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Thema: letzte Nacht

  1. #1
    Mitgestalter
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    Post letzte Nacht

    irgendwann is jama zeit und die is reif wie lecker apfelapfel, derjenige, welcher nicht weit vom stamm, schwester, und was kümmert uns wiederholungen oder partizipien oder daniil charms oder ritzen wir es in den baum sodann, weil noah daraus schiffchen bauen tut und, ach, h?rst du die trommeln, komm lass uns rauchenrauchen... -
    (prolog am abend, der so jung und blutig wie ein saftig steak...)


    MOIN!


    ...uiuiui,pupupuh.... -der bär, war los und leichtes kopfsirren, mag am abend gestern liegen und wo liegt der hund begraben, der ein pudel???
    relativ archiviert einstein ralativsätze, um die interpunktion zu retten - v.a. infinitive mit "um...zu" sind ihm wichtich wichtich!!!
    im gegenteil und mitnichten und neffen sei hier erlaubt, und das in aller deulichheit und keit, dass und zwar vehement deutlich, dass george bush jr., weil dem ornlich ins knie gefickt gehören und sehen vergehen ihm tut! - gehört beiläufig in die glutenkiste...
    jau, wo war ich, ach jaja, hamwa lecker musiziert, e-gitarre wimmernd, und perkussionen und abermillionen difussionen und allerhand zu tun, und wahrlich, schwester, aus einem staubsaugerrohr entliessen sich wie entlockend, was aus dem outback sonst, think y`knoffhoff watamien...
    während du bist, auch wie nachts, unsereinermeiner (ach, acht seelen wohnen acht in meiner brusticus oder proust a la marcel...?) hütet, weil ihm zu eigen und kunst zugleich, was man und frau gepflogenheit oder glimpflich laster oder seis der musen wegen, die da jauchzen und jubillilien sin schöne blumen des todes, wasweissichwarum -
    sons gehz gut!
    und geGr?sset sei die liebe voll der gnade, wie sie aus verdüstert heiterem himmel gar mich ereilte, wie die sonne den schneemann, und wie ist sie schönschönschön, weil sie immer so blickt und dann ficken wir lecker -
    hab ich mich doch hoffentlich nicht im ton vergriffen, weil doch eher dichter, denn denker oder musicus???
    und morgens in aller frühe weckt mich ein kind und uns schreit: "huaaa, huaaa, ich bin ein vampir!!!" aha, und zwischen den plastikvampirzähnen sapperts ganz ungeheuerlich, weil pawlows dog undso, und ich grinse den lieben langen und zu kurzen tag - ach, was w?r ich und rilke ohne diese n?chte???
    hier ein kleines liebäugeln mit nietzschen sein erlaubt(nätach, herr sloterdijk...), und erdreistet und sein nicht übermenschlich überdrüssig...
    ein wenig schnee fiel in altona, weil das wetter, doch schon schnabulieren die amseln und am rand lecker ein paar kroküssen... -
    haben wir geduld!
    bier is auch da und manchmal rauche ich!
    und du?
    schwester!
    a bientot und liberte est une voituire
    SMACK
    paul


    p.s.:demnäxt gibz wieder lecker knete und der fisch singt den ganzenliebenlangenundzukurzen tag und ich freu mich wie vampir... -
    und wo seid ihr denn ständig und immer auf achse?
    und altona is um die ecke, knoffhoff, und die tür is immerundimmer offen und wahrscheinlich ist musik ewig wie "black hole sun" von soundgarden oder die neubauten stürzen ein...
    oderso!

  2. #2
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: letzte Nacht

    Das freut mich ungemein, hier die zweite Ader, die den Verstand speist, irgendwie zu bemerken. Kein blutleeres Gewäsch, sondern Angriff. Attacke! Die Worte, sie sprudeln und fallen übereinander her. Das ist amüsant.

  3. #3
    Mitgestalter
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    Post Brief

    Brief




    Mutter, sie haben mir den Rausch genommen, sie kamen im Morgengrauen mit Schutzanzügen und richteten den Strahl ihrer Wasserwerfer auf mein Seelenfeuer ?


    Mutter, es hat wehr getan, als sie den tanzenden Derwisch in mir würgten und fesselten, als könnte er etwas dafür und mit Fußtritten schlugen sie auf meine Leidenschaft ein ?


    Mutter, sie vergingen sich an meinem freien Geist, sie schrieen - ha, wir bändigen, wir zähmen dich schon, nichtsnutziger!? als wäre er ein wildes Tier, ein Monster, das sie angreifen wollte ?


    Mutter, sie verbannten mich in die Ödnis der Wüste, sie saugten mir die Schönheit aus den Adern und dämpften meine Sinne, so dass ich matt und mürbe wurde und jeglichen Seinsdurst verlor ?


    Mutter, was sind das für Leute in diesen schaurigen Uniformen, mir dünkt sie haben furchtbare Angst, Angst vor allem Anderen, Angst vor allem, was sie nicht begreifen können ?


    Mutter, sie scheinen mir wie Teile einer Maschine, die immerzu funktionieren sollte, und da dies Unterfangen gänzlich zum Scheitern verurteilt brüllen sie nun herum und predigen von Liebe und von Gott ?


    Mutter, warum haben diese Leute keine Sehnsucht, keine Träume, warum ergötzen sie sich nicht an allem Schönen, sondern geben sich in Rudeln einer unnatürlichen Tumb- und Dumpfheit hin? -


    Mutter, ich verstehe ihre Gesetze nicht, ihre Regeln sind von Hass, Neid und Eifersucht geprägt, sie scheinen selbst Angst vor der Liebe zu haben, Mutter ich glaube sie haben gar Angst vor sich selbst ?


    Mutter, ich fürchte mich vor diesen Ängstlichen!

  4. #4
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    Question Brief

    oh gott, was hast du denn erlebt, paulchen?

  5. #5
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    Brief

    es trifft, ins herz und ins schwarze. wir schaffen uns unser kleines universum, in dem wir doch glücklich leben, bis ein komet in unsere athmosphäre stürzt und alles zerstört. dann sind wir nichts mehr, weder mensch noch monster, nur noch funktionierende hülle.
    und wir alle sind von solchen menschen umgeben. gestern nacht erst mußte ich das erfahren, wie traurig mich das alles macht. und du paul, du weißt es auch. aber es macht mich auch wütend, heute bin ich abgeklärter denn je, denn für diese menschen kann ich weder verständnis noch mitleid aufbringen, dafür ist mir meine kraft zu schade, dafür weiß ich, es ist es nicht wert.
    so bin ich bemüht, mir mein eigenes weltbild aufrecht zu erhalten oder gegebenenfalls zurecht zu rücken, mit dem wissen, was nicht sein darf, was sein kann und was ich tun muß, um mich UND meine mitmenschen glücklich zu machen.
    paul, ich hoffe, du verlierst dich nicht darin. ich selbst weiß, auch wenn alles bedrohlich nah um mich herumkreist, so wird es nicht mich selbst angreifen. nicht etwa, weil mein panzer so dick ist, sondern weil mein kopf die gefahr erkannt hat und sie einzuschätzen weiß.
    was macht einem denn am meistens angst? paul, du sagst es: das unbekannte, das man im schlimmsten falle selbst ist. mich erschrickt der egoismus, den manche menschen an den tag legen, die dummheit, mit der sie handeln und das nichtbeachten anderer und deren gefühle.
    was fange ich mit dieser erkenntnis an? ich ziehe das beste für mich daraus, weil ich versuche, nicht so zu sein, nicht diese fehler zu begehen und weil ich weiß, daß alles was ich tue oder sage oder nicht tue und nicht sage enormen einfluß auf die menschen hat, die mich umgeben. und da ich nun kein einsiedler bin, sind das nicht gerade wenig menschen.
    aber manchmal, genau dann nämlich, wenn man merkt, man könnte sich dabei selbst verlieren, dann muß man so egoistisch sein und nur für sich sein, um sich selbst zu schützen.


    aber was weiß ich schon...

  6. #6
    Kurzvormabschussiger
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    Brief

    Das ewige Fragen nach dem Warum - ist - ja es ist absolut sinnfrei! Mein Idealismus beschränkt sich ja auch nur noch auf meine Person. Manchmal wünsche ich mir, dass es ein Fegefeuer gibt, inszwischen weiß ich, dass sich alles rächt, sogar Dinge wie, jemandem die Vorfahrt zu nehmen.


    Wenn man das Konsequent auslebt wir man zum Arschloch für die anderen aber nicht zum Zyniker für sich selbst. Man kann oft mit einem fetten Grinsen durch die Welt stapfen und es fällt einem leichter den Lebertran herunter zu würgen...

  7. #7
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: letzte Nacht

    bizarr in seiner kraftentfaltung, aber zugleich uneindeutig in der phrasierung. ein typischer paul.

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