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Thema: die helfenden hände

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post die helfenden hände

    die helfenden hände


    in die stille des himmels heult stählerner wind.
    schwarze engel rauschen übers rauhe land
    und werfen dicke nägel in die nabel des leids.
    orange blumen blühen auf dunklem teppich,
    mit glühenden dornen daran.


    furchen der furcht
    zieh'n durch kindergesichter
    und tragen tränen:


    "mama, woher kommt dieser lärm?"
    "von sheitan, mein sohn, von sheitan."
    "wer ist sheitan, mama?"
    "amerika, mein sohn, amerika."

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: die helfenden hände

    Was ist Lyrik? Was ist ein Gedicht? Es ist Hoffnung auf Frieden in der Welt. Immer schon...

  3. #3
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: die helfenden hände

    Agit Prop

    ORANGE ist eine unbehelligte Farbe. Sie ist fremdsprachigen Ursprungs, auch fremden Selbstbewußtseins. Wir müssen ihr etwas anhängen, um sie als solche zu erdeuten.
    Sagen wir ein Wort wie FARBE.
    Dann aber gib es andere Kulturkreise, da hat ORANGE eine recht merkwürdige Bedeutung, steht für Tod und Verderben, für Entmäßigung und Falschheit, ja, ich glaube auch Falschheit.
    Und Du siehst, lieber Tobias, ein Text schreibt sich manchmal nicht so einfach, auch wenn er bewußt einfach gehalten sein sollte.


    Das möchte ich hier zu bedenken geben.

  4. #4
    Laisa
    Laufkundschaft

    AW: die helfenden hände

    "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!"

    Der Text nimmt sich sehr ernst, zuviel des gut Gemeinten, zuviel Tüll. "Nabel des Leids" oder "Furchen der Furcht", tut mir Leid, da richten sich manchem die Nackenhaare auf.
    Frage überhaupt: Mit welcher Attitüde prangert man Unrecht an?
    Nichts für ungut, Hunde, die bellen, beißen nicht!

    Laisa


    P.S.: Je länger mir diese Thematik durch den Kopf geht, kommt wieder eine schleichende Scham in mir auf. Wie muss es aus den Augen der Opfer aussehen: die vielen wohlgenährten, gut gekleideten Korrespondenten, Journalisten, Intellektuelle, ein ganzer Hofstaat westlicher Ehrgeizlinge, Abenteurer, Schaulustiger, die sich schadlos an "Life-Schauplätzen" tummeln, sich auf das Elend in der Welt stürzen, um brillant und geistreich gegen dieses Unrecht zu wetteifern

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: die helfenden hände

    Laisa,


    es wäre nicht schlecht, wenn du deine arroganz auf die kritik an dem text beschränken würdest. der text ist schlecht, es ist nicht mein erster schlechter text. übrigens ist er nicht neu. er ist vor dem afghanistan-krieg entstanden. er passt zur jetzigen situation und er wird auch in den folgenden kriegen gegen syrien und iran passen. dies soll keine entschuldigung für den text sein.


    kritisiere meinen text, nicht mich. du kennst mich nicht. ich will weder geistreich oder sonst irgendwas sein. das würdest du wissen, wenn du hier öfters lesen würdest und nich blind irgendwelche oberflächlichen parolen in die runde zu werfen.


    und: ich habe weder diesen krieg noch irgendeinen anderen begonnen!


    ich kann in meiner kleinen reichweite nun mal nichts tun, als zu protestieren. besser als nichts zu tun. selbst mit schlechten texten, du eingebildete pute!


    robert und uis, ich danke für eure kritik. ich werde in zukunft die hoffnung, die auch ich habe, mehr heraushebn.


    ohnmächtige grüße


    tobias

  6. #6
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: die helfenden hände

    Lieber Tobias,
    grundsätzlich ist jeder Text ein Text gegen etwas und für etwas. Jedes Schreiben aus dem Antrieb eines Ideals und nicht aus einer Ideologie heraus ist Kultur und entfernt Menschen von der Unkultur des Hassens und des Krieges.
    Ob ein Text gut oder schlecht ist, sei dahingestellt, wenn die Absicht eine gute ist.
    Ich weiß, dass diese Gedanken schon wieder Anlass zu neuen Zeilen geben können und dass sie einmal mehr auch als Provokation in einem andern Sinne aufgefasst werden könnten.
    Allerdings frag ich mich, lieber Tobias, was Dich geritten hat, gleich so heftig auf die gute Laisa einzugehen. Das stört mich und ich nehme es in diesem Forum etwas befremdet auf. Wenn Ihr Euch fetzen wollt, dann tut das in Spruchreif, da habt Ihr mit Hannemann einen fetzungserfahrenen Moderator.


    herzlichst uis

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: die helfenden hände

    >und nicht aus einer Ideologie


    kam das so rüber? na ja. nein, ich will mich nicht fetzen. schon allein aus mangelndem antrieb.


    bye
    tobias

  8. #8
    Laisa
    Laufkundschaft

    AW: die helfenden hände

    Lieber Tobias, (auch wenn Dir meine Anrede wie reiner Zynismus vorkommen muss,)


    ich muss erkennen, wie tief ich Dich verletzt habe. Das war nie meine Absicht! Ich bin zu weit gegangen, und das kann ich jetzt nicht mehr ungeschehen machen. Ich hätte es vorhersehen müssen, dass Du nach meiner unsensiblen Kritik an Deinem Text auch den Nachsatz (P.S.) auf Deine Person beziehen musst. Jetzt bereue ich es bitter, diese nachträglichen Gedanken an dieser Stelle ausgesprochen zu haben. Ich kann Dir nur sagen, dass diese Worte, mit denen ich meine offene Verachtung über dieses Medienspektakel "Irakkrieg" ausdrücken wollte, man kann es schon fast "Festspiele" nennen, dass dies nicht auf Dich bezogen war!!! Es war eine unglückliche Gedankenkette.
    Ich hatte durchaus darüber nachgedacht, ich hatte die Frage ja in den Raum gestellt: wie artikuliert man mit Anstand als Erste-Welt-Bürger Protest gegen Unrecht, für welches man selbst kollektiv mit verantwortlich zeichnet? Ab der Kritik an Deinen beiden Textbeispielen verselbständigte sich der Gedankenfluss und ich nutzte so wie Du dieses Forum, um meine politischen Fragen und meine Meinungen zu äußern.


    Bitte glaube mir, dass mir Deine Kränkung näher geht, als Du es mir zutraust! Auch Du kennst mich nicht. Ich werde in dieser Rubrik nicht mehr so unverschämt und unsensibel meine Meinung sagen, versprochen! Ich halte mich auch nicht als das Maß aller Dinge! O.K.?


    Laisa

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: die helfenden hände

    Liebe Laisa,


    ich selbst habe eingesehen, daß deine Nachbemerkung nicht auf mich bezogen war. Ich habe übertrieben reagiert, gereizt. Meine Nerven lagen gestern auch blank, nachdem ich von den weiteren Drohungen der USA hörte. Das war nicht deine Schuld. Es war ungerecht diese Wut an dir auszulassen. Ich hätte einfach vernünftig lesen sollen. Und ich teile deine Verachtung über dieses Medienspektakel "Irakkrieg", wobei ich mir selbst manchmal schizophren vorkomme, wenn ich atemlos diese grünen Lichter und die rasenden Panzer sehe, aber weiß, daß dort grausam gemordet wird.


    Bitte sage deine Meinung, egal wo. Es war einfach ein Mißverständniss und eine Überreaktion. Das tut mir leid und ich entschuldige mich dafür. Ich hoffe, wir werden noch einigen Austausch in diesem Forum haben.


    Liebe Grüße
    Tobias

  10. #10
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: die helfenden hände

    tobias nimmt hier ereignisse vorweg, 2003!, die in naher zukunft geschehen werden. der nächste krieg wird sich in syrien ereignen. man bereitet ihn gerade vor. daß die mehrzahl der syrer ihren herrscher möchte... egal, er paßt nicht ins raster der weltordnung. also muß er weg und durch einen leichter lenkbaren ersetzt werden. das mittel? waffen, spezialisten, geld für die opposition, die nichts anderes zu tun hat als die krise zu verschärfen. und so bekämpfen am ende die einen die anderen, beide unmoralisch handelnd. aber wenn die mehrheit ihren präsidenten will, dann gibt es nur zwei möglichkeiten für ihn:

    a) er teilt, um blutvergießen zu verhindern, das land und gibt seinen gegnern ihren teil;
    b) er vernichtet seine gegner, sofern sie nicht verhandeln wollen.


    für beide methoden hätte er ein demokratisches mandat, da ja die mehrheit hinter ihm zu stehen scheint. ein moralisches mittel allerdings kann nur die politische, die friedliche lösung sein. doch dünkt mich, daß es hier zu wenige helfende hände gibt, die darauf wirken. die zeichen stehen auf krieg, bürgerkrieg oder intervention.

    ich kann für uns deutsche bloß hoffen, daß wir uns raushalten und nur eines verkünden: wir machen einen krieg nicht mit.

  11. #11
    Kurzvormabschussiger
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    AW: die helfenden hände

    Ich finde den Text garnicht schlecht. die Atmosphäre ist etwas düsterer, aber die Kontraste zwischen Farben, Blumen und Dunkelheit gefallen mir. Ich hätte mir gewünscht, dass der Text noch ein paar Zeilen mehr gehabt hätte, da er wirklich gut ist.

  12. #12
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: die helfenden hände

    nun, wir haben uns nicht herausgehalten. sehr dumm.

    der text besitzt schon eine eindringliche virulenz, die ihre kraft aus dem faktischen gewinnt. das ist agit prop, sicherlich, aber die moralische keule wird nicht geschwungen; allerdings denke ich sie mit. das sollte mir zud enken geben, bedeutet aber auch, daß ich nicht der einzige, bei dem das passiert.

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