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Thema: Was wollen die Amis im Irak?

  1. #26
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Irgend etwas ändern, zorniges Beh? Das ist Illusion, meinst Du? In der Tat, wie das Leben eine Illusion ist. Manchmal dämmert's. Dann wird das klarer, daß leben und existieren zweierlei Daseinsformen sind. Wir gehören beidem an. Aber werfen wir es nicht durcheinander. An mein Existieren ist Bedingnis gebunden, zumeist von mir nicht steuer-, und ich stimme Dir hier in diesem Sinne bedingt zu, ja nicht einmal beeinflußbar. Aber das macht mich nicht und Dich nicht vollends aus: Wir haben Möglichkeiten. Vielerlei.


    Ich will doch Dir nicht sagen, wie Du zu leben hast, Dir nicht und Tante Trude aus Buxtehude auch nicht. Laß mich bitte suchen, wie ich leben definiere, wie ich es für mich in einem mir gemäßen (und von mir gewählten) Lebensraum in die Wirklichkeit bringe, wie ich nach Möglichkeiten suche, diesen Lebensraum auszudehnen und akzeptabel für andere zu machen, die ich in mir aufnehmen kann und die mich aufnehmen wollen. Vielleicht auch Dich an Deinem Täterschreibtisch.


    Eine metaphysische Antwort habe ich Dir damit nicht gegeben. Eine philosophische Antwort habe ich Dir damit nicht gegeben. Auf Gedankenspielerei habe ich verzichtet.

  2. #27
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Robert, es ging mir weder um Metaphysik noch um Philosophie oder das, was Du dafür hältst. Ich wollte uns lediglich jegliche Selbstbestimmtheit absprechen, wenn es um tatsächlich wichtige Entscheidungen geht. Sicher kannst Du nach wie vor selbst bestimmen, ob und an welchen Gott Du Deine fruchtlosen Gebete richtest oder mit welchem Gift Du Deinen Körper zerstörst (besonders was den gestrigen Abend angeht habe ich diesbezügliche nach dem Straßenbahnphotographierer ziemlich genaue Vorstellungen), aber das war es dann auch schon.
    Wenn Du überhaupt was erreichen kannst, dann vielleicht über die Propagierung der absoluten Hoffnungslosigkeit eine Gegenbewegung zu erzeugen. Aber das wird verdammt schwer, mein Bester.
    Am Montag wurde in der Humbold-Uni übrigens eine Podiums-Diskussion zu den Verschwörungen um den 11.9. von irgendwelchen Wichsern in der Pause gestürmt und unter den Worten "Nazis raus" an ihrer Fortsetzung gehindert (Herr Mahler saß wohl mit im Publikum).
    Soviel zum Thema Gedanken- und Meinungsfreiheit in unserem Lande. Aber das kennt man ja, nicht wahr?

  3. #28
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Unterhielt mich gestern mit einem Zyniker über das "Arschkriechen" der Deutschen bei den Amis. Meinte der doch, daß wir nunmehr BEGRIFFEN hätten, daß es ohne die Amerikaner nicht ginge, außerdem würden wir eh aussterben und an weltpolitischer Bedeutung verlieren... usw.
    Der Ordner fragt danach, was die Amis im Irak wollen. Die Antwort ist einfach: Sie wollen ein wichtiges Bausteinle im Weltpuzzle mit ihrer Farbe anstreichen, haben nach dem 11. September auch vor dem Volk eine moralische Reputation und so ganz nebenbei wird die Nahost-Frage allmählich zu ihren Gunsten und der Israels entschieden. Das hat sein Gutes und sein Schlechtes gleichermaßen. Ich bin es auch leid, daß man sich dort seit vielen Jahren die Schädel einschlägt, daß im Irak einer das Land durchwühlte und den großen Massa raushängen ließ, Fremde und mißliebige Einheimische knebelte und zu guter letzt (wahrscheinlich eben doch) mit gefährlichen Spielzeugen den großen Schlag vielleicht vorbereitete. Also muß man dem eins in die Fresse hauen, ihn vielleicht entführen und tribunalisieren, vielleicht erpressen oder traumatisieren... weißdergeier, aber man darf doch nicht ein ganzes Land in einen ausweglosen Guerilla-Krieg bringen, den man nicht gewinnen kann. Der Krieg tobt jetzt und kostet jeden Tag Leben.
    Und jetzt komme ich auf die Denkansätze meines zynischen "Freundes" zu sprechen. Es ist genau andersherum. Die Amerikaner merken, daß ihre Methode irgendwie falsch ist, die DUMMEN Deutschen aber in Afghanistan gute Arbeit leisteten und aus mir unverständlichen Gründen dort wegbefohlen werden - denn es wird nach unserem Abzug, den Allah verhüten möge!, dort zu alten Gefechten kommen -, so daß jetzt der Ruf der Amerikaner nach Hilfe immer lauter wird. Wer soll's denn machen? Die größenwahnsinnigen und uns hassenden Polen vielleicht? Lächerlich. Wo haben die jemals eine Schule, ein Krankenhaus, eine Infrastruktur aufgebaut? Das genau können wir. Und wir sollten das auch tun, im Irak. Allerdings sollten wir eine Bedingung stellen: Amis und Briten ziehen ab. Die Schutztruppen stellen wir und die Franzosen selbstredend. Diese Forderung sollten wir schon stellen.


    Dann wird die Sache für die Iraki noch ein gutes Ende nehmen, und die Amerikaner können für sich immer noch behaupten, sie hätten den Frieden gebracht, den wir jetzt gestalten. Und dann hätte dieses Abenteuer IRAK-Krieg tatsächlich noch einen guten Ausgang genommen. - Aber es wird nicht so kommen. Im Gegenteil, es wird einen nächsten Krieg gegen einen "Schurkenstaat" geben, neue bloodlands entstehen, weil es eben genau das ist, was die Amis dort wollen..

  4. #29
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Da möchte man Dir ein paar Nettigkeiten an den Kopf werfen, Robert. Mit Abstand der größte Stuß, den Du je. Das kannst Du nicht ernst meinen.
    Erstens: Die Amis bauen schon seit Jahren einen Ring um China, die letzte von Ihnen nicht direkt kontrollierbare Macht. Und da sie ohne Kontrolle sind, werden sie auch von niemandem aufgehalten.
    Zweitens: Der permanente Krieg im Nahen Osten ist notwendig. Aus verschiedenen Gründen, u.a. deshalb, weil man im Frieden ja echt mal Zeit hätte, darüber nachzudenken, was zum Kuckuck ein jüdischer Staat auf der Arabischen Halbinsel zu suchen hat.
    Und drittens: Die einzigen, die überhaupt Ahnung haben, wie man fremde Länder auf Dauer befriedet, sind die alten Kolonialmächte England und Frankreich. Vor dem Schwachsinn mit dem "Freien Schwarzen" haben die Kolonien ganz gut funktioniert, auch für die ortsansässige Bevölkerung. Besonders hinsichtlich der Infrastruktur. Es gab Schulen, Krankenhäuser etc. (Für alle pc-Fanatiker: Ich weiß es doch, die wurden nur gebaut, um die für die Ausbeutung notwendigen Arbeitskräfte zu regenerien, ist ja klar. Ist gut jetzt.). Die Deutschen mögen Häuser bauen können, aber wir haben keine Erfahrung in der Entwicklung von Konzepten für diese Länder. Und die werden gebraucht.
    Man könnte noch tausend Worte dazu schreiben. Den Rest aber lieber mündlich.

  5. #30
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Was wollen die Amis im Irak?


    sicher nicht kürbiskernöl. das würden sie einfacher in der steiermark bekommen. aber nicht bei den muselmanischen versagern.

  6. #31
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Ich glaube nach wie vor nicht, daß die einst (2003) vom Präsidenten angegebenen Gründe, der Kampf gegen den Terrorismus, Zusammenhänge zwischen Saddam und Alquaida oder gar ein aktives ABC-Waffen-Programm Saddams Kriegsgründe waren.
    Erstaunlich finde ich es, daß man keine ABC-Waffen im Irak fand, denn schließlich hatte die CIA Saddam eigens damit ausgestattet, damit der gegen den Iran in den 80ern Krieg führen konnte.
    Aber, wie gesagt, der dem CIA gewisse Besitz dieser Waffen war keiner der Kriegsgründe. Kriegsgrund war die Schaffung einer erweiterten amerikanisierten Zone in Arabien und die Sicherung von Erdölreserven, um auf absehbare Zeit Kontrolle über den Erdölpreis zu haben. Reine wirtschaftliche Gründe, finanzielle, militärische... Alles andere ist Blabla und typisch für die verlogene Politik des plutokratischen Westens.
    Und, machen wir uns nichts vor, das Projekt ist gelungen und durch den hohen Erdölpreis längst refinanziert. Auch durch uns Michel.

  7. #32
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    ein texter in der "Volksstimme" (Ulrich Zimmermann) behauptet heute, daß amerikas derzeitige schwäche auch uns schade. das begründet er nicht, aber er behauptet es. er behauptet, daß wir wirtschaftlich und politisch darunter litten.

    amerikas schwächeperiode, sofern man davon überhaupt sprechen kann, hat sehr viel mit dem irak-abenteuer zu tun, das die amerikaner bloß noch ehrenvoll beenden können, aber nicht siegreich. allerdings haben wir uns zu fragen, ob wir davon in mitleidenschaft gezogen werden, wirtschaftlich, politisch oder gar militärisch? ich kann das nicht sehen. wir stehen so gut wie nie zuvor da, auch wenn wir nächstes oder übernächstes jahr unsere exportweltmeisterrolle verlieren, so hat deutschland eine gute entwicklung vor sich; vielleicht gleichen wir bald unseren haushalt aus, die städte nehmen mehr ein, die arbeitslosenzahlen sinken, der innere friede ist so gut wie lange nicht. wir haben chancen, werden weltweit geachtet und können unseren weg selbst bestimmen. wir leben gut in einer welt, in der es keine wirklichen supermächte mehr gibt, machtpositionen unkriegerisch wechseln. entscheidend ist doch immer, wer welches geld verdient, daran knüpft sich die vorstellung von macht. und geld wird zur zeit unglaublich viel verdient, in amerika wie bei uns oder sonstwo. ich denke, daß es erst dann schwierig wird, schwieriger, wenn das geld nicht mehr verdient wird.
    itzt sollte der reichtum besser verteilt werden. zu wenige besitzen zu viel.

  8. #33
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    es finden sich mögliche antworten, aber sind es auch die richtigen?

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15253/1.html

  9. #34
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Was die Amis im Irak wollen? Ganz einfach...


    Hier mal meine Ansicht:


    Es geht gar nicht direkt um den Irak, viel mehr geht es um einen Stützpunkt im Mittleren Osten. Um dies zu verdeutlichen guck euch diese Karte an.
    Als erstes war Afghanistan dran. Der Grund für den Krieg, weil angeblich Bin Laden die Anschläge auf die Twin Towers verübt haben soll. Ob wohl jeder weiß, dass dies gar nicht stimmen kann. ( dies kann man nächste Woche in meinem Beitrag 9.11 nach lesen). So nun folgte der Irak. Der Grund ist nicht mal richtig klar. Ein böses Land unter einem bösen Diktator wahrscheinlich.^^
    Der Irak hat die amerikanischen Truppen etwas länger beschäftigt, als Afghanistan. A pro pro Krieg. Es ist ziemlich unfair gegen Amerika Krieg zu führen. Marchflugkörper von 500 Km entfernten Schiffen, Bombenteppische von B52 Langstreckenbombern, Präzisions-Bomben von Tarnkappenflugzeugen ( B 117, sowie B2), Apache Longbow Helikopter die Feinde in 50km beschiessen können. Also als irakischer Soldat hat man seinen Gegner wahrscheinlich gar nicht gesehen. Nun gut ich schweife ab. Nun ist der Irak auch unter amerikanischer Herrschaft. Ansicht nichts besonders. Aber schaut mal auf einen Globus oder einfach auf die Karte, die ich vorbereitet habe. Es liegt nur ein Land da zwischen!? Der Iran. Und ganz zufälligerweise versucht Herr Bush ( Das ist der Herr der sich mit einer Brezel umbringen wollte^^) einen Grund zu finden dieses Land an zugreifen. Was nicht so recht klappt. Der Versuch des angereicherten Urans hat ja nicht so recht geklappt.


    Worauf ich hinaus will ist das sich Amerika einen riesigen 2. Stützpunkt aufbaut!!! Warum? Erstens kann man von dort sehr gut Militäraktionen starten. Und damit meine ich keine Molukkenländer wie Syrien, ich meine den alten feind Russland. Von dort aus könnte man Bomber, bzw Mittelstreckenraketen/ Langstreckenraketen starten.
    Und man hat die großen Erdöl-Länder im Griff.


    Man kann ja mal über mein Gedankengang weiter philosophieren^^

  10. #35
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Bitte komme mir nun nicht mit der Theorie, dass der 11.09. eine Geheimaktion von CIA war. Das Internet läuft fast über vor unbewiesenen Verschwörungstheorien.


    Für die Analyse geopolitischer Visionen fühle ich mich nicht ausreichend qualifiziert. Tatsache ist Amerikas deutliches Interesse an den Erdöl produzierenden Ländern und dass die Bush-Administration auch fürchterlich gelogen hat. Aber diese Lügen sind nachgewiesen.


    Nachsätze wie: "Jeder sollte mal darüber nachdenken" empfinde ich als überheblich. Wie: "Du Döspaddel du, versuche mal die Erhabenheit meiner Gedankentiefe zu kapieren."

  11. #36
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    der aspekt "stützpunkt-im-feindesland" ist kaum von der hand zu weisen.
    die eskalationspolitik der besatzungstruppen führt dazu, daß sich die iraker töten, auflösen, was wiederum dazu führen muß, daß die besatzer bleiben. und wenn sie dann schon mal da sind, läßt sich das land separieren, in besitzzonen verteilen, die dann jeweils von den multis ausgebeutet werden können. und schließlich wird ein zünder an das ganze faß gelegt, was den krieg weiterträgt. am krieg, das vergaß ich, verdienen nur die amerikaner.
    und deshalb ist es richtig, daß wir hier nichts bezahlen. ich befürchte allerdings, daß wir das längst indirekt tun.

  12. #37
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Ich weiß ja, dass ich nur eine rotzedoofe Sau bin, aber ist es nicht langsam mal an der Zeit, die kapitalistische Wirtschaftsstruktur zu hinterfragen? Ich meine im Großen wie im Kleinen zu hinterfragen? Einfach mal zu hinterfragen, warum die westliche Wertegemeinschaft sich erdreistet, dritte Völker in den Niedergang zu befördern ...?

  13. #38
    überleg
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    vielleicht, weil sie Ratten sind, die sich Wintervorräte anlegen
    der übermensch ist gefragt, wie's scheint



  14. #39
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    ich glaube, es ist schon zu spät.


    während wir die kapitalistische wirtschaftsstruktur en gros und en detail hinterfragen, hat die westliche wertegemeinschaft bestandssorgen, die über china, indien und die arabischen staaten hier einbrechen werden. die usa sind heute schon bei china überschuldet, die welt läßt china mit ein paar lippenbekenntnissen dennoch gewähren. es ist also nicht anzunehmen, daß die amis um ihrer selbst willen im irak sind, auch wenn das noch so aussieht.



  15. #40
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    der einmarsch der amis im irak ist eng mit den ereignissen um den 11. september 2001 verbunden. zwar gab es bereits im vorfeld dieses tages animositäten zwischen einflußreichen kreisen in den USA und dem irakischen präsidenten saddam hussein, doch mit dem angriff osama bin ladens auf die USA konnte rumsfeld, als entschiedenster vertreter einer aggressiven eingriffnahme der USA in nahost/mittelost über den irak, schließlich den (notwendigen) krieg begründen, der allein im irak bis heute ca. 3 billionen $ kostet und mit verantwortlich für die wirtschaftlichen und finanziellen probleme des westens ist.
    und damit bin ich beim eigentlichen punkt: neben vielen theorien, die immer wieder darauf hinweisen, daß der anschlag auf das WTC von innen heraus erfolgte, könnte auch die theorie vertreten werden, daß osama bin laden (getreu seinem strategischen vorbild brzezinski) den untergang des abendlandes dadurch herbeiführen wollte/will, indem er die USA in einen krieg in afghanistan verwickelt, den diese nicht gewinnen können (siehe UdSSR in den 80ern) und darüber in einen strudel geraten, der sie in den untergang ziehen soll.
    osama bin laden setzte hierbei auf die aggressivität des amerikanischen imperialismus, sein quäkerisches gerechtigkeitsempfinden, das den teufel mit dem beelzebub austreiben will und zwischen mittel und zweck nicht mehr unterscheiden kann. und mit dieser einschätzung des amerikanischen naturells lag er richtig. doch sind die heutigen katastrophalen zustände der westlichen finanzen auf diese ereigniskette zurückzuführen? ich glaube, sie spielen jedenfalls mit hinein. der eigentliche grund für hysterische marktturbulenzen mit abwärtstrend dürfte in der wesenseigenen gier der diese märkte steuernden liegen, nicht in dem krieg im irak oder in afghanistan.

    suseduses gedanken, daß die USA schon itzt in einer schuldenfalle sitzen, aus der sie sich nur aggressiv befreien zu können glauben, will ich nicht teilen.

  16. #41
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    interessante entwicklungen im kontext mit dem "schurkenstaat" syrien:


    vor wochenfrist steuerte obama auf den krieg mit syrien zu. in petersburg schaffte er es, merkel zu isolieren, als er die anderen europäischen mächte zur unterschrift unter einen kriegs-blanko bewegen konnte. merkel war da bereits abgereist und hatte noch das NEIN der italiäner und franzosen im ohr. der SPIEGEL meint nun, das sei ein fehler gewesen. ich meine, es war einzig richtig, den amerikanern die gefolgschaft zu verweigern.

    1. die sachlage ist unklar. der giftgas-einsatz gegen zivilisten, um den sich alles dreht, könnte, auch für den fall, daß er aus assads reihen kam, von einem übereifrigen cousin oder oberst etc. gekommen sein, der sich profilieren wollte; am wahrscheinlichsten ist jedoch, daß er von islamisten kam, denen menschenleben nun wirklich nichts bedeuten, es sei denn als mittel zum zweck. assad jedenfalls hat keinen nutzen von einem giftgas-einsatz. so dumm kann er nicht sein.
    2. israel hat zu erkennen gegeben, daß es von assads machterhaltung mehr angetan wäre als von einem islamistischen staat, der bei einem eingreifen der USA wohl entstehen würde. das ist ein starkes argument, denn die USA tun nichts gegen den willen der israels, zu stark ist die jüdische lobby auch in amerika.
    3. der bericht der inspektoren liegt noch nicht vor. sollten sie keinen rauchenden colt beibringen, würde obama den angriff kaum wagen. da bisher nichts durchsickerte, dürfte auch kein rauchender colt auftauchen.
    4. merkels klares NEIN zum krieg (selbst ein UNO-mandat ist kaum völkerrechtlich verbindlich) wird ihr den sieg im wahlkampf sichern, insofern obama nicht vorher zuschlägt.

  17. #42
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    politik ist schon ein merkwürdiges feld:


    wurde merkel letzte woche vom SPIEGEL noch gescholten, nachdem sie obama den vorauseilenden gehorsam verweigert hatte, womit der SPIEGEL mal wieder belegte, daß er nunmehr zum establishment gehört - und dem amerikanischen militärmob keinen freibrief in syrien ausstellen wollte, zeigt sich nun, daß dies gerechtfertigt war. die russen nahmen die sache in die hand und bringen nun bewegung in die behandlung des themas. amerikas eingehen auf die russische initiative dürfte allerdings auch viel mit israels vorbehalten gegenüber den syrischen rebellen zu tun haben. in israel hat man assad lieber als die anderen, denn bei assad weiß man, was man hat, die anderen aber könnten auch zum heiligen krieg gegen israel aufrufen.
    dummerweis hat jetzt merkel den amerikanern mit ihrer vorverurteilung der giftgasangriffe auf kinder und andere zivilisten wieder mehr in die hände gespielt und den kommenden krieg propagandistisch mit vorbereitet. mich sollte es nicht wundern, wenn merkel das 2-3% bei der heutigen wahl kosten würde.


  18. #43
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    putin soll nach meinung seiner freunde den friedensnobelpreis bekommen.


    abgesehen davon, daß es ein bißchen zu früh dafür ist, denn die syrien-krise ist noch nicht beigelegt, scheint mir das übertrieben. der mann machte seinen job. immerhin. aber für einen friedensnobelpreisträger gehört es sich auch, mit mißliebigen zu kommunizieren und sie nicht zu verteufeln. putin muß als russischer präsident hart durchgreifen, sonst nehmen ihn seine landsleute nicht ernst und tanzen ihm auf der nase herum, aber allein das macht es ihm schon fast unmöglich, diesen westlichen demokratievorstellungen folgenden preis zu gewinnen.

  19. #44
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    den kommentar des tages gibt der abgeordnete karl braun aus wiesbaden zu den ereignissen im irak bereits 1867, die demokratische uniformität:


    Man soll die Leute nicht zwingen, daß sie nach unserer Facon glücklich werden.

  20. #45
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Aber man sollte auch nicht zulassen, dass die Leute... Tja, und dann verließ mich mein Widerspruchsgeist. ... von uns ihrer Bodenschätze beraubt? ... von irrsinnigen Diktatoren unterdrückt werden? ..., ihre Frauen missachten? ..., Blutrache praktizieren?


    Klar, sollte man nicht. Aber jede Einmischung (Einmischungen auf dieser Ebene sind immer von wirtschaftlich/geopolitischen Interessen begleitet) scheint es nur noch schlimmer zu machen. Wie ist der Irak Überhaupt entstanden, diese Nation der Feinde? Mit ihren Schiiten, die einen Gottesstaat erwarteten, den Sunniten, welche ein arabisches KÖnigreich anpeilten, den Kurden und ihrer Vision eines eigenen Staates im Norden, den Beduinen, die ?berhaupt keinen Staat wollten und all den anderen?


    Gertrude Bell hatte gemeinsam mit Lawrence von Arabien um 1917 diese Idee entwickelt, 1918 schon wurde sie umgesetzt. Natürlich ging es um Pfründe und dem Rauswurf der Türken, nicht nur aus Arabien.


    Man sollte meinen, dass es inzwischen andere, funktionierende Methoden gibt, den Weltfrieden zu sichern.


    Haben wir 'Westler' im Zuge unserer Kolonialpolitik irgendwo auf dieser Welt irgendeine Verbesserung gebracht? Haben wir nicht unglaubliche Schuld auf uns geladen, aber immer mit Gott auf unserer Seite?

  21. #46
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    das neue zauberwort lautet ISIS (islamischer staat in irak und syrien resp. die ganze levante). diese sunnitische bewegung will ein großreich in der levante, vom libanon bis bagdad. damit stellt sie sich gegen die amerikanischen, israelischen, syrischen und persischen pläne, die nationalstaatliche resp. andere geopolitische pläne verfolgen. auf einmal gewinnen die staatsfeinde der USA, assad aus syrien und der iran, eine neue strategische bedeutung, sogar partnerschaftsangebote. die iraker wollen es selbst hinbekommen, zumal die amis keine lust auf bodentruppenentsendung haben (obama steht da im wort), also ruft der schiitische oberguru seine truppen zur schlacht. auf der gegenseite findet die ISIS unterstützung bei reichen sunniten in saudi-arabien und katar und rekrutiert soldaten aus nordafrika, auch etliche in europa lebende muslime finden gefallen an einer fortsetzung ihrer kriege in der levante. mit anderen worten: es gibt noch millionen mögliche kriegsteilnehmer.


    kommentar: da wird es nie frieden geben! jedenfalls erlebe ich es nicht mehr, daß da ruhe einkehrt.

  22. #47
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Das war einer der ersten politischen Ordner des Forums. Man spürt die Distanz, die damals noch den hier Schreibenden den Stift führte. Heutzutage scheint der Orient auf eine unheilvolle Weise uns nähergekommen zu sein.

  23. #48
    Kurzvormabschussiger Avatar von WirbelFCM
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    Tja, Schuld hammer selber! Jahrzehnte(hunderte?)lang auf deren Kosten gelebt und geraubt und zerstört, was nicht niet-und nagelfest war, gemordet und vergewaltigt und jetzt jammern, wenn das Karma zurückschlägt...

    Letztendlich geht es in der Weltpolitik und v.a. den daraus resultierenden Kriegen immer um das selbe: Ressourcen rauben und die noch unabhängigen Länder mit Hilfe des (Petro)dollars zu versklaven. Die Strickmuster sind immer dieselben.

  24. #49
    Kurzvormabschussiger Avatar von WirbelFCM
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    AW: Was wollen die Amis im Irak?

    So sieht das Strickmuster übrigens aus:


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