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Thema: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Am Abend bei den TV-Nachrichten, Glas Dornfelder in der Hand, halbwegs ausgetrunken. Bachmann Bio neben dem Tisch auf dem Teppich (die trank auch zu viel). Was mir immer wieder auffällt: Unbedingt abzuschaffen sind:

    Flaggen (Vorvorletztes Jahrhundert)
    Nationalhymnen (Letztes Jahrhundert, bringt Hautausschlag)
    Uniformen (Vorletztes Jahrhundert, diente der Unterscheidung von Freund und Feind)
    Paraden bei Staatsempfängen (Letztes Jahrhundert, soll beeindrucken, bewirkt nichts)
    Marschmusik (Letztes Jahrhundert)
    Stechschritt (Letztes Jahrhundert)
    Der Adler im Bundestag (Kitsch)
    Ansprachen zu Neujahr (Sprachhülsen, nutzlos)
    Papstansprachen zu Ostern (Sprachhülsen, nutzlos)
    Amts-Eide (albern, bewirkt nichts)
    Großer Zapfenstreich (albern & kurios, letztes Jahrhundert)
    Aussenminister (ist funktionslos)
    Krawatten (Blödsinn, Letztes Jahrhundert wie Chapeau Claque)
    Taschentücher aus Stoff (eklig)

    mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein...vielleicht nach dem nächsten Glas...

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Ja, Leicester, diese Standarten und Hymnen sind schon eine merkwürdige Sache. Da stimme ich Dir zu, falls Du das meintest. Sie alle ablegen und als nutzlos betrachten, mag ich nicht. Ich möchte zu bedenken geben, daß wir nicht nur im Jetzt leben, sondern geworden sind, also Formen und Inhalte unserer Altvorderen gewollt oder ungewollt übernehmen. Daß alles, was ist, auch überprüft werden muß, steht außer Frage. Aber das Problem ist, v.a. psychologisch betrachtet, daß wir Traditionslinien nicht einfach so abschneiden können, ohne uns selber zu verlieren. Ich muß da wohl ein wenig ausholen:

  3. #3
    Klaus Norbert.
    Status: ungeklärt

    AW: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen

    ... Ich möchte zu bedenken geben, daß wir nicht nur im Jetzt leben, sondern geworden sind ...


    Gewordenes "Jetzt leben" ist nicht jetzt leben, das ist Erinnerung.

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Leute ohne Erinnerung leben wie die Kinder oder wie sehr alte Menschen. Erinnerungen sind nichts Festes, nichts Statisches, sie sind ein Bestandteil unseres Wesens, ein Brunnen, aus dem man schöpft. Sie sind noch sehr viel mehr. ich kann jeden Tag einen Eimer Wasser aus dem Brunnen ziehen und das wäßrige Naß genießen. Es schmeckt nur scheinbar gleich. Und am nächsten Tag ist der Pegel des Brunnens beinahe der alte. Ach, da ließe sich so viel sagen.

    Zu Leicesters Eingangstext: Flaggen sind sehr viel älter als zweihundert Jahre. Wir Menschen lieben es, uns zu zerklüften, also verschiedenen Fähnleins herzulaufen. Zugleich wollen wir unsere eigene haben. Sie sind wie ein Namen, den wir uns selber gaben.
    Uniformen unterscheiden nicht nur Freund und Feind, sie stiften v.a. ein Gemeinschaftsgefühl, ein Gefühl gegenseitiger Solidarität. Ich führe jedes Jahr eine Diskussion über die Einführung einer Schuluniform. Das stärkste Argument der Befürworter ist Jahr für Jahr das gleiche: Uniformen grenzen nicht ab, sondern schaffen ein Gefühl der äußeren Verbundenheit, das manche innere Nichtverbundenheit kitten hülft. Die Gegner der Schuluniformen, meist etwa 60% stark, betonen dagegen, daß eine Uniform nicht nur unhübsch mache, sondern die nach außen sich artikulieren wollende Ungleichheit, auch Individualität genannt, unterbände.
    ...

  5. #5
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    AW: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Erinnerung und Tradition sind nicht das Gleiche. Erinnerung bezieht sich auf selbst Erlebtes, Tradition wird übernommen, ist nichts, was ich selbst erfahren habe, bevor ich mit Traditionspflege in Berührung komme. Tradition heisst ja Übergabe, Weitergabe. Ich muss sie also übernehmen, wenn sie weiter Bestand haben soll.

    Bei Tradition kann ich wählen, was ich behalten will und was nicht. Flaggen, Uniformen, Hymnen und dgl. sind nichts, das aus eigenem Erleben entstanden ist. Ich kann sie mögen oder auch nicht. Ich kann sie ablehnen oder auch nicht. Ich kann sie auch nur belanglos finden. Ich selbst kann mit Flaggen, Hymnen oder Brauchtum wenig anfangen. Würde auch der Blasmusik, dem Trachtenverein oder einem Verein zur religiösen Brauchtumspflege, genannt Religionen, nie beitreten. Das überlasse ich anderen. Uniformen sind dazu da, einen Polizisten, Feuerwehrmann oder Soldaten als solchen zu erkennen. Das ist funktionell, hat aber für mich keine darüberhinaus gehende Bedeutung.

    Schuluniformen sind so eine Sache. Einerseits bin ich dafür, um herkunftsbedingte Unterschiede nicht durch dress-codes wie teure Markenklamotten zu betonen. Andererseits kleistern sie eben diese Unterschiede oberflächlich zu und verzerren so die Wirklichkeit. Eine arme Sau bleibt eine arme Sau, ob in Schuluniform oder nicht. Sie wird von vielem, das Geld kostet - ob private Nachhilfe, eigenes Zimmer oder kostspielige Freizeitaktivitäten - ausgeschlossen bleiben, da hilft auch keine Uniform.

    Wer sich an Hymnen, Flaggen, Uniformen oder antiquierten Umgangsformen erfreut, soll es tun. Nervig wird es nur, wenn er von mir erwartet, ich müsste da mitspielen. Und da beginnen die Probleme mit der Tradition. Sie ist oft mit Anspruch auf Anerkennung und Mitmachen verbunden. Und das macht sie mühsam.

  6. #6
    Klaus Norbert.
    Status: ungeklärt

    AW: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen

    Leute ohne Erinnerung leben ...

    ...
    Na, gut, einigen wir uns darauf, daß Erinnerungen vergänglich sind?

    Leute ohne Erinnerung, wer ist das schon? Alles Wissen ist Erinnerung,
    Wissen ist vergänglich, wie tröstlich.

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Widerspruch, Till! Tradition erwerbe ich mir, indem ich die Form übernehme, aber den Inhalt aufgrund eigener Entscheidungen annehme, was nichts anderes heißen kann als sie eben mit neuem Leben zu füllen. Das ist wie das Erlernen einer Sprache. Ich stimme Dir aber insofern zu, als daß mancheiner die Form übernimmt und über den Inhalt nicht nachdenkt. Tradition ist v.a. ein Lebensgefühl, so ganz im Sinne des bekannten Spruches: It was good enough for my father, it is good enough for me.



    Flaggen als Tradition zu begreifen, fällt mir ein wenig schwer. In Deutschland ist das sowieso ziemlich schwierig, weil wir soooooo viele haben, also Hymnen, Traditionen, Flaggen.... Als sich das Zweite Reich 1871 konstituierte, hatte man keine Flagge, keine Hymne, keinen Länderfinanzausgleich und keine GRÜNEN. Es ging trotzdem. Um 1890 wurde Haydns Streichquartett 62, op. 76 No. 3 mit dem Text von Hoffmann von Fallersleben eben NICHT zur Hymne, weil das das Lied derjenigen war, die ein Großdeutschland wollten, also unter Einschluß Deutsch-Österreichs. Es wurde ien englisches Volkslied, dem ein Hymnus auf die Hohenzollern beigemengt wurde. Was für ein Anachronismus schon 1890!
    Daß wir das Haydn-Streichquartett heute immer noch als musikalische Untermalung der Rechtspräambel haben, ist wahrlich ein Anachronismus. Ich schätze jedoch, daß die wenigsten der Segensträger in der BRD, die über solche Dinge nachdenken, wissen, daß sich das historisch so verhält, wie ich es eben darstellte. Die meisten denken doch, daß sei die Hymne aus der Weimarer Republik und deswegen sei sie sakrosankt. Man nehme nur die ersten beiden Strophen weg, dann wäre die Hymne sogar grundgesetzkompatibel. Ich gebe hier jedoch zu bedenken, daß der Textteil "D über alles" seinerzeit, also um 1840, eine Aufforderung des Dichters an die Deutschen war, ihre eigenen stammes- resp kleinstaatverbindlichen Egoismen zugunsten der Schaffung eines Nationalstaates zu überwinden, nicht Schleiz-Greiz, die Rheinlande oder Österreich an erste Stelle zu stellen, sondern Deutschland.

  8. #8
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Die Uniform gehört zu den nützlichsten Dingen überhaupt, die es so gibt...denn sie dient in erster Linie der Orientierung und gehört in die Schublade "Höflichkeit". So erkenne ich z.B. sofort wer zu der Crew gehört, falls ich eine Frage...eine Bitte habe...oder einfach nur Hilfe benötige. Ich gehe sogar so weit...und sage: ohne Uniform kann keine Gesellschaft existieren. Es gibt sie schon lange...um genau zu sein: seit es den Menschen gibt. Und die Flagge, sie ist Teil der Uniform. Denke man nur mal an eine Fußball-WM - wer mit der deutschen Flagge winkt, der hat meist auch ein Deutschlandtrikot an. Nationale Symbole sind wichtig - sie aufzugeben ein Fehler mit weitreichenden Folgen.

    Als wir vor tausenden von Jahren, als wir noch Jäger und Sammler waren, durch die Lande zogen...durften sich nur die unserer Sippe anschließen, die so tickten wie wir und ähnliche Ziele verfolgten. So sind letztendlich auch unsere Völker, unsere Nationen entstanden. Wer Flaggen und Uniformen abschaffen will, der will auch Deutschland abschaffen.

    Könnte man auch Willy Brandt zitieren:

    Es wächst zusammen, was zusammen gehört

    im negativen Sinne:

    heute werden nicht selten kleine Vereine zusammengelegt...firmieren dann als Spielvereinigung. Oft wenden sich dann viele Zuschauer ab...weil sie sich mit dem neuen Gebilde nicht mehr identifizieren können. Die "gesunde Rivalität" war ihnen wichtig, nun sollen sie auf ihre Vereinsfarben verzichten. Im Fußball erklärt sich die ganze Welt - gibt keine Problematik...für die sich der Fußball nicht heranziehen ließe...um sie zu erklären.

    Und darum bin ich für ein Europa der Nationen. Alle anderen Optionen sind was für Traumtänzer - für jene Menschen, die an so etwas wie den Weltfrieden glauben...was fern jeder Realität ist. Wer so etwas für möglich hält, der hält auch Darwin und Humboldt für Spinner. Diese linksgrüne Euphorie nimmt schon religiöse Züge an. Da fragt man sich, ob diese Menschen in einem Kokon leben.

    Anders als (noch) in Deutschland, sind es in Frankreich und in den osteuropäischen Staaten die Studenten, die an der Spitze der jeweiligen antieuropäischen Bewegung stehen. In Deutschland sind sie weniger kritisch und folgen dem Mainstream. Verständlich, denn hierzulande wird pro-europäisch als modern geadelt...und anti-europäisch als rückständig getadelt. Entbehrt jeder Grundlage, denn historisch gesehen ist es genau umgekehrt.
    Geändert von anderedimension (24.06.19 um 15:03 Uhr)

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    …just for the records: Der Beitrag hier ist so nicht von mir. Ich habe diese Bemerkungen, im „Notizen-Ordner“ eingestellt. Nicht als einen neuen Beitrag. Und ohne die Überschrift: „Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?“

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Na, was denn nun, hast Du den Beitrag eingestellt oder nicht? Und wenn Du ihn im Notizen-Ordner abgelegt hast, dann sei Dir gesagt, daß ich eingestellte Beiträge immer wieder dorthin verschiebe, wo ich sie gern haben möchte. Die Ordner-Überschrift ließe sich ändern, ist aber mit dem Inhalt des eingestellten Beitrags koinzidabel, schließlich benutzt Du die Formulierung "unbedingt abzuschaffen", hältst diese Dinge also für Mist.
    Wenn Du diesen Beitrag nicht geschrieben hast, dann hat jemand Deinen account gehackt. Für diesen Fall empfehle ich Dir die Erstellung eines neuen Paßworts. Für diesen Fall würde ich den Ordner löschen.

    Bitte um Mitteilung.

    P.S. Wir hatten im Forum mal einen Ordner, der befaßte sich mit einer möglichen vierten Strophe des Deutschland-Liedes. Ich würde diesen Ordner, sobald das möglich ist, gern in ebengenannten Ordner verschieben, beide also zusammenfügen.

  11. #11
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    AW: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Bevor Du den Faden löschst...eines ist mir noch wichtig:

    Noch vor ein paar Jahren hätte ich auf einen solchen Post gar nicht reagiert...mich an einer solchen Diskussion nicht beteiligt. Ich hätte mir gedacht das ist Lesters Meinung, ich habe eine andere...was solls.

    Heute reagiere ich auf so etwas...ein Schwäche...ich weiß, aber vielleicht auch exemplarisch für das...was unser Land so spaltet.

    Ich komme aus einem politischen Haushalt und war lange ein Anhänger der eher konservativen Mitte. Nun bin ich etwas weiter nach rechts gerutscht...weil ich in der Mitte keine Heimat mehr finden kann. Und solche Diskussionen, wie die obige, haben dazu beigetragen. Und so ähnlich geht es inzwischen sehr vielen Bürgern in Deutschland. Mit dem Zigeunerschnitzel hat es angefangen...da konnte man vielleicht noch drüber lachen, was man bei den Weihnachtsmärkten schon nicht mehr konnte...doch inzwischen soll die Nationalhymne und am besten gleich ganz Deutschland abgeschafft werden. Was sollen diese Provokationen? Und wie heuchlerisch ist es sich sich anschließend darüber zu wundern, dass Teile der Gesellschaft abdriften? Das ist es...was ich an linker Politik so sehr hasse - sie haben den kleinen Finger bekommen und wollen jetzt die ganze Hand, statt Nationalisten erst mal durchatmen zu lassen. Die kommen aber nicht zum Verschnaufen, werden Tag für Tag mit aberwitzigen Vorschlägen konfrontiert...bis ihnen dann irgendwann tatsächlich der Kragen platzt. Wenn da die Linken, aktuell sind das die Grünen, nicht bald die Kurve bekommen und solche Provokationen unterlassen...wird das ein Ende nehmen...von dem keiner etwas hat-werden sie all das "verspielen"...was sie heute noch in der Tasche haben.

    Gestern sagte auch AKK...was ich hier schon vor Jahren erzählte...dass die Identitäre Bewegung die größte Gefahr für Deutschland ist. Kann ich nur bestätigen, denn die sind schlau, hervorragend vernetzt...und bis zu den Zähnen bewaffnet - und vor allem werden sie von sehr mächtigen Leuten aus Politik und Wirtschaft mit sehr viel Geld ausgestattet. Und wer die AfD abschafft, der wird die IB bekommen. Von fast allen westeuropäischen Ländern hat Deutschland mit der AfD noch das beste Los gezogen...sowohl was ihre Stärke...als auch ihre Haltung angeht. Treibt man es auf die Spitze...wird man sich vielleicht irgendwann die AfD zurück wünschen.

  12. #12
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    AW: Nationalhymne, Staatsfolklore und historisches Kolorit - Was soll der Mist?

    Meine Rede schon seit einigen Jahren.

    Die grün-rosa-rote Moralschickeria hat halt die Medienhoheit. Von den ÖR-Medien über alle darin werkelnden Journale und Polit-talks über die linksliberalen Zeitungen von Zeit bis Süddeutsche bis hinein in die sich konservativ nennenden Medien von FAZ bis WElt wird einem meinungsdiktierenden Talibanismus gehuldigt, dass einem übel werden kann. Wer heute ohne jede rechtsextreme oder nationalistische Anwandlung einfach die Meinung vertritt: 'Ich will nicht, dass noch mehr Menschen aus fremden Kulturen und Ländern ins Land migrieren', der ist schon rechtsextrem! Wer heute sagt, 'Ich möchte nicht, dass die EU sich zu einem europäischen Bundesstaat entwickelt', der ist ein Europahasser.

    Die Massstäbe sind verschoben. Das muß man in erster Linie Merkel und ihren Claqueuren anlasten.

    Was noch vor wenigen Jahren eine normal-konservative Einstellung war, ist heute rechtsextrem oder gar Neonazitum.

    Wie das noch ausgeht? Man darf gespannt sein. Was AKK jetzt - in Bedrängnis wegen schlechter Umfragewerte, Rezo und medialem Druck - durch kategorisches Verbot jeder Zusammenarbeit mit der AfD versucht, ist hilflos, planlos und dumm.

    Deutschland hat sich unwiderruflich verändert, ist keine koheränte Gesellschaft mehr, keine national definierte Republik. Deutschland ist Einwanderungsland, multikulturell und auf dem besten Weg, eine Art USA in Europa zu werden.

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