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Thema: Sind Frauen schlechtere Autoren?

  1. #101
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Ja, ich sehe schon, mir hilft hier keiner. Muß ich wohl die Ochsentour machen und alle Philosophinnen selbst unter die Lupe nehmen. Denn daß es Philosophinnen gibt und gab, bestreite ich nicht. Ich bestreite und frage nur danach, welche von ihnen ein eigenes System entwickelte, eines, das nicht nur Bekanntes wiederkäute (was immer als Anfang geleistet werden muß).
    Agnesi las ich gerade. Interessant bis zu dem Punkt, wo sie ihre Thesen aufstellt. Die kann ich nun leider nicht lesen. (Link kaputt) Aber ich lese aus dem Begleittext heraus, daß sie zwischen Newton (Jude mit der Distinktion einer klaren Schöpfungsgeschichte aus dem Nichts) und Malebranche (vermittelte Cartesius der katholischen Kirche), also ist sie Okkasionalistin. Was wollten die? Vermitteln zwischen einer deistischen (und zeitgenössischen) Weltschöpfungstheorie und dem Sensualismus des aufstrebenden Rationalismus. Daß sie vom Papst berufen wurde, straft zumindest die Lügen, die behaupten, Frauen würden ständig unterdrückt. Und weiter? Was hat die Frau für Thesen aufgestellt? Also, es gilt zu suchen, was Frau Agnesi leistete. Die Vermittlung zwischen Newton (Erkenntnistheorie) und Glauben wurde durch Malebranche bereits geleistet. Was tat Frau Agnesi, wenn im Begleittext steht, daß sie zwischen Newton und Malebranche vermittelte?
    Ich muß da wohl die Ochsentour machen, aber enttäuschend ist das schon, daß mir hier keiner die Arbeit abnimmt und auswählt, wer systematisch und progressiv dachte.

    dyke, zu Roswitha habe ich oben schon geschrieben, daß sie für meine Belange nichts taugt, weil sie nur den guten alten Terenz wieder hervorholte, der selber kein neues Muster hervorbrachte, wie überhaupt die römische "Klassik" keineswegs neue Ideen entwickelte. Die klauten von den Griechen.

    Ja, meine Auge blickt streng. Ich will Alleinstellungsmerkmale, keine Kompilationen und Adaptionen.


    Weiter.

  2. #102
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Lieber Robert,


    ich glaube, wir müssen uns mal die Herren, die Du da als Maßstab anführst mal unter die Lupe nehmen. Welche von ihnen wirkliche Genies waren. Wenn man sie genauso kritisch betrachtet, werden da nicht auch einige wegfallen?
    Also gilt es EINDEUTIGE Kriterien zu erstellen. Das Geniemaß. So werden nur Namen hin und her gereicht.

  3. #103
    dyke
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Verkürzt deine Suche vielleicht


    Die amerikanische Logikerin Christina L. Franklin ist die Schöpferin der Lehre vom Antilogismus.


    Eine Frau, Philosophie und Schöpferin.


    Und komm mir jetzt ja nicht, so habe ja schliessloich mit der "Logik" begonnen. Dann kannst du nämlich die meisten deiner Namen in den Müll werfen.


    Dyke

  4. #104
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Ich habe einige Leutchen zusammengetragen, die sich mit LOGISMEN befaßten. Es gibt sehr viele Logismen, Paralogismus, Panlogismus, Psychologismus, Syllogismus...
    Ein LOGISMUS macht noch keinen Sommer. Falls die angezeigte Philosophin sich mit ihrer Logik auf eine Renaissance den durch Kant hinsichtlich seiner Erkenntnisgrenzen widerlegten englischen Empirismus versteifen möchte, so möchte ich darauf verweisen, daß diese Idee bereits durch Erdmann anfangs des 19. Jahrhunderts versucht wurde, und scheiterte. Erdmann ist somit zurecht vergessen.
    Eine Lehre, die von sich behauptet, ANTI zu sein, kann nicht das von mir geforderte POSITIVE NEUE affizieren und einen Platz bieten, der für die Zukunft tragbar ist, er kann noch nicht mal ein System inaugurieren, denn ein NEIN trägt sich nicht lang, es zeigt bestenfalls Grenzen
    an.
    Der Begriff der "Antilogie", worauf sich Antilogik gründet, ist bereits im Altertum bekannt. Er bezeichnet nichts als eine Widerrede. Münze ich diesen Begriff auf die Logik, so gerate ich schnell in den Sog intuitionistischer Logik. Die hat (leider) auch keine Frau erfunden. ich besuchte seinerzeit eine Vorlesungsreihe dazu. Am Ende saßen wir zu zweit in der Vorlesung, eine junge Frau und meinereiner. Die junge Frau gehörte zur feministischen Internationale. Wir verstanden uns prächtig. Mit abgehobenen Frauen verstehe ich mich gut. Eine Frau war/ist bei den Intuitionisten nicht dabei gewesen. Deine Amerikanerin hat das jedenfalls nicht erfunden. Ich finde den Begriff seit 1907 im Kontext einer logischem Denken widersprechenden Lebensauffassung. Versuch was anderes!




    Hier die Liste verschiedener Logismen. Keine Frau dabei. Enttäuschend.




    ARISTOTELES
    A. ist einer der größten Gelehrten aller Zeiten. Bahnbrechend war die Zusammenstellung des seinerzeit bekannten Wissens in verschiedenen Büchern. Über den Nachweis sprachlicher Gesetzmäßigkeiten entwickelt er die Lehre vom Syllogismus (beweisender Schluß).


    BACON
    Logik:
    induktive Begründung (erste Philosophie)
    - Rationalismus basiert auf den Erfahrungen des reinen Denkens - Wissenschaft muß im Ggs. zur Scholastik induktiv, d.h. auf Beobachtung und Experiment basieren (dissecare naturam)
    Linie: LOCKE- KANT
    konstruktive Begründung (Metaphysik)
    - die formale Logik des ARISTOTELES, der den Syllogismus als alleinige Erkenntnisquelle gelten lassen wollte (?), setzt er das Argument des vorurteilsfreien Wissenschaftlers entgegen - dieser W. hat nur der Natur zu gehorchen


    BAROCA
    - aus dem scholastischen Syllogismus
    1. Prämisse, allgemein und positiv (Oberprämisse)
    2. Prämisse, einschränkend und negativ (Unterprämisse)
    3. Schluß, eine conclusio per absurdum (Croce)
    - hatte bei den Humanisten den Ruf der Regelwidrigkeit


    DILTHEY
    - sein Ausgangspunkt ist der positivistische Neukantianismus der 60er Jahre; also psychologisch-historisch - Kritik der historischen Vernunft
    - bekämpfte den ALEXANDRINISMUS in der Wissenschaft mit der Wendung zur Sache selbst - Inhalt statt Erscheinungen betrachten: Begründer der geisteswissenschaftlichen Methode
    -will diesen in eine neue Weltanschauung umbauen: Kant für die Gegenwart (Agnostizismus, Phänomenologismus) - will konkrete und inhaltliche Weltanschauung, die imstande ist, auf die Zeitereignisse Einfluß auszuüben
    - bekämpft die engl. Soziologie, die geschichtliche Prozesse mit Hilfe soziologischer Kategorien erklären will, das sei Alchimie, denn die Wirklichkeit könne nur durch streng spezialisierte Einzelwissenschaften ergriffen werden


    ERDMANN, J. E.:
    - prägte das Schlagwort des PANLOGISMUS


    ETHIK
    d) Psychologismus (Hume)
    - es ist unmöglich, Prinzipien der Moral aus Erwägungen der bloßen Vernunft zu ziehen (a la Kant), da Handlungen psychologisch- empirisch motiviert werden - Handlungen ergeben sich aus dem Anblick des Guten oder Schlechten
    - die ethische Handlung fördert beim Handelnden das Gefühl erhöhter Sicherheit


    FREGE, Gottlob
    1848-1925
    - gab zwei Gründe an, durch die sein System widerlegt werden könne:
    1. durch ein besseres System
    2. wenn in seinem System Widersprüche auftauchen sollten
    - F. geht es um eine Ausdrucksweise, die befreit ist von Vorurteilen und sonstigen Hemmnissen, die begrifflicher Klarheit im Wege stehen
    - sieht menschliches Denken als sprachliches
    - die Angelegtheit der Welt äußert sich in der Sprache; somit steht für den Philosophen die Aufgabe, die Sprache der Philosophie von Alltagsplattitüden zu reinigen
    - Mißtrauen gegen die Grammatik ist die erste Voraussetzung des Philosophen.
    Begriffsschrift einer der arithmetischen nachgebildeten Formalsprache des reinen Denkens 1879:
    - will nicht so sehr die technischen Vorteile des algebraischen Kalküls (Boole, Schröder, Peirce) deutlich machen, sondern daß die Mathematik einer größeren Beweisstrenge bedürftig und fähig ist, denn man könne die ganze Mathematik lückenlos beweisen und in Abhängigkeiten bringen - brachte ihm den Vorwurf des Logizismus
    Funktion und Begriff 1891
    ?ber Sinn und Bedeutung 1892:
    - differenziert S. und B. am Beispiel des Morgen- und Abendsternes
    Morgenstern = Abendstern bei Bedeutung, denn die B. bezeichnet den objektiven Gegenstand
    Morgenstern ? Abendstern bei Sinn, denn der Sinn fragt nach der Art der Begebenheit des objektiv bezeichneten Gegenstandes
    Logik:
    - mu? von der Psychologie getrennt werden ? diesen Gedanken nahm HUSSERL nach anf?nglichem Widerstand auf
    Grundlagen der Arithmetik 1884:
    - durchschlagende Argumente gegen den Psychologismus in der Logik (a la Mill)
    Vergleich F.- Husserl:
    H.: Wir kommen auf einige Gesetze.
    F.: wir kommen auf die L. menschlicher Aussagen


    FREUD, Sigmund
    - Teil der Demaskierung des ZAs
    - zwar ist seine Lehre noch befangen vom Geist des Positivismus, Biologismus und Mechanismus, aber F. geht oft darüber hinaus
    - Entdeckung der ab- und hintergründigen Wirklichkeit des Menschen
    Massenpsychologie und ... Analyse:
    Grundfragen der Massenpsychologie:
    1. Was ist die Masse?
    - Menschenhaufen, der sich zu bestimmten Zwecken organisiert
    - in der M. schwindet die bewußte Persönlichkeit - es entsteht die Vorherrschaft des Unbewußten
    - die Gedanken orientieren sich nicht am Bewußten, sondern werden durch Suggestion (hängt an Prestige der suggestiven Führerpersönlichkeit) und Ansteckung gelenkt
    - sie hat die Tendenz, die suggestiven Ideen unverzüglich zu verwirklichen - die Realität wird nicht mehr geprüft, Wünsche bestimmen das Handeln
    2. Wodurch erwirbt sie sich die Fähigkeit, das Seelenleben des einzelnen entscheidend zu beeinflussen?
    - durch Suggestion und Ansteckung
    3. Worin besteht die seelische Veränderung, die sie dem einzelnen aufnötigt?
    - das Heterogene versinkt im Homogenen der Masse
    - der Einzelne fühlt sich mächtig, verdrängt seine sonst gehemmten Triebe


    GEHLEN, Arnold
    um 1950
    Soziologe
    - beschäftigte sich mit dem Begriff der Zeit und der Frage, wie sich eine Gesellschaft stabilisieren läßt
    - die Antwort lag darin, möglichst dauernde Institutionen hervorzubringen bzw. zu nutzen, um eine Transzendenz im Diesseits erfahrbar zu machen, d.i. das Stillstehen der Zeit
    - soll der Nazi-Ideologe nahegestanden haben - sprach sich aber gegen den vulgären Biologismus aus


    GIOBERTI
    1801-52
    ital. Philosoph
    - begründete den Ontologismus, d.i. die Verbindung Platons, Kants und Hegels in bezug auf die Ontologie, d.h. das erste ontologische Sein ist zugleich auch das erste logische
    - alle Erkenntnis des Endlichen geht vom intuitiv erfaßten Unendlichen aus


    GLOCKNER
    - Neuhegelianer
    - schafft Ggs. zu Begriff des Panlogismus durch Setzen des PANTRAGISMUS, einem von Hebbel übernommenen Begriff, der jede Tragödie in der Geschichte als ewigen Schicksalsschluß bezeichnet
    -jede Reaktion auf den "Fortschritt" hat ihre Berechtigung


    HUSSERL, Edmund
    1859-1938
    - entdeckt Vielfalt der Ontologien, also auch die Ontologie der Subjektivität - der Weltgrund liegt nicht im Subjekt, sondern trägt die Intentionalität (Absicht des Handelnden) als Ursprung
    - die subjektiv-situativen Gegebenheitsweisen nähern sich einer Subjekt-Ding-Objektivationsproblematik durch die Wortung der Welt, jedweder schafft sie und bindet seine Gedanken an die Intention, die er anderen anträgt - die breit gefaßte Wahrnehmung der Wirklichkeit
    - am Anfang war die Tat (Rombach)
    prägte den Begriff der Phänomenologie für das 20 JD.:
    1. deskriptive Ph.
    - versucht, die Ph. zu beschreiben
    2. eidetische Ph.
    - will die Wesens- und Bedeutungsinhalte herausarbeiten durch die eidetische Reduktion - Ergebnisse heißen transzendentale Leitfäden für den analytischen Rückgang auf die sie konstruierende Subjektivität, denn die S. entwirft vor aller Arbeit eine Welt, in der das jeweilige begegnende Wirkliche als dieses oder jenes angesprochen werden kann
    3. transzendentale Ph.
    - benutzt die transzendentale Reduktion/Epoche, um den Subjektivismus zu überwinden
    4. absolute Ph.
    - transzendiert die Subjektivität zu einem absoluten sinngebenden Grund hin
    Philosophie der Arithmetik 1891:
    - lehnt den Anti-Psychologismus Freges in der Logik ab
    - Vorbereitung zu den logischen Untersuchungen, die u.a. einen großen Einfluß auf Musil ausübten
    Prolegomena zur reinen Logik 1900:
    - überwindet den Psychologismus in der Logik
    - man kann die Logik als normative Wissenschaft von den Denkgesetzen bestimmen (angewandte Logik)
    - die Denkpsychologie folgt dem Entwicklungsstand des menschl. Gehirns - also kann sie keine Tatsachenwissenschaft, auf der die Logik als Wissenschaft von den normativen Denkgesetzen beruhen muß
    - Differenz zw. Denkakten (bedürfen der Assoziation und des sie möglich machenden Subjekts) und Denkinhalten (stehen zueinander in Beziehung des Widerspruchs, der logischen Abfolge, der Äquivalenz etc., bedürfen somit nicht eines Subjekts, weil sie ewig und statisch sind)
    - die theoret. (reine) Logik ist die Lehre von den Beziehungen der Denkinhalte
    - gründet somit die Logik auf die Metaphysik statt auf die Psychologie


    KANT
    die dialektik in der kdrv:
    drei teile
    1.paralogismus - psychologie
    - fehlschluß, weil ein begriff mehrere bedeutungen hat
    - alles, was die seele betrifft, ist auf dem besten wege, ein fehlschluß zu werden
    syllogismus:
    aus a folgt b - obersatz
    prämisse (vordersätze)
    aus c folgt a - untersatz
    aus c folgt b - konklusion
    diese dreiteilung heißt in ihrer gesamtheit schluß.
    in der konklusion kann nicht mehr stehen, als in den prämissen gesteckt hat. deshalb gibt eine bloß naturwissenschaftliche untersuchung keine antwort auf menschliche probleme.
    prosyllogismus: schluß, der episyllogismus voransteht, der prämisse eines episyllogismus zur konklusion hat
    episyllogismus: der teil eines polysyllogismus (kettenschluß), der den schlußsatz eines prosyllogismus als prämisse verwendet
    fehler sind so im voraus zu erkennen.


    MILL, John Stuart
    1806- 1873
    Sohn des vorigen
    Lust ist das einzige, was erstrebt wird, daher ist Lust das einzig Erstrebenswerte.
    - nur Wünschbares wird gewünscht - Gewünschtes ist gut
    Erkenntnistheorie:
    - gründet in der Psychologie, d.i. die Erforschung der Bewußtseinstatsachen, die selbst aus einer Reihe von wirklichen und möglichen Zuständen bestehen, die durch Assoziation miteinander verbunden sind
    - die Außenwelt bzw. das Nicht- Ich stützt sich auf die Tatsache des Bewußtseins - allein wirklich sind nur die augenblicklichen Empfindungen und die Vorstellung darüber
    - äußere Gegenstände dienen der permanenten Möglichkeit, diese zu erleben (!?)
    Logik:
    - Erfahrung wird über Induktion gewonnen (Syllogismus geht auf I. zurück), denn wir schließen übers Einzelne aufs Einzelne - die Tatsachen sind individuell mit assoziativem Charakter (Synchronität und Velleität), wobei die Natur immer erwartbare Resultate zeitigt, die in festen Assoziationsketten widerspiegelt werden
    Ethik:
    - soll das Verhältnis zwischen den individuellen Gefühlen und Bestrebungen (Egoismus vs. Altruismus etc.) beschreiben und zum Wohle des Ganzen wenden
    - Gott ist als Denkvoraussetzung unentbehrlich, obwohl die kosmischen Tatsachen eher von einer begrenzten Macht Gottes zeugen


    NICOLAI, Christoph Friedrich
    1733- 1811
    Popularphilosoph, Literaturkritiker
    - Schüler Baumgartens
    - rügte 1774 Neologismus, da der die Zerstörung der Poesie ermögliche
    - später ohne Verständnis für die fortschreitende Entwicklung von Sturm und Drang und klassischer Literatur
    - bleibt bei engstirniger Vernünftelei
    - sprach in einem Vortrag vor der Berliner Akademie davon, wie er sich durch Ansetzen von Blutegeln am Hinterteil von Halluzinationen befreit habe
    - im Briefwechsel mit Mendelssohn und Lessing Standortbestimmung dessen, was ein Trauerspiel vermöge - Kann ein Trauerspiel Anlaß für die eine oder andere bessere Handlung einzelner sein?
    - N. bejaht diese Frage, Lessing betont die Inhärenz der Literatur bei der Besserung des Menschen
    Die allgemeine deutsche Bibliothek:
    HOMER, MILTON, THOMSON, WOLFF, BAYLE, DESCARTES und LOCKE
    - ab 1759 mit LESSING Briefe, die neueste Litteratur betreffend
    Das Leben und die Meinungen des Herrn Magisters Sebaldus Nothanker 1773:
    - satirischer Roman


    ÖSTERREICHISCHE SCHULE
    Vertreter: Menger, Böhm-Bawerk
    - das Nebeneinanderbestehen von Ökonomie und Soziologie
    - radikal-subjektivistisch wie die historische Schule
    -an die Stelle des verschwommen salbungsvollen Moralisierens tritt ein reiner Psychologismus samt der Auflösung aller Kategorien der Ökonomie in die Kasuistik des abstrakten Gegensatzes von Lust und Unlust
    - sucht in Angebot-Nachfrage-Theorien den alleinigen Gegenstand der Beschäftigung sämtlicher Erklärungsmuster


    PRIESTLEY, Joseph
    um 1770
    - Entdecker des Sauerstoffs
    - der eigentliche Gegner Kants, doch Bekannter Lichtenbergs
    - Materialismus der Seelenlehre
    - Physiologismus der Psychologie (für Kant unvereinbar)
    - stellt die Kausalität durch Freiheit nicht in Frage, ist im ganzen aber durch und durch deterministisch, da er einen naturwissenschaftlichen Determinismus lehrt


    PSYCHOLOGISMUS
    - sieht nur die einschlägigen Tatsachen in den Resultaten der Denkpsychologie - kann deshalb die auf Induktion gegründeten und darum nur wahrscheinlichen Ergebnisse einer empirischen Wissenschaft begründen, nicht jedoch die notwendig exakten Sätze der Logik.

  5. #105
    dyke
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Antilogismus
    Der Begriff Antilogismus bezeichnet in der Logik die Unvereinbarkeit der Prämissen eines kategorischen Syllogismus mit der Negation des Schlußsatzes.
    Dem Antilogismus liegen die Gesetze des logischen Schließens zugrunde, denen zufolge der Schlußsatz nicht falsch sein darf, wenn die Prämissen wahr sind.


    Die Lehre des Antilogismus geht auf die Logikerin Christina L. Franklin zurück.


    Gefunden unter den Philosophie-link


    Oder gilt für dich die Weiterentwicklung eines Systems in eine bisher unbekannte Richtung nicht.


    Dann kannst du so ziemlich alles abhaken, außer dem Mensch, der das erste Drama, die erste Oper und die erste Philosophie schrieb. Denn danach basiert alles andere aufeinander und wenn es nur im Ausschlußverfahren ist.


    Werde in den nächsten Tage wohl Kyras Empfehlung mal nachgehen (geht von der Arbeit etwas schlecht, da ich nur mit google und meinen grauen Gedächtniszellen arbeiten kann.)

  6. #106
    Ich
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Noch ein wenig Lektüre (Aber nur, weil Robert die Unterdrückung der Frau nicht sehen möchte):
    Die Gefahr, Frau zu sein
    VERENA KERN, 37, ist taz.mag-Redakteurin
    taz Magazin Nr. 6718 vom 6.4.2002, Seite VII, 252 Zeilen (TAZ-Bericht), VERENA KERN
    Quelle: http://www.taz.de/pt/2002/04/06/a0228.nf/text.ges,1


    Im hinduistischen Gesetzbuch Manus steht, daß die Frau ihr Leben lang einem Mann untertan zu sein hat, zuerst ihrem Vater, später ihrem Ehemann und dann ihrem Sohn.




    Die Unterdrückung der Frau im Verlaufe der Geschichte
    Die Unterdrückung der Frau im Griechenland des Altertums
    Die Unterdrückung der jüdischen Frau
    Die Unterdrückung der christlichen Frau
    Die Unterdrückung der römischen Frau
    Die Unterdrückung der Frau in Frankreich
    Die Unterdrückung der Frau in England
    Die Unterdrückung der Frau in Australien
    Die Unterdrückung der Frau in Arabien
    Die Unterdrückung der Frau in Arabien war bedauernswerter als in allen anderen Teilen der Welt, da sie nicht einmal das Recht zum Leben besaß und lebendig begraben wurde.


    --------------
    Unterdrückung des Mannes durch die Frau? Ah ja, aha, so so. Lieber Robert, welche Möglichkeiten gab
    es denn für eine Frau - um sich durchzusetzen?
    Und dann frage ich dich, welche Möglichkeiten ein Mann hatte.
    Hach ja, ich sehe uns beide als Neandertaler vor mir:
    Ich: "Heh Robert, lass das! Ich will mich jetzt nicht fortpflanzen."
    Du: "Uga-Uga? Bumms!" (Ein Schwung mit der Keule und der Fall ist gegessen. Wie soll ich mir mit eingeschlagenem
    Schädel abstrakte Systeme ausdenken?)


    Oder wir beide als chinesisches Paar:
    Ich: "Kicherkicher."
    Und dann zeige ich dir meine kleinen Füße, die du hoffentlich erotisch findest.


    (Sie mußten es bereits als kleine Mädchen erdulden, daß man ihre Füße bandagierte, die Zehen schnürte, bis sie abstarben, die Füße damit verstümmelte. Der schwankende, hillose Gang der Frauen, ihre verkleinerten Füßchen, das erotisierte die Männer.)


    Wir beide in Afrika? Nein danke.


    Robert, es ist an der Zeit, dass du uns sagst, welche Möglichkeiten die Frauen hatten.


    Nur mal so, zum Nachdenken:


    Und was passierte mit "deinen" hundertdreiundfünfzig aufstrebenden, jungen Männern? Haben Generationen
    von Frauen diese armen Kerle bekeult? Beschnitten? Als Haussklaven gehalten? Ihnen die Bildung verboten?


    Ich habe einige Leutchen zusammengetragen, die sich mit LOGISMEN befaßten.
    Ich weiß ja, dass Männer toll sind. Ich mag sie, ehrlich. Ich bewundere sie (nur die Intelligenten).
    Aber hätten sie all das leisten können, wenn ihnen die Bildung verwehrt worden wäre? Wieviele
    würden noch auf deiner Liste stehen?

  7. #107
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Allerletztes Wort für ICH


    Bei Deiner Aufzählung fehlt: Die Unterdrückung jeder Frau durch MICH.

  8. #108
    Ich
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    @Hannemann
    War das jetzt ein Gegenargument? Jedenfalls hat es mich nicht überzeugt und ich konnte keine Spur von Logik darin entdecken. Schlimm?
    Außerdem habe ich nicht behauptet, dass Ich unterdrückt worden wäre, von dir schon mal gar nicht.
    Genauer betrachtet, habe ich hier noch keine persönliche Meinung von mir gegeben - sondern Euch zur Hilfestellung ein paar Links herausgesucht.
    Schlimm?

  9. #109
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Ich: "Heh Robert, lass das! Ich will mich jetzt nicht fortpflanzen."
    Du: "Uga-Uga? Bumms!" (Ein Schwung mit der Keule und der Fall ist gegessen.


    Wie soll ich mir mit eingeschlagenem
    Schädel abstrakte Systeme ausdenken?)


    das ist schön gesagt

  10. #110
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Allerallerletztes Wort für Ich:


    Hast Du schon einmal versucht, mit Ich auszukommen? Sag doch einfach: Ich bin Ich, fühle Mich in Mir wohl, werde nicht unterdrückt, von niemand, niemals, egal was und wie Ich es künstlerisch treibe. Keiner kann Mich... na ja, außer vielleicht ein Hannemann.

  11. #111
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Menschen einfachen Denkens haben zwei grundlegende Muster, mit denen sie durch die Welt zu kommen glauben, die ihr Handeln und Sprechen strukturieren. Das erste Muster setzt die Menschen als böse und naturverhaftet, das zweite setzt sie selbst als erkenntnisorientiert handelnd und gut. Daraus resultiert die Befasse der Welt als einem Jammertal, dem man/frau nur mit entschiedenem Verweigern des Denkens entgegentreten dürfe.
    Ich will es konkreter machen: Die Geschichte, daß Mann die Frau unterdrückte, Frau den Mann aber nicht, ist ungefähr so dümmlich wie die Geschichte von der Erde, sie sei in ihrem Wesen nach eine Kugel. Dümmliche Lehrer und Eltern erzählen die Mär vom Unterdrückungsmechanismus ihren Kindern, um sie ruhig zu stellen, um sie daran zu hindern, eine Individualität auszuprägen, die doch bestenfalls nur in gängigen Mustern sich behaupten zu lernen soll, die sich anpassen und einpassen soll, die ihrer eigenen Subordination entsprechen soll. Ich frage da entschieden: Bist du das, Mensch? Es ist ja auch so viel einfacher zu behaupten, daß die Geschichte der Menschheit eine Geschichte der Unterdrückung des Mannes (im Zeitalter des sogenannten Matriarchats), dann der Frau (spätestens seit dem Fall Knossos?) gewest. Ja, verdammt einfach ist's, dann die Muster aufzuzeigen vom stärkeren Mann, der die schwächere Frau knebelt und eingräbt und mundtot macht... Wir klugen Menschen wissen, daß die Erde eine Scheibe ist, ihrem Wesen nach, eine Scheibe und hohl. Wir wissen auch, daß Unterdrückung kein Geschlechtsspezifikum ist, sondern eine menschliche Eigenschaft, der Trieb zur Macht. Wie oft habe ich es erlebt, daß eine kleine udn schwächer wirkende Frau ihren bulligen Kerl beherrschte, er sich nur in einer Korrelation zu der ihn beherrschenden Frau begriff, für die er alles zu machen bereit war. Und wie oft habe ich es umgekehrt erlebt. Unfrei sind sie alle. Aber sind das die, um die es sich in diesem Ordner dreht? Nein. Es geht um diejenigen, die sich gegen jedwede Herrschaftsstruktur wendeten und ein neues Lebensmuster entwickelten. Und, meine lieben Freunde, es sind eben keine Frauen darunter. Das ist traurig, aber wahr.


    Bleiben wir bei dem Verhältnis der Menschen zueinander, dann ganz im speziellen bei dem zwischen Männlein und Weiblein, so prinzipiell betrachtet.
    Um es auf den Punkt zu bringen, eine reiche Frau wird sich wohl kaum von einem armen Schlucker sagen lassen, sie solle das Maul halten. Eine hundert Kilo schwere Bäuerin wird sich von ihrem 50 Kilo-Mann kaum sagen lassen, wie sie den Haushalt zu führen hat, sie wird dem in den Arsch treten - oder mit dem Nudelholz, daß er sich aufs Feld macht... In den reichen Familien dürfte wohl so wenigstens jede zweite Tochter ihrem Vater die Hölle heißgemacht haben, wenn es ums Verheiraten ging, die Priesterinnen haben Menschenopfer immer gefordert, suchten ihre sexuelle Notlandschaft nicht selten durch Jungmännerfleisch zu bewässern. Die Frau des Maharadschas ließ nicht selten renitente Männer lebendig eingraben, in Arabien galt das Wort der Frau mehr als das Wort eines Juden, Zugereisten, Stammesfremden, Kindes, jungen Mannes ohne Meriten. Zwar saß an der Spitze immer ein Mann, aber der mußte mindestens EINE Frau haben, diese Frau aber beherrschte in der Regel den Mann, zwar nicht pro forma, aber de facto. Sie konnte sich verweigern, sie konnte bestimmen, was er ihr leisten mußte, damit er randurfte. Und wenn man selbst mehrere Frauen in petto hatte, so gilt doch in jeder Beziehung immer nur, was die Liebe will. Selbst wenn die eine Erfindung des 13. Jahrhunderts sein sollte!
    Worauf ich hinauswill: Menschengeschichte ist immer nur subjektiv, partnerschaftsbezogen, zu erläutern. Die gesellschaftliche Pyramide sah zwar fast immer den Mann an erster Stelle, aber dieser erste Mann hatte zumeist eine Frau, die ihm sagte, was gut und vernünftig sei. Es sind und waren immer Frauen, die den Alltag des Menschen beherrschten, selbst bei Hitler und Stalin waren es deren Lebensgefährtinnen, bei denen sie abschlafften und Rat holten, die letztendlich die großen Entscheidungen trafen. Man lese die Biographie Eva Brauns, die der Eleanor Roosevelt, die von Mahatma Gandhis Tochter Indira. Da steht drin, wie die Männer in Entscheidungsnot auf die Frauen hörten.
    Und im kleinen: Wie viele Männer fürchten sich vor dem Nachhausegehen, weil die ALTE mit dem Nudelholz hinter der Wohnungstür steht, ihrem Mann auf den Arsch haut, ihn antreibt, er möge gefälligst erfolgreicher sein? Frauen neigen zur Xanthippie.
    Klar, Ungerechtigkeiten gibt es immer. Viele begabte Frauen wurden durch männliche Vorgesetzte der Weg zur Spitze verbaut, sie wurden gedemütigt und unterdrückt, benutzt. Das ist immer so gewesen und wird immer so sein, weil die Geschlechtlichkeit nur vorgeschoben wurde und wird. Auch im umgekehrten Fall. Eine mächtige Frau wird niemals einen aufstrebenden jungen Mann (und schon gar nicht eine junge Frau) neben sich dulden, wenn sie von vorneherein niemanden neben sich dulden will. Es liegt an den Aufstrebenden selbst. Sie müssen wissen, was sie wollen, wollen sie wirklich nur ihr Bestes für ein Allgemeinhwohl geben, wollen sie nicht vielmehr selbst eben diese Machtpositionen innehaben, also zum agierenden Bestandteil eines Unterdrückungsmechanismus werden? Und daß die Welt diesen Unterdrückungsmechanismus seit Jahrtausenden, eigentlich schon immer, par exellence ausübt, das will ich nicht abstreiten: NUR, diese Unterdrückung gilt für alle Menschen, nicht nur für Frauen. Der Mann selbst kann nicht als FREI gelten, wenn er selbst unterdrückt. Dieses psychologische Geheimnis will ich hier verraten. Die unterdrückende Frau ist selbst in ihrer Kasuistik gefangen, wie der Mann es ist, der eine Frau, einen Mann unterdrückt, weil er eben Angst hat, warum auch immer.


    Um jetzt den Bogen zu schließen zur Eingangsfrage: Warum haben Frauen kein System entwickelt, kein fortschreitendes System, keine Oper geschrieben (die Bestand hat, heute noch gehört werden kann, einem eigenen Muster folgt), keine Philosophie entwickelt (die Definition eines Begriffes aus einem Teilbereich der Philosophie, der Logik, reicht wohl kaum aus, den Anforderungen nach etwas systematisch Eigenem zu genügen, abgesehen davon existiert diese Denke des Antilogischen bereits seit dem Altertum, ist also nichts, was sich irgendwer aus dem 19./20. Jahrhundert auf die Fahnen schreiben dürfte, egal ob Mann oder Frau; bei Durchsicht der anderen Frauen bin ich bislang auch noch nicht weiter gekommen als bis zu dem Punkt, als daß Teilfragen beackert wurden, nicht jedoch systematisch gearbeitet wurde, gute Zuarbeit, würde ich sagen), warum fehlen dramatische Akzente durch Frauen, während dessen sehr gute Prosa geschrieben wurde, nicht nur eine gute Biologin existiert, selbst in der Philologie hervorragende Vertreterinnen existieren (ich selbst kenne eine)?


    Und weil es eben so zu sein scheint, sind Frauen deshalb nicht weniger wert, Quatsch, wer das behauptete, sondern es muß an dem Selbstverständnis und der Ausrichtung der Frau liegen, nicht an irgendwelchem Unterdrückungsscheiß, der, wie gesagt, nicht auf Frauen beschränkt ist.
    Die weiterführende Frage lautet dann, ob Frauen nun mit Macht versuchen sollten ein Drama zu schreiben, eine Oper zu komponieren, eigene Muster zu entwickeln, eine Philosophie zu entwickeln. - Ich glaube, das wird nichts, zumal heutzutage die Philosophie nur noch strukturalistische Nützlichkeitsfragen erörtert, zusammenhängende Fragen bestenfalls nebenher erörtert, die Oper seit 50 Jahren tot ist, weil die Politik tot ist (ja, ihr Lieben, dieser Zusammenhang ist fundamental), ein Drama nur dann geschrieben werden kann, wenn die Sprache es zuläßt. Die Sprache, zumindest die deutsche, aber ist in Auflösung begriffen. Und andere Nationen (bis auf die italienische) haben nun mal nicht das Zeug dazu, eine Oper zu schreiben. (Ausnahmen in Rußland und Frankreich bestätigen diese Regel.)
    Ich will also auch behaupten, daß auf absehbare Zeit keine Oper, kein Drama, keine Philosophie hervorgebracht werden wird. Weder durch Mann noch durch Frau.


    Darum ist es notwendig, ein Manifest zu erstellen, daß diese Artikulationen des Menschseins möglich macht, einen Denkraum schafft, in dem Mensch sich frei entfalten kann, Scheuklappen los wird.


    Mit ideologiebehafteter Kasuistik, ICH, kommen wir hier nicht weiter. Da empfehle ich Dir das Forum zum ungedachten Wort! Abgesehen davon wage ich zu bezweifeln, daß Unterdrückungsmechanismen seit der Steinzeit nur auf Männer gemünzt werden können. Ich bin mir sicher, daß es die Frauen waren, die den Ton in der Steinzeit bestimmten, schlichtweg deshalb, weil sie entschieden, mit wem sie ins Bett gingen, weil sie die Söhne erzogen und weil sie letztlich die Stammes- und Sippenpolitik bestimmten, die Nachfolge des Stammeshäuptlings initiierten...

    Ich würde vorschlagen wollen, daß wir diesen Nebenpfad verlassen und uns darauf konzentrieren, ob Frauen tatsächlich die schlechteren Autoren sind? Vielleicht ließe sich die Eingangsfrage mit Einschränkungen beantworten?


    [Diese Nachricht wurde von Robert am 24. Mai 2002 editiert.]

  12. #112
    Ich
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Lieber Robert,
    danke für deine ausführliche und interessante Meinung (ohne Zynismus), die ich verstanden habe.


    Zur Klarstellung: Die Links über das Thema "unterdrückte Frauen" spiegeln eine Wahrheit wieder. Sie
    ist vielleicht nicht deine Wahrheit und auch nicht meine, aber irgendjemandes Wahrheit wird sie sein.
    Auch deine Meinung ist eine Wahrheit (mit der ich größtenteils konform gehe).
    Wenn man eine Lösung finden will, darf man nicht nur von einer Sichtweise ausgehen - sonst gehört
    man zu den von dir erwähnten "Menschen einfachen Denkens". Ist es nicht auch eine Frage der Akzeptanz?
    Dort wo man mehrere Wahrheiten akzeptiert, beginnt die "Freiheit" des Denkens.
    Warum haben Frauen kein System entwickelt, kein fortschreitendes System, keine Oper geschrieben?
    Das wüsste ich nun auch gerne. Ich kann auch nur Vermutungen anstellen: Vielleicht sahen Frauen keine Notwendigkeit.
    Vielleicht sind sie nicht zielstrebig genug gewesen. Vielleicht denken sie in vielen kleinen Kreisen anstatt das Ziel zu sehen und bleiben in den Kreisen stecken. Vielleicht haben sie eine andere Art von Logik.


    Vergangenheitsbezogen: Sicherlich haben sich die meisten der Frauen zu wenig mit Politik beschäftigt. Das muss auf jeden Fall
    geändert werden, denn noch heute interessieren sich einfach zu wenig Frauen für Politik. Es ist beschämend, wenn
    man im Bekanntenkreis mitbekommt, dass die Frau ihren Partner fragt - welche Partei sie wählen soll.
    Mir fehlen da echt die Worte.


    Über deine anderen Kommentare (z.B.: Die Sprache aber ist in Auflösung begriffen) mache ich mir noch Gedanken.

  13. #113
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Hallo Robert:
    Geschwätziger sind die Männer allemal. Du bist der beste Beweis dafür. Ich finde, dass Du offensichtlich überhaupt kein von Dir so gepriesenes System in Deinen Erörterungen hast, sondern in einem völlig unsystematischen Sermon allerlei in Dir ans Licht drängende Überlegungen in die Welt entläßt wie andere Leute eine Blähung. Oder: das System heißt offensichtlich Robert Diese innere Ordnung kennt man aus anderen gepriesenen angeblich objektiven Systemen.
    Und dann diese Stammtisch-Plattheiten: Auch wenn an der Spitze ein Kerl saß, eine Frau hatte er immer, die ihn manipulierte und ihren Willen durchsetzte, so im cherchez la femme-Stil. Und die ALTE mit dem Nudelholz, das ist das Letzte. Wirklich peinlich.
    Warum Frauen kein eigenes System, das offensichtlich für Dich der Gipfel der geistigen Leistung darstellt, entwickelt haben kann auch folgenden Grund haben :Sie haben für sich erkannt, dass das Denken in Systemen etwas Totalitäres und Destruktives hat. Es entsteht immer ein -ismus und der ist einschließlich des Rheumatismus ziemlich unergiebig für die weitere Entwicklung der Menschheit.
    Ein Zitat von Dir: Und daß die Welt diesen Unterdrückungsmechanismus seit Jahrtausenden, eigentlich schon immer, par exellence ausübt, das will ich nicht abstreiten: NUR, diese Unterdrückung gilt für alle Menschen, nicht nur für Frauen. Der Mann selbst kann nicht als FREI gelten, wenn er selbst unterdrückt.
    Den Satz kenne ich von Christa Wolf: Wie können die Frauen befreit sein, solange die Menschheit es nicht ist. Uralt Lavendel, wirklich.
    Da nimmst Du die alte linke Beweisführung von Haupt- und Nebenwiderspruch auf.


    Überhaupt kommt mir alles, was Du abläßt sehr oberflächlich und zusammengeschnorrt vor, eher so als ob du anderen hier nicht genug Grips zutraust, da drauf zu kommen. Mal hier was gelesen und schlecht verdaut, mal hier was aufgegriffen und schlecht verarbeitet. Es tut mir leid, das ist einen einzige ekklektizistische Baustelle, die Du hier hinstellst.
    Vergiß nicht das Warnschild, damit niemand in die von Dir aufgerissenen Schlaglöcher stolpert.


    Noch etwas fällt mir ein Männer brauchen Frauen dringend, das ist mal wahr, andersrum ist es weniger zwingend und gerade aus diesem Grund treten Männer andauernd so brutal auf, weil sie das ihrerseits als Kränkung erleben.
    Dein Umgang mit Fakten, die von der Frauenverachtung und
    unterdrückung Zeugnis ablegen, hat etwas Zynisches und das gefällt mir nicht. überhaupt nicht.
    Ich finde ohnehin, bestimmte Formen von Frauenverachtung sind immer auch Menschenverachtung.
    Wozu also brauchst Du Artikulationen des Menschseins, wo doch alles bei Dir Artikulation des narzistischen Robert Seins ist.
    Habe die Ehre.




    [Diese Nachricht wurde von Madge am 26. Mai 2002 editiert.]

  14. #114
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Zur Sache schreibst Du nichts, meine liebe Modsche. Meine Methodik paßt Dir nicht? Haben wir in einem Forum, zumal einem virtuellen, nicht genau diesen Eklektizismus (das schreibt sich jeweils mit einem k nach dem E) zu leisten, um nicht zu langweilen? Ich pflege einen gepflegten Eklektizismus, habe aber nie verstanden, warum System und Eklektizismus wesensfremd seien. Methodisch geht es ums Sammeln, das nachherige Prüfen wird schon anders gemacht. Das Kursorische ist zudem Bestandteil jeder virtuellen Gesprächsführung. Abgesehen davon bekleckerst Du Dich auch nicht gerade mit Ruhm, was die Systematik des Antwortens resp. Eigenargumentierens betrifft. Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Person ließe sich auch eine systematische Analyse anfertigen, aber danach wärest Du im Mark getroffen und würdest Dich trollen - und das will ich itzt noch nicht, dafür bist Du zu amüsant.

    Das Nudelholz ist eben aus dem Leben gegriffen, sprichtwoertlich, pars pro totum. Es soll nicht wenige Männer geben, die diese Angst kennen. Heutzutage steht die Alte nicht hinter der Tür mit diesem gerät, zumal die moderne Frau von heute kaum noch selber kocht, sie steht sozusagen metaphorisch da und macht dem Mann Vorhaltungen, was der alles falsch mache, droht mit Scheidung oder Freund Klaus oder einem unverhofften Schwiegermutterbesuch.

    Die Befreiung des Menschen ist eine Befreiung von Mann und Frau und Kind. Sieht platt aus, dieser Satz, ist aber von Christa Wolf nur aufgegriffen, nicht entdeckt worden, was ihn nicht falsch macht. Deine Arroganz kannst Du wegwischen. Es ist kein Zeichen von Intelligenz, ein Argument mit der Bemerkung wegzuwischen, daß dies schon lange bekannt sei und nur ein Ach, Gott verdiene. Man höre und staune, auch vor den sogenannten Linken gab es Menschen, die sich um die Gerechtigkeit auf der Welt Gedanken machten! Woher soll ich solche krummen Dialektiken wie die von der Beweiskraft eines Nebensatzes kennen? Wenn, hätte ich es schnell wieder vergessen, weil mir linke Odeumslogen nie besonders in den Kram paßten, sie sind zu verneinend, Schnurzel. Neinchen. Ich kann kein Weltbild aus einer Verneinung heraus exemplifizieren, liebe Modsche. (Jetzt hast Du was zum Nachdenken, denke ich.) Ich bin Traditionalist, stehe zu allem, was in mir ist, vor allem auch zu dem Schlechten. Nenne es die Sinnsuche eines sich komplett und nicht zerrissen fühlenden Menschen. Mir wurscht, wie Du es klassifizierst mit Deinem offensichtlich in akademischen Mustern gefangenen Denken.

    Hier geht es um die Beantwortung der Eingangsfrage: Was hast Du dazu zu sagen? Ja oder nein?

  15. #115
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Nee, mein Herzchen, Du gibst mir nichts zum Nachdenken. Es wird nur immer kruder.
    Tschüs

  16. #116
    dyke
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    @Robert


    im Moment fehlt mir leider die Zeit. Und als hobbyhafter Allrounder mit Schwerpunkt Neugier ist manches (für mich klare) nicht detailliert für Skeptiker abrufbar.
    Aber so langsam stelle ich fest, daß Deine Begriffsdefinitionen sich nicht mit meinen decken.


    Was ist für Dich ein "neues System"??
    Was ist für Dich "Unterdrückung"??


    Wenn machbar bitte die Erklärung für DUMMIES




    Ich komme wieder (nimm es als Versprechen, Drohung oder Lob)


    Dyke

  17. #117
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Robert IST das System.

  18. #118
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Sie sind meiner Meinung nach die schlechteren Autoren, wenn es um große Würfe geht, um Ewigmenschliches, Abstraktes, Zeitloses, das Jetzt Übergreifendes und metaphysisch Hintergründiges. Solange sie sich in diesen Gewässern tummeln, was selten genug der Fall ist, neigen sie zur Oberflächlichkeit oder zur sublimierten Hysterie, manchmal auch zu allem möglichem, bloß nicht zum anregenden Schreiben.


    Aber, und ich bitte dieses Aber als großes zu betrachten, sobald sich eine Frau mit der Psychologisierung von einer Figur beschäftigt, ist sie mindestens zu genau so großen Leistungen fähig wie ein männlicher Kollege - und oftmals gelingt es Frauen, Erkenntnisse zu trivialisieren und so einem groeßeren Publikum vorzulegen, was wiederum auch dazu führen kann, daß MEHR Menschen Zugang zu den tieferen Wahrheiten gewinnen oder ihnen lebenspraktisch geholfen wird.
    Ich will diesen Gedanken noch ein wenig erweitern, vertiefen: Zugang zu Wissen zu bekommen bedeutet auch, daß verstehen möglich ist. Abstrakte und hochgeistige Systeme, die kaum ein Mensch versteht, sind für die Menschheit oder auch nur die Existenz eines kleinen Verlages kaum förderlich. Ein guter Autor kann seine Botschaft angemessen verpacken. Und hier sehe ich bei den Frauen einen Vorteil: Ihr Ansatz ist eher auf Verstehen, Verständnis aus, somit dem Bedeutungsumfang des Miteinander näher, sie sind hier einen Schritt näher an der Liebe, Stille, Eintracht und Einklang im Leser herzustellen, daß der sich mit der Welt als eins fühlt, denn nur dann wird er (die allermeisten) ein Buch auch bis zum Ende lesen, wenn er genau das erwarten darf.
    Männer sind auf diese Eintracht sehr viel seltener erpicht als Frauen.

    Wenn ich hier ein gewagtes Gleichnis bringen darf: Frauen sind zivilisiertere Schreiber, Männer zumeist kultiviertere. Zivilisation ist Klopapier; Kultur ist Beethoven.

    Ein neues System ist durch drei Dinge gekennzeichnet:

    1. es besitzt eine erkenntnistheoretische Basis, die logisch und ethisch entfaltet wird;
    2. es beantwortet Lebensfragen der jeweiligen Generation und
    3. es weist über die eigene Generation hinaus, nimmt Tradiertes auf, entwickelt aber auch einen Zukunftsentwurf.


    Systeme haben meist die Angewohnheit, hermetisch zu bleiben. Das bedeutet für die Entwicklung eines neuen Systems meist, daß es eine Lebenszeit besitzt.

    Unterdrückung ist all das, was den Menschen in eben der Systematik seines Daseins nicht zur Entfaltung kommen läßt. Deshalb ist es gerade so wichtig, eine Systematik zu entwickeln, die jedem Grenzen aufzeigt, ohne die eine Entwicklung auch nicht möglich ist, einen Bezugsrahmen zur Orientierung, zugleich aber dieses System auch so offen zu gestalten, daß sich Gastfremde innert einfinden können, wie auch zu Fremden gewordene Begleiter aus diesem verabschieden können, ohne daß die Tür vollends zugeschlagen würde.

  19. #119
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    .
    .

    Aerolith hackt mit dem Spaten Würfel aus der Erde.
    Seine Lieblingsbeschäftigung. Alles an Küsten anpassen.
    So, Frauen sind also Klopapier.
    Aerolith ist dumpfes Heilhitlergeschrei.
    (wenn ich mal einen gewagten Vergleich anbringen darf)
    Noch stumpfsinniger gehts wohl nicht.

    ........
    Tigerlilie

    PS: Ist bei dir gerade mal wieder der große Frauenfrust ausgebrochen?
    Haste Langeweile? Läuft's nicht rund? Oder warum rennst du gerade mal
    wieder so 'dumpfbackig' durch die Gegend?

  20. #120
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Ah, es wehrt sich!


    Warum eigentlich, Lilie, soll ich mit Frauen ein Problem haben, wenn ich eine Analyse versuche? Machst Du Dir es nicht zu einfach, wenn Du mir dergleichen unterstellst? Habe ich ein Problem mit Zwirbelkäfern, wenn ich sie klassifiziere? Oder hasse ich Makrelen, weil ich gerne Käse esse?

    oder noch anders gefragt: Wieviel ist zwölf mal zwei? Und was hat das alles mit meinem Nasenhaarwuchs zu tun?
    Fragen über Fragen, auf die garantiert keine Frau eine Antwort weiß.

    Abgesehen davon: lern lesen! Ich habe Frauen nicht mi Klopapier verglichen, sondern behauptet, ihr Schreiben sei eher eine zivilisatorische Leistung. Wie Klopapier. Sehr nützlich. Das Schreiben einiger Männer dagegen sei unnütz, wie Kultur es meistens ist, wie eine Sinfonie. Wer einmal Schönberg hörte, weiß, wovon ich spreche.

  21. #121
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    was ist es? ich weiß nicht, was du alles hasst, oder hast.
    machst du es dir nicht ein bisschen leicht, Frauen mit
    Makrelen gleichzusetzen? dein geknicktes Frauendasein
    leitete ich nicht von obigem ab, sondern aus deinen selt
    samen Zuckungen letztiger Tagse. und jahrigster kopf
    schorfe. Frauen darfst du vorsichtig schnuppern.
    sonst nix. Frauen wissen mehr Antworten als du Fragen
    stellen kannst. Und mit ein paar Kratzern auf der
    Tafel stellt man noch keine Fragen. du musst nicht immer
    die gleichen Antworten geben. das wirkt engstirnig.
    und langweilig.

    grüßlis,
    Tigerlilie

  22. #122
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    aero schreibt:
    Wenn ich hier ein gewagtes Gleichnis bringen darf: Frauen sind zivilisiertere Schreiber, Männer zumeist kultiviertere. Zivilisation ist Klopapier; Kultur ist Beethoven.

    mit dem gleichnis habe ich mir heute morgen den arsch abgewischt!
    wattn scheiss!


  23. #123
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    frauen sind autorinnen und demgemäß sind natürlich männer die schlechteren autorinnen.
    ich will damit sagen - obwohl ich tränen würge, weil ich in diesen ordner beiträge sinnlos versenkt hatte - daß männer und frauen eine andere sprache, eine andere weltperzeption, eine andere sicht haben. sie ergänzen sich und sind künstlich getrennt. einer ergänzung muß ich zugestehen, daß sie mich ergänzt - nicht, daß sie mich ersetzt. lasse ich zu meiner freude schreiben, werde ich doch nicht so dumm sein, es selbst besser zu tun. das werben der männchen mit literatur ist ja hier noch die leichteste aufgabe, die frauen stellen. meist sollen sie ja auch noch die bäume fällen und das klopapier daraus produzieren, welches wir dann - vielleicht - benutzen.
    was ich allerdings als untergang der kultur feststellen muß: die lobpreisungen der frau haben literarisch sehr nachgelassen seit dem mittelalter. eher wird jetzt dem fahrrad oder dem auto gehuldigt. also kultur möcht ich dazu nicht mehr sagen - allenfalls zivilisation.

    aber eins intressiert mich hier noch an tigerlilies beitrag:
    du sprichst von roberts "geknicktem Frauendasein" - ja meinst du jetzt, was fürs zweite "x" fehlt oder wie erklärst du mir laien das?

  24. #124
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    er läuft heimlich und wenn ihn keiner sieht, nachts also vorzugsweise, wenn die katzen den mond anjaulen, in kleidern über die dächer, im weißen unschuldshemd, balanciert er über die firste, und träumt... das frauendasein steckt tief in ihm drin, kann nicht an die oberfläche, schreit sich ab und zu heraus...

    grüßlis,
    Tigerlilie

  25. #125
    kls
    Laufkundschaft

    AW: Sind Frauen schlechtere Autoren?

    Irgendwie mag ich keine Bücher, die von Frauen geschrieben werden. Die lese ich so, als ob Karl Mai jeden Toilettengang von Winnetou notiert hätte. Ich mag auch keine Bücher, in denen Frauen erklärt werden, Männer verunglimpft oder sonst welche Werte gesetzt werden in diesem ewigen Missverständnis, welches unsere Zukunft garantiert.

    Frauen sind anders. Denken anders, fühlen anders, schreiben anders. Nicht besser, nicht schlechter, nur anders. Und mich interessiert das Alles auch wie wahnsinnig, aber zum Abschalten, zur Berieselung, als Futterhäppchen für meinen geistigen Hunger lese ich lieber Bücher, die von Männern geschrieben wurden. Da sagt wer: "Der Staat bin ich." Er sagt nicht: "Die Affinität zwischen dem Staat und mir steigerte sich in eine blinde Raserei, bis wir verschmolzen, eins wurden, ja, und das Universum lächelte auch dabei..."

    Frauen beschreiben eher die Beziehungen unter den Akteuren, Männer schreiben eher über die Abenteuer derselbigen, wobei es bestimmt ausreichend Belege für die Unwahrheit meiner Behauptung geben mag.

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