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Thema: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

  1. #1
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    Post Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    12.12.2001: "Kiffen" wird straffrei - Ständerat revidiert Betäubungsmittelgesetz


    Der Konsum und der Anbau von Cannabis sowie der Handel in nicht gesundheitsschädigenden Mengen wird toleriert. Der Ständerat hat am Mittwoch, den 12.12.2001, als Erstrat das Betäubungsmittelgesetz revidiert.




    Bern (SDA/BaZ):
    "Kiffen" wird straffrei, der Anbau von und Handel mit Cannabis in nicht gesundheitsschädigenden Mengen wird toleriert. Der Ständerat hat am Mittwoch, den 12.12.2001, als Erstrat das Betäubungsmittelgesetz revidiert. Er warnte aber vor einer Banalisierung von Drogen. Im Zentrum des Gesetzes stehe jedoch nicht die Cannabis- Legalisierung, sondern die Verankerung der bundesrätlichen Vier- Säulen-Politik, betonte Kommissionssprecherin Christine Beerli (FDP/BE).


    Die Ziele Prävention, Therapie und Wiedereingliederung, Schadensverminderung und Überlebenshilfe sowie Kontrolle und Repression werden erstmals gesetzlich verankert. Gleichzeitig wird die kontrollierte Heroinabgabe, die bisher befristet zugelassen war, auf eine rechtliche Basis gestellt. Der Schutz Jugendlicher bis 18 Jahren und die Prävention werden im Gesetz gestärkt, die Führungsrolle des Bundes festgeschrieben. Die direktesten Auswirkungen auf bisher illegale Drogen Konsumierende haben jedoch die neuen Bestimmungen in Bezug auf die Cannabisprodukte. Konsum sowie Anbau, Herstellung, Besitz und Erwerb zum Eigenkonsum werden neu straffrei.


    Eingeführt wird zudem das Opportunitätsprinzip: Der Bund kann bei der Strafverfolgung Prioritäten festlegen. Legt er diese fest, wird bei Anbau, Herstellung und Verkauf von Cannabisprodukten auf Strafverfolgung verzichtet, wenn sie keine erhöhten Gesundheitsrisiken bergen und an über 18jährige abgegeben werden. Gestrichen hat der Rat auf Antrag seiner Kommission einen Artikel, nach dem auch bei Besitz zum Eigenkonsum und Konsum harter Drogen gemäsz Opportuinitätsprinzip auf Strafverfolgung verzichtet worden wäre. Dies ist nach der Fassung des Ständerats nur noch in Gassenzimmern straffrei.

  2. #2
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    die Schweizer sind halt nicht blöd, bald werden die die ersten sein, und eine Steuer einführen. Warum sollte ein hellsichtiger Staat, das Rauschgiftmonopol der Mafia überlassen? Da hat man doch keine Kontrolle mehr, das mag der Schweizer gar nicht. Aber ich hoffe sehr, daß es hier auch bald so weit ist, da ich mich nicht gerne unter zugigen Brücken mit unbekannten, flüsternden Dealern treffe. Dann schon lieber in die NL, wo in gepflegten kleinen Geschäften eine reiche Auswahl vorhanden ist. Ich bin dann auch immer sehr angetan, wenn ich alte Mütterchen dort ihre Einkäufe machen sehe. Shit ist eine wirklich klasse Droge, gebt den Leuten auf den Fussballplätzen was zu kiffen, dann lachen sie sich tot über jedes Tor das sie kassieren müssen. Keine Prügeleien mehr.... Das Problem dieser Droge ist, sie motiviert nicht zu Leistung, also völlig anders als Kokain, wer kifft sitz still vergnügt in der Gegend herum und genießt das Leben. Wirtschaftlich ist diese Droge sicher gefährlicher als Alkohol, sicher auch darum von einer Leistungsgesellschaft nicht gerne gesehen. Obwohl einige Dinge kann man da noch gut machen, z.B. Musik, vielleicht malen, schreiben schon kaum noch....aber Ideen entwicken für Geschichten, nur muss man sie sofort festhalten, sonst sind sie wieder weg. Eine schöne Möglichkeit das Denken in andere Bahnen zu lenken. Vor allem nicht so heftig wie LSD oder Mescalin, das sind Hämmer die sich 12 Stunden hinziehen, ohne Entrinnen und wenn du schlecht drauf bist, verbringst du diese Zeit unter Monstern. Shit ist gut zu dosieren, wirkt nur kurz und mach friedlich. So gesehen genau die Droge die im Augenblick weltweit am nötigsten wäre - bis auf die kurze Wirkungszeit.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Hihihi, es soll auch Leute geben, die nich den *ganzen* Tag kiffen! Ebenso wie jene, die nur gelegentlich saufen, und dann meist auch nicht zu Höchstleistungen motiviert sind.


    Die Schweizer haben eigentlich nur die Gesetzgebung der Realität angepasst - soviel Realitätssinn ist allerdings für Politiker bemerkenswert. Vielleicht ist nach Beendigung der "Hexenjagd" dann auch endlich mal eine vernünftige, argumentative Auseinandersetzung mit diesem Thema möglich.


    Bei den Schwulen und Lesben ging es doch auch irgendwie...

  4. #4
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Ich sage dazu wenig. Kein Abriss über die Hintergründe der BTM-Paragraphen.


    Keine Hinweise auf meine eigene Drogenkarriere.


    Keine soziologischen, psychologischen Stellungnahmen.


    Mit den Worten von einem berühmteren Menschen, als ich jemals einer werden kann:


    "In meinem Reich hat jeder das Recht nach seiner eigenen Fasson vor die Hunde zu gehen."

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    es ist erst beim ständerat, aber immerhin...

  6. #6
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Das Leben beisst zurück oder lerne zu klagen ohne zu leiden. (Auszug, recycled))


    Im Juli wurde geübt. Gerechtigkeit! Finde ich ja im Prinzip gut, aber warum ausgerechnet schon wieder an mir? Diesmal verdankte ich es einem dieser sporadisch auftauchenden suizidalen Anfälle. Zum Sterben brauche ich 40 Valium, einen Strick und ne Überdosis Heroin. In den Wald fahren, die Valium schlucken, Strick um den Hals und wenn die Wirkung einsetzt den goldenen Schuss abdrücken. Das müsste doch endlich mal funktionieren. Aber die grün Lackierten hatten mich wie einen Pennäler mit zwei Gramm vorm Bahnhof abgegriffen. Peinlich, peinlich!


    Aus lauter Wut über die Bullen, welche mich um einen ehrenvollen Abgang gebracht hatten (später gab ich es ja zu mindestens mir selber gegenüber widerstrebend zu, nämlich, dass ich mich wohl auch habe packen lassen wollen), schmiss ich alle Valium auf einmal ein. Ich schlief an die 90 - 100 Stunden und hatte 14 Tage lang Sprachstörungen. Kurt fiel mir stinkbesoffen um den Hals: "Du Arschloch, wie kannst du so was machen, wir haben dich doch alle so lieb." Ich war zu Tränen gerührt. Bestimmt hatte er als Betreiber vom "Blöden Egon" Angst auf meinem Deckel sitzen zu bleiben. Beate traute sich nicht, mir ihr Kind in den Arm zu legen - ich muss schlimm ausgesehen haben. Heiko strafte mich mit Verachtung. Die kleinen Mädchen, vornehmlich Frauke, Natalie und Silke, welche mich wohl adoptiert haben müssen (VÖLLIG ABGEDREHT ABER LIEB UND HARMLOS) setzten sich zu mir und lauschten meinem Blues. An dieser Stelle vielen Dank für diese sozialhygienischen Maßnahmen gegen meine emotionale Umweltemission.


    Ich ließ mir die Haare schneiden. Die 20.-- DM, welche ich dafür benötigte lieh ich mir gleich drei mal. Dann warf ich mich in einen Anzug. Ein flammendes Fanal für das Recht auf Rausch sollte es werden. Z.B.:


    1. Ist der individuelle Anspruch eigene Entscheidungen zu treffen, auch Fehler zu machen, nicht höher einzustufen, als die Fürsorgepflicht der Gesellschaft? Wer ist denn geschädigt worden? Wo kein Geschädigter ist, sollte auch kein Ankläger sein und bestimmt kein Richter.


    2. Im Mittelalter wurden Selbstmordversuche mit dem Tode bestraft. Sehr sinnig. Leute, die Heroin konsumieren sind nun mal Selbstmörder.


    3. Irgendwo im Grundgesetz steht etwas von dem Recht nach Glück zu streben. Das schließt doch bestimmt auch das Recht ein nach Unglück zu streben. (Wenn's denn glücklich macht...)


    Aber dann war ich natürlich bloß ganz kleinlaut und kam mit 900,-- DM Geldstrafe davon. Ich hatte mit 2.000,-- DM gerechnet. Einem Sozialhilfeempfänger eine Geldstrafe zu verpassen halte ich für mindestens ebenso sinnig, wie Todesstrafe bei Suizidversuch.

  7. #7
    beobachter
    Status: ungeklärt

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Wieso sind eigentlich die meisten Gegner einer Legalisierung alkoholabhängig, Junkies oder Politiker? Mehrfachnennungen erlaubt

  8. #8
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Einige Anmerkungen zu einem gesellschaftlichen Problem


    Wie es Anfing: Gleichsam die Sexwelle ein eher äußerst angenehmes Nebenprodukt der Reklame, ist die Drogenwelle das ungeliebte, gern geleugnete Kind der 68er Bewegung, auch wenn man die Ursachen noch weiter zurück verfolgen kann. Niemals hätten sich die Initiatoren allerdings träumen lassen, dass ihr Motto: "Frei sein, high sein, Haschisch muss dabei sein." dermaßen entarten könnte.


    Wir wollten die Köpfe befreien - Phantasie an die Macht, wir waren die Geburtshelfer einer besseren Zukunft.


    ***Auszug aus einem Scribt: Der Mensch hat als Kleinkind bestimmte reale Bedürfnisse. Durch allzu häufiges Ignorieren von Seiten der Eltern tritt ein sogenanntes Splitting ein, das Kind fängt an seine Bedürfnisse symbolisch zu leben, da diese so leichter befriedigt werden können. (Also: übermäßiges Essen z. B. oder Stehlen oder schlichtes Quengeln, - das werden dann die Simulanten) Aber es wird nie genügend Macht, Geld, Sex, Drogen, Fernsehen, Fressen, Alkohol u.ä. geben um unsere wahren Bedürfnisse zu befriedigen. (...)


    Deswegen sehnen wir uns nach dem verlorenen Paradies. Dieses scheint mir sowieso das wichtigste Kennzeichen eines Rauschgiftusers zu sein. Infantile Regression, der zum Scheitern verurteilte tragische Versuch das Glück der Kindheit noch mal einzufangen. Und das hängt nun wirklich nicht mit der Frage zusammen, ob unsere Kindheit glücklich war oder nicht, aber es ist die einzige Zeit, in der wir Augenblicke echten Glücks erleben. Es gibt einfach noch kein Gefühl für Sorge. Die Konfrontation mit den Dingen dieser Welt ist noch zu lebendig.***


    Heute sind wir keine Kinder mehr, wir haben keine Ausreden. Wir wissen, was wir tun. Dennoch häufig bewusst das Falsche. Um im Nachhinein die Aufmerksamkeit unserer Eltern zu erlangen? Wie ein Workoholik, der bis zur Bahre ein Getriebener bleibt, seinem Vater die eigene Tauglichkeit zu beweisen.


    Ja, so bitter sich die Wahrheit auch anhören mag, es gibt kein Entrinnen. Was wir tun können ähnelt einem hydracesken Schattenkampf. Das Muster durchschauen und durch ein anderes ersetzen - oh ja, so stark ist der menschliche Wille schon, nur die Natur der Sache macht ihm dennoch einen Strich durch die Rechnung. Denn an den Ursachen für neurotisches Verhalten kann nichts mehr geändert werden, - man kann ein zerstörtes Urvertrauen nicht mehr reparieren.


    Wir können neurotisches Verhalten umleiten, in mehr gesellschaftskonforme und weniger gesundheitsschädigende Bahnen lenken, doch damit wird das ursächliche Problem nur verlagert, verschleiert und manchmal sogar zu einem angeblich "gesunden" Verhalten erklärt.


    Deswegen finde ich Ex-Junkies noch widerlicher als Junkies, denn diese sind ehrlicher. Sie wissen genau, dass sie sich symbolisch benehmen, selbst wenn sie es nicht ausdrücken k?önen.


    Zum Eingangstext:


    Ich bin dafür, dass sich die Judikative komplett raushalten sollte. Oder der Staat soll ein Gesetz erlassen, welches einem garantiert hilft, das innere Gleichgewicht herzustellen - sich selber zu ertragen.


    Bei aller Polemik, natürlich ist der Stoff komplizierter, - wie immer. Aber Verelendung, Prostitution, Mafia und hässliches Sterben muss nicht sein. Und Cannabisprodukte sind ein Segen. Inzwischen anerkanntes Medikament in der Krebsbehandlung, man kann es tatsaechlich auf Rezept kaufen; vor einigen Jahren wurde in Spanien! jemand mit drei Kilo Haschisch freigesprochen, weil er Krebs hatte. Mir bekommt es auch sehr gut und ich leite immerhin einen 25 Mann Betrieb unter schwierigsten Rahmenbedingungen. Kyra ist auch ein guter Beweis, dass "Hash macht lasch" nicht immer zutrifft.


    So. Und nun qualmt mir der Kopf. Jetzt muss ich erst mal wieder mit fermentierter asiatischer Rauchware meinen THC-Spiegel anheben. (schnorchel-schnorchel-ahhhh)



  9. #9
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    Post AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Kiffertypen


    Völlig falsch zu glauben, jeder würde auf die gleiche Art an einem Joint ziehen, da gibt es die unterschiedlichsten Rauchertypen. Stellen wir uns einen friedlichen Nachmittag in einer Berliner Altbauwohnung vor, der Kohleofen ist angeheizt, die Wand hinter ihm mit Alufolie verkleidet. Eine gemischte Gruppe junger bis nicht mehr janz junger Menschen hat ihr sonntägliches Frühstück beendet. Der große Holztisch ist reich gedeckt, die Wurst wird langsam trocken, einer macht schon mal eine Flasche Wein auf.
    Etwas zurückgezogen, in der Ecke mit dem Sessel und dem kleinen runden Tischchen mit der indischen Decke darüber, sitzt einer der nicht mehr ganz so jungen Männer. Voller Konzentration streicht er das Tischtuch glatt, und legt dort feierlich ein Päckchen mit Zigarettenpapier, Tabak und einen kleinen, in Alufolie eingewickelten Klumpen hin. Dies wird von der Runde am Tisch natürlich bemerkt, und ein ehrfurchtsvolles, unterdrücktes Warten setzt ein, während jener Mann in der Ecke kunstvoll beginnt, einen Joint zu bauen. Er muss groß, nicht zu fest, aber fest genug sein - gleichmäßig gerundet mit einem Stückchen Pappe als Mundstück.
    Ist er schließlich fertig, kommt er lässig zu den anderen zurückgeschlendert, setzt sich auf seinen Platz, sieht einmal in die Runde, bevor er die Spitze der Tüte weg brennt. Er ist ein Profi, zieht langsam den Rauch in den Mund, lässt ihn einige mal zum Abkühlen durch die geblähten Backen streichen bevor er ihn tief einatmet. Dann senkt er den Kopf, leicht zur Seite geneigt, um den Hustenreiz zu überwinden und reicht den Joint ohne hinzusehen weiter. Hier sitzt ein junges Mädchen, scheu greift sie ihn, setzt ihn vorsichtig an die Lippen, zieht vorsichtig den heißen Rauch in die Lunge, Tränen treten ihr in die Augen, dann gibt sie ihn, unter prustendem Husten an den nächsten weiter, ihren Freund. Der blasse Jüngling will sich keine Blöße geben, hält sich die Tüte senkrecht vor das Gesicht, streckt wie ein Fisch die Unterlippe vor und lenkte den Rauch mit einem heftigen Atemzug in seine Lunge. Während er schon weiterreicht, beginnt er mit einem Arm zu fuchteln, in dem Augenblick, wo er endlich beide Hände frei hat, flattert er, den Kopf starr zur Decke gerichtet, mit beiden Armen um schließlich mit lautstarkem Husten den Rauch wieder in die Runde zu schicken. Meist folgt noch eine anerkennende Bemerkung, wie Guter Stoff, oder Afghane, hmm? Die etwas ältere Hippiebraut neben ihm, nimmt das Teil mit der inzwischen beträchtlichen Glut an der Spitze, gekonnt entgegen, sieht es einen Moment kritisch an, klemmt es sich zwischen Mittel- und Ringfinger, macht eine lockere Faust und formt mit der anderen Hand einen Höhlung darum. Sie zieht den Rauch durch die Öffnung der überkreuzten Daumen ein, erst einen kurzen Zug, um ihre Lunge einzustimmen, dann fällt sie ihre Lungen langsam und intensiv, hält den Joint noch kurz in ihren Händen, dann reicht sie ihn freundlich an das Mädchen neben sich weiter. Die hat die Szene schon die ganze Zeit mit Unbehagen beobachtet, will schon den Kopf schütteln, entschließt sich aber doch, zögernd und ungeschickt den Joint anzunehmen. Inzwischen hat sich über der Glut ein Hut aus Asche gebildet, ängstlich starrt sie das Gebilde an. Sie will sich nicht blamieren, also führt sie ihn etwas zittrig an dem Mund, hält ihn dabei waagerecht wie eine Zigarette und gibt vor einen Zug zu nehmen. Weites bleibt ihr erspart, da die Asche mit etwas Glut ihr in den Schoß fällt. Mit einem kleinen Schrei springt sie auf, der Joint kullert über den Tisch - bei der nächsten Runde wird sie keiner drängen, wenn sie ablehnt. Ihr Nachbar hat sich den letzten Zug gesichert. Er setzt das Papprohr vorsichtig an den Lippen an, der Rauch ist inzwischen sehr heiß, nimmt kleine Züge, kühlt sie in mit etwas nebenher eingesogener Luft, um den Rauch schließlich tief in seiner Lunge zu deponieren. Dabei bleckt er die Zähne, zieht die Oberlippe weit hoch, versucht wie Jack Nicholson in Easy Rider auszusehen. Dann ist die Erste Runde um. Jetzt erst atmet der Konstrukteur des Joints, langsam aus, mit selbstgefälligem Lächeln stellt er für sich fest, dass sein Atem keine Spur von Rauch mehr zeigt. Er hat nichts verschwendet.

  10. #10
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Kyra: Kiffertypen (...)


    Ich bewundere das Treffende Deiner Beschreibung. Das sollte ich auch mal üben. Genaue Beschreibung von banalen Vorgaengen.


    Zum Inhalt: So war es, so ist es und so sollte es auch bleiben, denn so ist es gut. Verschlossen und bekündet im Jahre 51 n. S. (n. S. = Nach Saligmanns Geburt)


    Ulkig ist auch in diesem Zusammenhang, dass in einigen Staaten von Indien der Alkoholgenuss verboten ist. Zu Kiffen und Opium aus Gouvermentshops gibt es wie doof, aber Nein!, die Leute wollen, auf Teufel komm raus, ihr Feuerwasser. Deswegen auch diese periodischen Massenvergiftungen durch Methylalkohol, womit bewiesen w?re, dass Strukturen, selbst wenn sie völlig bescheuert sind - in diesem Falle die längst unwichtig gewordenen Bilanzen der Ost-Indischen-Gesellschaft, sich halten...und halten...und halten...


    Vernunft ist das Letzte, was uns Menschen auszeichnet.

  11. #11
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    erstellt von kls:
    Das sollte ich auch mal üben. Genaue Beschreibung von banalen Vorgaengen.

    das macht einfach Spass, sich wieder genau daran zu erinnern.

  12. #12
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Mehr (Literarisches) davon.


    Mir fehlen diesbezügliche Erfahrungen, auch die Not, die hier Erfahrung ständet. Ich träume so schon bunt genug. Wollen wir's mal nicht übertreiben, sag ich mir. Allerdings habe ich zwei Mal an einer solchen Kifferrunde teilgenommen. Das erste Mal verhielt ich mich ungefähr so wie der junge Mann, den Kyra in ihrem vorletzten Posting beschrieb. Beim zweiten Mal reichte ich die Tüte einfach weiter. Nix für mich. Als Karo-Raucher, der ich nun mal seit etlichen Jahren bin, wunderte man sich zwar in der Runde, aber das war dann den anderen auch egal. Gab es mehr für sie.

  13. #13
    kls
    Status: ungeklärt

    Post AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    AUTOBIOGRAPHISCHR AUSSCHNITT 1967 - 1969


    Nachdem ich vom Internat geflogen war liess ich mir die Haare wachsen und die Lehrstelle als Maschinenschlosser, welche mir meine Mama besorgt hatte liess ich auch schnell sausen.


    Andere, welche ähnlich dachten fanden sich zusammen und wir waren ganz ohne jeden Zweifel die tollsten Jungs in Bielefeld. Klar war, daß Drogen prima sind, die Gesellschaft fürn Arsch und die Mädchen eine eindeutige Bestimmung hätten.


    Mal fuhr der Eine nach Kopenhagen, um mit 'nem halben Liter Opiumtinktur zurückzukehren, dann wieder brachte ein Anderer aus Berlin LSD Lösung mit, welche wir auf Traubenzuckerstückchen träufelten. Die Türkisch - Connection lief gut, es gab also genügend Shit, den wir uns selber pressten, na ja, der ein oder andere mischte schon die abenteuerlichsten Sachen darunter, war ja für die Blöden, denen man auch schon mal Spinat mit Mehl gepanscht andrehen konnte.


    Die Bullen waren harmlos, wir waren so unbedeutend, daß es noch nicht einmal ein eigenes Dezernat für Rauschgiftdelikte gab. Ich glaube mich zu erinnern, daß dieses unter Einbruch lief.


    Jeder hatte irgendwo ein Spritzenbesteck, das soziale Prestige stieg und fiel mit der Qualität der Pumpendose, denn damals gab es noch keine Plastikspritzen, und wir spritzten einfach ALLES, was uns unter die Finger geriet.


    Als Kurts Vater starb, räumten wir, die Rote Liste in der Hand seine Praxis ab, und schwelgten wochenlang ohne den Hauch eines schlechten Gewissen im Wahn. Schon mal etwas von Psyquill gehört? Wirkte so, wie es hiess, hat mir persönlich aber wenig Spass gemacht.


    Ein Kumpel, welcher sich das Kodein gleich kiloweise von einem pharmazeutischen Unternehmen in der Schweiz zuschicken liess, kam mir eines Tages mit 'nem total tollen Supertörn an: Skopolamin (Das ist dieses Zeugs, was als Wahrheitsserum durch die Agentenromane geistert), direkt unter die Haut zu spritzen. Ich weiss nur noch, daß ich ca. 200 x aufs Klo musste. Die Pissuares sahen aus wie weissbekittelte Männer in Hockstellung und Gasmasken auf, und denen in den Schoss zu pinkeln fühlte ich mich nun doch nicht abgebrüht genug.


    Tja, und weil das Klo Zähne hatte musste ich in die Badewanne pissen.


    Noch gab es keine Verluste zu beklagen, wir waren ja alle erst kurze Zeit dabei und es gab auch kein Heroin. In der Tat habe ich dieses pulverisierte Böse erst gegen Ende der 70er Jahre kennengelernt, und da war ich schon zu alt, um keine Angst mehr zu bekommen, als ich merkte, wie gierig ich davon drohte draufzukommen.


    Es gab aber jede Menge anderer Opiate: Pantopom, Polamidon, Eukodal, türkisches Rohopium, Chinesisches Gesäubertes, Dolantin, grünliche Rohmorphinkristalle, Kodein, div. Tinkturen, Dilautit, Dicodit und was weiss ich noch alles, und wir machten es nieder, gerade so wie es kam...


    Abends trafen sich die, welche noch konnten in der Jazzklause, wo laut ungeschriebenem Gesetz der hinterste Raum für uns reserviert war, d.h.: nur für Langhaarige, welche cool bis blöde vor sich hinstierten.


    Und Berlin. BERLIN!!! Das Mekka der Bewegung. Die Politischen hatten sich noch nicht von den Drogies abgenabelt und unter Umständen konnte es einem passieren, daß man nachts im Doppeldeckerbus mit Kuntzelmann einen durchzog oder man erfuhr ganz nebenbei, daß das Heck gerade in der K1 bei Uschi Obermeier eingekauft worden war.


    Also, jeder der etwas auf sich hielt MUSSTE mindestens einmal in Berlin gewesen sein, bis der Trend dann umschlug und jeder Berliner einmal in Bielefeld gewesen sein wollte.


    In den Morgenstunden klapperten wir die Supermärkte ab um ganze Kofferladungen mit Quark und anderen Milchprodukten auf den Küchentisch der Ersten Bielefelder Kommune auszuschütten, wo der Dreck dann langsam vergammelte, bis 'ne Tante im Speedwahn draufgeschickt wurde endlich auch mal wieder sauber zu machen, verdammt noch mal!


    In Amsterdam gab es eine Kneipe, wo man geklaute Autoradios direkt in Pervetintabletten umtauschen konnte, rein in den Löffel, kurz aufgekocht, durch Watte gefiltert (welche man für Notzeiten zurücklegte) und ab in die Blutbahn damit, um die nächste Runde über die Einstellplätze neben den Grachten zu drehen. Bis man mich, incl. entspr. Verm. im Ausweis wieder nach Deutschland abschob.


    Nein, wir waren nicht wirklich süchtig. Wenn einmal nichts zu bekommen war und es uns dreckig ging, konnten wir einfach keinen Zusammenhang erkennen, hielten es für eine Grippe, zogen einen durch und steckten es weg, wir hatten ja alle eine Mordskondition, - damals - ...


    Ach ja, und die armen Mütter. Ab und zu fielen wir geschlossen bei einer Mutti in ihrer Wohnung ein, um uns mal wieder richtig satt zu essen, oder um unsere Sackratten mit Jakutin zu bekämpfen, während der traurigen Frau unser Undank gewiss war. Diese Muttis waren echt arm dran, obwohl wir nicht bösartig waren - wir wussten es halt nicht besser.


    Langsam verlor sich dann doch unser Wir gegen den Rest der Welt - Gefühl. Wenn ich mich nicht verzählt habe sind von der ursprünglichen Truppe nur noch drei übrig. Die anderen gerieten unter die Räder der Zeit, was allerdings ein recht unvollkommener Ausdruck für einen äusserst hässlichen Vorgang ist.


    Die ersten soziologischen Stellungnahmen wurden veröffentlicht, Ärzte und Psychologen promovierten über dieses Phänomen, nicht wenige tauchten ab und wurden radikal, und das schien es auch wohl gewesen zu sein...


    In jener Zeit habe ich auch eines meiner ersten Gedichte geschrieben.


    DIE 18ER NADEL, DIE ZWEI QUBIK GUN,
    DU STOCHERST HERUM - SUCHST DIE VENE IN DEINEM ARM
    EIN KURZER RUCK, DU ZIEHST DEN KOLBEN AN
    EIN BLUTFADEN ZEIGT SICH, DU DRÜCKST AB, UND DANN


    LÄSST DER FLASH DIR FAST BEIM FIXEN
    DEN REST DEINES HIRNS AUS DEN OHREN SPRITZEN


    DU SINKST AUF DEINE MATRATZE ZURÜCK
    SELIG LÄCHELND - VOLLER GLÜCK
    KOMM KUMPEL, KOMM, ZIEH MIR DIE NADEL WIEDER RAUS
    DU LEGST DICH AB UND BAUST DIR EIN HAUS


    UND VERLIERST DICH IN DEN RÄUMEN
    DU DARFST FÜR EIN, ZWEI STUNDEN TRÄUMEN
    HERRLICHE ZUFRIEDENHEIT
    LULLT DIE SEELE - SCHLIEREN GLEICH


    UND DU FÜHLST DICH BESSER, KLÜGER, WEISER
    DU FÜHLST DICH WIE EIN HALBER KAISER


    DANN RÄUMST DU EINE APOTHEKE LEER
    UND IN DER ZELLE WUNDERT'S DICH SEHR
    UND IRGENDWER HOLT DICH AUS DER SCHEISSE WIEDER RAUS
    UND STECKT DICH GLEICH INS NÄCHSTE KRANKENHAUS...


    DA LIEGST DU NUN AUF DEINEM KRANKENZIMMER
    UND DER BOCK AUF DIE DROGE WIRD IMMER SCHLIMMER.
    UND VIEL DISTRANORIN IN DEINER BLUTBAHN
    DA IS NIX MEHR MIT FLIEGEN WIE EIN TRUTHAHN


    DANN HAST DU DIE SACHE EINES TAGES SATT
    UND HAUST DES NACHTS GANZ EINFACH AB.
    UND EINE STUNDE SPÄTER BIST DU WIEDER VOLL
    ICH FRAG MICH, WAS DIESES SCHEISSSPIEL WOHL NOCH SOLL


    ZUM STERBEN ZU FEIGE, ZU FEIGE ZU LEBEN
    SO NIMMST DU UND NIMMST, UND HAST NIX ZU GEBEN.


    NUR NOCH EINEN EINZIGEN SCHUSS
    SO SCHWÖRST DU DIR - UND DANN IST SCHLUSS.
    DOCH MIT DEINEN STECKNADELKOPFPUPILLEN
    HAST DU EH KEINEN EIGENEN WILLEN


    LOGISCHERWEISE FIXT DU DANN
    AUCH NOCH EIN KLEINES MÄDCHEN AN.


    UND IRGENDWANN AUF'M DISKOTHEKENKLO,
    ODER AUF DEM SPIELPLATZ, ODER SONST IRGENDWO
    FINDET MAN DEINE ZIEMLICH BLEICHE
    ICH-MACH-MICH-KAPUTT-MUTTI-TYPEN-LEICHE


    UND SO EIN DUMMER SPRUCH AUF DEINEM GRABSTEIN
    WIRD DIE EINZIGE ERINNERUNG AN DEIN VERPFUSCHTES LEBEN SEIN...

  14. #14
    schreibt hier hin und wieder
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    Drogen: ja/nein

    Es gibt nur einen Faktor, der unabhängig von (noch) nicht beweisbaren Theorien (z. B. Gesundheitsaspekten, egal welche Position man vertritt, es ist Theorie oder Meinung) oder Vergleichen zu anderen Drogen steht, und das ist der wirtschaftliche. Wenn hier die Coffee-Shops sprießen würden, käme vielleicht der Aufschwung (ok, ist übertrieben, na und?).


    Alle weiteren Argumente dafür oder dagegen müssen als Vergleich zu anderen weichen Drogen, Alkohol und Tabak, geführt werden. Je nach Vorliebe kommt dann auch stetig was anderes raus.


    Wenn ich z. B. als Nikotingegner, argumentieren würde, so würde ich den Vorwurf der Einstiegsdroge mit dem Verweis auf Nikotin abschmettern wollen, denn diese ist eindeutig die meistens als erstes konsumierte Droge. Was die Schädigung anbetrifft: Schon mal von Cannabistoten gehört? Ich nicht. Aber von Nikotintoten. Was die Abhängigkeit betrifft, so ist es doch wohl auch klar, dass Nikotin vor Cannabis steht. Fragt mal rum, wie viel Freunde von euch schon Cannabis konsumiert haben und irgendwann EINFACH wieder aufgehört haben, weil sich einfach was anderes ergeben hat oder weil sie das Interesse daran verloren haben oder so was. Wie viel von euren Freunden WOLLTEN schon mal aufhören, Nikotin zu konsumieren und haben es gar nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten geschafft. Also, in mir sind beide Gruppen vereint. Der Nikotinentzug war fürchterlich, Cannabis habe ich nach einer Woche vergessen.


    Na ja, so würde ich argumentieren usw. Aber ich find das mit den Vergleichen doof, weil es eben keine wirklichen Argumente zur Legitimierung oder Nichtlegitimierung sind, nur Relativierungen.


    Vielleicht fällt anderen eine Lösung ein?

  15. #15
    schreibt hier hin und wieder
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    Drogen: ja/nein

    Ich glaube, die gesamte Diskussion greift zu kurz, wenn man die Drogenproblematik an den "äußeren Drogen" festmacht oder machen will....


    Warum nimmt man Drogen? Schon immer wurden sie genommen, aber das Maß des Konsums in unserer heutigen Zeit sprengt wohl alle Dimensionen.... Drogen sind zudem für mich ein recht relativer Begriff, da heute fast alles Droge wird/werden kann.... Droge Arbeit, Droge Fun, Droge Sex... Mir soll keiner mit dem Argument kommen, mit dem Verbot oder Legalisierung von Alk, Hasch oder sonstwas hätte man ernsthaft ein Problem gelöst.
    Das Problem steckt doch in der Aufgabe der Mensch-Werdung selbst! In Zeiten von Umbrüchen, Unsicherheiten und Neuorientierungen, die noch bei vielen im Vakuum vernebelt um Hilfe schreien... Und um all diese inneren Schreie zu betäuben, werden Drogen aller Art konsumiert... Egal ob über techno music mit grauemhaften Dauerstakkato für die Seele oder dem Chemiescheiß...
    Hauptsache: bewusstseinsvernebelt, dass man das alles nicht mehr bewusst aushalten muss!!


    Ich werd zu dem Thema je nach Diskussionsstand noch einiges Schreiben....
    Das nur mal als Beginn jetzt!

  16. #16
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Drogen: ja/nein

    Literatur schaffen, Kunst schaffen ohne Droge, geht das? Unsere Ahnen:


    Goethe: Laudanum
    ETA Hoffmann: Laudanum
    Poe: Laudanum
    Arthur Conan Doyle: Kokain
    Robert Louis Stevenson: Kokain
    Charles Baudelaire: Opium
    Paul Verlaine: Opium
    Arthur Rimbaud: Opium
    Gottfried Benn: Kokain
    Georg Trakl: Kokain (er starb an Überdosis)
    Klaus Mann: Heroin
    Hans Fallada: Opium und Alkohol
    William S. Burroughs: Opium
    Jack Kerouac: Multitoxi
    Ernst Jünger: LSD
    Carlos Castaneda: *räusper*
    Truman Capote: Alkohol, multiple Drogenerfahrungen


    usw. usw.

  17. #17
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Drogen: ja/nein

    Auch wenn mir im Moment ein anderes aktuelles Thema Sorgen bereitet, ein paar weitere bzw. widersprechende Gedanken.

    Hallo Gegenströmung,

    >Ich glaube, die gesamte Diskussion greift zu kurz, wenn man die Drogenproblematik an den "äußeren Drogen" festmacht oder machen will....

    Was heißt „äußere Drogen“? Und was sind dann „innere Drogen“? Ich weiß nicht, was du damit meinst.

    >Warum nimmt man Drogen? Schon immer wurden sie genommen, aber das Maß des Konsums in unserer heutigen Zeit sprengt wohl alle Dimensionen.... Drogen sind zudem für mich ein recht relativer Begriff, da heute fast alles Droge wird/werden kann.... Droge Arbeit, Droge Fun, Droge Sex...

    Ja genau, werden KANN. Damit wären wir schon bei entscheidenden Fragen, denke ich. Was ist überhaupt eine Droge? Was sind die Eigenschaften, die etwas zu einer Droge machen? Daraus resultierend: Wann tritt Sucht ein? Ich denke, dass zunächst die Begrifflichkeiten geklärt werden müssten, um über Legalisierung oder Verbot zu entscheiden.

    >Mir soll keiner mit dem Argument kommen, mit dem Verbot oder Legalisierung von Alk, Hasch oder sonstwas hätte man ernsthaft ein Problem gelöst.

    Nikotin nicht zu vergessen

    >hätte man ernsthaft ein Problem gelöst.

    >Das Problem steckt doch in der Aufgabe der Mensch-Werdung selbst!

    Ui, jetzt wird’s aber haarig. Was ist Mensch-Werdung? Wann ist Mensch-Werdung? Ich behaupte mal, dass es das nicht gibt. Es sei denn, du meinst die Handlung, bei der sich ein weiblicher Mensch und ein männliches Gegenstück paaren, und an dessen Ende halt ein (meistens ein) neuer Mensch geworden ist. Das ist jedenfalls die klassische Methode, aber inzwischen geht’s auch anders.

    Ich denke, du meinst in etwa folgendes: Die Suche des einzelnen Menschen (der er ja schon IST) nach einem Sinn, das Entwickeln einer Persönlichkeit, die so „gut“ wie möglich ist usw. Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt ganz korrekt ausgedrückt habe. Ich weiß auch nicht, ob du das mit „Mensch-Werdung“ meinst. Das Thema ist komplex. Es gehört durchaus in die Drogendiskussion, ist aber auch für sich schon ein interessantes Thema. Ohne Ende, aber darum geht’s ja auch nicht, zum Ende zu kommen.

    >In Zeiten von Umbrüchen, Unsicherheiten und Neuorientierungen, die noch bei vielen im Vakuum vernebelt um Hilfe schreien... Und um all diese inneren Schreie zu betäuben, werden Drogen aller Art konsumiert... Egal ob über techno music mit grauemhaften Dauerstakkato für die Seele

    Entschuldige. Aber das ist vollkommener Unsinn. Auf mich hat Volksmusik und Schlager denselben Effekt. Aber ich sag, wie es ist. Ich hasse die Musik, allerdings erkläre ich diese Musik nicht kurzerhand zur Droge, nur weil sie mir nicht passt. Manche mögen kein Spinat…

    >oder dem Chemiescheiß...
    Hauptsache: bewusstseinsvernebelt,

    Hmm… Ist das die Eigenschaft einer Droge oder von Sucht? Halluzinogene sollen (wissen tu ich das nicht, aus mangelnder Erfahrung) bewusstseinserweiternd sein, also das Gegenteil. Auch Aufputschmittel haben nichts Vernebelndes. Nikotin? Wohl nicht. Es sei denn, man zählt die Kopfschmerzen, das Schwindelgefühl und das Kotzen nach dem ersten Konsum, als vernebelnd. Marihuana, Cannabis und Alk sind's, das ist wahr.

    >dass man das alles nicht mehr bewusst aushalten muss!!

    Ist nicht dasselbe wie bewusstseinsvernebelnd, sondern verdrängend.

    >Ich werd zu dem Thema je nach Diskussionsstand noch einiges Schreiben....
    Das nur mal als Beginn jetzt

    Dito

    @Trist:

    Ich fürchte, dass ist keine zulässige Beweisführung:

    1. Ich schätze (wissen tu ich’s nicht), dass es ebenso viele Schreiberlinge bzw. Künstler gab, die KEINE Drogen nahmen.
    2. Ist der Schreiberling bzw. Künstler wohl kaum ein Maßstab für den Menschen als solchen. Wobei hier auch noch gefragt werden müsste, inwieweit die Drogen dem literarischen bzw. künstlerischen Schaffen, genutzt oder geschadet hat.
    3. Hat das literarische bzw. künstlerische Schaffen des Individuums, nur teilweise, wenn überhaupt, etwas mit dem zu tun, was Gegenströmung „Mensch-Werdung“ nennt.

  18. #18
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Drogen ja/nein

    Was heißt „äußere Drogen“? Und was sind dann „innere Drogen“? Ich weiß nicht, was du damit meinst.


    .....Mit äußeren Drogen meinte ich: Alk, Tabletten, Hasch, Extasy, Pilze usw. usw., also alle, die man von außen zuführt.
    Innere Drogen: Workaholic, Sexuelle Dauerexzesse ohne wirklich Stillungsmöglichkeit und viele andere seelisch/geistige Zustände, die eben nicht nur schöpferisch sind/sein können, sondern so im Übermaß ausgelebt werden "müssen", dass sie zur Schädigung auf der Körper- und/oder Seelenebene führen. Wobei das Maß immer nur ein individuelles sein kann.... also ein Zustand wo Suchtcharakter vorliegt, der nicht mehr wirklich selbstbestimmt ist.




    Ja genau, werden KANN.


    .... Natürlich nur "KANN"... auch hier ist die Kraft oder Schwäche des Individuums entscheidend. Es gibt keine allgemeingültige Meßlatte...


    Damit wären wir schon bei entscheidenden Fragen, denke ich. Was ist überhaupt eine Droge?


    ...Droge ist für mich das, was dann potentiell zur Sucht führen kann..


    Was sind die Eigenschaften, die etwas zu einer Droge machen?


    ....Die Eigenschaften sind für mich sowohl biologisch-chemischer Art mit der jeweiligen Interaktion des Geistes/Psyche/Seele des Menschen wie aber manchmal auch "nur" rein
    psychischer Art, die manchmal auch kaum oder wenig körperlich negative Begleiterscheinungen zeitigen, dennoch aber das Seelenempfinden und das Handlungsmuster elementar beeinträchtigen. Für einen Abstinzenler können vielleicht u.U. 2-3 Schnäpse schon zur Droge werden, die sein Bewusstsein vernebeln und ihn nicht mehr klar handeln lassen. Andere brauchen eine volle Pulle davon, um in den gleichen Zustand zu kommen. Ähnlich bei den "inneren" seelischen Drogen... Zum Individuellen des Maßes habe ich mich oben geäußert.


    Daraus resultierend: Wann tritt Sucht ein?


    ...Für mich tritt Sucht dann ein, wenn es ein so unstillbares Verlangen nach diesem Zustand ist, dass er "mit aller Gewalt", notfalls "künstlich" mittels äußerer Drogen
    erreicht werden muss, weil der Mensch es sonst schier nicht mehr aushält. Notfalls dafür krimininell, antisozial werden muss oder sich sogar umbringt.




    Ich denke, dass zunächst die Begrifflichkeiten geklärt werden müssten, um über Legalisierung oder Verbot zu entscheiden.


    ...Obige Begrifflichkeiten können alle noch durchaus erweitert werden und sollen hier nur als Beispiele dienen...
    Das alles jedoch zu verbieten, wird meines Erachtens überhaupt nicht möglich sein. Vieles davon - z.B. workaholic bis in den Herzinfarkt (Managerkrankheit, siehe Statistiken) - ist weder zu verbieten, noch je zu kontrollieren. Bei vielen anderen ist es ähnlich. Sehr vieles gehört auch zum wertvollen Freiheitsgeschenk des Menschen, das erhalten bleiben muss, selbst wenn es in den persönlichen Tod führen kann.




    Nikotin nicht zu vergessen
    Ok!


    Ui, jetzt wird’s aber haarig. Was ist Mensch-Werdung? Wann ist Mensch-Werdung?


    .... Mit dem Begriff Menschwerdung meinte ich in diesem Zusammenhang die voll ausgereifte, voll verantwortliche Persönlichkeit, die sich in Freiheit (ok, der nächste zu klärende Begriff!) und Bewusstheit in seinem Handeln selbst versteht, selbst reflektiert und alle Konsequenzen aus seinem Handeln bewusst tragen will und diese Konsequenzen möglichst in der Vor-Sicht schon mit bedenkt.


    Ich behaupte mal, dass es das nicht gibt.


    ....Deine Behauptung ist insofern nicht so ganz falsch, dass die meisten Menschen da eben tatsächlich noch im Werdeprozess auf diesem Weg sind. Ich übrigens auch. Aber DAS wäre Mensch-Werdung, wie ich sie hier verstanden haben wollte. Aber ich will nicht den Begriff festschreiben, du kannst gerne einen anderen nehmen... (z.B. Bewusstseinsentwicklung oder anderes).


    Es sei denn, du meinst die Handlung, bei der sich ein weiblicher Mensch und ein männliches Gegenstück paaren, und an dessen Ende halt ein (meistens ein) neuer Mensch geworden ist. Das ist jedenfalls die klassische Methode, aber inzwischen geht’s auch anders.


    ...Nein, nein, die Paarung bzw. Besamung des weiblichen Eies meinte ich keinesfalls. Sondern der später stattfindende geistige Prozess!


    Ich denke, du meinst in etwa folgendes: Die Suche des einzelnen Menschen (der er ja schon IST) nach einem Sinn, das Entwickeln einer Persönlichkeit, die so „gut“ wie möglich ist usw. Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt ganz korrekt ausgedrückt habe. Ich weiß auch nicht, ob du das mit „Mensch-Werdung“ meinst. Das Thema ist komplex. Es gehört durchaus in die Drogendiskussion, ist aber auch für sich schon ein interessantes Thema. Ohne Ende, aber darum geht’s ja auch nicht, zum Ende zu kommen.


    ....Wir kommen uns nahe!


    >Und um all diese inneren Schreie zu betäuben, werden Drogen aller Art konsumiert... Egal ob über techno music mit grauemhaften Dauerstakkato für die Seele


    Entschuldige. Aber das ist vollkommener Unsinn. Auf mich hat Volksmusik und Schlager denselben Effekt. Aber ich sag, wie es ist. Ich hasse die Musik, allerdings erkläre ich diese Musik nicht kurzerhand zur Droge, nur weil sie mir nicht passt. Manche mögen kein Spinat…


    .....Du sprichst jetzt hier von Vorliebe, Neigung, Abneigung. Ich mag all diese Sachen oben auch nicht. Aber sympathische oder antipathische Einstellungen führen nicht unbedingt zur Entgrenzung. Es gibt aber durchaus auch Musikformen, die Drogen- oder Suchtcharakter annehmen können. Aber sie sind in dieser Diskussion zu vernachlässigen. Zumeist sind sie auch kombinatorisch mit Chemie erst gefährlich... sozusagen eher als Verstärker... Also: streich die Musik und deinen Spinat!


    >Hmm… Ist das die Eigenschaft einer Droge oder von Sucht? Halluzinogene sollen (wissen tu ich das nicht, aus mangelnder Erfahrung) bewusstseinserweiternd sein, also das Gegenteil. Auch Aufputschmittel haben nichts Vernebelndes. Nikotin? Wohl nicht. Es sei denn, man zählt die Kopfschmerzen, das Schwindelgefühl und das Kotzen nach dem ersten Konsum, als vernebelnd. Marihuana, Cannabis und Alk sind's, das ist wahr.


    .....Die sogenannte "Bewusstseinserweiterung" tritt bei manchen Fällen vielleicht tatsächlich ein. Jedoch ist sie für mich nur dann eine ECHTE (Qualiltätsmerkmal), wenn sie nicht durch Chemie, Pilze oder sonstige Zusätze zugeführt wird, sondern sich über eine autarke, selbst zu erarbeitende Dauerbewusstseinskraft ohne negative Nebenwirkungen "danach" und ohne irgendwelche körperlichen und seelisch/geistigen Schädigungen einstellt. Das ist jedoch knallharte lebenslange Arbeit.


    Gruß
    Christa

  19. #19
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Drogen ja/nein

    ja, drogen sind nur eine variante, sich vorübergehend dorthin zu mogeln, wohin vielleicht unser aller streben eigentlich geht. (es ist also nur eine von unzähligen möglichkeiten, den falschen weg zum richtigen ziel zu wählen.)
    dass man den erfahrungen dann nicht gewachsen ist, sondern wie die motte ins verderbliche licht strebt bis man zu grunde geht, ist klar.

  20. #20
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Drogen ja/nein

    Oh Tinka, so ganz klar ist das Gott sei Dank ja nicht, da ja nun - dem Himmel sei nochmals Dank - nicht jeder Drogenabhängige automatisch daran stirbt oder in die ewige Verdammnis auf Erden gerät. Für manch einen war und ist die Drogenerfahrung mit Abhängigkeit auch eine wertvolle Erfahrung, aus der man im Nachhinein durchaus eine wertvolle Lebensqualität mit hoher Intensität basteln kann - sofern man die Kraft hat, auch wieder da raus zu kommen.
    Ansonsten geht es aber leider auch vielen so, wie von dir kurz angeführt.

  21. #21
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Drogen ja/nein

    ja, die gibt's auch, die aus abhängigkeiten herauskommen, auch wenn viele meinen, das ginge nicht, und die überlebenschance sei nur die absolute abstinenz.
    aber diese "geretteten" sind die, die stark genug geworden sind und die droge bzw. das suchtmittel nun nicht mehr brauchen.

  22. #22
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Seit die GRÜNEN die Macht besitzen, ist das Thema nicht mehr so interessant. Wenn beinahe alle vollgedröhnt durch die Gegend wackeln, hat das seinen Reiz verloren.

  23. #23
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Das mit den Drogen ist eine ganz schlimme Sache und, selten genug, weiß ich hier einmal, wovon ich spreche und erlaube mir darüber hinaus die Behauptung, dass seit der irrationalen Machtübernahme seitens der verdammten Grünen Deutschland Handlanger us-amerikanischen Imperialismus geworden ist bei gleichzeitiger Beschneidung des eigenen Militärapparates und unter Infragestellung der für eine "echte" Demokratie (hahaha) so immanent wichtigen Wehrpflicht (die meiner Meinung nach
    1. viel zu kurz gefasst ist und
    2. deren Möglichkeiten im Hinblick auf soziales und ökologisches Engagement viel weiter ausdifferenziert werden könnte).

    Cannabisprodukte zu legalisieren ist meiner Auffassung nach keine Frage mehr der dahinterstehenden Ethik, sondern nur noch eine Frage der Zeit. Immerhin gibt es Pfeifen, aber auch mittlerweile Koksspiegelchen, Klinge und Röhrchen in jedem gutsortierten Plattenladen, stadtbekannte Drogenumschlagplätze werden seitens der Polizei in den Großstädten nur noch beobachtet und das aktuell unter anfälligen Jugendlichen top gehandelte musikalische Machwerk von Bushido steht auf Platz 3 der Charts und heisst "Carlo, Cokxxx, Nutten 2". Es wird meines Erachtens nach übersehen, dass nicht Haschisch das Problem ist, sondern die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz leistungsfördernder Drogen: Kokain ist nicht länger der Goldstaub der feinen Gesellschaft, es ist Alltagsantrieb und stimulante Motivation, weiterhin den marktwirtschaftlichen Zugzwängen beizuwohnen, ohne den Kern seiner Identität unliebsam in die SS-Uniform des allgegenwärtigen Leistungsfaschismus zu pressen. Wer nicht laufen kann, muss sterben. Obwohl ich selber das ein oder andere Mal rauche, weil ich ansonsten durchdrehen würde, bin ich bislang gegen eine Legalisierung. Denn wenn schon legal, dann alles und nicht nur die Markenprodukte renommierter Pharmaproduzenten. Etwas Rohypnol hier, etwas Amphetamin da, nicht wahr?!

  24. #24
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Drogen ja/nein

    http://www.welt.de/vermischtes/artic...usgehoben.html

    als ob es nichts wichtigeres gäbe. solange alkohol legal ist, ist die diskussion über die maße und den umfang des haschisch- und marihuana-konsums reichlich verlogen.

  25. #25
    tarouxx
    Status: ungeklärt

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    hallo...also ich habe schon sehr viele erfahrungen mit drogen und den leuten die diese nehmen gemacht und deshalb werde ich das ganze mal nich aus der sicht des reporters bei n24 oder so schreiben, sondern allein aus meiner sicht.


    viele menschen denken, drogen ziehen einen auf das unterste level auf den sich ein mensch befinden kann, doch es ist einfach nicht immer so.
    zb:
    viele freunde von mir die öfter gras rauchen, haben eine viel verzweigtere denkweise, ihnen fallen plötzlich dinge auf die man noch nie wirklich wahrgenommen hat, viele erzählten mir auch charakterzüge von mir und anderen, zum teil auch von sich selbst, auf die ich noch gar nicht bemerkt hatte, obwohl diese aber vorhanden sind. es gibt viele menschen die, die "droge" cannabis achten und nciht missbrauchen, das heißt, dass man es nur für sich selbst macht(zb gegen schmerzen oder depressionen) und es auch nciht so weit treibt, dass man gar nichts mehr mitbekommt und nur noch völlig stoned auf dem sofa sitzt. der miss brauch dieser natürlichen droge, die schon seit mehreren tausend jahren genutzt wird, macht es erst m?glich, dass viele menschen ein sehr negatives bild von dieser droge haben.
    die daraus folgenden verbote die wir in deutschland vorfinden, ziehen eine noch viel schlimmere folge mit sich. denn der daraus entstehende illegale handel ist wie ein magnet für junge leute, sie wollen schnelles geld machen und geraten sehr schnell in den kreis der dealer, das dealen is wie eine sucht für sie. sie lassen sich von den andern die schon länger drin sind leiten und anstiften mehr zu kaufen und mehr zu verkaufen. die jungs die mehr kaufen müssen aber all dies auch wieder los werden, da es aber auch schwierig ist alleine große mengen an den einzelmann zu verkaufen fragt man einen seine konsumenten ob er nicht mehr kaufen will zu besseren preisen...dann hat man ganz schnell anstatt 10 kleine abnehmer nur noch 2 größere...nach diesem schneeball-system baut sich alles weitere auf. am ende bauen viele dieser dealer selber an, werden also grower da man sonst nicht die preise halten kann, unabhängig ist und oft größere einnahmen hat und deshalb entsteht die wirklich schlimme sucht erst durchs dealen, nämlich die sucht nach dem geld. deshalb würde die aufhebung des verbotes für cannabis enorme positive folgen auf die jugend haben (natürlich sollte eine alters begenzung von mindestens 18 bleiben).
    man muss doch eigentlich nur mal in die niederlande gucken, dort kann man es legal kaufen und bis zu 5 pflanzen selber anbauen. dort gibt es weniger drogentote und leute die jeden tag so viel gras rauchn das sie nicht mehr können als hier, da sie schon von klein auf mit der droge aufwachsen und dadurch der reiz es auszuprobieren fehlt. es gibt ein sprichwort...man will immer das haben was man nicht haben darf/kann.


    chemisch hergestellte drogen wie zb koks, extasy oder christal sind die wahren drogen, die immer verboten bleiben müssen da sie einem jegliches handlungsbewustsein nehmen, man ist wie ferngesteuert und keinerlei mehr herr über sich selbst. da diese drogen von den entwicklern so aufgebaut sind, da sie ja nicht auf ihrem zeug rumsitzen wollen, dass sie ein enormes potential an stoffen haben die suchtfördernd sind und sie dadurch noch gefährlicher sind als natürliche. aber da ich keine weiteren erfahrungen auf diesem gebiet (nur von hören/sagen) habe will ich lieber nichts falsches schreiben und lass es deswegen lieber.


    selbsverständlich kann jede droge, egal ob alkohol, cannabis, extasy, nikotin oder kaffee einen zu boden raffen. es kommt auf einen selbst an, wie lange man die droge beherrscht, denn wenn sie dich beherrscht ist alles vorbei, man kann selber nichts mehr machen, ohne hilfe ist man an diesem punkt einen grauenhaften ende geweiht.
    alles in allem würde ich sagen das eine lockerung der gesetzte, eine bessere aufklärung und vorallem eine stärkung des selbstbewusstsein, der selbstbeherrschung (zb schon in der ersten klasse) große erfolge erzielen würde.
    darüber hinaus komme ich zu dem entschluss, dass die sucht die die droge cannabis ausstrahlt, ein schatten im gegensatz zum dealen und der entstehenden sucht ist...

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