es ist schon merkwürdig - im Augenblick fallen mir zwar genug Geschichten ein, aber keine scheint es wert geschrieben zu werden. Mir ist klar, wenn ich fleissig bin, kann ich in den nächsten 5 Jahren sicher ein Buch machen. Aber ich würde damit in der Kreisliga bleiben. So wie ich jetzt schreibe, käme ich nie in die 2. Bundesliga, geschweige denn in die 1.
Der Schritt der mich davon trennt, ist nicht groß, aber entscheidend. Es ist wie in der Kunst, es gibt genug Künstler, die im unteren Drittel herumkrebsen. Sogar davon Leben können. Der Unterschied zu den Großen = die sind ihre Kunst und keine Bastler. Wenn ich diesen Schritt nicht schaffe - innerlich, werde ich nicht mehr schreiben. Oder vielleicht doch mal zum Spaß. Aber ich bemerke, daß mir das innere Wissen um die Verschmelzung von Form und Inhalt fehlt. Ich suche noch. In Gedanken schreibe ich ununterbrochen. Aber verwerfe alles wieder. Diese Entwicklung hat nichts mit Handwerk und Übung zu tun, es ist ein Denkprozess, ein sich in seinem Schreiben finden. Das will ich, aber im Augenblick bemerke ich die Grenze sehr deutlich. Und ich bin nicht so geil darauf, mich nur mal gedruckt zu sehen, dass mir dies reichen würde. Ich will mein Schreiben sein. Eine Einheit. Nur eine Stufe - die aber einen geschickten routinierten Schreiber von einem wirklichen Autor unterscheidet. Das Echte muss nicht einmal besser geschrieben sein (technisch). Es lässt einfach nur eine neue Welt sehen. Die geschickten Schreiber können durchaus unterhaltsamer, brillanter sein. Sind aber nicht echt.