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Thema: in memoriam h.c. artmann

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Arrow in memoriam h.c. artmann

    12.6.1921 - 4.12.00


    aus "8 Puncte Proclamation des poetischen Actes" 1946


    Es gibt einen Satz, der unangreifbar ist, nämlich der, daß jemand Dichter sein kann, ohne jemals einen Satz gesprochen oder geschrieben zu haben."

    "des wird a Dichta" wußte seine Mutter schon während der Schwangerschaft.

  2. #2
    Kurzvormabschussiger
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    Hallo bigvogel!


    Kompliment für den Titel Deines Beitrages: "h.c. Artmann" - das ist gut!
    So unangreifbar ist der Satz aber nun auch wieder nicht. Er wird es erst durch den angefügten Ausspruch der Mutter.
    Man hätte sich ja wenigstens über die Lesart streiten können, aber so... schade!
    Ich hoffe, Du hattest nicht vor, eine Diskussion auszulösen. Das ist mit einem unangreifbaren Satz schlecht möglich...

    Thomas

  3. #3
    rodbertus
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    das war doch der mit dem colorierten menschenfresser? der mit der benimse in puncto SPRACHWITZ?


    artmann muß einer derjenigen Autoren sein, die ich erst noch entdecken muß, wie Proust oder Klaus Mann. Man könnte auch sagen, daß er mich mit seiner somnambulen Artistik nicht erreichte. Aber ihn darob sogleich in die Ecke der Setzer zu setzen, bigvogel; ich weiß nicht.


    Mach's mal ein bißchen ausführlicher, was Du meinst!

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    Hi bigvogel!


    Aus dem "in memoriam" (oder wirklich "in meroriam"?) und den Jahreszahlen entnehme ich mal versuchsweise, daß h.c. Artmann bereits verstorben ist, und der nachfolgend berichtete Gedanke der Mutter gibt einen Hinweis darauf, daß er eines Tages wohl im Begriff war, geboren zu werden. Hat er dazwischen auch irgendwann mal gelebt oder war das einfach nicht so wichtig?
    An eine Textanalyse hinsichtlich des Erzählstils und der Dramaturgie traue ich mich in diesem Fall nicht heran... So belasse ich es bei dem subjektiven Kommentar, daß ich Fragmentarisches gut leiden kann und daß mich selbst allzu Fragmentarisches zum Denken anregen könnte, sollte ich mal ein Problem damit haben.

    Gruß


    Vincent

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    artmann hat ein paarmal bei mir gepennt, als er in frankfurt war. wir hatten damals einen losen kontakt. es ging um die erste "literarische buchmesse".
    ich muß allerdings gestehen, daß sich damit unsere beziehung im wesentlichen erschöpft hatte - er hat gerade an einer übersetzung gearbeitet - er verstand sich schon damals als sprachartist. beeindruckt hat er mich ohne zweifel - zu meiner schande kann ich im moment nicht viel bringen über ihn. und die sachen, die ich von ihm hatte, find ich nüch .. aber ich such noch mal.
    (bei mir wohnten schon zu viele leute ...)


    bigvogel

  6. #6
    rodbertus
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    War einer der ganz besonderen Spinner, einer, den man liebte, weil man um ihn wußte, den man aber kaum ertragen haben dürfte länger als zwei Tage. Aber davon zehrt die Welt.


    Vielleicht versuchen wir uns an einer Hommage in Artmannscher Art?

  7. #7
    howah
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    Post AW: in memoriam h.c. artmann

    net munta worn


    Ein Gedicht von H.C. Artmann über den eigenen Tod (1958)


    heit bin i ned munta wuan
    wüu ma r unsa bendlua
    heit bin i ned munta wuan
    und i schlof
    und i schlof
    und i schlof




    und draust da schnee foed ima mea
    und de drossln dafrian und de finkn
    und de aumschln und de daum aufm doch...
    und dea schnee foed ima mea
    und er drad se
    und drad se
    und drad se
    wia a fareisz ringlschbö?
    und kumb ma beim fensta eine
    mocht ma r an bagetbon gaunz weiss fua mein bet
    wiad hecha un hecha fua mein bed
    und schded do und schaud me au
    wia r a engl med oana koadn hand...
    und i schlof
    und i schlof
    und i schlof...


    heit bin i ned munta woarn
    de bendlua schded no ima
    und dea scheeane engl schdeed do
    und schaud me au wia r e so ausgschdregta doolig
    und mei schlof is soo diaf das ma glaaweis und launxaum
    winzege schderndaln aus eis
    en de aungbram zum waxn aufaungan...

  8. #8
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    Post AW: in memoriam h.c. artmann

    Meine liebsten Denkanstöße Artmannscher Konvenienz:


    a) das stumme b nach Nasalen (z.B. tumb)
    b) abecedarisch ordnen
    c) Teerosen als Pagoden der Pflanzenwelt zu bezeichnen
    d) Jasmin als prägend zu empfinden
    e) den Tagmond rechts in die Ecke des weißen Blattes zu stellen - das ist unwirklich und neumündisch
    f) den Fahnenträger als für alle daseiend zu bezeichnen
    g) als schönsten Traum eine Grille das Cello streichen zu lassen


    Und das Schönste, hier, jetzt, mein Traum 10:


    Als Wörter eines Dromedarengartens scheide man Männlein und Weiblein, treibe diese nach Westen in den Untergang, jene nach Osten ins Licht. Während des Treibens finde ich eine stille Teetrinkerin, schlafe mit ihr und zerbreche des Nachts ihre Brille. Sie weint, aber ich lasse sie sterben. Sie stirbt und mein Herz bricht entzwei. Auf der Trauerfeier reiß ich mich aus den Worten und schrei durch alle Winde der Welt meine Glückszahl zu: ZEHN.

  9. #9
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    Post AW: in memoriam h.c. artmann

    artmann ist zwar von geburt wiener, hat aber den dialekt erst später gelernt, weil ihm diese sprache ein bedürfnis war. es heißt, daß man das seiner "tinten" auch anmerkt. es ist wohl so eine art kunstdialekt.
    kann das hier jemand bestätigen? vielleicht ganz interessant, ob sowas geht ..
    howah is ja sicher mehr aufs bayrische fixiert ....

    O ihr träumer von träumen, ihr träumt nie, was ich träumte, und ich träumte nie, was ihr träumt, und ihr werdet nie träumen, was ich träumen werde, denn ich träume meine träume und ihr träumet die euren.


    H.C.Artmann


    natürlich hat er nicht nur wienerisch gedichtet ...

  10. #10
    howah
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    Post AW: in memoriam h.c. artmann

    Und niemand sagt etwas zu dem Gedicht? Rührt das nur mich an?


    In der Tat, Bigvogel, bin ich mehr mit dem Bayerischen vertraut als mit dem Wienerischen. Aber es gibt da viele Gemeinsamkeiten, meint auch Schmeller. Ich habe einige mir gerade zugängliche Quellen durchforstet, einen Hinweis, A. habe für sich eine Kunstsprache aus dem Wienerischen gemacht, habe ich nicht gefunden, also weiß ich nicht, ob das stimmt. Vieles in obigem Gedicht klingt wie das Bayerisch der Biermösl-Blosn, und die Wellbrüder sind sicher nicht auf eine Kunstsprache aus. Andererseits könnte man provokativ fragen, ob Schreiben in im Dialekt nicht oft mindestens ein Kunstgriff ist, etwas zu vermitteln? Denke nur an jiddische Lyrik.


    Ausschnitt aus dem Nachruf von Gerhard Ruiss, IG Autorinnen Autoren
    Wien, 5.12.2000 (www.literaturhaus.at)


    "Ein Sprachschöpfer, wie kein zweiter, jeder Autor und jede Autorin kann dieses
    Prädikat für sich in Anspruch nehmen, aber für niemanden gilt es so sehr wie für H. C.
    Artmann. Wir sind tief betroffen vom Tod H.C. Artmanns, dem wir so unendlich viel an
    eigenen literarischen Arbeiten und an Motivation zur literarischen Arbeit von uns
    allen zu verdanken haben.


    Vor rund 45 Jahren ist von H. C. Artmann zum ersten Mal ein biographisch
    selbständiges Werk erschienen. 1957 wurde sein erstes Hörspiel, "interior
    fotografico", im WDR gesendet, 1958 folgte sein erstes Buch, "med ana schwoazzn
    dintn" im Salzburger Otto Müller Verlag. In den darauffolgenden 17 Jahren wurden 36
    Bücher, 8 Tonträger und 31 von H. C. Artmann übersetzte Werke in Erstausgaben
    veröffentlicht, 6 Stücke uraufgeführt und sind 7 Hörspiele und 2 Filme entstanden.


    1974 hat H. C. Artmann nach diesen 17 Jahren mit dem Großen Österreichischen
    Staatspreis für Literatur die höchste Auszeichnung der Republik Österreich
    erhalten: 100.000 Schilling oder ein Zubrot von exakt 1.111.- Schilling und 11
    Groschen für jedes seiner 90 bis dahin veröffentlichten Werke oder rund 5.880,-
    Schilling für jedes seiner 17 Schaffensjahre Rund noch einmal so viele Werke sind in
    den nächsten 25 Jahren entstanden, ohne daß die Republik Österreich eine weitere
    höchste Auszeichnung für den Lyriker, Dramatiker, Prosaschriftsteller, Übersetzer
    und Begründer der neuen Dialektdichtung in Österreich H. C. Artmann zur Verfügung
    gehabt hätte.


    Insgesamt besteht das Werk H. C. Artmanns aus rund 200 Erstveröffentlichungen in Buchform, auf Tonträgern, für die Bühne, für den Hörfunk und den Film. die Verlage für seine über 100 eigenen Bücher und über 50 Nachdichtungen waren u. a. Suhrkamp, Luchterhand, Piper, Volk & Welt, Artemis oder Diogenes in Deutschland und der Schweiz und die Verlage Jugend & Volk, der Brandstätter Verlag, der Otto Müller Verlag, der Europa Verlag und der Verlag, in dem die meisten seiner Bücher bisher erschienen sind, der Salzburger Residenz Verlag in Österreich.
    H. C. Artmann hat Moliere übersetzt, Goldoni, ebenso wie Ashford und Strindberg, hat sich mit den "Religiösen Dichtungen der Kelten" oder "Jiddischen Sprichwörtern" beschäftigt, hat Bellmann "singbar verdeutscht", Villon in den Wiener Dialekt übertragen und "hochdeutsch rückübersetzt", sich der "böhmischen Sprache" bedient, der "persischen qvatrainen", der "Überlieferungen und Mythen Lapplands", der Burenwurst, Frankensteins oder des transsylvanischen Fürsten Dracula, des Yukatekischen, "kleiner Taschenkunststücke" oder dessen "was sich im Fernen abspielt" - wie ein weiterer seiner Titel heißt - genauso wie des nächstliegenden" .

    Wochenendgrüße, Howah..

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder
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    Post AW: in memoriam h.c. artmann

    hallo, howah,
    schön, daß du so einen umfassenden Nachruf gefunden hast. ich hab sowas auch gesucht aber leider nix verwertbares gefunden. bemerkenswert ist, daß sein tod hier wenig aufsehen erregt hat, so wie auch sein werk eigentlich kaum in breiteren kreisen bekannt geworden ist. so richtig sytematisch hat er wohl auch nicht daran gearbeitet. er war sogar mehrere jahre obdachlos ... na ja, sagen wir ohne festen wohnsitz. zum dialekt meinte er, daß es so was wie eine fremdsprache für ihn sei, die er sich erst erarbeiten müsse. na ja, so schwer wirds ihm nich gefallen sein, er war ausgesprochen poliglott.
    aber ich will mich hier auch nich ansatzweise als kenner aufspielen, hab ihn seit über zwanzig jahren nich mehr gesehn.


    big

  12. #12
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    mensch, welch ungeist geht denn da um zu wien? erst jandl, dann h.c.artmann... -
    beide lernte ich im rahmen eines kursus der "schule für poesie" zu wien kennen - letztere wurde glaub gar von h.c.artmann begründet oder zumindest geleitet - blixa bargeld müsste darob mehr wissen... -
    auch ich blieb bei der suche in meinem bücherregal stecken - wahrscheinlich irgenwann irgendwem verliehen - "liebesgedichte" warens, wenn ich mich recht erinner, das kann gut sein...-

    möge ein englein sich seiner annehmen...

  13. #13
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    hi, howah,
    mit dem gedicht "net munta wuan" isses so ne sache. bis ichs mir als nichtbayer bzw. westreicher übersetzt habe, war der erste zauber großenteils verflogen. jetzt, nach zwei tagen erschließt es sich mir besser

    de aungbram zum waxn aufaungan...

    ja, es rührt an. ist der richtige ausdruck.
    sogar sehr.


    big

  14. #14
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    "wia r a engl med oana koadn hand"

    Ich habe in Oberbayern, im Dachauer Land gewohnt. Ich lebe jetzt in Niederbayern an der Grenze zu Oberösterreich, komme regelmäßig in die Wachau und ins Kamptal, kenne Wien. Habe, ach, auch meine Frau, a echde Hoizlandlerin, gefragt, aber ich komme nicht weiter.
    Ich kenne nicht jedes Seitental, aber "Boarisch" schließe ich aus. Auch wurscht, in meinen Ohren klingt's guad.
    "Wia an engerl mit ana koidn hend" Übersetzung aus Egglfing, drendahoi da doana.

  15. #15
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    in der wachau hab mal ich beim grobschmied einen köstlichen selbstgebrannten birnenschnaps erstanden, der leider inzwischen alle ist. hat mich damals sehr beeindruckt ...
    ghört nich ins forum, ich weiß, geh schon wieda!


    big (aber wirklich gut warer)

  16. #16
    howah
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    Bigvogel, ich hab's herausbekommen: Artmann hat nicht eine Kunstsprache aus dem Wienerischen geschaffen, sondern eine Schreibweise des Wienerischen, "fern von aller Sentimentalität", wie er sagte.

    Schöne Grüße und ein fröhliches (unsentimentales) Christkindl,

    Howah

  17. #17
    rodbertus
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    Im Anfang einige Rechtschreibfehler nichtartmannesker Natur, und dieser Schluß ist ja wohl grottighochsiebzehn:

    erstellt vom Verfasser des Nachrufes in der WIENER ZEITUNG: Artmanns virtuoser Umgang mit der Sprache hat Schule gemacht und das deutsche Vokabular um das im
    Zusammenhang mit so vielen jungen Dichtern oft zurecht gebrauchte Wort "artmannesk" bereichert. Artmann
    lebte nach dem Prinzip des von ihm proklamierten "Poetischen Actes", demzufolge sich Poesie nicht nur in
    Schriften, sondern in einer Lebenseinstellung manifestiert. "Wenn mir einmal nichts mehr einfällt, werde ich
    alt", sagte Artmann einmal über seine Wandlungsf?higkeit. Demzufolge starb er zu früh - denn eingefallen ist
    ihm immer noch etwas. Er war für Freunde wie Gegner die große Leitgestalt der österreichischen
    Gegenwartsdichtung und gab in der Schule für Dichtung in Wien sein Wissen an die junge Autorengeneration
    weiter. Der Verlust, den die österreichische Gegenwartsliteratur im Tod von H. C. Artmann erleidet, ist
    schmerzlich und ohne Chance auf Wiedergutmachung

    korrigiert

  18. #18
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    was baumgartner über sein verhältnis zum wiener dialekt geschrieben hat, scheint mir jedenfalls zu stimmen. und er war ein sprachgigantiker, ich sagte es schon.
    aber artmanesk - also, das scheint mir ja nun wirklich a bisserl weit herg'holt!


    big

  19. #19
    howah
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    Wenn ich mich auch nur als gelegentlicher Leser der "Wiener Zeitung" zu erkennen geben darf, ist eine fehlende Qualität hier wohl nur allzu deutlich erkennbar. Zu beliebig scheint hier alles, zu austauschbar das Gewort.


    Demzufolge starb er zu früh - denn eingefallen ist ihm immer noch etwas.

    Ach nee! Prima! Klasse! Applaus! Welch Artmannsche Eigenschaft!


    Du hast recht, der Artikel ist im Grunde grauenvoll. Ich gestehe, ihn vorher nur überflogen und ihn mit der Intention, er trüge etwas zur Diskussion bei, verlinkt zu haben. Aber einige zusätzliche Informationen weiß er ja doch noch preiszugeben.




    So laß uns hoffen, Robert, daß nicht Edwin Baumgartner auch unseren Nekrolog verfassen wird!

  20. #20
    Kurzvormabschussiger
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    ... ein freundliches Hallo in diese interessante Runde !!!


    Ich bin wirklich sehr überrascht, das ein Forum existiert, in dem ernsthaft über Literatur gesprochen und diskutiert wird. Hier gibt es noch richtige Hand- und Hirnarbeit, das ist sehr erfreulich.


    Das ich Euer Wissen nicht habe, wird Euch sicher klar sein, dennoch würde ich gerne teilnehmen, da es hier nach Interessantem nur so düftet.


    Ich glaube, ich habe einmal über Artmann in der "Zeit" gelesen. Das dürfte gut acht Jahre her sein. Es wurde über seine unnachahmliche Vortragsweise berichtet. Vor einem Jahr starb mein Grossvater. Er hinterliess mir hunderte Bücher unter anderem eines von Artmann mit eben diesem Dialekt. Wirklich ehrlich, ich fand es grausam. Ich muss dazu sagen das ich Wienerisch grundsätzlich grausam finde. Weil es für mich als Norddeutschen so unheimlich aufgesetzt und hochtrabelnd wirkt. Dagegen lass ich gern kurze Pasagen im Prosawerk "Die Sonne war ein grünnes Ei". Zeitkritsche und soziale Bemerkungen gemischt mit Empfindungen aus seiner Zeit. Aber lange, lange ist es her ...
    Ich denke, ich sollte mal wieder das Bücherregal entstauben und einen Blick hinein werfen !!!


    Leider hat der werte Herr bei mir nicht übernachtet und angetroffen in Worpswede habe ich ihn auch nicht. Um so mehr freue ich mich über die Zeitzeugen, die ich hier im kleinen und geordneten Kreise antreffen kann. Das hat wirklich mal etwas von Literatur.




    Grüsse aus dem weissen W.
    Euer
    Freund JanLeo

  21. #21
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    eine frage jan: was willst du dann mit der literatur, wenn du sie endlich hast? ist sie ein sonderbarer schmuck, den man gerne zeigt, z.b. in schlechten versen?


    dein freund
    m.rk

  22. #22
    Kurzvormabschussiger
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    ... und das letzte was ich noch zu dir sage:


    "gehe doch einfach weg und lasse diesen schönen ort, einen schönen ort sein."




    auf wiedersehen m.

  23. #23
    rodbertus
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    Ist das nun eine Hommage geworden?


    Vielleicht bekommen wir sie nicht besser hin.


    Danke, bigvogel!

  24. #24
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    hi, robert,
    ich denke schon, daß es sowas war.
    ein paar ernst zu nehmende gedanken - die eine oder andere inspiration .. inzwischen ist die leiche kalt geworden und ruht im harten wiener winterboden! wie viele andere auch seitdem.
    lassen wir den ordner hinab.


    big

  25. #25
    rodbertus
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    AW: in memoriam h.c. artmann

    Denn Art war es, einem Hund zu sagen, er sei es, Wartens Bruder.

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