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Thema: Umnachtung

  1. #1
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    Post Umnachtung

    Nacht.
    Fenster geöffnet.
    Der Dieselmotor eines Buses dröhnt
    mir durchs Gehirn.
    Brooooaaar.
    Automatikgetriebe.
    Gefällt mit Helden der Vorstädte.
    Dosenbier.
    Kampfhund inklusive.
    Ich schließe die Augen.
    Kein Mucks.


    Meine Seele wird in einen Wirbel gesogen,
    dreht sich,
    fällt,
    zerstiebt -
    Scherben!
    Da ist der Kern!
    Da ist die Mitternacht!
    Das ist die Zeit der Geister!
    Bewußtlose Metamorhose!
    Schwarzer Engel,
    Traumflug, Nimmerland,
    ein Häppchen Tod -
    Dunkel!


    Amseln frohlocken,
    süße Bläue lugt durchs Fenster -
    neuer Tag!
    Schwere liegt im Herzen,
    Tumbheit im Gebälk... -
    Der Dieselmotor eines Buses dröhnt
    durch selbiges.
    Automatikgetriebe.
    Weg die Geister!
    Weg der schwarze Engel!
    Weg das Dunkel!
    Du schläftst noch.
    Unschuldig und rein -
    schön!

  2. #2
    Kurzvormabschussiger
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    Umnachtung

    es kommt mir so vor, als hättest du einiges von pier paolo pasolini gelesen.
    abgesehen von einigen...na, sagen wir mal "eigenwilligen rechtschreibinterpretationen" gefällt mir das gut.
    aber wahrscheinlich, weil ich pasolini so sehr mag.
    leseempfehlung: "lichter der vorstädte".
    und: accattone
    und: amado mio
    erstmal.


    grüße


    Pamina

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Umnachtung


  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Umnachtung

    Nun ja, der Paul "halt".


    Es wird ihm nicht gelingen über das prosaisch-schnörkelnde Niveau eines Reklamats hinauszukommen.


    Großstadt, -Indianer, glutenden Asphalthitze, böse, schwarze Männer und Asphaltcowboys, die sich nach dem kühlen Blei fiebriger Wüsten sehnen.


    Wie schön, zu träumen, aber was verödetes Literaturverständnis.
    Nett verpackte Dosenwurst für den empfindlichen Magen eines überlasteten Hirnes.
    Traurig, traurig.


    Nun denn, hoch die Tassen, benebelt das Hirn, als das uns der Tod schnell ereilen möge.


    Die "Metamorhose" ist nicht ernstgemeint, oder?


    lCt.t

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Umnachtung

    Damit muß sich ein Leser auseinandersetzen. Das liest sich einfach weg, aber die Betrachtung ist hier alles. Das Ungeheuerliche in der unmittelbaren Lebenssicherheit, die Heimat doch abgeben muß. Die Bedrohung aus dem Nichts. Aber auch die Selbstbestandheit des Ich in einer feindlichen Umgebung, die nur als feindlich angenommen wird, weil der Betrachter sich mit ihr auseinandersetzen muß, um nicht zu verkümmern (?) oder vor Langweile zu vergehen.


    Ich weiß nicht, ob das tragende ästhetische Momente sein können, aber hier sind sie es.




    Was ist TUMBHEIT IM GEBÄLK? (Ich hätte da schon eine Erklärung, die ich aber nicht in diesem Text verorten möchte. Fremdkörper.)


    tt-rudi hat Paul offensichtlich gefressen, übersieht hier aber, daß es verschiedene Lebenswahrnehmungen gibt, die sich in Sprache wiederfinden können. Man sollte einen Ochsen nur daran messen, welcher Art Rindfleisch er gibt, nicht, ob er eine Algebra beherrscht. (Nur, wer ist hier der Ochse?)

  6. #6
    Mitgestalter
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    AW: Umnachtung

    MOIN!
    fehlt noch der esel.
    meine zum grippenzauber.
    hauptsache der stern.
    ich persönlich werde einer gans fröhnen.
    das geflügelte fleisch... .
    kinners euch allen wünsche ich schönes.
    besinnung.
    erfüllung der ahnung.
    nachdem ich mich in letzter zeit dem brötchenerwerb, als auch der sammlung neuen erkenntnissen widmete (...), werde ich über die tage durch die gegend reisen.
    vielleicht beim ein oder anderen anklopfen.
    oder einer. oder anderen.
    ab 10.01. wieder in hh.
    vielleicht mit neuem schreibwerkzeug.
    rutscht gut und nicht ab
    pauli

  7. #7
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: Umnachtung

    erstaunlich genug: Paminas Link funzt auch 18 Jahre später noch. "Buses" ist in der Tat allerliebst; ich versuche mich augenblicklich an einer logischen Erklärung... hm... vergebens.

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