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Thema: Azrael III - zu neuen Ufern!

  1. #26
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    es war das selbstzufriedene lächeln einiger jungautorinnen, das azrael in den sinn kam. kein wunder, daß er so ziellos zwischen den welten herumgedotzt wurde. aber er hatte keine wahl, sein letzter versuch, sich von denselben zu emanzipieren war kläglich gescheitert. das mußte mal energisch mit gott besprochen werden, obwohl der alte herr lagsam etwas senil wurde und selbst nicht so recht wußte, was sich in seinem dominium abspielte. übrigens war marie auch nicht bei den alten griechen gewesen, aber er hatte noch mehrere feigenblätter gelüpfet und hatte mit den kleinasiatischen bildhauern noch ein hühnchen zu rupfen. aber jetzt war er erst mal in paris und fuhr ohne verzug mit der metro auf den monmatre, wo er direkt am pigalle herauskam. an der ecke stand bill ramsey und intonierte etwas von einer mausefalle, im übrigen liefen dort die absonderlichsten gestalten herum.
    "hallo, süßer, willst du mal meinen schwanz anfassen?" sprache ihn eine derb geschminkte schöne an. azrael war verblüfft. sollte dieses wesen ebenfalls von echsenabstammung sein? "nun komm schon", sagte das wesen einladend. zögernd hängte sich azrael in den dargebotenen arm ein und ließ sich einige meter in die rue monmatre ziehen. allerdings ...

  2. #27
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    AW: Azrael III - zu neuen Ufern!

    ...wurden all seine Hoffnungen übelst enttäuscht! Das sirenehafte Wesen war nämlich gar keine Echse. Und ausser ein paar angeklebten Schwanzfedern hatte es rein gar nichts zu bieten! Und die Farben war auch nur aufgemalt!
    Azrael war so betrübt. "Woran glauben?" fragte er sich wieder einmal und immer und immer wieder. "An das hellenistische Ideal des Wahren Guten und Schönen?" Er gedachte Louvre's Aphrodite. Und suchte neue Lösungen. "Gott?" "Vergiss es!" meinte Mimetti, der für diese Worte in Paris erschienen war. Doch er hatte die Rechnung ohne seine Schöpfung gemacht: Azrael krallte sich mit beiden
    Klauen tief in den Trenchcoat des Gesetzeshüters und und machte keinerlei Anstalten seinen Griff zu lockern. Auch nicht nachdem Mimetti ich höflich aber bestimmt darauf aufmerksam gemacht habe, dass er nun siebenundsiebzigmal "Gegrüsset seist Du Maria" sagen müsse, um vor anhaltenden und siedend heissen Höllenqualen bewahrt zu werden. "Maria?" fragte Azrael. "Wo ist Marie-Antoniette? Wo ist mein Engel?" Mimetti blickte sehr missbilligend drein und vergass vorübergehnd, dass er so vergesslich war, dass er alles vergass: "Maria ist kein Engel!" stellte er fest. "Sie ist vielmehr..."

  3. #28
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    der geneigte leser wird nie erfahren, wer maria war, jedenfalls nicht in dieser fortsetzung, es sei denn, einer der autoren verplapperte sich und verriet eins der bestgehüteten geheimnisse des fischerverlags. in diesem moment nämlich nahte sich eine kohorte von leichtgeschürzten und langbeinigen und mit gewaltigen hüten und zigarettenspitzen ausgestatteten zwittrigen wesen, die den bürgersteig nach einer androgynen echse absuchten und aufgeregt mit den wimpern klimperten. minelli, der die situation blitzartig erkannte, gelang es, azrael in den eingang einer picquerie zu ziehen und damit gewissermaßen zu retten, was aber azrael zuerst gar nicht begriff, ja von ihm geradezu als eine art störung mißverstanden wurde. die wesen klapperten mit ihren stöckelschuhen suchend über den bürgersteig und verloren sich in richtung place du tetre.
    minetti lockerte seinen griff um azrael und sagte: "so". azrael war wieder einmal gerettet.

  4. #29
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    allerdings konnte er diesen furchtbaren Anblick nicht vergessen. "Sie kommen wieder!" rief er aus. Mimetti nickte wissend. "Sie waren furchtbar und werden furchtbar sein". Mimetti nickte erneut. Er zwang Azrael den Pu-Erh Tee aus seiner Thermosflasche auszutrinken. Und zerrte ihn weiter. "Aber die Sommermode wird weniger schlimm" sagte er. "Azrael misste sich erbrechen. Wenigstens hatten die Couturiers in ihrem Revival der graunhaften 80er die Schulterpolster weggelassen. Wnigstens etwas, dachte Azrael.

    Azrael verkraftete diesen gesellschaftlichen Trend zur Aufhebung des Geschlechtsunterschiedes nur mit grösster Mühe. Hermaphroditen befande er, waren anders als in Platos Gastmahlweniger Ausdruck der Vollkommenheit als vielmehr Unglücksraben oder "schräge Vögel".
    Er entzündete eine Zigarette und sann ob der Geschlechtsidentität: Mann bleibt Mann da helfen keine Pillen. Eine Drag Quenn ist keine Frau, sondern eine Phantasie eines Mannes, der versucht eine Frau zu sein. Er zog und paffte. Er sann. Er rechnete. Mit allem. Aber nicht mit Blondchen. Jedoch war es gerade letztere, die plötzlich wie aus dem nichts materialisierte und empört auf seinen Glimmstengel wies. Blondchen geiferte und fauchte. Azrael war Asthmatiker und durfte nicht rauchen. Das wusste er und wusste sie. er tat es trotzdem. Das was das Ende ihrer Beziehung. Blondchen schluchzte. Alles andere hatte sie hirgendwie hinnehmen können. Aber das nicht. vielleicht waren sie sich nie wirklich nahe gewesen. Vielleicht war er zuoft gereist und hatte sich zu häufig verwandelt. Sie wusste es nicht. Es war aus. Sie heulte. Sie erpresste ihn noch mehr. Er war wütend. "Blondchen" sagte er: "misch Dich nicht in meine Autonomie" "Doch" sagte Blondchen. "Ich werde all das öffentlich machen, das niemand hören sollte" Azrael hörte sie nicht mehr. Er war...

  5. #30
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    ...wech!!!...befreit...!
    Eine Zigarette - auf das Einfachste kommt man immer erst zum Schluß!


    Da stand er nun mit seiner Freiheit, einem mißglückten Versuch in der Modebranche und keiner Ahnung, was er nun machen sollte.
    Die Welt - nein, das ganze Universum - stand ihm offen und dennoch...
    Er wünschte sich seltsamerweise, diesen komischen Q mal wieder zu sehen - er hatte zwar miese Manieren, aber oft gute unterhaltende Ideen.
    Aber er ließ sich nicht blicken...!
    Azrael entschied sich erstmal wieder für einen Urlaub. Er mußte nachdenken, brauchte Freiraum für das Wirrwarr in seinem Kopf. Er entschloß sich, wieder mal die Staaten zu besuchen.
    Er fuhr an die französische Atlantikküste und sprang ins Wasser - er hatte schon lange nicht mehr seine amphibischen Eigenschaften genutzt.
    Gemütlich überquerte er die stürmische See und landete bei Sonnenuntergang auf auf dem äußersten Zipfel von Cape Cod, wo er sich erst einmal an den Strand legte und die Ruhe genoß.
    Er schlief ein und ein Traum formte sich...

  6. #31
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    ...ein Krankenhausbett mit einem Beatmungsgerät, in dem ein augemergelter Mann mit Schwimmhäuten an 7 verschiedenen Schläuchen hing. Eine Wiener Krankenschwester (blond!!) leerte gerade sein Harnsäckchen. Ihre Mundwinkel sanken nach unten als sie kurz und fachfauisch den Sitz seines Katheters überprüfte.
    "So Herr Azrael, haben wir gepieselt?" fragte sie. Azrael nickte, und versuchte ein Minimum an Würde zu vermitteln, was ihm jedoch nicht gelang. Blondchen kam auf Besuch und brachte ihm eine Bonbonniere mit handgefertigten Pralinen, die liebevoll mit den Worten "selber schuld" verziert waren...

  7. #32
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    "AAAAAAAAAAAhhhhhhhhhhh...!!!"


    Azrael stand senkrecht am Strand und blickte wie eine gehetzte Eidechse nach links und rechts und griff in Panik an die Stelle, wo er den Katheter vermutete...
    "Alles nur ein böser Traum...!" stellte er beruhigt fest. Er mußte hier weg...was essen...was trinken (vor allem!) und lief den Strand entlang auf der Suche nach einem angenehmen Restaurant.
    Links sah er plötzlich ein beleuchtetes Schild vor einem großen Bau auftauchen..."Vienna Hospital"...er hüpfte instinktiv einen Schritt nach rechts und umging das Gebäude anschließend in einem großen, in wieder durch das Wasser führenden Bogen. Vielleicht sollte er doch lieber weiterschwimmen...!

  8. #33
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    dachte er und stürzte sich in den Atlantik. Er schwamm und schwamm. Dabei stiess er auf Bill Clinton und ein paar amerikanische Kampfschwimmer, denen er schon in einem früheren Abenteuer begegnet war. Nachdem er die Leiche von Maos Witwe identifiziert hatte und einem chinesischen U-Boot im letzten Augenblick ausgewichen war, wurde er von einer heulenden Jungautorin nach Los Angeles verfrachtet, wo er auf Aki Kuramäki traf, der ihn geradewegs den Leningrad Cowboys vorstellte. Azrael bestrank sich besinnungslos und sank neben einem Haufen leerer Bierdosen erschöpft zusammen. Plötzlich erschien ihm ein Transvestit, der einen kleinen Brief zwischen den Zähnen und eine Rose hinter den Ohren trug. Das Meer rauschte...

  9. #34
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    ...und Azraels Kopf mit...!


    Er öffnete den Brief und durch Nebelschwaden versuchte er, den Brief zu lesen. Das Rauschen in seinem Kopf schwoll zu einem gefährlichen Donnern an und er hatte Mühe, den Sinn des Briefes zu verstehen.
    Er las ihn fünfmal und begriff endlich. Dies war eine Danksagung des Präsidenten für die Identifizierung von Maos Witwe und eine Einladung ins Weiße Haus, um die Ehrenmedaille des Kongresses entgegenzunehmen.
    Azrael wünschte sich nichts sehnlicher, als eine Familienpackung Aspirin und die heulende Jungautorin, die ihn jetzt doch bitte nach Washington D.C. transferieren sollte.
    M?glichst direkt ins Oval Office, da es um das Weiße Haus so gut wie nie einen vernünftigen Parkplatz gab...!

  10. #35
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    doch da hatte er nicht mit dem abgrundtiefen Männerhass der heulenden Jungautorin gerechnet. Diese setze ihn geradezu zu Fleiss in einen klapprigen dubnkelroten Chevrolet und liess ihn fünf Mal das weisse Haus umkreisen, bis er schliesslich versuchte, seinen Wagen heimlich im Vorgarten zu parken. Das gab natürlich unheimlich Aerger. Und dann wollten die ihn gar nicht erst hineinlassen. Und hübsche Praktikantinnen gab es auch keine mehr! Irgendwann erbarmte sich eine pferdeschwänzige Rosszahnträgerin des kopfschmerzgeplagten Echsenmenschen und schleifte ihn ins Allerheiligste. Dort sassen Billy und Hilly und schlürften grünen Tee. "Störe ich?" fragte Azrael vorsichtig. "Aber nein", sagte Clinten "S i e stören überhaupt nicht" und sah Hillary mit einem vielsagenden Blick an. Sie verstand und verschwand. Clinton atmete erleichtert auf und bot Azrael eine Zigarre und eine rothaarige Nachtclubtänzerin an (die er beide im Schrank versteckt hatte). Azrael fragte vorsichtig nach einem Aspirin...

  11. #36
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    Clinton fand das sehr ungewöhnlich, aber er hatte sich ja bereits ein ebensolches Bild von Azrael gemacht.
    "Nun erzählen Sie doch mal von Ihren Abenteuern, Aziboy!"
    Azrael war sich nicht sicher, ob er diesen Namen mochte, aber cool gab er zurück: "Sorry, Mr. Präsident, aber so lange sind sie nicht mehr im Amt!"
    "Ja,..." sagte Billy nachdenklich..."da könnten Sie recht haben...! Aber dann erzähle ich Ihnen etwas...!"
    Azrael horchte auf - was mochte nun kommen?
    "Ich habe Sie nicht nur herkommen lassen, um Sie auszuzeichnen oder mit Aspirin zu füttern..." er machte eine rhetorische Pause.
    Nach fünfzehn Minuten fühlte sich Azrael dann doch genötigt, die Pause zu unterbrechen..."Ja...und?"
    "Ich dachte schon, Sie würden diese Pause nie unterbrechen! Wie auch immer - ich möchte Sie mit einer Mission betrauen, für die Sie der geeignete Kandidat sind."
    "Aha!", sagte Azrael und tat so, als wäre er beeindruckt.
    "Sie sollen die Beweise dafür finden, daß George W. Bush ein Außerirdischer ist und damit den Wahlkampf sabotieren!"
    Azrael verstand - er hatte schon immer so etwas geahnt...
    "Aber haben Sie dafür nicht den CIA, das FBI, die NSA, den Secret Service...die Nationalgarde...den Ku-Klux-Clan...?"
    "Das wäre zu auffällig. Diese Operation muß diskret ablaufen. Sind Sie einverstanden? Sie erhalten alle Unterstützung, die Sie brauchen!"


    Azrael dachte nach...

  12. #37
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    Azrael räusperte sich. Er rang nach Luft, so lange ihn sein Asthma ringen liess. Dann räusperte er sich nochmals. Er wartete auf eine Eingebung. Es kam aber keine. Er sandte eine Stossgebett an Mimetti. Der war aber beschäftigt machte lieber Handschellenspiele mit zwei(fel)geschlechtlichen Geschöpfen. Maos Witwe war tot. Was blieb? Azrael dachte und dachte. Alles was er sehen konnte waren blonde Haare.
    "Yeah" sagte er. "This mission, Mr. President" must be undertaken by a very bond woman. Accidently I know one (I have no former use of) and ..
    Bill dachte nach. Eine Blondine. Wollte azrael ihm da tatsächlich sein abgelegtes Blondchen andrehen, von dem der Geheimdienst soviel berichtet hatte? Er zuckte mit den Achseln "Well.." murmelte er. "Actually I'm quite unwell and would very much like to have some aspirin" erwiderte Azrael. Bill zuckte erneut mit den Achseln und scheuchte ihn in ein entlegenes Winkelchen des ovalen Büros. Er lies Blondchen materialisiere und unterbreitete ihm seinen Vorschlag. Blondchen (die schon immer die intellektuellere von den beiden gewesen war) hielt den Pan des Präsidenten für nicht ganz so gerissen, wie es auf den ersten Blick den Anschein hatte.
    "Aliens sind aus der Mode" sagte sie. "Dass er ausser Smilen nicht viel mit seinem Kopf anfangen kann ist bekannt.." sann sie weiter. "Ich habs! " sagte Blondchen: "Wir faken einen Gentest, demzufolgen Bush eine seltene und unbehandelbare Stoffwechselkrankheit hat, die langsam aber sicher das ganze Hirn zerfrisst..."
    Clinton nickte. Er konnte grossbusigen Frauen einfach nichts abschlagen. "Wir könnten ja auch Katzen auf ihn hetzen?" wandte er vorsichtig ein..

  13. #38
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    Azrael, der diese Unterhaltung mit gemischten Gefühlen verfolgt hatte, war sich zumindest sicher, daß Blondchen einen neuen Ernährer gefunden hatte. Bill würde das Hilly schon irgendwie klar machen.
    Außerdem war er plötzlich froh, daß die Weltmacht USA demnächst nicht mehr von diesem Kennedy-Verschnitt regiert wurde.
    Er verließ die beiden, die bereits an einem Gencocktail mixten und schlich sich an den Secret-Service-Kleiderschränken vorbei hinaus auf die Pennsylvannia Avenue.
    Was nun? Sollte er noch auf einen Sprung in Arlington vorbeischauen und JFK guten Tag sagen?
    Nein - er war in gewisser Weise deprimiert - wußte aber beim besten Willen nicht, wieso!
    Er suchte sich ein kleines Bed&Breakfast außerhalb von Washington und wollte nun erst einmal über alles Geschehene in Ruhe nachdenken.
    ...und die Ehrenmedaille hatte er nun auch nicht bekommen...!

  14. #39
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    Und dann regnete es auch noch! Azrael wurde nass und nässer. Seine Stimmung passte sich zunehmend der Farbe des Himmels an. Kein Glaube. Kein Ziel. Kein Bett. Kein Frühstück...Zum Glück führte Azrael eine erdadaptierter Minitiaturausgabe des Hitchhikers Guide through the galaxys" mit sich herum, in dem er die Adresse einer kleinen Frühstückspension fand. Er lenkte sein Cabriolet mit dem klemmenden Dach in die richtige Richtung, stieg aus und trat ein und bewunderte den immensen Buckel des Butlers, der ihn sein Zimmer zuwies. Er passierte ein gerahmtes Plakat "Meucheln leicht gemacht" , zwei Spiegel und eine leicht spooky anmutende Ahnengalerie, bevor er schliesslich erschöpft in sein Bett sank und...

  15. #40
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    ...träumte, er sei Arthur Dent, dem gerade das Haus abgerissen wird.
    Zaphod Beeblebrox erschien mit zwei Köpfen von Blondchen und schon war Azrael wieder wach...


    So wurde das nie etwas mit einem erholsamen Schlaf. Er griff in die Hausbar, entnahm ihr eine kleine Flasche ohne Aufschrift, deren Inhalt jedoch seltsamerweise zu dampfen anfing, als er sie in ein Glas schüttete.
    Das Gebräu schmeckte seltsam - aber nicht schlecht und Azrael fiel wieder in einen tiefen Schlaf.Nun erschien ihm Herman von den Munsters und lud ihn zu einem Friedhofsbesuch ein. Dort traf er den lange verschollenen Flaschengeist wieder und einem Grab entstieg eine Mumie, die ihre Bandagen vom Kopf wickelte. Darunter kam das grinsende Gesicht von Blondchen hervor....


    Azrael war wieder wach und stand senkrecht im Bett....das konnte ja prima werden...Schlaflosigkeit bis in Ewigkeit...!

  16. #41
    Kurzvormabschussiger
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    Als die Ringe unter seinen Augen immer tiefer wurden, als alle Hopfen- Baldrian und Passionsblumextrakte sich als völlig wirkungslos erwiesen hatten, erkannte Azrael, dass Hopfen und Malz verloren waren. Er wusste nicht mehr weiter. Er hustete. Er halluzinierte. Er las Stephen Kings Novelle "Insoomnia" und begann seinerseits, langsam leuchtende Energiefelder um seine Mitmenschen wahrzunehmen. Was ist entspannender als eine goldenglänzende Aura! Was irritierender, als neben einer ältlichen Dame mit schwarzgefleckter Dunkelgiftgrünenergiehülle im Bus zu fahren!

  17. #42
    Kurzvormabschussiger
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    ...von solcherlei Gedanken geplagt bekam Azrael Hunger! Er schlich am Portier vorbei in die Hotelküche und fraß sich durch den Kühlschrank. Danach war ihm leicht schlecht und es gelüstete ihn nach einem Spaziergang durch die kühle klare Nachtluft.
    In das Hotel wollte er eh nicht mehr zurückkehren - wozu auch - und so lief und lief und lief er immer weiter und die Bilder der letzten Monate flogen wie Stechmücken durch seinen Kopf und hinterließen auch tatsächlich schmerzhafte Beulen. Seine Seele schien ihm eine Mischung aus schwarzen Löchern und kleinen Pest-Beulen zu sein. Zwischen beidem kein Zusammenhang und doch am Ende beides Ausdruck absoluter Vernichtung. Das war er, das war Azrael.
    Er seufzte. Was konnte ihn in dieser Verlorenheit nun noch retten. Blondchen sicher nicht. Diese Haß-Liebe, die er für sie empfand, schien im keine Basis zu sein. Ein Therapeut? Was konnte der ihm schon sagen, außer: "Sie sind eine Amphibie mit einer seelischen Krise, erzählen Sie mir von Ihrer Mutter...!" Neinnein...das mußte er sich nicht antun - außerdem kannte er seine Mutter gar nicht!
    Er konnte sich nur selbst retten!
    Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Q, oder der Geist, oder die talentierte eidgenössische Jungautorin! Vielleicht auch Gott, aber Azrael wollte nicht zuviel erwarten. Außerdem schien ihm der alte Herr bei seinem letzten Besuch schon selbst genug emotionale Probleme zu haben...

  18. #43
    Kurzvormabschussiger
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    Hilflos faltete Azrael die Hände über seinen knurrenden Magen. Zum Glück hatte eine Jungautorin an anderer Stelle Pizza gebacken, mit der sie ihre Kreatur nun leibevoll fütterte, um den Mangel an anderen Zuwendungen auszugleichen. Dann liess sie Q erscheinen, der Azrael ein laserbestücktes Schweizermesser schenkte, das noch leistungsfähiger war als jenes, das er damals auf der spanischen Galeone gefunden hatte. Mit dem Laser konnte man nämlich höchst wirkungsvoll Stossgebete in den Himmel schreiben. Und das war eh das einzige, was Azrael noch übrigblieb. Leider wurden seine Stossgebete jedoch von einem intergalaktischen Psychiater (eben jenem, der auch die Poesie der Vogonen zu ihren fürchterlichen Blüten angestachelt hatte) erhört. Dieser war nicht bereit, ein zahlungsfähiges Opfer mit den Worten "Erzählen Sie mir von Ihrer Mutter" abzuspeisen. er wollte mehr. Er versetzte den insomniegeplagten Protagonisten unter Hypnose. Azrael regridierte. Er war eine Eidechse. Er wurde geküsst. Er ward zum bis an die Zähne bewaffeneten Söldner. Er eilte durch die Kontinenete, den Weltraum und das LC, wo er auf WT traf, der seine Vergangenheit einfach herzloa ausgelöscht hatte, ohne sie auf CD zu brennen. Er stolperte über Maulwürfe, rang mit Gottt und Jungautoren, seufzte, durchlebte seine Träume, sein Gedächtnis, und seinen Hummerhunger neu. Alles war gleich. Alles war anders. Der Psychiater nickte zufrieden und weckte seinen schläfrigen Patienten. "Und?" fragte er, nachdem er Azrael zum besseren Verständnis einen Babelfisch überreicht hatte. "Und?" fragte Azrael. "Was wollen jetzt Sie noch von mir?" Ihr laserlastiges Taschenmesser sagte der Psychiater und streckte seine Hand aus. Azrael...

  19. #44
    Kurzvormabschussiger
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    ...gab es ihm. "Verbrecher", dachte er laut und machte sich auf den Heimweg. Alle gleich, diese Psychofritzen, fluchte er unaufhörlich vor sich hin.
    Unterwegs begegnete ihm der Geist und munterte ihn auf: "Verzage nicht, Azrael, denn auch wenn WT Dich gelöscht hat, ich habe noch die letzten sechs Kapitel in meiner Wunderflasche gesichert. So bleiben Deine Abenteuer der Nachwelt erhalten und Du brauchst Deine Memoiren nicht zu schreiben."
    Mit diesen Worten verschwand der Geist und Azrael überlegte, ob ihn das nun wirklich getröstet hatte.
    Er ging weiter und weiter und kam schließlich wieder ans Meer.
    Nostalgie machte sich in ihm breit...von hier war er gekommen und hierhin sollte er vielleicht auch wieder zurückkehren. In der Tiefe des Meeres mochte es ruhiger zugehen und so sprang er hinein...und tauchte immer tiefer...

  20. #45
    Kurzvormabschussiger
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    ..er tauchte erst an der ligurischen Küste wieder auf, wo er andächtig den Liebesliedern der Walfische lauschte.
    Dann macht er eine kurzen Abstecher in das kleine Nobeloertchen Portofino, das jedoch ausser einem Yachthafen, zwei hypereleganten Strandbädern und einigen Superluxusboutiquen wenig zu bieten hatte. Azreal erkannte in den Schaufenstern von Chanel, Louis Vuitton und Hermes mit grossem Schrecken eben jene grauenhafte Herbstmode wieder, vor der er gerade geflüchtet war. Dann traf er auch noch auf eine rothaarige Jungautorin, die zufrieden eine Erdbeerfruchtschale schlürfte und das Zeitkreuzworträtsel löste. Sie trug einen orangeschwarzkarierten Karorock! "Die neue Mode" erklärte sie achselzuckend und wendete sich fünf senkrecht zu "Wesen, dem man nach Möglichkeit nicht über den Weg laufen sollte, 8 Buchstaben, 2. x, letzter ein d. "Ist da noch frei?" fragte eine sympathische Stimme und Pen blickte auf einen braungebrannten schönnasigen Menschen mit ultrakurzen Haaren und elegant gerahmten Brillengläsern. Sie guckte so böse sie konnte und füllte nur mässig zufrieden die Buchstabenfolge "Exfreund" in die dafür vorgesehenen Kästchen. Derselbige zündete sich eine Zigarette an und sah die Schöne provozierend an. Sie ignorierte ihn. Er aschte versehentlich über ihr rechtes Handgelenk. Sie ignorierte ihn noch heftiger. Er hustete. Sie verlor die Geduld. "Herrgottsakradi, Kruzitürken, verflixtnochamoal" begrüsste Pen den Störenfried. Der schwenkte die weisse Fahne. Sie sah nur den weissen Rauch und damit rot.
    "Kennen wir uns?" fragte sie bestimmt aber höflich und saugte nochmals an ihrem erfrischenden Erdbeergetränk. "Aehem, ja, man könnte meinen..." druckste er herum. "Schon gut" meinte Pen, wühlte in ihrer Handtasche, fand seinen Wohnungsschlüssel, und schob ihn in seine Richtung. Er fiel prompt zu Boden, was Pen aber nicht weiter zu bedauern schien. Sie beobachtete lieber die pathetisch anmutenden Snobs, die ihren Yachten entstiegen und ihre Statussymbole zur Schau trugen. Dann fiel ihr Blick auf Azrael. "Kill him" befahl sie ihrer Kreatur und blickte dem Echsenmann und unschuldig in die Augen. Dieser jedoch...

  21. #46
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    ...überlegte! Sollte dieses nächste Kapitel seiner Geschichte ihn zum Killer machen? So eine Art Stallone-Assassin? Ein Leon für Arme? Der Schakal, der eine Echse war?
    Warum eigentlich nicht?
    Er sah den Bürstenschnitt vor sich an, der erneut seine Asche über der Jungautorin verstreute und merkte plötzlich, daß ihm die Bedeutung des Wörtchens "Skrupel" entfallen war. Er setzte schon an, seinem Gegenüber das alte, schartige Messer an die Kehle zu setzen, das er noch von dem alten Schiff hatte, als plötzlich wieder der Geist auftauchte.
    "Halt!!! Warte!!! Du bist hier in Portofino! Ist zwar ein langweiliger Ort mit viel zu viel Touristen, aber Du kannst nicht einfach die sauberen Straßen mit Blut beflecken. Das gibt eine Ordnungsstrafe!!!"
    "Und was schlägst Du vor?" fragte Azrael ratlos.
    "Ich lasse ihn einfach in meiner Flasche verschwinden! Dort gibt es noch ein kleines, unbewohntes Verlies. Ich lasse ihn dort für alle Zeiten bei fauligem Wasser und hartem Brot, während auf seinen Zellenwänden die Wirklichkeit als Film abläuft. Das ist eine viel bessere Strafe, als ihn einfach und kurz abzumurksen!"
    Das gefiel Azrael und auch die rotmähnige Jungautorin fand das lustig - nur der Betroffene stand weiterhin nur da und verstand überhaupt nix von dem, was hier gerade ablief. Das war jedoch auch nicht mehr notwendig, denn einen Moment später löste er sich in Zigarettenrauch auf und die Flasche des Geistes sog ein ein.

  22. #47
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    Post AW: Azrael III - zu neuen Ufern!

    der Gefangene war überglücklich. Er fand sich in einer Phiole voller Qualm wieder, in der seine mitgebrachten Zigaretten nicht weiter auffielen. Entspannt rauchte er eine Zigarette nach der anderen (so weit sein heftiger asthmatischer Husten dieses zuliess) und fühlte sich ganz frei und autonom. Niemand redete ihn drein. Niemand beschnitt seine Freiheit. Er konnte tun und lassen, was er wirklich wollte, ohne durch irgendwelche Rücksichten oder vorwurfsvolle Blicke dabei eingeschränkt zu sein. "Wollte die mich doch allen Ernste ändern" befand er kopfschüttelnd "was glaubt die eigentlich" ich bin ein freier Mann. Marlboro Cowboy und er waren eine Person. Was sollte da diese merkwürdige Sprechblase: "Bob, I've got emphysema?" Warum ging dieser Verweis auf Krankheit nicht weg, wurde so kleine, wie es sich gehörte "Das Bundesgesundheitsministerium weist sie darauf hin.." Intelligent wie er von Natur aus war, versucht er dem hässlichen Bilde einfach auszuweichen, um in Ruhe weiterschloten zu können. Erst jetzt wurde ihm gewahr, dass seine Bewegungsfreiheit leicht bis sehr stark eingeschränkt war. Er war gar nicht frei! Er war vielmehr gefangen! In weiter Ferne konnte er seien Traumfrau vergnügt mit fremden Geistern flirten sehen. "Du müsstest doch einfach nur ein bisschen toleranter sein" versuchte er ihr zuzurufen. Aber seine Stimme schien nicht zu ihr durchzudringen. auch wirkte sie merkwürdig vergnügt und leuchtend. Wie begehrenswert sie doch war. Und das trotz der neuen Herbstmode! Azrael hatte sich unterdessen mit der Besatzung eines britischen Luxusliners angefreundet. Zufällig war Q ein Mitglied der Gästeliste und begrüsste Azrael mit einem offenen Lächeln. "Herzlichen Glückwunsch mein Lieber!" bemerkte er. Das haben Sie wieder meisterhaft gelöst! Während der Reinigungsdienst von Portofino eine unauffällig wirkende Flasche in den dafür vorgesehenen Altglascontainer entsorgte, wurde das Klirren derselbigen nur durch den Liebesgesang der Walfische übertönt. Der Ex war nun zwar wieder befreit, fand sich aber dort wieder, wo er immer schon hingehört hatte: In einem Müllhaufen! Zum Glück fand er ein wenig abgestandenes Bier in einer halbleeren Falsche, schlürfte diese zufrieden aus und versank in einen tiefen Schlummer, über den ihm die Entleerung seines Containers in eine riesige Müllkippe entging. Erst beim Erwachen musste er feststellen, dass die Altglascontainer nur zur Irreführung umweltbewusster Schweizer Touristen aufgestellt worden waren, während deren Inhalt keineswegs recycelt, sondern gemeinsam mit dem Hausmüll entsorgt und verbrannt wurde. Verbrannt??!
    Q unterdessen...

  23. #48
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    ...amüsierte sich galaktisch! So kannte er die Menschen und er freute sich immer, wenn seine Vorurteile nicht enttäuscht wurden. Schließlich wollte er als Überwesen immer recht behalten.
    Er lud Azrael zu einem pangalaktischen Donnergugler auf Zeti Alpha drei ein und fragte auch die hinreißende Rothaarige, ob sie mitkommen wolle. Sie zögerte einen Moment - war nicht sicher, ob sie mit der gegenwärtigen Herbstmode dort nicht misdressed war - entschied sich aber dann doch für den Sonntagsausflug und *schwupp*...waren die drei im Delta-Quadranten.
    Sie gingen in das erstbeste Lokal, das zum Befremden der Jungautorin "Schweizer Garde" hieß und bestellten sich das Getränk, das der ehemalige galaktische Präsident Zapod B. berühmt gemacht hatte.
    Sie sangen fröhlich alte Seemannslieder und amüsierten sich darüber, daß nichts deplazierter gewesen wäre als das.
    Ein seltsames Elefantenwesen, das Azrael schon einmal in einem Starwars-Film gesehen und schon damals für dilettantisch gehalten hatte, näherte sich mit schweren Schritten und trompetete: Ihre Zimmer sind fertig!
    "Noch näscht!", lallte Q überraschend menschlich..."...wir sind noch nicht fertig genug...!"
    Die drei lachten hysterisch und erinnerten sich plötzlich, warum es nicht ratsam war, mehr als 12 der pangalaktischen Donnergurgler zu trinken...doch für diese Erkenntnis war es nun zu spät...!

  24. #49
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    ..Zum Glück stiess just in diesem Augenblick ein gewisser Arthur Dent auf die Gruppe und bekehrte sie zum evolutionär hochstehendsten Durstlöscher der Galaxien, zur Krönung der Schöpfung. Nicht nur um fünf Uhr. Nicht nur bei der Schweizer Garde. Schwarztee. Auch in diesem abgelegen Teil des Weltraums war es der Firma Lipton gelungen, ihre Vormachtstellung zu behalten und auszubauen. Nach diesem erfrischenden Zaubertrank gelang es den dreien, Haltung anzunehmen. Dies war auch bitter nötig, den in diesem Augenblick erschien die Empress, die sich aus den Star Wars Filmen in dieses politisch neutrale Refugium flüchten wollte. Zu Pens grosser Erleichterung trug sie einen grün silber karierten Maxirock mit Pelzbesatz und einen Muff aus schwarzschimmernden Kaninchenfell. Die Herrscherin erläuterte, ihr Reich werde von einem merkwürdigen, krebsartigen Leiden befallen. Ganze Landflecken gingen ihn Rauch auf und formten sich zu knollenartigen Erdschollwucherungen um, die nur gelbgrünlich schimmerndes Getreide ohne jeglichen Nährwert hervorbrachten. Und dann diese stakkatoartigen Erdbeben! Q erkannte rasch, dass zeitgleich mit dem Beginn dieser Katastrophe ein gewisses Fläschchen zerbrochen war.
    War etwa ein asthmatischer Raucher in einem Paralleluniversum Schuld an dem Leiden im Reich der jungen Kaiserin? Wie konnte das Böse endgültig besiegt werden? Würde die intergalaktische WHO sich jemals den Beeinflussungen durch die Tabakindustrie entziehen können? Gab es kein Gesetz, dass kranken Menschen verbat, sich noch kränker zu machen? Sollte man auf all diese Fragen Nicht doch lieber einen pangalaktischen Donnergurgler trinken?

  25. #50
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    Post AW: Azrael III - zu neuen Ufern!

    ...um weiteren ideologischen oder medizinischen Diskussionen aus dem Weg zu gehen, entschied sich unsere kleine Reisegruppe zu letzterem und keinem wäre der Gedanke gekommen, daß der Konsum von irdischen oder galaktischen Donnergurglern auch nicht den Gesundheitsempfehlungen der EU entsprochen hätte, wenn es denn solche gäbe und in diesem Teil der Galaxie sich überhaupt irgendjemand darum scherte, was ein winziges Gebiet, genannt Europa, auf einem unbedeutenden Planeten, genannt Erde in einem ganz unwesentlichen Sonnensystem überhaupt dazu zu sagen hatte.
    Wie auch immer - die rothaarige Eidgenössin und Q hoben gerade zu Donnergurgler Nr. 24 an, während Azrael mal für kleinen Echsen mußte. Der Schwarztee wollte sich nicht halten.
    Als er erleichtert zurückkam, lagen sich seine beiden Weggenossen in den Armen und nur das für den Donnergurgler typische Symptom des Armzuckens ließ darauf schließen, daß sie sich noch in diesem Teil des Universums befanden.
    Schleunigst griff auch Azrael zu den reichlich mit Hieroglyphen verzierten Maßkrügen (er sollte erst viel später ihre Bedeutung erfahren: "Der Rat der galaktischen Torwächter teilt Ihnen mit: Alkohol kann die Bevölkerungsexplosion verhindern...!") um den Rückstand aufzuholen.
    Kurze Zeit später lag auch er schlaff im Sessel und sein Arm zuckte...!

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