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Thema: geschichte der untreue

  1. #26
    Totekadan
    Laufkundschaft

    AW: geschichte der untreue

    Um noch einen weiteren Aspekt hinzuzufügen: Es gibt nach Texten, die zur Kabbala gehören, jedoch nicht in eben diese hinzugefügt wurden, in denen beschrieben ist, dass Lilith die erste Vertreterin der femme fatale bzw. der dämonischen, selbstbestimmten Verführerin darstellt, die in der Romantik so populär wurde. Sie soll sich nämlich geweigert haben, beim Geschlechtsakt unter Adam zu liegen (war also ungehorsam und begehrte gegen ihren Status, der ihr als Frau zustand, auf.) Daher wurde sie auch im Mittelalter so verteufelt und die brave Eva zur perfekten Frau stilisiert.
    Und ich muß Daphne zustimmen: Ich bezeichne lilith auch nicht als untreu!

    Und zu Hannemanns Beitrag mit dem Ovidgedicht kann ich zwei Bücher nur empfehlen;
    "Liebe, Tod und Teufel" von Mario Praz (Motivgeschichte der literarischen dunklen Romantik)
    "Liebe, Tod und Wasserfrau" über Mythen des Weiblichen in der Literatur
    Beides reißerische Titel, aber gute Bücher.


    Totekadan

  2. #27
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: geschichte der untreue

    Keine Buchempfehlungen, aber -besprechungen wären nett, Totekadan. Nehmen auch Links zur Kenntnis. Danke für Deinen Beitrag. Ich muß Dich allerdings bitten, hier sorgfältiger zu arbeiten.


    Das Praz-Buch habe ich gelesen. Es ist größtenteils gräßlich, weil der Mann nicht zu Potte kömmt und die Schwarze Romantik auf Westeuropa bezieht, die Heidelberger Romantik, die Lilith eigentlich (man denke an Arnims Befasse) erst wieder dem europäischen Denken erschloß, ausklammerte. Das ist kaum zu verzeihen.
    Man stelle sich das mal vor, da schreibt einer ein Buch über die Romantik, und im ganzen Buch tauchen Namen wie Brentano, Arnim, Bachofen (doch, einmal auf Seite 298!), Schelling oder Görtz einfach nicht auf! Diese "Leute" gelten aber nun einmal (zumindest für den deutschen Kulturkreis) als diejenigen, die sich um die dunkle Seite der Romantik bemühten, weswegen sie von den Jenensern zurecht auch ausgelacht wurden. Aber das nur am Rande.


    In Praz' Buch taucht Lilith zweimal auf, einmal auf Seite 132 im Kontext der liederlichen Hure, die vor allem für junge Männer bedrohlich ist (Praz stellt sie in eine quasihistorische Wirkungsfolge mit den Harpyien, Sirenen, Scylla u.a., was hinlänglich seine Unkenntnis mythologischer Sachverhalte darlegt) und einmal auf diese Erstnennung bezogen eine Anmerkung aus einem Buch von 1914, in der ein englischer Hobbyarchaiologe namens Langdon - nix dagegen, einer von ihnen hat die Linearschrift B dechiffriert - behauptet, daß Lilith einer orientalischen Tradition entstamme. Hm!? Sie ist die Erste, sie ist die Letzte, sie ist Griechin? Wat denn nu?


    Die Juden werden sich "freuen", zu lesen, daß sie Orientalen seien, vielleicht auch Griechen, so richtig kommt das bei Praz nicht raus, denke ich.


    Das Buch ist Hannemann o.a. jedenfalls bezüglich der Lilith-Geschichte nicht zu empfehlen.

  3. #28
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post AW: geschichte der untreue

    Oft, gar so oft habe ich gehört, von entsetzt dreinschauenden neurotischen Frauen zumeist, daß die Männer die Frauen unterdrückten, daß aber bereits Lilith der blöden Kuh Eva weichen mußte, damit die Männer sich ihrer schwanzgesteuerten Überlegenheit sicher sein könnten. Sie tilgten und verdammten Lilith, um selber HERR zu sein. So, in diesem Ton etwa läuft die Argumentation.


    Neulich bekam ich Kenntnis von der Apokalypse Adams (Die Gnosis, Teil II. Stuttgart 1971, S. 21), die Teil der gnostischen Schriften ist mir begegnet. Darin stehen so einige bedeutungsschwere Sätze, die zumindest Zweifel an der Reinheit der überkommenen Vorstellung einer wie auch immer gearteten klaren Dezision der Herrschaftsformen schafft: Es gibt sie nicht, diese von den Juden und patristischen Kirchenvätern geschlagene Bresche einer männlich dominierten Welt: Die Gnostiker sahen das anders, auch die Urchristen sahen das anders. Warum es dann letztlich keine Durchsetzung eines gleichberechtigten Miteinaders gab, sondern hierarchische Vorstellungen die Oberhand gewannen, dies möchte ich jetzt nicht in einer These behaupten wollen. Ich kann mir nur vorstellen, daß die gängigen Erklärungsmuster nicht ausreichen, zumindest bestenfalls Halbwahrheiten darstellen.


    Einige Textbeispiele aus der Adam-Apokalypse sollen belegen, wie tief die Verunsicherung einfach strukturierter Pharisäer oder dogmatischer Paulus-Jünger (der ja wohl offensichtlich ein Problem mit Frauen hatte) gehen mußte, wenn sie folgendes lasen:

    • Als Gott mich geschaffen hatte aus der Erde (1.Mos., 2,7) mit deiner Mutter Eva...
    • Sie verkündete mir ein Wort einer Erkenntnis Gottes, des Ewigen.
    • Wir waren nämlich erhabener als Gott, der uns erschaffen hatte...


    Dazu ist folgendes zu bemerken: Eva ist also nicht nachgeordnet, nicht aus einer Rippe geschaffen, sondern mit Adam erschaffen worden; Eva verkündete Adam Gottes Weisheit, von einer Verführung ist keine Rede; Gott ist einmal der Ewige, einmal aber auch derjenige, der einen Demiurgen einsetzt, der die Welt erschuf. Dieser zweite Gott ist derjenige, der Eva und Adam vertreibt, weil sich Eva und Adam als dem ersten und eigentlichen Gott zugeordnetbetrachteten, Eva Adam die Wahrheit des EWIGEN Gottes, nicht des Demiurgen, verkündete, darum also der zürnende Gott des Alten Testaments (das ist der Demiurgos) Eva und Adam vertrieb, die sich unter den Schutz des ewigen Gottes (und unbekannten und unsichtbaren) stellten, nunmehr die Welt durchmaßen auf der Suche nach sich selbst und ihrer Bestimmung.


    Nunmehr dürfte klar geworden sein, wo der Hase im Pfeffer liegt,warum gnostische Schriften als häretisch verdammt wurden.


    Diese Apokalypse ist ungefähr 2000 Jahre alt, älter als jede Dogmatik.

  4. #29
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    AW: geschichte der untreue

    WAS ist denn für euch hier alle überhaupt UNTREUE? Ich konnt es nirgends definiert finden!!


    Für mich ist der Begriff vielschichtig.
    Die wahrhaftigste Definition wäre die Untreue zu sich selbst! Die Untreue gegen die eigene Moral und das eigene Bewusstsein. (Wie nun diese Moral/Bewusstsein individuell schon ausgeformt sind, ist dabei zunächst egal, da UNTREUE nur einen individuellen Maßstab für mich haben kann).


    Die Untreue zum eigenen Wort, das aber einem inneren Wort in der Gegenwart entsprechen müsste und nicht einem einmal gegebenen Wort nach außen, das unter Umständen keine wirkliche Gültigkeit mehr hat, weil sich die Umstände, Personen, Ereignisse vielleicht geändert haben.


    Die Untreue zu sich selbst oder auch die Treue zu sich selbst bedingt jedoch ein Höchstmaß an Integrität und Ehrlichkeit, weil es sonst auf Selbstbetrug hinauslaufen könnte oder als Alibi mißbraucht werden kann...


    Bevor ich mich zur sexuellen Untreue äußere,würden mich eure Begriffsdeutungen mal interessieren!! Ich habs in dem Schriftwechsel vorher nicht herauslesen können...

  5. #30
    Mutter des Hauses
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    AW: geschichte der untreue

    Das Geheimnis von Vaterland und Muttersprache ist traffic.


    Und das Kind sagt, es will "The Matrix" sehen, das muss man beachten.

  6. #31
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: geschichte der untreue

    Ich gebe zu, daß ich hier nicht verstehe, was mein verliebtes Exweib sagen möchte. Aber das habe ich noch nie. Und ich bin, glaube ich, auch ganz froh darüber.


    Ich stelle fest, daß nach Verben des Sagens, Meinens und überhaupt Kundtuns gelegentlich als Germanisten sich tarnende Arbeitsscheue den Konjunktiv verleugnen und statt dessen wohlgemuth (ich liebe aspirierte Konsonanten) im Indikativ fortfahren. Sollen sie doch, ist auch eine Form der Untreue, wenn Regeln keine Beachtung finden.

  7. #32
    Mutter des Hauses
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    AW: geschichte der untreue

    Da steht, dass der Vater sich nicht in die Gespräche der Mutter mit dem Kind einzumischen hat.

    Ach Männer..


    Knackt Nüsschen, zählt Schäfchen, und faltet
    das ganze zu Origami-Papier.


    Helle Weisheit redete aus Theodor Adornos
    Munde: Der Mythos der Aufklärung. Aufklärung ist ein Mythos.

    Erklärung:
    ich hab dazu mit meiner Freundin Silvia ein Referat gemacht, im Philosophie-Seminar.


    Wir mussten ein Thesenpapier anfertigen.


    Zur grafischen Untermalung zogen wir Linien:
    ein großes X.


    Die 2 männlichen Dozenten guckten entgeistert und verlangten ein Exemplar des Papiers.


    Man soll eben zwei Y-en (xy) kein X für ein U vormachen - das Werk von Adorno gibt es allerdings wirklich, man kann seine Ausführungen nachlesen.

    Extrakt:
    jedes vermeintliche Ergebnis aufklärerischen (wissenschaftlichen) Denkens wird sofort verallgemeinert, verabsolutiert und damit zum neuen Mythos.


    Und wenns in der Mathematik nicht mehr passt,
    erfinden sie ein Axiom, als Bindeglied.


    Ich studier halt zu lange, da macht man sich
    so seine Gedanken.
    w.

  8. #33
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: geschichte der untreue

    Bei Adorno ist das so, denke ich. Aber er ist damit kein Ungetreuer, sondern nur ein armer Wicht. Extemporierierung des Denkens.
    Es gibt sehr viele andere Beispiele für männliches Denken, möchte sogar behaupten, daß männliches Denken zumeist auf das Ganze zielt, insofern apodiktisch sein muß, aber auch weiß, daß Widerspruch Antriebsmoment sein soll. Frauen fassen Widerspruch zumeist als persönliche Anmache oder subjektive Invektive auf, jedenfalls nicht als ein Wesensbestandteil des Denkens.


    Und über diesen Schatten sublimer Wesensbestandheit des Mannes, willieh, scheinst Du mir auch nicht gesprungen zu sein.

  9. #34
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: geschichte der untreue



    Schönes Bild einer schönen Frau das.
    Ich glaube, dieses Bild ist eines der bekanntesten Liliths. Es stammt von Rossetti aus dem 19. Jhd.
    Neulich las ich in DAMALS einen Beitrag über Lilith. Untreue? Das Wort greift hier nur, wenn man bedenkt, daß jemand betrogen ward, also jemandem ein Versprechen nicht gehalten wurde. DAMALS behauptet, es sei ein jüdischer Mythos gewesen, der Lilith als erstes menschliches Wesen (vor Adam) setzte. (Ist natürlich Quatsch, weil die Juden nach Selbstaussage eines Juden namens Arthur Koestler kein Volk seien, das einen Mythos besäße, nicht einmal Märchen zustande gebracht hätte, denn den Juden war ihre Thora historische Gewißheit, nicht Überlieferung oder Stoff fürs Theater bzw. die Literatur... Aber dazu jetzt nichts.) Lilith jedenfalls war nach sumerischer oder assyrischer Vorstellung vor Adam. Sie war der Wind. Sie wollte hoch hinaus. Hybris. Sie wollte selbst Gottheit sein, wie Adam das für sich auch in Anspruch nahm, als Sohn des Demiurgen, aus Erde/Lehm gemacht. Adam aber gab, Lilith nahm. Adam schuf, Lilith machte. Das konnte nicht gutgehen, nimmt man die chose metaphysisch. Also floh Lilith in die Höhen, ließ sich treiben, um zu treiben.

    Macht? Ausflucht des Dämonischen? Mitnichten. Sie ist das Prinzip des Widerspruchs. Betrogen werden kann sie nicht. Kann das Wort Veränderung betrogen werden? Kaum. Betrogen werden kann nur, was fest ist in seinen Absichten. Das kann sich täuschen, kann Erwartungen haben, kann bei anderen von Festem ausgehen - wenn dieses aber nicht ist, dann findet sich ein Wort wie Betrug schnell. Adam nun war tumb, festgewurzelt, unnachgiebig und wahrscheinlich auch recht hartherzig. Ein rechter Mann, mögen jetzt dußlige Weibspersonen denken - und, habt ihr euch dabei ertappt, wie ihr es dachtet? -, derweil stand Adam eben am Anfang eines zu sich zu kommenden Menschengeschlechts. Lilith dagegen hatte nie etwas anderes im Sinn, als Gegebenes zu verändern, das Prinzip des Windes eben. Entwicklung selbst ausgeschlossen.

    Nehmen wir Lilith also als ein fleischgewordenes Prinzip wie Kälte, Hitze, Feuchtes, Gerades oder Rundes... Mehr ist da nicht.

  10. #35
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: geschichte der untreue

    no, und das ist nicht wenig. lilith ist eine der starken frauen der sektion mit hebäischem hintergrund wie miriam, ruth, deborah, jael, ester und wie die ganzen schwestern heißen.

    und chef merke: lass den köstler kröten küssen. und lies das AT. da tun sich sogar die texte des wolkenstein im direkten leistungsvergleich schwer!

    lilith finde ich wesentlich spannender als die brav-gehorsam-dämliche eva der katholischen fraktion. meine empfehlung: schnaxeln nur mit lillith, nicht mit eva!

    aber hübsches bild, chef!

  11. #36
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    AW: geschichte der untreue

    es ist doch ganz einfach: lilith ist die frau, die freude macht, während eva die frau ist, die den mann spiegelt in all seinen unzulänglichkeiten. feig, wie er ist, spricht er aber von "verführung" und disloziert die imputabilität.
    mathematisch gesprochen haben wir die beiden teilungspunkte einer strecke: der innere, kommensurable, ist eva. der äußere, inkommensurabel nur auf den ersten blick, ist lilith. sie liegt nicht auf der strecke. aber sie und adam können den abarischen punkt finden, in dem keine schwerkraft herrscht. sie ist es, die adam zum pionier macht, die bewegung schafft, ganz recht.

    das wort untreue will verbieten, was nicht verboten werden kann. die mathematischen gesetze gelten immer und überall. es stimmt auch inhaltlich nicht, das wort. adam nimmt eva überall mit hin, auch zu lilith. diese erweitert auch ihre schwester, im selben maße, wie sie adam erweitert. indem adam sich selbst treu ist und eben nicht feige, ist er beiden frauen treu. der, die anteil an ihm hat, und der, die ihn größer und weiter macht. und jede frau ist sich treu. weder verführt sie, noch ist sie eine dumme pute. und das eigentliche geheimnis ist, dass jede frau zugleich beide frauen ist, nur einem anderen adam jeweils. dem einen gehört sie an, den anderen erweitert sie und macht ihn größer. vielleicht sehen sie jetzt selbst, wie unangemessen hier die vokabeln von treue und untreue sind.

    alles übrige zu diesem thema sind angstgeborene auslegungen. beziehungsangst wie verlustangst. menschlich.

    das gleiche gilt natürlich invers für adam, damian. der nachts ans fenster kommt, während adam müde vom vollzug schnarcht und eva in den hals beißt.

  12. #37
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: geschichte der untreue

    daß die frauen in der weltgeschichte in einer rolle lebten, die ihnen paßte, erhellt folgende von polybios (II, 20) überlieferte episode (schnurre) aus alten römischen tagen:

    der alte senator papirius hat nach altem recht seinen minderjährigen sohn mit in die ratsversammlung genommen. man diskutierte, konnte sich aber nicht einigen. die sitzung wurde vertagt und allen beteiligten stillschweigen auferlegt. die mutter des kleinen allerdings wollte wissen, worüber im senat gesprochen wurde und fragte ihren sohn zu hause aus. der gewitzte knabe, in die ecke gedrängt, erzählte, es sei darüber beraten worden, ob in zukunft der mann zwei frauen oder die frau zwei männer heiraten dürfe. die mutter, baß erschrocken, erzählte die neuigkeiten ihren freundinnen. die rotteten sich vor der nächsten sitzung des senats zusammen und stürmten hinein. sie beschworen unter tränen die senatoren, sie mögen doch lieber gestatten, daß eine frau zwei männer als daß ein mann zwei frauen nehmen dürfe. die frauen beruhigten sich erst, als papirius den irrtum aufklärte.
    der senat verbot daraufhin die anwesenheit von minderjährigen bei seinen sitzungen. der junge papirius allerdings durfte bleiben. (wie die sachfrage entschieden wurde, ist nicht bekannt. )



    bei allem witz, den diese geschichte besitzt, zeigt sie doch deutlich, daß
    1. die frauen, wenn sie wollen, sich in politische angelegenheiten durchaus einmischen;
    2. die römer witz besaßen und
    3. kindermund nicht immer wahrheit kund tut.

  13. #38
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    Post AW: geschichte der untreue

    In der Kabbala, was wörtlich Überlieferung bedeutet, wird das Symbol des Lebensbaumes für die Darstellung der Kräfte verwendet, aus denen alles im Universum entstand. Um die Vorstellung von M.vs.P. etwas zu harmonisieren, wie Paul unter "Gott ist tot" anmahnt und den sterbenden Schwänen die dunkle Nacht der Seele zu erklären, die Überleitung zur Kabbala und damit zurück zu Hermes, dem Götterboten.


    Hermes Trismegistos, der dreifach Große, erkannte die Lehren aller 3 großen Einweihungssysteme und führte sie auf den "Smaragdtafeln" zusammen. Vor der Inquisition kursierte dieses "alte Wissen" in Europa, und die Hexenverbrennungen könnten in drei anderen Zusammenhängen neu betrachtet werden:



    1. Es ging um die Unterbindung der Verbreitung bestimmter Wissensinhalte. Wie auch heute noch.
    2. Es ging auch um bestimmte Wesen, die, von uns geschaffen, Fluch oder Segen sein konnten und könnten. Je nachdem, ob der Kreis geschlossen oder offen. These: Die Inquisition verfolgte die weibliche Urkraft, die, durch spezifische Information daran erinnert, zu Dingen in der Lage war, die wir heute nicht mehr nachvollziehen können.
    3. Das Dilemma, weiter auf der Liebe lastend, besitzt eine Ursache, die in der Analogiebildung des Lebensbaumes aufgehoben werden könnte. Das Zerbrechen der Gefäße besitzt eine Analogie: Wie oben, so unten. Wie innen, so außen. Das Kreuz als Symbol dafür.



    Zehn Sphären mit bestimmten Eigenschaften Gottes sind durch 22 Pfade verbunden, die 22 Buchstaben zugeordnet sind, die wiederum das Wort bilden. Es wird gesagt, Hermes hätte diese 22 Wege in ein Rollenspiel verpackt, das Tarot genannt wird, und die Persönlichkeiten beschreiben, die den Unterschied zwischen Drama und Komödie ausmachen.


    Wobei wir von der Null, dem Narren, bis zum Jüngsten Gericht zählen können, oder von der Eins, dem Magier, bis zur 22, der Welt. Zehn Sphären durchläuft die Schöpfung, die als Bauabschnitte der Eigenschaftsspiegelung betrachtet, einen Sinn ergeben könnten.


    Zu These 1: Dieser Sinn sollte uns verlorengehen, die Schlüssel zur Erkenntnis wurden verborgen (Markus Evangelium 12 - 15 sinngemäß), damit das Patriarchat die weiblichen Eigenschaften Gottes, und damit die Ausgewogenheit, als Grundlage von Harmonie, aus dem Gleichgewicht geriet. Nennen wir es, den Fall des roten Strahls. Aus dem weißen Licht, der ersten Emanation Gottes (En-Soph), entstehen die sieben Spektralfarben(En-sof), der Regenbogen als Symbol, die sieben göttlichen Strahlen. Wobei das Rot, Aphrodites Grundfarbe, derzeit (politisch) inaktiv ist. Könnte die Inquisition damit zusammenhängen?


    1.a.: Jede Seele trägt noch diese Narben, in jeder genetischen Informationsstruktur ist dieser Mangel an Liebe, als Mordursache dahinter, weiterhin wirksam. Niemand hat all dies jemals vergessen. Wir haben die Leichen unter den Teppich gekehrt und dort stinken sie weiter. Weiter oben als "freischwebende Erinnerungen bezeichnet", auch als "Schmerzkörper" zu verstehen.
    1.b.: Verbinden wir den Fall des Matriarchats, die Gerichtsverhandlung als Darstellung des Dramas, mit dem o.g. Dämon der Angst und schließen den Kreis der Betrachtung in einer Gesamtanalogie ab: Wie innen, so außen. Wie unten, so oben.


    Im Quervergleich zur Genesis der Bibel verstehen die Leser der Thora den Anfang differenzierter. Dort wird gesagt:


    "Im Anfang schuf En-Soph die Sephiroth und das Alphabet des Himmels (ha shamaim) und das Alphabet der Erde (ha aretz)". (1, S.130)


    Um endlich den Bogen zur "Schwarzen Entleerung" zu bekommen: Nach einer Legende soll das Universum nicht das erste gewesen sein. Der Bund über den Regenbogen findet seinen Weg in den "Regenbogen"-, "Indigo"-, "Gold"- und Diamantkindern. Ohne die Auflösung dieser historischen "Schmerzkörper", werden wir diesen Schatten auf unseren Seelen weitertragen. Als schwarzes Feuer auf weißem Feuer in den Himmel geschrieben, hat das (Tinten-) Herz des Universums unsere "Bücher des Lebens" schon erdacht, bevor die Aufführung dessen begann, was als Drama oder Komödie enden kann. Freier Wille oder Schicksal?


    "Als En-sof" (schon die Eigenschaften?) Seine Energie in den schwarzen Raum hineinströmen ließ, geschah das, wie bereits erwähnt, durch die Buchstaben Jod; und die vier Buchstaben des heiligen Namens Gottes >trieben< diese Energie dann durch die vier Ebenen der Schöpfung hindurch. Aus den Sephiroth und dem Alphabet ist die Schöpfung entstanden. Dieses Prinzip ist im Baum des Lebens in Form der 22 Wege dargestellt... Jeder Buchstabe beschreibt einen anderen Weg, den die göttliche Energie von einem Sefira zum nächsten nimmt." (1, S.131)


    (1: Kim Zetter "Das Geheimnis der Kabbala)


    Die vier Gesichter Gottes bei Hesekiel stellen die vier Elemente dar, denen jeweils eigene morphische Resonanzfelder zugeordnet sind. Die Heilung der Gefäße wird in der Kabbala ebenso beschrieben, die Heilung unserer Seelengefäße kann nur hier, im Großen Jetzt, geschehen. Kurz gesagt, der absolute Gerechtigkeit Gottes stand das Mitgefühl als einer Eigenschaft nicht genug gegenüber. Gegen die Gerechtigkeit Gottes als Emanation kam das Mitgefühl nicht an, da Liebe und Macht nicht mehr Hand in Hand gingen. Die Rolle der Aphrodite wurde zurückgedrängt.






    Mancher sagt, die Götter seinen betrunken gewesen; andere nehmen an, sie hätten den Olymp sonst nicht verlassen, um sich unter das Volk zu mischen. Mit Ariadnes goldenem Faden gesprochen: Auch wenn sich Ihr Retter im Wettsaufen mit Dionysos die Frau hat klauen lassen, soll sie es letztlich nicht bereut haben, mit einem Gott liiert gewesen zu sein.


    So wird in vorgenannter Quelle die Idee vertreten, dass Adam und Eva sich nur durch die Trennung gegenseitig betrachten konnten. Im philosophischen Konzept der Spiegelung im Anderen ausgedrückt. Es heißt, das Kind beginnt zu verstehen, wer es ist, indem es erkennt, wer es nicht ist. Vorher hält es die Welt, einschließlich der eigenen Mutter, für eine Erweiterung seines eigenen Ichs. (S. Freud)




    Die Rippenklonung nach der "Verbannung" von Lilith, um sie dem unselbständigen Mann ähnlicher zu machen, also seinen "Angstdämon" beseitigen sollte? Was ist Gerechtigkeit ohne Mitgefühl? Daher wird gesagt, Mitgefühl sei "leuchtende Klarheit, ein mildes, liebendes Licht, das selbst nicht zum Erschaffenen gehört, aber alles in der Schöpfung umspielt, auch die drei Göttinnen. Sie (Persephone, hier Kuan-Yin) ist die unmanifestierte lichtvolle Weite, in der sich die schöpferischen Energie von Isis (Mutter Maria), Ischtar (Salome) und Nada (Maria Magdalena) ausbreiten können, um Materie und Form hervorzubringen. Es ist die Leere, die in aller Fülle liegt, die dreifache Göttin der Weisheit, Kraft und Liebe. Kuan-Yins Leerheit führt den lebendigen Buddha mit dem weiblichen Christus zusammen. Leere ist das Herz aller Dinge, die vollkommene Weisheit... Es gibt keine Formen, keine Gefühle, keine Gedanken, keine Wahrnehmungen, kein Bewusstsein.... Das Unsichtbare ist die Grundlage des Sichtbaren. Du musst die Erfahrung der Leere in dein Leben integrieren, wenn du den weiblichen Christus in dir verwirklichen möchtest, denn sie gebärt aus der Leere in die Form. In tiefer Meditation kann man die Leere erleben und sich ihr überlassen".






    (3: Die Christus-Matrix, Padma Aon Prakasha, Seite 243)


    Manche Männchen sind jedoch derart vom Angstdämon befallen, dass die Vorstellung, die gesamte Welt sei ihre Mama, beibehalten zu werden scheint. Halb zog er sie, halb sank sie hin.


    >>Der Mensch kann in dieses Mysterium der Heiligen Hochzeit, des Brautgemachs, nicht aus eigener Kraft einzutreten. Es bedarf eines Doppelwesens, das bewusst sowohl an der vergänglichen Welt als auch an der vergänglichen teilhat, und das in dieser Eigenschaft die Trennung des Menschen vom Geist nachvollzieht, um dann auch die Heilige Hochzeit vorzuleben und dem Menschen die Nachfolge zu ermöglichen. Jesus war ein solches Doppelwesen, das in der Kraft des Christus wie Adam aus dem Geist und der jungfräulichen Erde geboren wurde und durch Annahme eines sterblichen Körpers bewusst die Trennung des Menschen von Gott nachvollzog.
    Beim Empfang des Heiligen Geistes nach der Taufe am Jordan offenbarten sich schon sein Wesen und seine Aufgabe. In ihm vollzog der Vater (Geist, Anm.) von neuem mit der Mutter (Seele) die Heilige Hochzeit, aus der Jesus, der Sohn, das Wort hervorging.<< (2: Konrad Dietzfelbinger: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, S. 88)




    Ich bitte .... dass auch sie in uns eins seien. (Johannes 17, 20-21)

  14. #39
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    Post Allegorische Betrachtung

    Sehen wir die Hure als Darstellung in biblischen Texten ist von der Untreue der Seele die Rede. Wem könnten Körper untreu sein? Niemand ist Besitztum eines anderen. Allein die Anbindung der Seele an die vergänglichen Dinge ist das, was mit Hurerei bezeichnet werden kann.


    Die Vorstellung, dass ein vergänglich Ding die Seele glücklich machen könnte, ist der "Ehebruch". Untreue ist ein relativer Begriff. Sähen wir die Göttlichkeit im Gegenüber, wer wollte Gott den Spaß am Sex vermiesen? Er hat ihn wohl erfunden, könnte gesagt werden.


    Neidisch auf den Gott im Gegenüber zu sein, macht die Seele zur Hure. Die Seele als hilflos im Körper gefangen zu betrachten, ist Untreue.
    Den Körper als die Seele zu betrachten, ist Verrat.
    Treue zu erwarten ist eine Eigenschaft des Egos.
    Treue des Herzen ist eine Sache der Seele.


    Wie könnte eine Seele einer Seele untreu sein?
    Wie jedoch bleibt die Seele sich ihrer selbst treu?


    Die Hure Babylon sprach zu viele Sprachen. Wes Brot ich brech, des Sprach ich sprech. Wahrheit wurde zu dem, was nutzt. Aus dieser Untreue heraus verloren wir, allegorisch gesprochen, die gemeinsame Sprache. Unsere Verwirrung, der Babylon-Virus, ist mit dem Verlust der Harmonie gleichzusetzen. Einer Harmonie, die aus dem Gleichgewicht polarer Kräfte hervorging. Der Palast des himmlischen Friedens besitzt eine symmetrische Anordnung für die weiblichen und männlichen Gestaltungsprizipien als Emanation der einen Seelenkraft.


    Kant, mit seinem Buch, in dem die Welt verschwand, führte damit die seelische Irrationalität in die Welt. Aus einem Gedanken entsprang eine trostlose Welt. Die Irrationalität der reinen Rationalität wird uns immer drastischer vor Augen geführt. Es reicht nicht, rational zu sein. Wobei die Mär von rationalen wirtschaftlichen Entscheidungsmechanismen uns im Zustand des Planeten begegnet.


    Ist es nicht eine "Hurerei mit unserer Mutter", wie wir unseren Planeten mit den Früchten des Zorns und der Gier beschmutzen? In fast allen Mythologien der Welt wird der Gott als jemand betrachtet, der mit der Erde ein Paar bildet. Untreue ist es, dem Vater die Frau wegzunehmen, indem ihr Antlitz zerstört wird.


    Es gibt keine Untreue, denn wir sind nicht der Körper. Wem könnte der Geist in der Seele untreu sein, außer sich selbst gegenüber? Erst wenn das Ego die Menschen zu Dingen herabfunktionalisiert, spielt die Treue des Körpers eine Rolle. Einheit in Körpern zu suchen ist unmöglich. Einheit im Geist zu finden dagegen nötig. Eines Geistes werdend heißt, dass alle sich entwickeln werden. Den Mangel auf des jeweilig (und zudem temporäre) andere Geschlecht zu übertragen, bringt ja niemanden weiter. Die vorhandene Fülle bereitwillig zu teilen, bewirkt die Fülle im Gegenüber. Mangel durch Begrenzung auflösen zu wollen, ist hingegen eine abw?rtsgerichtete Spirale wechselseitiger Defizitspiegelungen, negativer Zuwendungsspielchen. Hilferufe nach Liebe. Uns gegenseitig diese "kleinen roten Karten" der subjektiven Schuldinterpretation vorzuhalten, geschieht oft in Sätzen, die mit "Ja, aber..." beginnen. Alles nur Verrechnungsspiele, die eine Vergangenheit einbeziehen, die damit Gegenwart wird. Eine endlose Spirale von Vorwürfen. Was war also die erste Ursache? Was hat den ersten Vorwurf hervorgebracht?


    Was helfen könnte, ist der Rat, der Lots Frau gegeben wurde: Nicht nach hinten blicken und die Vergangenheit somit loszulassen. Sich umzudrehen bedeutet, sich den Schatten der Vergangenheit zuzuwenden und diesen Wirklichkeit zu verleihen.


    Untreue setzt daneben die Existenz eines "Vertrages" voraus. Jede Liebe, die einer vertraglichen Definition bedarf, kann definitionsgemäß nicht mehr frei sein. Wie könnte Freiheit durch Grenzen definiert sein? Unfreiheit, also das Vorhandensein bindender und einschränkender gesellschaftlicher Emotionalverträge und Grenzen (des "guten" Geschmacks), glaubt daran, freiwilliges Verhalten durch Zwang zu erreichen. Wobei es diese Zwänge (männliche Druckwirkungen) sind, die die Liebe zum Gehen bewegen. Liebe ist die Sogwirkung der Freiheit, die Seele im Gegenüber zum Erstrahlen zu bringen. Treue ist die Forderung, etwas zu halten, das schon wieder in Dunkelheit ist:


    Liebevolle Vertrauen und offenes Mitgefühl für die SEELE (ist das Licht) im Gegenüber. Treue ist eine lieblose Forderung, was wir zu halten suchen, ist uns längst entglitten. Lieblose Gedanken bewegen die Liebe zum Gehen. Gedanken von wechselseitiger Schuld sind Kinderspiele. Es gibt keine Schuld, außer jene unserer unerkannten Seele gegenüber. Die Seele zu erkennen, dient ja die Vergänglichkeit. Ganzheit im Gegenüber zu sehen, ermöglicht zu verstehen, was damit gemeint war, als gesagt wurde: Geben und Nehmen sind in Wirklichkeit eins. Wem könnte das Leben untreu sein? Es will sich ausdrücken und leben. Wer dem Leben im Wege steht, sieht es an sich vorbeifließen. Wir stehen uns selbst im Weg mit den Historischen Vorwürfen und Schuldprojektionen.


    Die Frage wäre doch eher: Wie erreichen wir eine Aufhebung der Wirkung gemachter Fehler?


    Einzig das Ego könnte Untreue insofern als Angriff auffassen. Die Seele gönnt jeder Seele ihre Freude. Neid ist immer eine Eigenschaft des Egos, die aus dem Urteil entsteht. Aus der Bewertung, wem göttlicher Spaß zuteil werden darf und in welcher Situation. Es bräuchte einfach Männer, die es glücklich macht, glückliche Frauen zu erleben. Und es bräuchte Frauen, die darauf verzichten, Rache für die männlichen Fehler der Vergangenheit im Jetzt auszuleben. Männergesangsvereine in roten Schuhchen "entwarfen" den Emotionalvertrag, die Kraft der Weiblichkeit auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Auch das waren wir alle. Wie wir uns alle selbst verbrannten. Wir verbrennen uns am Konzept von "besonderen Beziehungen", die auf Grenzen (von def. Bed.) aufbauen.


    Als erweiterte Allegorie könnte der Tag dienen, da in Rom kein Feuer mehr brannte. (Nach seiner Pleite mit Phyllis und der Rückkehr zu seiner Mutter starb der halsstarrige Gelehrte Aristoteles am galligen Unterton seiner Gedanken und inkarnierte sich mit Racheabsichten als) Vergil in Rom. Er besorgte sich alle Grimoirien seiner Zeit, lernte, und hängte ein Bild über der Stadt auf, dass die letzte aktive Rolle der Aphrodite weiter verdunkeln sollte.


    Wegen einer weiteren, schmachvollen Abfuhr wurde der Zauberlehrling und frühere Gelehrte erneuerlicht so garstig, dass er einen Zauber fand und band, der in ganz Rom jedes Feuer zum Erlöschen brachte. Auslöser war ein tragisches Date in einem Turm, wobei die Gute ihn im wahrsten Sinne des Wortes "hängenließ". Was die Sache unschön machte: Er hing noch am nächsten Morgen am Seil und baumelte an dem Turm, unter dem, wen wundert's, der Markt stattfand. Die Rache der Angebeteten war die Folge eines sexualmagischen Übertritts des Lehrlings, den sie jedoch bemerkte und wissend konterte.


    Nach drei Tagen ohne Feuer ließ der Imperator, welcher sich an besagtem Morgen auch auf dem Marktplatz befand, nach dem "gekränkten Zauberer" schicken und fragte an, wie er denn zur Aufhebung des unheilvollen Zaubers zu bewegen sei.


    Um seine Maske zu reparieren, sollte sich die Betreffende nackt an einen Pfahl auf dem Marktplatz anbinden lassen und ein jeder Römer müsse kommen und sein Feuer an ihrem Busch entzünden. Sonst würde weiterhin kein Feuer in dessen Hause brennen.


    So kam es, das Vergils Rache darin gipfelte, dass jeder Römer sich das Hausfeuer am brennenden Busch der beklagenswerten Herzensdame des Vergil anzünden musste.


    (Sinngemäß und aus der Erinnerung)


    Die Allegorie habe ich jedoch noch nicht wirklich verstanden. Eines könnte jedoch klar gesagt werden: Uns fehlt das Feuer der Seele. Daher dieser Energiediebstahl im Außen.

  15. #40
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: geschichte der untreue

    sehr animierendes thema... da bin ich noch nicht mit durch

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