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Thema: erste liebe bar

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post erste liebe bar

    erste liebe bar


    Noch war nichts bewiesen. Edgars Operation war ohne Komplikationen verlaufen. Ich atmete aus und entspannte die Beckenbodenmuskulatur. Seit zwei Wochen trug er nun schon seine Nierensteine in einer Brotdose mit sich herum.
    "Das Allerletzte, das", sagte er zu mir unten beim Doc im Wartezimmer und öffnete die Dose und starrte hinein.


    Vor der Tür wehte der Wind eisig aus Nordost. Bei jedem Atemzug beschlugen meine Brillengläser. Ich drehte mich um und betrachtete die Hausfassade. Hinter den Gardinen flimmerte das Blau der Fernsehgeräte. Zeit für schlechte Nachrichten. Es knirschte unter meinen Füßen und zwischen meinen Zähnen. In meinen Ohren heulte und knallte es. Ich marschierte bergauf und bergab und überquerte die Ludwig-Erhard-Straße am Deutschen Ring in Richtung Innenstadt, bog ein auf die Michaelisbrücke und sah schon von weitem das warme, orange Licht, das durch das große Fenster auf den Gehweg fiel. erste liebe bar. Sie saßen am Tresen im Fenster und rauchten eine Tüte Shit. Der einsame Herr Lehmann, der hagere Petermann, das Burgfräulein und der einnierige Edgar mit seiner Brotdose auf dem Schoß. Sie winkten mir zu und ich warf ihnen eine Kusshand zurück. Unter Glöckchengebimmel trat ich ein. Es roch nach frisch gemahlenen Kaffeebohnen. Antonio stand hinter der Bar. Seine Haare waren in einer großzügigen Portion Gel eingelegt und glänzten, als hätte er es nötig. Es machte mir nichts mehr aus.
    "Ciao, bella Lisalottie."
    Er verbeugte sich und wir küssten uns. Erst die rechte Wange, dann die linke und noch mal die rechte. Sein polyesterhemdiger Schweißgeruch hing in meiner Nase fest.
    „Einen doppelten Jägermeister.“
    Im Spiegel zwischen den Flaschen suchte ich mein Gesicht und hätte es fast nicht gefunden. Ich wendete meinen Kopf, nach links, nach rechts und noch mal nach links, rieb mir die antonionischen Lippenbekenntnisse mit drei kreisenden Fingerspitzen unter die Haut und strich mir die lila Locken hinter die Ohren, an deren Läppchen jeweils ein goldglitzerndes Christbaumengelchen an unsichtbaren Fäden hin und her taumelte. Edgars Piff riss mich aus meinem Gutachten.
    „Küsschen“, sagte ich.
    Edgar grinste und küsste und holte mir einen Barhocker, stellte ihn neben sich und Petermann, der nur noch mit dem Zwerchfell zu atmen schien. Petermann klopfte mit der flachen Hand auf die lederne Sitzfläche und mit der anderen auf mein Hinterteil. Sein Kopf zuckte in Richtung Bar, während er sich ein paar Erdnüsse aus der Schale griff. Das Burgfräulein hüstelte und umklammerte Petermanns schmalen Unterarm mit ihren knochigen Fingern.
    „Garantiert urinverseucht“, sagte es.
    Edgar tippte sich an die Stirn.
    „Weiber“, riefen Edgar, Petermann und Herr Lehmann im Chor.
    „Jungs, nach dem Pinkeln gehört es sich, die Hände zu waschen“, sagte das Burgfräulein und ließ die abgebrannte Tüte in den Aschenbecher fallen.
    Drei Unterhosen braucht der Mann ein Leben lang. Ich zweifelte keine Sekunde, an diesem Fetisch hatte sich nichts, aber auch rein gar nichts geändert, seit die drei nicht mehr in die Windeln machten.
    „Is was?“, sagte Herr Lehmann und seine Hand folgte meinem Blick, der auf seinem offenem Hosenschlitz ruhte.
    „Du solltest den Urologen wechseln“, sagte ich.
    Das Burgfräulein kicherte.
    „Oder die Tabletten“, sagte es.
    Petermann verdrehte die Augen.
    „Weiber.“
    Das Burgfräulein zwinkerte mir zu und wir sangen im Dreivierteltakt:
    „Heidi, Heidi, unsere Welt sind die Ber-her-ge. Heidi, Heidi, denn dort oh-ohben sind wir zu-haus.“
    Herr Lehmann flüchtete in Richtung Herren Klo. Petermann folgte im diskreten Abstand und Edgar öffnete seine Brotdose und schien nachzuzählen, ob er noch alle Nierensteine beisammen hatte. Ich rückte zu ihm hinüber und schmiegte meine Schulter an seine. Er legte seinen Arm um meinen und drückte mich an sich.
    „Der Befund war positiv“, flüsterte er.
    Mein Körper schnellte in die Senkrechte.
    „Mein Gott“, entfuhr es mir.
    Edgar schwieg. Seine Schultern zuckten. Das Burgfräulein steckte mir ein Papiertaschentuch zu, das ich wie ein Automat an Edgar weiterreichte. Er zerknüllte es in der Faust. Mir fiel nichts ein, das ich hätte sagen können, und so hockten wir am Tresen vor dem großen Fenster in der erste liebe bar und schwiegen ein Schweigen, hässlicher, als ich mir den Tod jemals vorstellte.


    Edgar. Meine erste Liebe. Immer öfter reiste ich vor meinem Mittagsschläfchen in der Zeit zurück, dachte an die warmen Nachmittage auf der Terrasse seines Elternhauses. Unter der blau-weiß gestreiften Markise saßen wir in der Sandkiste und löffelten Zitronenpudding, den seine Mutter auf einem kleinen Puppentablett servierte. Edgar besaß zwei quadratische Kisten, die er öffnete, nachdem er mich fragte:
    „Aber du nimmst nichts mit zu dir nach Hause?“
    und ich ihm antwortete:
    „Ich verspreche es und was man verspricht, das muss man halten.“
    Das Innere war in kleine Fächer aufgeteilt, in denen lackierte Blechfiguren lagen. Soldaten, Soldaten, Soldaten. Panzer, Panzer, Panzer. Hubschrauber, Bomber, U-Boote. Soldaten, Soldaten, Soldaten. Tarzan und Jane. Wir vergaßen wer wir waren und wo, vergaßen uns mit Sand zu beschmeißen, zu kratzen und zu beißen und Süßes zu essen und spielten Krieg. Ich kam jeden Abend bereits im zarten Alter von 5 Jahren zu spät nach Hause. Als Edgar mir am ersten Schultag seinen Tarzan und seine Jane schenkte, nachdem ich ihn den ganzen Sommer vergeblich angefleht hatte, sie nur ein einziges mal über Nacht ausleihen zu dürfen, küsste ich ihm einen nassen Kuss auf den Mund und Edgar wischte sich den Speichel mit dem Handrücken quer über sein Milchgesicht. Wir schmiedeten Pläne, den echten Tarzan und die echte Jane im Urwald zu besuchen mit dem großen Wehrmachtshubschrauber, den Edgars Großmutter in Einzelteile zerlegt und in seiner Schultüte versenkt hatte. Die Schokolade reichte leider nur bis zum U-Bahnbahnhof. Meine Mutter zerstritt sich mit Edgars, wegen Verletzung der Aufsichtspflicht, und erlaubte nicht mehr, dass ich Edgar besuchte und seine Mutter redete Edgar ein, ich wäre eine dumme Zicke, die zu blöd zum Pinkeln im Stehen wäre. Das war das unglückliche Ende meiner ersten Liebe. Edgar durfte nicht sterben. Nicht vor mir!


    Jemand legte seine Hände auf meine Schultern und massierte sie. Petermann war zurück. Petermann hatte Edgar schon einmal das Leben gerettet.
    „Niemals die Hoffnung aufgeben“, sagte Petermann.
    Edgar stellte eine Flasche Champagner auf den Tresen und Gläser. Ich drehte den Kopf weg. Sie sollten nicht sehen, wie es um mich stand. Hektisch stand ich auf, rannte durch die Bar nach hinten zur Treppe, stürzte die Stufen hinunter, stieß mit Herrn Lehmann zusammen, der gerade noch das Gleichgewicht halten konnte, und ließ mich nicht auffangen, flog durch die Zellentür, die ich hinter mir zuknallte, dass die Stellwände gewaltig wackelten. Dann betätigte ich die Spülung und heulte, während ich mich aus meiner Jeans quälte. Ich wählte mich durch die Wollhemdschichten, bis ich den Bund der langen Unterhose erwischte. Mein Beckenboden war wie ein Flitzbogen gespannt, kein Tropfen Urin verlässt meine Blase ohne ausdrückliche Erlaubnis. Jetzt! Ich lauschte, wie der Strahl in die Schüssel zischte. Dampf stieg auf zwischen meinen Oberschenkeln. Ich fühlte, wie die Anspannung langsam aus meinem Körper wich und trocknete meine Augen
    mit faserigem Toilettenpapier.


    Petermann. Im Weitpinkeln konnte er mich einfach nicht besiegen. Egal, wie sehr seine Wirbelsäule durchbog und seinen kleinen Schwanz, dessen Eichel noch immer mit der Vorhaut verklebt war, nach vorne streckte. Petermann war der Sohn von Vaters Chef an der Uni Klinik in Eppendorf, Abteilung Frauenheilkunde. Meine Mutter wechselte sich mit seiner beim Kinderhüten ab, seit dem Streit mit Edgars Mutter. Petermann war schwer beeindruckt von meiner Pinkeltechnik und durchsuchte meine Vagina mit Taschenlampe und Lupe nach unerlaubten Hilfsmitteln. Als er keine fand, machte er mir einen Heiratsantrag, den ich fünfzehn Jahre später annahm. Petermann war meine zweite erste Liebe. Jede Liebe muss sich wie die erste anfühlen, sonst ist es bloß Leidenschaft, sagt Petermann. Petermann fühlte sich wie Edgar an. Ich liebte ihn. Ohne Petermann, wäre Edgar an Lungenentzündung gestorben. Edgar hatte eine Erdnuss im Vollsuff verschluckt, die, statt den Weg durch die Speiseröhre zu nehmen, in die Luftröhre geriet und in seinen Bronchien zu verwesen begann. Petermann war sein Schutzengel im Overall.
    „Niemals die Hoffnung aufgeben.“
    Er holte ihn zurück, obwohl Edgars Herz bereits aufgehört hatte zu schlagen. Petermann vertraute sich Edgar an, kaum dass dieser von der Intensivstation entlassen war. Er wollte mich verlassen, weil ich ihm keine Kinder gebar. Entweder wären meine Eier verdorben, oder sie fürchteten sich vor der Zellteilung mit seinem Sperma oder meine Gebärmutterschleimhaut wäre nicht schleimig genug für die Einnistung. Edgar berichtete mir unter dem Siegel der absoluten Verschwiegenheit. Ich konnte es nicht ertragen, Petermann zu verlieren, deswegen verlor Petermann mich. Ich fuhr nach Italien, pinkelte so weit ich konnte in die Adria und entschied mich für Scheidung. Wie wäre mein Leben verlaufen, hätte Herr Lehmann Petermann auf dem Klo im Fachbereich Medizin nicht mit mikroskopisch kleinen Spickzetteln versorgt? Petermann wäre auf jeden Fall beim dritten Anlauf zur Facharztprüfung durchgefallen und nie Lungenchirurg geworden. So war ich auch Herrn Lehmann auf das Innigste verbunden, was nicht schwer fiel, denn er fühlte sich an wie Petermann.


    Herr Lehmann. Meine dritte erste Liebe zerbrach, weil er darauf bestand, dass wir uns siezten. Ich hielt das zunächst für eine niedliche Macke. Doch mit der Zeit merkte ich, er war ein Eigenbrötler und nicht einmal als Kanonenfutter zu gebrauchen. Ich konnte es nicht ertragen, dass er mich nicht ertrug und suchte nach etwas, um ihn an mich zu binden, hörte auf zu essen und magerte ab, bis seine Mutter ein Machtwort sprach.
    „Nimm dich nicht so wichtig. Das nervt“, sagte das Burgfräulein.
    Sie hob mich aus dem Waschtrog, verband meine Wunden, trug mich die Spindeltreppe hinauf in den Südturm ihrer Stadtvilla, legte mich in das breite Bett, über dem ein seidig blauer Himmel gespannt war, und sich dazu. Sie fühlte sich anders an, weicher und runder.


    Das grelle Neonlicht über dem Waschbecken schnitt Falten in mein Gesicht, von deren Dasein ich bisher noch nichts mitbekommen hatte. Ich zog mir die Lippen nach und legte etwas Rouge auf die Wangen, wendete den Kopf nach rechts und nach links und noch mal nach rechts. Die Engelchen glitzerten und taumelten. Dann stieg ich die Treppe hinauf und ging zu ihnen. Sie saßen am Tresen und rauchten Shit. Das Burgfräulein streckte ihren Arm nach mir aus und legte ihre Hand in meine. Petermann verteilte die Gläser, Herr Lehmann schenkte ein, der Champagner perlte in den Kelchen, Edgar inhalierte einen tiefen Zug und reichte an mich weiter.
    „Prost Neujahr!“, sagte das Burgfräulein.
    Die Gläser klirrten, der Wind wehte das Tuten der Schiffssirenen vom Hafen herüber und wir schluchzten und weinten und küssten und weinten und schluchzten. Das war so fürchterlich, dass es eine Wohltat war.

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: erste liebe bar

    Oh, ein neuer Text von eulalie. Tja, machmal kommen sie wieder. Auch den merke ich mir vor.
    Frage: Steht der für sich oder ist er Teil deiner "menschlichen Komödie"?


    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: erste liebe bar

    *freu* klammer


    der text steht für sich.
    würde mich sehr über deine schonungslose kritik freuen.


    lg
    e.

  4. #4
    rodbertus
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    AW: erste liebe bar

    die bekommst, wenn auch verspätet, noch.

    die erste liebe... wer sie fühlt, greift nach dem anderen, auch wenn der sie nicht will. und der andere verfängt sich dann in den netzen der sehnsucht, denn er kann sich dieser gegebenen liebe nicht entziehen. die welt ist dipolar: wer etwas gibt, der kann darauf rechnen, auch zu bekommen. und die liebe, ja, die liebe, ist eines von den "dingen", die sich vermehren, wenn man sie teilt. ein geheimnis des lebens. nur, was ist die liebe? reicht es aus, sehnsucht nach dem anderen zu haben?

  5. #5
    Kurzvormabschussiger
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    AW: erste liebe bar

    Guten Abend Aerolith...
    WAS für erstaunliche Gedanken....und man möge mir verzeihen, ich kann die Klappe hier nicht halten....

    "die erste liebe... wer sie fühlt, greift nach dem anderen, auch wenn der sie nicht will. und der andere verfängt sich dann in den netzen der sehnsucht, denn er kann sich dieser gegebenen liebe nicht entziehen. "

    Da muss ich doch aufs Schärfste mal protestieren!!!
    Das klingt mehr nach stalken, als nach lieben....


    "die welt ist dipolar: wer etwas gibt, der kann darauf rechnen, auch zu bekommen. "

    Schöner Ansatz....nur WAS bekommt der Gebende?
    Wer sät, wird auch ernten???
    Doch nicht ernsthaft hier im Zusammenhang mit der Liebe gemeint, oder etwa doch?

    "und die liebe, ja, die liebe, ist eines von den "dingen", die sich vermehren, wenn man sie teilt. ein geheimnis des lebens. nur,

    was ist die liebe? reicht es aus, sehnsucht nach dem anderen zu haben?"

    Reicht aus um WAS Aerolith???
    Um zu lieben?
    Um zu wissen, DASS man liebt?
    Um zu hoffen, dass Liebe zurückkommt?

    Was ist die Liebe?
    Wäre die Frage : WANN ist es Liebe?
    nicht treffender im Zusammenhang mit der nächsten Frage, ob Sehnsucht nach dem anderen ausreiche?

    Es ist....wohl ein Indiz für Liebe...nicht mehr...aber vor allem nicht weniger...lediglich ein Indiz und noch lange kein Beweis.

    Liebe benötigt keineswegs die Gegenliebe und macht sich von ihr nicht abhängig.

    (gehörte jetzt wohl eher nicht hier hinein...sie bittet um Verzeihung...)

    mit Grüßen an, in und durch die Nacht...

  6. #6
    Kurzvormabschussiger
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    AW: erste liebe bar

    Hallo Wer-immer-du-bist,


    In deinem Text gibt es herrlich lakonische Stellen wie: "Petermann war schwer beeindruckt von meiner Pinkeltechnik und durchsuchte meine Vagina mit Taschenlampe und Lupe nach unerlaubten Hilfsmitteln. Als er keine fand, machte er mir einen Heiratsantrag, den ich fünfzehn Jahre später annahm."


    Ich habe mir einen Augenblick vorgestellt, wie es wäre, wenn du Erdnusskrümel, Unterhosenzählen und andere eher beliebige Füllsel wegließest, die Liebesgeschichten eines Lebens so gnadenlos auf den Punkt brächtest wie hier und daraus einen Reigen machtest: Ich glaube, Schnitzler würde blass vor Neid.


    Ofterdingen

  7. #7
    Kurzvormabschussiger
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    AW: erste liebe bar

    ich würde auch gerne so schreiben können wie eulalie. es sitzt jedes wort. jede emotion. für mich sind alle drei männer und die beiden frauen die erste liebe. die zu edgar.

  8. #8
    rodbertus
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    AW: erste liebe bar

    stalken (verfolgen?) ist so ein modernes wort für die vergnügungsindustrie. ich spreche hier aber nicht von einsamen herzen, die ihre sehnsucht in den von der schönheitsindustrie apostrophierten ikonen wiederzufinden glauben, ich spreche hier nicht von verdinglichtem liebesgeschäft, sondern von beziehungen zwischen menschen, die miteinander umgang haben. da magst du soviel protestieren, wie du willst. zwischen menschen finden nun einmal diese prozesse statt, findet statt, daß der eine seine liebe dem anderen mitteilt und der sich letztlich gar nicht dagegen wehren kann. er muß und kann nicht anders als reagieren. jede Sache hat ihr äquivalent. seien wir einsichtig, erkenntnisschwanger: die leiden der liebe sind sehr viel mehr wert als die (übrigen) freuden der welt. ein sensibles herz erkennt das im anderen, wenngleich es ihn dann darum liebt. doch ist das ein so großes opfer?


    Wo du auch sein magst, nie bist du entschwunden,
    Dein wachend Auge lebt in ihm, in ihm dein liebend Herz.

  9. #9
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: erste liebe bar

    Mit dieser ersten Liebe kann ich nicht so viel anfangen. Ich kann mich nicht an meine erste Liebe erinnern. Viktoria, Karoline, Susanne... welche war die erste? Ich glaube, das liegt daran, daß ich stets liebe, dieser Zustand für mich nichts Beunruhigendes oder Verwirrendes besitzt.

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