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Thema: Der Duft unserer Worte

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Der Duft unserer Worte

    Der Duft unserer Worte


    Die Luft riecht nach Kaffee
    Und nach Gespräch.
    Der Stuhl gegenüber - das Kissen noch warm -
    Will Vorwürfe machen.
    Wie konntest du ihn gehen lassen?
    Ich rücke ihn gerade
    Und wische den Tisch mit einem Lächeln.
    Die Worte purzeln auf den Boden,
    Wo sie mein Kater vor sich her treibt.
    Bald werden sie ins Dunkel
    Unter dem Schrank verschwinden
    Bis zum Frühjahrsputz.


    Wie sie dann wohl riechen werden?

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Der Duft unserer Worte

    Verstaubt, denn was kümmert Dich Dein Spruch von Gestern. Ja, selbst die großen Worte toter Dichter sind nur Momentaufnahmen persönlicher Erfahrungen, somit Vergangenheit. Sorge und lebe für Deine eigene Zukunft und nicht für einen leeren Stuhl, der Dir gegenüber.


    Mann, habe ich wieder starke Sätze. Manchmal wundere ich mich über mich selbst. Und dann wollte ich noch sagen, daß mir Obiges gefällt.

  3. #3
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Der Duft unserer Worte

    Schlecht.
    Da ist nichts, nicht einmal die SUBJEKTIVE AHNUNG eines subjektiven Vorgangs. Selbst die Katze ist nur ein Vehikel für lyrisches understatement. Ab in die Tonne damit!

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    0

    AW: Der Duft unserer Worte

    Ich finde es gut, da es mich bewegte.


    "Kunst ist eine menschliche Tätigkeit, die darin besteht, daß ein Mensch durch bestimmte Zeichen anderen die von ihm empfundenen Gefühle bewußt mitteilt und daß andere Menschen von diesen Gefühlen angesteckt werden und sie erleben." (Leo Tolstoi)


    Bei mir (und von wem sollte ich sonst reden, oder ausgehen??) stimmt dieses zu.

    Liebe Grüße

    P.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Der Duft unserer Worte

    Nun, Rodbertus, wohin damit, lass meine Sorge sein. In die Tonne sicher nicht. Erst einmal sind die Worte hier gut aufgehoben, inspirierten sie Hannig doch zu solch starken Sätzen, dass er sich einmal mehr über sich wundern konnte. Zweitens bewegten sie P. zu einem Tolstoi-Zitat, das doch Aufnahme in unseren Ordner "Was ist Kunst" finden sollte.
    Und drittens sind sie Beispiel, wie es endet, wenn ich eigentlich vor hatte einen Prosatext zu schreiben. Daher wohl das lyrische understatement...

    Danke fürs Lesen an euch Drei
    und lieben Gruß von


    Trist

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