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Thema: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

  1. #51
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    kicker? großartig! ich mach dich alle!!!

  2. #52
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Ach Gottchen, wie furchtbar muß es für England und Argentinien und Frankreich und Italien (und Holland sowieso) sein, daß sie nun doch wieder im Finale stehen. Diese langweiligen Deutschen. Diese anonymen Betonfußballer. Diese Pulsflachhalter des Strafraums.
    Gibt es denn wirklich keine Gerechtigkeit?
    Tja, das weiß ich nun auch nicht, aber eins weiß ich mit Sicherheit: Es gibt auf dieser Welt kein Gesetz, das es den anderen verbietet, Deutschland in der Gruppenphase oder im Achtelfinale nach Hause zu schicken. Sie tun es aber nicht. Ist das unser Problem?
    Ballzauberer haben wir selten hervorgebracht, und darüber, daß dem Zuschauer ein Ronaldo mehr Spaß macht als ein Jancker, müssen wir wohl nicht streiten. Es läßt sich auch nicht leugnen, daß wir 'ne Menge Dusel mit der Auslosung hatten und ins Finale marschieren konnten, ohne einmal wirklich geprüft zu werden.
    Aber das Genöle ist ja nicht neu - ebenso wie die Tatsache, daß Deutschland fast regelmäßig zumindest das Viertelfinale erreicht. Und ob sich das über so viele Jahrzehnte nur mit Dusel bewerkstelligen läßt, wage ich mal zu bezweifeln.


    Ach ja, die Brasilianer. Hut ab (ehrlich!) vor diesen Künstlern! Und ein Wort des Trostes: Auch nach diesem Turnier werdet ihr noch vierfacher Weltmeister sein, denn das kann euch selbst Olli Kahn nicht nehmen.

  3. #53
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    "Homo ludens gegen Homo faber"


    Der tägliche Fußball-Pressespiegel von "indirekter freistoss". Heute: Über die Unterschiede des brasilianischen und deutschen Fußballs.



    AP

    Ronaldo: Setzt er sich die WM-Krone auf?


    "Am Sonntag teilt sich die Fußball-Welt", schreibt die FAZ mit gebanntem Blick auf das Finale in Yokohama. Dass sich die Sympathiewerte auf die beiden Teams gleichmäßig verteilen, ist allerdings unwahrscheinlich. Die internationalen Wahrnehmungen - und Klischees - über die beiden Fußballkulturen könnten unterschiedlicher nicht sein. Brasilien gilt als der Inbegriff des schönen Fußballs, während Deutschland Romantikern wenig Anlass zu Schwärmereien gibt. Mit der DFB-Auswahl verbindet das Ausland meist phantasielosen teutonischen Kraftfußball. Dennoch spricht aus den Kommentaren aus England, Italien und Argentinien der Respekt vor dem deutschen Spiel.
    Wird Brasilien zum fünften Mal den Titel erringen können? Peter Heß (FAZ) blickt voraus. "Die Brasilianer halten sich für die Größten, womit sie ja vielleicht sogar recht haben. Ihre bisherigen Auftritte in Japan und Südkorea waren immer von der Nonchalance begleitet, die aus dem starken Glauben entsteht: Uns kann keiner. Sogar im Halbfinale durfte sich so mancher türkische Spieler im Rücken seines brasilianischen Gegenspielers freilaufen. Zwei, drei Eckbälle der Brasilianer entpuppten sich als größere Gefahr für das eigene Tor als für das türkische, weil sie, nachdem der Ball abgefangen war, so langsam nach hinten liefen, dass die Türken in Überzahl zu kontern vermochten. Die Fünfte könnte für Brasilien ohne weiteres zur Unvollendeten werden. Denn so kritisch man die deutschen Kicker auch sehen möchte - die Chancen, die sich ihnen bieten, nehmen sie häufiger wahr als alle anderen."


    "Als wäre Becker noch einmal nach Wimbledon zurückgekehrt"


    Die Perspektiven der deutschen Elf hat Ralf Wiegand (SZ) im Blick. "Lange genug hat der dreimalige Weltmeister darauf warten müssen, sich einmal eine gepflegte Außenseiter-Taktik zurechtlegen zu dürfen, für die er keinesfalls beschimpft werden wird. Denn obwohl das Team die Erwartungen in einer Weise übertroffen hat, als wäre Boris Becker noch einmal nach Wimbledon zurückgekehrt und würde dort das Endspiel erreichen, war es in allen Spielen irgendwie immer Favorit. Aus den Schwierigkeiten, die sie bisher hatte, auch weniger renommierten Gegnern wie USA, Paraguay oder Irland Herr zu werden, müsse man nicht zwangsläufig schließen, dass die Mannschaft gegen die besten des Turniers, Brasilien, zwangsläufig untergehen wird."


    Zu den unterschiedlichen Wahrnehmungen der beiden Fußballstile heißt es bei Michael Horeni (FAZ). "Die Brasilianer spielen ja nicht! Sie zaubern, sie tricksen, sie schnicken, sie schlenzen, sie lupfen. Hacke, Spitze, Tor, vorwärts und noch mal zurück - das ist brasilianischer Fußball, wie ihn die Welt versteht, wie ihn die Welt liebt. Brasilien, das ist Fußball. Fußball, das ist Brasilien. Und die Deutschen, die spielen auch nicht. Sie ackern und rackern, sie schwitzen und stöhnen, sie kämpfen, sie grätschen, sie zerstören. Und plötzlich ist der Ball drin, irgendwie. Das ist deutscher Fußball, wie ihn die Welt sieht, fürchtet und hasst (...) Hier treffen erstmals nicht nur zwei grundverschiedene Fußballkulturen aufeinander, sondern es stehen sich zwei anthroposophische Konstanten gegenüber: der Homo ludens gegen den Homo faber. Oder, ästhetisch gesprochen: das Schöne gegen das Nützliche. So zumindest wird der Fußball wahrgenommen, den Deutsche und Brasilianer der Welt vorführen (...) Die Schönheit als Mittel zum Sieg einzusetzen, dieses ist im deutschen Fußball oftmals die letzte und seltenste aller möglichen Varianten. Die Nationalmannschaft hat sie aber auch bei dieser WM gefunden. Wie gegen Saudi-Arabien oder mit einzelnen, "schön" herausgespielten Toren. Aber die Wirkung dieser Momente ist flüchtig, da Deutschland über die Jahre hinweg zahlreiche andere erfolgversprechende Wege gewählt hat als "schöne" Lösung, um ein Spiel in schwieriger Lage doch noch zu gewinnen."


    "Utopie gegen Realismus"


    Stefan Hermanns (Tsp). "Im Grunde treffen am Sonntag in Yokohama auch zwei unterschiedliche Prinzipien des Weltfußballs aufeinander: brasilianische Leichtigkeit gegen deutschen Schwermut, Utopie gegen Realismus, Verspieltheit gegen Funktionalität, manche sagen: Gut gegen Böse. Vielleicht ist es doch kein Zufall, dass es noch nie ein Pflichtspiel zwischen Deutschen und Brasilianern gegeben hat. Vielleicht scheut der Fußball einfach eine eindeutige Entscheidung, welches Prinzip das bessere ist."


    Matti Lieske (taz) zieht Bilanz. "Von dieser Weltmeisterschaft wird kaum etwas in Erinnerung bleiben. Bis zum Finale kein einziges großes, dramatisches und dabei hochklassiges Spiel, kaum Einzelaktionen oder Spielzüge, die länger als bis zum Schlusspfiff haften bleiben. (...) Dahin der offensive Geist und Schwung von 1998; mit dem neuen Wundermittel, einer sehr mobilen Fünferkette im Mittelfeld, wurde erst einmal versucht, die gegnerischen Kombinationen, die in Frankreich für so viel Vergnügen sorgten, im Keim zu ersticken, den Ball zu sichern und per Konter oder Standardsituation das eine Tor zu erzielen, das oft genug zum Sieg reichte. Da die besten Mannschaften inzwischen läuferisch und kämpferisch auf ähnlichem Niveau spielen, waren es oft die kleinen Sachen, die über Wohl und Wehe entschieden. Ein Schiedsrichterpfiff, ein Pfostenschuss, ein Kopfball zur rechten Zeit (...) Die Freunde taktischen Fußballs mögen dem in Asien präsentierten Kollektivstil, der auf immenser Laufkraft und Zweikampfstärke basiert, durchaus etwas abgewinnen können, Fakt bleibt: Er ist stocklangweilig, denn er zielt auf die Verhinderung genau dessen, was den Fußball liebenswert macht: packende Strafraumszenen, mitreißende Kombinationen und die Entfaltung individueller Brillanz."


    "Ein Turnier ohne I-Tüpfelchen"


    Roland Zorn (FAZ) blickt zurück. "Früher, als Fußballspieler noch keine Export-, Importartikel waren, fielen die neuen Stars bei Weltmeisterschaften quasi vom Himmel: so wie Pele 1958 und dessen brasilianischer Landsmann Garrincha 1962. Danach wurden aus längst bekannten Größen ihres Landes bei einer einzigen WM Weltfußballer - wie Johan Cruyff 1974 oder Maradona 1986 oder Zidane 1998. Diesmal aber wird mit Kahn ein Torwart gefeiert, der längst als der beste seines Fachs gilt, und Ronaldos Comeback bejubelt, das einem schon vor vier Jahren zum Spieler des Turniers ausgeguckten Stürmer gilt. Die vom Klubfußball zerschlissenen Mittelfeldgrößen und Paradeangreifer haben dagegen bei der WM in Korea und Japan ihre Urlaubsreife demonstriert, die Nachrücker aus Senegal (Diouf, Camara), der Türkei (Sas, Ümit Davala), den Vereinigten Staaten (Donovan), Südkorea (Ahn Hwang-jung) gelten bis auf weiteres noch als Sternschnuppen. Auch deshalb wird die erste Weltmeisterschaft in Asien, von den bis zum Schluss ihre Form nachweisenden Profis wie Ronaldo, Rivaldo, Ballack oder Hierro abgesehen, als ein Turnier ohne I-Tüpfelchen in Erinnerung bleiben."




    "indirekter-freistoss" ist die tägliche Fußball-Presseschau des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) der Justus-Liebig-Universität Gießen. Unter der Leitung von Redakteur Oli Fritsch sucht ein Team aus jungen Wissenschaftlern in Tageszeitungen nach Neuigkeiten aus der Welt des Fußballs. Die Homepage bietet dem Fußballfreund aktuelle Hintergrundinformationen, zudem ein attraktives Gewinnspiel, Buchtipps und einen täglichen Newsletter.
    http://www.indirekter-freistoss.de/






    [Diese Nachricht wurde von Kyra am 28. Juni 2002 editiert.]

  4. #54
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Welch tumber Geist hat denn so was verzapft: Nützlichkeitsfußball? Schönheit gegen Realismus? Als ob das Realistische unschön wäre! Als ob das Schöne unrealistisch wäre! Kroppdenken. Ästhetische Urteile sind nicht mit pragmatischen zu vergleichen. Und Romantik hat damit gar nichts zu tun. In welchem Klischeeladen sind die denn gelandet?
    Ich möchte den brasilianischen Trainer sehen, der einen Spieler in der Mannschaft läßt, der keine Tore schießt, seinen Gegner laufen läßt, nicht grätscht, wenn er müßte. Man schaue sich das Dreieckspiel unserer Mannschaft und der von Brasilien an! Ich hab bei dieser WM noch kein brasilianisches Dreieckspiel gesehen. Leverkusen kultivierte das, ein Brasilianer und ein Argentinier v.a., dazu Herr Schneider aus Jena.
    Vorn der Rammbock, der blitzschnelle, Herr Ronaldo, dessen Kicke-Schuß Brasilien ins Finale brachte. Prima? Früher wurde ich vom Trainer gescholten, wenn ich mit der Kicke schoß, von den Mannschaftskameraden belächelt. Weil das als unschön galt.
    Also, was für ein Schafscheiß wollen uns die Medien hier vermitteln? Daß wir Deutschen unschön spielten? Wir haben es erfunden, das Schöne, haben ihm Namen und Bedeutung gegeben (nach den Griechen, versteht sich). Eine brasilianische Ästhetik ist mir nicht bekannt, aber vielleicht hülft mir hier mal einer auf die Beine.
    Die strategische Idee, neben einem wieselflinken Außenstürmer einen Brecher ins Sturmzentrum zu stellen ist ungefähr so alt wie Zitterbacke. Die Notwendigkeit, im hinteren Mittelfeld einen Zerstörer aufzustellen, ist taktisches Selbstverständnis. Jahrelang ist am deutschen Spiele herumgemosert worden, keine taktischen Fouls zu begehen, den Gegner gegebenenfalls zu lassen, während die Italiener (namentlich die) uns darin VORAUS waren, eben im hinteren Mittelfeld taktisch zu foulen. Zu meinem Leidwesen haben wir (unsere Fußballer) da jetzt "aufgeholt" und prompt wird ihnen das von den anderen vorgeworfen.
    Die Brasilianer übrigens hatten immer eine Mischung von sogenannten Arbeitern und Schönspielern, wohlweislich abgewogen, weil sie den Erfolg um jeden Preis wollen. Es ist noch jeder Schönspieler aus der Mannschaft geflogen, der keine Tore schoß. So einfach ist das. Ballack ist bis vor kurzem immer wieder vorgeworfen worden, er spiele nur schön...
    Also, was soll die Heuchelei?

    Apropos Ballack: Ich glaube, sein Ausfall ist von uns nicht zu kompensieren. Es fehlt so die Sicherung; der Druck auf die Verteidigung dürfte zu stark werden.

  5. #55
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Ballack - Deutschland - Kühlschrank.
    Brrrasilien - Rrronaldo - Samba.
    Heuchelei hin oder her...

  6. #56
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Wie merkt man, das Ronaldo im Kühlschrank?


    Ist doch ganz klar, har har, an seinen Stollenabdrücken in der Butter!

  7. #57
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Die Jungs sollen den guten alten Schalker Kreisel wiederbeleben. Das ist eine Taktik, die so museal ist, dass keiner mehr mit ihr rechnet! Und sie ist effektiv... Den Gegner schwindlig spieln - und dann versenken! Warum bin ich nicht Trainer geworden?

    Quoth

  8. #58
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    guter gedanke, quoth, doch so richtig museal wird's erst, wenn wir den schalker, dresdner und wiener kreisel in einer mannschaft unterbringen könnten, dann würd ich auch endlich meinen, deutschland spielte...

  9. #59
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Deutschland - Brasilien 1 :0

    viel spaß beim feiern allen nicht brasilien-fans

  10. #60
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Brasilien<>Deutschland - 1:0.
    möge der Bessere undso...

  11. #61
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    ichweißnichtichweißnicht.....
    Deutschlant Weltmeisetr? Gegen Brasilien?
    Werden meine schwachen nerven das Spiel überstehen? Das schlimmste finde ich diese Regelung mit dem Golden Goal. Früher die normale Verlängerung fand ich besser. Beim Elfmeterschießen mache ich immer die Augen zu.

  12. #62
    Kurzvormabschussiger
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    Lightbulb AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Sie sollten sich gegenseitig ein paar ästhetisch anspruchsvolle Tore reinhauen, damit alle etwas davon haben.
    Am Ende sollten sie Gleichstand herstellen und alle weiteren Torbälle absichtlich vorbei schießen, bis jede noch so ausgefeilte Elfmeter- oder Golden-Goal-Regel nicht mehr greift. Dann werden beide Weltmeister und feiern gemeinsam.

  13. #63
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    Lightbulb AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Heute morgen österreichischen Sender gelauscht: Deutschland verliert hoffentlich ans zu null durch einen schweren Torwartfehler von Olli Kahn.


    Die ausgegrenzten Deutschen lieben uns halt, dennoch, der nächste Winterurlaub gestrichen. Mögen sie in beschaulicher Ruhe ohne meine Euro verhungern...

  14. #64
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    hihi, haider und matthäus in einem land, das kann nicht gut gehen... -
    aber wien bleibt wien, absurd, klimt und die fackel im ohr... - einmal durft ich dorten den klängen von jandl lauschen, die mayröcker war auch da - wie ein schwarzer engel...- mist, wie jetzt die kurve zum fußball? drauf gschissen...

  15. #65
    rodbertus
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    ich sage es ungern, aber ich habe kein gutes gefühl vor diesem finale. ich glaube, brasilien wird weltmeister, und zwar deutlich: 3:0.

  16. #66
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Kleingeist!

    Am Deutschen Wesen soll wieder mal die Welt genesen. Immerhin geht es gegen Neger, und da müßten doch unsere blonden...


    Das ist es: Blondinen vor, vor das Tor! Welch schattiger Bengel kömmt schon an einer Deutschen Blondine vorbei?!

  17. #67
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    nicht der Text gefällt mir, aber das Foto ist Spitze.

    erstellt von antville

    Stille um mich herum. Sitzt schon alles vor der Glotze und wartet auf das lederne Christkind. Der Volksmob sieht ängstlich und geil eine neue Gelegenheit voraus, sich so richtig auszutoben. Seit dem Achtelfinale wieder einmal: Der uralte deutsche Minderwertigkeitskomplex sucht nach Linderung der Ego-Schmerzen in einem projizierten Größen-Ich, das unbesiegbar bleibt. Je normaler diese Nation sein will, desto neurotischer und aggressiver agiert sie. Die wahre deutsche Utopie von der Normalität ist der Endsieg. Und in diesem Zusammenhang ist nichts Zufall: Walser nicht, Möllemann nicht, und genauso wenig die Sportberichte, die Ballacks Foul zur gelben Karte als "taktisches Foul" bezeichnen, sein Tor als Triumph des Willens und sein ganzes Verhalten als Aufopferung für die deutsche Mannschaft.

  18. #68
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    brasilien ist weltmeister!
    die türken hatten als einzige knapp eine chance gegen die, das hätte eigentlich das finale sein sollen, im nachhinein.
    england hat wenigstens ein tor erzielt gegen die nummer eins.
    deutschland? kanonenfutter. wenn ronaldo schiesst, geht jeder kahn unter.


    samba samba.

    ah ja, hat irgendwer von deutschen tugenden einmal geplaudert? tugend kommt übrigens von taugen...


    BRASIL!


    samba samba.

  19. #69
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Ich habe mir kein einziges Spiel dieser WM angeschaut, auch nicht das Endspiel.


    Es ist mir egal, ob sich irgendein Land dieser Welt als Weltmeister fühlt oder nicht.


    Weltmeister im Fußball sind für mich die Straßenfußballer in den Ghettos von Afrika, Lateinamerika, Asien u.s.w., die Menschen, die ihre Freude am Zusehen haben, die Jugendlichen, die sich selbst finden unter anderem beim Fußball, die sonst nicht viel anderes haben, was ihnen Freude machen könnte, wo sie sich so richtig entfalten können.

  20. #70
    rodbertus
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Ja, das hast Du fein gesagt. Glücklicherweise sind Strandfußballer ehrgeizfrei, nur im Spielen nicht. Manches blaue Auge hab ich mir beim Strandfußballern schon geholt. Auch wenn ich nicht in Afrika spielte, so vergessen wir in diesem Sinne doch bitte auch nicht die von Gdansk, Zinnowitz, Brighton, Uppsala und Key West. Und wenn wir schon mal dabei sind, dann auch nicht die, die nicht am Strand spielen können, also die aus Morley Grery, Tombstone, Lesotho, Uralskaja Dembnja, Siddhijing und Bemlowskoje Ore. Ich hoffe, ich hab jetzt niemanden vergessen. Alle Weltmeister. Und noch was: Ich hab euch alle lieb. Wettkämpfe sind doch nur was für Rassisten und Schlechtmenschen.

  21. #71
    samba samba
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    ronaldo hat in einer armensiedlung seinen ballzauber gelernt. der pokal vom sonntag ist sinnbildlich zu verstehen für die wahren weltmeister. ronaldo ist einer davon.


    samba samba.

  22. #72
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Ja, das klingt furchtbar edel, aber ohne die Glanzlichter einer Weltmeisterschaft würde den Straßenfußballern schnell der Ehrgeiz ausgehen, denn wovon sollten sie dann noch träumen? Davon, Straßenfußballer zu bleiben?

  23. #73
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    armer olli. habe trotzdem gefeiert. herzlichen glückwunsch, brasilien!

  24. #74
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Sie sollten sich gegenseitig ein paar ästhetisch anspruchsvolle Tore reinhauen, damit alle etwas davon haben.
    Am Ende sollten sie Gleichstand herstellen und alle weiteren Torbälle absichtlich vorbei schießen, bis jede noch so ausgefeilte Elfmeter- oder Golden-Goal-Regel nicht mehr greift. Dann werden beide Weltmeister und feiern gemeinsam.
    So hab' ich das noch gar nicht gesehen.
    Und ich gehe noch einen Schritt weiter, indem ich die generelle Abschaffung des Fußballs und ersatzweise Einführung von Batik-Wettbewerben auf internationaler Ebene fordere - mit anschließendem gegenseitigen Kinnkraulen und kollektiven Hey-Du-ich-finde-das-hast-Du-total-gut-gemacht-Beteuerungen. Wer sich weigert, leistet 200 Stunden Sozialdienst in einem Altenheim des gegnerischen Landes, das natürlich gar kein "gegnerisches" Land ist, sondern ein total liebes Land, und überhaupt ist es total doof, wenn jemand besser sein will als die anderen und so...


    [b]TOD & HASS DEM S04![b]

  25. #75
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    AW: Fußball-WM 2002 - die Spiele mögen beginnen

    Habe Ollie auf Sardinien am Strand getroffen.


    "Hi Ollie!"
    "Hi Hannemann, what do You do here on this splendid beach?"
    Um den Sarden, die vielleicht Deutsches Sprache in Bochumer Pizzerien gelernt, unsere Taktik nicht zu verraten, sprachen wir in fremden Lauten.
    "I let Him swimm!" und blickte bedeutsam zur Mitte meines Leibes.
    "Why?" Ollie war wegen der vielen Lauscher überaus vorsichtig.
    "Because He smokes!" Dem war auch so.
    Ollie schaute auf Frau Hanne und lächelte: "Brave, brave!"
    Ob dieses Lobes aus höchstem Deutschen Munde wurde ich nun doch ein wenig rot.

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