Umfrageergebnis anzeigen: Ich halte das Konzept der Permation für

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  • fruchtbar und ein Gesprächsangebot

    2 100,00%
  • politisch-korrekt/redundant

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  • schlecht/ungenügend/oberflächlich

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Thema: Permation - ein neues Bildungskonzept?

  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Gefunden!

    erstellt von Michael S.:

    Was ist Permation?



    Den Begriff "Permation" verwenden wir seit 2012. Worum dreht sich die Idee der Permation?

    Ein Spermium befruchtet eine Eizelle. Ab diesem Moment beginnt ein PROZESS, den wir PERMATION nennen. Permation als lebenslanger Prozess ist die Grundbedingung und das wichtigste Kennzeichen menschlicher Existenz überhaupt. PERMATION IST DAS, WAS IMMERZU IN DIR UND MIT DIR GESCHIEHT. Niemals ist ein Mensch genau derselbe. Menschen sind beständig unbeständige Wesen. Die Frage, wann Permation ENDET kann entweder MIT DEM TOD oder religiös beantwortet werden - NIE.
    Das Prinzip der Permation ist UNIVERSELL und zu jeder ZEIT, auf jedem ORT dieser Welt gültig. Permation beinhaltet unendliche viele Prozesse und Zustände, etwa die Entwicklung des Gehirns, die sozialen Erfahrungen in der Familie, der Schule, Gespräche mit Freunden oder die psychische Verfasstheit eines Menschen. Darüber hinaus spielen etwa sozioökonomische, kulturelle oder politische Bedingungen in die Permation hinein. Genetisch-körperliche Voraussetzungen werden die Permation eines Menschen ebenso beeinflussen, wie die Beziehung zu einem Partner oder etwa Religion. Selbst der Sport und andere Kulturphänomene wie Mode, Musik, Architektur etc. werden ebenso zur Permation eines Menschen beitragen. Kurz: Permation ist ein Prozess, der sich aus unendlich vielen Faktoren speist. Dieser Prozess ist UNAUFHALTSAM, UNUMKEHRBAR und geschieht PERMANENT – im Wachzustand, beim Schlafen, schon im Mutterleib, genauso wie später in der Schule, auf dem Fußballplatz oder im Wartezimmer einer Arztpraxis. JEDE PERMATION eines Menschen ist EINZIGARTIG. Kein Mensch ist genau wie der andere, da jede Permation immer individuell verlaufen wird. Diese einzelnen Permationsprozesse kann man in ihrer Gesamtheit niemals so unterscheiden, dass man sagen könnte: hier passiert jetzt genau das und das und nichts anderes. Vielmehr ist die Permation ein stetiger Prozess, der das menschliche Sein und seine Veränderung in Gänze beschreiben soll. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten und Parallelen in den Permations-Biografien der Menschen. Letztlich untersucht jede Wissenschaft EINEN TEIL dieser Permationsprozesse. Die Neurologie etwa untersucht die Entwicklung des Gehirns. Die Kulturwissenschaft erforscht alle Dimensionen einer Kultur. Als Wissenschaft von allem Lebendigen trägt die Biologie zum Permationswissen bei. Und egal ob es sich um Soziologie, Filmtheorie, Dramaturgie, Psychologie, Physik, Literaturwissenschaft oder Theologie handelt: ALLE Wissenschaften versuchen Antworten auf das Phänomen „Permation“ zu finden – ob sie wollen oder nicht.
    Hieran knüpfen sich viele Fragen; ich möchte nur drei nennen:


    1. Was unterscheidet Permation von dem alten Begriff der Ontogenese?
    2. Wer bestreitet die Einzigartigkeit jedes Menschen?
    3. Warum beginnt die Entwicklung eines Menschen erst mit der Befruchtung und nicht schon davor, schließlich geben die Eltern ihre Gene und damit auch ihre Lebenserfahrung bereits VOR dem biologischen Akt der Befruchtung preis, indem sie sich für einen bestimmten Partner entscheiden?

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Wischnewski: Schule heute und morgen

    Das Thema "Bildung" erhitzt schon lange die Gemüter. Das ist nicht wirklich merkwürdig, denn seit dem verstärkten Einfall der Reformpädagogik leidet unser Bildungssystem und hat keine Elite hervorgebracht, die von diesem Land aus Impulse für die eigene Nation, geschweige denn für die Welt setzt. Das war auch mal anders.
    Kürzlich erschien in Magdeburg Nr. 7 von "Magdeburg kompakt". (Seite 11 aufschlagen) Ein Zentralthema: Bildung.
    Der Herausgeber Wischnewski schreibt unter der sperrigen Leitartikelüberschrift "Schule - vom Gestern in Heute und wohin?" etliches über den ewigen Streit um pädagogische Konzepte und meint folgendes:
    Am Anfang stehe die Pflicht, die Schulpflicht. Er begrüßt das. Ich auch. Allerdings glaubt Wischnewski, daß die Schulpflicht zur Bildung führen solle. Das ist NICHT der Fall und auch nicht der Plan. Der westliche Staat ist nicht an gebildeten Bürgern interessiert, sondern an funktionierenden. Die Wirtschaft ist nicht an gebildeten Arbeitern und Ingenieuren interessiert, sondern an funktionierenden. Die Nation wäre an Gebildeten interessiert, aber die Nation ist ein Auslaufmodell, also bestenfalls etwas Redundantes.
    Das ist der erste Irrtum des Leitartiklers, der meisten, die über die Bildungsmisere hierzulande schreiben.
    Daß es in Magdeburg 69 unterschiedliche Schulen mit verschiedenen Bezeichnungen gibt, kann als Buntheit gedeutet werden. Allerdings scheint das nur so zu sein, denn in allen Einrichtungen wird das gleiche gelehrt, interessant sind nur die Quantifikationen der Lehrinhalte, nicht deren Weltanschauung; interessant sind zuweilen auch die verwendeten Lehrmethoden, doch die haben bekanntlich eher weniger mit den Schulen selbst, als vielmehr mit den Lehrern zu tun, die lehren. Buntheit wäre gegeben, wenn es eine Schule für die Reichen, eine für die Mohammedaner, eine für die Nationalkonservativen, eine für die Linksliberalen, eine für die geistig Behinderten und eine für die Verhaltensauffälligen und schließlich viele für die Indifferenten neben den notwendig überparteilich-öffentlichen Schulen gäbe. Allerdings aber schlägt das Fatum des linksliberalen Zeitgeistes bei allen Schulen durch, seien sie nun kirchlich, berufsausbildend oder grundschulisch benannt, heißen die geistigen Väter nun Waldorf, Humboldt oder Weißnichtwie. Sie werden alle versaftet. Waldorfkindern wird der Steinersche Grundgedanke einer heute als Esoterik diffamierten Anschauung der Dinge in der GESAMTHEIT genauso genommen, wie Humboldts Elitenbildung auf griechischer Grundlegung (altgriechisch lernen!) auf dem Altar der Nützlichkeit geopfert wird. Es gibt KEINE Buntheit, sondern bloß mehr oder weniger einheitsgraue Organisationen ein und desselben Schulziels: die Erzeugung des funktionierenden Steuerzahlers.
    Wischnewski nennt ein Faktum: 500 Millionen € wolle Ostfalen in die Schulbildung in den nächsten sieben Jahren zusätzlich zur Verfügung stellen. Nicht eben viel, wenn allein Hamburg 400 Millionen 2014 locker machen konnte. Aber die Summen sind relativ wurscht, solange die falschen Töpfe damit gefüllt werden und das Geld nicht da ankömmt, wo es ankommen muß: bei den Lehrern und bei der Ausbildung der Lehrer. Womit ich beim springenden Punkt bin: die Bezahlung der Lehrkräfte.
    Das meiste Geld fließt in die energetische Sanierung der Schulgebäude, also in die Bauindustrie. Unter dem fadenscheinigen Grund, Schulen der Wirtschaft schon als Schule öffnen zu müssen - euphemistisch "dem Leben" - werden in die Schulen Werkstätten gebaut, hunderte Computer, Superanzeigetafeln installiert und technische Ausrüstungsgegenstände herangeschafft, die bei geringer Halbwertzeit kaum oder wenig pädagogischen Nutzen bringen und zudem die Differenz Schule-Wirtschaft aushebeln. Das aber ist der Plan. Und ein Irrweg. Ein teurer.
    Der richtige Weg ist, den Kindern VIELE Welten zu öffnen und nicht die Welt in die Schule holen zu wollen, was letztlich nur bedeutet, daß die Kinder in der Schule die Art Welt kennenlernen, die den Lehrkräften vorschwebt und jede Ausbildung am Computer, Mikroskop oder in einer KfZ-Werkstatt noch theoretisch zu begleiten, also Praxis zu verschulen. Kauderwelschpädagogik. Nein, der richtige Weg wird über die strikte Trennung von Schule und Beruf beschritten. In der Schule sollen die Kinder eben NICHT nur das lernen, dessen sie oder ihre übereifrigen Eltern später unbedingt zu bedürfen glauben. Woher sollen sie es auch wissen, was sie später mal brauchen können? Sie sind ja eben deshalb Kinder, weil sie es nicht wissen müssen. Zugleich aber muß es ein integraler Bestandteil der Schulzeit sein, Praktika in allen nur möglichen Lebensbereichen zu organisieren, mal einzeln (in KfZ-Werkstäten, Labors, Büros...), mal im Klassenverband (Apfelernte, Kartoffeln, Spargel, Umwelt säubern...) - fakultative und obligatorische Angebote.
    Wischnewski glaubt, daß es einen Gegensatz zwischen preußischer Erziehungsanstalt und einer transzendenten demokratischen Schule gebe und nennt diesen Gegensatz als Grund für das Tauziehen verschiedener Bildungskonzepte.
    Das ist natürlich großer Bockmist.
    Ich weiß nicht, welcher Bild Wischnewski entwickelt, wenn er an preußische Erziehungsanstalten denkt, vielleicht das aus "Mädchen in Uniform" oder vielleicht das aus "Heiden von Kummerow" oder denkt er an die Viadrina in Frankfurt/Oder, gar an die Universität Halle an der Saale? Ich glaube nicht, daß es irgendwo auf der Welt (zur gleichen Zeit) bessere Schulkonzepte gab als in Preußen. Schließlich ist auch Humboldts Litauischer Schulplan eine preußische Erfindung, die erst Preußen, dann das übrige Deutschland zur Weltspitze in puncto Bildung führte. Auch der Reformgedanke konnte seinerzeit im Reich verwirklicht werden - Reformansätze sind kein Alleinstellungsmerkmal demokratischer Systeme -, denn die Reichsverfassung von 1867/71 garantierte jedem Lehrer (also Assessoren, d.s. Studenten, die das Staatsexamen schaffen) das Recht, frei und das zu unterrichten, was er eben für richtig hielt. Ein Lehrer war Beamter; ein Assessor besaß das Recht auf eine Stelle. Wie geringer sind die Rechte heute! Heute wird dem einfach damit ein Riegel vorgeschoben, daß jemand, der, Prüfungen und demnach Abschlüsse attestieren darf, zuerst einmal Direktor einer Lehreinrichtung gewesen sein muß. Zudem werden etliche tausend Lehrer mehr ausgebildet, als dann eine Stellung finden können. Zugleich wird Lehrermangel beklagt. Lächerlich, wenn man weiß, daß im letzten Jahr ein Absolvent mit einem Staatsexamen von 1,4 keineswegs die Stelle bekommen konnte, die er haben wollte. Wie erst soll es da jemandem mit einem Examen von 3,1 gehen?
    Die Antinomie zur preußischen Erziehungsanstalt soll die transzendente demokratische Schule sein!!! Das muß Realsatire sein. Das ist die Form der Schule, in der die Schüler darüber mitbestimmen, wer welche Note bekommt, wenn es überhaupt Bewertungen gibt, wer versetzt wird und ob heute unterrichtet oder lieber baden gegangen wird. Transzendenz bedeutet Erkenntnis VOR ALLER Erfahrung. Demokratie bedeutet die Herrschaft des Volkes. Schule bedeutet Anleitung zum Unglücklichsein. Oder so. Eine transzendente demokratische Schule ist also eine Einrichtung, die davon ausgeht, daß der Zögling bereits VOR Betreten der Einrichtung alles bestens weiß und in den Prozeß der allgemeinen Willensbildung gleichberechtigt mit den Lehrkräften befragt werden kann, was ihm am besten mundet. Am Ende wird der Lehrer benotet und zum Teufel aus der brennenden Schule verjagt. Es war schließlich Walpurgisnacht! Vielleicht meinte Wischnewski aber auch nur Transparenz.
    Es soll hier aber auch ein Lob ausgesprochen sein: Wischnewski fragt, warum es so viele Diskussionen ums Bildungswesen gibt und nennt die Vielzahl der Interessenten, dazu übereifrige Eltern und das Gefühl schlechthinniger Ungerechtigkeiten bei der Vergabe der Ausbildungsplätze. Das ist wohl so.

    Ein Wort zur Inklusion: Ob es besser ist, verhaltensauffällige Schüler in Zuchtanstalten zu stecken; geistes- oder körperbehinderte Kinder in Sondereinrichtungen zu betreuen oder eben ohne Sonderstatus innerhalb des Klassenverbandes integrieren zu wollen, weiß ich nicht. Mein Gefühl sagt mir, daß es besser wäre, Sonderstati auszurufen, wo sie auszurufen sind. Andererseits sollte aber jeder Zögling wenigstens einmal während seiner Schulzeit eine Pflichtwoche in einer solchen Einrichtung absolvieren müssen.

    Der springende Punkt bei der Ausbildung ist die Bezahlung und die Persönlichkeit des Lehrers. Besitzt der keine, kann die schönste Unterrichtsform langweilig und wenig lehrreich bleiben. Besitzt er sie, kann Frontalunterricht nicht nur interessant, sondern v.a. lehrreich sein. Lehrer werden hierzulande schlecht bezahlt. Facharbeiter verdienen mehr. Klempner verdienen mehr. Das Geld für die Bildung fließt nicht in die Taschen der Lehrer, sondern in die Wirtschaft, die die Schulgebäude ausstaffiert und zu kleinen Büropalästen macht. Und weil zuleich der Staat zahlreiche Privatschulkonzepte durchwinkt, die gar kein pädagogisches Konzept besitzen, dafür aber nur 70-80% der üblichen Gehälter zahlen, ist das, was Buntheit genannt wird, ein einziger Etikettenschwindel. Zudem werden junge Lehrer an solche Einrichtungen gelockt, arbeiten dann jahrelang für einen Appel und ein Ei darin und haben dann kaum Chancen, sich eine vollbezahlte Stelle zu besorgen. Da profitiert nicht nur der Betreiber der Privatschule, sondern auch der Staat, der so weniger für die Bildung ausgeben muß, als wenn er eine volle Lehrkraft in einer staatlichen Schule bezahlen müßte.
    Das von Wischnewski postulierte Bildungsziel des "offenen Denkens" wäre zwar richtig, sofern er es postulieren würde, aber falsch, wenn es der Wirklichkeitsbeschreibung dienen sollte. Kein Schüler darf offen denken. Sobald er etwas sagt, das politisch nicht korrekt ist, wird er es merken, wie wenig Offenheit hierzulande existiert, v.a. in den Schulen geduldet wird. Er wird es auch merken, wenn es sich NICHT um ein politisches Thema handelt, bei dem er offen denkt, sondern auch bei der Interpretation literarischer Texte, Äußerungen zur Abtreibung oder zur Geschichte Deutschlands sind strenge Regularien vorgegeben, an die sich alle halten müssen. Offenes Denken ist nicht nur nicht erwünscht, sondern verboten. DDR 2.0

    Zum Schluß: Unser Bildungssystem ist schlecht. Es herrscht keine Klarheit, keine Struktur. Es herrschen Zwang, Scheuklappendenken und Oberflächlichkeit vor, die durch den Ausruf, daß die Schule das Leben lehren soll, kompensiert werden soll, am Ende aber nur halbgare Abiturienten ausspuckt, die vieles sehr oberflächlich wissen und gelernt haben, daß sie ein Muster X anwenden müssen, um von Lehrer Y die und die Punkte/Abschlüsse zu bekommen.
    Es wäre zu raten, daß man das energetische Ausbaugedöns für die Schulgebäude zugunsten einer Besserbezahlung der Lehrer aufgäbe, zugleich den Fokus auf Bildung und nicht Faktenvermittlung läge und schließlich den Schulen nicht nur mehr Freiheit bei der Anstellung von Lehrkräften gäbe, sondern auch Lehrfreiheit erteilte.

  3. #3
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    AW: Wischnewski: Schule heute und morgen

    Permation ist ein Kunstwortgefüge, in dem selektive Permeabilität mit permanenter Entfaltung dann noch mit Kohärenz, Transparenz und gemeinsamer Absciht verbunden werden könnte.

    Die selektive Durchlässigkeit hängt davon ab, ob glernt werden will. Kphärenz ist die transparente Gleichschwingung in der Absicht, die autonomen Selbstreglulationsmechanismen dahingehend auszubilden, autarke und starke Menschen mit Präsenz zu ermöglichen, die einen Sinn im Lernen sehen.

    Permanente Entfaltung unserer bewussten Seelenanteile führt zur Permutation, zu den wechselnden Rollen im scheinbaren Drama der Dualität von Geist und Materie, also Lehrstoff. Ohne Lehrer, die permanent lernen, beide Gehirnhälften fach- und sachgerecht anzusprechen, kann nur von entropischer Wissensbulimie gesprochen werden. Stopfmast ist bei Gänsen weit verbreitet, so ähnlich läuft es in den Bildungsbatterien.

    Daher denke ich, die Diskussion um Transparenz sollte von der Seelenebene betrachtet werden und bildhafte Prozessentwicklungen beabsichtigen lernen, die Offenheit dafür entwickeln, als Bildungsgesamtsystem einen Gleichklang zu erzeugen. Gemeinsame Absicht in symbiotischer Synergie durch Offenheit zu verbinden, erzeugt Zielkongruenz.

    Daher stimme ich dafür, das Permationskonzept als Permutationskonzept auszubauen, indem jeder die Rolle erkennt, alle Rollen gespielt zu haben. Es ist, als hätten die Darsteller im Laufe der permanenten Permutation vergessen, aus der Feder des Autors entsprungen zu sein.

    Permutation ist der permanente Entfaltungsprozess der Seele im Erkennen, durch Offenheit, also nicht selektive Permeabilität, zu Transparenz zu gelangen, die Vertrauen und daher Kohärenz erst ermöglicht. Kongruenz entsteht aus der gemeinsamen Einsicht, dass Motivation davon abhängt, ob dem Verhalten einer Gesellschaft Sinn, Bedeutung, Handhabbarkeit und Verständnis innewohnt.

    Es ist ein Lernprozess aller beteilgten Gemüter. Als Frage könnte in Betracht kommen:

    Wie begeistern wir die Schüler dafür, mit Freude zu lernen?

    "Nichts wird gelernt, außer durch Freude." (Alice Bailey

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    WSIB macht als Kern des Permationsidee den Fragepunkt "...ob gelernt werden will" aus.
    Das ist in der Tat der Kernpunkt jeder Pädagogik. Der Lehrer kann davon ausgehen, daß kein Kind lernen will, jedenfalls nicht in Form von achtstündigem Stillsitzen in engen Klassenräumen. Aber wie lassen sich die bewußten Seelenanteile entfalten? Druck, Drohung, Lockung? Wie jemanden überzeugen, der nur seinen Trieben gehorcht?
    Ein System der Erziehung geht aller Pädagogik voraus. Wir sprechen hier von Kindern, nicht von bewußten Lebensformen.

    Lerneifer entsteht nicht durch ständige Lustbefriedigung, Freudenvermittlung, Bedürfniserweckung und -stillung, indem sich der Lehrer NUR auf das einläßt, was das Kind möchte. Meist weiß das Kind nicht, was es möchte, wohl aber, was es nicht möchte, nämlich sich anstrengen. Auch das wohlerzogene Kind mit reduzierter Triebauslassung bleibt nur still sitzen, weil es die Strafe bei Nichtbefolgung befürchtet.

    Früher war ich der Meinung, daß Pädagogik darin bestehen muß, jeden Schutzbefohlenen da abzuholen, wo er eben in seiner persönlichen Entwicklung steht. Inzwischen bin ich mir sicher, daß das der falsche Weg ist.

    Auf einer alten Kassette steht PERMATON - Dauerschleife. Immerhin! Mäßiger Schüler.

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    erstellt von Rindermann:

    Diversitätsforschung im Schulbereich gibt es übrigens von Jaap Dronkers und Rolf van der Velden: Danach hat ethnische Diversität in Schulen nur kleine negative Effekte auf Einheimische, je nach Model um –10 PISA-Punkte (ca. –1.5 IQ), aber bei Migranten, um –50 PISA-Punkte (ca. –7.5 IQ). Auch hier gilt: Die relativ Schwächeren sind stärker betroffen. Und Bildungsforschung (allgemein verstanden), die dies verschweigen würde, würde ethisch nicht akzeptabel handeln.
    Auf internationaler Ebene hängt höhere Diversität mit Staatszerfall, Einkommensungleichheit, Korruption und Mordraten zusammen, bei hoher Diversität gibt es weniger Vertrauen in einer Gesellschaft. Die Korrelationen sinken etwas bei Berücksichtigung von Drittvariablen.
    Anders gesagt: Steigt der Anteil der Ausländer innerhalb einer Klasse, leiden v.a. die Ausländer in ihren Leistungen.

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Ich werde diesen Ordner mit dem alten Erziehungs-Ordner zusammenlegen. In diesem Kontext ist auch der folgende Dialog zu verstehen:

    Sohn: Ich habe ihm vertraut und hatte das Gefühl, ich müßte mich für ihn einsetzen. Da hat er gelacht und mich verraten. - Ich bin so dumm!
    Vater: Es ist nicht dumm, anderen Menschen zu vertrauen.
    Sohn: Ich wollte ihn beeindrucken. - Ich wollte cool sein.
    Vater: Das ist dann allerdings dumm.

  7. #7
    Demokrat für Deutschland
    Status: ungeklärt

    Bedeutung der Sozialkompetenz bei der Ermittlung der Noten

    Ich glaube ein in der Breite gutes Bildungsniveau findet man vor allem dort... wo Bildung nur auf wenig Freiwilligkeit basiert und/oder wo es zur Bildung kaum Alternativen gibt. Anders...wenn es um Eliten geht...die entstehen...weil sie sich trotz möglicher Freiheiten und Alternativen ganz bewusst für die Bildung entscheiden. Für eine gute Bildung braucht es keinen eigenen Willen, diesen braucht man aber umso mehr...will man in die Bildungselite aufrücken. Mit dieserBildung erhoffen wir mehr Freiheiten zu gewinnen als wir dafür opferten. Vielleicht ist die DDR dafür ein gutes Beispiel. Die Bürger hatten in der Breite ein sehr gutes Bildungsniveau...für sie ein Standard. Eine Bildung über diesen hohen Standard hinaus wäre reine Zeitverschwendung gewesen, denn man konnte und durfte daraus kein "Kapital" schlagen. Der Wunsch zu einer Elite zu gehören wächst erst dann...wenn diese mit Freiheiten lockt. Damit meine ich jetzt nicht das Reisen oder Geld, sondern die Freiheit sich zu verwirklichen.

    Für mich ist ein Bildungskonzept erst dann von echtem Wert...wenn die Sozialkompetenz des Einzelnen in der Benotung ihre Berücksichtigung findet. Ein Sozialfaktor, der sich auf alle anderen Noten auswirkt.
    Wenn ich aus allem die Wurzel ziehen kann, aber mit niemandem mein Brot teilen will...welchen Wert hat das dann für die Gesellschaft? Wenn die kleine Erna Streitigkeiten schlichtet, sich um das Wohl der Anderen sorgt, ihren Radiergummi verleiht und ihre Süßigkeiten teilt, dann sollte sich das in ALLEN Noten positiv bemerkbar machen. Es könnte z.B. einen Sozialfaktor von 0,7 bis 1,3 geben. Bekommt Erna in Mathe nur 50 von hundert möglichen Punkten, werden daraus dann 65 Punkte, während bei dem rücksichtslosen und egoistischen Dauer -Streithammel aus 100 Punkten 70 Punkte werden. Wie sonst sollte man später den Beruf des Altenpflegers zu schätzen wissen und ihn auch anständig bezahlen wollen?! genau das ist das Manko unserer heutigen Geselschaft - Egoismus wird belohnt. Wir haben immer mehr Hochschulabsolventen....aber kaum noch Studenten die sich sozial engangieren. Belohnt wird, wer tiefer ins Weltall schauen kann, wer noch bessere Raketen baut und wer an der Börse aus 100 Euro tausend macht.

    Natürlich weiß ich, dass sich das nur schwer umsetzen lässt...weil sich die soziale Kompetenz kaum objektiv benoten lässt - dennoch müsste man Wege in diese Richtung suchen.

    Der größte Blödsinn in unserem Bildungskonzept ist der, dass gerade die "Leistungsschwachen" sich schon sehr früh entscheiden müssen wohin ihr Weg gehen soll. Der Hauptschüler wird gezwungen sich im unreifen Alter von 14 bis 15 Jahren für einen Beruf zu entscheiden. Gerade weil ihm vom Elternhaus womöglich nur wenig Bildung mit auf den Weg gegeben wurde, muss man ihm später mehr Zeit geben. Er muss erst lernen...dass man lernen muss...bevor er lernen kann. Die Integrierte Gesamtschule ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch steht sie nicht jedem auch zur Verfügung. Zwar gibt es die Möglichkeit der Weiterbildung oder des zweiten Bildungsweges...und manche nutzen diese Wege auch, doch die meisten kommen mit der Berufswahl in eine Abhängigkeit oder in einen Trott...wo sie nur noch schwer herausfinden. Der Gerüstbauer bekommt schon in der Ausbildung gutes Geld. Vielleicht wächst in ihm erst spät der Wunsch nach mehr Bildung...doch ist er mittlerweile schon zu abhängig vom Geld.

  8. #8
    Mitgestalter
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    7

    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Permation kann nicht von einem Ego-Bildungssystem erreicht werden, denn Permation strebt permanent und seelenimmanent nach der Erinnerung an die Ewigkeit. Die hochbegabte Tochter eines Freundes futtert Bücher wie andere Kids Süßigkeiten. Einmal sagte sie zu ihrem Vater:

    "Ich müsste die Zeit anhalten können."

    Warum?, fragt der Vater.

    "Es gibt so viel, dass ich noch lernen müsste, dafür reicht die Zeit so doch nicht."

    Dabei hat sie wunderbar erklärt, was mit Entropiefalle umschrieben werden müsste: Die anfängliche Unmöglichkeit der Aufnahme, Verknüpfung und Auswertung aller situationsrelevanten Faktoren und Informationen einfach dadurch, dass mehr Informationen in einer Zeiteinheit entstehen, als aufgenommen werden können. Wir lernen von den Kindern und ihrer noch nicht nicht völlig verblassten Erinnerung...


    Wissen für sich zu besitzen und Macht für das Ego daraus abzuleiten, ist Grundlage unserer Verdummungskultur. Permation beinhaltet natürlich die Forderung nach einer open cloud und dem open source Grundgedanken einer kulturellen Wertschöpfung für die Ewigkeit.

    All die Zeit der Welt wird nicht reichen, die bewusst gewählte Unwissenheit in die Ewigkeit hineinreichen zu lassen.

    Wir bräuchten kein neues Bildungskonzept, wir bräuchten tatsächliche kulturelle Bildungsinhalte. Die bisherigen Bildungsinhalte haben den kollektiven und globalen Staatsverfall nicht aufhalten können, Antrieb der Diversifikationfunktion ist weiterhin der unverstandene Eigennutz.

    Was Du allerdings richtig erkennst, ist die Motivation:

    Der kulturelle Mehrwert eines höheren Bildungsniveaus ist nicht monetär, sondern nur ideell zu beziffern. Das Maß an Lebensqualität, das durch Bildung jeweils erreicht werden kann, findet keinen Niederschlag als Zielvorstellung und schon gar keinen Ausdruck im BIP. Das kulturelle Bruttosozialprodukt ging seit Helmut Kohl permanent zurück, doch auf Descendenz folgt Ascendenz und auf Dekadenz folgt Transzendenz. Ursache und Wirkung als Lektionen der Weltgeschichte in einem verbundenen Lebenssystem. Daher: Es nutzt uns national nur, was global das Bewusstseinsniveau erhöht. Ob Bildung das einzige Mittel zur Erlangung ethischer Fähigkeiten abbildet, mag dahingestellt sein. Eher müssten wir verlernen, was nicht mehr zeitgemäß ist - unsere Wahrnehmung der Bildungssituation und ihren Wirkungen.

    Freien Zugang zu allem Wissen ist Menschenrecht und damit beginnt die permanente Entwicklung eines kulturellen Wissensschatzes, der sich permanent vergrößert und im Netzwerk Superorganismus GEIST immer alle bereichert, indem Wissen geteilt wird.

    Erst wenn jeder alles ist, hat Permation ihren Sinn erfüllt. Da wir ständig Entropie erzeugen, ist Negentropie das Zauberwort:

    Führe alle Fragmente auf die gemeinsame Ursache zurück.

  9. #9
    Demokrat für Deutschland
    Status: ungeklärt
    Was wären denn z.B. kulturelle Bildungsinhalte? - und wenn wir andere Inhalte vermitteln wollten, stünde dahinter nicht auch ein Konzept?! Ich verfolge eine (andere) Absicht, das macht es automatisch zum Konzept. Ich finde die jetzigen Bildungsinhalte nicht schlecht, doch deren Gewichtung. Deutsch, Mathe, Fremdsprache, Naturwissenschaft...den Rest interessiert doch keine Sau. Wen interessiert deine Leistung in den Fächern Ethik und Moral, Sozialkunde....?!? Das ist nur Beiwerk - man müsste solche Kompetenzen integrieren statt
    sie gesondert auszuweisen.

    Zitat WirSindIchBin


    "Ich müsste die Zeit anhalten können."

    Warum?, fragt der Vater.

    "Es gibt so viel, dass ich noch lernen müsste, dafür reicht die Zeit so doch nicht."



    Ich würde ihr folgendes sagen: "Wissen ist nicht nur Segen, sondern auch Ballast"
    Der Volksmund sagt: "Was ich nicht weiß, das macht mich nicht heiß"
    "heiß" hat hier zwei Bedeutungen: 1. Neugierde 2. Reibung
    Wenn ich von den Pyramiden weiß, dann will ich auch wissen wer sie erbaute, wie man sie baute, wer darin begraben wurde, wer sie entdeckte....und und und.....
    bekomme ich auf all diese Fragen keine Antworten, dann entsteht womöglich Unzufriedenheit. Bekomme ich die Antworten...dann entstehen neue Fragen.. / nicht selten sind die Unwissenden die glücklichsten Menschen - zeigen auch diverse Studien.
    Wenn uns heute jemand sagt wir werden vermutlich 90 Jahre alt, dann sind wir damit zufrieden...denn wir wissen von Zeiten wo der Mensch nur 30 Jahre alt wurde. Der damalige Mensch wusste aber nicht, dass auch 90 Jahre möglich sind, also war er wohl recht zufrieden damit nach 30 Jahren abtreten zu müssen. Dass wir heute 90 werden hat mit Wissen zu tun. wir wissen wie man sich gesund ernährt, wie wichtig Bewegung ist, wie man Medizin herstellt.
    Wir wissen von allen Krisenherden dieser Welt, bekommen sie rund um die Uhr von den Medien aufgetischt - und suchen...ob wir wollen oder nicht...nach Lösungen. Das macht uns unruhig, nervös, nachdenklich...es "belastet" uns.
    Und Wissen ist nicht gleich Wissen. Es ist ein Unterschied ob ich den 2. Weltkrieg miterlebte oder "nur" von ihm weiß.
    Mal angenommen Du wärst 2000 Jahre alt und Zeitzeuge von allem Wissen von Jesu Geburt bis heute...was wäre der Unterschied zu deinem heutigen Wissen?

    Auf die Schule/Bildung bezogen: Wir geben einen Standard an möglichem Wissen vor und benoten wie weit sich jemand von diesem Wissen entfernt. Je nach Stufe setzen wir unterschiedliche Standards. Das Kollektv entscheidet über das Schicksal des Einzelnen. Durch diese Methode geht Wissen verloren. Beispiel: Hänschen weiß am Standard gemessen so gut wie nichts, blüht aber gewissen Sparten auf...zeigt sich engagiert und emotional dabei. Es wird ihm nichts nützen, bleibt unter dem Strich ohne Wert. Man könnte eauch sagen; es wird nmicht belohnt. Hänschen wird auch dort wo er gut ist irgendwann die Motivation verlieren...denn es zahlt sich nicht aus.

  10. #10
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    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Kulturelle Bildungsinhalte wären darin zu sehen, die Fähigkeit zur autonomen Selbst-re-gulation unserer Bewusstseinsinhalte zu vermitteln.

    Zunächst ist also ein Selbst zu umfassen, in dem eine regulatorische Grundeinstellung vorliegt, welches wir als Zielvorstellung wählen.

    Die Fähigkeiten zur autonomen Selbst-re-gulation einer Bildungsgesellschaft bedürfen einer Normdefinition, nennen wir es Zielvorstellung oder auch Vision von etwas, dass wir uns jetzt noch nicht in seiner entwickelten Harmonie vorstellen können.

    Der Grad, an dem wir ausloten können, wie stressresistent eine Gesellschaft ist, nennt sich Resilienz, und ist wesentlich vom Zugehörigkeitsgefühl abhängig.

    So schwindet der Reslilienzgrad innerhalb einer Gesellschaft, wenn es unterlassen wird, die Fähigkeiten zu vermitteln, die notwendig sind, mit den gegebenen Umständen angemessen umzugehen.

    Anders gesagt: Noch setzen wir auf Organisationsentwicklung und glauben, durch das Drehen an dieser oder jener Einstellschraube des Bildungssystems die Gesamtsituation steuern zu können. Doch ist die tatsächliche Situation eine völlig andere:

    Die kulturelle Transformationswirkung der Menschheitsentwicklung besitzt eine gemeinsame Ursache, die wir Seelenentfaltung nennen könnten. Weiterhin diesen Transformationsprozess (des SELBST) als Zielvorstellung undefiniert zu lassen und kleine Egos für den Konkurrenzgedanken zu züchten, ist die eigentliche Intention des IG-Fehl-Farben-Bildungssystems. Die Fehlfarbstimmung Gelb entsteht durch den Neid, der im gnadenlosen Konkurrenzsystem als Motivationsmittel eingesetzt wird. Der gelbe Reiter ist die Gier.

    Der noch unbekannte tox-apo-kalyptische Reiter ist die neuroplastische Wirkung der Informations- und Medienwelten, in die wir langsam hineingewachsen sind, die Kids von heute jedoch hineingeboren werden. Du kommst als Seele frisch hier rüber und schon im Kreissaal starren alle auf ein Ding in ihrer Hand, bevor sie dir in die Augen sehen.

    Eine Gesellschaft, die kollektiv auf der Flucht vor sich SELBST ist, benötigt Götzen wie das Smartphone, ihre innere Leere zu "überspielen". Integrationskonzepte im Bildungssystem müssten wissen, worin sich zu integrieren wäre, bevor die eigentliche Integrationszielvorstellung umgesetzt werden könnte. Wenn die Marktmechanismen jedoch zunehmende Diversität fordern, wirken diese wie ein gesellschaftlicher Spaltkeil.

    Es ist ein Großversuch ungekannten Ausmaßes, was wir mit unseren Kindern tun. Wir wissen nicht, was es bewirken wird. Doch der Zweck, Nutzen für "die Märkte" zu generieren, indem Konsumautomaten gezüchtet werden, führt zu einer wachsenden Zahl psychischer Vollausfälle.

    Die Anzahl der Vollausfälle einer Gesellschaft zu minimieren, wäre damit zunächst eine ungefähre Zielvorstellung eines offenen, weil konzeptlosen Konzeptes. Ohne fließend wie Wasser zu sein, also im Verfolgen starrer Konzepte, holt uns die Wirklichkeit immer wieder auf den Boden der bisherigen Irrtümer zurück.

    Ein Schuß östliche Weisheit täte unserem westlichen Verstandesdenken sicher gut. Ein Schuß muslimische Disziplin könnte dem verweichlichten westlichen Kind neuroplastische Grundordnungen zurückerstatten, ein wenig christliche Nächstenliebe unsere moralische Impertinenz bremsen und ein wenig buddhistische Gelassenheit uns davon überzeugen, alle Kernkompetenzen des SELBST schon zu besitzen.

    Was wäre denn eine globale Bildungssysnthese? Wo wollen wir hin?

    Wir laufen und laufen, immer schneller und schneller. Doch wir suchen dort, wo das Selbst nicht ist. Dabei entwickelt sich zunehmende Panik, denn niemand hat eine Ahnung, wo die Reise hingehen soll. Wir haben die Frage vergessen, mit der die Reise begann...

    Wir sollten das Zeitalter der globalen Massenmenschhaltung als ausgelebt ansehen und beginnen, eine Zielvorstellung zu entwickeln. Dazu reicht es nicht aus, zu wissen, was wir NICHT wollen. Wir müssten wissen wollen, was wir wirklich wollen.

    Wer ist es, der ein Interesse an einer ungebildeten Bevölkerung hat? Wie sollte Bildungsqualität bewertet werden? Was ist die ethische Zielvorstellung, in die sich Menschen integrieren wollen würden?

    Und: Wie sieht die emotionale Lebensqualität in der REALITÄT aus?

    Kurz: Wir sehen unsere inneren Defizite auch im Außen des Bildungssystems. Wir schauen auf bewusst gewählte Unwissenheit. Daraus folgt ein Bildungssystem, das die Seelenentwicklung gänzlich unterschlägt. Zornige kleine innerE Kinder sind die Folge und ganz ehrlich:

    WIR werden täglich kindischer. Das ist ein Seelenproblem, kein Körperproblem. Aber seit Descartes sich strategisch von der Kirche kaufen ließ, hat sie vor derlei Fragen ja endlich Ruhe.

    Die Körper der Kinder im Konkurrenzsystem werden zu Waffen des Geistes. Eine geisteskranke Gesellschaft ist die Folge.

    Wir haben ein globales IDentitätsproblem. Wenn wir nicht wissen wollen, wer wir WIRKLICH sind, wie wollen wir lernen, das zu Lehren, was inwendig notwendig wäre - UNSER SELBST ZU ERKENNEN?

  11. #11
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    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Da will ich der Kirche mal ausnahmsweise keine Schuld zusprechen. Bei der Bildung geht es wohl um den Mehrwert für alle und die Chance für den Einzelnen. Wissen wurde schon immer weitergegeben, ob mit oder ohne organisierte Schule. Dabei geht es vorrangig ums Überleben und dann erst ums bessere Leben. Ich zeige meiner Frau wie man Feuer macht... damit sie, auch wenn ich mal nicht da bin, nicht erfrieren muss. An diesem Feuer trocknet sie gleichzeitig auch ihre Kleidung. Irgendwann hält sie, wohl mehr aus Versehen...ein Stück Fleisch ins Feuer. Es entsteht der Wunsch immer Feuer um sich zu haben, da man es auch ständig für irgend etwas brauchen kann. Draußen erlischt es im Regen, in der Höhle werde ich auf Dauer daran ersticken...also muss ein Kamin her. Der Jäger sollte ihn nicht bauen, denn der muss jagen. Der Fußkranke baut den Kamin. Vorher für nichts zu gebrauchen... wird er nun für die Allgemeinheit wichtig. In unserer heutigen Gesellschaft darf der Fußkranke noch nicht mal mehr Kamine bauen. Man gibt ihm lieber ein wenig von seinem Fleisch ab - Hauptsache er rührt nichts an.

  12. #12
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    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Ja, es geht um den Mehrwert für alle.

    Genau hier liegt jedoch das Motiv für die bewusst gewählte UN-Wissenheit:

    Die Kirchen, die Wirtschaft und die Machthaber hinter den Parlamenten würden einräumen müssen, uns bewusst getäuscht zu haben. Der Mehrwert von Bildung liegt in der Entfaltung freier Persönlichkeiten. Doch freie Menschen würden den bisherigen Rahmen sprengen und besäßen die Möglichkeit, die globale UN-ordnung durch einen geeinten Geist aufzuheben.

    WIR BRAUCHEN KEINE KAMINBAUER MEHR. Die ganze Welt ist voller Schlote und Kamine, voller Hochöfen und Kohlegruben, sie stinkt wie Pech und Schwefel und unsere Lösung ist es, MEHR KAMINE ZU BAUEN?

    ES GIBT KEINEN PLANETEN, der diese unermesslich einfältige und unauffüllbare Gier nach MEHR auf Dauer ertragen könnte. Bildung bedeutet, zu verstehen, dass ein begrenzter Planet keinem unbegrenzten Wirtschaftssystem Raum bieten kann.

    Ein inhumanes System der Dinge wird weiterhin versucht zu verschleiern und darin ist die Ursache der vorsätzlichen Massenverblödung zu sehen. Darin sind wir kleine, haarlose Konsumaffen, die, aus der Ewigkeit stammend, scheinbar ewig den Tanz der Vergänglichkeit aufführen. Die Ausrichtung auf ein erweitertes Bewusstseinsfeld ist das, was einem Bildungskonzept die nötige Tiefe und Weite vermittelt, sich von der Vergangenheit abzuwenden und neue Horizonte zu öffnen.

    Allerdings meinte Einstein dazu:

    "Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Das nennen sie dann ihren Standpunkt."


    Von jedem Standpunkt betrachtet, fließt das Leben an uns vorbei. Denn das Leben ist wie ein Fluss: Es fließt unaufhörlich und wohin wir es auch zu lenken beabsicchtigen - der Fluss gelangt zum Meer. So spülen die Tränen der Eltern und Kinder über dieses inhumane Bildungssystem - ohne innere Ethik - den Fluss frei, der unweigerlich einen Weg zum Meer findet.

    Der Weg in ein anderes Bildungssystem führt über den "Faktor Arbeit". Als Futter für die IG-Farben sind wir dauerhaft zu schade.

    Karl Marx hätte hier gesagt:

    "Wenn Arbeitskraft durch Überbevölkerung nicht in ausreichendem Maße nachgefragt wird und der Mensch sich damit sein eigenes Überangebot in Relation zum Kapital schafft, ist die globale Entwertung des Faktors Arbeit die zwangsläufige Folge. Umso mehr Gewicht - auf unserer globalen Bilanzwaage von Arbeit und Kapital - auf die Investorenseite gelegt wird, umso weniger Wert besitzt der Mensch in dieser Gleichung. Der Wertverfall des Einzelnen innerhalb dieses globalen Überangebotes an Arbeitskraft führt zu sozialen Sogwirkungen auf die nationalen Systeme, in denen der Staat diese Härten EINES globalen Marktes noch abfangen kann. Dauerhaft zerstört sich dadurch das Marktgleichgewicht in immer schnellerem Ausmaß und Umfang und aus einem Vorteil für Wenige wird ein NACHTEIL für alle."

    Wir sind einfach ein moderner Sklavenplanet. Haarlose Äffchen mit ihrem Kinderspielzeug in der Hand spielen "Rauchende Colts". Dafür brauchen wir gefühllose Kinder, die für Geld über Leichen gehen. Geld als Motivationssystem ist nicht genug. Da muss es etwas Größeres geben...

  13. #13
    Demokrat für Deutschland
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    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    An der Aussage von Marx stört mich:

    1. Überbevölkerung (keine definierte Größe(ab wann ist die Erde überbevölkert?)
    2. Nicht ausreichendem Maße ( gibt es dieses objektive Maß?)
    3. Überangebot in Relation zum Kapital (sagt mir soooo gar nichts)
    4. Nationale Systeme (was ist das?)

    Marx hatte sicherlich edle Gedanken, wollte für alle nur das Beste - geht mir aber alles zu sehr an der Realität vorbei. Das Geheimnis des Erfolges ist die "Umsetzung". Oder wie der Pfälzer sagt: "Bis Du Wurst sagst, habe ich sie schon gefressen"

    bei all diesen Theorien wird vergessen, dass der Mensch keine harmonisierte Maschine ist. Der Marxismus scheitert nich am "Können", sondern am "Wollen". Es ist theoretisch möglich alle Menschen auf den gleichen Standard zu bringen, aber nicht alle Menschen wollen das auch. Der Mensch ist mehr Individuum als jedes andere Lebewesen dieser Erde.

  14. #14
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    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Hab sie ihm ja in den Mund geschoben...

    1. Von einem Fließgleichgewicht ausgehend: Wenn "Zukunftshorizont" verbraucht wird, da die Anzahl der Schadensereignisse in Qualität und Quantität summativ zu einer Minderung von Zukunftsmöglichkeiten im jeweilig betrachteten Zeitkontext führen. Das Maß der Dinge wäre also im Begriff des Zukunftshorizontes zu erfassen, der entsteht, werden die bestehenden Parameter auf die entstehenden Zeithorizonte übertragen. Einzig eine Simulation könnte verlässliche Informationen über die vernetzten Entscheidungswirkungen bieten. Ursachen setzen wir durch die Quantität an Menschen und natürlich in der Qualität ihrer Bedürfnisstruktur.

    2. Arbeit ist als globaler Faktor zu betrachten. In dieser Gleichung stehen einem objektiv bestehenden Bedarf auf globaler Ebene nationale Untersysteme gegenüber, die miteinander im Wettbewerb stehen.,Wobei auf der anderen Seite eine globale Allokation (Verfügbarkeit ohne Zugangshürden wie Mindestlöhne, Sozialstandards usw.) von Arbeitskraft für die Arbeitgeber gegeben ist - für die Arbeitnehmer jedoch nur nur bedingt. Das Investitionskapital ist frei, dorthin zu gehen, wo die meisten Investitionsanreize bestehen. Das Humankapital macht sich später gezwungenermaßen als Kriegs-, Wirtschafts- oder Umweltflüchtling auf die Reise dorthin, wo das Kapital die besten "Weidegründe" für renditeorientierte Globalentscheidungsmuster findet. Im daraus resultierenden Unterbietungswettbewerb nationaler Volkswirtschaften schwinden die Möglichkeiten der Staaten, Arbeitsmärkte human zu gestalten, immer mehr. Das Staatsziel der relativen Vollbeschäftigung wurde doch für ALLE Hartz-Vierlinge aufgegeben. Daher ist Arbeitslosigkeit ein strukturelles und kein individuelles Problem, welches jedoch einzig individuell sanktioniert wird.

    3. Das Überangebot an globaler Arbeitskraft in Relation zur permanenten Effizienzsteigerung der Produktion führt zu sinkendem Globallöhnen und einer Verschiebung des Marktgleichgewichtes Richtung Investitionskapital. Das Überangebot an Menschen bedingt für die Staaten, die diese Arbeitskraft in einen globalen Wettbewerb schicken, den Wertverfall des einzelnen Individuums. Wie könnten innere Werte einer Gesellschaft Bestand haben, wird dem Menschen darin nur noch der Wert zugemessen, der im globalen Wettbewerb dafür angemessen erscheint? Dass wir hier mit dem Einkommen eines indischen Reisbauern nicht überleben können, muss dann das jeweilige Staatssystem subventionieren. Wird diese Differenz zu groß, sind ausufernde Staatsverschuldungen die Folge und das Heil wird in künstlichen Bedarfen gesucht, was meistens "Krieg für Arbeit" bedeutet.

    4. Nationale Systeme, wie Deutschland im Verbund der EU, sind Untereinheiten eines Gesamtsystems, die auf verschiedenen Ebenen der Organisation eine langfristige Zielvorstellung teilen, hier das Grundgesetz und die erwarteten Normen, die daraus folgen. Wenn dieses nationale Beziehungsgefelcht jedoch seine übernationalen Einflussgrößen ausblendet, wird es zum Spielball von Akteuren, die von einer Ebene wirken, die den nationalen Systemen nicht zugänglich ist.



    Jedes System wird scheitern, das die Herzen nicht mitnimmt. Einzig ein sich permanent weiter entwickelndes System kann den Anforderungen entsprechen.

  15. #15
    Demokrat für Deutschland
    Status: ungeklärt

    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Vielen Dank für deine Antworten auf meine Fragen!

    Ich muss mir das erst mal alles verstehen und mir durch den Kopf gehen lassen. Ich antworte in der Reihenfolge wie mir Antworten einfallen, also entschuldige bitte mein Durcheinander.

    Zu 3.

    An einem Fließband arbeiten 10 Arbeiter und fertigen pro Tag 100 Autos. Es stehen weitere 10 Menschen vor der Tür und wollen ebenfalls an diesem Fließband und an den 100 Fahrzeugen arbeiten. Mehr als 100 Fahrzeuge pro Tag können aber pro Band nicht gefertigt werden. Es besteht ein Überangebot an Arbeitern, eine Effizienzsteigerung ist nicht möglich.
    Lösung: Ich richte eine zweite Fertigungsstraße ein und besetze sie mit den 10 Arbeitern vor der Tür. Problem (zunächst) gelöst. Es stehen wieder 10 Menschen vor der Tür und wollen bei mir arbeiten. Ich richte eine dritte Fertigungsstraße ein und produziere weitere 100 Fahrzeuge pro Tag. Insgesamt also 300 pro Tag - merke dann aber, dass ich diese Anzahl an Fahrzeugen gar nicht an den Mann bekomme - der Markt gibt das nicht her. Ich entlasse 10 der 30 Arbeiter - diese 10 klopfen nun an einer anderen Tür an - bei meinem Nachbarn, dem Flugzeugbauer. Es gibt also kein Überangebot an Arbeitskräften, sondern höchstens ein Mangel an Nachfrage. Bei meinem Beispiel gehe ich davon aus, dass der Arbeitgeber sozial eingestellt und zur Expansion bereit ist. Die Löhne würden erst dann sinken, wenn die Nachfrage < 100 Fahrzeuge ist, ich für die Fertigung aber dennoch mindestens 10 Arbeiter am Fließband brauche.

    Diese Aussage....

    Zitat

    Das Überangebot an globaler Arbeitskraft in Relation zur permanenten Effizienzsteigerung der Produktion führt zu sinkendem Globallöhnen und einer Verschiebung des Marktgleichgewichtes Richtung Investitionskapital

    ...ist so nicht haltbar

    In der Wirtschaft gibt es kein Überangebot an Arbeitskräften, sondern nur ein Mangel an Nachfrage. Wir unterstellen doch den Arbeitgebern ständig Kapitalisten zu sein, wie könnte sie da weniger produzieren wollen als die Nachfrage verlangt?!

    Zu den anderen Punkten komme ich noch...

  16. #16
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    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Zu 3.

    Die wenigen globalen Autobauer greifen jedoch auf einen global begrenzten Markt zu, die aufkeimende Diskussion über künstliche Veralterung, über die künstlich verkürzten Produktlebenszeiten, über die "geplante Obsoleszens", wird die Systematik in Zukunft weiter erhellen. Bei einem Überangebot an Autos (Waren) verfällt der Preis in Rabattschlachten, es sei denn, die Autobauer drosseln, wie jetzt beim Öl, die Produktion.

    Sehen wir die Tendenz, die dahin geht, dass alle Autobauer mehr oder weniger trickreich und geschickt, die globale Kundenwelt vorgeführt haben, erscheint VW als "Nicht-Petze" über die Praktiken der anderen Autobauer, eher als moralischer Held. Sie wussten, alle anderen haben das gleiche Problem, aber sie haben Haltung bewahrt und im Schlammloch nicht begonnen, die anderen mit Schmutz zu bewerfen.

    Von der Nachfrageseite her ist es die Frage, ob wir die Wünsche eines jeden Menschen nach Mobilität mit einem eigenen Fahrzeug überhaupt befriedigen könnten. Klar, der Wunsch besteht auch bei mir, doch erstens brauche ich für Mobilität nur bedingt ein eigenes Fahrzeug, zweitens: Wie sähe die Welt aus, würde sich jeder Mensch den Wunsch nach einem Fahrzeug erfüllen?

    Ist es nicht eher eine künstliche Bedürfnisstruktur, die Bedarfe deckt, die nur durch Werbung impliziert werden?

    Es sind Infektionskeime der Unzufriedenheit, die uns wie Sand ins Auge gestreut werden: Die tatsächliche Lebensqualität spielt keine Rolle. Einziger Faktor, der als Erfolgsmaßstab herangezogen wird, ist das BIP. In diesem tauchen dann Ereignisse wie die Verdreifachung der Baukosten beim BER als Erfolg und Wachstum auf. Ebenso wie die Kosten der Flüchtlingskrise im BIP als "ERFOLG" bewertet werden. Doch die tatsächliche volkswirtschaftliche Werteveränderung wird nicht betrachtet, ebensowenig wird die infrastrukturelle Leistungsfähigkeit, in einem geeigneten Ranking, mit den nicht einmal vorhandenen, langfristigen Zielvorstellungen verglichen.

    Daneben trenne dich bitte von der früheren Vorstellung über den "Kapitalisten". Es sind globale Heuschreckenkonstrukte, wie Goldman-Sachs oder Blackrock, von denen die Staaten vorgeführt werden. Kirchhoff und Sinn bei derr Ifo-Bericht-Vorstellungs-Presse-Konferenz vor einigen Jahren, bezüglich der verdeckten Staatsverschuldung, rundeten die Sichtweise ab. Sie schilderten, wie es einem Staat bei dem Gang zur Bank ergeht und auf welche Fragen er sich vorbereiten müsse...

    Wenn die Investorengruppen also diejenigen sind, die den Staaten hinterher die Asche leihen, steigt ihr Einfluss proportional zum Grad des jeweiligen "Staatsversagen". Ein Begriff, der vom Monetariat ins Leben gerufen wurde. Mit ihm wurden dann die Forderungen nach Flexibilisierung und Entbürokratisierung begründet. Jetzt steht der Staat nach langem Unterbietungswettbewerb als Skelett seiner selbst vor dem Spiegel und feiert die schwarze Null im Haushalt bei verdeckten Lasten der Kalkulation, die der gute Herr Sinn mit dem dreifachen der offiziellen Staatsverschuldung bezifferte.

    Der Verfassungsrichter a.d. Kirchhof(f?) sprach es aus: Auch ein Staat müsse ja mal zur Bank...

    Wie soll er dann noch die berechtigten ARbeitnehmerinteressen seines Volkes vertreten?

  17. #17
    Demokrat für Deutschland
    Status: ungeklärt

    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Rabattschlachten sind ja nichts Schlechtes, sie vergrößern auch für den kleineren Geldbeutel die Chance auf ein eigenes Auto. Ein Überangebot lässt den Markt der potentiellen Käufer anwachsen. Die Alternative zur Rabattschlacht wären das Monopol und das Kartell - und beides kann nun wirklich niemand wollen. Nicht nur die DDR Bürger können ein Lied davon singen. Rabattschlachten fördern Innovationen - davon profitieren wir alle. Rabattschlachten sieben auch aus, begünstigen diejenigen...die Rücklagen bildeten, die in der Vergangenheit vernünftig wirtschafteten. Die Bodenständigen, wie der Schwabe wohl sagen würde. Die Vorstellung... der Staat solle alles regeln, möglichst überall regulierend eingreifen...oder gar selbst als Anbieter auftreten...ist in der Realität nicht umsetzbar. Das Leben ist kein Schachbrett und der Mensch keine Schachfigur. So individuell wie der Mensch ist, so vielfältig muss der Markt sein.
    "Kapital" und "Kapitalmärkte" sind furchterregende Begriffe...doch ist das auch gerechtfertigt? Ich sage nein...denn auch der Verstand ist eine Form von Kapital. Wollen wir den verbieten? Ohne Kapital gäbe es heute keine Medizin für jedermann. Es ist doch ganz gleich aus welcher Motivation heraus jemand sein Geld (Kapital) zur Verfügung stellt, Hauptsache er tut es. Für jene... die das Geld nehmen... spielt die Herkunft keine Rolle...wichtig ist nur, dass sie damit arbeiten können...z.B. forschen. Der Kapitalgeber geht immer auch ein Risiko ein - dort wo der Gewinn lockt...wartet auch schon der Verlust. Ohne diese "Spekulanten" würden wir heute noch in Höhlen wohnen.
    Wenn die Kapitalmärkte heute so ungerecht und brutal sind, dann gerade WEIL der Staat so regulierend eingreift. Wer hat die Banken nach der Pleite gerettet...der Staat oder der Bürger? Es war der Staat. Wäre es nach den Bürgern gegangen...-hätten wir heute ein paar Banken weniger. Der Staat verhindert eine natürliche ...und somit auch eine gerechte...Selektion. Nicht die Kredithaie, nicht die Kapitalisten...oder irgendwelche andere Monster...sind die bösen Geister...nein - der stark regulierende Staat ist der gesuchte Dämon.

  18. #18
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    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Die Angst vor der Vergänglichkeit ist der gesuchte Dämon.

    Innerhalb dieses Systems der Dinge ist keine Organisationsentwicklung in ausreichendem Maß zu finden.

    Ist der chinesische Staat, der die Transplantationsmärkte schafft, und dafür Opfer benötigt, nicht das genaue Gegenbeispiel?

    Die Kapitalmärkte sind die Ursache, der Staat nicht Dämon, sondern Opfer.

    Der chinesischen Führung wird bei diesem Opferspiel auch nicht wohl sein, doch die Weltbank findet es gut, dem goldenen Kalb zu opfern...

  19. #19
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    Status: ungeklärt

    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Und schon sind wir wieder bei Keynes und Hayek. Entweder das eine...oder das andere - dazwischen scheint es nichts zu geben.

  20. #20
    Demokrat für Deutschland
    Status: ungeklärt
    zu 2.

    Zitat

    2. Arbeit ist als globaler Faktor zu betrachten. In dieser Gleichung stehen einem objektiv bestehenden Bedarf auf globaler Ebene nationale Untersysteme gegenüber, die miteinander im Wettbewerb stehen.,Wobei auf der anderen Seite eine globale Allokation (Verfügbarkeit ohne Zugangshürden wie Mindestlöhne, Sozialstandards usw.) von Arbeitskraft für die Arbeitgeber gegeben ist - für die Arbeitnehmer jedoch nur nur bedingt. Das Investitionskapital ist frei, dorthin zu gehen, wo die meisten Investitionsanreize bestehen. Das Humankapital macht sich später gezwungenermaßen als Kriegs-, Wirtschafts- oder Umweltflüchtling auf die Reise dorthin, wo das Kapital die besten "Weidegründe" für renditeorientierte Globalentscheidungsmuster findet
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    bis hierher stimme ich Dir zu

    Zitat

    Im daraus resultierenden Unterbietungswettbewerb nationaler Volkswirtschaften schwinden die Möglichkeiten der Staaten, Arbeitsmärkte human zu gestalten, immer mehr. Das Staatsziel der relativen Vollbeschäftigung wurde doch für ALLE Hartz-Vierlinge aufgegeben. Daher ist Arbeitslosigkeit ein strukturelles und kein individuelles Problem, welches jedoch einzig individuell sanktioniert wird
    -------------------------------------------------------

    hier nicht unbedingt

    Die Möglichkeiten der Staaten bleiben immer die gleichen - es ist auch nicht unbedingt Aufgabe des Staates den Arbeitsmarkt human zu gestalten. Seine Aufgabe ist es zu intervenieren wenn dem nicht so ist. Und das kann er immer und zu jeder Zeit. Wie human ein Arbeitsplatz ist, das regeln..erstmal unabhängig von der Gesinnung des Arbietgebers....Angebot und Nachfrage. Habe ich Probleme einen Platz zu besetzen...oder eine hohe Fluktuation...dann werde ich als Arbeitgeber schon von mir aus alles daran setzen den Arbeitsplatz so angenehm wie möglich zu gestalten. Habe ich für einen Platz tausend Bewerber, dann kann ich da auch etwas schludriger sein. Das gleiche gilt aber auch umgekehrt. Bin ich als Arbeitnehmer die einzige Alternative für meinen Arbeitgeber, z.B. aufgrund meiner Qualifikation...kann ich mir als Arbeitnehmer mehr erlauben als es mein Vertrag zulässt. Der Arbeitgeber wird sich hüten mir einen Sonderurlaub zu verweigern, so unentbehrlich ich auch bin. Die Humanotät ist eine beiderseitige Bringschuld und kann sowohl von der einen....als auch von der anderen Seite untergraben werden. Es gibt keine bösen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sondern nur böse Menschen.

    zu 1.

    Zitat

    1. Von einem Fließgleichgewicht ausgehend: Wenn "Zukunftshorizont" verbraucht wird, da die Anzahl der Schadensereignisse in Qualität und Quantität summativ zu einer Minderung von Zukunftsmöglichkeiten im jeweilig betrachteten Zeitkontext führen. Das Maß der Dinge wäre also im Begriff des Zukunftshorizontes zu erfassen, der entsteht, werden die bestehenden Parameter auf die entstehenden Zeithorizonte übertragen. Einzig eine Simulation könnte verlässliche Informationen über die vernetzten Entscheidungswirkungen bieten. Ursachen setzen wir durch die Quantität an Menschen und natürlich in der Qualität ihrer Bedürfnisstruktur.
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Du sprichst von Bedürfnissen, die Obergrenze lässt sich aber "nur" am Bedarf festmachen. Der Bedarf pro Kopf bleibt immer gleich, die Bedürfnisse regeln sich von ganz alleine. Alleine am Bedarf orientiert, kann unser Planet locker 100 Milliarden Menschen verkraften...lässt man Zukunftstechnolgien in die Berechnung mit einfließen. An den heutigen Bedürnissen gemessen, wäre diese Obergrenze schon viel früher erreicht. Wünschenswert wäre, dass jeder im gleichen Maße seine Bedürfnisse zurückschraubt - realistisch ist das aber nicht. Seuchen werden einiges, aber nicht alles regulieren können - bleibt als nur der Krieg.
    Verknappen sich die Ressourcen, sind Kriege unvermeidbar. Nur die Art und Weise wie wir Kriege führen wird sich ändern.

  21. #21
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    7

    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Wie weit unser globales Permationskonzept noch von den Bedürfnissen entfernt liegt, zeigt der Menschenrechtsbericht global recht deutlich.

    Allerdings besitzen Menschenrechte, ebensowenig wie Lebensqualität, Gesundheit oder Freiheitsgrade, kein monetäres Aquivalent in der "Staatskalkulation".

    Es gäbe den Begriff der "kulturellen Demanifestation" von Bedürfnissen. Was bedeutet, ist dein Geist ausgeglichen, deine Seele glücklich, dann ist dein Körper gesund und deine Bedürfnisstruktur wird sich automatisch hin zu Qualitäten entwickeln. Qualitäten durch Quantitäten zu ersetzen, macht Menschen zu "Verdauungsschläuchen", Konsumrobotern und mechanistischen Arbeitstieren.

    Der Versuch, das alte Paradigma relativer Besonderheiten in die Zukunft zu retten, kann nicht gelingen. Permanente Krisensituationen sind ein Ausdruck der Notwendigkeit, das fehlerhafte Grundparadigma zu verändern. Das ist der unverstandene Eigennutz.

    Daneben: Auf den Georgia Guidestones steht eine andere Zahl. Da sagt jemand, die Zahl sei auf 500 Millionen zu reduzieren. So verhalten sich manche Staatsführungen leider auch. Doch ist dieses ein micht liebevoller Gedanke, also erzeugt er keine Wirklichkeit.

  22. #22
    Demokrat für Deutschland
    Status: ungeklärt

    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    zu 4.

    Zitat

    4. Nationale Systeme, wie Deutschland im Verbund der EU, sind Untereinheiten eines Gesamtsystems, die auf verschiedenen Ebenen der Organisation eine langfristige Zielvorstellung teilen, hier das Grundgesetz und die erwarteten Normen, die daraus folgen. Wenn dieses nationale Beziehungsgefelcht jedoch seine übernationalen Einflussgrößen ausblendet, wird es zum Spielball von Akteuren, die von einer Ebene wirken, die den nationalen Systemen nicht zugänglich ist.
    -------------------------------------------------------------------------------------

    Ich glaube nicht an Gesamtsysteme, die existieren nur den Köpfen mancher Idealisten und Romantiker. Das Gesamtsystem ist der ungeliebte Ausgangspunkt...von dem sich der Mensch...seit er existiert...wegbewegt. Wir waren ja mal alle Äthiopier...hätte uns das gefallen...wären wir es geblieben. Der Mensch will die Seinesgleichen um sich wissen...in der Familie, im Frendeskreis, im Verein, in der Firma, im Urlaub...beim Feiern...beim Trauern. Der Mensch ist nicht dazu geboren um aller Menschen Freund zu sein. All diese negativen Eigenschaften wie Mißgunst, Argwohn usw...hat uns die Natur nicht umsonst in die Wiege gelegt (Du erinnerst dich; die Natur kennt keine Verschwendung). Alle Lebewesen dieser Erde beanspruchen und verteidigen ein Revier. Ohne Revier kein Leben- das ist ein Naturgesetz!

  23. #23
    Dr. Sauerbier
    Status: ungeklärt

    Wink AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    ..ach, jetzt sind Sie auch noch Anthropologe?

  24. #24
    Permaner
    Status: ungeklärt

    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    ...u.a.

    ein Verdienst der Permation

  25. #25
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    AW: Permation - ein neues Bildungskonzept?

    Das Revierverhalten wird ja sogar in Literaturforen deutlich...

    Gesetzt den Fall, dass wir uns an diese Doktrin der Revierpinkler halter, würden wir zwangsläufig zum Tier werden, sobald unser Territorium bedroht erscheint.

    Da alle "Territorien" jedoch bedroht erscheinen, haben alle Revierinhaber eine plausible Ausrede, sich wie ein Tier zu verhalten und die Logik der Tiere führt dann zum Geschehen, dass schon in der Offenbarung beschrieben wird:

    Jeder Repierpinkler pinkelt alle anderen an, ein globales Wettpissen also?

    Wäre mir antropologisch betrachtet, etwas zu wenig für die lange Zeit, die wir zur Entfaltung unseres Menschseins eingeräumt bekommen haben.

    Es wäre Zeit, dass wir mal etwas liefern, was nicht dem Tier der Offenbarung entspricht.

    Dazu müsste das Tier begreifen, dass Revierpinkeln nicht viel bringt, außer einer allgemeinen Geruchsbelästigung.

    Wir scheinen die anale Phase der Menschheitsentwicklung ausgiebig auszuleben.

    Einzig das Menschsein leidet ein wenig unter den tierischen Bedingungen.

    Es wäre doch für alle schöner, dieses Wettpinkeln zu beenden.

    Wenn jeder um die Wette in die Welt pinkelt, hat niemand einen Vorteil.

    Cameron pinkelt für die Insulaner, Merkel fürs Monetariat, die Masse für den Götzen Mammon, aber was gewinnen wir dabei?

    Wie bei Abraham legen wir die Köpfe unserer Kinder auf den Opferstock des Götzen. Einzig: bei Abraham finden wir es "blöd", die Kinder zu opfern. Hier und heute nennen wir es efolgreiche Revierverteidigung. Ja, wir verteidigen durch unser Verhalten unseren tierischen Status und nennen das tote Kalb "erfolgreich".

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