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Thema: Unser Wetter-Ordner (2019)

  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Unser Wetter-Ordner (2019)

    überfälliger Ordner

    Die heißen Saharawinde machen's möglich: ich schwitze. Wenn der verschwitzte Körper das warme Wasser aus dem Hahn als Labsal begrüßt, dann ist es wahrlich heiß.

  2. #2
    Kurzvormabschussiger Avatar von WirbelFCM
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Ach Kinderkram! 1540 war viel härter!
    Und Montach jibts ja auch wieder frisches Jezapftes :)

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    eine interessante Seite zeigt täglich die globale Durchschnittstemperatur; zur Zeit liegen wir unter dem langjährigen Mittel: es ist also nicht nur in Deutschland kalt

    Weltwetter

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    zu warm fürs weitere Arbeiten (erwartbare 35° C); ich fahre ans Meer (Ostsee)

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Die paradoxe Intention ist hilfreich bei dieser Hitze. Wenn du dich schämst, weil du sichtbar schwitzt, wenn es dir unangenehm ist, weil dein Hemd nasse Flecken zeigt, wenn du aus Angst vorm Schwitzen noch mehr schwitzt als nötig, dann tu das Widersinnige: Zieh dich warm an und setz dich in die U-Bahn, schlüpf in dicke, lange Hosen, Pullover und Anorak und geh Einkaufen, zum Friseur oder ins Theater. Und schwitz dir und anderen was vor. Kaum zu glauben, aber das befreit.

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Auf Grönland, Südecke, werden derzeit 22° C gemessen. Also schmilzt dort das Eis. 200 Milliarden t sind im Juli in den Ozean geflossen. Hat man ausgerechnet. Überschrift: Grönland schmilzt. Klimawandel. Katastrophe. 56,5% des Eises betroffen etc. pp

    Nun ja. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und ein wenig gerechnet. Da kann einem ja ganz schwindlig werden bei den vielen Nullen.
    Also, wir haben 360 Millionen km² Ozean, die durchschnittlich 3800 m tief sind, das sind, grob gerechnet, 1368,4 Millionen km³ Wasser, 1,4 Milliarden km³ Wasser. 200 Milliarden t Wasser (200 Billionen dm³ oder 200 Milliarden m³ oder 200 km³), die da von Grönland aus ins Meerwasser geflossen sind, machen vom Gesamtwasser der Ozeane etwa 0,0000146% aus. Da zur gleichen Zeit in der Südhälfte der Erde Winter ist, friert es dort am Südpol. Zum Steigen des Wasserspiegels kömmt es nicht.

    quelle: zdf

    Traurige Rekorde in Grönland



    Das ganze Ausmaß der Eisschmelze in Grönland zeigt sich auch in Video-Aufnahmen: Die hohen Temperaturen bringen einen gigantischen Gletscher zum Schmelzen. In nur einem Tagschmelzen dabei 10 Milliarden Tonnen Eis. Alleine im Juli verliert der Gletscher dabei 197 Gigatonnen seiner Masse.




    200 km³, die da im Monat Juli abfließen, sind viel. Auch ist das ja nur ein Gletscher, aber ein riesiger Gletscher. Aber dennoch halte ich das für typische Panikmache. Was dann nicht erzählt wird: ab September friert das alles wieder zu.

  7. #7
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Zur Zeit überbieten sich die Schreckensnachrichten gegenseitig...als gelte es Pokale für die größten Katastrophen einzusammeln. Panik ist kein guter Ratgeber - macht auch allen anderen Angst und führt zu unüberlegtem Handeln. Das, was in unserer Macht steht, das sollten wir auch tun...ganz gleich woher der Klimawandel kommt. Man beschäftigt sich viel zu sehr mit Schuldzuweisungen. Um positiv und nachhaltig aufs Klima einzuwirken...braucht es ein gesellschaftliches Umdenken - und das wiederum braucht Zeit. Es bringt nichts...wenn ich beim Einkauf zur Papier statt zur Plastiktüte greife...und dann darin eine Avocado oder Apfelsaft (der zu 90% aus China kommt) verstaue. Mal davon abgesehen, dass die Papiertüte ohnehin eine viel schlechtere Ökobilanz als die Plastik hat, sofern man sie nicht mindestens 20x benutzt (was in der Praxis niemand macht). Durch die vielen Papiertüten gibt es bald gar kein Wasser mehr...in dem Plastiktüten schwimmen könnten. Das ist Aktionismus...der vielleicht ein wenig das Gewissen beruhigt...aber nicht wirklich viel bringt.

    Auch in Sachen Klima wird man immer einen Tod sterben müssen. Wenn ich möchte, dass es den Afrikanern so gut geht wie uns, dann sollte ich wissen...dass das der Klimakiller Nummer 1 wäre. Ich glaube es haben "nur" 10% der Weltbevölkerung ein Auto. Tönnies, der Präsident von Schalke, machte die Tage eine Bemerkung...die ihm nun viel Ärger einbringt. Er machte sich dafür stark in Afrika mehr zu investieren...weil die Afrikaner ansonsten nur am Kindermachen sind. Der Vorwurf lautet Rassismus. Er hätte das anders formulieren können/sollen...aber Rassismus ist das m.E. nicht, sondern einfach nur eine Wahrheit...die man heutzutage nicht mehr aussprechen darf.

  8. #8
    Kurzvormabschussiger Avatar von WirbelFCM
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Auch in Sachen Klima wird man immer einen Tod sterben müssen. Wenn ich möchte, dass es den Afrikanern so gut geht wie uns, dann sollte ich wissen...dass das der Klimakiller Nummer 1 wäre. Ich glaube es haben "nur" 10% der Weltbevölkerung ein Auto. Tönnies, der Präsident von Schalke, machte die Tage eine Bemerkung...die ihm nun viel Ärger einbringt. Er machte sich dafür stark in Afrika mehr zu investieren...weil die Afrikaner ansonsten nur am Kindermachen sind. Der Vorwurf lautet Rassismus. Er hätte das anders formulieren können/sollen...aber Rassismus ist das m.E. nicht, sondern einfach nur eine Wahrheit...die man heutzutage nicht mehr aussprechen darf.
    Ganz genau! Inhaltlich ist das sachlich betrachtet völlig korrekt und was es mit Rassismus zu tun haben soll, wenn sich jemand dafür stark macht, in Afrika zu investieren und dort Kraftwerke zu bauen, wissen wohl nur die allerschlimmsten Faschisten.

    Und um das auch mal faktisch belegen zu können: Mythos Überbevölkerung? Verblüffende Fakten zur Welt von morgen (ZDFinfo)

  9. #9
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Die Entwicklung der Weltbevölkerung ist nochmal ein ganz anderes, ein eigenes Thema. Ich hatte den leider verstorbenen und von mir sehr geschätzten Michael des öfteren gefragt...wo er da die Grenze (Weltbevölkerung) sieht...da er alle Lebewesen und jeden Menschen retten wollte. Ich selbst bin für die "natürliche Selektion". Das schließt Hilfeleistungen nicht aus...im Gegenteil - beschränkt sich aber auf "Hilfe zur Selbsthilfe".

  10. #10
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Ich bin ja der Überzeugung, dass die drohende Klimaänderung - man kann es ruhig auch Katastrophe nennen aus Sicht der Spezies Mensch - nicht mehr abzuwenden ist. Bei den langen Latenzzeiten des Klimas, ist nach meiner bescheidenen Meinung, der point-of-no-return bereits erreicht oder überschritten. Da aber der Homo sapiens bislang nicht mal fähig war, seinen CO2-Ausstoß auch nur zu bremsen, muß ich davon ausgehend, dass der Peak der Produktion von Klimagasen noch einige Zeit weiter geht. Dadurch wird der Prozess der Erderwärmung noch lange, mindestens bis Endes des Jahrhunderts ansteigen. Inzwischen werden Kippeffekte eintreten, einige kennen wir schon, andere noch nicht. Diese Kippeffekte werden das Klima endgültig und auf unabsehbare Zeit nachhaltig in Richtung Heißzeit schnellen lassen. Diese Phase wird derart sein, dass menschliches Leben auf dem Großteil des Planeten unmöglich wird. Landwirtschaft und Viehzucht werden bis auf die Polargegenden unmöglich sein. Ausser dem Menschen werden auch die meisten Arten verschwinden.

    Das ist, wie gesagt, meine persönliche Überzeugung. Ich hoffe, ich täusche mich und es treten unvorhergesehene Kippeffekte in Richtung Abkühlung des Klimas ein. Das ist aber nicht mehr als eine vage Hoffnung, durch nichts begründet.

  11. #11
    Kurzvormabschussiger Avatar von WirbelFCM
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen
    Ich bin ja der Überzeugung, dass die drohende Klimaänderung - man kann es ruhig auch Katastrophe nennen aus Sicht der Spezies Mensch - nicht mehr abzuwenden ist. Bei den langen Latenzzeiten des Klimas, ist nach meiner bescheidenen Meinung, der point-of-no-return bereits erreicht oder überschritten. Da aber der Homo sapiens bislang nicht mal fähig war, seinen CO2-Ausstoß auch nur zu bremsen, muß ich davon ausgehend, dass der Peak der Produktion von Klimagasen noch einige Zeit weiter geht. Dadurch wird der Prozess der Erderwärmung noch lange, mindestens bis Endes des Jahrhunderts ansteigen. Inzwischen werden Kippeffekte eintreten, einige kennen wir schon, andere noch nicht. Diese Kippeffekte werden das Klima endgültig und auf unabsehbare Zeit nachhaltig in Richtung Heißzeit schnellen lassen. Diese Phase wird derart sein, dass menschliches Leben auf dem Großteil des Planeten unmöglich wird. Landwirtschaft und Viehzucht werden bis auf die Polargegenden unmöglich sein. Ausser dem Menschen werden auch die meisten Arten verschwinden.


    Das ist, wie gesagt, meine persönliche Überzeugung. Ich hoffe, ich täusche mich und es treten unvorhergesehene Kippeffekte in Richtung Abkühlung des Klimas ein. Das ist aber nicht mehr als eine vage Hoffnung, durch nichts begründet.



    Naja, glücklicherweise hat unser Planet sowas wie eine eigene Klimaanlage eingebaut, so daß auf jede Heißzeit auch wieder eine Eiszeit folgte. Die letzte Hitzeperiode hatten wir in der Reformationszeit, während des 30jährigen Krieges, die Vorletzte zur Zeit der Krönung unseres Kaisers Otto I. Das kommt also alle 500 Jahre vor. Denn Klimawechsel sind keine Zufälle, sondern treten periodisch auf und beruhen auf 3 ganz bestimmten Kriterien der Erde wie der ihrer Umlaufbahn um die Sonne (eher kreisförmig/eher eliptisch), der Neigung der Erdachse und dem Grad ihrer "Fluktuation" (also wie stark der Winkel ihrer Eigenrotation variiert). Klimaextreme treten immer dann auf, wenn 2 oder gar 3 dieser Extreme zusammentreffen. Und da haben wir Menschen keinerlei Einfluß drauf! Das ist die schlechte Nachricht. Die Gute ist, daß sich das von alleine wieder relativiert :)


    Bei Polkernbohrungen am Nordpol hat man auch festgestellt, daß die die Temperatur unseres Planeten und der CO2-Gehalt der Luft relativ parallel laufen, wobei die CO2-Kurve immer ein paar Jahre hinterherhinkt. Daraus läßt sich schließen, daß die Zunahme des CO2-Gehaltes in der Luft nicht die Ursache einer Erderwärmung ist, sondern eine Folge! Vielleicht sowas wie eine Klimaautomatismus des Planeten?


    Außerdem hat natürlich auch die Sonnenaktivität Einfluß auf unser Klima, was wir ebenfalls nicht beeinflussen können (außer vll. gigantische "Sonnenschirme" ins All zu schießen )


    Der wirkliche Problem, daß auch tatsächlich von uns Menschen verursacht ist, ist der Umstand, daß wir das natürliche Gleichgewicht des Planeten durch exzessive Verschwendung von Ressourcen seit Beginn des Industriezeitalters bei gleichzeitiger fortschreitender Abholzung natürlicher Biotope völlig durcheinander gebracht haben!


    Also gibt es Anlaß zu 3 Befürchtungen für die Zukunft:


    1. der Planet kann sich nicht selber wieder abkühlen und es wird extrem heiß
    2. es steht uns eine neue Eiszeit bevor, die die der letzten Jahrhunderte dramatisch übertreffen wird
    3. unser Verhalten hat gar keinen so großen Einfluß auf das Klima und die Erderwärmung wird in ein paar Jahren von selber wieder umgekehrt


    BWG Wirbel

  12. #12
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    In 700 Millionen Jahren wird es kein Leben auf der Erde mehr geben können. Wenn wir so lange durchhalten, waren wir immerhin eine sehr erfolgreiche Spezies. Fakt ist, dass unser Ende bereits beschlossene Sache ist...und es rückblickend (für den, der zurückblickt) egal ist, welche Rolle dabei der Co2 Gehalt spielte. Egal was wir unternehmen, wir gewinnen maximal ein wenig Zeit. So gesehen ist es doch egal...ob wir in tausend oder in hunderttausend Jahren aussterben. Uns, die wir heute auf der Erde sind, kann es egal sein...weil wir es nie erfahren/erleben werden - und den Ungeborenen muss es egal sein, da sie ohne einen Anfang zu haben..über ein Ende erst gar nicht nachdenken können. Es gilt also in einer Zeitspanne X so viel Spaß wie nur möglich zu haben.

  13. #13
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Hmmm, da bin ich geteilter Meinung. Es gab schon vor 600 Mio. Jahren Leben auf der Erde und seitdem immer wieder - warum sollte das in Zukunft anders sein?
    Unser Universum ist periodisch, Leben auf der Erde ist periodisch, ich denke, wenn die Natur das so will, dann wird es auch nach Armageddon wieder Leben geben. Offenbar gab es das ja schon mal

  14. #14
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Nur zur Klarstellung. Ich sprach nicht von irgendwelchen periodischen Klimaschwankungen auf Grund astronomischer oder geophysikalischer Ursachen.

    Ich spreche von der rasend schnellen Erwärmung des Planeten, die bislang keine historische Parallele aufweist. Diese ist durch den Menschen und seine Lebensweise bedingt. Die Kippelemente, welche bekannt sind, wären Auftauen der Permafrostböden, Abschmelzen der Polkappen, Freisetzung von Methan durch Erwärmung der Ozeane usw. Diese weisen eine wesentlich größere Dynamik auf, als man bisher angenommen hat.

    Ich spreche auch nicht von tausenden oder Millionen Jahren, sondern von wenigen Jahren und Jahrzehnten, wenn ich von der Klimakatastrophe rede.

    Insofern werden wir oder spätestens unsere Kinder und Enkel damit konfrontiert werden.

    Diese ist, wie gesagt, meine Meinung.

  15. #15
    Klaus Norbert.
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Ich bin soweit, es nun anzunehmen. Es passiert und es geht lediglich um die Wucht des Aufschlages, wenn überhaupt. Es gibt keine Möglichkeit, wie korrigierend einzugreifen, das sagen doch alle Wissenschaftler.
    Wie könnten das Leben mehr schätzen, die Vergänglichkeit wird anschaubar, für jeden Menschen.

    Ich glaube nicht, daß es das unbedingte Ende der Erde ist. Der ganze Dreck der Menschen wird hochgehen, mal sehen, was dann noch ist, mal sehen, wer das überhaupt noch sehen kann.

    Aber wir waren bis zum Schluß dabei, das hat doch etwas. Ein paar ruhige Jahre könnten noch kommen und vergehen.

  16. #16
    rodbertus
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Jammer, jammer, jammer. Miesepröppel, Dampfduscher, Wohlstandsverweichlichte. Nehmt euch und das, was ihr tut, mal nicht so wichtig. Wir krauchen auf der Erdoberfläche herum, zwei Fingerbreit über dem CO2 und glauben, wir würden die Macht haben, die Erde zu regieren. Es gibt keine Eiszeit und keine Heißzeit. Jedenfalls nicht in den nächsten Jahren. Kommt mal runter!

  17. #17
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Na komm mal runter von deiner Palme. Von Jammern kann keine Rede sein. Es ist schlicht meine Meinung. Dir als alten Kantianer muss doch unser Lebensstil in EU, USA und zunehmend China, Indien, Brasilien usw. ein Dorn im Auge sein. Klimawandel hin oder her, so wie wir leben, ist das doch kaum mit dem Kategorischen Imperativ oder der Goldenen Regel vereinbar, oder?

    Ich sehe uns eben auf dem Highway to hell. Das ist nicht schlimm. Die Erde braucht uns nicht. Sie wird den Menschen überleben.

  18. #18
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Das ist was ganz anderes. Unser Lebensstil, damit meine ich nicht meinen, sondern immer den der anderen, ist eher selten von Nachhaltigkeit geprägt. Ich glaube aber nicht, daß dieser Lebensstil Auswirkungen aufs Klima hat. Ich begründe das schlichtweg damit, daß wir zu winzig sind und auch 8 Milliarden Winzlinge mit dem, was sie tun, kaum nur an der Oberfläche unseres Planeten kratzen. Als ich neulich mit den vielen Nullen hantierte, um den Zufluß der schmelzenden Gletscher in Grönland - wieso heißt es eigentlich IN Grönland, ist doch ne Insel? -, also aus Grönland ins Meer zu ermessen, trat die Zahl von 1,4 Milliarden km³ Wasser auf. Das bedeutet doch auch, daß sich nur 5 bis 6 Menschen innert eines Kubikkilometers tummeln. Wer will glauben, daß diese mikroskopisch kleinen Wesen die Möglichkeit besäßen, diesen riesigen Würfel zu zerstören? Ja ja, ich weiß, es reicht ein Tropfen Öl, um zehntausend Liter Wasser zu verschmutzen. Wir reden hier aber nicht von 10000 Litern Wasser, sondern von 1400000000000 l für fünf bis sechs Menschen, anders gesagt: ein paar Millionen Mal.
    Angesichts solcher Dimensionen scheint es mir vermessen, die Tätigkeiten des Menschen in irgendeiner Weise als belangvoll einzuschätzen. Ich meine, wir sind vielleicht zehn Kilometer ins Erdinnere eingedrungen und wissen nichts über das, was auch nur dreißig oder vierzig Kilometer tiefer geschieht. Wir haben aber 6000 Kilometer vor uns. Ist da unten alles superheiß? Vermutet man ja, aber wer weiß es?

  19. #19
    Klaus Norbert.
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen

    ... Ich glaube aber nicht, daß dieser Lebensstil Auswirkungen aufs Klima hat.
    ... Angesichts solcher Dimensionen scheint es mir vermessen, die Tätigkeiten des Menschen in irgendeiner Weise als belangvoll einzuschätzen.

    Wie lange dauert es noch, bis wie offiziell weltweit Alarmstufe Rot gedrückt wird? Was dann, wann gibt es erste kollektive Suizide?

    Im Grunde kann ich über die Ruhe froh sein, die von den es-passiert-doch-gar-nichts-Menschen ausgeht. Wenn diese Massen erst einmal auch die rote Lampe sehen, ist die Ruhe vorbei.

  20. #20
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Das kann ich Dir gut erklären, warum ich so ruhig bin, das liegt an meiner DDR-vita. Als ich aufwuchs, schwammen auf der Elbe weiße Schaumkronen. Es gab keine Fische in derselben, wenn man zufällig mit Elbwasser in Berührung kam, was angesichts des weitarmigen Charakters dieses Flusses in und um Magdeburg durchaus geschehen konnte, war es ratsam, sehr gründlich zu waschen. Apropos waschen: das Wasser, das aus der Leitung kam, war so nitrathaltig, daß es an manchen Tagen nicht trinkbar war. In der Schule hatte ich ein Fach namens "Wehrkunde", in dem ich lernte, mich nach dem atomaren Erstschlag zu verhalten. Wir warfen uns hinter einen umzukippenden Tisch. Wir übten auch unter freiem Himmel, was bedeutete, sich hinter eine Bodenwelle zu werfen und den Blick vom Atompilz abzuwenden. Der Wald starb, saurer Regen zerstörte ihn. In den kalten Wintern fiel ab und zu der Unterricht aus, weil man nicht zur Schule kam. In den heißen Sommern flimmerte der Asphalt, zerfraß die Sandalen, die man trug, wenn man an die Ostsee trampte.
    Wenn es heute mal ein paar Tage warm ist, wird von Weltuntergang und Klimawandel gebrabbelt. Auf der Elbe gibt es keine Schaumkronen mehr, neulich holte mein Sohn einen Zander heraus. Die leben nur dort, wo es wirklich sauberes Wasser gibt. Man kann in der Elbe baden! Der Wald ist so grün wie nie. Man hat inzwischen sogar im Harz begriffen, daß Fichten für Norddeutschland nicht der richtige Bewuchs sind, sondern Buchen hier richtiger sind. Man kömmt von dieser Waldbewirtschaftung ab. Auf natürlichem Wege, deshalb werden umgestürzte Bäume auch nicht mehr aus dem Wald geholt, sondern einfach der Verwitterung ausgesetzt. Und dann lese ich: Waldsterben! Blödsinn. Die Ostsee steht genauso hoch/tief wie immer. Es gibt keine Erhöhung des Wasserspiegels durch abschmelzende Polkappen. Jedenfalls hat sich das noch nicht auf die Ostsee ausgewirkt. Man vergleiche dazu eine Postkarte der Stubbenkammer von 1900 und von heute. Ich kann da keinen erhöhten Wasserpegel feststellen. Auch ein halber Meter mehr, der's ja sein soll, müßte schon augenscheinlich sein, da die Ostsee ja keine Ebbe/Flut kennt.
    Und dann immer diese Greuelmärchen. Ich las in den 70er Jahren das Buch von Gruhl: Ein Planet wird geplündert. Die GRÜNEN verstanden das als ihre Fibel. Danach sollte es um 2000 kein Erdöl mehr geben. Der Wald sollte vollständig abgestorben sein, der Urwald abgerodet usw. Alles Blödsinn. Was ich vielleicht noch verstanden hätte, wäre gewesen, daß man die mögliche Umstrukturierung von Erdöl auf andere Energieträger vorgenommen hätte, die bereits seit den 1970er Jahren möglich wäre. Macht man aber nicht. Das würde ja die Weltwirtschaft kippen. Sollte uns egal sein. Diese Energiewende würde ich begrüßen.
    Ach ja, eine Sache finde ich an der grünen Umweltpolitik dann doch gut: der Ausstieg aus der Kernenergie. Früher oder später hochgehende Atombomben will ich nicht im Land haben. Tausende Windräder aber auch nicht.

  21. #21
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Lieber Robert, ich beglückwünsche dich zu deinem unerschütterlichen Optimismus! Magst du recht behalten.

    Ich kann mir deine faktenbefreite Haltung zur Klimafrage nur so erklären, dass du alles, was in deinen Augen grün ist, was mit Umweltschonung und ökologischem Wirtschaften zusammen hängt, als links, überkandidelt und dekadent ablehnst. Das solltest du mal überdenken. Auch ich krieg allergische Hautausschläge, wenn ich grüne PolitikerInnen wie Berbock, Habeck oder gar Göring-Eckhart höre! Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir unsere Erde grad zuschanden und an die Wand fahren.

    Die Erde wirds überleben, sie braucht uns nicht. Umgekehrt schon. Wir haben keinen zweiten Planeten.

  22. #22
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Das mit den Fakten ist so eine Sache...denn ganzheitlich betrachtet...ist der Atomreaktor für Mensch, Natur und Klima die mit Abstand beste Lösung. Du redest aber von ganz anderen Fakten...zB vom Fakt der derzeitigen Klimaerwärmung. Da kann ich mich nur wiederholen: auch ohne Klimaerwärmung macht der respektvolle Umgang mit unserer Umwelt Sinn. Die "Lage" sollte uns eigentlich "nur" vermitteln, ob wir in Sachen Prävention noch mehr tun können...bevor sich diese Frage erst gar nicht mehr stellt. Es macht also immer, unabhängig vom Status Quo, Sinn...zu der für die Umwelt besten Alternative zu greifen. Dazu sollte man ehrlich sein, vor allem zu sich selbst. Wir wissen (schon immer und auch ohne Klimaerwärmung), dass die Glasflasche besser ist...als die aus Plastik. Und vor dreißig Jahren gab es auch nur die aus Glas. Plastik haben wir...weil wir das wollten - sie lassen sich leichter schleppen. Zum Sündenbock machen wir aber die Industrie.

  23. #23
    Klaus Norbert.
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen

    ... Zum Sündenbock machen wir aber die Industrie.

    Wir? Sie.

    Na, und? Die Industrie sind wir, das ist doch kein Ding aus einer anderen Welt; wir wissen, wir sind selbst der Bock oder Gärtner.

  24. #24
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Ja, ist auch überkandidelt. Die GRÜNEN tun so, als ob sie die Ersten wären, die umweltbewußt denken und handeln. Das nehme ich ihnen übel. Schon zu Ostzeiten gab es ökologisches Bewußtsein. Das war sogar Bestandteil der Erziehung und Ausbildung. Wir pflanzten Bäume, säuberten verdreckte Bäche oder räumten im Wald auf. Das nannte sich Subbotnik und war als Ganztagsbeschäftigung unentgeltlich von jeder Klasse zu leisten - wenigstens einmal pro Jahr. Auch Mülltrennung gab es in der DDR schon in den 70ern. Wir kauften mit Netzen ein, Plastetüten gab es so gut wie nicht, obwohl die leicht hätten hergestellt werden können. Daß es etliche Umweltsünden und -sünder gab, steht außer Frage, die große Politik hatte kein entsprechendes Bewußtsein und dies ist erst durch die GRÜNE Bewegung in jene zwangsweise eingepflanzt worden, dafür gebührt ihnen auch ein Lob. Aber ihre historische Mission ist nun erfüllt, zumal ihre Konzepte zur Gestaltung einer postpostmodernen Industriegesellschaft eben dürftig sind. Itzt sind sie nur nervig und destruktiv, ein Übel.

  25. #25
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Zitat Zitat von Klaus Norbert. Beitrag anzeigen
    Wir? Sie.

    Na, und? Die Industrie sind wir, das ist doch kein Ding aus einer anderen Welt; wir wissen, wir sind selbst der Bock oder Gärtner.

    Um nur mal ein Beispiel, das aktuellste, zu nennen:

    Coffee to Go

    Die Innenstädte vermüllen immer mehr...u.a. durch weggeworfene Kaffeebecher. Bezahlen sollen das (die Entsorgung) jetzt die Hersteller von Kaffeebechern.

    Das ist wie mit dem Huhn und dem Ei...wer oder was war zuerst da.

    Schuld daran ist doch der Konsument...und nicht der Hersteller von Kaffeebechern. Wir, die Konsumenten, werden immer bequemer, fauler, dekadenter und rücksichtsloser. Über den Preis verändere ich vielleicht kurzfristig etwas...aber mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun. Die Hersteller von Bechern werden versuchen die Preiserhöhung an Starbucks und Co. weiterzugeben - die aber werden das nicht akzeptieren und sich andere Hersteller suchen, die dann in Asien, Afrika oder sonstwo die Becher produzieren und um die ganze Welt fliegen. Nachhaltigkeit beginnt in diesem Fall im Kopf und mit der Einsicht, dass ich mein Verhalten nicht nur für andere...sondern für mich selbst ändern muss.

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