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Thema: Warum schreibt Ihr?

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Schreiben ist...

    mal so zwischendurch ein paar Gedanken zum schreiben:

    Schreiben ist...

    Schreiben ist schmerzhaft, muß es sein. Zunächst schreibt der Schreibende einfach nur. Warum? Weil er es muß. Es ist ein Trieb. Weil seine Gedanken, seine Gefühle, sein Phantasien, sein Lächeln, seine Tränen, sein Hohn... irgendwo hin müssen. Das kann weh tun, kann aber auch lustig sein, oder spannend sein. Schreiben ist bluten und sprudeln. ETWAS entsteht. Und was ist dann entstanden? Getexte, nicht mehr, nicht weniger. Für die Schublade, fürs Tagebuch, für den Mülleimer... Er kann es in einem, fünf, zehn Jahren (Ausnahme Mülleimer) noch einmal lesen und sich sagen, da fühlte ich mich aber Scheiße, oder da hab ich aber geliebt, oder das war ja lustig.

    Will Schreiberling mehr? Er muß ja nicht, kann in diesem Zustand verharren. Viele Menschen machen das, da ist nichts verwerfliches dran. Nein, es ist sogar sehr vernünftig. Würde er es so machen, er ersparte sich einiges. Machte er es so, kann er aber nicht MEHR wollen.

    Man kann sich kaum vorstellen, daß es Menschen gibt, die wirklich weitergehen. Sie wollen ihre Texte veröffentlichen. Ich sehe sie jeden Tag, da ich dazu gehöre. Sie schreiben in Büchern, Zeitungen, Foren... Ja, was will er denn nur? Er will etwas schöpfen. Ein Kunstwerk, Unterhaltung, was auch immer. Und das bedeutet weitere Qualen auf sich zu nehmen. Er muß sich hinterfragen, sich, sein ICH, weil er reflektieren muß. Schreiben ist Reflektion. Er muß in die Hölle, die er, als er nur für sich schrieb, nur berührt hat. Schreiben heißt brennen. Schreiben ist nicht einfach nur ein Flirt oder ein Fick. Schreiben ist Liebe. Und Liebe schmerzt (zumindest die meiste Zeit). Aber Schreiberling ist keine Elite. Schreiben ist auch Arbeit, harte Arbeit. Ein Job, den man zu erledigen hat, wie jeder andere auch. Er produziert etwas, was nicht nur für ihn ist. Er ist Dienstleister.

    Damit müssen die Qualen doch ein Ende haben? Weit gefehlt!

    Manchmal, ja, manchmal hat der Schreiberling dann ein Kind geboren, eine Geliebte erschaffen, so glaubt er. Er liebt ES von ganzen Herzen und dann...

    Muß er hinterfragen. Er muß sich hin und her winden. Diesen Absatz streichen, jenen Vers umstellen, ein anderes Wort finden... Er schwitzt, ihm ist kalt, er hat Hunger, er arbeitet sich den Rücken krumm (übertrieben, das nimmt dir doch kein Leser ab!). Von Zeit zu Zeit läßt er sein Werk los, kündigt seine Liebe. Tja, verdichtet oder verschlampt. Kommt sehr oft vor. Aber manchmal liebt er ES noch mehr.

    Und jetzt kommt die Belohnung. Der Text ist fertig und dann...

    Kommt der verfluchte Leser! Oft hat er die Dreistigkeit so Kleinigkeiten wie logische, grammatikalische und stilistische Fehler zu entdecken. Aber das ist noch nicht alles! Manchmal besitzt er die Frechheit, mein Kind, meine Geliebte, schlicht und einfach zum Kotzen zu finden.

    Oh, das tut weh! Dann zerreißt es dem Schreiberling die Seele (kitschig!). Aber er muß einsehen, das ist Meinung meiner Leser. Ich muß mich damit auseinandersetzen. Da ich eine Arbeit für den Leser zu leisten habe, muß ich mein Kind, meine Geliebte, schon wieder in Frage stellen, mich winden, schreien, weinen, sterben...(Junge, das ist furchtbar pathetisch!). Tja, verdichtet oder verschlampt. Kommt sehr oft vor.

    Du sagst, schreiben ist doch keine Arbeit, das ist Berufung? Ja, gerade DANN.

    Natürlich gibt es nicht DEN Leser. Der eine oder andere hat Sympathie für dein Kind, deine Geliebte. Doch wenn 100 Leser ES gut finden, dann muß ich mich dennoch mit dem einen Leser auseinandersetzen, der ES nicht gut findet. Ich kann es nicht allen recht machen, aber ich muß ihn beachten. Das gehört zu meinen Aufgaben, meinen Pflichten als Schreiberling.

    Das ist noch nicht alles! Ihr sagt euch, hat der ne Krankheit, daß der sich sowas antut? Ist der vielleicht...? Ja, du hast es erfasst! Schreiberling ist Masochist!

    Von Zeit zu Zeit kommt es nämlich vor, daß der Schreiberling ALLES anzweifelt. Plötzlich findet er, das meiste von ihm fabrizierte schrottig. Er merkt, er strampelt auf der Stelle, es bewegt sich nichts. Das ist nicht einfach nur verdichtet oder verschlampt, es ist eine Krise.

    Doch Schreiberling ist froh, denn das gehört zu seiner Entwicklung. Er hat sich weiterentwickelt und... alles geht von vorne los. Da wird doch der Hund iner Pfanne verrückt! (abgegriffen!).

    Kommen wir zum Fazit: Schreiben ist... ein Riesenspaß!

  2. #2
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    ...und:
    Der Schriftsteller befriedigt das Bedürfnis der Anderen, von einer Welt zu erfahren, aus der er sich gerade gerettet hat, in die die Anderen aber nur allzu gerne für den Moment des Lesens bereit sind zu flüchten.

    Komischer Aphorismus. Wie mir der nur wieder eingefallen ist? Muss an Deinem Text liegen tt.
    herzlichst uis

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    hallo,

    @uis: was kann es schönres für schreiberling geben, als den leser zu inspirieren.

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    erstellt von tt: Schreiben ist schmerzhaft, muß es sein.
    Nur diesen Satz aus dem ersten Abschnitt will ich hier behandeln, später vielleicht mehr, wenn sich tt drauf einläßt. Ich habe in der Tat im Durchforsten unserer vielen Beiträge längst keinen gefunden, der‘s thematisierte, explizit thematisierte. Aber es muß. Kreist unser Dasein nicht darum, im Wort selbst einen Anker auszuwerfen, den wir anderen anheimbefehlen, sie damit zu uns ziehen, im Ankerwort: Und aus Worten werden Süchte, die aber stehen nur in uns sagte ein Dichterfreund hochangesehenenen Nimbus‘. Schmerz, sagst Du. Ich frage mich oft, warum ich mich gerade dem Wort widme. Es ist anstrengend, es leert aus, es labt nicht. Der Schmerz ist dumpf, die Not(h) groß. Und all das, da ich doch solche Worte wie Not(h)wendigkeit und Geiz des Geistes hasse. Wendet Schreiben Not? Du meinst es. Ich glaube nicht. Ich glaube eher das Gegenteil. Aber ich habe Gefallen gefunden am Leiden. Nein, so auch nicht. Ein Masochist bin ich nicht. Aber Leidensfähigkeit pflege ich, denke, sie gehört zum Vollkommenen dazu. Ja, so vielleicht: Im Schreiben ist das Wort, dieses aber umgrenzt alles, daher die Freude und die Hoffnung, vielleicht eine Erwartung, einen Stein des Weisen zu finden, nicht, um damit zu lösen, erlösen oder pragmatisch sich die Welt zu erdeuteln, sondern vielmehr, um einem Prozeß gerecht zu werden, von dem ich weiß, er ist unabdingbar, unendlich in seinem Regressus und wahrscheinlich nur ein Faustpfand zur sicheren Einkehr in die Hölle.
    Schreiben ist also der Königsweg in die Hölle.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    Hi Robert,

    Nur diesen Satz aus dem ersten Abschnitt will ich hier behandeln, später vielleicht mehr, wenn sich tt drauf einläßt.
    Warum sollte ich nicht? Besonders wenn du mich so nett anblickst

    Schmerz ist ja ein Gefühl, welches jeder Mensch grundsätzlich von Zeit zu Zeit ertragen muß. Ja, es ist not(h)wendig. Jeder muß sich damit auseinandersetzen, AUS der Not wenden. Du magst Notwendigkeiten nicht, das geht mir auch so. ändert jedoch nichts daran, daß es sie gibt. Es gibt Leute, die haben in keiner Weise Spaß am schreiben, kotzen es raus. Es muß irgendwo hin.

    Du schreibst:

    Aber diese Leidensfähigkeit pflege ich, denke, sie gehört zum Vollkommenen dazu. Ja, so vielleicht: Im Schreiben ist das Wort, dieses aber umgrenzt alles, daher die Freude und die Hoffnung, vielleicht eine Erwartung, einen Stein des Weisen zu finden, nicht, um damit zu lösen, erlösen oder pragmatisch sich die Welt zu erdeuteln, sondern vielmehr, um einem Prozeß gerecht ztu werden, von dem ich weiß, er ist unabdingbar
    Bis dahin, ok. Aber WAHRSCHEINLICH der Faustpfand zur Hölle? Ich zweifle bzw. du mußt es erläutern.

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    3:56 Uhr? Aber ab ins Bett!

    Kennst Du diese Menschen, die sich die Welt erklügeln, die immer noch eine Antwort wissen, auch wenn sie nichts zu sagen haben? Oder die etwas sagen, obwohl sie keine Antwort haben. Und jetzt kömmt's: Beides ist gleich verwerflich, beides ist der Königsweg zur Hölle, will heißen zu ewiger Qual. Man muß ruhig bleiben, bei sich bleiben und sich ausstrecken in seinem Gram, seinem Hader, seinem Wollen und all dem, was antreibt und von den Liebsten wegtreibt.
    Und wie oft höre ich Eltern ihre Kinder fragen: Was willst du werden? Und dann beginnt der tägliche Kampf um die Kleinheiten des Weges, die kleinen Schritte, um einem Ziel näher zu kommen. Als ob es darum ginge, etwas zu werden?! Auch und nicht, nicht so apodiktisch. Als ob es darum ginge, etwas zu sein?! Auch und nicht. Teil des Ganzen. Das Ganze aber ist die Form, die sich ent-wickelt, also Wicklung ist Schreiben; Suche nach dem Punkt, einen, um den sich gewunden werden kann/konnte, der wieder entwunden wird, aber wer wird die Wahrheit ertragen, die das Gewand der Lüge braucht? Was wären wir ohne das Lügen? Halbe Menschen, bestenfalls.

    Schreiben selbst hält sich fest, das ist seine Aufgabe.

    Ich denk noch ein bißchen drüber nach.

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    ..das möge als Beitrag eines mehr lyrisch Angehauchten taugen, las ich am Sonnabend:

    Hochseil

    Wir turnen in höchsten Höhen herum,
    selbstredend und selbsreimend,
    von einem Individuum
    aus nicht als Worten träumend.

    Was uns bewegt - warum? wozu? -
    den Teppich zu verlassen?
    Ein nie erforschtes Who-is-who
    im Sturzflug zu erfassen.

    Wer von so hoch zu Boden blickt,
    der sieht nur Verarmtes / Verirrtes.
    Ich sage: wer Lyrik schreibt, ist verrückt,
    wer sie für wahr nimmt, wird es.

    Ich spiel mit meinem Astralleib Klavier,
    vierfüßig - vierzigzehig -
    Ganz unten am Boden gelten wir
    für nicht mehr ganz zurechnungsfähig.

    Die Loreley entblößt ihr Haar
    am umgekippten Rheine...
    Ich schwebe graziös in Lebengefahr
    grad zwischen Freund Hein und Freund Heine.

    (Peter Rühmkorf)

  8. #8
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    Passt gut, der Rühmkorf, lester. Vom Altmeister eine Antwort, warum und wie man schreibt. Warum hat der aber bloß so eine dämliche Aufgabe beim Wörth-Preis gestellt, frag ich mich? Zurück zum Schmerz: Grad der letzte Vers "...Freund Hein und Freund Heine" drückt es aus wie es treffender kaum gesagt werden kann, außer bei manchen metaphysical poets noch...damals... die kannten das auch schon: Liebe, Tod und Ewigkeit, alles im Hier und Jetzt erreichen und überwinden gleichzeitig, aber was erzähl ich...wer schreibt, muss verrückt sein.

  9. #9
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    apropos verrückt

    jau - die kunst besteht darin, sich nicht erwischen, will sagen einweisen zu lassen...

  10. #10
    Wanderer
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    apropos verrückt

    Es schreibt in mir

    Oft werde ich gefragt, warum ich schreibe oder wie ich es als alleinerziehender Vater von drei kleinen Kindern überhaupt schaffe, zu schreiben.
    Nun ja. Warum ich schreibe ist leicht zu beantworten. Es ist seit meiner Kindheit eine lieb gewordene Angewohnheit. Sie lenkt mich ab von meinen Sorgen, hilft sie zu bewältigen und beflügelt meinen Geist. Heute ist es ein Ausgleich für Streß. Ich erhole mich bei jedem Wort, welches ich schreibe.
    Genauer gesagt beantworte ich die Frage nach dem Warum? immer damit, daß das Schreiben inzwischen eine Art Sucht geworden ist. Wenn ich einmal damit begonnen habe, kann ich mich kaum noch bremsen. Ich bezeichne diesen Zustand, in welchem ich mir keinerlei Gedanken mehr über den Fortgang einer Geschichte, eines Textes oder eines Gedichtes mache vielmehr mit Es schreibt in mir. Irgendeine geheimnisvolle Kraft treibt mich an und die Worte fliegen geradezu aufs Papier.
    Und ganz unter uns ...
    Sicher ist vieles, was man so schreibt für den Papierkorb. Aber immerhin kann es so manch teure Stunde beim Therapeuten ersetzen. Schlussendlich hat ja sogar die AOK anerkannt, dass Schreiben heilt.

  11. #11
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    na hallo, ihr süßen.
    literatur ist doch wichtich!
    aber immerhin!
    ob8, genosse.

    nö, sonst hab ich nix zu sagen.

    geschichte hab ich abgewählt.

    man kann sich nicht um alles kümmern.

    reicht mir schon, daß celan in die seine hoppste.

    oder der hier mit seinem ohr.

  12. #12
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    ich habe heute mindestens drei stories geschrieben. im kopf. im zug von hier nach dort und wieder zurück... bloss, warum jetzt etwas davon niederschreiben? die wörter würden es nur verdrehen, bis ich es selbst nicht mehr verstünde. aber im kopf stimmt es. und ist gut, wie es ist. warum also etwas aufschreiben noch? genügt es nicht, das buch im kopf aufzuschlagen? warum schreiben noch? für wen?

  13. #13
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    Die Idee des Verschwindens

    Bekenntnis am Rande. Meine Arbeitsweise (von nun an).

    Achtung. Ich stehle Pferde und alles andere auch. Nennen Sie mich Plagiator. Ich lächle schon: das Zitat ist meine Philosophie. Und so lautet das Programm: Ich bin kein Erfinder, sondern Finder: literarischer Eklektiker. Ich sammle in meinem Notizheft Zitate, Einfälle, gelesene, aufgelesene. Alles Geschriebene (Literatur, Philosophie, Wissenschaft) ist mir nun Material zum Schreiben, ist mir Steinbruch, aus dem ich ein Wort, mein Wort, das mir angeeignete, brech. Ich tue es nicht mehr, nicht länger maskiert, doch unter der Maske, die ich nicht mehr trage, trage ich eine Maske. Das Zitat verweist auf die Richtung, aus der ich gekommen bin. Indem ich es schreibe, zeigt es vorwärts, wohin? Vor meinem geistigen Auge dreht sich ein Wegweiser im Wind. Die Idee des Verschwindens nimmt allmählich Konturen an.

  14. #14
    schreibt hier hin und wieder
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    Kafka: Die Verwandlung:














    Kafka, der Process:

  15. #15
    kls
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    Warum schreibt Ihr?

    In diesem Ordner möchte ich all die Ausreden sammeln, welche 'Das Schreiben' rechtfertigen. Nicht nur rumkalauern (Ich schreibe, weil ich ja sonst den ganzen lieben Tag lang ausschließlich Fressen, Saufen und Vögeln müsste), sondern richtig ernsthaft. Introperspektivenkesk und/oder so. Ich fange an mit einer kleinen, schamhaften Selbstbezichtigung und würde mich über ernst gemeinte Stellungnahmen ehrlich freuen, gehe selber aber heute noch nicht so richtig in die Tiefe (Wobei mir nicht klar ist, ob dieses Thema überhaupt Tiefe besitzt, oder doch nur als Wichsvorlage dient), sondern nähere mich versuchsweise einer möglichen, vermutlich mehrschichtigen Antwort (42 ist es NICHT!). Erst einmal ziemlich oberflächlich, assoziativ und bedenkenlos enthemmt. Dieses Thema verlangt m.E. nach längerer und möglichst ehrlicher Selbstbefragung und ist keine Multi Choice Aufgabe.

    Ich schreibe, weil es die harmloseste Beschäftigung ist mit großem Potential an Kosten-Nutzen-Lustgewinn. Es ist eine prima Ausrede für 'Nicht ganz richtig zu funktionieren'. Die Mitmenschen entwickeln bei genügend Standvermögen des Poeten irgendwann auch ein gewisses, widerwilliges Respektchen: „Ja, klar, er/sie hat zwar nicht einen einzigen Tag in seinem Leben gearbeitet, doch Manches ist bisweilen gar nicht völlig doof, was er/sie da mitunter so schreibt.“

    Schreiben hat eine günstige Energiebilanz und das ist modern. Schreiben ist leise, im Allgemeinen ein ziemlich ruhiger, meditativer Prozess, ist Alzheimerprophylaxe und zwingt zu strukturiertem Denken. Oft verstehe ich selber erst dann überhaupt so richtig was ich meine, wenn ich es jemandem erkläre. Schreiben ist auch eine gute Begründung für seltsames Benimm: „Tschuldigung. Ich höre deinem langweiligen Leben gerna zu gegebener Zeit höchst interessiert an, aber im Moment recherchiere ich über die anatomisch verdrehte Art, wie Frauen ihren Pullover ausziehen. Hm. Möchtest du nicht ...“ Mist, das war nun doch ein ziemlich schwacher karl-aua. Vermutlich kann ich gar nicht anders, als meine Lebens/Todesängste ins Lächerliche zu ziehen. Die Dramatik eines hysterisch- Verzweifelten ist mir nicht gemäß. Krampfhaftes 'Lustig-finden' wirkt tatsächlich, weil es auch erst mal unglaublich albern erscheint. Durch Lachen und Lächerlichen (hübsches Wort, gelle?) wird die menschliche Verlorenheit als Theaterstück zu etwas Bezwingbarem, zu einer Komödie mit durchaus dramatisch anmutenden Elementen. Mit genügend Kontrollillusion und mutwillig guter Laune kann man erstaunlich viel wegdrücken. Schreiben ist Magie. Sie kommt nicht immer als beeindruckendes Epos daher, auch Tagebücher haben etwas therapeutisch Wertvolles an sich. Vielleicht als geschriebene Fotos? Schreibistan aber ist das letzte und wichtigste Asyl der 'Unfunktionierenden' und durchaus schützenswert. Mit Geschriebenem geben wir den Gedanken Substanz. Mit dem, was wir schreiben, konditionieren wir uns epigenetisch positiv und mit etwas Glück auch den Ein- oder Anderen Leser, und sei dieser auch nur man selber am nächsten Tag. Das geschriebene Wort verlangt nach Respekt, verkraftet jedoch keine Glorifizierung.

    Ich registriere nämlich gerade, wie sich hinterrücks ein unangemessen- pathetischer Sound bei mir einschleicht, wenn ich über die Bedeutung vom geschriebenen Wort für mich berichte, dabei sind mir die Grenzen von Worten durchaus bewusst. Die Macht des Wortes stößt bei Dummheit an ihre Grenzen. Störe meine Kreise ni...argh. Tja. Ein Schwert ist nicht philosophisch oder metaphysisch – ein Schwert hat immer Recht, das muss man ihm lassen – sonst holt es aus und nimmt es sich.

    Die vielfältigen Möglichkeiten der Sprache als Spielzeug, gewissermaßen als eine Art Sport zu nutzen, wo auch nicht jeder der Beste sein kann, sind mir lieb, aber nicht Lebensinhalt. 'Erster' sein zu wollen, finde ich, ist ein völlig beknacktes Ziel, meinen Talenten als Target Fin nicht gemäß und den Anderen gegenüber auch nicht gerade nett. M.L. wollte es unbedingt werden, (Berühmt, Reich und so weiter) - mir Vorurteilsbehaftetem erschien das immer als Missbrauch und Verrat. Als Verbrechen ohne Opfer. Wo ist dieser Brachialpoet der Schmutzecke überhaupt abgeblieben?

    Ich schreibe, weil es mir manchmal Magie ist. Häuser anzünden hingegen ist viel zu anstrengend.

    Ich schreibe, weil mir das Schreiben vermutlich das Leben gerettet hat. Na, hört sich das nicht herrlich geschwollen an? Durch Schreiben wurde ich meiner erbärmliche Rolle als Junkie gewiss und diese vielleicht auch teilweise wieder los. Man kann nicht beim Schreiben so ehrlich wie möglich tun und gleichzeitig mit harten Drogen sich selber belügen. Nicht dauerhaft.

    Deswegen schreibe ich. Weil das Schreiben eine treue Seele hat:

    Man bekommt nur zurück, was man reinsteckt.

  16. #16
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    Warum schreiben?

    Gute Frage, sollte ich mir mal stellen.

    - ich hab keine Ahnung
    - ich hab eine Ahnung, will sie aber nicht wahrhaben
    - ich will keine Ahnung haben

    1. Für einen Leser im individuellen Sinn schreibe ich nicht wirklich.
    2. Für mich schreibe ich auch nicht.
    3. Für Geld schreiben bringt es nicht.
    4. Vielleicht hoffe ich auf ein Tintenherz-Universum.
    5. Natürlich auf ein intelligentes Tintenherz-Universum, das eine automatische Berichtigungsfunktion besitzt.

    6. Es ist eine Form der Kommunikation mit dem Abstrakten, da ich nicht einmal Dich kenne, Karl Ludwig.
    7. Für jemanden zu schreiben, den wir höchstwahrscheinlich niemals kennen lernen, ist ohne eigentlichen Nutzen und daher von besonderem Nutzen.
    8. Wir geben weiter, was wir für "weitergebenswert" halten, dabei müssen wir die Spreu vom Weizen trrennen.
    9. Wir entwickeln Quintessenzen und verpacken sie in Worte, die Horizonte erweitern oder begrenzen zu vermögen.
    10. Schreiben ist eine Anbindung an die Theta-Wellen des Bewusstseins und daher nebenbei ein Spiel mit dem Unbewussten.

    11. Sagen wir vorerst, wir schreiben für die Aksaha Chronik. Castaneda prägte dafür den Begriff der "Rekapitulation denkwürdiger Ereignisse".
    12. Schreiben ist insofern eine Re-kapit-ulat-ion und die damit verbundene Übergabe der Erfahrung an die Chronik.
    13. In der Chronik sind alle Lebensbücher verknüpft.
    14. Eigentlich ein Glasperlenspiel.
    15. Etwas ohne Nutzenaspekt einfach zu tun, öffnet Raum für neue Impressionen und Inspirationen. Schreiben übt Offenheit.

  17. #17
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    weil ich es kann und weil's spaß macht.

  18. #18
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
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    AW: Warum schreibt Ihr?

    Das mit der Wichsvorlage war schonmal nicht schlecht. Alles andere habe ich schon hundertmal gelesen, gehört oder selbst gedacht. Dass euch das jetzt erst einfällt, da staune ich schon ein wenig..

  19. #19
    kls
    Laufkundschaft

    Olle Kamellen

    Werther Aerolith! Jetzt muss ich aber nörgeln. Findest Du Dein knappes Statement nicht etwas sehr mager? Gerade von Dir hätte ich ein wenig mehr Enthusiasmus erwartet, warum sonst solltest Du freiwillig ein Literaturforum mit ausgewiesenen Negativgewinnen (behaupte ich mal so) weiterhin am Geldbeutel saugen lassen? Wenn da keine Spur von Idealismus hinter steht, was dann? Immerhin besteht ja tatsächlich eine vage Aussicht, etwas noch nie zuvor Gewesenes zeitnah und Live zu erleben, ganz unabhängig vom müden Abwinken eines Schwarzen Krausen. Pah! Mir ist dieser dumpfe Drang, unbedingt irgendwelche Worte hintereinander zu heften, immer noch ein phänomenales Phänomen, ein wundervolles Wunder, ein mysteriöses Mysterium innerhalb eines rätselhaften Rätsels, umhüllt von geheimen Geheimnissen. Was guckt Ihr da so komisch?

    Ha! Ich hab's! Frag nach dem Geld und schon ist der Fall halb gelöst. Naheliegend: Du hast den Inhalt des alten Forums zu Ausschlachten als Inspirationsquelle an eine Volkshochschule für den Kurs in 'Creativem Schreiben' verhökert, lungerst ganz entspannt auf Bermuda und trinkst bis zur Besinnungslosigkeit Bacardi de Banananananana (Ich weiß ganz genau, wie dieses Wort beginnt, ich weiß nur nicht, wo es zu Ende ist) oder Rum Cocktail Coco mit Papierschirmchen nebst lustigem Plastikäffchen und gaukelst uns per Umleitung vor, dass Du in Magdeburg die Daten am Retten wärst. Ha!

    Nein. Selbst wenn alles schon mal irgendwann irgendwo von irgendwem gesagt wurde, ist das kein Grund sich nun keine Gedanken mehr über die 'Wahren Motive' zu machen, die einen zum Schreiben bringen.

    Es gibt auch einen uralten Ordner, nein, es gab mal einen Ordner, der diese Thematik behandelte, also sind wir nicht erst jetzt darauf gekommen. Und zusätzlich weiß ich nicht, wen Du überhaupt meinst, wenn Du von 'Ihr' schreibst, lieber Schw-Kr. 'Wir' sind alle ausgewiesene Einzelgänger, egozentrischer als Brummkreisel und ich möchte mit diesem Pack nicht im selben Satz genannt werden.

  20. #20
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
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    AW: Olle Kamellen

    Was Dich betrifft, kls, so wüsste ich ein sog. "wahres Motiv" (wahres Motiv??) und das wäre selbstverständlich positiver Natur.

    SK (Packloser Oberbrummkreisel)

  21. #21
    kls
    Laufkundschaft

    Sie lesen die Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung

    Zitat Zitat von Schwarzer Krauser Beitrag anzeigen
    Was Dich betrifft, kls, so wüsste ich ein sog. "wahres Motiv" (wahres Motiv??) und das wäre selbstverständlich positiver Natur.

    SK (Packloser Oberbrummkreisel)
    Ja? Sag mal welches 'Wahre Motiv Positiver Natur' bei mir und von mir bislang ungenügend gewürdigt wurde. Das würde mich tatsächlich ungemein interessieren. Ich bin nämlich der Meinung fast alle Motive erwischt zu haben. Edel sind die wenigsten davon, selbst die Behauptung ausschließlich der Wahrheit verpflichtet zu sein, ist eine Beschönigung der Tatsache, dass es mir in erster Linie darum geht wahrgenommen und auch möglichst für meine Ehrlichkeit so geliebt zu werden, wie ich es verdient und nötig habe.

    Letztendlich geht es immer nur um die Liebe – sie ist nur reichlich anders als man sie sich vorstellen kann, erhoffen oder erzwingen. Sie ist eine Gnade und besteht aus mehr Geben denn Nehmen und scheint somit eher Verpflichtung zu sein als ein Geschenk. Deswegen scheitern wir auch ständig an der Umsetzung. Wir erhoffen uns Etwas als Konzept und auf Dauer, was nur selten in 'Goldenen Momenten' durchschimmert. Glück!

    Eitel. Eitel. Eitel.

    Auf jeden Fall muss ein Schreiberling davon überzeugt sein, dem ignoranten Leser, diesem Arschloch, etwas ungemein Wichtiges mitteilen zu müssen.

    Einst schrieb der leider viel zu früh verstorbene Jörg Fauser ungefähr so: 'Wenn jemand anfängt zu Schreiben, will er das Universum aus den Angeln heben und in eine Tüte packen. Er will Wahrheit, Ekstase und dann schon gleich die Ewigkeit.' In diesen Worten finde ich mein früheres Ich treffend beschrieben.

    Meiner Meinung nach darf jemand, der anfängt zu Schreiben, nicht zu früh erkennen, auf was er sich da überhaupt eingelassen hat. Hatten wir schon das Suchtpotential thematisiert? Bestimmt. Warum manche Menschen das Schreiben nach einiger Zeit wieder aufgeben können ist mir echt ein Rätsel.

  22. #22
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
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    AW: Sie lesen die Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung

    Ja, es gibt so viele Fausers, und alle übertreiben sie. D.H. Lawrence: "Schreiben Sie, als ob Ihnen der letzte Tropfen Tinte und der letzte Bogen Papier auf der ganzen Welt zur Verfügung stünden." Das ist so, als wenn man Jemanden mit einer Puksäge in den Wald schickt. Später gerne mehr.

    Nächtle.

  23. #23
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    AW: Sie lesen die Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung

    Die Wiederholung wiederholt sich, solange Menschen immer schon zu wissen meinen, was andere zu sagen haben könnten. Daher:

    16. Vielleicht schreiben Menschen auf dem letzten Stück Papier der Welt, um die andauernde Wiederholung des Folgenden zu unterbinden.
    17. Vielleicht schreiben Menschen, um die, an die Ewige Wiederholung Glaubenden, aus ihrem Keller der Wiederholung zu entkerkern.
    18. Vielleicht schreiben Menschen, weil sie sich sonst in der Wiederholungserwartung ihrer Mitwelt gefangen fühlen.
    19. Vielleicht schreiben Menschen auch, um die Wiederholungen im Kopf derer abzustellen, die einzig eine Wiederholung sehen.
    20. Vielleicht schreibe ich, um zu lernen, was die Wiederholung überholt.
    21. Schreiben ist die schöpferische Verwendung des Geistes.
    22. Da es jedoch nichts gibt, was Schwarzer Krauser noch nicht wiederholt wiederholt gehört hat, ist die Fortsetzung der Wiederholung überholt worden.

    Daher ist Schreiben eine Beschäftigung, die dadurch, dass sie Gedanken teilt, zu einer Überholung der Wiederholung beizutragen versucht. Eine Hymne an die Unwahrscheinlichkeit sozusagen. Wie oft mögen wir an diesem Punkt schon unkorrekt abgebogen sein? Sonst hätte sich die Wiederholung nicht wiederholt. Wir sind aber so an die Wiederholung gewöhnt, dass wir uns nichts anderes vorstellen können.

    Dabei gibt es so viele Gedanken, die wir noch nicht gedacht haben. Wir glauben hat nur, ale möglichen Gedanken schon mehrfach gedacht zu haben. Fragen zu stellen, und sie sich selbst zu beantworten, ist eine Art des Denkens, das um einen definierten Standpunkt kreist. Gedanken als "Massenware"abzulehnen, bevor sie wertfrei überdacht werden, ist die einzige Wiederholung der....

    Was ist, daher und nicht in-so-fern, die ÜB-ER-dach-ung eines Gedankens?

    Was ist das Dach eines Denkbegäudes?

    Wobei natürlich jeder wusste, dass ich das jetzt sagen würde...

  24. #24
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
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    19

    AW: Sie lesen die Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung

    Völlig richtig. Aber, Du schwofst ab. Denken hat nichts mit Architektur zu tun, da hat kein Dach zu sein, höchstens in einer verstiegenen Metaphernwelt. Ansonsten, wie Du schon richtig bemurkst, habe ich hier nichts Neues lesen können, es tut mir leid. Ach ja, "Schreiben" und dieser "Brummkreisel" -das ist wirklich sehr interessant....!!?

  25. #25
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Sie lesen die Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung

    Ich schreibe, weil mich die Elementarteilchen schreiben machen.
    So ist das in einem deterministischen Universum.

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