Was so alles blieb


Die Lider fallen müde herab
von den Augen meines Tages,
der Kaffee wartet auf seinen Morgen,
und mein Schlaf will mich haben, gleich.


Und dann war da noch das eine Heute,
das noch da ist und immer sein wird,
und dann war da noch das feine Lächeln,
das ich lange nicht vergesse.


Und dann war da noch die eine Sonne,
die sich selten heut gezeigt hat,
und dann war da noch die eine Liebe,
die mich bewohnt, wenn es so weit ist.


Und dann war da noch die eine Sehnsucht,
die gewöhnlich uns begleitet,
und dann war da noch die leere Tasse,
die auf ihr Spülen morgen wartet.


Und dann war da noch mein Blick in Bäume,
die nasses Grün mit Sommer tragen,
und dann war da noch die Post von gestern,
die heute nicht mehr wichtig wird.


Und dann war da noch das eine Rufen,
das in dunkler Nacht verhallte,
und dann war da noch mein kleiner Stern,
dem ich "adieu" sag', wenn er stirbt.


Und dann war da noch das alles in mir,
das nicht mehr wollte, wie es konnte,
und dann war da noch die eine Jugend,
die immer da ist, weil sie liebt.


Alles war da noch, weil ich noch hier bin
und an das eine nur noch glaube,
alles war da noch,
-
weil es da ist und immer da ist.




[Diese Nachricht wurde von uisgeovid am 02. Juli 2003 editiert.]