlassen, wirklich und bedeutungsvoll gemacht. (12.4.) Und aus diesem Irrtum ersteht die Welt der Sünde und des Opfers. (12.5.) Diese Welt ist ein Versuch, deine Unschuld zu beweisen, während Angriff dir lieb und teuer ist. (12.6.) Der Misserfolg liegt darin, dass du dich trotzdem schuldig fühlst, obwohl du nicht verstehst, warum. (12.7.) Wirkungen werden als getrennt von ihrer Quelle gesehen und scheinen jenseits dessen zu sein, was du zu kontrollieren oder verhindern kannst. (12.8.) Was so getrennt gehalten wird, kann sich nie verbinden“.

    (12.1.) Lass uns bedenken, was der Fehler ist, damit er berichtigt werden kann und nicht geschützt.

    Was ist der Fehler in unserer Wahrnehmung der Welt, der offensichtlich geschützt wird? „Lass uns das Problem erkennen, damit es gelöst werden kann“ (L79). Ohne das Problem erkannt zu haben, die Fehlwahrnehmung zu identifizieren und es dem HEILIGEN GEIST zur Lösung zu übergeben, wird der Irrtum weiterhin geschützt. Wenn Wahrnehmung jedoch ein Wunsch ist, der in Erfüllung ging, dann gilt es, den 80. Leitgedanken anzunehmen und so auf das Licht zu schauen, wo zuvor noch Dunkelheit wahrgenommen wurde: „Lass uns erkennen, dass unsere Probleme gelöst sind“ (L80). Die Arten der Abwehr, mit denen wir vermeiden wollen, was wir nicht wünschen, sind das Gegenteil und der grundlegende Fehler. Jede Abwehrhaltung stärkt den Irrtum durch Projektion. Jede Übergabe eines Problems an die Heiligkeit des Heiligen Geistes stärkt die Wahrheit durch die Ausdehnung der Stimme für GOTT. Sünde ist es, die Heiligkeit in einem beliebigen Gegenüber übersehen zu wollen. Dieses Übersehen-Wollen der Heiligkeit in jedem Kind unseres Vaters ist der erste und später ungesehene Angriff, mit dem unsere Projektionswelt im Geist beginnt.

    (12.2.) Die Sünde ist der Glaube, Angriff lasse sich aus dem Geist, in dem der Glaube entstand, hinausprojizieren.

    Der erste Angriff, die Verleugnung der GÖTTLICHKEIT in jedem Gegenüber, findet im Zustand unserer SELBST-Amnesie statt. Natürlich ist uns als „Entscheider“ nicht wirklich klar, wiederum durch Verleugnung die Göttlichkeit „hinwegdefiniert“ zu haben, doch so mächtig ist unser Geist in Wirklichkeit. Wir wissen nicht, was und warum das Ego dieses tut. Das Ego weiß es, doch es sagt uns nicht, dass es eine Heidenangst entwickelt hat, WEIL es sich permanent die gesamte Schöpfung zum Feinde macht. So glaubt das Ego, es müsse den ersten Angriff übersehen und wertet gleichzeitig die Gegenreaktion als Angriff auf UNS. So wird versucht, die Idee des Egos, GOTT in allen Formen anzugreifen, aus unserem Geist, wo sie zuerst war, hinauszuprojizieren. So wurde die Schuld am Verlust der direkten Kommunikation mit dem Schöpfer und der Schöpfung dorthin verlagert, wo sie nicht entstand. Damit werden Ursache und Wirkung verkehrt und der ungesehene Fehler wird vor einer Berichtigung durch den HEILIGEN GEIST geschützt.

    (12.3.) Hier wird die feste Überzeugung, Ideen könnte ihre Quelle doch verlassen, wirklich und bedeutungsvoll gemacht.
    Die Ursache des Verlustes gefühlter und wahrgenommener GÖTTLICHKEIT ist in unserem eigenen Geist. „Wir herrschen über unseren Geist, über den allein wir herrschen müssen“ (L236). Der Verlust der Herrschaft über unseren eigenen Geist wird im Außen angesiedelt und das ist der Irrtum, der geschützt wird: Wir glauben ernsthaft, die Idee, GOTT anzugreifen, könnte unseren eigenen Geist „verlassen“, obwohl sie dort begann. Natürlich wirkt diese Idee immer auch in unserem Geist und in den Geistern, denen wir die GÖTTLICHKEIT absprechen. Durch Schuld- und Sündenvorwürfe verlagern wir die kausale Eigenverantwortung für unseren Verlust an GÖTTLICHKEIT dorthin, worauf wir unsere Projektionen richten. An sich ist unser einziges Problem, zu erkennen, nur dieses eine Problem zu haben.

    (12.4.) Und aus diesem Irrtum ersteht die Welt der Sünde und des Opfers.

    Wenn gesagt wird, das Ego habe die Welt entstehen lassen, wie wir sie nun wahrnehmen, dann wäre der Grund des ungesehenen Irrtums zu entschleiern, damit er berichtigt werden kann. Doch nicht wir „berichtigen“, diese Funktion hat der HEILIGE GEIST. Unsere einzige Funktion ist Vergebung. Angriff auf GOTT entsteht durch die Nicht-Vergebung des Irrtums, nicht mehr zu sein wie GOTT uns schuf. Aber ganz ehrlich: Was gibt es an einem Irrtum zu vergeben? Würde sich der Vater der Schwäne nicht einfach freuen, wenn er sehen würde, dass sein SOHN die Identitätsverwirrung und den Gedanken, eine Ente zu sein, aufgegeben hat? Ist die Welt der Ente nicht in Ordnung gebracht worden, indem die Identität dort angesiedelt wurde, wo die Wahrnehmung des Schwanes zum Leben und Wesen eines Schwanes passt?

    Es gibt keine Entenwelt, in der sich Schwäne heimisch fühlen könnten. Wenn wir die Schwanenwelt opfern, glauben wir, in einer Welt des ständigen Opfers zu existieren. Doch die einzige „Sünde“ war es, die Göttlichkeit übersehen haben zu wollen. Das können wir nur in unserem eigenen Geist berichtigen.

    (12.5.) Diese Welt ist ein Versuch, deine Unschuld zu beweisen, während Angriff dir lieb und teuer ist.

    Statt diesen Irrtum dort zu berichtigen, wo er begann, Form, Struktur und Gestalt anzunehmen, wollen wir unsere Unschuld am Verlust der GÖTTLICHKEIT dadurch beweisen, dass wir andere angreifen und uns trotzdem „im Recht“ fühlen. Wir übersehen bewusst die erste Ursache und werten die Wirkungen unseres Verhaltens als Angriff auf uns, dem natürlich der „gerechte Angriff“ so sicher folgt, wie das Amen in der Kirche. Wir wollen unsere Unschuld am Verlust der GÖTTLICHKEIT dadurch beweisen, dass wir die Schuld an unserer eigenen Fehlentscheidung auf andere übertragen und diese Projektionen lassen die Welt entstehen, so wie wir sie wahrnehmen. Dass diese Wahrnehmung unser Wunsch war, kann nicht mehr erkannt werden. Bis wir diese Verkehrung von Ursache und Wirkung nicht erkennen, ist eine Lösung des einzigen Problems nicht möglich. Und dieser ungesehene Angriff ist im Prinzip das einzige Problem, das wir haben, da es uns von GOTT trennt.

    (12.6.) Der Misserfolg liegt darin, dass du dich trotzdem schuldig fühlst, obwohl du nicht verstehst, warum.

    Obwohl wir viele Leben damit verbrachten, auf diese Art und Weise unsere Unschuld am vermeintlichen Verlust der GÖTTLICHKEIT zu beweisen, fühlen wir uns trotzdem beschissen. Immer wenn wir andere Menschen in irgendeiner Form angreifen, geht es auch uns nicht wirklich besser. Wir halten jedoch an der Illusion fest, Angriff könne Gewinn zur Folge haben. Weil die erste Ursache ungesehen blieb, verstehen wir nicht, warum es uns als kollektive Bewusstseinsgesamtmenge immer beschissener geht. Wir erhöhen einfach die Schlagzahl und Intensität unserer Angriffe und beschleunigen und verschärfen auf diese Weise den Grundkonflikt.

    (12.7.) Wirkungen werden als getrennt von ihrer Quelle gesehen und scheinen jenseits dessen zu sein, was du zu kontrollieren oder verhindern kannst.

    Wenn Wirkungen in der Welt getrennt von ihrer Quelle in unserem eigenen Geist gesehen werden, sind sie jenseits dessen, was wir „abwehren“ oder verhindern können. Wir scheinen die Gegenangriffe auf uns nicht kontrollieren zu können, da wir die Quelle nicht in unserem Geist vermuten. „Wenn wir uns verteidigen, werden wir angegriffen“ (L135). Da unsere „Verteidigung“ jedoch den ersten Angriff – die „Sündendefinition“ – übersieht, greift unser Ego die gesamte Schöpfung an und bekommt eine Heidenangst, wenn es bedenkt, WEN es damit eigentlich angreift. „Alles, was wir sehen, sind (dann) Formen von Rache“ (L22) (für den Verlust an GÖTTLICHKEIT)

    (12.8.) Was so getrennt gehalten wird, kann sich nie verbinden“.

    Die Heilung der Welt liegt in der Verbindung unseres Selbst mit dem SELBST. Doch durch die Verkehrung von Ursache und Wirkung wird verhindert, dass die Illusionen der Wahrheit überbracht werden. Heilung liegt in der Verbindung mit dem Heiligen CHRISTUS in uns selbst, etwas, was selbst die klassische Psychologie als „inneres Kind“ anerkennt. Ohne die Verbindung von Selbst und SELBST ist die Heilung unseres Geistes nicht möglich, da die Wahrheit vom Irrtum getrennt gehalten wird. So wird der Irrtum geschützt, weil er nicht mehr gesehen werden kann. Man könnte sagen, dies ist an sich das einzige Problem, das wir hier haben. Der ganze, eher unangenehme Rest folgt aus dieser Trennung von Gott.

    Was wir zu lernen hätten, so wir dieses wollten, wird im 13. Absatz ziemlich deutlich gesagt.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    Textbuch Seite 556 - 560
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  13. #513

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was ist das Gesetz des Geistes?

    13. (13.1.) Ursache und Wirkung sind eins, nicht getrennt. (13.2.) GOTT will, dass du lernst, was immer wahr gewesen ist, dass ER dich als Teil von sich schuf, und das muss noch immer wahr sein, weil Ideen ihre Quelle nicht verlassen. (13.3.) Solcherart ist das Gesetz der Schöpfung, dass jede Idee, die der Geist sich vorstellt, nur zu seiner Fülle beiträgt und niemals wegnimmt. (13.4.) Das gilt in gleichem Maße für nichtige Wünsche wie für das, was wahrhaftig gewollt wird, weil der Geist wünschen kann getäuscht zu werden, sich aber nicht zu etwas machen kann, was er nicht ist. (13.5.) Und zu glauben, Ideen könnten ihre Quelle verlassen, heißt, Illusionen einzuladen, wahr zu sein – ohne Erfolg. (13.6.) Denn niemals wird es möglich sein, dass der Versuch erfolgreich ist, den GOTTESSOHN zu täuschen.


    (13.1.) Ursache und Wirkung sind eins, nicht getrennt.

    Das Gesetz von Ursache und Wirkung könnte als das verstanden werden, was der Buddhismus als „Karma“ bezeichnet. „Geben und Empfangen sind in Wahrheit eins“ (L108). Im Westen bisher mehr als „Strafe“ empfunden, beschreibt „Karma“ die Einheit von Geben und Empfangen. Wenn wir uns vom Echo dessen, was wir gegeben haben, bestraft fühlen, verleugnen wir die tatsächliche Bedeutung dessen, was es heißt, die Wirkung einer göttlichen Ursache zu sein. „Wir sind für immer eine Wirkung GOTTES“ (L326). Da GOTT unsere Ursache ist, sind wir eine Wirkung GOTTES. Hierin ist keine Veränderung möglich. Die Ente wird kein Schwan, weil sie sich dafür hält und aus dem Schwan wird keine Ente, wenn der Geist des Schwanes sich der Illusion hingibt, eine Ente zu sein.

    (13.2.) GOTT will, dass du lernst, was immer wahr gewesen ist, dass ER dich als Teil von sich schuf, und das muss noch immer wahr sein, weil Ideen ihre Quelle nicht verlassen.

    Wenn unser Geist Teil von GOTTES Geist ist, bleibt wahr, was immer wahr gewesen ist. „Wir sind gesegnet als SOHN GOTTES (L40), denn „GOTT ist unsere Quelle und wir können nicht getrennt von IHM sehen“ (L43). „Wir sind ein Selbst, vereint mit unserem Schöpfer“ (L95) und daher könnten wir auch diesen Gedanken als wahr ansehen: „Wir wollen uns daran erinnern, dass wir eins mit GOTT sind (L124). Positiv betrachtet, beschreibt Karma nichts anderes als diesen Gedanken: „Alles, was wir geben, wird uns selbst gegeben“ (126). Wenn wir die Ideen und Gedanken GOTTES teilen, werden uns die Gedanken zuteil, die uns mit unserer Quelle verbinden und wir erkennen, dass es unser Geist war, der die Gedanken verleugnete, die GOTT weiterhin unverändert von uns hegt. Wir können die Quelle des Bewusstseins nicht verlassen und als Teil von GOTTES Geist sind wir immer noch, wie GOTT uns schuf. Eine Wahrheit, die irgendwann nicht wahr wäre, kann keine Wahrheit sein. Es kann keine veränderliche Wahrheit geben. „Es gibt ein Leben und das teilen wir mit GOTT“ (L167).

    (13.3.) Solcherart ist das Gesetz der Schöpfung, dass jede Idee, die der Geist sich vorstellt, nur zu seiner Fülle beiträgt und niemals wegnimmt.

    Als Teil von GOTTES GEIST ist es unmöglich, das Gesetz der Schöpfung außer Kraft zu setzen. Der schöpferische Geist trägt zur Fülle jeder Idee und jeden Gedankens bei. So könnte gesagt werden, das Universum unterstützt jeden unserer Wünsche. Gott entzieht uns den schöpferischen Geist nicht, wenn wir im Ego-Denkmodus die Projektionen von Schuld in den Mittelpunkt unseres Daseins stellen. In den Projektionen wählen wir, das Gesetz der Schöpfung unangemessen anzuwenden. Daher kann gesagt werden, die „Fehlschöpfungen des Egos“ sind die Folge der unangemessenen Verwendung unseres Geistes. Wobei die Kindersicherung darin zu sehen ist, dass durch Projektionen von Hass, Rache, Schuld und Todeswünschen zwar Realitäten entstehen, die jedoch die Wirklichkeit unseres VATERS nicht verändern. In den Ego-Fehlschöpfungen liegt jedoch auch die Möglichkeit, anzuerkennen, statt der Projektionen des Egos auch die Ausdehnung dessen wählen zu können, was GOTTES Wille für uns ist. Haben wir jedoch die unsägliche Idee, dass der Wille GOTTES für uns nicht vollkommenes Glück ist, trägt unser schöpferischer Geist auch zur Mehrung dieses Irrtums bei. Beobachten wir die Folgen dieser unschöpferischen Verwendung unseres schöpferischen Geistes, ist es am leichtesten, die Schöpfungskraft komplett zu verleugnen. Mit den Folgen unserer unrichtigen Gedanken wollen wir nichts zu tun haben, zumindest, wenn wir darauf blicken, was der Zustand der Welt abbildet. So dehnt sich leider auch die Idee aus, eine Entenkolonie zu sein, wenn wir das wünschen.

    (13.4.) Das gilt in gleichem Maße für nichtige Wünsche wie für das, was wahrhaftig gewollt wird, weil der Geist wünschen kann getäuscht zu werden, sich aber nicht zu etwas machen kann, was er nicht ist.

    So kann sich der Schwan wünschen, getäuscht zu werden und diese Idee findet Bestätigung. Wir sollen das Gesetz von Ursache und Wirkung einfach erkennen und daher wird uns niemals unsere Mitschöpferkraft entzogen. Wir können uns wünschen, uns als Enten wahrzunehmen, doch macht uns dieser Wunsch nicht zu dem, was wir nicht sind. Nichtige Wünsche mehren sich ebenso, wie das, was wir wirklich wollen würden, litten wir nicht an einer ausgeprägten SELBST-Amnesie. Wir können uns nicht zu einer Ente machen, nur weil wir kein Schwan sein wollen.

    (13.5.) Und zu glauben, Ideen könnten ihre Quelle verlassen, heißt, Illusionen einzuladen, wahr zu sein – ohne Erfolg.

    In unseren bisherigen „Entenleben“ luden wir daher Illusionen ein, für unser Ego wahr zu sein. Doch wie gesagt, würde ein objektiver Beobachter dieser verwirrten Geisteshaltung eines Schwanes nicht zu dem Schluss kommen, tatsächlich eine Ente vor sich zu haben. Wir können unsere Ursache verleugnen, doch wir können nicht sein, was wir nicht sind.

    (13.6.) Denn niemals wird es möglich sein, dass der Versuch erfolgreich ist, den GOTTESSOHN zu täuschen.

    Wenn wir nun bemerken, dass die Projektionen des Egos in dieser verwirrten Welt einfach nur das Gesetz des Geistes spiegeln, kann es nicht dauerhaft erfolgreich sein, die Feststellung zu verleugnen, dass wir es sind, die unsere Welt zu dem gemacht haben, was wir nun sehen. Wahrnehmung ist einfach ein Wunsch, der in Erfüllung ging. Wir müssen uns gewünscht haben, uns als Enten wahrzunehmen. Dae Gesetz von Ursache und Wirkung kann nicht dauerhaft verleugnet werden. Die aktuellen Entwicklungen in dieser Welt sind nur weitere Indizien dafür, uns in den Projektionen des Egos verfangen zu haben. Unsere bekloppte Ausrede, GOTT hätte diesen Schwachsinn erschaffen, wird sich unweigerlich als von uns gewählte Täuschung offenbaren. Ursachen und Wirkungen getrennt zu halten, macht die Heilung der Welt unmöglich. Die Illusionen jedoch bereitwillig der Wahrheit zu überbringen, heilt die SELBST-Amnesie, an der wir offensichtlich zu leiden schienen. Es war halt unmöglich, unseren schöpferischen Geist zu einem Opfer dessen zu machen, was wir zu sehen wünschten.

    Mit Freude auf das zu blicken, was wir wahrzunehmen wünschen, ließe es als möglich erscheinen, genau das auszudehnen, was der WILLE GOTTES für uns ist: Vollkommenes Glück und keine selektiven Halbwahrheiten, die uns niemals völlig zufriedenstellen. Wir wählten es, mit Abscheu und Abwehr auf eine Welt zu blicken, die wir „gemacht“ haben. GOTT hat uns als Gedanken seiner SELBST erschaffen. Gedanken verlassen ihre Quelle nicht und daher sind wir gänzlich unverändert. Außer in der „Partition“ unseres Geistes, die daran glaubt, Dagobert Duck sein zu wollen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    Textbuch Seite 556 - 560
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  14. #514

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was befreit von der Ursache, einen Verlust wahrzunehmen?

    14. (14.1.) „Das Wunder ist möglich, wenn Ursache und Folgen zusammengebracht und nicht getrennt gehalten werden. (14.2.) Die Heilung der Wirkung ohne die Ursache kann lediglich die Wirkungen zu anderen Formen überwechseln lassen. (14.3.) Und das ist nicht Befreiung. (14.4.) GOTTES SOHN könnte sich nie mit weniger zufrieden geben als mit voller Erlösung und vollem Entrinnen aus der Schuld. (14.5.) Denn sonst verlangt er weiterhin, dass er irgendeine Opfer darzubringen hat, und verleugnet es, dass alles sein ist, unbegrenzt von jeder Art von Verlust. (14.6.) Ein winzig kleines Opfer ist in seinen Wirkungen genau dasselbe wie die ganze Idee des Opferns. (14.7.) Wenn Verlust in irgendeiner Form möglich ist, dann wird GOTTES SOHN unvollständig gemacht und ist nicht er selbst. (14.8.) Und wieder wird er sich selbst nicht erkennen noch seinen Willen wiedererkennen. (14.9.) Er hat seinem VATER und sich selber abgeschworen und aus IHNEN beiden seinen Feind im Hass gemacht“.

    (14.1.) Das Wunder ist möglich, wenn Ursache und Folgen zusammengebracht und nicht getrennt gehalten werden.

    Wenn sich der Schwan als Sohn seines Schwanenvaters sieht, werden Ursache und Folgen zusammengebracht und nicht mehr getrennt gehalten. Wenn das Problem erkannt wurde, kann es gelöst werden, da die Illusionen der Wahrheit überbracht werden. Das Wunder dient dazu, die Wirkungen eines erkannten Irrtums aufzuheben, was möglich wird, wenn die Grundursache erkannt wurde. Damit ist der Weg frei für die Berichtigung durch den HEILIGEN GEIST geworden. Die „Schicksalsbelehrung“ wurde angenommen. Dazu ist dieser Gedanke unerlässlich: „Alle Dinge sind Lektionen, von denen GOTT möchte, dass wir sie lernen“ (L193). Dazu sind Ursachen und Wirkungen als eins zu betrachten. Auf wen könnte der seines Selbst ungewisse Schwanensohn als Ente wirken? Nur für verwirrte Geister ist dieser Gedanke möglich und könnte als „wahr“ empfunden werden. „Wir haben eine Funktion, von der GOTT möchte, dass wir sie erfüllen“ (L192). Diese Funktion ist in der Vergebung zu sehen. „Vergebung ist der Schlüssel zum Glück (L121).

    (14.2.) Die Heilung der Wirkung ohne die Ursache kann lediglich die Wirkungen zu anderen Formen überwechseln lassen.

    Wenn die Wirkung der SELBST-Amnesie aufgehoben würde, ohne die Ursache im Geist des Schwanes - die Ungewissheit über seine wahre Identität - zu berichtigen, kann es sein, dass sich der Schwan kurzfristig nicht mehr für eine Ente hält. Doch da die Ungewissheit über die wahre Identität weiterhin besteht, wird sie wiederum nur andere Formen annehmen. Ob sich der Schwan nun für eine Ente, ein Zebra oder eine eierlegende Wollmilchsau hält, es macht den Irrtum nicht besser und kann die Illusion nicht dauerhaft „ausladen“. „Krankheit ist eine Abwehr gegen die Wahrheit“ (L136), doch was bei der Heilung insgesamt zum Tragen kommt und das Prinzip der Sühne deutlich macht: „Wenn ich geheilt bin, bin ich nicht allein geheilt“ (L137). „Der Himmel ist eine Entscheidung, die wir treffen müssen“ (138). Dazu müssen wir die Sühne akzeptieren, was die Aufhebung des Glaubens an Schuld, Veränderung, Verlust und Tod umfasst. Denn: „Nur von der Erlösung kann man sagen, dass sie heilt" (L140).

    (14.3.) Und das ist nicht Befreiung.

    Ist die Ursache der Verwirrung im Geiste weiterhin wirksam, laden wir ständig neue Illusionen ein, für uns „wahr“ zu sein. „Wenn wir gebunden sind, ist unser VATER auch nicht frei“ (L278). „Wie können Illusionen GOTTES SOHN befriedigen“ (L272)? Und vor allem: „Welche Grenzen können wir dem SOHN GOTTES auferlegen“ (L280)? Befreiung vom Irrtum bietet hingegen dieser Gedanke: „Meine wahre Identität weilt in DIR“ (L283). Wie Befreiung letzten Endes aus der Sicht GOTTES aussieht, verrät uns dieser Gedanke: „Und GOTT SELBST wird alle Tränen abwischen“ (L301), denn „ewige Heiligkeit weilt in uns“ (L299). Befreiung liegt auch in diesen Gedanken, so absurd sie für das Ego zunächst auch klingen mögen: „Vater, unsere Freiheit ist in DIR allein“ (L321), denn „Gott ist unsere Zuflucht und unsere Sicherheit“ (L261). „Wir brauchen nichts als die WAHRHEIT“ (251), denn der SOHN GOTTES ist unsere Identität“ (252).

    (14.4.) GOTTES SOHN könnte sich nie mit weniger zufrieden geben als mit voller Erlösung und vollem Entrinnen aus der Schuld.

    Ohne die vorbehaltslose und allumfassende Vergebung ist ein vollständiges und ständiges Entrinnen aus der Schuld unmöglich. „GOTTES WILLE für uns ist vollkommenes Glück“ (L101) und jede Restschuld bedeutet unvollständiges Glück. Wenn wir jedoch diesen Willen nicht teilen wollen, da wir weder unsere Funktion, noch unsere wahre Identität erkennen, kann wirkliche Zufriedenheit in unserem Geist nicht beständig erfahren werden. Schließlich suchen wir nur, was unser Erbe ist und schon immer uns gehört: „Der Friede und die Freude GOTTES sind unser“ (L105). Auf eines ist zu vertrauen: „Die Wahrheit wird alle Irrtümer in unserem Geist berichtigen“ (L107) und erst dann können wir ehrlich von uns selbst und unserem Selbst sagen: „Wir ruhen in GOTT“ (L109).

    (14.5.) Denn sonst verlangt er weiterhin, dass er irgendeine Opfer darzubringen hat, und verleugnet es, dass alles sein ist, unbegrenzt von jeder Art von Verlust.

    Die Idee, dass Opfer möglich sei, spielt die zentrale Rolle im Traum, den die Welt träumt. Ein Opfer zu sehen, bedeutet, die Anwesenheit GOTTES in unserem Geist zu verleugnen und wir laden neue Illusionen ein, für uns an die Stelle der Wahrheit zu treten. „Wir gehen mit GOTT in vollkommener Heiligkeit“ (L155), was nicht empfunden werden kann, sehen wir ein Opfer als möglich an. Doch „von uns wird nicht verlangt, dass wir ein Opfer bringen, um GOTTES Frieden und Barmherzigkeit zu finden“ (L343). Ein Schwan mit Entenfüßen wäre kein wirklicher Schwan. „Wir können nur das aufgeben, was niemals wirklich war“ (L322). Die Entscheidung, die zu treffen ist: „Wir bringen freudig das Opfer der Angst“ (L323). Es bleibt einzig Liebe, opfern wir mit Freude alle Angst auf dem Altar der Wahrheit.

    (14.6.) Ein winzig kleines Opfer ist in seinen Wirkungen genau dasselbe wie die ganze Idee des Opferns.

    Hier kommt wieder das Gesetz des Geistes zum Tragen: Die winzigste verbliebene Form eines wahrgenommenen Opfers lässt den Schwan nicht mehr als vollständig erscheinen und dieser Gedanke mehrt sich, wenn über den scheinbaren Verlust gemährt wird. Ein Märchen ist kein Opfer, es ist nur eine „Geschichte des Egos“. „Wir können heute frei von Leiden sein“ (L340), denn „Urteil und Liebe sind Gegenteile. Von dem einen kommen alle Kümmernisse der Welt. Doch von dem andern kommt der Frieden GOTTES SELBST“ (L352). In jedem Opfer, das wir empfinden, verlieren wir unsere wahre und unveränderliche Identität. „Es gibt einen Frieden, den CHRISTUS uns verleiht“ (L304), doch „Wir beurteilen alle Dinge so, wie wir (unser Ego, Anm. M) sie haben möchten“ (L311).

    (14.7.) Wenn Verlust in irgendeiner Form möglich ist, dann wird GOTTES SOHN unvollständig gemacht und ist nicht er selbst.

    Entweder sind wir ein Schwan oder etwas anderes. Ein Schwan mit Entenhals ist unvollständig und nicht er selbst. Das SELBST von selbst in unserem Selbst zu erkennen, kann nicht selektiv oder partiell gelingen. Entweder sind wir die Kinder unseres Vaters oder wir sind es nicht. Erlösung ist insofern immer auch die Erinnerung an unsere vollständige und ständige Vollständigkeit. Was erfordert, die Herrschaft über unseren Geist als Entscheidungsinstanz zurückzugewinnen.

    (14.8.) Und wieder wird er sich selbst nicht erkennen noch seinen Willen wiedererkennen.

    Ohne die Herrschaft über unseren Geist in die Hand zu nehmen, ist die Entscheidungsgewalt zwischen Ego und Selbst aufgeteilt. Uns WIEDER nicht zu erkennen, könnte ein Hinweis darauf sein, nicht die erste Reise in die Zeit angetreten zu haben. Wir wollten uns schon häufiger hier erkennen, doch wir haben die Vergebung nicht als die einzige Funktion gesehen, die wir hier haben. Nehmen wir an, wir wurden vom König unseres Landes gebeten, eine winzige Kleinigkeit auf unserer Reise für IHN zu erledigen: Wir sollen die Erfahrung mitbringen, was es bedeutet, zu vergeben. Im Lande des Königs ist nämlich nichts, das zu vergeben wäre. Der König möchte die Ungerechtigkeit nicht in sein Land einladen, so schickt ER uns in ein Land, in dem scheinbare Ungerechtigkeit möglich ist, den Nutzen von Vergebung wahrzunehmen, ohne tatsächliche Gründe dafür zu besitzen, wie das Ego immer wieder, recht teuer, beteuert.. Wir kamen von unseren Reisen immer mit den verschiedensten Geschenken zurück, doch niemals haben wir die einzige Gabe mitgebracht, die es im Königreich GOTTES nicht gibt. Daher: „Lasst uns die Vergebung wahrnehmen, wie sie ist“ (L134). „Niemand kann scheitern, der die Wahrheit zu erreichen sucht“ (131), es ist halt nur die Frage, wie viele Reisen wir zu unternehmen wünschen, bis wir nicht mit einem Geldschrank, Aktienpaketen, Autoschlüsseln und sonstigem wertlosem Tand zurück ins Reich unseres VATERS kommen. Was sind alle diese Geschenke wert, wenn sie nicht das sind, was wir hier für IHN zu erledigen gebeten wurden, also wirklich suchen?

    (14.9.) Er hat seinem VATER und sich selber abgeschworen und aus IHNEN beiden seinen Feind im Hass gemacht“.

    Nach vielen nutzlosen Reisen, auf denen wir den Sinn und Zweck des Aufbruchs ins Ungewisse - ob aller Ablenkungen und Nichtigkeiten vergessen wollten - ist es leichter, gar nicht mehr in das Reich unseres VATERS zurückkehren zu wollen. Wenn der König etwas (für das Ego) scheinbar Unmögliches von uns erwartet, dann ist er wohl unser Feind, meint das EGO. Wir schwören dem Sinn unserer Reise ab und geben dem Leben eine andere Funktion. „Unser sündenloser Bruder ist unser Führer zum Frieden. Unser sündiger Bruder ist unser Führer zum Schmerz. Und welchen wir zu sehen wählen, den werden wir erblicken“ (L351). Was der Reise SINN, ZWECK und NUTZEN verleiht, kann in der Anwendung dieses Gedankens erfahren werden:

    „Meine Augen, meine Zunge, meine Hände, meine Füße haben heute einen einzigen Zweck: CHRISTUS gegeben zu werden, damit ER sie verwende, um die Welt mit Wundern zu segnen“ (L353).

    Was wir von uns aus hinzufügen könnten, so wir ein Geschenk für den wartenden König suchen, das schon aus dem Land der Träume von Ungerechtigkeit auf den Weg gebracht wird, ist das Herz. Lange habe ich mich gefragt, warum das Herz in L353 nicht vorkommt. Die Antwort ist klar: Es ist eine Gabe, die wir nur aus freien Stücken hinzufügen können. Meine Version von L353 ist daher diese:

    „Meine Augen, meine Zunge, mein HERZ, meine Hände und meine Füße haben heute einen einzigen Zweck. CHRISTUS gegeben zu werden, damit ER sie verwende, um die Welt mit Wundern zu segnen“.

    „Aller Friede und alle Freude und alle Wunder, die wir geben werden, haben kein Ende, wenn wir GOTTES WORT annehmen. Warum nicht heute“ (L354)?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    Textbuch Seite 556 - 560

    Die Leitgedanken und die Lektionstexte sind offen im Netz zugänglich (Links auf Seite 20), daher sehe ich sie nunmehr als kollektives spirituelles Allgemeingut an. Und die „Gesellschaft für inneren Frieden“ hat ihre „Politik“ ohnehin geändert. So darf ich jetzt 10 statt der bisherigen 2,5 % zitieren. Der Greuthof-Verlag wollte gar nicht wissen, wo ich darüber im Internet schreibe. Wem gehören GOTTES GEDANKEN? Helen Schucman und William Thatfort, die Erstautoren, haben Ichlosigkeit bewiesen. Kenneth Wapnick, der an der Überarbeitung mitgewirkt hat, ist jedoch der einzige Autor, für den der Greuthof Verlag veröffentlichen möchte. Ob hier nicht auch wieder Ideal und Idol verwechselt werden? Naja, sie halten es nicht für möglich, dass jemand anderes den Kurs verstehen könnte. Wenn sie selbst es nicht für möglich halten, kann es für sie halt nicht möglich sein. Die Reisen durch die Gedankenwelten unseres Vaters sind jedoch frei von allen Grenzen. Wir sollten nur nicht wieder vergessen, etwas über den Nutzen von Vergebung von dieser Reise mitzubringen. Nichts anders zählt wirklich.

    Naja, ich danke dem Verlag trotzdem an dieser Stelle herzlich für seine Arbeit. Sie fixieren Ihre Hoffnung jedoch auf einen Menschen, nicht auf GOTT. Am Ende wird JEDER den Kurs verstanden haben. „Ein glücklicher Ausgang aller Dinge (und Reisen, Anm. M) ist gewiss“. Zeit spielt für die Ewigkeit keine Rolle. Wann wir dem Himmel die Erfahrung des Nutzens von Vergebung mitbringen wollen, ist unsere freie Entscheidung. Es ist nicht möglich, im Himmel einen Grund für Vergebung wahrzunehmen, ohne Illusionen einzuladen, für uns in diesem Moment wahr zu sein.

    „Die Antwort GOTTES ist irgendeine Form des Friedens. Jeder Schmerz ist geheilt, alles Elend ist ersetzt durch Freude. Alle Gefängnistüren sind geöffnet. Und jede Sünde wird lediglich als Fehler aufgefasst“ (L359).

    Heilung ist nur ein anderer Name für GOTT. Das ist und bleibt das Wesen der Heilung: Heilung ist die VERBNDUNG mit dem CHRISTUS in uns selbst. "Heute ist der heilige CHRISTUS in uns geboren" (L303). Der ganze Rest ist Illusion. "Unser heiliges SELBST wohnt in DIR, GOTTES SOHN (L266).
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  15. #515

    AW: Ein Kurs in Wundern

    15. Was ist der Zweck von Illusionen?

    (15.1.) „Illusionen dienen dem Zweck, dem zu dienen sie gemacht wurden. (15.2.) Und aus ihrem Zweck beziehen sie jegliche Bedeutung, die sie vermeintlich haben. (15.3.) GOTT hat allen Illusionen, die gemacht worden sind, einen anderen Zweck gegeben, der ein Wunder rechtfertigen würde, welche Form sie auch angenommen haben. (15.4.) In jedem Wunder liegt alle Heilung, denn GOTT hat auf sie alle als eins Antwort gegeben. (15.5.) Und das, was für IHN eins ist, muss dasselbe sein. (15.6.) Wenn du glaubst, das sei verschieden, was dasselbe ist, dann täuscht du dich nur selbst. (15.7.) Was GOTT eins nennt, wird ewig eins sein, nicht getrennt. SEIN REICH ist geeint: (15.8.) So wurde es erschaffen, und so wird es immer sein“.

    (15.1.) Illusionen dienen dem Zweck, dem zu dienen sie gemacht wurden.

    Die Illusion, nicht mehr zu sein, wie GOTT uns schuf, dient dem Zweck des Egos, sich nicht mit GOTT verbunden zu sehen. Ohne unsere selbst gewählten Illusionen wäre es für einen Schwan nicht möglich, sich für Dagobert Duck zu halten. Die Illusion, in der physischen Welt die Möglichkeit der Kommunikation mit unserem Vater verloren zu haben, dient dem Zweck, die Trennung aufrechtzuerhalten. Wir messen dem Physischen wesentlich mehr Wert bei, als dem Geist, der die Physis im Erleben durchschreitet. Die Illusion, keinen Sinn und keinen Zweck auf dieser Reise zu besitzen, außer, unsere physischen Bedürfnisse zu stillen, dient dem Zweck, die geistige Schau zu verleugnen. Wir wollen uns ganz bewusst von GOTT „abseilen“, damit wir Einsamkeit, Verlust, Veränderung und das Versagen der Kommunikation mit unserem VATER überhaupt als möglich ansehen. „GOTT geht mit uns, wohin wir auch gehen“ (L41), darum „lass unsere Welt nicht CHRISTI SICHT verschleiern“ (L304).

    (15.2.) Und aus ihrem Zweck beziehen sie jegliche Bedeutung, die sie vermeintlich haben.

    So müssen Angst, Hass, Neid, Missgunst, Rache, Vergeltung und Angriff ihre Bedeutung aus der Illusion beziehen, nicht mehr zu sein, wie GOTT uns schuf. „Lass unseren Geist nicht den Gedanken GOTTES verleugnen“ (L165), denn „DEINE Gnade ist uns gegeben. Wir erheben jetzt Anspruch auf sie“ (L168). Die Bedeutung von Schuld, Leiden, Krankheit und Tod stammt aus den Illusionen, die wir nur durch die Trennung von GOTT als wirklich empfinden können. In der vergegenwärtigten Gegenwärtigkeit ist es möglich, zu sagen: „Lass mich still sein und auf die Wahrheit hören“ (L106), denn „die Wahrheit wird alle Irrtümer in unserem Geist berichtigen“ (L107). „Der Himmel ist die Entscheidung, die wir treffen müssen“ (L138). „Die Liebe hat uns erschaffen, wie sich selbst“ (L67), daher „lass unseren Geist nicht den Gedanken GOTTES verleugnen“ (L165).

    (15.3.) GOTT hat allen Illusionen, die gemacht worden sind, einen anderen Zweck gegeben, der ein Wunder rechtfertigen würde, welche Form sie auch angenommen haben.

    Wird der Irrtum als Irrtum erkannt, ist das Wunder gerechtfertigt. Im heiligen Augenblick, in dem die Wahrheit als wahr erkannt wird, teilen wir mit CHRISTUS unseren Glauben an GOTTES SOHN und sehen SEINE Heiligkeit. „Jede Trennung verschwindet, wenn die Heiligkeit mit anderen geteilt wird. Denn Heiligkeit ist Macht, wird sie geteilt, gewinnt sie an Stärke“ (2). Da für unseren VATER die SOHNSCHAFT eins ist, hat ER auf ALLE Illusionen eine Antwort gegeben, indem sie SEINEM ungeteilten Zweck dienen. „Im heiligen Augenblick obsiegen die GESETZE GOTTES, und nur sie haben Bedeutung. […] Denn in dem Augenblick, in dem er es ablehnt gebunden zu sein, ist er nicht mehr gebunden. Im heiligen Augenblick geschieht nichts, was nicht immer war. Nur wird der Schleier, der vor die Wirklichkeit gezogen war, gelüftet. Nichts hat sich geändert. Doch stellt sich schnell das Gewahrsein der Unveränderlichkeit ein, wenn der Schleier der Zeit gelüftet wird“ (3). Hinter allen Illusionen blieb die Wahrheit unverändert und das Erkennen unserer Heiligkeit erlaubt es, GOTT hinter allen Formen der verzerrten „Entengedanken“ zu sehen, weil GOTT in unserem Geist ist. Schwäne bleiben Schwäne, auch wenn uns unsere Illusionen etwas anderes zeigten. Das Wunder, die Gesetze GOTTES sich in ihrer Anwendung entfalten zu lassen, ist wie alles in der Welt, einfach eine Idee. Was wollen wir, dass es uns gezeigt werde? Illusionen oder die Wahrheit? „Wie könnten Illusionen GOTTES SOHN befriedigen“ (L272)?


    (15.4.) In jedem Wunder liegt alle Heilung, denn GOTT hat auf sie alle als eins Antwort gegeben.

    Wenn Zeugnis für die Wahrheit der Schwäne abgelegt wird, liegt darin die Hoffnung auf Heilung der gesamten Entenpopulation. Das Gesetz des Geistes trägt zur Ausdehnung und Mehrung heilsamer Gedanken ebenso bei, wie Irrtümer und Projektionen in ihrer Anwendung an Stärke gewinnen. Jetzt kommt eine Textstelle, bei der ich anderedimension Recht geben muss, die genau diese Idee einmal ansprach: „Das (in jedem Wunder alle Heilung liegt, Anm. M) liegt daran, dass du begreifst, wie schwach auch immer, dass GOTT eine Idee ist, und somit wird dein Glaube an IHN durch Miteinanderteilen gestärkt. Was dir zu akzeptieren schwer fällt, ist die Tatsache, dass auch du eine Idee bist, ganz so wie dein VATER. Und so wie ER kannst du dich vollständig geben, gänzlich ohne Verlust und nur mit Gewinn. Hierein liegt Frieden, denn hier ist kein Konflikt“ (4). Die Gedankenwelten der „Entenhausener“ waren einfach Gedanken, die an den Verlust dessen beklagten, was niemals nicht wahr war. In der Heilung der Beziehung eines „Entengeistes“ zu GOTT liegt die ebenso die Möglichkeit zur Heilung aller „Entengeister“, denn in GOTT sind auch wir eins. „Krankheit ist nur ein anderer Name für Sünde. Heilung ist ein anderer Name für GOTT. Das Wunder ist somit ein Ruf an IHN“ (L355). Warum sollte unser VATER seinem SOHN nicht als eins antworten? „Lass mich DEINEN SOHN nicht durch Gesetze binden, die wir (als Enten, Anm. M) gemacht haben“ (L277).

    (15.5.) Und das, was für IHN eins ist, muss dasselbe sein.

    Wenn Heilung für GOTT eins ist, warum sollten wir dasselbe als verschieden voneinander ansehen? Die Sohnschaft ist eins und es gibt darin keine selektive Heilung. „GOTT möchte, dass sie von ihrer Krankheit befreit und SEINEM GEIST zurückgegeben werden. ER wird deine Macht, ihnen zu helfen, nicht begrenzen, weil ER sie dir verliehen hat“ (5). Was eins ist, muss eins bleiben. „Erinnere dich: Es spielt keine Rolle, wo in der Sohnschaft ER angenommen wird. ER wird immer für alle angenommen, und wenn dein Geist IHN empfängt, erwacht die Erinnerung an IHN überall in der SOHNSCHAFT. Heile deinen Bruder einfach dadurch, dass du GOTT für sie annimmst. Euer Geist ist nicht voneinander getrennt, und GOTT hat nur einen Kanal für die Heilung, weil ER nur einen SOHN hat. Die KOMMUNIKATIONSVERBINDUNG, die zwischen GOTT und allen SEINEN Kindern weiterhin besteht, verbindet sie miteinander und mit IHM. Sich dessen bewusst zu sein heißt, sie zu heilen, weil es das Gewahrsein ist, dass niemand getrennt und deshalb niemand krank ist“ (6).

    Für GOTT sind wir nicht krank, wir sind einfach Schwäne, die glauben, Enten zu sein. Würde GOTT jedoch eingreifen, würde sich GOTT in SEINEM SOHN SELBST angreifen und die Illusion von Krankheit wahrnehmen und damit wahr machen. Krankheit hat für GOTT keine Bedeutung, weil ER Vollkommenheit erschuf. Eingreifen würde bedeuten, dem Ego in den Wahnsinn (der Veränderung der Unveränderlichkeit) zu folgen. Damit würde GOTT sich SELBST verleugnen.

    (15.6.) Wenn du glaubst, das sei verschieden, was dasselbe ist, dann täuscht du dich nur selbst.

    Die SOHNSCHAFT ist eins. Die Entenhausener Bevölkerung sieht in dem, was eins ist, Unterschiede. Die Verleugnung GOTTES, und damit die Verleugnung des Lebens, macht erst scheinbar ein „Gegenteil“ in unserer Wahrnehmung wahr und sieht Unterschiede, wo keine sind. Die Verleugnung ersetzt, was ist, durch das, was nicht da ist. Die Vergebung ersetzt das, was nicht ist, durch das, was immer eins blieb. Unsere gewählte Täuschung ersetzt, was eins ist, durch (wahrgenommene Realitäten von) Verschiedenheit. „Du kannst nicht tun, was GOTT nicht beabsichtigt hat, weil, was ER nicht beabsichtigt hat, nicht (in der Wirklichkeit GOTTES) geschieht. Verlust, Veränderung, Verschiedenheit und das angebliche Versagen unserer göttlichen Vollkommenheit wahrzunehmen, erzeugt die Wahrnehmung einer Realität, die jedoch von der WIRKLICHKEIT GOTTES abweichen würde und daher nur eine Täuschung sein kann. Im folgenden Zitat spricht unser älterer Bruder wieder in direkter Rede zu uns. Daher einige wesentliche Aspekte der Heilung im jeweiligen Original:

    „Wenn ein Bruder krank ist, liegt das daran, dass er nicht um Frieden bittet und daher nicht erkennt, dass er ihn hat. Den Frieden anzunehmen, heißt die Illusion leugnen und Krankheit ist eine Illusion (von Realität [einer Entenwelt] in unserem Geist, Anm. M). Doch jeder GOTTESSOHN hat die Macht, Illusionen überall im Himmelreich zu leugnen, einfach dadurch, dass er sie in sich selber voll und ganz leugnet. Ich kann dich heilen, weil ich dich erkenne. Ich erkenne deinen Wert für dich, und dieser Wert ist es, der dich ganz macht. Ein ganzer Geist kennt keinen Götzendienst und keine miteinander in Konflikt stehenden Gesetze. Ich werde dich einfach dadurch heilen, dass ich nur eine Botschaft habe, und sie ist wahr. Dein Glauben an sie wird dich ganz machen, wenn du an mich glaubst. Ich bringe GOTTES Botschaft ohne Täuschung, und das wirst du lernen, indem du lernst, dass du so viel empfängst, wie du annimmst. Du könntest jetzt den Frieden für alle annehmen und ihnen vollkommene Freiheit von allen Illusionen schenken, weil du SEINE STIMME gehört hast“. (7)


    (15.7.) Was GOTT eins nennt, wird ewig eins sein, nicht getrennt.

    „Wenn GOTT nur einen SOHN hat, gibt es nur einen GOTT. Du teilst die Wirklichkeit mit IHM, weil die Wirklichkeit nicht aufgespalten ist. […] Du kannst deinen VATER nicht machen, und der (Enten-, Anm. M) VATER, den du gemacht hast, hat dich nicht gemacht“ (8). Wir können keinen Entenvater machen und der Entenvater des Egos hat uns nicht gemacht. Das folgende Zitat hat mich beim Lesen an etwas erinnert, was anderedimension einmal hinterfragt hat: „Alle Magie ist ein Versuch, das Unvereinbare miteinander zu vereinbaren. Alle Religion ist die Einsicht, dass das Unvereinbare nicht vereinbart werden kann. Krankheit und Vollkommenheit sind unvereinbar. Wenn GOTT dich vollkommen schuf, bist du vollkommen. Glaubst du, du könntest krank sein, so hast du andere Götter neben ihn gestellt. GOTT führt keinen Krieg gegen den Gott der Krankheit, den du gemacht hast, wohl aber du. Er ist das Symbol für die Entscheidung gegen GOTT, und du hast Angst vor ihm, weil er mit GOTTES WILLEN nicht vereinbar ist. Wenn du ihn angreifst, verleihst du ihm Wirklichkeit für dich. Wenn du es aber ablehnst, ihn anzubeten, in welcher Form auch immer er dir (entenhaft, Anm.) erscheinen mag, wird er ins Nichts verschwinden, aus dem er gemacht wurde“ (9).

    (15.8.) SEIN REICH ist geeint.

    GOTTES REICH ist ewig. ER ändert sein Denken über SEINE SÖHNE nicht, auch wenn sie glauben, zu Enten geworden zu sein. Die Fähigkeit, in dieser Welt die Wahrheit unseres VATERS anzunehmen, ist auf der physischen Wahrnehmungsebene das Gegenstück zum Erschaffen im Himmelreich. Zeit und Ewigkeit sind beide in unserem Geist und die Zeit ist einzig ein Mittel, die Ewigkeit wiederzuerlangen. „Gesundheit in dieser Welt ist das Gegenstück dessen, was Wert im Himmel ist“ (9)

    (15.8.) So wurde es erschaffen, und so wird es immer sein.

    „Im HIMMELREICH gibt es keine Götzendiener, sondern dort wird all das sehr gewürdigt, was GOTT erschaffen hat, aus der ruhigen Erkenntnis heraus, dass jeder Teil von IHM ist. GOTTES SOHN kennt keine Götzen (der Krankheit, Anm. M), aber er kennt seinen VATER wohl. Gesundheit in dieser Welt ist das Gegenstück dessen, was Wert im Himmel ist. Nicht mein Verdienst, sondern meine Liebe ist mein Beitrag für dich, denn du misst dir selbst keinen Wert bei. Wenn du dir keinen Wert beimisst, dann wirst du krank, der Wert aber, den ich dir gebe, kann dich heilen, weil der Wert des GOTTESSOHNES eins ist. Als ich sagte: „Meinen Frieden gebe ich euch, habe ich es auch so gemeint. Der Friede kommt von GOTT durch mich zu dir. Er ist für dich, auch wenn es sein kann, dass du nicht darum bittest“ (10).

    „Man kann die SOHNSCHAFT nicht als teilweise krank wahrnehmen, denn sie auf diese Art wahrzunehmen heißt, sie überhaupt nicht wahrzunehmen. Wenn die SOHNSCHAFT eins ist, ist sie in jeder Hinsicht eins. Einssein lässt sich nicht aufspalten. Wenn du andere Götter wahrnimmst, ist dein Geist gespalten, und du wirst nicht fähig sein, die Spaltung zu begrenzen, weil sie das Zeichen dafür ist, dass du einen Teil deines Geistes aus GOTTES WILLEN entfernt hast. Das bedeutet, dass er außer Kontrolle ist. Außer Kontrolle sein heißt, ohne Vernunft sein, und dann wird der Geist in der Tat unvernünftig. Dadurch, dass du den Geist falsch definierst, nimmst du ihn als falsch funktionierend wahr“ (11).

    „Wenn du den Schutz GOTTES erlebt hast, wird es unvorstellbar, Götzen zu machen. Es gibt keine fremden Bilder in GOTTES GEIST, und was nicht in SEINEM GEIST ist, kann nicht in deinem sein, weil ihr eines Geistes seid und dieser Geist IHM gehört. Es ist der deine, weil er IHM gehört, denn für IHN heißt besitzen miteinander teilen. Und wenn das für IHN gilt, so gilt es auch für dich. GOTTES Definitionen sind SEINE GESETZE, denn durch sie hat ER das Universum als das erschaffen, was es ist. Die falschen Götter, die du zwischen dich und deine Wirklichkeit zu stellen suchst, berühren die Wahrheit in keiner Weise. Der Frieden ist dein, weil GOTT dich erschaffen hat. Und ER hat nichts anderes erschaffen“ (12).

    SEIN REICH ist geeint und ewig. Heilung ist es, die Bereitwilligkeit zu bekunden, nur das EWIGE anzunehmen. Krankheit ist ein Götze, den wir neben GOTT stellen, sein scheinbares Versagen abzubilden. Heilung ist nur ein anderer NAME für GOTT.

    Die Gesetze des Geistes (Kap.7:III) :
    https://www.youtube.com/watch?v=_8-n4gvafVo

    Vergebung und Heilung (Kap.17:I)
    https://www.youtube.com/watch?v=QpQK...CzPxZ&index=43

    Hab heute vom Wesen der Heilung geträumt und im Traum hatte ich "es verstanden". Beim Aufwachen war es klar wie Kloßbrühe. In meinem gewöhnlichen Entengeist ist es nicht so leicht "vrfügbar". Leider fehlt das Kapitel 10 "Die Götzen der Krankheit" in den Hörbüchern. Auch daher der Rückfall in die Zitate. Die direkte Rede CHRISTI ist nicht zu ersetzen. Im Wachzustand dieses Traumes ist mir leider noch unverständlich, was mir im Träumen der Traums ganz klar erschien. Im Wachzustand habe ich wohl immer noch eine partielle SELBST-Amnesie. Wir lernen zumindest auch in unseren Träumen...

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 556 – 560
    (2) Textbuch Seite 315
    (3) Ebd.
    (4) Ebd.
    (5) Textbuch Seite 184 (Abs.1.9.)
    (6) Ebd. (Abs.2)
    (7) Textbuch Seite 186 (Abs.7, (8:1+2)
    (8) Ebd. (Abs.10)
    (9) Textbuch Seite 185 (Abs.6)
    (10) Ebd.
    (11) Textbuch Seite 187 (Abs.3)
    (12) Textbuch Seite 188 (Abs.6)
    IP

  16. #516

    AW: Ein Kurs in Wundern

    16. Was lässt uns den Tod wählen und was das Leben?

    (16.1.) „Das Wunder ruft dich nur bei deinem alten NAMEN, den du wiedererkennen wirst, weil die Wahrheit in deinem Gedächtnis ist. (16.2.) Und diesen NAMEN ruft dein Bruder an für seine und deine Befreiung. (16.3.) Der HIMMEL leuchtet auf den SOHN GOTTES. (16.4.) Verleugne ihn nicht, damit du befreit sein mögest. (16.5.) In jedem Augenblick wird der SOHN GOTTES wiedergeboren, bis er beschließt, nicht mehr zu sterben. (16.6.) In jedem Wunsch, zu verletzen, wählt er den Tod stattdessen, was sein VATER für ihn will. (16.7.) Doch jeder Augenblick bietet ihm das Leben an, weil sein VATER will, er solle leben“. (1)

    (16.1.) Das Wunder ruft dich nur bei deinem alten NAMEN, den du wiedererkennen wirst, weil die Wahrheit in deinem Gedächtnis ist.

    Wunder könnten als die Antwort des Vaters auf die Verleugnung SEINER Wahrheit betrachtet werden. Sie sind die Rückübersetzung in den Hilferuf nach Liebe, den das Symbol von Krankheit darstellen sollte. Unsere Funktion ist es, die Verleugnung der Wahrheit, die in unserem Gedächtnis ist, zu verleugnen. Wenn Krankheit die Trennung von GOTT durch Verleugnung ist, ist die Entscheidung, sich in heilender Absicht zu verbinden, der erste Schritt in die Einsicht, was in Wahrheit unser Wille ist. Der Name GOTTES ist LIEBE, das Wunder ruft nach unserem alten Namen an, und Heilung ist eine Lektion im Verstehen. Zu heilen und geheilt zu werden, bezeugt die Wahrheit, die zuvor dissoziiert worden ist. Sowohl die Verleugnung als auch die Liebe GOTTES ist total, niemals nur selektiv. So ist das Wunder ein Ruf an die Wahrheit und spricht für die Vaterschaft GOTTES. Jeder heilsame Gedanke, den wir als wahr wahrnehmen, lehrt uns, dass wir die Kinder GOTTES sind. Jeder verletzende Gedanke, den wir zu denken wählen, ist unabhängig davon, wo wir ihn wahrnehmen, eine Verleugnung GOTTES und der SOHNSCHAFT.

    (16.2.) Und diesen NAMEN ruft dein Bruder an für seine und deine Befreiung.

    Wenn unser Bruder uns „Schwan“ nennt, liegt darin die Verleugnung der Verleugnung und das ist die Befreiung unseres Geistes von dem verletzenden Gedanken, ein hässliches Entlein zu sein. Werden wir liebevoll als Schwan gerufen, wird sich nicht die Ente aufmachen, diesem Ruf zu folgen. Ständig ruft uns CHRISTUS unseren alten Namen zu und ständig versucht das Ego nicht darauf zu reagieren. Wenn ein geheilter Bruder uns zuruft, auf die Wahrheit in uns selbst zu hören, sieht dieser das Licht in uns, wo wir noch Schatten des Entendaseins vermuteten. Niemand kann die Ente heilen, die den Familiennamen der Schwäne verleugnet. Die Trennung ist die Verleugnung unseres Namens und der Einheit mit der Schöpfung, die nicht gesehen werden wollte. Doch richtig gedeutet, ist unsere beharrliche Verleugnung ein sicheres Zeichen für die in uns wohnende Erkenntnis, dass die Einheit wahr ist. Und was könnte innerhalb einer göttlichen Familie als krank betrachtet werden? Der Geist der scheinbar Kranken kann sich nur selbst entscheiden, die Wahrheit als wahr wahrzunehmen. In jeder Form von Krankheit sieht unser heilsamer Bruder CHRISTUS nichts als einen Ruf nach der LIEBE GOTTES, für die es keinen Ersatz gibt. Die Heilung eines Familienangehörigen ist immer auch die Heilung unseres Selbst. Beides als eins wahrzunehmen, macht die Erinnerung an den VATER möglich.

    Heilen ist ein Zeichen dafür, dass wir keinen Teil der Familie ausklammern und Ganzheit ihre Wirkung in unserem Geist entfaltet. Heilung ist die Erinnerung an die Ganzheit in GOTT und damit die Befreiung von der Stimme, die Schwäne als Enten definiert. Heilung ist das Ergebnis einer Investition in die Wahrheit.

    (16.3.) Der HIMMEL leuchtet auf den SOHN GOTTES.

    Unser VATER hat uns weder verleugnet, noch glaubt ER, wir hätten uns verändert. Das Licht des Himmels ruft uns zur Rückkehr in das Gewahrsein des Himmelreiches auf. Heilung liegt in der Anerkennung GOTTES und der unveränderten Wirklichkeit in IHM. Das Licht des Himmels wurde von GOTT in uns gelegt. Durch die Verleugnung des Lichtes in uns kann der gegebene Funken verleugnet und verschleiert werden, doch ein kleiner Lufthauch weht die Asche fort, die wir über unser Haupt gestreut haben. Der Wind, ein himmlisches Kind, weht den Aschestaub der Vergangenheit davon und der Funke kann beginnen, als kleines Licht wahrgenommen zu werden, weil das große Licht als unsere Quelle gesehen wird. Was, dessen Quelle Licht ist, kann in Dunkelheit verweilen wollen? Der Funke wird von GOTT am Leben gehalten, weil GOTT der GEBER des LEBENS ist. In der Verleugnung des Lebens ist der Tod erst ein denkbarer Gedanke, doch kann einer Illusion keine Wahrheit verliehen werden. Wir sind das Licht, weil unser VATER das Licht ist. Wir sind das Leben, weil unser Vater uns das Leben gab. Die Autorenschaft des Vaters zu verleugnen, bedingt somit die Unterordnung unter die Knechtschaft der Götzen der Krankheit.

    (16.4.) Verleugne ihn nicht, damit du befreit sein mögest.

    „Die Rituale des Krankheitsgottes sind sonderbar und sehr anspruchsvoll. Freude ist nie gestattet, denn Depression ist das Zeichen der Treue ihm gegenüber. Depression bedeutet, dass du GOTT abgeschworen hast. Viele fürchten sich vor Gotteslästerung, ohne aber zu verstehen, was sie bedeutet. Sie merken nicht, dass GOTT zu verleugnen ihre eigene IDENTIITÄT verleugnen heißt, und in diesem Sinne ist Tod der Sünde Sold. Das ist ganz wörtlich zu verstehen. Durch die Verleugnung des Lebens wird sein Gegenteil wahrgenommen, da alle Formen der Verleugnung das, was ist, durch das ersetzen, was nicht ist. Niemand kann das wirklich tun, aber dass du meinen kannst, es tun zu können, und glaubst, du habest es getan, steht außer Zweifel“. (2)

    (16.5.) In jedem Augenblick wird der SOHN GOTTES wiedergeboren, bis er beschließt, nicht mehr zu sterben.

    „Krankheit und Tod scheinen gegen SEINEN WILLEN in den Geist von GOTTES SOHN zu dringen. Der „Angriff auf GOTT“ führt dazu, dass SEIN SOHN VATERLOS zu sein vermeinte, und aus seiner Depression heraus machte er den Gott der Depression. Das war seine Alternative zur Freude, weil er die Tatsache nicht annehmen wollte, dass er, obzwar eine Schöpfer, erschaffen worden war. Doch ist der SOHN ohne den Vater hilflos, DER allein seine Hilfe ist. Ich habe dir schon gesagt, dass du von dir aus nichts tun kannst, doch bist du nicht von dir. Wärest du das, dann wäre das, was du gemacht hast, wahr, und es gäbe für dich kein Entrinnen. Weil du dich nicht gemacht hast, brauchst du dich auch um nichts zu sorgen. Deine Götter sind nichts, weil dein VATER sie nicht erschaffen hat. Du kannst keine Schöpfer machen, die nicht sind wie dein SCHÖPFER, ebenso wenig wie ER einen SOHN hätte erschaffen können, der nicht so ist wie ER. Wenn Schöpfung Miteinanderteilen ist, dann kann sie nicht erschaffen, was nicht so ist wie sie. Sie kann nur teilen, was sie ist. Depression ist Isolation, und somit ist es gar nicht möglich, dass sie erschaffen worden ist“. (3)

    (16.6.) In jedem Wunsch, zu verletzen, wählt er den Tod stattdessen, was sein VATER für ihn will.

    Im Angriff auf GOTT im GEGENÜBER wählen wir das Gegenteil dessen, was GOTT für uns will. Wie könnte ein liebender GOTT seinen SOHN im Angriff auf das Leben unterstützen und diesen fördern? ER greift weder an noch ein, denn dies würde den Illusionen des Egos eine Wirkung verleihen, die es nicht besitzt. Im unbewussten Wunsch, im Angriff auf „Sünder“ das göttliche SELBST zu verletzen, sehen wir die „anspruchsvolle Abwehr“ des Egos gegen die Wahrheit nicht mehr. Wen wir die Wahrheit verleugnen, sind wir wahnsinnig, nicht unser VATER.

    „Möchtest du, dass ER deinen Wahnsinn teilt? GOTT wird nie aufhören, SEINEN SOHN (ALS EINS, Anm. M) zu lieben, und SEIN SOHN wird nie aufhören, IHN zu lieben. Das war die Bedingung für die Erschaffung SEINES SOHNES, die ewiglich in GOTTES GEIST festgehalten ist. Das zu erkennen, ist geistige Gesundheit. Es zu verleugnen, ist Wahnsinn. GOTT hat SICH dir bei deiner Erschaffung gegeben, und SEINE Gaben währen ewiglich. Möchtest du dich IHM verweigern“ (4) (und sterben, wenn uns das LEBEN in der Ewigkeit von der Ewigkeit gegeben worden ist)?

    Der Wunsch, zu verletzen, entsteht aus der scheinbaren Verletzung, den Tod als letzte Illusion in unserem Geist behalten zu wollen. Welcher SOHN könnte einen Schöpfer des Todes anerkennen und lieben? Niemand fragt, ob ein gütiger und liebevoller Schöpfer den Tod hätte erschaffen wollen? Wir sind geborene Schöpfer. Durch die Enttäuschung, diese Fähigkeit in der selbst gewählten Trennung von IHM, der sich uns ganz gegeben hat, wollen wir Rache an GOTT im GEGENÜBER nehmen. Wenn die Einheit GOTTES wiedererkannt wird, entlarvt sich jeder Angriffsgedanke als SELBSTVERLETZUNG. Doch in jedem Moment können wir uns auch für das LEBEN im Gegenüber und damit für das unsrige entscheiden.

    (16.7.) Doch jeder Augenblick bietet ihm das Leben an, weil sein VATER will, er solle leben.

    Der Wille des Lebens für das Leben ist Leben. Jeden Augenblick können wir nutzen, dieses anzuerkennen und durch die Verleugnung der Idee des Todes wird das Leben gewählt. „Es gibt keinen Tod. GOTTES SOHN ist frei“ (L193). In jedem Augenblich können wir diese Freiheit von der Sinnlosigkeit wählen. Sind wir in GOTT zu Hause, können wir den SINN der GESTZE GOTTES erkennen und damit unsere Schöpfungen. Der „Frust“ über den scheinbaren Verlust des schöpferischen Geistes entspringt einer grundlegenden Fehlwahrnehmung über die Zeit. Ursachen und Wirkungen werden durch die Wahrnehmung von Zeit getrennt gehalten und damit erkennen wir unsere Schöpfungen nicht. Auch und gerade, WEIL wir unsere Fehlschöpfungen des Egos ablehnen - und die „Schuld“ daran - auf andere projiziert haben. In GOTT zu Hause zu sein, heißt, im Leben angekommen zu sein.

    „Du erkennst deine Schöpfungen einfach deshalb nicht, weil du dich gegen sie entscheidest, solange dein Geist gespalten ist, und es ist unmöglich, das, was du erschaffen hast, anzugreifen. Denk aber daran, dass es für GOTT ebenso unmöglich ist. DAS GESETZ DER SCHÖPFUNG ist, dass du deine Schöpfungen liebst wie dich selbst, weil sie Teil von dir sind. Daher ist alles, was erschaffen wurde, vollkommen sicher, weil die GESETZE GOTTES es durch SEINE LIEBE schützen. Jeder Teil deines Geistes, der das nicht erkennt, hat sich selbst aus der Erkenntnis verbannt, weil er ihre Bedingungen nicht erfüllt hat. Wer könnte das getan haben außer dir? Begreife das FREUDIG, denn dies zu begreifen beinhaltet die Einsicht, dass deine Verbannung nicht von GOTT kommt und daher nicht existiert“. (5)

    Oft habe ich von Gedanken gesprochen, die einfach im Himmel undenkbar sind, die diese Verbannung bewirken. Alles, was diesen unsäglichen Gedanken unterstützt, könnte als die Religion des Egos bezeichnet werden. Alle Gedanken, die den GRUND der nicht gegenwärtigen GEGENWÄRTIGKEIT GOTTES, also eine wahrgenommene Realität bezeugen, sind zutiefst verletzend und stärken die Schnapsidee der Trennung des Lebens vom Leben. Wenn wir im Himmel Gedanken denken wollen, die dort undenkbar sind, verbannen wir uns einfach selbst aus der Gegenwärtigkeit. Nur die fehlende vergegenwärtigte Vergegenwärtigung macht uns widerwärtig.

    „Du bist in GOTT zu Hause und träumst von der Verbannung, bist aber vollkommen in der Lage, zur Wirklichkeit zu erwachen. Ist es deine Entscheidung, das zu tun? Du weißt aus eigener Erfahrung, dass du, was du in Träumen siehst, im Schlaf für wirklich hältst. Im Augenblich jedoch, in dem du aufwachst, merkst du, dass alles, was im Traum zu geschehen schien, gar nicht geschehen ist. Das findest du nicht seltsam, obschon gegen alle Gesetze dessen, wovon du erwachst, verstoßen wurde, als du schliefst. Ist es nicht möglich, dass du lediglich aus einem Traum in einen anderen gewechselt hast, ohne wirklich zu erwachen“? (6)

    Daher fehlt an dieser Stelle noch das Gesetz der Freiheit, was zwei Absätze direktes Zitieren erfordert. Ich träume ja scheinbar immer noch ein wenig davon, der Traum zu sein, nicht der Träumer…

    „Die Gesetze GOTTES werden deinen Geist in Frieden halten, weil Frieden SEIN WILLE ist und SEINE Gesetze sind erlassen, um ihn aufrechtzuerhalten. SEINE Gesetze sind die Gesetze der Freiheit, deine aber sind die Gesetze der Knechtschaft. Da Freiheit und Knechtschaft unvereinbar sind, kann man ihre Gesetze nicht zusammen verstehen. Die Gesetze GOTTES wirken sich nur zu deinem Besten aus, und es gibt keine Gesetze außer den SEINEN. Alles andere ist lediglich gesetzlos und daher chaotisch. Aber GOTT SELBST hat alles, was ER nach SEINEN Gesetzen erschaffen hat, geschützt. Alles, was nicht ihnen untersteht, existiert nicht. >>Gesetze des Chaos<< ist ein bedeutungsloser Begriff. Die Schöpfung ist vollkommen gesetzmäßig, und Chaotisches ist ohne Bedeutung, weil es ohne GOTT ist. Du hast deinen Frieden den Göttern >>gegeben<<, die du gemacht hast, aber sie sind nicht da, um ihn von dir zu nehmen, und du kannst ihn ihnen auch nicht geben.

    Es steht dir nicht frei, die Freiheit aufzugeben, sondern nur, sie zu verleugnen. Du kannst nicht tun, was GOTT nicht beabsichtigt hat, weil, was ER nicht beabsichtigt, nicht geschieht. Deine Götter bringen kein Chaos, du stattest sie mit Chaos aus und nimmst es dann von ihnen an. Das alles ist nie gewesen. Nichts außer den Gesetzen GOTTES ist jemals gewesen, und nichts als SEIN WILLE wird je sein. Du bist durch SEINE Gesetze und SEINEN WILLEN erschaffen worden, und die Art deiner Erschaffung hat dich als Schöpfer eingesetzt. Was du gemacht hast, ist deiner derart unwürdig, dass du es kaum wollen könntest, wärest du bereit, es so zu sehen, wie es ist. Du wirst gar nichts sehen. Und deine Schau wird von selbst darüber hinausblicken zu dem, was in dir und überall um dich herum ist. Die Wirklichkeit kann nicht durch die Sperren dringen, die du ihr in den Weg stellst, aber sie wird dich vollständig umfangen, sobald du dies loslässt“. (7)

    Wie gesagt, die „Gesetze“ sind weit über das Textbuch verstreut. Bin froh, wenigstens das Gesetz der Freiheit zur passenden Zeit gefunden zu haben. Wichtig war auch, die „Kindersicherung“ damit verständlicher gemacht zu haben. „Krankheit ist eine Abwehr gegen die Wahrheit“ (L136), was natürlich bedeutet: „Wenn ich geheilt bin, bin ich nicht allein geheilt“ (L137). „Die Vergebung macht dem Traum des Konfliktes hier ein Ende“ (L249).

    Krankheit loszulassen, war die Quintessenz des Heilungswissens, das gleichlautend von Bruno Gröning gelehrt wurde.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 556 – 560
    (2) Textbuch Seite 199 (Abs.1)
    (3) Textbuch Seite 190 (Abs.4)
    (4) Textbuch Seite 191 (Abs.10)
    (5) Textbuch Seite 182 (Abs.1)
    (6) Textbuch Seite 192 (Abs.2)
    (7) Textbuch Seite 188 (Abs.4,5)
    IP

  17. #517

    AW: Ein Kurs in Wundern

    17. Was ist das Kreuz mit dem Kreuz und was ist die Antwort der Liebe?

    (17.1.) In die Kreuzigung ist die Erlösung gelegt, denn Heilung wird dort nicht gebraucht, wo es keinen Schmerz gibt und kein Leiden. (17.2.) Vergebung ist die Antwort auf jedweden Angriff. (17.3.) So wird der Angriff seiner Wirkungen beraubt, und der Hass bekommt in der Liebe Namen Antwort. (17.4.) Dir, dem es gegeben wurde, den SOHN GOTTES von der Kreuzigung und der Hölle und den Tod zu erlösen, sei ewig alle Herrlichkeit. (17.5.) Denn du hast Macht, den SOHN GOTTES zu erlösen, weil sein Vater wollte, dass es so sei. (17.6.) Und in deiner Hand liegt die ganze Erlösung, um sowohl als eins angeboten wie auch empfangen zu werden.

    (17.1.) In die Kreuzigung ist die Erlösung gelegt, denn Heilung wird dort nicht gebraucht, wo es keinen Schmerz gibt und kein Leiden.

    „Nur uns selber können wir kreuzigen“ (L196). Doch darin ist die Erlösung vorhanden. Gott hat auf alle Formen unserer Kreuzigung durch uns selbst eine Antwort gegeben. Als wir uns noch nicht selbst ständig ans Kreuz nagelten, war keine Heilung notwendig. So ist die Angewohnheit, uns und andere in Schuldvorwürfen ständig erneut ans Kreuz zu nageln, das Kreuz mit dem Kreuz. Erlösung ist die Erkenntnis, dass wir „das“ gemacht haben. Auf keinen Fall will GOTT irgendjemandem irgendetwas Böses und da liegt unser ungesehener Grundkonflikt: Wir können uns nicht vertrauensvoll an GOTT wenden, solange wir glauben, wir hätten SEINEN SOHN getötet. „Das“ gelingt nur, übersieht unser Ego die Auferstehung vorsätzlich und geflissentlich. Das Kreuz mit dem Kreuz ist die Verleugnung der Auferstehung. Unser Ego hat das allergrößte Lehrbeispiel aller Zeiten missverstehen wollen. Es ist uns von CHRISTUS aufgezeigt worden, wie der Tod zu überwinden ist. So wurde die Erlösung als Antwort auf dieses Missverständnis gegeben, denn davor wurde Heilung nicht benötigt. Aus der Ego-Perspektive sind wir die Mörder des Sohnes unseres Vaters. Kein Wunder, wenn wir uns lieber als Enten sehen und damit den Fragen des Schwanendaseins entgehen. Doch mit der Verleugnung GOTTES nageln wir uns ans Kreuz. Niemand wird jedoch bestreiten, dass, einem erkannten Irrtum weiterhin zu folgen, Wahnsinn wäre.

    Gut, passend zum 17. Absatz der Gesetze der Heilung lag ich einige Tage im Krankenhaus. Drei Tage lang konnte ich hier nicht einmal mehr Wasser im Magen behalten, obwohl der Durst immer schlimmer wurde. Durch die Infusionen geht es mir jetzt wieder besser. Doch die Konfusion im Zuge der „Einsparmaßnahmen bei Impfstoffen“ herrscht dort jedoch ein einziges Chaos und ich hab mich dann auf eigene Verantwortung lieber selbst entlassen. Auf das kranke Gesundheitswesen werde ich in einem anderen Ordner eingehen. Sie wissen ja nicht, was sie tun. Daher gibt es auch hier keine Schuld, nur das Bedürfnis nach Heilung eines kranken Systems…

    (17.2.) Vergebung ist die Antwort auf jedweden Angriff.

    Verleugnung ersetzt das, was ist, durch das, was nicht da ist. Die Vergebung ersetzt das, was nicht ist, durch das, was ist. Angriff nicht kausal mit dem Fehlen von Liebe zu verknüpfen, lässt eine angemessene Antwort recht unwahrscheinlich werden. Hier wäre dann erneut die Goldene Regel der Wahrnehmung in Erinnerung zu rufen:

    „Du reagierst auf das, was du wahrnimmst, und wie du wahrnimmst, wirst du dich verhalten. Nach der Goldenen Regel der Wahrnehmung sollst du anderen das tun, was du willst, dass sie dir tun. Das bedeutet, dass die Wahrnehmung beider akkurat sein muss. Die Goldene Regel ist die Regel für angemessenes Verhalten. Du kannst dich nicht angemessen verhalten, wenn du nicht richtig wahrnimmst. Da du und dein Nächster gleichwertige Mitglieder einer Familie sind, wirst du beide so behandeln, wie du beide wahrnimmst. Du solltest von deiner eigenen Heiligkeit aus zur Heiligkeit der anderen schauen“. (2)

    Leider wird Heiligkeit im Gesundheitswesen weder gesehen, noch zur Heilung verwendet. Betriebswirtschaftliche Sachzwänge regieren und Krankheit steht im Zentrum der Suche nach Heilung. Der Mensch verkümmert zur Randgröße und doch ist Vergebung die einzige Antwort auf alle Angriffe auf die Menschlichkeit, die dort die Regel und keinesfalls die Ausnahme sind. Einige Mitpatienten waren jedoch kurz vor dem Durchdrehen und es ist einfach nur traurig, wie Betriebswirte diesen gedanklichen Inkubationskeim auf Ärzte, Schwestern und Pfleger übertragen. Die vorsätzliche Überlastung des gesamten Personals macht aus guten Vorsätzen einen Weg in die Hölle menschengemachten Elends.

    (17.3.) So wird der Angriff seiner Wirkungen beraubt, und der Hass bekommt in der Liebe Namen Antwort.

    Durch die Wahrnehmung der Heiligkeit im Gegenüber verliert jeder zuvor als „berechtigt“ angesehene Angriff „aus Verteidigung“ seine innere Bedeutung. Warum sollten wir die Heiligkeit in uns verleugnen, indem wir sie im Gegenüber verleugnen? GOTTES GABEN sind eins. Wo sie nur einem gleichwertigen Mitglied unserer Familie entzogen werden, ist auch uns unsere Heiligkeit entzogen werden. Dem Hass der nackten Zahlen im Namen der Liebe zu antworten, erlaubt der liebenden Gerechtigkeit eine Lösung zu finden, die keinen „Verlierer“ und kein „Opfer“ kennt, das ans Kreuz genagelt werden muss. Dem Hass mit Hass zu antworten, macht die Liebe zur Verliererin. Die Liebe ist der NAME GOTTES. Wird dieser Name angerufen, warum sollte in GOTTES NAMEN keine liebevolle Antwort gegeben werden?

    So haben die Kostenrechner der Krankenkassen zwar einige wenige Euros eingespart, als auf eine Billigimpfung gesetzt wurde, doch die Kosten, die die Kostenrechner damit verursacht haben, sind ungleich höher. Wie gibt die Liebe Antwort auf diesen Terror der Ökonomie? Die beste Antwort ist es, trotzdem zu gesunden. Die dümmste Antwort wäre es, sich über Schwachsinn noch zu ärgern und Schuld dort zu sehen, wo eine klare Schicksalsbelehrung gegeben wurde. Wir werden etwas aus diesem Debakel lernen.

    (17.4.) Dir, dem es gegeben wurde, den SOHN GOTTES von der Kreuzigung und der Hölle und den Tod zu erlösen, sei ewig alle Herrlichkeit.

    Es gibt nur ein LEBEN und das teilen wir mit GOTT. Die Hölle, die sich im Zimmer nebenan auftat, in dem eine „fixierte Patientin“ lag und so laut um Hilfe geschrien hat, dass es unmöglich war, dies ohne Anteilnahme (Entsetzen, Traurigkeit, Grauen) zu überhören, war eine solche Kreuzigung. Wenn die Patientin anfing, an ihrem Bettgestell zu rütteln, wurde sie ruhiggestellt. Erlösung bedeutet im Krankenhaus den Einsatz chemischer Kampfstoffe zur Sedierung. Wie Schwestern und Pfleger einen solchen Kriegseinsatz geistig unbeschadet überstehen sollen, ist mir schleierhaft und kann wieder mit dem Begriff Organisationsverschulden zusamnengefasst werden. Durch den Glauben, der Tod sei wirklich, entsteht all das vermeidbare Leid und auch hier ist die Ursache einzig in unserem Geist zu finden.

    (17.5.) Denn du hast Macht, den SOHN GOTTES zu erlösen, weil sein Vater wollte, dass es so sei.

    Dieses ganze künstliche verursachte Leiden aus Geldgier kann nicht der WILLE eines liebenden VATERS sein. Erlösung aus den Fängen der Gier kann nur im Geist gefunden werden und der HEILIGE GEIST ist das Medium zur Vermittlung und Kommunikation mit unserem VATER. Zumindest hat mein Bettnachbar vom HEILIGEN GEIST geträumt, als ich nachts meine Gedankenübungen machte. Ich träumte später von den Gesetzen der Heilung. Doch um Heilung zu geben, muss sie zuerst angenommen werden. Die einzige Art, zu heilen, ist, geheilt zu werden.

    (17.6.) Und in deiner Hand liegt die ganze Erlösung, um sowohl als eins angeboten wie auch empfangen zu werden

    Sehen wir das eine Leben als eins, macht dieser Satz Sinn und besitzt Bedeutung. Die Erlösung wartet darauf, angenommen zu werden. Wird sie in einem Teil des einen Lebens angenommen, kann der HEILIGE GEIST sie sich ausdehnen lassen. Doch dazu ist es notwendig, vollständig zu vergeben. Sehen wir uns als Teil des einen Selbst, warum sollte das Selbst die Heilung nicht als eins sehen? CHRISTUS meinte ausdrücklich, was wir für einen unserer Brüder tun, das würde an allen getan. Doch was wir einem Bruder entziehen, entziehen wir gleichsam allen.

    Wie antwortet die LIEBE auf den Hass im ungeheilten Gesundheitswesen? Sie nutzt das, was als Fehler begann und berichtigt die Ursachen im Geist, sodass die Schicksalsbelehrung einen lehrreichen Nutzen für alle Menschen entfalten kann. Wichtig ist halt, einzusehen, dass nicht wir die Berichtigung vornehmen, sondern es immer der HEILIGE GEIST ist, der die einzig verbliebene Kommunikationsverbindung zwischen den scheinbar getrennten Teilen des einen SELBSTES bildet.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 556 – 560
    (2) Textbuch Seite 10
    Geändert von Michael (01.03.18 um 05:16 Uhr)
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  18. #518
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    AW: Ein Kurs in Wundern

    Danke für Deine beharrliche und konstruktive Mitarbeit. Du warst ein Mitgestalter im besten Wortsinn. Deinem Andenken zu Ehren werde ich dafür sorgen, daß dieser Dir so wichtige Ordner für alle Zeiten den ersten Platz unter allen Wolkenstein-Forum-Ordnern innehaben wird. Mögen ihn im Laufe der nächsten Jahre weitere Tausende lesen und verinnerlichen.

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