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Thema: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

  1. #1
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    Post Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    12.12.2001: "Kiffen" wird straffrei - Ständerat revidiert Betäubungsmittelgesetz


    Der Konsum und der Anbau von Cannabis sowie der Handel in nicht gesundheitsschädigenden Mengen wird toleriert. Der Ständerat hat am Mittwoch, den 12.12.2001, als Erstrat das Betäubungsmittelgesetz revidiert.




    Bern (SDA/BaZ):
    "Kiffen" wird straffrei, der Anbau von und Handel mit Cannabis in nicht gesundheitsschädigenden Mengen wird toleriert. Der Ständerat hat am Mittwoch, den 12.12.2001, als Erstrat das Betäubungsmittelgesetz revidiert. Er warnte aber vor einer Banalisierung von Drogen. Im Zentrum des Gesetzes stehe jedoch nicht die Cannabis- Legalisierung, sondern die Verankerung der bundesrätlichen Vier- Säulen-Politik, betonte Kommissionssprecherin Christine Beerli (FDP/BE).


    Die Ziele Prävention, Therapie und Wiedereingliederung, Schadensverminderung und Überlebenshilfe sowie Kontrolle und Repression werden erstmals gesetzlich verankert. Gleichzeitig wird die kontrollierte Heroinabgabe, die bisher befristet zugelassen war, auf eine rechtliche Basis gestellt. Der Schutz Jugendlicher bis 18 Jahren und die Prävention werden im Gesetz gestärkt, die Führungsrolle des Bundes festgeschrieben. Die direktesten Auswirkungen auf bisher illegale Drogen Konsumierende haben jedoch die neuen Bestimmungen in Bezug auf die Cannabisprodukte. Konsum sowie Anbau, Herstellung, Besitz und Erwerb zum Eigenkonsum werden neu straffrei.


    Eingeführt wird zudem das Opportunitätsprinzip: Der Bund kann bei der Strafverfolgung Prioritäten festlegen. Legt er diese fest, wird bei Anbau, Herstellung und Verkauf von Cannabisprodukten auf Strafverfolgung verzichtet, wenn sie keine erhöhten Gesundheitsrisiken bergen und an über 18jährige abgegeben werden. Gestrichen hat der Rat auf Antrag seiner Kommission einen Artikel, nach dem auch bei Besitz zum Eigenkonsum und Konsum harter Drogen gemäsz Opportuinitätsprinzip auf Strafverfolgung verzichtet worden wäre. Dies ist nach der Fassung des Ständerats nur noch in Gassenzimmern straffrei.

  2. #2
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    die Schweizer sind halt nicht blöd, bald werden die die ersten sein, und eine Steuer einführen. Warum sollte ein hellsichtiger Staat, das Rauschgiftmonopol der Mafia überlassen? Da hat man doch keine Kontrolle mehr, das mag der Schweizer gar nicht. Aber ich hoffe sehr, daß es hier auch bald so weit ist, da ich mich nicht gerne unter zugigen Brücken mit unbekannten, flüsternden Dealern treffe. Dann schon lieber in die NL, wo in gepflegten kleinen Geschäften eine reiche Auswahl vorhanden ist. Ich bin dann auch immer sehr angetan, wenn ich alte Mütterchen dort ihre Einkäufe machen sehe. Shit ist eine wirklich klasse Droge, gebt den Leuten auf den Fussballplätzen was zu kiffen, dann lachen sie sich tot über jedes Tor das sie kassieren müssen. Keine Prügeleien mehr.... Das Problem dieser Droge ist, sie motiviert nicht zu Leistung, also völlig anders als Kokain, wer kifft sitz still vergnügt in der Gegend herum und genießt das Leben. Wirtschaftlich ist diese Droge sicher gefährlicher als Alkohol, sicher auch darum von einer Leistungsgesellschaft nicht gerne gesehen. Obwohl einige Dinge kann man da noch gut machen, z.B. Musik, vielleicht malen, schreiben schon kaum noch....aber Ideen entwicken für Geschichten, nur muss man sie sofort festhalten, sonst sind sie wieder weg. Eine schöne Möglichkeit das Denken in andere Bahnen zu lenken. Vor allem nicht so heftig wie LSD oder Mescalin, das sind Hämmer die sich 12 Stunden hinziehen, ohne Entrinnen und wenn du schlecht drauf bist, verbringst du diese Zeit unter Monstern. Shit ist gut zu dosieren, wirkt nur kurz und mach friedlich. So gesehen genau die Droge die im Augenblick weltweit am nötigsten wäre - bis auf die kurze Wirkungszeit.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Hihihi, es soll auch Leute geben, die nich den *ganzen* Tag kiffen! Ebenso wie jene, die nur gelegentlich saufen, und dann meist auch nicht zu Höchstleistungen motiviert sind.


    Die Schweizer haben eigentlich nur die Gesetzgebung der Realität angepasst - soviel Realitätssinn ist allerdings für Politiker bemerkenswert. Vielleicht ist nach Beendigung der "Hexenjagd" dann auch endlich mal eine vernünftige, argumentative Auseinandersetzung mit diesem Thema möglich.


    Bei den Schwulen und Lesben ging es doch auch irgendwie...

  4. #4
    kls
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Ich sage dazu wenig. Kein Abriss über die Hintergründe der BTM-Paragraphen.


    Keine Hinweise auf meine eigene Drogenkarriere.


    Keine soziologischen, psychologischen Stellungnahmen.


    Mit den Worten von einem berühmteren Menschen, als ich jemals einer werden kann:


    "In meinem Reich hat jeder das Recht nach seiner eigenen Fasson vor die Hunde zu gehen."

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    es ist erst beim ständerat, aber immerhin...

  6. #6
    kls
    Laufkundschaft

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Das Leben beisst zurück oder lerne zu klagen ohne zu leiden. (Auszug, recycled))


    Im Juli wurde geübt. Gerechtigkeit! Finde ich ja im Prinzip gut, aber warum ausgerechnet schon wieder an mir? Diesmal verdankte ich es einem dieser sporadisch auftauchenden suizidalen Anfälle. Zum Sterben brauche ich 40 Valium, einen Strick und ne Überdosis Heroin. In den Wald fahren, die Valium schlucken, Strick um den Hals und wenn die Wirkung einsetzt den goldenen Schuss abdrücken. Das müsste doch endlich mal funktionieren. Aber die grün Lackierten hatten mich wie einen Pennäler mit zwei Gramm vorm Bahnhof abgegriffen. Peinlich, peinlich!


    Aus lauter Wut über die Bullen, welche mich um einen ehrenvollen Abgang gebracht hatten (später gab ich es ja zu mindestens mir selber gegenüber widerstrebend zu, nämlich, dass ich mich wohl auch habe packen lassen wollen), schmiss ich alle Valium auf einmal ein. Ich schlief an die 90 - 100 Stunden und hatte 14 Tage lang Sprachstörungen. Kurt fiel mir stinkbesoffen um den Hals: "Du Arschloch, wie kannst du so was machen, wir haben dich doch alle so lieb." Ich war zu Tränen gerührt. Bestimmt hatte er als Betreiber vom "Blöden Egon" Angst auf meinem Deckel sitzen zu bleiben. Beate traute sich nicht, mir ihr Kind in den Arm zu legen - ich muss schlimm ausgesehen haben. Heiko strafte mich mit Verachtung. Die kleinen Mädchen, vornehmlich Frauke, Natalie und Silke, welche mich wohl adoptiert haben müssen (VÖLLIG ABGEDREHT ABER LIEB UND HARMLOS) setzten sich zu mir und lauschten meinem Blues. An dieser Stelle vielen Dank für diese sozialhygienischen Maßnahmen gegen meine emotionale Umweltemission.


    Ich ließ mir die Haare schneiden. Die 20.-- DM, welche ich dafür benötigte lieh ich mir gleich drei mal. Dann warf ich mich in einen Anzug. Ein flammendes Fanal für das Recht auf Rausch sollte es werden. Z.B.:


    1. Ist der individuelle Anspruch eigene Entscheidungen zu treffen, auch Fehler zu machen, nicht höher einzustufen, als die Fürsorgepflicht der Gesellschaft? Wer ist denn geschädigt worden? Wo kein Geschädigter ist, sollte auch kein Ankläger sein und bestimmt kein Richter.


    2. Im Mittelalter wurden Selbstmordversuche mit dem Tode bestraft. Sehr sinnig. Leute, die Heroin konsumieren sind nun mal Selbstmörder.


    3. Irgendwo im Grundgesetz steht etwas von dem Recht nach Glück zu streben. Das schließt doch bestimmt auch das Recht ein nach Unglück zu streben. (Wenn's denn glücklich macht...)


    Aber dann war ich natürlich bloß ganz kleinlaut und kam mit 900,-- DM Geldstrafe davon. Ich hatte mit 2.000,-- DM gerechnet. Einem Sozialhilfeempfänger eine Geldstrafe zu verpassen halte ich für mindestens ebenso sinnig, wie Todesstrafe bei Suizidversuch.

  7. #7
    beobachter
    Laufkundschaft

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Wieso sind eigentlich die meisten Gegner einer Legalisierung alkoholabhängig, Junkies oder Politiker? Mehrfachnennungen erlaubt

  8. #8
    kls
    Laufkundschaft

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Einige Anmerkungen zu einem gesellschaftlichen Problem


    Wie es Anfing: Gleichsam die Sexwelle ein eher äußerst angenehmes Nebenprodukt der Reklame, ist die Drogenwelle das ungeliebte, gern geleugnete Kind der 68er Bewegung, auch wenn man die Ursachen noch weiter zurück verfolgen kann. Niemals hätten sich die Initiatoren allerdings träumen lassen, dass ihr Motto: "Frei sein, high sein, Haschisch muss dabei sein." dermaßen entarten könnte.


    Wir wollten die Köpfe befreien - Phantasie an die Macht, wir waren die Geburtshelfer einer besseren Zukunft.


    ***Auszug aus einem Scribt: Der Mensch hat als Kleinkind bestimmte reale Bedürfnisse. Durch allzu häufiges Ignorieren von Seiten der Eltern tritt ein sogenanntes Splitting ein, das Kind fängt an seine Bedürfnisse symbolisch zu leben, da diese so leichter befriedigt werden können. (Also: übermäßiges Essen z. B. oder Stehlen oder schlichtes Quengeln, - das werden dann die Simulanten) Aber es wird nie genügend Macht, Geld, Sex, Drogen, Fernsehen, Fressen, Alkohol u.ä. geben um unsere wahren Bedürfnisse zu befriedigen. (...)


    Deswegen sehnen wir uns nach dem verlorenen Paradies. Dieses scheint mir sowieso das wichtigste Kennzeichen eines Rauschgiftusers zu sein. Infantile Regression, der zum Scheitern verurteilte tragische Versuch das Glück der Kindheit noch mal einzufangen. Und das hängt nun wirklich nicht mit der Frage zusammen, ob unsere Kindheit glücklich war oder nicht, aber es ist die einzige Zeit, in der wir Augenblicke echten Glücks erleben. Es gibt einfach noch kein Gefühl für Sorge. Die Konfrontation mit den Dingen dieser Welt ist noch zu lebendig.***


    Heute sind wir keine Kinder mehr, wir haben keine Ausreden. Wir wissen, was wir tun. Dennoch häufig bewusst das Falsche. Um im Nachhinein die Aufmerksamkeit unserer Eltern zu erlangen? Wie ein Workoholik, der bis zur Bahre ein Getriebener bleibt, seinem Vater die eigene Tauglichkeit zu beweisen.


    Ja, so bitter sich die Wahrheit auch anhören mag, es gibt kein Entrinnen. Was wir tun können ähnelt einem hydracesken Schattenkampf. Das Muster durchschauen und durch ein anderes ersetzen - oh ja, so stark ist der menschliche Wille schon, nur die Natur der Sache macht ihm dennoch einen Strich durch die Rechnung. Denn an den Ursachen für neurotisches Verhalten kann nichts mehr geändert werden, - man kann ein zerstörtes Urvertrauen nicht mehr reparieren.


    Wir können neurotisches Verhalten umleiten, in mehr gesellschaftskonforme und weniger gesundheitsschädigende Bahnen lenken, doch damit wird das ursächliche Problem nur verlagert, verschleiert und manchmal sogar zu einem angeblich "gesunden" Verhalten erklärt.


    Deswegen finde ich Ex-Junkies noch widerlicher als Junkies, denn diese sind ehrlicher. Sie wissen genau, dass sie sich symbolisch benehmen, selbst wenn sie es nicht ausdrücken k?önen.


    Zum Eingangstext:


    Ich bin dafür, dass sich die Judikative komplett raushalten sollte. Oder der Staat soll ein Gesetz erlassen, welches einem garantiert hilft, das innere Gleichgewicht herzustellen - sich selber zu ertragen.


    Bei aller Polemik, natürlich ist der Stoff komplizierter, - wie immer. Aber Verelendung, Prostitution, Mafia und hässliches Sterben muss nicht sein. Und Cannabisprodukte sind ein Segen. Inzwischen anerkanntes Medikament in der Krebsbehandlung, man kann es tatsaechlich auf Rezept kaufen; vor einigen Jahren wurde in Spanien! jemand mit drei Kilo Haschisch freigesprochen, weil er Krebs hatte. Mir bekommt es auch sehr gut und ich leite immerhin einen 25 Mann Betrieb unter schwierigsten Rahmenbedingungen. Kyra ist auch ein guter Beweis, dass "Hash macht lasch" nicht immer zutrifft.


    So. Und nun qualmt mir der Kopf. Jetzt muss ich erst mal wieder mit fermentierter asiatischer Rauchware meinen THC-Spiegel anheben. (schnorchel-schnorchel-ahhhh)



  9. #9
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    Post AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Kiffertypen


    Völlig falsch zu glauben, jeder würde auf die gleiche Art an einem Joint ziehen, da gibt es die unterschiedlichsten Rauchertypen. Stellen wir uns einen friedlichen Nachmittag in einer Berliner Altbauwohnung vor, der Kohleofen ist angeheizt, die Wand hinter ihm mit Alufolie verkleidet. Eine gemischte Gruppe junger bis nicht mehr janz junger Menschen hat ihr sonntägliches Frühstück beendet. Der große Holztisch ist reich gedeckt, die Wurst wird langsam trocken, einer macht schon mal eine Flasche Wein auf.
    Etwas zurückgezogen, in der Ecke mit dem Sessel und dem kleinen runden Tischchen mit der indischen Decke darüber, sitzt einer der nicht mehr ganz so jungen Männer. Voller Konzentration streicht er das Tischtuch glatt, und legt dort feierlich ein Päckchen mit Zigarettenpapier, Tabak und einen kleinen, in Alufolie eingewickelten Klumpen hin. Dies wird von der Runde am Tisch natürlich bemerkt, und ein ehrfurchtsvolles, unterdrücktes Warten setzt ein, während jener Mann in der Ecke kunstvoll beginnt, einen Joint zu bauen. Er muss groß, nicht zu fest, aber fest genug sein - gleichmäßig gerundet mit einem Stückchen Pappe als Mundstück.
    Ist er schließlich fertig, kommt er lässig zu den anderen zurückgeschlendert, setzt sich auf seinen Platz, sieht einmal in die Runde, bevor er die Spitze der Tüte weg brennt. Er ist ein Profi, zieht langsam den Rauch in den Mund, lässt ihn einige mal zum Abkühlen durch die geblähten Backen streichen bevor er ihn tief einatmet. Dann senkt er den Kopf, leicht zur Seite geneigt, um den Hustenreiz zu überwinden und reicht den Joint ohne hinzusehen weiter. Hier sitzt ein junges Mädchen, scheu greift sie ihn, setzt ihn vorsichtig an die Lippen, zieht vorsichtig den heißen Rauch in die Lunge, Tränen treten ihr in die Augen, dann gibt sie ihn, unter prustendem Husten an den nächsten weiter, ihren Freund. Der blasse Jüngling will sich keine Blöße geben, hält sich die Tüte senkrecht vor das Gesicht, streckt wie ein Fisch die Unterlippe vor und lenkte den Rauch mit einem heftigen Atemzug in seine Lunge. Während er schon weiterreicht, beginnt er mit einem Arm zu fuchteln, in dem Augenblick, wo er endlich beide Hände frei hat, flattert er, den Kopf starr zur Decke gerichtet, mit beiden Armen um schließlich mit lautstarkem Husten den Rauch wieder in die Runde zu schicken. Meist folgt noch eine anerkennende Bemerkung, wie Guter Stoff, oder Afghane, hmm? Die etwas ältere Hippiebraut neben ihm, nimmt das Teil mit der inzwischen beträchtlichen Glut an der Spitze, gekonnt entgegen, sieht es einen Moment kritisch an, klemmt es sich zwischen Mittel- und Ringfinger, macht eine lockere Faust und formt mit der anderen Hand einen Höhlung darum. Sie zieht den Rauch durch die Öffnung der überkreuzten Daumen ein, erst einen kurzen Zug, um ihre Lunge einzustimmen, dann fällt sie ihre Lungen langsam und intensiv, hält den Joint noch kurz in ihren Händen, dann reicht sie ihn freundlich an das Mädchen neben sich weiter. Die hat die Szene schon die ganze Zeit mit Unbehagen beobachtet, will schon den Kopf schütteln, entschließt sich aber doch, zögernd und ungeschickt den Joint anzunehmen. Inzwischen hat sich über der Glut ein Hut aus Asche gebildet, ängstlich starrt sie das Gebilde an. Sie will sich nicht blamieren, also führt sie ihn etwas zittrig an dem Mund, hält ihn dabei waagerecht wie eine Zigarette und gibt vor einen Zug zu nehmen. Weites bleibt ihr erspart, da die Asche mit etwas Glut ihr in den Schoß fällt. Mit einem kleinen Schrei springt sie auf, der Joint kullert über den Tisch - bei der nächsten Runde wird sie keiner drängen, wenn sie ablehnt. Ihr Nachbar hat sich den letzten Zug gesichert. Er setzt das Papprohr vorsichtig an den Lippen an, der Rauch ist inzwischen sehr heiß, nimmt kleine Züge, kühlt sie in mit etwas nebenher eingesogener Luft, um den Rauch schließlich tief in seiner Lunge zu deponieren. Dabei bleckt er die Zähne, zieht die Oberlippe weit hoch, versucht wie Jack Nicholson in Easy Rider auszusehen. Dann ist die Erste Runde um. Jetzt erst atmet der Konstrukteur des Joints, langsam aus, mit selbstgefälligem Lächeln stellt er für sich fest, dass sein Atem keine Spur von Rauch mehr zeigt. Er hat nichts verschwendet.

  10. #10
    kls
    Laufkundschaft

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Kyra: Kiffertypen (...)


    Ich bewundere das Treffende Deiner Beschreibung. Das sollte ich auch mal üben. Genaue Beschreibung von banalen Vorgaengen.


    Zum Inhalt: So war es, so ist es und so sollte es auch bleiben, denn so ist es gut. Verschlossen und bekündet im Jahre 51 n. S. (n. S. = Nach Saligmanns Geburt)


    Ulkig ist auch in diesem Zusammenhang, dass in einigen Staaten von Indien der Alkoholgenuss verboten ist. Zu Kiffen und Opium aus Gouvermentshops gibt es wie doof, aber Nein!, die Leute wollen, auf Teufel komm raus, ihr Feuerwasser. Deswegen auch diese periodischen Massenvergiftungen durch Methylalkohol, womit bewiesen w?re, dass Strukturen, selbst wenn sie völlig bescheuert sind - in diesem Falle die längst unwichtig gewordenen Bilanzen der Ost-Indischen-Gesellschaft, sich halten...und halten...und halten...


    Vernunft ist das Letzte, was uns Menschen auszeichnet.

  11. #11
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    erstellt von kls:
    Das sollte ich auch mal üben. Genaue Beschreibung von banalen Vorgaengen.

    das macht einfach Spass, sich wieder genau daran zu erinnern.

  12. #12
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Mehr (Literarisches) davon.


    Mir fehlen diesbezügliche Erfahrungen, auch die Not, die hier Erfahrung ständet. Ich träume so schon bunt genug. Wollen wir's mal nicht übertreiben, sag ich mir. Allerdings habe ich zwei Mal an einer solchen Kifferrunde teilgenommen. Das erste Mal verhielt ich mich ungefähr so wie der junge Mann, den Kyra in ihrem vorletzten Posting beschrieb. Beim zweiten Mal reichte ich die Tüte einfach weiter. Nix für mich. Als Karo-Raucher, der ich nun mal seit etlichen Jahren bin, wunderte man sich zwar in der Runde, aber das war dann den anderen auch egal. Gab es mehr für sie.

  13. #13
    kls
    Laufkundschaft

    Post AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    AUTOBIOGRAPHISCHR AUSSCHNITT 1967 - 1969


    Nachdem ich vom Internat geflogen war liess ich mir die Haare wachsen und die Lehrstelle als Maschinenschlosser, welche mir meine Mama besorgt hatte liess ich auch schnell sausen.


    Andere, welche ähnlich dachten fanden sich zusammen und wir waren ganz ohne jeden Zweifel die tollsten Jungs in Bielefeld. Klar war, daß Drogen prima sind, die Gesellschaft fürn Arsch und die Mädchen eine eindeutige Bestimmung hätten.


    Mal fuhr der Eine nach Kopenhagen, um mit 'nem halben Liter Opiumtinktur zurückzukehren, dann wieder brachte ein Anderer aus Berlin LSD Lösung mit, welche wir auf Traubenzuckerstückchen träufelten. Die Türkisch - Connection lief gut, es gab also genügend Shit, den wir uns selber pressten, na ja, der ein oder andere mischte schon die abenteuerlichsten Sachen darunter, war ja für die Blöden, denen man auch schon mal Spinat mit Mehl gepanscht andrehen konnte.


    Die Bullen waren harmlos, wir waren so unbedeutend, daß es noch nicht einmal ein eigenes Dezernat für Rauschgiftdelikte gab. Ich glaube mich zu erinnern, daß dieses unter Einbruch lief.


    Jeder hatte irgendwo ein Spritzenbesteck, das soziale Prestige stieg und fiel mit der Qualität der Pumpendose, denn damals gab es noch keine Plastikspritzen, und wir spritzten einfach ALLES, was uns unter die Finger geriet.


    Als Kurts Vater starb, räumten wir, die Rote Liste in der Hand seine Praxis ab, und schwelgten wochenlang ohne den Hauch eines schlechten Gewissen im Wahn. Schon mal etwas von Psyquill gehört? Wirkte so, wie es hiess, hat mir persönlich aber wenig Spass gemacht.


    Ein Kumpel, welcher sich das Kodein gleich kiloweise von einem pharmazeutischen Unternehmen in der Schweiz zuschicken liess, kam mir eines Tages mit 'nem total tollen Supertörn an: Skopolamin (Das ist dieses Zeugs, was als Wahrheitsserum durch die Agentenromane geistert), direkt unter die Haut zu spritzen. Ich weiss nur noch, daß ich ca. 200 x aufs Klo musste. Die Pissuares sahen aus wie weissbekittelte Männer in Hockstellung und Gasmasken auf, und denen in den Schoss zu pinkeln fühlte ich mich nun doch nicht abgebrüht genug.


    Tja, und weil das Klo Zähne hatte musste ich in die Badewanne pissen.


    Noch gab es keine Verluste zu beklagen, wir waren ja alle erst kurze Zeit dabei und es gab auch kein Heroin. In der Tat habe ich dieses pulverisierte Böse erst gegen Ende der 70er Jahre kennengelernt, und da war ich schon zu alt, um keine Angst mehr zu bekommen, als ich merkte, wie gierig ich davon drohte draufzukommen.


    Es gab aber jede Menge anderer Opiate: Pantopom, Polamidon, Eukodal, türkisches Rohopium, Chinesisches Gesäubertes, Dolantin, grünliche Rohmorphinkristalle, Kodein, div. Tinkturen, Dilautit, Dicodit und was weiss ich noch alles, und wir machten es nieder, gerade so wie es kam...


    Abends trafen sich die, welche noch konnten in der Jazzklause, wo laut ungeschriebenem Gesetz der hinterste Raum für uns reserviert war, d.h.: nur für Langhaarige, welche cool bis blöde vor sich hinstierten.


    Und Berlin. BERLIN!!! Das Mekka der Bewegung. Die Politischen hatten sich noch nicht von den Drogies abgenabelt und unter Umständen konnte es einem passieren, daß man nachts im Doppeldeckerbus mit Kuntzelmann einen durchzog oder man erfuhr ganz nebenbei, daß das Heck gerade in der K1 bei Uschi Obermeier eingekauft worden war.


    Also, jeder der etwas auf sich hielt MUSSTE mindestens einmal in Berlin gewesen sein, bis der Trend dann umschlug und jeder Berliner einmal in Bielefeld gewesen sein wollte.


    In den Morgenstunden klapperten wir die Supermärkte ab um ganze Kofferladungen mit Quark und anderen Milchprodukten auf den Küchentisch der Ersten Bielefelder Kommune auszuschütten, wo der Dreck dann langsam vergammelte, bis 'ne Tante im Speedwahn draufgeschickt wurde endlich auch mal wieder sauber zu machen, verdammt noch mal!


    In Amsterdam gab es eine Kneipe, wo man geklaute Autoradios direkt in Pervetintabletten umtauschen konnte, rein in den Löffel, kurz aufgekocht, durch Watte gefiltert (welche man für Notzeiten zurücklegte) und ab in die Blutbahn damit, um die nächste Runde über die Einstellplätze neben den Grachten zu drehen. Bis man mich, incl. entspr. Verm. im Ausweis wieder nach Deutschland abschob.


    Nein, wir waren nicht wirklich süchtig. Wenn einmal nichts zu bekommen war und es uns dreckig ging, konnten wir einfach keinen Zusammenhang erkennen, hielten es für eine Grippe, zogen einen durch und steckten es weg, wir hatten ja alle eine Mordskondition, - damals - ...


    Ach ja, und die armen Mütter. Ab und zu fielen wir geschlossen bei einer Mutti in ihrer Wohnung ein, um uns mal wieder richtig satt zu essen, oder um unsere Sackratten mit Jakutin zu bekämpfen, während der traurigen Frau unser Undank gewiss war. Diese Muttis waren echt arm dran, obwohl wir nicht bösartig waren - wir wussten es halt nicht besser.


    Langsam verlor sich dann doch unser Wir gegen den Rest der Welt - Gefühl. Wenn ich mich nicht verzählt habe sind von der ursprünglichen Truppe nur noch drei übrig. Die anderen gerieten unter die Räder der Zeit, was allerdings ein recht unvollkommener Ausdruck für einen äusserst hässlichen Vorgang ist.


    Die ersten soziologischen Stellungnahmen wurden veröffentlicht, Ärzte und Psychologen promovierten über dieses Phänomen, nicht wenige tauchten ab und wurden radikal, und das schien es auch wohl gewesen zu sein...


    In jener Zeit habe ich auch eines meiner ersten Gedichte geschrieben.


    DIE 18ER NADEL, DIE ZWEI QUBIK GUN,
    DU STOCHERST HERUM - SUCHST DIE VENE IN DEINEM ARM
    EIN KURZER RUCK, DU ZIEHST DEN KOLBEN AN
    EIN BLUTFADEN ZEIGT SICH, DU DRÜCKST AB, UND DANN


    LÄSST DER FLASH DIR FAST BEIM FIXEN
    DEN REST DEINES HIRNS AUS DEN OHREN SPRITZEN


    DU SINKST AUF DEINE MATRATZE ZURÜCK
    SELIG LÄCHELND - VOLLER GLÜCK
    KOMM KUMPEL, KOMM, ZIEH MIR DIE NADEL WIEDER RAUS
    DU LEGST DICH AB UND BAUST DIR EIN HAUS


    UND VERLIERST DICH IN DEN RÄUMEN
    DU DARFST FÜR EIN, ZWEI STUNDEN TRÄUMEN
    HERRLICHE ZUFRIEDENHEIT
    LULLT DIE SEELE - SCHLIEREN GLEICH


    UND DU FÜHLST DICH BESSER, KLÜGER, WEISER
    DU FÜHLST DICH WIE EIN HALBER KAISER


    DANN RÄUMST DU EINE APOTHEKE LEER
    UND IN DER ZELLE WUNDERT'S DICH SEHR
    UND IRGENDWER HOLT DICH AUS DER SCHEISSE WIEDER RAUS
    UND STECKT DICH GLEICH INS NÄCHSTE KRANKENHAUS...


    DA LIEGST DU NUN AUF DEINEM KRANKENZIMMER
    UND DER BOCK AUF DIE DROGE WIRD IMMER SCHLIMMER.
    UND VIEL DISTRANORIN IN DEINER BLUTBAHN
    DA IS NIX MEHR MIT FLIEGEN WIE EIN TRUTHAHN


    DANN HAST DU DIE SACHE EINES TAGES SATT
    UND HAUST DES NACHTS GANZ EINFACH AB.
    UND EINE STUNDE SPÄTER BIST DU WIEDER VOLL
    ICH FRAG MICH, WAS DIESES SCHEISSSPIEL WOHL NOCH SOLL


    ZUM STERBEN ZU FEIGE, ZU FEIGE ZU LEBEN
    SO NIMMST DU UND NIMMST, UND HAST NIX ZU GEBEN.


    NUR NOCH EINEN EINZIGEN SCHUSS
    SO SCHWÖRST DU DIR - UND DANN IST SCHLUSS.
    DOCH MIT DEINEN STECKNADELKOPFPUPILLEN
    HAST DU EH KEINEN EIGENEN WILLEN


    LOGISCHERWEISE FIXT DU DANN
    AUCH NOCH EIN KLEINES MÄDCHEN AN.


    UND IRGENDWANN AUF'M DISKOTHEKENKLO,
    ODER AUF DEM SPIELPLATZ, ODER SONST IRGENDWO
    FINDET MAN DEINE ZIEMLICH BLEICHE
    ICH-MACH-MICH-KAPUTT-MUTTI-TYPEN-LEICHE


    UND SO EIN DUMMER SPRUCH AUF DEINEM GRABSTEIN
    WIRD DIE EINZIGE ERINNERUNG AN DEIN VERPFUSCHTES LEBEN SEIN...

  14. #14
    rodbertus
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Seit die GRÜNEN die Macht besitzen, ist das Thema nicht mehr so interessant. Wenn beinahe alle vollgedröhnt durch die Gegend wackeln, hat das seinen Reiz verloren.

  15. #15
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Das mit den Drogen ist eine ganz schlimme Sache und, selten genug, weiß ich hier einmal, wovon ich spreche und erlaube mir darüber hinaus die Behauptung, dass seit der irrationalen Machtübernahme seitens der verdammten Grünen Deutschland Handlanger us-amerikanischen Imperialismus geworden ist bei gleichzeitiger Beschneidung des eigenen Militärapparates und unter Infragestellung der für eine "echte" Demokratie (hahaha) so immanent wichtigen Wehrpflicht (die meiner Meinung nach
    1. viel zu kurz gefasst ist und
    2. deren Möglichkeiten im Hinblick auf soziales und ökologisches Engagement viel weiter ausdifferenziert werden könnte).

    Cannabisprodukte zu legalisieren ist meiner Auffassung nach keine Frage mehr der dahinterstehenden Ethik, sondern nur noch eine Frage der Zeit. Immerhin gibt es Pfeifen, aber auch mittlerweile Koksspiegelchen, Klinge und Röhrchen in jedem gutsortierten Plattenladen, stadtbekannte Drogenumschlagplätze werden seitens der Polizei in den Großstädten nur noch beobachtet und das aktuell unter anfälligen Jugendlichen top gehandelte musikalische Machwerk von Bushido steht auf Platz 3 der Charts und heisst "Carlo, Cokxxx, Nutten 2". Es wird meines Erachtens nach übersehen, dass nicht Haschisch das Problem ist, sondern die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz leistungsfördernder Drogen: Kokain ist nicht länger der Goldstaub der feinen Gesellschaft, es ist Alltagsantrieb und stimulante Motivation, weiterhin den marktwirtschaftlichen Zugzwängen beizuwohnen, ohne den Kern seiner Identität unliebsam in die SS-Uniform des allgegenwärtigen Leistungsfaschismus zu pressen. Wer nicht laufen kann, muss sterben. Obwohl ich selber das ein oder andere Mal rauche, weil ich ansonsten durchdrehen würde, bin ich bislang gegen eine Legalisierung. Denn wenn schon legal, dann alles und nicht nur die Markenprodukte renommierter Pharmaproduzenten. Etwas Rohypnol hier, etwas Amphetamin da, nicht wahr?!

  16. #16
    rodbertus
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    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    50,3% lautete das ergebnis bei einer 60%igen beteiligung für die masseneinwanderungsinitiative der SVP (Schweizerische Volkspartei), die eine höchstzahl an ausgestellten aufenthaltsgenehmigungen für alle nicht-schweizer in der schweiz somit durchsetzen konnte.
    der aufschrei im linksliberalen lager ist groß. von freiheitsbeschneidung und rechtsruck ist die rede, von lasten, die nun die armen mehr tragen müßten oder schlichtweg von ausländerfeindlichkeit. man bedauert.
    das sind wie fast immer, wenn sich die linksliberale presse (die sind gar nicht links, denn die wollen, daß alles so bleibt, wie es ist; schließlich sind sie an der macht. der linke will immer veränderung.) und öffentlichkeit echauffiert, lügen. der wahrheiten sind folgende:



    • das votum soll dem kleinen mann schaden: das gegenteil ist der fall. alle nichtbesitzenden profitieren von einem kontingentierten zuzug. es sind die besitzer an produktionsmitteln, die an billigeren arbeitskräften interessiert sind und jetzt gezwungen sind, auch im niedriglohnsektor zugeständnisse zu machen.
    • das votum kam basisdemokratisch zustande und entspricht dem volkswillen. nur ein nichtdemokrat respektiert das nicht.
    • kleingewerbler und bauern müssen umdenken und ihre kapitalistische denkweise auf die gute alte korporative umstellen. kapitalismus ist out!


    ich gratuliere den schweizern zu ihrer basisdemokratie, die ich im nördlicheren deutschland auch gern sähe, schließlich bin ich ein vertreter des nichtkontingentierten. jeder soll dort leben und arbeiten, wo er denn will; solange er sich an die gesetze seiner wahlheimat hält. wenn man den kapitalismus so wie meinereiner ablehnt, bleibt am ende nur die zunftwirtschaft, die korporation, die autarkie und der verzicht auf allen globalismus. araber, amis und chinesen müssen darum demnächst auf den erwerb ihres mercedes verzichten. wir stellen schlichtweg bloß noch welche für den eigenbedarf her. fertig ist die marie.


    dummerweise ist der mensch wahrlich ein zweigeteiltes wesen: er will stets wachsen, aber auch eine unverwechselbare heimat sein nennen. wie soll das im weltmaßstab und angesichts unserer technischen möglichkeiten funktionieren?

    was das mit dem kiffen zu tun hat? vieles.

  17. #17
    kls
    Laufkundschaft

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Aerolith ist ein großer Demokrat - Er ist oft ihr größter Kritiker. Allerdings auch ein Lösungsmittelvertreter: '(...) fertig ist die marie (...)'.


    Dräut es mich doch zu erfahren, was die Schweizer Einwanderungsregulierung mit Kiffen zu tun hat. Ich meine, einen kleinen Hinweis darauf, dass 2001 62% der Deutschen für eine volle strafrechtliche Verfolgung jeglichen illegalen Drogenkonsums waren (Emnid), hätte doch mit eingeflochten werden können. Hm? Vermutlich wurden diese 62% alle besoffen am Stammtisch befragt.


    Inzwischen sieht es bestimmt noch schlimmer aus, was das gesunde Volksempfinden sich so an Meinung ge-Bild-et hat


    '25% der Deutschen haben Drogenerfahrung. Unverändert bei etwa 5% liegt der Anteil derjenigen Erwachsenen, der in den letzten 12 Monaten Drogen konsumiert hat, weniger als 3% haben in den letzten 30 Tagen Drogen konsumiert.'



    Selbst wenn ich eine hohe Dunkelziffer voraussetze, komme ich bei aller HinUndHerRechnerei nicht auf eine erforderliche Mehrheit, diese ganze beknackte Angelegenheit endlich zu entkriminalisieren. Also bleibe ich ein Verbrecher.


    Das ist einer der Nachteile der Demokratie.


    Und ja, man kann sich in Deutschland völlig legal THC-haltige Substanzen verschreiben lassen, allerdings nur in einem gewaltigen organisatorischen Kraftakt, zu dem sich ein Kiffer natürlich kaum überreden lässt.

  18. #18
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    es geht nicht nur um drogen, karlchen, sondern um das ziemlich aufgeweckte bergvolk und seine entscheidungen. ich bin schon ganz gespannt auf die nächste kuh, die dort durchs dorf getrieben wird: vielleicht geht es diesmal dem frauenwahlrecht an den kragen? oder die westschweiz spaltet sich von der deutschschweiz ab und die schließt sich uns wieder an... warten wir es ab. die zeiten sind so verwirbelt, daß ich nichts für ausgeschlossen halte.

  19. #19
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: Verschlafenes Bergvolk - ziemlich aufgeweckt

    Das war seinerzeit einer der am meisten aufgerufenen Ordner. In dieser bekifften Republik ist das kein Wunder.

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