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Thema: Notizen zum Sommer

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Post Notizen zum Sommer

    Sommer


    Es ist schon zu leicht, einfach etwas herauszunehmen aus dem großen gefüge, um es zu etwas zu ernennen, das auf meinem Mist gewachsen ist. Wie schnell ist das gesagt: ich, ich denke, ich weiß, ich finde, ich... Und wie schnell ist es nicht mehr wahr, wenn es durch diese tötenden schädelnden Töpfe gekocht wurde, die nur noch den geruch herauslassen, der uns verführen soll zu bleiben.

    Nichts ist verloren.
    Wir gehen nur.
    Warum?
    Es sieht aus wie ein Weg - nicht wahr?


    -


    Diese aufgeschriebenen Dinge, durch mich aufgehalten, vor mir, auf ihrem Weg zurück. Immer wieder ausgesandt - Echos auszuloten, wie groß sie sein dürfen hier bei uns, den Zaunkönigen, Baumbeschneidern und Quartalssäufern. Ich nehme Anstoß, bis meine Hände und die unsichtbaren beweglich sind wie Wasser. Jeden Tag muß es ein Ende geben in mir, das mein Anstoßen auflöst und sich nahtlos in das gewaltige Gewinde einseiht. Is schon komisch, aber alles andere machte nur rote Flecken - und blaue.

  2. #2
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Notizen zum Sommer

    Das wirkt auf mich wie ein Anfang. Anfänge haben die Angewohnheit, Weichen zu stellen. Ich bin mir hier aber unschlüssig. Ich sehe eine tiefe Sehnsucht, sich Dingen anzunähern, den Nächsten im Augenwinkel zu haben, mehr aber nicht. Daraus resultiert die Verlorenheit der Texte. Die Texte stehen auf tönernen Füßen.

    Vielleicht würde ein Rahmen hier mehr retten, als eigentlich zu retten ist.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Notizen zum Sommer

    .was ist das....automatisches Schreiben? Wer spricht denn da? Warum die Beliebigkeit in der Groß/Kleinschreibung? was ist 'einseiht'?, seichen kenn ich, das muß man, wenn man Löwenzahn ißt. Warum steht oben 'Sommer', ist das der Titel?, oder gehört er zum Text. Ist es am Ende Lyrik?


    So könnte eine Figur denken, wenn man sie denn kennen würde, sie würde als verschroben gelten, als Träumer, jemand, der dem lieben Gott den Tag stiehlt, es könnte eine wunderbare Figur sein, eine ohne massel toff, die hinkend durchs Leben schleicht und am Ende hinaus. Aber 'Quartalssäufer' gehört da nicht zu und auch nicht der 'eigene Mist'. Die Leut' haben nicht mal diesen und dann einen anderen Geruch, jeder hat einen anderen Abendstern aber jeder den seinen, und esist immer derselbe. Ja, eine Figur könnte so denken - es fehlt ihr nur noch die Geschichte.


    [Diese Nachricht wurde von lester am 12. Juni 2003 editiert.]

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Notizen zum Sommer

    gehört wohl eher in den Herbst...


    Laut DANKE! sagen ist wie ICH LIEBE DICH! hören wollen.Wie glücklich ich bin, für immer in deinen Sachen gewesen zu sein, in deinen Kindersargschuhen, deinen Ärmeln, um meine Arme und meine Beine tagelang als deine Hosenträger - überall hin, mit dir, und alle konnten es wissen. Sag ich zu dir doch glatt: "Ab jetzt bist du alle für mich, alle meine Männer, Vater, Bruder, Onkel und Geliebter!"
    Da haste dich erschrocken, was!?
    Jetzt weiß ich, daß ich zu weitgegangen war in deinen Sachen. Manche Worte ändern. Bei uns sah es nur so aus.

  5. #5
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Notizen zum Sommer

    Wie schön eine werden kann an der Seite eines Mannes. Wie die Körper aneinander könnten - ausreifen! - und die Rücken voneinander wissen, ohne sich anlehnen zu brauchen ineinander. Das Versprechen der ersten Tage halten. Das erste Anfassen zu verstehen, ohne es behalten zu wollen.
    Wenn ich mir etwas wünschen könnte von dir, dann ist es, daß du kommst und sagst: Mir gehört, was ich sehe, wenn meine Augen geschlossen sind.

  6. #6
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Notizen zum Sommer

    Das wünschen sie sich alle. Damit sie uns dann ganz haben. Und wenn sie uns ganz haben, dann fressen sie die Beute, langsam und genüßlich, sie zutschen uns aus wie eine Eistüte.


    Texte wie dieser haben mich immer aufs anschaulichste zu einer Freude am Dasein des weiblichen Geschlechts erzogen. Immerhin ist da mal eine, die's ehrlich ausspricht, was für SIE Beziehung und Kontakt bedeutet: VERsprechung!


    Was soll schon 'bei rauskommen?

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Notizen zum Sommer

    Zitat Zitat von Anja B.
    Jetzt weiß ich, daß ich zu weitgegangen war in deinen Sachen.

    das haste schön gesagt. wenngleich der tempus mir nicht gefällt. aber solcherart will ich an den satz denken:


    Ich weiß, daß ich zu weit gegangen bin in deinen Sachen.


    jö jo. dergleichen kann schon mal vorkommen...

  8. #8
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Notizen zum Sommer

    schöner ordner, danke fürs lesen
    UR

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