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Thema: Homosexuelle im EHE-Wahn

  1. #1
    kls
    Laufkundschaft

    Post Homosexuelle im EHE-Wahn

    Es regt mich zwar nicht wirklich auf, aber kann mir mal wer sagen, warum Schwule und Lesben auf Teufel komm raus das Recht auf Heirat anstreben? Klar, unter dem Aspekt der Gleichberechtigung aller sexuellen Orientierungen ist der Besuch eines Standesamtes nicht unbedingt kontraproduktiv, womöglich sogar Steuer sparend, aber als standardisiertes Grundsatzbenimm? Als sozisexuelle axiomatische Weltanschauung? Wer fragte noch mal leicht bissig nach, wann er denn endlich sein Fahrrad heiraten dürfe? AD war das, glaube ich. Gut auf den Punkt gebracht. Pointiert nennt man das wohl.

    Warum nur finde ich es kurios, paradox und allerliebst putzig? Irgendwie zum Schießen? Archaische Gepflogenheiten, die ihre Sinn verloren haben, etwa durch progressiv anmutende aber reaktionäre Konventionen ersetzen? Irgendwie ein komischer Ansatz.

    Nun, ich bin älter als Opa Pscht und habe die Anfänge des anfangs recht zaghaften, später selbstbewussten Outings der gleichgeschlechtlichen Orientierten miterlebt. Wie sich aus schwer verwirrt- und reichlich verschämten Unter-Cover-Homosexuellen blasierte Dünkelvertreter entwickelten, die mich gallig auf ihre Unterdrückung durch Leute, unter anderem von solchen wie mich, hinwiesen. Und natürlich ziemlich absehbar und schnell eine Brücke zu Hitler schlugen, auf die Internierung und massenhafte Ermordung dieser harmlosen 'Volksschädlinge' in Konzentrationslagern zu sprechen kamen, und ob ich etwa irgendwelche Sympathien für dafür hätte.

    Da bleibt einem doch nur noch das fassungslose Luft schnappen. Röchel.

    Mein Argument, dass 'Schwulsein' doch nicht automatisch 'Besser Sein' bedeuten muss, im Grunde auch keine großartige Leistung sei und außerdem nicht halb so wichtig wie hier maßlos verbiestert vorgetragen, sorgte sofort für angemessene Empörung, auch und gerade bei den Nichtschwulen, die ihre weltmännisch liberal-revolutionäre Einstellung beweisen wollten. Sex besaß nämlich seinerzeit in der Tat all unser aller gesteigertes Interesse, klar doch, wir waren schließlich jung und meistens geil. Allerdings musste ich vor versammelter Haus- Frauen- Schwulenmannschaft zusätzlich auch noch betonend anmerken, dass das Restmensch, so als solches, hinter seinen sexuellen Präferenzen, auch nicht völlg unwichtig sei. Und dann trat ich ganz begeistert zusätzlich noch so richtig demonstrativ ins anbiedernde Fettnäpfchen: Ein Neger, der nur Neger sei und sonst nichts weiter, wäre mir auch nicht besonders beeindruckend. Ha! Neger und Schwule in einem Satz – Leute, das gab aber Mecker, ich könnte mich immer noch beömmeln.

    Einst haben die Schwulen und Lesben GEGEN die Vorurteile einer bornierten, bigotten Gesellschaft protestiert, darunter fiel damals auch die institutionalisierte Beziehung (Ehe) als Relikt einer Frauen unterdrückenden Zeit: „Nicht der Schwule ist pervers, sondern die Gesellschaft!“ Ich habe immer noch die lautstark und aggressiv vorgetragenen Reden der Gruppe 'Rosa Wimpel' bei den Hausversammlungen im Arbeiterjugendzentrums an der Heeperstraße im Ohr: „Ihr Heteros seid doch alle bloß feige und verklemmte Schwule.“

    Wer in diesem Forum fragte noch mal leicht bissig nach, wann er denn endlich sein Fahrrad heiraten dürfe. :)

    Warum also unbedingt den Segen eines Staates für Stöpsel egal wen und wo? Wenn ich mir Elton John mit seinem Liebhaber vorstelle wird mir ganz seltsam. Doch wenn ich mir zwei Südseeknaben beim zärtlichen Schmusen am Strand vergegenwärtige ist es mir sogar ästhetisch und zwei Mädchen die sich gegenseitig streicheln finde ich durchaus erotisch. Warum also soll ich an daran herumdoktern?

    Ich MUSS doch nicht Freude an Analsex zeigen, nur damit andere sich bestätigt fühlen, oder? Ich erwarte nämlich die selbe Toleranz, wie ich bereit bin, den Anderen entgegen zu bringen, solange sie nur das Maß wahren.

    Also nochmal. Warum wollen Schwule und Lesben, Transen, Kastrierte, und andere Mitmenschen mit unkonformer Sexualität, unbedingt ein Dokument der Akzeptanz von einer Gesellschaft, die alles andere ist, als tolerant. Habt ihr denn überhaupt keine Angst, beim den nächsten Gesellschaftsproblemen als deren Verursacher einen auf die Omme zu kriegen? So wie immer schon?

    Schließlich predigen in Deutschland noch immer Pastoren von der Kanzel, dass Schwule nicht in den Himmel kommen.

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: was mich ein wenig wundert.

    Zitat Zitat von kls Beitrag anzeigen
    Schließlich predigen in Deutschland noch immer Pastoren von der Kanzel, dass Schwule nicht in den Himmel kommen.
    Damit haben sie sogar recht.
    Kommt selten vor, dass Pastoren was Richtiges von der Kanzel herab sagen.

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: was mich ein wenig wundert.

    für mich ist das sowieso der falsche ansatz, der das perverse zum normalen erklärt und am ende eine gesellschaft aus unzählig vielen elementarteilchenaffininen perversen bestehen läßt.

    ich hielte es für richtig, nicht die perversen sozusagen zu normalen zu erklären, sondern sie jeweils als besonderheit in die gesellschaft zu integrieren, die eh aus vielen vielen perversen besteht. (pervers: was der norm widerspricht, zugleich aber darauf besteht, seine eigenen vorlieben/zwänge für allgemeingültige zu erklären) das ist etwas völlig anderes. es lebe der unterschied!

    aber woran liegt das, daß es eben SO NICHT gemacht wird? ich glaube, es liegt an dem westlichen verdikt der gleichheit. diesem gesellschaftlichen paradigma wird alles einverleibt - und wehe, da will was nicht passen -, gegebenenfalls wird es passend gemacht oder schlichtweg ausgestoßen, so ganz im sinne von "nazis raus!" am ende sind alle nazis, die nicht die gleichheit wollen, die aber als buntheit glorifiziert wird.

    die schwulen nun sind ganz besonders im sinne ihrer schrillen hysterie. sie wollen die EHE, eben nicht nur eine rechtlich gleichgestellte lebensbeziehung. es soll und muß EHE heißen, weil sich an diesen begriff das knüpft, was ihnen verwehrt bleiben muß: die kinderzeugung.

    tja, leute, ich werde nie in meinem leben die 100 meter unter zehn sekunden laufen. man kann eben nicht alles haben. vielleicht klage ich mein manko auch mal ein und verlange, daß die gesellschaft anerkennt, daß ich sie unter zehn sekunden laufe. sie schicken mich zu olympia, aber auch dort werde ich es nicht schaffen. auch wenn ich nominell gleichgestellt werde. oder gilt hier: hic rhodus hic salta?

  4. #4

    Magische Rituale

    Die Bandbreite der von Dir angesprochenen, möglichen Gründe für Angst (vor irgendwas) kann auf unangemessene Urteile im jeweiligen Kontext zurückgeführt werden. Du beklagst die Bandbreite möglicher Urteile über Dinge, die wir nicht verstehen.

    Als positiven Effekt könnte angemerkt werden, dass solche Ehen zumindest nicht zur weiteren Überbevölkerung beitragen. Ohne einen Blick auf gemeinsame Schnittmengen könnten wir uns in Problemen wälzen bis zu Erbrechen. Es ist kein Problem, sein Fahrrad zu heiraten, wenn es jemanden wirklich glücklicher macht. Besser, als die Menschen, die glauben, ihr Auto zu sein, zumindest für die Ökobilanz.

    Die Bedeutungslosigkeit, Einzelfragmente einer Gesamtentwicklung selektiv zu betrachten, führt zu "Predigten" relativer Besonderheit. Eine bedeutungslose Welt erzeugt Angst. Daraus entstehen die Gründe für Angst. Es besitzt scheinbar keinen Sinn, was geschieht. Es ist, wie unsere europäischen Interessenvertretungen es derweil erleben, nicht handzuhaben, die vernetzten Probleme sind einzeln nicht be-greif-bar.

    Wer selektiv wahrnimmt, kann sich nicht angemessen verhalten. Ohne das, was universelle Inspiration genannt werden könnte, nehmen wir Dinge selektiv wahr. Doch jenseits dieser Wahrnehmungen liegt die Erkenntnis, nur ein Problem zu besitzen. Daher ist zunächst die Fehlwahrnehmung abzustellen, mehr als ein Problem zu haben. Wir verwenden geistlose Prinzipien auf materieller Ebene um ein Problem in tausende Einzelteile zu fragmentieren, das einzig auf der geistigen Ebene zu berichtigen wäre:

    Wir glauben, als Körper Probleme erschaffen zu können. Eine bedeutungsvolle Anwendung des schöpferischen Fähigkeit wäre es, den Geist dazu zu bringen, seine Fehlschöpfungen aus Angst aufzugeben. Magische Hilfsmittel, wie Verbindungsrituale öffentlicher Natur, sind der Versuch, auf körperlicher Ebene Dinge zu erschaffen, die im Geist geboren werden müssen, um zu sein. Magische Fähigkeiten im Orakel des Marktes erblicken zu wollen, ist ebenso eine Projektion aus rat- und rastloser Angst heraus. Schmerz und Angst bringen uns zu unangemessenen Reaktionen, die im Grunde alles Hilferufe nach Liebe sind.

    Worüber ich mich heute aufregen könnte, würde ich bedeutungslosen Irrsinn noch unnutz mit Urteilen belegen wollen, wäre die uninspirierte Angsthasenhaltung unserer europäischen Entscheidungsträger. Ursache und Wirkungen von Entscheidungen können offensichtlich nicht mehr situativ zugeordnet werden. Die Rangfolge von Besonderheiten im demokratischen Lobbyismus führt zu nicht mehr rationalen Verhaltensentscheidungen (aus emotionalem Schmerz heraus).

    Einem derart aufgeschreckten Hühnerhaufen keine sinnhafte Bedeutung verleihen zu können, erzeugt Angst.

    Was wirklich hinter den Kulissen vor sich geht, wäre zu hinterfragen. Spannende Woche, die da auf uns zukommt. Sieben Tage bis zum Finale des alten Systems? Schuldenschnitt für die Welt? König Krösus geht ratlos am Stock. Es hielt niemand für möglich und die Zeit, in der das Geld sich Zeit kaufen konnte, geht zu Ende. Exponentielle Zinseszinssysteme können nur kollabieren, recherisch unumstößlich und seit Krösus Zeiten bekannt. Ein Bandwurmsystem, das die Griechen auffrisst. Wir sehen es nur nicht, weil die Angst vor Veränderung unsere Seelensicht verschleiert.

    Gab mal einen Ordner mit der Frage, ob Staaten in Insolvenz gehen können. Können Staaten feindlich übernommen werden? Wohin fließt der Zinsgewinn? Dort sind die Motive zu finden. Ohne die Motive zu korrigieren, die in der Unauffüllbarkeit der Gier begründet liegen, werden die globalen Mitnahmeeffekte weiter zur Suche nach "schuldigen Säuen" führen, die in den nächsten Wochen durchs globale Dorf getrieben werden. Was wäre jedoch, wenn letztlich alle Staaten insolvent sind? Kaufen die Heuschrecken dann die (Schulden der) Welt und schaffen die Staaten ab?

    Das Problem der Gier entsteht im Geist. Von der körperlichen Ebene ist daher nur zu erkennen, nichts erkennen zu können. Wir gehen davon aus, der Schaden derzeitiger Ereignisfolgen lasse sich auf die Körper (von Anderen) begrenzen, was die Seele und den Geist ausblendet. Das europäische Dilemma bginnt im Geist, daher ist mit materiellen Vereinbarungen nichts zu erreichen.

    Für Europa konnten wir bisher keine Verfassung erfinden, nach dem damaligen, ablehnenden Referendum der Iren wurde kein gemeinsamer Nenner mehr gesucht. Für uns ist Geld wichtiger als Leben. Wir machen uns Sorgen um unsere materiellen Bedürfnisse, doch wir sollten uns Sorgen um den Bestand der Demokratie insgesamt machen.

    Manche Unternehmenskonstrukte, die Summen bis zu 4 000 Milliarden Dollar verwalten, könnten sich heute schon ganz Griechenland kaufen. Wenn solche Konstrukte dem IWF und den Gläubigern genug bieten, könnte bei einer Insolvenz ein ganzes Land unter den Hammer kommen. Konzerne könnten sich dann endlich ihre eigenen Länder kaufen und später ganze Kontinente in die technokratische Sklaverei führen. Südstaatenmentalität und der American Way of Life. Ein magisches Ritual, auf Angst gebaut.

    Ob es die Griedhen schaffen, das Zünglein an der Waage zwischen Demokratie und Technokratie auszumachen? Ist dieser Way of Life unsere freie Wahl?

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
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    AW: Magische Rituale

    Zitat Zitat von WirSindIchBin Beitrag anzeigen
    Als positiven Effekt könnte angemerkt werden, dass solche Ehen zumindest nicht zur weiteren Überbevölkerung beitragen.
    Das hast Du ja wunderbar hinbekommen!

  6. #6

    AW: Magische Rituale

    Ja, das spätere Thema verfehlt. Bei 50 % Schwulen und Lesben hätten wir die Globalbevölkerung in einer Generation, ohne weitere Kriege, Klimaerwärmung und arsenhaltigen Reis, schon um die Hälfte reduziert. Der UN-Wille könnte damit zusammenhängen, dass sie rechnen können. Der zehnte Punkt auf den Georgia-guidestones spricht von 500 Millionen. Offen für jeden sichtbar, dieser Irrtum in der Auslegung von irgendetwas, das offensichtlich falsch verstanden wurde.

    Verhalten wir uns wie eine exponentielle Kaninchenplage, werden wir wie eine Kaninchenplage behandelt. Wie lange soll diese Massenbedürfniskultur umzusetzen sein? Welche Wahl lassen wir "Ihnen" denn, als uns durch die chemische Keule, Kriege und sonstige Todesmittel recht vorsätzlich zu dezimieren?

    Daher: Eine unbewusst richtige Antwort auf die Überbevölkerung mit gleichgeschalteten Konsum- und Arbeitsautomaten?

    Zugehörigkeitsgefühl zu irgendwas? Segen der Gesellschaft? Erbrecht? Gleichberechtigung?
    Offentliches Gelöbnis und regionaler Ritualhandlungskontext im Streben nach Sicherheit in Sachen BESITZ von "Liebe"?

    Besser als unsere unbewusst ausgelebte Kaninchenmentalität im Umgang mit dem eigenen Nachwuchs ist der Homo-Ehen-Wahn allemal.

    Bei Qualzuchten über Generationen hinweg erkennen wir, wie im UN-Genderismus, eine Vermännlichung der Weibchen, bei Verweiblichung der Männchen.

    Und das mit der Überbevölkerung war ich nicht allein. Schon 1555 vertrat Nostradamus die Idee von autarken Lebensplätzen, deren Anzahl davon abhängen sollte, was die Natur regional ohne regenerativen Substanzverlust bereitstellt. Ohne Eindämmung der exponentiellen Überbevölkerung werden wir die aufkeimende unbewusste Rattenmentalität nicht zugunsten friedlicher Koexistenz aufzugeben lernen.

    Daher bin ich insgesamt für Mindestquoten von 50 % bei Homo-Ehen. Eine globale "Einskommavier-Kind-Politik" über dreikommazwei Generationen bei gleichzeitiger Abschaffung der Zinseszinsen wird in internen UN-Papieren als Möglichkeit betrachtet, die Wirkungen der Homo-Ehe insgesamt zu unterstützen.

    Welchen Wahn wir im Prinzip auch ansehen, allgemein wäre zu bedenken:

    Genie und Wahnsinn liegen nicht weit auseinander. In guten wie in schlechten Zeiten haben wir eine freie Wahl. Im positiven Wortsinn dieser Aussage sind wir nicht weit vom Genie entfernt. Im UN-Sinn steckt viel A(r)MY-Unsinn. Was macht den bisherigen Wahn zur künftigen Genialität (in jeder Hinsicht)?

    Sicher die Aufgabe der Suche nach Sicherheit in einer sich ständig verändernden Mitwelt. Soll doch jeder machen, was glücklich macht. Was es ausmacht, glücklich zu bleiben, wäre die Wesentlichere Frage. Das Streben nach Sicherheit durch magische Handlungen in Ritualen sicher nicht wirklich. Eine glückliche Welt benötigt Menschen, die es glücklich macht, andere Menschen glücklich zu machen.

    Oder ist es letzten Endes Gottes Segen, nach dem wir streben?

    Sinn des "angestrebten Rituals" könnte somit auch eine Suche nach Segnung sein. Wenn zwei Menschen ein menschliches Ritual brauchen, um in den Siebten Himmel zu gelangen, entspringt auch dieses Defizit dem subjektiven Urteil des Geistes. Ist allerdings schon Wahnsinn, wie weit wir uns unbewusst den Urteilen der physischen Mitwelt unterwerfen, einen spirituellen Segen im eigenen Bewusstsein zu fühlen.

  7. #7
    andere/dimension
    Laufkundschaft

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    ja, ich war das mit dem Fahrrad.

    ich bin nicht gegen die homoehe im speziellen, sondern gegen die ehe im allgemeinen. ich halte die steuerliche besserstellung von verheirateten für eine soziale ungerechtigkeit.
    vor ein paar jahrzehnten machte diese unterscheidung noch sinn - heute nicht mehr. für viele ist es ein erheblicher unterschied...ob sie von steuerklasse 1 in 3 wechseln, oder auch umgekehrt. wer des sakramentes wegens heiraten will der soll das tun, aber der staat hat sich da gefälligst herauszuhalten. sich herauszuhalten wäre eigentlich genau das ding der
    konservativen, da diese aber überwiegend katholisch sind, kollidiert die politische mit der religiösen weltanschauung. letztendlich geht es auch in dieser frage, homoehe ja oder nein, nur ums liebe geld - die moral wird nur vorgeschoben. es kann nicht sein, dass man "nur" aufgrund der tatsache verheiratet zu sein einen tausender im monat mehr hat, egal ob aus dieser ehe ein kind hervor geht oder nicht.

  8. #8

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Ich bin gegen die Homo-Ehe. Die Funktion der Ehe liegt in der Sicherung der Nachkommenschaft durch Zeugung, Aufzucht und Einbindung der Nachkommenschaft in die Gesellschaft. Daß Homosexuelle (ganz gleich, ob männliche, transsexuelle, bisexuelle oder weißdergeierausgerichtete) zwei der drei Aufgaben beinahe genausogut wie die besten Eltern erfüllen können, bedeutet nicht, daß sie eine Ehe führen können. Sie können beste Freunde von jedermann sein, sich in beinahe allen gesellschaftlichen Bereichen gewinnbringend verorten, aber sie können eines eben nicht: miteinander ein Kind zeugen. Das aber ist punctum saliens. Das Grundgesetz sieht auis diesem Grund in § 6 auch ein Vorzugsrecht der Ehe gegenüber anderen Lebensgemeinschaften. Und hierüber bindet sich der Staat ein, denn das ist seine Aufgabe: Wachstum erzeugen, Versorgung sichern und Schutz gewähren. Also muß er die Ehe bevorzugen. Und das wiederum ruft die Homosexuellen auf, die eben wegen dieses Grundgesetzes eine Benachteiligung empfinden. Die ist auch da. Und die muß auch gegenüber denen ausgesprochen werden, die zwar in einer Ehe leben, aber keine Kinder aufziehen wollen oder können, was im Grunde im Sinne des § 6 das gleiche ist.
    Ob es ums Geld geht, wage ich zu bezweifeln. Da ich selbst mehrfacher Vater bin und meine Kinder (weitgehend) allein großziehen mußte, weiß ich, daß die finanziellen Vorteile bei weitem nicht die finanziellen Nachteile ausgleichen, die man durch die Aufzucht der eigenen Bagage nun mal hat. Der Vorteil läge bei einem verheirateten Paar ohne Kinder. Hier würde ich dem Gesetzgeber vorschlagen, solchen Paaren den Charakter der Ehe abzusprechen. (Das kann nur so erfolgen, daß JEDE öffentlich bekundete Gemeinschaftsform zuerst einmal KEINE Ehe sein kann, sondern erst durch die Geburt eines gemeinsamen Kindes dazu wird.) Sie erfüllen nicht den Geist der im GG formulierten Bevorzugung der Ehe. Sie können dann in anderen Lebensgemeinschaftsformen zusammenleben. Wie die Homosexuellen. Güterdinge lassen sich immer vertraglich regeln.

  9. #9
    Unregistriert
    Laufkundschaft

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Diese nichtheterogenen Ehen könnten alleine keine eigene Kinder zeugen, aber trotzdem Kinder halten, durch Zeugung mit überlassenem Fremdmaterial oder Adoptionen. Und nun?

  10. #10

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Die Basis der Gesellschaft soll also die Aufzucht fremder Kinder sein? Wer am lautesten HIER schreit, das meiste Geld hat oder schlichtweg kriminell genug ist, anderen die Kinder irgendwie abzujagen, der soll auch noch gefördert werden?

    Wer keine Kinder bekommen kann oder keine zeugen kann, der kann das eben nicht. Das ist kein Weltuntergang. Ich kann auch etliche Dinge nicht, die ich gern könnte.

  11. #11

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Du sagst es ja selbst, Robert, aus einer Ehe sollten möglichst Kinder hervorgehen - deshalb wird sie auch staatlich gefördert. Aber wer garantiert, dass jeder ... der eine Ehe eingeht ... auch die Absicht hat Kinder in die Welt zu setzen?...deshalb sollte die Ehe erst (ab) dann steuerlich gefördert werden ... wenn das erste Kind auf der Welt ist - aber auf keinen Fall schon vorher. Auch wenn ich die Ehe "nur" standesamtlich vollziehe, sie ist und bleibt eine Erfindung der Kirche. Die Ehe alleine rechtfertigt noch keine steuerliche Besserstellung. Man sollte Menschen ... die Kinder in die Welt setzen und großziehen, unabhängig von ihrem Familienstand, mit allen Mitteln unterstützen - das darf aber unmöglich von einer Heiratsurkund abhängig gemacht werden. Die Tatsache verheiratet zu sein ist noch keine Leistung für die Gesellschaft. Ich halte das, neben der staatlichen Förderung von PV-Anlagen und der Mehrfach - Witwen -Rente für die größte soziale Ungerechtigkeit in unserem Lande.

  12. #12

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Die Ehe ist KEINE Erfindung der Kirche, sondern älter als diese. Im neunzehnten Jahrhundert, als man sich erstmals soziologisch mit diesem Thema befaßte, gab es zwei Lehrmeinungen (beide falsch), die eine nannte die Groß-Familie als die Basis der ersten Gesellschaftsformationen in der Steinzeit; die andere setzte das Weib ins Zentrum der Familienbildung, Matriarchat als Basis der paternalischen Gesellschaft - oder so. Die Liebe trat erst im 13. Jahrhundrt auf; manche behaupten, sie sei eine Erfindung dieser Zeit. Die Verbindung von beidem erfolgte erst ab dem 18./19. Jahrhundert. Bei den Homosexuellen wird dieser Aspekt ins Zentrum gerückt und darüber begründen sie auch ihre Forderung nach Gleichberechtigung, denn die Liebe ist etwas, was unabhängig von der sexuellen Ausrichtung entsteht. Sie ist etwas Menschliches, zu dem manche Menschen fähig sind, andere nicht. Aber es kann nicht gesagt werden, daß zur Liebe nur Heterosexuelle fähig wären.
    Aber bleiben wir bei dem, was das Wesen der Ehe ist. Es ist NICHT die Liebe, sondern die Verantwortung füreinander, die sich aufs gemeinsame Blut gründet. Erst daraus entwickelt sich die davon abstrahierte Vernunft. Diese Vernunft führt zu den von Dir genannten PV-Anlagen und Mehrfachwitwenrenten. Das sind Kröpfe.
    Das Kinder-in-die-Welt-setzen ist nicht auf die Ehe beschränkt. Zwei meiner Kinder sind auch außerehelich, wurden erst später ehelich. Aber das ist nicht der Punkt.
    Ich würde hier gern den oben genannten Gedanken noch aufnehmen: Zur Ehe gehört das öffentlich erledigte Versprechen, sich NUR um die eine Frau/den einen Mann zu kümmern, sie/ihn ins Zentrum seiner Verantwortung zu stellen. Das ist ein großer Schritt. Und das hört dann nie auf. Bis man stirbt.
    Problematisch an diesem Versprechen ist die Tatsache, daß sich Menschen ständig verändern - und nicht immer verändert sich der Ehepartner in eine kompatible Richtung. Zudem wirkt die Versuchung des Neuen in jedweder Gestalt. Am Ende bleibt eines für immer: gemeinsame Kinder. Staatliche Unterstützung kann es nur geben, wenn die Familienverhältnisse stabil sind, andernfalls gäbe es unklare Rechtsverhältnisse. Eine auf Freundschaft und gegenseitige augenblickliche Zuneigung grundierende Familie ist etwas Wackliges, etwas Ephemeres und taugt nicht zur Verfaßtheit eines Staatswesens. Es klingt realitätsbezogen, da sich die wenigsten Menschen in dauerhaften Beziehungen wohlfühlen können, aber jeder Staat der Welt benötigt das Stabile.
    Gegenkonzepte wie die Auflösung der Familie, wie sie bei den Kommunisten, Jakobinern, 68ern und den Nazis probiert worden sind, scheiterten allesamt. So etwas bewirkt die Züchtung von soziopathischen Monstern. Die meisten der 68er Kinder sind in gestörten und antiautoritär orientierten Sozialisationen großgeworden. Wenn sie nicht mit dreißig Lenzen den Drogentod starben, so wurden sie zu Spießern².

  13. #13

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Es kommt auf die Rangfolge innerer Wertigkeiten an. Von der physischen Ebene aufwärts betrachtet, sehen wir "Investitionsverrechnungsspielchen", die auf "geliehenem Vertrauen" aufbauen, sonst könnten wir nicht entäuscht sein. Alle Sätze mit: "Ja, aber..." kommen aus dieser Investitionsecke.

    Sich selbst bedingungslos geliebt zu fühlen, ist eine Fähigkeit, die auch später erlernt werden kann. Mag es nicht unbedingt leichter sein, kann sich jedes Herz jederzeit an die Quelle von Liebe erinnern: Der Fluss der Liebe entspringt mühelos im eigenen Herzen. Sie nicht suchen, besitzen, festhalten oder manipulieren zu müssen, ist Voraussetzung für Beziehungen, die sich am Wachstum der Seele im Gegenüber orientieren. Wir bekommen, was wir geben.

    Von dieser Ebene betrachtet, gestalten wir unser Verhalten offen, situativ und mit einer anderen Dimension verbunden.

    Um den Bogen zur Homo-Ehe zu kriegen: Aus der Abwärtsperspektive suchen Schwule und Lesben nach Respekt und dem Gefühl, so akzeptiert zu werden, wie sie eben sind. Jede Art von Beziehung wird aus dem Außen be-urteilt und gleichsam eingesperrt, da Übertragungen aus zwei Familienkreisen stattfinden - so entwickelt das Ritual gleichfalls eine Eigendynamik und ein neues "Gemeinwesen" entsteht, in dem dann "Erbschaftsrangfolgen und Investitionsrechnungen materieller Natur" zu erweiterten Machtspielen führen.

    Durch Heiratsrituale treffen immer auch zwei Familienwelten zusammen. Die Vorzeichen, unter denen das "Gemeinwesen" einer Homo-Ehe entsteht, sind noch ambivalenter einzuordnen, da die "Urteile der Welt um uns herum" eine Einflussgröße darstellen:

    Wie viele Beziehungen scheitern an den "Urteilen und Bedürfniskonstruktionen" anderer Menschen?

    So ist der Hom-Ehe-Wahn ein Hilferuf an die Mitwelt, nicht lieblos zu verurteilen, was uns im Grunde gar nichts angeht.

    "Sobald Besitz im Spiel ist, oder es diesbezügliche Erwartungen und Versprechen der Mitwelt für das Nicht-Jetzt gibt, kann es keine bedingungslose Liebe geben."

    Sie streiten daher um ihre Rolle in den eigenen Familien und Freundeskreisen. Ungerechte Verurteilungen und antiquierte Vorstellungen bilden die Grundlage dafür, warum Menschen meinen, für "ihre" Liebe kämpfen müssen. Würden die Menschen aus der Abwärtsperspektive auf die vorläufigen Urteile blicken, könnten sie im Wortsinn "über den Dingen stehen".

    Bedingungslose Liebe kehrt die Rangfolge der Bedürfnisse um. Aus der Fülle heraus, gibt es nichts zu verteidigen.

    Grundproblem aller Beziehungen ist die Projektion, erst durch eine eigene Familie "vollständig und anerkannt" zu sein. Wir suchen Liebe, was de facto besagt, dass wir diese im Moment nicht fühlen. Wir können Liebe nur im Jetzt fühlen. Zukunft und Vergangenheit fordern die Liebe zum Gehen auf.

  14. #14
    Jule
    Laufkundschaft

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Die Ehe, glaubt man Soziologen und Zukunftsforschern, wird ohnehin schon bald (in ca. 100 Jahren) ein Relikt aus der Vergangenheit sein. Um zu dieser Schlussfolgerung zu kommen muss man kein Forscher sein, das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Neben den Steuervorteilen und dem Wunsch so mancher Möchtegernprinzessin, mal für einen Tag im Mittelpunkt zu stehen, gibt es nichts was für die Heirat spricht. Den Homosexuellen geht es bei ihrem Kampf wohl mehr ums Prinzip und um die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung. Darüber hinaus vielleicht noch um soziale Absicherung und um eventuelle Rentenansprüche, aber auf keinen Fall um das Sakrament als solches. Ein klares "Nein" zur Homoehe, aber auch ein klares "Nein" zur Heteroehe.
    naja, es geht aber auch darum, dass du als nichtverheirateter Partner kein Mitspracherecht hast, wenn deinem Partner etwas passiert. Angefangen beim Unterhalt, über das Unterschreiben von Dokumenten, Zeugnissen, Formularen bis hin zu Entscheidungen im Falle von Koma oder sonstigen Katastrophen. Und wer darf schlussendlich den Sarg aussuchen? Wem fällt evtl. Vermögen zu? Sicher, auch so etwas kann man mit viel Aufwand und notariellen Beurkundungen ohne Ehe regeln, aber es erledigt sich durch Heirat für viele von selbst. Es geht eben tatsächlich darum, dieselben Vor- und Nachteile zu haben, wie diejenigen, die verheiratet sind. Das kann doch jeder selbst entscheiden, ob homo- oder heterosexuell ist dabei vollkommen egal.

  15. #15
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    es ist eben nicht egal, andernfalls würden die homosexuellen nicht so einen wind um das wort "ehe" machen. wenn sie eh alles über notarielle regelungen regeln können und vom gesetzgeber in einer anerkannten lebensgemeinschaft rechtlich gleichgestellt werden, erübrigt sich eigentlich der begriff "ehe" für die homosexuellen. sie wollen aber diesen begriff für sich, am liebsten noch mit kirchensegen. und es soll pastoren geben, die den erteilen, obgleich das wichtigste kriterium der ehe, die erzeugung von nachkommenschaft, fehlen muß.
    ich glaube nicht, daß sich angesichts gegenwärtiger hysterien die homosexuellen von dem begriff der "ehe" werden verabschieden wollen. ich wette sogar, rein hypothetisch, daß sie für den fall, daß sich die heterosexuellen einen neuen begriff ausdenken, der NICHT mit irgendwelchen vergünstigungen verbunden ist, aber klipp und klar die erzeugung von nachfahren zum ziele hat, und das bei dem versprechen lebenslanger treue (was sowiso kaum gehalten wird), sich die homosexuellen stark ins zeug legen würden, um diesen begriff dann auch für sich zu reklamieren und die nichtberücksichtigung als benachteiligung diffamieren würden.

    so ein neuer begriff könnte evin oder klitte heißen, zwei worte, die es in unserer sprache noch nicht gibt.

    das problem liegt nicht bei den mit geldangelegenheiten verbundenen vergünstigungen und auch nicht beim § 6, sondern in der sehnsucht der homosexuellen nach dem, was ihnen vorbehalten bleiben muß und was auch kein adoptionsgesetz der welt regeln kann: die erzeugung eigenen nachwuchses.

    die meisten menschen wollen nun einmal das haben, was sie aus den unterschiedlichsten gründen nicht bekommen können. wie gesagt, ich möchte gern mitglied der leichtathletiknationalmannschaft sein und schneller rennen können als der schnellste neger. werde ich aber nie können. soll ich das jetzt als ungerechtigkeit anprangern und meinen startplatz einklagen dürfen? ich will, ich will..

    die wenigsten erkennen ihre grenzen an.

  16. #16
    Jule
    Laufkundschaft

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Das sehe ich anders. Die Homosexuellen möchten eben genauso heiraten dürfen, wie die Heterosexuellen. Das mit dem Kindezeugen spielt dabei doch keine Rolle. Heute wird doch nicht ausschließlich geheiratet um Kinder in die Welt zu setzen. Da hat jeder seine individuellen Gründe und Vorstellngen. Und es kommt ja auch darauf an, welcher Glaubensrichtung man folgt. Für die Homosexuellen ist es wichtig, von der Kirche respektiert und anerkannt zu werden. Und das empfinde ich ales vollkommen legitim. Wo kommen wir denn hin, wenn wir weiterhin ausgrenzen und zu welchem Zweck?

  17. #17
    Lorenz Konrad
    Laufkundschaft

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Zitat Zitat von Jule Beitrag anzeigen

    ... Für die Homosexuellen ist es wichtig, von der Kirche respektiert und anerkannt zu werden. Und das empfinde ich alDies vollkommen legitim. Wo kommen wir denn hin, wenn wir weiterhin ausgrenzen und zu welchem Zweck?


    Die Kirche ist nicht wir.
    Die Homosexuellen könnten doch von der Kirche (wieviele Tausende gibt es, derzeit?) respektiert und anerkannt werden, ohne daß sie ausgegrenzt werden, weil sie nach den Regeln der Kirche nicht heiraten können. Eine Kirche kann doch jeder aufmachen, zur Not im Flur.



    Das war meine spontane Überlegung, die niemanden beleidigen soll.

  18. #18
    Jule
    Laufkundschaft

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Die römisch-katholische Kirche ist gemeint. Was sonst?

  19. #19
    andere/dimension
    Laufkundschaft

    AW: Homosexuelle im EHE-Wahn

    Bald dürfen der Narzisst und der Schizophrene sich selbst heiraten.

    Entweder ich bin gläubig, dann respektiere ich die Gesetze meines Glaubens - oder ich bin nicht gläubig, dann brauche ich auch nicht den Segen der Kirche. Den Homosexuellen geht es mehrheitlich, so zumindest meine Überzeugung, ums Prinzip - man will eine Bastion nach der anderen erobern. Wer braucht denn den Segen einer Kirche ... die nachweislich mehrere Mörder heilig gesprochen hat?!? Die Frauen sind heiß auf die Zeremonie, ohne die es dieses Prinzessin -Feeling nicht gibt. Haben sie mal die 40 überschritten, sich Prinzen und Schlösser als Luftblasen entpuppt, wollen sie auch dieses ganze Gedöns nicht mehr und geben sich mit einer standesamtlichen Trauung zufrieden. Es sind wohl keine 30%, die sich aus ihrem Glauben heraus nach einer kirchlichen Trauung sehnen. Aber wie gesagt; die Ehe wird sich in hundert Jahren erledigt haben - bis zur Abschaffung aller Religionen wird es wohl noch tausend Jahre dauern.

  20. #20
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Was mich aufregt

    Zitat Spiegel Online

    Armut Fast jeder Fünfte kann sich keinen Urlaub leisten

    Millionen Deutsche fahren oder fliegen derzeit in den Urlaub. Doch fast 20 Prozent der Bevölkerung können sich selbst kurze Reisen nicht leisten. Im EU-Vergleich ist das allerdings noch recht moderat.

    .....weiter heißt es:

    Demnach waren im vergangenen Jahr 19,2 Prozent der Menschen in Deutschland nicht in der Lage, einen einwöchigen Urlaub anderswo als zu Hause zu verbringen. Bei den Haushalten mit Kindern waren es 19,9 Prozent und unter den Alleinerziehenden sogar 39,6 Prozent.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1155818.html
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    Jeder fünfte, das mag man noch als "normal" bezeichnen können....aber 39,6 % der Alleinerziehenden? Ist das alleine schon Anlass genug sich aufregen zu dürfen...doch im Kontext mit der "Ehe für alle.." bekommt das nochmal eine ganz andere Dimension...

    De Maiziere...dessen Fan ich nicht gerade bin...hat zurecht darauf hingewiesen, dass ohne die entsprechenden Folgeregelungen eine Ehe für alle nicht beschlossen werden sollte.
    Der seiner Unterhaltsplicht nachkommende...geschiedene Vater...der sowohl finanziell als auch sozial weiterhin Verantwortung für seine Kinder übernimmt... der muss in Steuerklasse 1 zurück....während David...der seinen Kumpel Heinz heiratet...von 1 in Steuerklasse 3 wechselt...obwohl die beiden vermutlich nie ein Kind großziehen werden. Zwar habe ich nichts gegen die Ehe für alle...doch sollten alle steuerlichen Vorteile einer jeden Ehe erst dann wirksam werden...wenn aus dieser Ehe/Gemeinschaft Kinder hervorgehen...bzw in dieser Gemeinschaft Kinder großgezogen werden.

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