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Thema: Tagesgespräch 2002

  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Tagesgespräch 2002

    Bitteschön: Möget ihr ein Gespräch sein!

  2. #2
    MINUSMANN
    Laufkundschaft

    Gratuliere!

    Hi, von Wolkenstein!
    Frohes neues Jahr, Dir und Deinen Fans.
    Also eines muss man Dir wirklich lassen - gut durchgehalten. Und die Schreiber hier, scheinen Dich tatsächlich zu "lieben". Trotz Muttersöhnchin-touch.
    Denn als ich das erste Mal, kurz nach Eröffnung Deiner Foren, durch Zufall auf Deine Seiten stieß, dachte ich mir: Na, da haben sich ja ein paar Plaudertaschen gefunden und genauso schnell, werden sie einander überdruessig sein und Dein Angebot verschwindet.
    Und nachdem mir Daphne von Eurem Treffen erzählte, war kaum noch ein Gedanke an Deine HP.
    Und nun das - alles noch da. Bin verblüfft und freue mich über jeden Besucher auch auf meiner HP, der Lust auf "mehr" hat. Bitte nur Frauen und Intelligente.
    Bis dann
    Robert Braun

    Nachschrift: Faends gut, wenn Du bald mal was unter Deinem realen Namen anbieten würdest. http://members.aol.com/minusmann

  3. #3
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    Thumbs up AW: Gratulation

    Mein Lieber, Frauen warten nicht gerne. Nicht einmal dumme. Deine HP baut sich unendlich langsam auf, das Foto vom Hund gibt es nicht, auch die meisten anderen Links tun es nicht, AOL lässt grüßen. Server too busy


    Kyra

  4. #4
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    Schwarzes Pferd

    wir haben einen neuen Administrator...."Schwarzes Pferd"
    Er muß das Pferd vom Schachspiel meinen, sonst hätte er sich Rappe genannt.
    Ich will mehr wissen!!!!!!

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Schwarzes Pferd

    Schwarze Pferde sind fatal. Ich muß mich an die gesichtslosen Reiter im Herr der Ringe erinnern. Besser wäre das Himmelsgeschoß, schwarzes und weißes Pferd gepaart.

  6. #6
    Bauer Hans
    Laufkundschaft

    AW: Schwarzes Pferd

    Das schwarze Pferd ein Verwalter, wahrhaft, ich verkünde Euch Posaunenklänge:


    Offb 6,5-6
    Als das Lamm das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite Lebewesen rufen: Komm! Da erschien ein schwarzes Pferd, und der, der auf ihm saß, hielt in der Hand eine Waage. Inmitten der vielen Lebewesen hörte ich etwas wie eine Stimme sagen: Ein Maß Weizen für einen Denar und drei Maß Gerste für einen Denar. Aber dem Öl und dem Wein füge keinen Schaden zu!

  7. #7
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    AW: Schwarzes Pferd

    was sagt man dazu, hanni, ick hör dir harken...

  8. #8
    schreibt hier hin und wieder
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    28 Fragen

    vier mal sieben




    manifestierte Vorstufe gefasst in Kondensationskerne zur Stoffsammlung


    1. Können die Funde in Cro Magnon tatsächlich als Basis einer Ursprungstheorie bestehen?


    2. Aus welchen Gründen änderten sich die Wanderungs- bzw. Urbanisierungsrichtung
    vor einigen tausend Jahren von Ost - West zu West - Ost?


    3. Gab es eine oder mehrere hochentwickelte Zivilisationen aus deren Konkursmassen
    die Menschheit der letzten zehntausend Jahre ihre Mythen, Sagas und Legenden
    generierte?


    4. Sind tatsächlich klimatische Veränderungen ausschließliche Ursachen für den Untergang früherer Hochkulturen ?


    5. Bis zu welchem Grad kann eine Kultur degenerieren ohne das Gemeinwesen
    zu liquidieren bzw. von außen leicht zerstörbar zu präsentieren?


    6. Inwieweit unterscheidet sich ein heutiger Mensch noch von unseren Vorfahren vor 30.000 Jahren , hat man ihn von allen Bedeckungen der juristischen, moralischen
    und intellektuellen Sozialisierung befreit ?


    7. Darauf basierend, unterliegt unsere Ethik temporären Schwankungen in Quantität
    und Qualität?

    8. Gibt es einen religiösen Urpantheon der Menschheit?


    9. Welche Urgötter waren in ihm vereinigt?


    10. Ist der gemeinsame Ursprung der mosaischen Religionen nicht gleichzeitig Hauptursache ihrer mörderischen Bruderkriege?


    11. Kann man die weitesten zeitlichen Ursprung der mündlichen Überlieferung mit sprachwissenschaftlichen Methoden verifizieren; und wenn ja wo liegt sie und
    welchen Inhalt hat sie?


    12. Ab welchen Entwicklungsstand wird eine Religion zum Apparat, der ausschließlich Macht für wenige über alle anderen mit mystischer Verbrämung tarnt, um maximale
    Erträge zu erwirtschaften?


    13. Gibt es eine Religion oder Weltanschauung, die nicht mit diesem Virus infiziert ist oder wird ?


    14. Sind Oligarchie, Aristokratie, Demokratie und Tyrannei jemals in einem Staat der Antike vollumfänglich realisiert gewesen; oder nur die überlieferte Idee
    griechischer Philosophen?


    15. Wie würden sich die westlich geprägten Staaten wandeln müssen, würde man in ihnen tatsächlich die Demokratie (Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit (der
    numerischen Menge der Individuen)) einführen ?


    16. Gibt es einen Unterschied zwischen militärischer, wirtschaftlicher und digitaler Koloninialisierung, wenn das Ergebnis für den Kolonialherren im Prinzip
    immer das gleiche ist, nur der Ertrag sich mit jeder höheren Stufe potenziert ?


    17. Wie lange ertragen die Betroffenen der Globalisierung ihre negativen Folgen, haben sie erst einmal die Zusammenhänge entzaubert und die reale Macht ihr Joch
    abzustreifen ?


    18. Endet die Globalisierung mit der Eröffnung der 20.000ten Schnellfresskettenbude in der Kalimantan ?


    19. Kann eine Weltwirtschaft tatsächlich weltweit wachsen, obwohl es nur eine Erde und damit eine Endlichkeit gibt?




    20. Oder ist nicht Ertrag des Kapitalismus:
    a) Wachstum der einen auf Kosten der anderen?
    b) Zeitliches vorenthalten von Information?
    c) Minimale Qualität zu maximalen Preis als Wanderungswelle der Produktströme durch die verschieden entwickelten Weltstaaten?


    21. Hatte der Untergang Westroms nicht die Züge einer Implosion?




    22. Wie lange noch kann der Westen den Druckverlust in seinem Inneren mit militärischer Stärke nach außen, wenn auch in jämmerliche Koalitionen,
    ausgleichen ?


    23. Wie weit kann ein Kadaver ausbluten, bis er das Leben verliert?




    24. Kann ein hirntoter Kopf noch denken?


    25. Wie effektiv wäre Wissenschaft, wäre sie nicht in stupiden Pyramiden und ideenlosen Gebäuden organisiert?


    26. Kann Mehrwert auf Dauer aus Wetten, Versprechen und Gerüchten entspringen?


    27. Sind nicht Boden, Rohmaterial und Arbeitskraft die Urkräfte der Mehrwertbildung?


    28. Sollten wir unsere Gesprächskultur nicht intensivieren und wirklich über all das Reden mit dem Ergebnis einer ganzheitlichen Manifestation?

  9. #9
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Tagesgespräch 2002

    1. Was hatte ich heute morgen zum Frühstück?


    2. Wann wird Spanien endlich Weltmeister?


    3. Hoffentlich ist das nicht ansteckend, das wäre unangenehm.


    4. Lalalala....


    5. Wie spät ist es?


    6. Welche Farbe hat es?


    7. Blafasel.

  10. #10
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Tagesgespräch 2002

    Da ist ja jemand dermaßen witzig. Witzigkeit kennt keine Grenzen.
    Wollen wir nicht endlich mal den Schnuller aus der Hand legen und tatsächlich nachdenken.
    Wenn ich mich recht erinnere geht es hier um ein Manifest und um es den kleinen Schmierfinken noch einmal nahe zu bringen,
    wir wollten hier arbeiten und nicht rumblödeln.
    Was fällt mir da noch ein ...


    D... wie Dumpfbacke.


    T... wie Tiefflieger und vor allem


    A... wie Arschriese.


    Mit bester Empfehlung.


    sp

  11. #11
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    AW: Tagesgespräch 2002

    Hallo schwarzes Pferd


    ich habe mir einmal einige Punkte Deiner Manifestation herausgegriffen:


    20. Oder ist nicht Ertrag des Kapitalismus:
    a) Wachstum der einen auf Kosten der anderen?


    sicherlich. Aber wer ist der eine und wer der andere. Kann der andere auch zum Nutznießer werden, oder wird dies verhindert?
    Weil die Verlierer sind auch manchmal überzeugte Kapitalisten .


    b) Zeitliche vorenthalten von Information?
    Ich weiß nicht ob Informationen vorenthalten werden. Es gibt Gebiete, da ist einfach keine Infrastruktur da um sie zu verbreiten. Aber will man dies ändern?


    c) Minimale Qualität zu maximalen Preis als Wanderungswelle der Produktströme durch die verschieden entwickelten Weltstaaten?


    Minimale Qualität ergibt sich aus der Schnellebigkeit der Produkte.




    21. Hatte der Untergang Westroms nicht die Züge einer Implosion?


    Keine Ahnung.




    22. Wie lange noch kann der Westen den Druckverlust in seinem Inneren mit
    militärischer Stärke nach außen, wenn auch in jämmerliche Koalitionen,
    ausgleichen ?


    Ja, Geld alleine ist keine Idee.


    23. Wie weit kann ein Kadaver ausbluten, bis er das Leben verliert?


    Ein Kadaver ist doch schon tot, oder? Aber ich verstehe was Du meinst, einen hirntoten Leib.




    24. Kann ein hirntoter Kopf noch denken?


    genau.


    25. Wie effektiv wäre Wissenschaft, wäre sie nicht in stupiden Pyramiden und
    ideenlosen Gebäuden organisiert?


    Ich glaube z.B. daß Wissenschaft nicht stupide ist, zumindest wenn sie sich nicht vom Markt kaufen läßt. Meine Liebe ist bei den Physikern des Cern Zentrums (heißt es so?) in der Schweiz. Das ist reine Wissenschaft, riesige Teilchenbeschleunuger. Die Erkenntinisse lassen sich nur sehr begrenzt vermarkten, aber könne allen Menschen Anregung zum Denken sein.




    26. Kann Mehrwert auf Dauer aus Wetten, Versprechen und Gerüchten entspringen?


    Du meinst Internet etc.? Das hat man ja gesehen.


    27. Sind nicht Boden, Rohmaterial und Arbeitskraft die Urkräfte der
    Mehrwertbildung?


    Was machen die Menschen die auf Sand leben? Die haben nur ihre Arbeitskraft, die sie wo anders verkaufen müssen, dadurch wird ihr Land entvölkert.


    28. Sollten wir unsere Gesprächskultur nicht intensivieren und wirklich über all das
    Reden mit dem Ergebnis einer ganzheitlichen Manifestation?


    Das sollten wir. Aber es fehlen immer die Vertreter der armen Länder. Wer spricht für sie und ihre Bedürfnisse?




    Wenn ich mich recht erinnere geht es hier um ein Manifest und um es den kleinen Schmierfinken noch einmal nahe zu bringen,

    Meinst Du diese Haltung ist die Richtige für einen Spielverderber und Administrator?
    Wenn Du so über uns denkst, solltest Du die Hufe schwingen!
    Fury in the slaughterhouse.....


    so, weiter


    5. Bis zu welchem Grad kann eine Kultur degenerieren ohne das Gemeinwesen
    zu liquidieren bzw. von außen leicht zerstörbar zu präsentieren?


    was bedeutet degenerieren? Das ist ein belasteter Begriff, den es neu zu definieren gilt.


    6. Inwieweit unterscheidet sich ein heutiger Mensch noch von unseren Vorfahren
    vor 30.000 Jahren , hat man ihn von allen Bedeckungen der juristischen, moralischen
    und intellektuellen Sozialisierung befreit ?


    was heißt das, vor 30000 Jahren gab es ja wohl noch keine juristische Sozialisierung.


    7. Darauf basierend, unterliegt unsere Ethik temporären Schwankungen in Quantität
    und Qualität?


    Natürlich tut sie das, sowohl als auch. Und die Werte ändern sich. Sei es der Wert der Unschuld oder des Lebens.


    10. Ist der gemeinsame Ursprung der mosaischen Religionen nicht gleichzeitig
    Hauptursache ihrer mörderischen Bruderkriege?


    wahrscheinlich. hierzu ein Link mit einem Interview http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518...175476,00.html


    13. Gibt es eine Religion oder Weltanschauung, die nicht mit diesem Virus infiziert ist
    oder wird ?


    die Frage ist, wohnt nicht einer Religion immer auch das Bedürfnis nach Macht inne? Wenn ja, wird sie die auch immer mißbrauchen.


    Zu den rein historischen Fragen kann ich nichts sagen.






    [Diese Nachricht wurde von Kyra am 11. Februar 2002 editiert.]

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Tagesgespräch 2002

    leider leider nur eine vier liebe kyra.


    bitte die fragen noch einmal genauer lesen.


    wer sagt denn, daß es vor 30.000 jahren nicht schon eine hochkultur gab.


    ich weiß es nicht, die wissenschaft weiß es auch nicht oder noch nicht.


    ich könnte aber eine hypothese erstellen, hätte ich die pyramidezugangsvoraussetzungen oder einen gebäudepassierschein, die dann erst widerlegt werden müßte.


    schön wäre, wenn wir nicht schon wieder über die fragen form und tralala disputieren müßten.


    das ist einer eurer problemfaktoren:


    1. kleine form und gelaber


    2. und meist letztens inhalt, große form und struktur.


    interpunktion und grammatik setzen wir am ende ein.


    durch diese formalistische sicht verliert ihr die fähigkeit der gesamtschau.


    würde die schweine nur im dreck wühlen,
    könnten sie nie den feinen geschmack der birkenrinde finden.




    also bitte nicht so dunkelgrün:


    wir wissen nicht was wir wollen, aber wir wissen was wir nicht wollen.


    liebe kyra und bitte keinen arrivierten schweinejournalismus, mein lieber spiegel ist ja so tiefgründig.


    stöber doch mal in der kabbala , den rollen von toten meer oder im interlinear übersetzten griechischen text der bibel aus dem 7 jh..
    da findest du antworten.


    wollen wir ein manifest brauchen wir fundierte daten, ausgangspunkte, definitionen und kein weichgespültes geschwafel:
    das komma ist falsch,
    ich habe durchfall,
    den kann ich nicht leiden,
    das ist mir zu dumm,
    eigentlich gehöre ich garnicht hierher...


    liebe kyra ich bitte einzutreten;


    und all die lieben zugegriffenen schweiger
    dto.

  13. #13
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    AW: Tagesgespräch 2002

    Hallo Schwarzes Pferd,


    Du überschätzt mein Bildungsniveau. Ich habe weder Abitur, geschweige denn irgendeine Art wirklicher Bildung. Es gibt Dinge in meinem Leben die ich liebe, wie Bücher, früher auch Filme. Aber dann ist schon Schluß. Ich kenne mich mit Hunden aus und bisweilen auch mit Menschen. Da werde ich Dir bei so einem Anspruchsvollen manifest nicht viel helfen können. Obwohl bei diesem Hintergrund ein "Ausreichend" schon sehr schmeichelhaft ist. Ich kann denken - aber Dir geht es um Fakten - die kenne ich einfach nicht. Und ich werde sie mit auf die Schnelle auch nicht aneignen können - obwohl diese Dinge mich alle interessieren. Nur geht es hierbei nicht um schnell erlerntes Wissen, sondern um eine Kennen mit Tiefe. Dafür braucht es mehr als das zusammenraffen von Fakten.


    Dann werde ich sicher keine große Hilfe sein können, mir aber den weiteren Verlauf genau ansehen.


    Kyra

  14. #14
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Tagesgespräch 2002

    Liebes Schwarzes Pferd,
    wenn ich das alles lese, was du mir (offenbar nicht einmal ironisch gemeint) zumutest, frage ich mich ernsthaft, was ich in diesem Forum eigentlich noch verloren habe.


    E.A.Poe hat 1848 ein Werk mit dem Titel "Heureka" veröffentlicht, von dem er ernsthaft der Meinung war, es sei der Weisheit letzter Schluss. Er unternimmt darin ernsthaft den Versuch, das Leben, das Universum und den ganzen Rest zu erklären.
    Heute gelesen ist es ein Konglomerat aus Halbwissen, Mystik, falschverstandenen vorsokratischen Philosophiehäppchen, Eschatologie und blühendem Blödsinn und der Vorwegnahme der These, dass die Welt aus einem Urknall entstand und im Ausdehnen begriffen ist.
    Warum erzähle ich dir das?
    Nun, E. A. Poe was a poet und kein Philosoph. Das gibt es beides zusammen nicht. Versuche von Autoren, den Denker zu spielen, gehen in die Hose. Neue Gedanken kommen nicht von Schriftstellern, sie machen sie höchstens populär.
    Du kannst in diesem Forum Denker oder Dichter haben, aber nicht beides. Sie schließen einander aus wie Feuer und Wasser.


    Ich bin Autor. Ich will Geschichten erzählen. Ich will von Menschen berichten und der Art, wie sie zusammenleben, wie sie sich lieben und hassen. Deswegen bin ich hier.
    Sag mir, wenn du mich mit diesem Ansatz hier nicht willst. (Und ein freundlicherer Umgangston stünde dir auch nicht schlecht zu Gesicht.)


    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  15. #15
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    AW: Tagesgespräch 2002

    tjaha, schwarzer Gaul, bin in Zeitnot, so nur kurz:

    4mal7 ist interessant, werde mich bei Gelegenheit damit befassen -
    vielleicht ein wenig zu tief wühlend, um das geschriebene Wort weiter voran zu treiben, zu philosophisch... -
    als Einstiegstext auf jeden Fall fehl am Platze, Du Hirsch, wobei ich den Hirschen nur deswegen nenne, weil Dein Ton ein Geröhre und unter aller Sau!
    Kräftemessen im Ring ist nicht unbedingt feine Literatenart, Rabauken sollten wieder zurüch an den Stammtisch - da will sie wahrscheinlich auch keiner mehr haben -
    armes schwarzes Pferdechen...

  16. #16
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Tagesgespräch 2002

    na gut schalten wir mal runter.


    das war kein einstiegstext, sondern ein queverweis für philosophie/ ordner manifest für das neue jahrtausend.


    weiteres später.


    aber bitte klammer, erst denken, dann denken... dann antwortschreiben.


    brrrr...

  17. #17
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Tagesgespräch 2002

    ...das überlass ich mal den Pferden, die haben den größeren Kopf.


    Aber ernsthaft: Ich habe sogar viermal gedacht und mein Antwortschreiben dreimal aufgesetzt, bevor ich es hierher setzte.
    Also gut, als Vorwurf für das Manifest kann ich deine Fragen akzeptieren, mit meinem Schreiben hat das nichts zu tun.
    Meine Theorie, die ich z. B. in "Tradition" auch ausgeführt habe, habe ich hier schon einmal dargelegt, aber vielleicht macht es Sinn, mich zu wiederholen:


    Der Mensch durstet nach dem Bösen, ihn dürstet danach, schuldig zu werden, aber er wagt (oder vermag) es nicht, dem Bösen seine Seele zu verschreiben, er schlägt krumme Wege ein, die Neurose, das Gelächter, usw... So sagt Georges Bataille in einer Geschichte.
    Mögen Sie sie auch, diese kaum aussprechbare Abkürzung einer nichtssagenden Floskel, dieses usw., das es auch noch als usf. oder als, besonders schön auszusprechen, u. ä. gibt. Was wäre ein Schüleraufsatz ohne dieses usw.? Man benutzt es immer dann, wenn man selbst nichts mehr weiß, wenn die Inspiration versagt und man erschöpft den Rest der Gedankenkette der Fantasie des Lesers überlässt. Jeder von uns setzt instinkiv und intuitiv für dieses usw. etwas ein, das ihn persönlich betrifft, es ist eine Art Rorschach-Test mit Buchstaben. Als ich den eben zitierten Satz zum ersten Mal bei Bataille las, ersetzte mein Unterbewusstes das usw. sofort mit dem Wörtchen Kunst. Der Satz las sich dann für mich so:
    Der Mensch durstet nach dem Bösen, aber er vermag es nicht, ihm seine Seele zu verschreiben, deshalb schlägt er krumme Wege ein, die Neurose, das Gelächter, die Kunst. Und ich war anschließend von Bataille enttäuscht, weil er auf diesen, nämlich meinen, Gedanken nicht weiter einging, sondern sich im Weiteren nur mit der Neurose und dem Gelächter beschäftigte. Später fand ich dann zu meiner Beruhigung heraus, dass für ihn die Neurose und die Kunst fast synonyme Begriffe sind. Neurose ist ihm die Sehnsucht nach der Angst, die Gott hat. Kunst ist also die Sehnsucht nach der Angst Gottes.
    Keine Angst, ich habe nicht vor, mit Ihnen über die Schwierigkeiten der Hermeneutik zu reden. Ich bin hier, um Ihnen etwas über die Kunst von Jonas Nix zu erzählen. Und, zu Ihrer Beruhigung, ich werde mich kurz fassen.
    Deshalb komme ich aber an Batailles nicht vorbei, dessen Unbehagen am Dasein eine enge Geistesverwandschaft mit dem Nixschen Behagen an der Besudelung zeigt. Denn sein Anliegen war neben dem selbstzerstörerischen Schenken, auf das ich später eingehe, immer das Tabu und das bewusste Überschreiten desselben, um sich zum Menschsein zu befreien. Klingt Ihnen das zu hochgestochen? Ich kann es auch anders formulieren: Es gibt von Batailles einen Text, in dem jemand seine tote Mutter schändet. Un es gibt von Jonas Nix ein Bild, das er mit seinem eigenen Blut gemalt hat.
    Wir loben uns, in einer tabulosen Gesellschaft zu leben, die all die kleinlichen Vorurteile unserer Väter überwunden glaubt. Keine abwegige sexuelle Leidenschaft kann uns noch schockieren, wir sind in der Psychologie unseres Jahrhunderts geschult, haben für alles Verständnis. Keine menschliche Regung ist uns fern. Sind wir also, wie ich in Anlehnung an Hölderlin formulierte, zum Menschsein befreit? Manche glauben es, ich will es bezweifeln. Ich denke, das Gegenteil ist der Fall: Wir leben in einer gefesselten, in einer neurotischen, engstirnig bürgerlichen Gesellschaft. Mit unserer freien Sexualität ist es nicht weit her, wir haben sie nur hygienisch und steril gemacht. Wir alle haben den Sex im Hirn, aber das ist der Ort, wo er am wenigsten hinpasst und auch am wenigsten befriedigt wird.
    Und daraus lässt sich nur schließen, dass die Tabus der Gesellschaft noch lange nicht gebrochen sind, diese Gesellschaft noch immer die Kraft hat, sie aufrecht zu halten und ihre Verletzung unter Strafe zu stellen. Das Böse ist dabei das kräftigste Tabu. Ich spreche nicht von einem mytischen oder religiös definierten Bösen als Widerpart des guten Gottes, sondern von der gesellschaftlichen Vereinbarung Böse, zu der es uns laut Batailles als egoistische Einzelwesen alle hinzieht. Und was ist böse? Es ist vor allem der Tod; er ist der Schaden der Gesellschaft und wir alle haben ihn zur Seite gedrängt, um ihn zu vergessen. Wir würden das Sterben unter Strafe stellen, wenn es einen Sinn hätte. Und gleichzeitig und das ist die Perversion dieses Tabus, sehnen wir uns alle nach dem Tod, denn er ist ein Teil von uns, den wir nur mit Hilfe einer Neurose, eines Gelächters oder der Kunst verdrängen können. Er schlummert in jedem von uns, wird jeden Tag ein wenig wacher. Jeden Tag werden wir ihm ein wenig ähnlicher. Da hilft kein Makeup.
    Und trotz unseres Ekels vor der Sterblichkeit und der Verwesung gibt es uns einen masochistischen Schauer; erkennen wir uns wieder, wenn wir verstohlen in den Fernseher sehen und uns die Leichen der Kriege, Verbrechen und Unglücke in handliches Format gepackt häppchenweise und farbenfroh vorgeführt werden. Aber nie darüber reden, diese Sehnsucht verschließen wir in uns: Das ist die Neurose, die uns fesselt. Solange wir nicht mit dem Tod umgehen können, werden wir keine Menschen sein. Jonas Nix hat die Überwindung dieser Neurose zu seiner Kunst gemacht. Geben wir zu, seine Bilder schockieren uns, aber es ist unsere eigene Einstellung zum Tod, die uns schockiert, die wir nicht sehen wollen, die uns hindert, frei zu werden. Hegel sagt, der Tod sei das Furchtbarste, und das Tote festzuhalten, sei das, was die größte Kraft erforderte. Nix nimmt seinen Kampf mit diesem Schrecken auf, er packt unter Aufbietung seiner Lebenskraft den Tod an den Hörnern und er läd uns alle ein, bei diesem Spektakel zuzusehen. Er macht uns damit ein Geschenk, schenkt uns einen Teil seines Daseins, auch wenn es ihn selbst zerstört. Nur wer das Höchste versucht, gewinnt die Freiheit des Menschseins.
    Auch das Leben ist ein Geschenk, so trivial es klingen mag. Das Furchtbarste ist nicht, jemandem ein Geschenk wegzunehmen, sondern es ihm kaputt wiederzugeben. Wir alle haben das Geschenk Leben von dieser Gesellschaft kaputt zurückbekommen. Und einmal in dieser mageren Frist zwischen Geburt und Tod, mit der wir so verschwenderisch umgehen, sollte jeder darüber nachdenken, was dies für ihn bedeutet.
    Nehmen Sie das Angebot an. Benutzen Sie die Bilder zum Nachdenken, zum Nachfühlen, zum Erleben..., usw.


    Gruß, Klammer


    Vielleicht sollten wir den Ordner aber in die Philosophie verschieben.
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  18. #18
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    AW: Tagesgespräch 2002

    Wer trappst hier eigentlich an...und mit welchem Anspruch... mit welcher Hofart?

    Vorschriften? Mit mir null, höflicher Bitte verweigere ich mich nicht. Ansonsten gilt vorerst mein Rat: Denk selbst, wenn Du für Dich etwas erfahren willst, könnte unter bescheidenem Anspruch ein durchaus lohnenswertes Erlebnis werden.
    Manifest, welches hat sich noch nicht überholt? Versuch Dich mal am Leben. Ich jedenfalls versuche, es zu beschreiben...aus Lust.

    Der Ton macht das Wiehern. Hinten anstellen!

  19. #19
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    AW: Tagesgespräch 2002

    Moin -
    tja, da hab ich mir nun den Kopf zerbrochen, die Antworten, wenn auch noch wirr, stehen schon in meinem Notizheft - da holt mich die Realtät wieder ein... -
    versuche derzeit ein Schiff durch einen Sturm zu lenken, da bleibt keine Zeit für das geschriebene Wort... -

    4mal7


    Prolog


    Moin, schwarzes Pferd.
    Schätze die Zeit ist reif für eine Antwort.
    Oder für 28 Antworten.
    Es werden auch viele Gegenfragen auftauchen - manchmal als Antwort, manchmal als rhetorische Frage, manchmal tatsächlich als Frage.
    Eine Frage gleich vorweg: Warum 4mal7? Warum nicht einfach 28? Hat das etwas mit Numerologie zu tun? Kabbala?


    Komme just von einer kleinen Nordsee-Insel zurück. Habe mir ordentlich das Hirn durchpusten lassen - Zeit zum Durchatmen und Nachdenken. Ich hätte es noch länger da ausgehalten, am liebsten gaaaanz lange - aber wat mut, dat mut.
    Das einzige störende auf der Insel waren die hässlichen Touristen.
    Das einzige, was Knete auf die Insel bringt, sind die hässlichen Touristen.


    Ich weiß nicht, ob es unbedingt von Nutzen ist, solche tiefgreifende Fragen und Themen in einem Forum für das geschriebene Wort zu erörtern, da gebe ich Klammer ganz recht, dichten und denken sind zwei Paar Schuhe, Hirn und Bauch... -
    Und wo ich schon bei Klammer bin: großartig Dein Text, hat mich tief beeindruckt! Sigmund Freud hat da übrigens auch schon rumgebastelt, die Kunst und die Neurose - Georges Bataille hab ich erst letztes Jahr verschlungen, Eros und Tod... - doch alle Lust will Ewigkeit... - "Nur wer das Höchste versucht, gewinnt die Freiheit des Menschseins"... weia - schätze das Kiesharken ist es... - wie dem auch sei, Deinen Tradition-Text hab ich als neurotisch bekennender Lyriker nie gelesen, werde dies alsbald nachholen!


    Ein Manifest also. Zwiegespalten nehm ich das auf. Marx und Engels haben es versucht. Die Dadaisten. Meine heißgeliebten "Oberiuten" (Oberiu - Vereinigung der realen Künste in den 20er Jahren in St. Petersburg). Und das letzte, das mir einfällt, sind die Dogmen der Dogmafreunde um Lars von Trier. Um einen gemeinsamen Konsens zu finden, eine Art Richtschnur, oder noch besser ein gemeinsames Ziel zu erlangen, mag so ein Manifest nicht schlecht sein. Doch ist Deine Fragestellung dermaßen weitgefächert, daß ich mir eher auf einer Couch bei einem Therapeuten, denn als eigenständiger Schreiberling, der schon dazu gewillt ist, etwas gemeinsames, so es denn auch in meinem Sinne (mein Leitsatz , der auch auf meiner kleinfeinen Homepage nachzulesen, ist übrigens: Die Schönheit gehört den Menschen nur so in die Fresse gepfeffert!) ist, vorkam... - und, wenn wir ein gemeinsames Ziel verfolgen wollen, so hat das meines Erachtens weniger mit unserer Einstellung zu Politik, Wirtschaft, Religion, Globalisierung oder Hirntod zu tun, sondern vielmehr einfach mit Kunst - warum machen wir Kunst, mit welchen Mitteln, zu welchem Zweck?
    Mag gut sein, daß am Ende das Manifest nur aus dem Satz besteht: Neurotiker aller Länder vereinigt Euch!...
    Auf jeden Fall habe ich Lust dazu, einen Versuch zu starten! Da wäre dann wiederum eine eigene Werkstatt ganz hilfreich. So wie mit dem Brunnen. Laßt uns ein Mani-Fest feiern...


    Zum Versuch der Beantwortung der Fragen möchte ich noch vorwegschicken, daß die Antworten auf meiner ganz persönlichen Meinung beruhen, sie sind somit empirisch, rein auf meiner Erfahrung beruhend und rein subjektiv. Ich will niemanden damit verletzen, bekehren oder sonstwie auf jemanden einwirken. Humor ist mir manchmal Vehikel.


    1) weit hergeholt - der Ursprung hat mit Cro-Magnon nicht mehr viel am Hut, ist zu der Zeit schon mindestens 83 mal ver- und umgewandelt, verfremdet, eigentlich schon abgeschlossen und auf einem anderen Papier.
    Ursprung ist unseres Wissens bis jetzt der Urknall - in anderen Worten die Verschmelzung des yin mit dem yang, geboren aus dem Nichts - ungeheuerliche Energie, aus der später ein Pantoffeltierchen wurde, dann ein Fisch.
    Im Anfang war der Fisch!...
    2) sie haben es zu spät geschnallt, die Menschelein, daß es in den Ländereien der aufgehenden Sonne schöner ist - es gibt dort noch Gastfreundschaft, Seele und Leidenschaft, was im Westen bereits früh schon mit der Sonne unterging - die ältesten Kulturen kamen aus dem Osten, Kultur ist dort auch noch zu finden - im Westen hat McDonalds und Microsoft die Kultur übernommen... - Insofern ist die Wanderung von West gen Ost ein Rückschritt, eine Rückbesinnung... - let's go east...
    3) es sind dies Zivilisationen, die bis heute noch Bestand bzw. Auswirkungen haben - größtenteils in Reservaten hübsch angeordnet, z.B. die Indianer, die Inuit, die Aborigines. Weiter sind auf allen Erdteilen noch verstreut die Zeugnisse der afrikanischen Urvölker, der Ägypter dann, im Osten der Mongolen, bei uns der Griechen und hier oben im Norden der Kelten und Wikinger.
    4) Nicht ausschließlich, wie ich hörte hatten die Dinosaurier damals mächtig Pech - späterhin zog jedoch schon bald das darwinistische Prinzip des Fressen-und-Gefressen-Werdens ein, je rücksichtsloser eine Hochkultur, desto machtvoller alsbald - das hat sich bis heute nicht geändert.
    5) Eine Kultur kann bis auf die niedrigsten Instinkte degenerieren ("Sitten- bzw. Werteverfall", Herr Wickert, sie haben das Wort...) und trotzdem oder gerade deswegen noch ein Gemeinwesen repräsentieren, das v.a. durch Pseudo-Patriotismus zusammengehalten und durch agitatorische Versprechungen gefügig wie eine Schafherde gemacht werden kann, die dann gemeinsame Liedlein blöken. Siehe am Beispiel USA.
    6) Letztendlich unterscheidet er sich nicht - nur weil sich der Winkel der Stirnwölbung ein wenig geändert hat, ist sein Handeln, das ja aus dem Denken resultieren sollte, dasselbe geblieben, der Urinstinkt treibt nach wie vor sein Unwesen - Andersdenkende tümmeln sich auf Utopia.
    7) Ethik unterliegt temporären Schwankungen (wie die Mode...) - das Ausmaß der menschlichen Erkenntnis huscht hinfort, die Ethik hechelt immer einen Schritt hinterher - selbst in der katholischen Kirche gab und gibt es Reformen, Dogmen müssen heute medienwirksam und massentauglich präsentiert werden - die wissenschaftlichen Fortschritte rücken den Menschen allmählich in die Nähe "Gottes", der Mensch trachtet danach seine eigenen Menschen, seine eigenen Universen zu schaffen - die Wirtschaft unterstützt dies fleißig und kauft das Recht auf die Werte der Ethik gleich mit - insofern ist die Ethik manchem Dickbauch ein Dorn im Auge, weil ohne wär's billiger...
    8) Gibt es die Liebe?
    9) Der Fisch, aus dem Frau und Mann hervorgingen.
    10) Nein, ein gemeinsamer Ursprung bedingt doch nicht einen Bruderkrieg - der Neid vielmehr, der Neid auf die Erkenntnisse des anderen - dieser Neid wurde dann noch geschürt durch ein paar wenige dogmatische und rhetorisch begabte Ausleger der jeweiligen Religionsauffassungen - mag sein, daß die bekannten Propheten mit dem Gemetzel nichts an der Dornenkrone hatten, vielmehr diejenigen, die Angst um ihre fettwanstigen Posten hatten (s. auch heute...)
    11) - sollte wahrscheinlich anstatt "die" "den" stehen. Verifizieren nicht. Erahnen wohl ja. Und sollte anstatt "sie" er"? Der Ursprung? Keine Ahnung. Der Inhalt läßt sich wahrscheinlich in die zwei Worte zusammenfassen: Liebet einander!
    12) Welchem? Ab dem Zeitpunkt, ab dem die große Masse der Gläubigen durch die Beeinflussung der Kirchen aufhört, selbständig zu denken - dies aus Angst vor Verantwortung, aus Angst vor "Freiheit" und aus Angst vor dem Tod (und womöglich noch materielle Ängste...) - das Denken wird schön ein paar wenigen überlassen, die als Marionettenspieler aller Ehre gereicht hätten (und haben...) - als Beispiel der Ausartung dessen, ist die Inquisition zu nennen.
    13) Dem Anschein bemühen sich heute die meisten Religionen und Glaubensgemeinschaften, dem gegenüber immun zu sein - wo es nie so weit kam und deswegen die reinste Form einer Weltanschauung scheint mir der Buddhismus - soweit ich zumindest darüber weiß und überhaupt befähigt zu beurteilen.
    14) Der Mensch ist kein Übermensch und somit ist nichts, was er zu realisieren versucht vollumfänglich - leider scheitert es schon oft am Willen, der durchaus Vollumfänglickeit umfassen könnte...
    15) Science fiction gefällig? Alle Menschen im wahlfähigen Alter bräuchten ein kleines Gerät (ich appelliere hier an Microsoft und Sony gleichermaßen - oder sind die schon eins?), mit dem sie zu jeder Zeit zu jedem Thema abstimmen könnten - in Quiz-Sendungen gibt es doch diesen TED... - das wird ein Spass!
    16) Jau. Gibt's. Eines der Gebote, und dies glücklicherweise auch in der heutiger Gesetzgebung verankert, lautet: Du sollst nicht töten! (ja G.W.Bush, du auch nicht!) Somit fällt die militärische Okkupation bzw. Kolonialisierung aus dem Rahmen. Sollten die wirtschaftliche, wie auch die digitale K. jedoch ebenso den Tod, sei es der Tod von Menschen, Betrieben und Kulturen, so gehören sie in denselben Topf und gehörten eigentlich strafrechtlich verfolgt - hm, dann müßten sich einige selbst strafrechtlich verfolgen - da hab ich mich wohl verheddert...
    17) Wie sollten sie je reale Macht erlangen? Der Geist könnte zunächst die Moral retten, doch zuerst kommt das Fressen, dann die Moral (frei nach B.Brecht).
    18) Die Globalisierung wird in sich selbst zusammenstürzen, wie ein Kartenhaus, sie ist, auf Kosten anderer, selbstzerstörerisch, weil nicht dosierbar. Das entspricht auch dem natürlichen Gesetz von Entstehen, Werden und Vergehen. Vielleicht läßt sich der Prozeß beschleunigen - stell dir vor es gibt die 20000ste Schnellfresskettenbude in der Kalimantan und keiner geht hin...
    19) Eine Erdherrschaft durch Wirtschaft hat doch nichts mit der Welt zu tun. Was wissen wir denn schon von der Welt, von Unendlichkeit? Solange in der Mathematik noch das Axiom anerkannt ist, daß sich zwei Parallelen in der Unendlichkeit berühren, so lange lehne ich mich gemütlich in meinem Sessel zurück und schmöke mir eine. Wir sind hier unten doch nicht die Welt, vielmehr ein Mückenschiß, ein Quark. Die Unendlichkeit ist nicht Thema der Wirtschaft, das ist Thema der Philosophen (ich gebe weiter an Herrn Sloterdijk). Die Veranschaulichung der Ewigkeit ist übrigens Aufgabe der Künstler, da heißt es dann die Zigarette wieder ausgedrückt und in die Tasten gegriffen!
    20) a) Yep. Mein reden.
    b) Also Sand in die Augen durch gekaufte Medien- und Kommunikationsmogule? Yep. Auch das.
    c) Yep. Eßt mehr Scheiße, Millionen von Fliegen können nicht irren. Da setzt dann wahrscheinlich Adam Smith an - aber mit BWL hab ich nix am Hut.
    21)Interessant. Beinhaltet die Frage einen Vergleich zwischen Westrom und dem Kapitalismus, will sagen der Globalisierung? G.W.Bush in der Kutte von Cäsar, gekrönt vom Lorbeer, den Hanni in seiner Küche verwendet? Mir waren die Griechen schon immer lieber, aber um auf die Frage einzugehen - das Kartenhaus, von dem ich in Punkt 18 sprach. Also ja.
    22)Nun mit 47 Milliarden des großen Cowboys und mit einem Teil dessen unserer neuen Koalition hier in Europa, kann man schon ganz schön was veranstalten - aber nicht den inneren Druck ausgleichen. Da muß dann wieder die Schäfchengeschichte von Punkt 5 herhalten. Nun gut, manch einer fühlt sich sicherer mit Unmengen von Waffen im eigenen Land. Sicherheit ist ja überhaupt der neue Köder. Doch angenommen eine eigene A-Bombe geht aus Versehen im eigenen Land hoch. Tja, menschliches Versagen, tut uns leid.
    23) Wie lange braucht ein Kartenhaus, bis es einstürzt? Man darf auch die Natur nicht außer Acht lassen - ein ordentlicher Windzug, und Bumm!
    24)der Kopf nicht...
    25)Ha, da haben wir ja das Gebäude, die Pyramide, das Kartenhaus... . Vernünftig organisierte Wissenschaft ist immer effektiv. Ich will hier ja nicht alles in Frage stellen... .
    26)"Das ganze Leben ist ein Quiz und wir sind nur die Kanditaten..." ansonsten eine rhetorische Frage.
    27)Diese Frage ist doch direkt aus dem Marxschen "Kapital" heraus - schön... . Was hat heute ein Aktionär noch mit Rohmaterial zu tun? Hast Du schon die riesigen Glaspaläste der Dienstleistungsgesellschaften gesehen? Was produzieren die? Die Antwort ist ja.
    28)intensivieren wir! Ich geh jetzt erstmal Bier trinken...


    Epilog


    Ein kleiner Nachtrag noch. Ich habe die Fragen spontan und aus dem Bauch heraus beantwortet. Habe weder auf Form, Stil oder Interpunktion geachtet, noch auf die Lücken in meinem Wissen...


    (Vorhang fällt. Die meisten Zuschauer haben den Raum bereits verlassen...)

  20. #20
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    AW: Tagesgespräch 2002

    Dieser Ordner alter, ziemlich belangloser Fragen hat mir doch, wider Erwarten, eine Aufgabe gestellt. Paul: Warum machen wir Kunst... wenn wir denn Kunst machen? Das ist ein Fingertippser auf ein Gefühl, das anstrengt und anregt. Ich weiß noch nicht wohin, aber ich möchte darüber nachdenken, was andere Menschen und auch mich dazu bewegt, in Bilder, Träume, andere Werte zu flüchten... wenn es denn Flucht.
    Unausgefülltsein ist vielleicht der erste Gedanke, Drang mehr zu scheinen als zu sein vielleicht der zweite und trotzdem ist da ein Sehnen, etwas sinnvoll zu gestalten oder vielleicht auch nur mitzugestalten. Momentan antworte ich aus dem Bauch, aber, wie schon gesagt, die erste Frage in diesem Ordner, die mich bewegt.
    Na dann, vielleicht äußert sich jemand, der genauso fühlt.

  21. #21
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    AW: Tagesgespräch 2002

    Also hat Robert der Große wieder einen unfähigen Günstling angeschleppt, was an sich kein Problem wär. Aber ER hat ihn unter Mißachtung seiner eigenen Regeln über das Volk gestellt. Dieser Klepper aber führt sich auf, als hätte er weiland das Wasser miterfunden. Und gibt ansonsten nur heiße Luft von sich (die, wo da hinter 'raus kommt).


    Und als das Volk dies bemerkte, erhob ER ein großes Wehklagen und ER kündigte ein groß Strafgericht ob des Ungehorsams an.


    Es ist zum wiehern!

  22. #22
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    AW: Tagesgespräch 2002

    Huhu! Man Sar Den Paul! Dank für dein Mail-Zitat "> > autor kyra, thema: schwarzes pferd": Hab ich eben überflogen und mir die Kondensationskerne vom sp erscht amol ausgedruckt, aber schon beim oberflächlichen Lesen beschäftigten mich zweidrei Vermutungen, die ich wem-und-wann auch immer ausarbeiten werde... bin ja immer für jede Suggestion zu haben und leicht stutzig zu machen:
    Allein die Form seines Einstands... , aneinandergereihte, kluge, lehrerhafte Thesen (ohne diesen Ausdruck negativ zu meinen) klingen ziemlich nach Aufsatz-Vorgabe. Als ernstgemeinte Fragen kann ich die 4x7 Punkte kaum verstehen, denn sie scheinen allzu rhetorisch gefasst, beinhalten zum Teil geschmäcklerische und polemische Unterstellungen. Wenn ich nun noch die leise Paranoia einbeziehe, Robert s e i das sp, alter ego, pars pro toto, so macht mir seine "manifestierte" eigenwillige Form der Poesie den Dichter dahinter recht sympathisch.


    He, Rob-sp-ierre! Ja, h i e r schnippst ein Hinterbänkler unvermutet laut mit den Fingern! Gestatten, Rrreich-Rrranicki, Klassenclown a.D. (erhebt sich linkisch) Eben habe ich mich bei dem Entschluss ertappt, dich zu bitten, dem Verfasser des 4x7 folgendes auszurichten:
    Ich möchte den Titel "manifestierte Vorstufe" gerne als Anregung zur Entwicklung einer neuen Utopie verstehen, die das Dasein unserer verblendeten Gattung ein weiteres Mal rechtfertigen könnte, indem sie letztlich ein sinn-erfülltes Lächeln auf das Antlitz vieler Einzelner zu zaubern versucht, denn ich stimme deiner geäußerten Meinung zu, daß wir uns in der erreichten Phase von Wissenschaft, Ökonomie, vorherrschender Ideologie und Macht-Gebräuchen in quälend vieler Hinsicht auf dem Niveau von gequirlter Scheisse und schlechter Gesellschaft befinden. Des weiteren getrau ich mich, darum zu bitten, folgende subjektiven Erkenntnise als Mittel zum Zweck in die Arbeit einfliessen zu lassen:


    a) das Menschlein geht halt gern der ein oder anderen der sieben Todsünden nach.
    b) es wird besser, wenn man es behandelt, als sei es besser (Hilfe? Hab vergessen, von wem das Zitat stammt.)
    c) Selbstbeschränkung schadet nix! (A propos, noch ne Preisfrage: Welche Diät und Lebensführung mag bei 34-jährigen Bierbäuchen verjüngende Wirkung zeitigen? 1. Preis: Eine unvergessliche Nacht mit einem guterhaltenen Delta-Männchen)


    Ausserdem hänge ich der Religion an, dass einfühlsam diplomatische und wertschützende Kommunikation zum Dogma erhoben werden sollte, was nicht heißt, daß mich der "Schach für Gourmets"-Ordner nicht sehr erheitert hat, oder ich es einem befreundeten Hauptschul-Lehrer, der neulich frustriert klagte, er habe einem Schüler neulich einen Arschtritt versetzt, nicht solidarisch nachtun würde.


    Es könnte aber auch sein, daß meine anfangs geäußerten Vermutungen hinfällig und falsch sind. Sei's wie's will, ich setze mich wieder, ungeschickt und verschämt, aber lächelnd. Vive la revolution, h.

  23. #23
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Notizen August 2002

    Suppe gegessen. Bambusstränge. Ingwerschärfe. Ein wenig Huhn. Keine Bestimmung erahnen können. Fehlte Soja? Achtpanther sollte auf einem Bein tanzen können.
    Männerabende haben einen besonderen Charme. Tom Yong... Soundso.

  24. #24
    schreibt hier hin und wieder
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    Lightbulb AW: Notizen August 2002

    Nörgelkopp! Perlen vor die Säue geworfen!


    (Deine "Bambusstränge" waren übrigens Zitronengras.)

  25. #25
    Bauer Hans
    Laufkundschaft

    Cool AW: Notizen August 2002

    Gib ihm Bötel, das reicht!

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