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Thema: Was wollen die Amis im Irak?

  1. #51
    überleg
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    vielleicht, weil sie Ratten sind, die sich Wintervorräte anlegen
    der übermensch ist gefragt, wie's scheint



  2. #52
    Tochter aus gutem Hause
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    München
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    Renommee-Modifikator
    19

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    ich glaube, es ist schon zu spät.


    während wir die kapitalistische wirtschaftsstruktur en gros und en detail hinterfragen, hat die westliche wertegemeinschaft bestandssorgen, die über china, indien und die arabischen staaten hier einbrechen werden. die usa sind heute schon bei china überschuldet, die welt läßt china mit ein paar lippenbekenntnissen dennoch gewähren. es ist also nicht anzunehmen, daß die amis um ihrer selbst willen im irak sind, auch wenn das noch so aussieht.



  3. #53
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    text von lukian zum thema "tyrannenmord"
    die welt wird sich nie ändern. die guten greifen zu üblen mitteln und machen sich zu den bösen; die bösen feixen und können mit dem finger auf die guten zeigen: seht, ihr seid nicht besser als wir.
    stellt sich da nicht jedem die frage, wo das gute sein muß?

  4. #54
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    der einmarsch der amis im irak ist eng mit den ereignissen um den 11. september 2001 verbunden. zwar gab es bereits im vorfeld dieses tages animositäten zwischen einflußreichen kreisen in den USA und dem irakischen präsidenten saddam hussein, doch mit dem angriff osama bin ladens auf die USA konnte rumsfeld, als entschiedenster vertreter einer aggressiven eingriffnahme der USA in nahost/mittelost über den irak, schließlich den (notwendigen) krieg begründen, der allein im irak bis heute ca. 3 billionen $ kostet und mit verantwortlich für die wirtschaftlichen und finanziellen probleme des westens ist.
    und damit bin ich beim eigentlichen punkt: neben vielen theorien, die immer wieder darauf hinweisen, daß der anschlag auf das WTC von innen heraus erfolgte, könnte auch die theorie vertreten werden, daß osama bin laden (getreu seinem strategischen vorbild brzezinski) den untergang des abendlandes dadurch herbeiführen wollte/will, indem er die USA in einen krieg in afghanistan verwickelt, den diese nicht gewinnen können (siehe UdSSR in den 80ern) und darüber in einen strudel geraten, der sie in den untergang ziehen soll.
    osama bin laden setzte hierbei auf die aggressivität des amerikanischen imperialismus, sein quäkerisches gerechtigkeitsempfinden, das den teufel mit dem beelzebub austreiben will und zwischen mittel und zweck nicht mehr unterscheiden kann. und mit dieser einschätzung des amerikanischen naturells lag er richtig. doch sind die heutigen katastrophalen zustände der westlichen finanzen auf diese ereigniskette zurückzuführen? ich glaube, sie spielen jedenfalls mit hinein. der eigentliche grund für hysterische marktturbulenzen mit abwärtstrend dürfte in der wesenseigenen gier der diese märkte steuernden liegen, nicht in dem krieg im irak oder in afghanistan.

    suseduses gedanken, daß die USA schon itzt in einer schuldenfalle sitzen, aus der sie sich nur aggressiv befreien zu können glauben, will ich nicht teilen.

  5. #55
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    interessante entwicklungen im kontext mit dem "schurkenstaat" syrien:


    vor wochenfrist steuerte obama auf den krieg mit syrien zu. in petersburg schaffte er es, merkel zu isolieren, als er die anderen europäischen mächte zur unterschrift unter einen kriegs-blanko bewegen konnte. merkel war da bereits abgereist und hatte noch das NEIN der italiäner und franzosen im ohr. der SPIEGEL meint nun, das sei ein fehler gewesen. ich meine, es war einzig richtig, den amerikanern die gefolgschaft zu verweigern.

    1. die sachlage ist unklar. der giftgas-einsatz gegen zivilisten, um den sich alles dreht, könnte, auch für den fall, daß er aus assads reihen kam, von einem übereifrigen cousin oder oberst etc. gekommen sein, der sich profilieren wollte; am wahrscheinlichsten ist jedoch, daß er von islamisten kam, denen menschenleben nun wirklich nichts bedeuten, es sei denn als mittel zum zweck. assad jedenfalls hat keinen nutzen von einem giftgas-einsatz. so dumm kann er nicht sein.
    2. israel hat zu erkennen gegeben, daß es von assads machterhaltung mehr angetan wäre als von einem islamistischen staat, der bei einem eingreifen der USA wohl entstehen würde. das ist ein starkes argument, denn die USA tun nichts gegen den willen der israels, zu stark ist die jüdische lobby auch in amerika.
    3. der bericht der inspektoren liegt noch nicht vor. sollten sie keinen rauchenden colt beibringen, würde obama den angriff kaum wagen. da bisher nichts durchsickerte, dürfte auch kein rauchender colt auftauchen.
    4. merkels klares NEIN zum krieg (selbst ein UNO-mandat ist kaum völkerrechtlich verbindlich) wird ihr den sieg im wahlkampf sichern, insofern obama nicht vorher zuschlägt.

  6. #56
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    politik ist schon ein merkwürdiges feld:


    wurde merkel letzte woche vom SPIEGEL noch gescholten, nachdem sie obama den vorauseilenden gehorsam verweigert hatte, womit der SPIEGEL mal wieder belegte, daß er nunmehr zum establishment gehört - und dem amerikanischen militärmob keinen freibrief in syrien ausstellen wollte, zeigt sich nun, daß dies gerechtfertigt war. die russen nahmen die sache in die hand und bringen nun bewegung in die behandlung des themas. amerikas eingehen auf die russische initiative dürfte allerdings auch viel mit israels vorbehalten gegenüber den syrischen rebellen zu tun haben. in israel hat man assad lieber als die anderen, denn bei assad weiß man, was man hat, die anderen aber könnten auch zum heiligen krieg gegen israel aufrufen.
    dummerweis hat jetzt merkel den amerikanern mit ihrer vorverurteilung der giftgasangriffe auf kinder und andere zivilisten wieder mehr in die hände gespielt und den kommenden krieg propagandistisch mit vorbereitet. mich sollte es nicht wundern, wenn merkel das 2-3% bei der heutigen wahl kosten würde.


  7. #57
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    putin soll nach meinung seiner freunde den friedensnobelpreis bekommen.


    abgesehen davon, daß es ein bißchen zu früh dafür ist, denn die syrien-krise ist noch nicht beigelegt, scheint mir das übertrieben. der mann machte seinen job. immerhin. aber für einen friedensnobelpreisträger gehört es sich auch, mit mißliebigen zu kommunizieren und sie nicht zu verteufeln. putin muß als russischer präsident hart durchgreifen, sonst nehmen ihn seine landsleute nicht ernst und tanzen ihm auf der nase herum, aber allein das macht es ihm schon fast unmöglich, diesen westlichen demokratievorstellungen folgenden preis zu gewinnen.

  8. #58
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    den kommentar des tages gibt der abgeordnete karl braun aus wiesbaden zu den ereignissen im irak bereits 1867, die demokratische uniformität:


    Man soll die Leute nicht zwingen, daß sie nach unserer Facon glücklich werden.

  9. #59
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Aber man sollte auch nicht zulassen, dass die Leute... Tja, und dann verließ mich mein Widerspruchsgeist. ... von uns ihrer Bodenschätze beraubt? ... von irrsinnigen Diktatoren unterdrückt werden? ..., ihre Frauen missachten? ..., Blutrache praktizieren?


    Klar, sollte man nicht. Aber jede Einmischung (Einmischungen auf dieser Ebene sind immer von wirtschaftlich/geopolitischen Interessen begleitet) scheint es nur noch schlimmer zu machen. Wie ist der Irak Überhaupt entstanden, diese Nation der Feinde? Mit ihren Schiiten, die einen Gottesstaat erwarteten, den Sunniten, welche ein arabisches KÖnigreich anpeilten, den Kurden und ihrer Vision eines eigenen Staates im Norden, den Beduinen, die ?berhaupt keinen Staat wollten und all den anderen?


    Gertrude Bell hatte gemeinsam mit Lawrence von Arabien um 1917 diese Idee entwickelt, 1918 schon wurde sie umgesetzt. Natürlich ging es um Pfründe und dem Rauswurf der Türken, nicht nur aus Arabien.


    Man sollte meinen, dass es inzwischen andere, funktionierende Methoden gibt, den Weltfrieden zu sichern.


    Haben wir 'Westler' im Zuge unserer Kolonialpolitik irgendwo auf dieser Welt irgendeine Verbesserung gebracht? Haben wir nicht unglaubliche Schuld auf uns geladen, aber immer mit Gott auf unserer Seite?

  10. #60
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    das neue zauberwort lautet ISIS (islamischer staat in irak und syrien resp. die ganze levante). diese sunnitische bewegung will ein großreich in der levante, vom libanon bis bagdad. damit stellt sie sich gegen die amerikanischen, israelischen, syrischen und persischen pläne, die nationalstaatliche resp. andere geopolitische pläne verfolgen. auf einmal gewinnen die staatsfeinde der USA, assad aus syrien und der iran, eine neue strategische bedeutung, sogar partnerschaftsangebote. die iraker wollen es selbst hinbekommen, zumal die amis keine lust auf bodentruppenentsendung haben (obama steht da im wort), also ruft der schiitische oberguru seine truppen zur schlacht. auf der gegenseite findet die ISIS unterstützung bei reichen sunniten in saudi-arabien und katar und rekrutiert soldaten aus nordafrika, auch etliche in europa lebende muslime finden gefallen an einer fortsetzung ihrer kriege in der levante. mit anderen worten: es gibt noch millionen mögliche kriegsteilnehmer.


    kommentar: da wird es nie frieden geben! jedenfalls erlebe ich es nicht mehr, daß da ruhe einkehrt.

  11. #61
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Das war einer der ersten politischen Ordner des Forums. Man spürt die Distanz, die damals noch den hier Schreibenden den Stift führte. Heutzutage scheint der Orient auf eine unheilvolle Weise uns nähergekommen zu sein.

  12. #62
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Tja, Schuld hammer selber! Jahrzehnte(hunderte?)lang auf deren Kosten gelebt und geraubt und zerstört, was nicht niet-und nagelfest war, gemordet und vergewaltigt und jetzt jammern, wenn das Karma zurückschlägt...

    Letztendlich geht es in der Weltpolitik und v.a. den daraus resultierenden Kriegen immer um das selbe: Ressourcen rauben und die noch unabhängigen Länder mit Hilfe des (Petro)dollars zu versklaven. Die Strickmuster sind immer dieselben.

  13. #63
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Unsere Soldaten ziehen aus Afghanistan ab. Eine gute Nachricht. Sie hätten dort nie sein dürfen.
    Über Trumps Politik mag man sagen, was man will, eines aber ist ihn hoch anzurechnen: er fing als erster amerikanischer Präsident seit... keinen neuen Krieg an. Im Kontext dieser Politik sah sich nun auch die Bundesregierung gezwungen, das unsägliche "Abenteuer" Afghanistan zu beenden. Tote, Kosten und ein Nichts an politischem Gegenwert stehen auf der Soll-Seite. Auf der Haben-Seite steht - nichts.

  14. #64
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Trump hat ja nicht nur die Soldaten aus Afghanistan und dem Irak abgezogen...bzw. den Rückzug angeordnet...sondern auch den Krieg in Syrien beendet. Während Obama immer nur von Roten Linien sprach, feuerte Trump Raketen auf Homs...und schon war der Krieg beendet. Und das mit minimalstem "Schaden"...es kamen gar keine...oder maximal eine Handvoll syrische Soldaten ums Leben. Das alleine hätte den Krieg nicht beendet...parallel einigte er sich mit Putin auf dessen Linie einzulenken. Das hätte man von Anfang an so machen müssen...dann müssten wir jetzt nicht 400.000 Tote und zwei Millionen Vertriebene beklagen. Ich finde es kläglich, dass unsere Medien die Mitschuld der Europäer an diesem Krieg nicht thematisieren. Man geht einfach zur Tagesordnung über...als wäre nichts geschehen...bzw. als hätte man nichts damit zu tun. Durch diesen Krieg hat der Iran in Syrien an Einfluss und Macht dazugewonnen - und das vor der Haustüre Israels. Und so war es letztendlich richtig (anfangs war ich anderer Meinung), dass Trump restriktiv gegen den Iran vorging. Damit hat er ein Zeichen gesetzt und sich klar zu Israel bekannt. Die Präsidenten vor ihm haben das auch gemacht...allerdings nur in Worten...nicht mit Taten.

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