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Thema: Winter meiner Gefühle

  1. #1
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    Laufkundschaft

    Post Winter meiner Gefühle

    Zurück am Ort
    ihres langsamen Sterbens
    suchte ich
    vergossene Tränen
    und dachte,
    der Schnee wäre schwarz.


    Doch der Schnee
    war weiß
    wie eh und je.
    Und auch der Pfarrer
    tropfte sein Öl
    nur aus Gewohnheit
    auf den nächsten Körper.

  2. #2
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Winter meiner Gefühle

    gar nicht übel, ein wenig kurz und apodiktisch vielleicht, so widerspruchslos, Widerspruch nicht duldend


    zwei Strophen dazu und einen Reim ins Zentrum, dann wird das ein Gedicht mit Buchten

  3. #3
    Suche
    Laufkundschaft

    AW: Winter meiner Gefühle

    "Gar nicht übel...", wer spricht? Ein Wiederhersteller nur in geringen Teilen erhaltener Kulturdenkmäler? Gut, doch ich erachte meine winterlichen Gefühle als ein geschlossenes Ganzes, durchschaubar dem, der denkt.
    Dennoch Dank für die Antwort. Vielleicht versuche ich es ein weiteres und ein weiteres Mal, bevor ich mich und mit entscheide.

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    Beiträge
    110
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Winter meiner Gefühle

    suche....
    dein name ist programm..... suche nicht,finde! gebe nichts um kritiken derer,die noch weniger empfinden,als sie denken.
    ein thor ist der,der die qualität nach dem wohlwollen anderer bemisst.es muß stimmig sein. und zwar für dich. und niemanden sonst.scheiß auf die nun folgenden kommentare wie:"wer veröffentlicht,muß auch dem leser näherbringen" der leser selektiert.du lieferst die häppchen und sie können selbst entscheiden,ob sie?s verdauen wollen oder nicht. so einfach ist das.peng.aus.

    gruß.....dechariot

  5. #5
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Winter meiner Gefühle

    Ich rätsle Worte. Honigmund sucht Weichgeteiltes. Härtere Gaumen sprechen von Wohllaut. Ich von Gemeinheit.


    Das LANGSAME STERBEN, es verdiente mehr Aufmerksamkeit. Was Liebe ausmacht. Sie stürbt in sich, im ungesagten Wort. Trete ich mich doch. Tritt Du! Tritt, Du! Willst mich schmarrn, willst ohngefüllte Weisheit aus dem Leeren schöpfen. Vergißmeinnicht.


    Mehr Klarheit, weniger Licht.

  6. #6
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    Laufkundschaft

    AW: Winter meiner Gefühle

    Lieber Decariot (nur mit c oder ch?), ich verstehe Deine unterschwellige Mißmut nicht. Ich habe hier viel gelesen, besonders den Bauern Hans, muß zugestehen, ich könnte mich an das Klima gewöhnen. Und auch dieser Knuddelbär Robert hat es mir angetan, besitzt er doch noch den Ton heiterkeitserregender Postrealsozialisten. Ich wette, er hat kein Weib, seine krausen Gedanken auf seidigen Kissen zu glätten.


    Aufgabe für mich, lüsterne Suche, welche auch findet?

  7. #7
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Winter meiner Gefühle

    Huch, Jener röchelt! Hier geht's ja wirklich lustig zu.
    Soll ich nun tatsächlich schildern, wie grausam und langsam ein Krebs vermag zu fressen?
    Nö, nicht wirklich! Ich glaube, das kann auch Mann sich malen.

  8. #8
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Winter meiner Gefühle

    Cool! Hat noch niemand von mir behauptet, ich sei ein Postrealsozialist. Nu, dann will ich mir dieses Mäntelchen umhängen. Vielleicht kleidet es mich...


    Hm.. Ja... Ach nö! Hm, so vielleicht. Wenden wir uns, drehen uns... Hm... Ich zeig mich mal der Öffentlichkeit. (Vor meinem Spiegelbild hab ich mich immer noch erschreckt.)

  9. #9
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    Laufkundschaft

    AW: Winter meiner Gefühle

    Er kann ja grinsen!


    Königsstein, Du fliegst mir zu. Oder ich zu Dir?

  10. #10
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Winter meiner Gefühle

    Ich warte auf das LANGSAME STERBEN, auf ein paar Worte darüber, einen Verlauf quasi vorwegnehmend.


    Ein schönes Gedicht von Eckart Wenzel trägt den Vers:


    Komm! Stirb mit mir ein Stück, wenn wir uns lieben. Das behagt mir. In der Liebe gibt es wohl kein Pardon. Alles ist auf den Augenblick gemünzt, die ewige Liebe ist eine Ansammlung von Augenblicken. Oder nicht?
    Manchmal denke ich, es ist genau andersherum. Daß nämlich die Liebe der Tod des Lebens ist. Man ist angekommen. Angekommen ist wer, der stirbt, gestorben ist. Alle anderen suchen noch, reisen umher, sind mit den Gedanken bestenfalls zu 97% bei der Sache. Anders geht es auch nicht.
    Und im Tod gibt es Momente der Dauer, dünkt mich.


    Also, um auf Deinen Eingangstext zurückzukommen; ich möchte dort ein wenig mehr Masse. So einfach ist das.

  11. #11
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    AW: Winter meiner Gefühle

    Ich danke für überraschende Mühe, bin aber immer noch der Meinung, daß Schilderung eines "langsamen Sterbens" zu grell ist, die Bilder im Kopf des Lesers bevormundet. Und spielt das Gedicht, die Aufforderung des Wenzels nicht nur mit dem kleinen Tod?
    Lese ich Dich, interpretiere ich Dich, Robert, denke ich, Du bist im Moment durcheinander. DU SUCHST! Fast verzweifelnd, wägst und hoffst doch auf endgültige Erkenntnis. Wenigstens eine einzige, richtige, unumstößliche Wahrheit!


    Lies die Weisheiten vom Lande, der Bauer scheint nahe daran. Nach seinem Verständnis.

  12. #12
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Winter meiner Gefühle

    Ich weiß, daß für mich gelebt worden ist. Und ich glaube an verschiedene Dinge, schon sehr lange, und trotz eifrigsten und auch eilfertigsten Trotzes sind sie nicht aus meinem Kopf zu tilgen. Das dazu.
    Das andere sind Akzidenzien, die aber manchmal den Gedanken tragen, sich in den Vordergrund spielen zu wollen.


    In Deinem Text findet sich so eine in den Vordergrund gespielte Nebensaechlichkeit im Dasein.
    Sprachlich stört mich das WÄRE. Ich bin ein großer Freund des SEI bei Verben des Denkens, Fühlens oder Meinens, zumal, wenn der Konjunktiv dem Logischen nach zwingend sein sollte. (verwirbelt gedacht)
    Die Versaufteilung besitzt einen zu offensichtlich semantischen Aspekt. Hier könnte nachgedacht werden. Gelungen ist die Klangfärbung vor allem im drittletzten und letzten Vers. LANGSAMES STERBEN ist auch klangvoll, mit einem -st- im Attribut gefiele es mir noch besser.


    Alles in allem ist das schon ein Text, der transportabel ist. Und Du, Suche, bist Du eigengesichtig?

  13. #13
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    Laufkundschaft

    AW: Winter meiner Gefühle

    Gut, Du bist, zerrissen. Zerrissen zwischen Haben und Wollen. Das kennt Frau Dir an. Und Du glaubst. Das ist an sich nicht verkehrt, wenn Wissen nicht hilft. Binsenweisheit, Floskel, wie ich mir, so Du Dir.
    Doch Du interessierst, faszinierst - manchmal, wenn Du nicht schwafelst. Frau schwafelt nicht, fühlt Wesen-liches. Der weibliche Teil ist aber ein notwendiger, ja unentbehrlicher Teil - ich gestehe - des männlichen Geistes. Auf höheren Ebenen des Seins, wo Frau und Mann ihre Beziehungen besser begreifen, Du verstehst, strömt wechselweise Mächtiges von Geist zu Geist. Immer wird jedoch der innere Blick einer Frau klarer sein als der eines Mannes. Warum? Sie sorgt!


    In meinem Text findet sich eine in den Vordergrund gespielte Nebensächlichkeit? Hast recht und ist auch nicht wichtig. Leben mit all seinen Formen ist wichtig, Schreiben oder Malen nur Abklatsch davon... wenn auch mit einem gewissen Unterhaltungswert. Oft auch einem heiteren.
    Ein berüchtigter Film heißt "Stirb langsam!" und nicht "Stirb langsamst!".

  14. #14
    rodbertus
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    AW: Winter meiner Gefühle

    Muß ja kein Superlativ sein, der das -st- bringt. LANGSAMES STERBEN gefällt mir nicht. Schnell oder sofort, SOFORT SO FORT ist gut, da ist ein s, ein t. Das klingt noch lange nach. Stirb ein Stück ist auch ziemlich gut. Stirb langsam ist schlecht; es hat so etwas Gewolltes, Manieriertes. Das macht das -sam. Sam ist nun kein Unikat, sondern immer so ein Konstrukt des Stetigen. Je länger ich darüber nachdenke, desto verwirbelter wird das mit dem gestorbenen Leben.


    Dein Frauenbild bzw. Männerbild erheitert mich. Ich dächte bislang, ich sei antiquiert. Nu, so bin ich's offensichtlich in einem stratosphärischen Sinn. Stratosphäre hat auch ein -st-, ein rückwirkendes und ein beiläufig-einleitendes. Der Norddeutsche sagt sogar sss-traatossphäire. Klingt ziemlich geil.

  15. #15
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Winter meiner Gefühle

    Hallo Suchende,


    ein Willkommen zunächst. Die gedachte Farbe von Schnee fasziniert mich hier. Doch wer denkt, dass er schwarz sei, wird sein eh und je nicht kennen. Könntest du dieses zu Ende denken?


    Lieben Gruß von
    Trist

  16. #16
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    AW: Winter meiner Gefühle

    Für Robert, nur weil ich Praktikables nutze, bin ich noch lange nicht antiquiert. Ich, leidenschaftlich Frau, kenne meine Stärken. Die Schwächen gleichen Männer gerne aus. Erst floskelst Du, nun windest Du Dich um den Sam. Schriebe ich: "... ihres nicht enden wollenden Sterbens" träfe das nicht das geschehen. Es endete und das geschah langsam, fast unendlich langsam. Wie das Wort ersetzen? Lang dauernd oder gar trüge? Nein, der Sam hat seine Schuldigkeit getan.


    Liebe Trist, unbekannte Minerva, gleiche Frage an Dich wie früher schon gestellt. Muß ich bei einem Gedicht unbedingt eine Denkanweisung beilegen? Meine Zeilen stehen, sollten Gefühle und eigenes Denken wecken.

  17. #17
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Winter meiner Gefühle

    Du solltest Dich mit Deinem eineiigen Zwilling Hannemann mal austauschen. Ihr habt die gleiche Denke.

  18. #18
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    AW: Winter meiner Gefühle

    Kein Wunder, ist auch ein und selbe Figur. Ertappt, und ich bin froh darüber, sonst hätte die liebe Suche Dir noch Minne antragen müssen.


    Andererseits schade, wurde ich doch für einen lyrischen Erguß fast gelobt. Und außerdem habe ich mich in weiblichen Formen sauwohl gefüllt gefühlt.

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