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Thema: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

  1. #26
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Europa nach einem Referendum

    Minister sind Vertreter des Volkes. Und am Spruch, jedes Volk hat die Regierung ... die es verdient hat, ist was dran. Die Griechen haben sich dieses Elend redlich verdient und sollen es nun auch ausbaden. Die haben doch auch nicht nach uns gefragt als sie mit 50 in Rente gingen und den ganzen Tag am Strand lagen, während der 65-jährige Deutsche bis 17:00 am Band stand. Aber dieser Deutsche soll dem Griechen nun wieder den Geldautomat füllen. Beschweren sich, dass sie pro Person nicht mehr als 60 Euro am Tag abheben können. Ich kann nicht jeden Tag 60 Euro abheben, müsste das auch gar nicht. Das zeigt doch wie realitätsfern diese Griechen sind. In Deutschland gibt es auch Parteien die uns mit 50 in Rente schicken und dafür Sorge tragen wollen, dass jedem gleichviel Geld zur Verfügung steht. Warum wählt der Deutsche diese Parteien nicht? Weil er weiß, dass solche Rechnungen nicht aufgehen. Der Grieche aber wählt sie...mit der Option in der Hinterhand...dass wenn es schiefgeht der Deutsche dafür aufkommt. So eine Einstellung kann/darf man nicht belohnen.

  2. #27
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    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    (1)Da muss man sich nicht wundern, dass die großen Philosophen der Antike fast allesamt aus Griechenland kamen. (2) Klar, die sind den ganzen Tag am Strand spazieren gegangen und haben sich über Gott und die Welt Gedanken gemacht, während andere Völker 20 Stunden am Tag auf dem Acker standen um ihr Brot zu verdienen. (3) Nur hatten die Griechen damals das (geographische) Glück bedeutende Handelshäfen zu besitzen - so sind ihnen Milch und Honig von alleine in den Mund geflossen. (4) Heute heißen diese Häfen Bremen und Rotterdam, aber der Grieche geht immer noch am Strand spazieren und lässt Gott einen guten Mann sein. (5) Für Milch und Honig sind jetzt die Europäer zuständig. Und genau das ist das Problem!


    1. Die Griechen haben die Demokratie gegründet, während sie sich von Sklaven bedienen ließen. Heute hält sich der Finanzmarktterrorismus ganz Griechenland, Europa und die Welt als lebenslange Schuldknechte.

    2. Iher "Besonderheit" beruhte auf der Ungleichheit und Unfreiheit der "nicht so besonderen Völker" - die daher als Sklavenfutter für die IG-Tunika herhalten mussten.

    3. Die Griechen hätten heute das Glück, durch bedeutende Gasreserven zum Dubai Europas zu werden. Durch den geplanten Ruin wird verhindert, das ohnehin bestehende Überangebot nicht auszuweiten und die PReise nicht weiter sinken zu lassen.

    (4) Egal, wie die Häfen heute heißen, sie gehören den Chinesen. Namburg wehrt sich noch, was wollen sie jedoch machen, wenn sie ein Drittel des Frachtaufkommens lenken?

    (5) Milch und Honig von Aldi und Co waren billiger als einheimische Produkte, da wir die CHINA-Scheiße fressen, die dort kein denkender Chinese anrührt. Sie füttern ihre Babys mit europäischem Milchpulver und wir kriegen den arsenverseuchten Reis. Europa wird Schwellenland, weil sich so mehr Profit herausschlagen lässt.

    Milch und Honig als Buchgeldfluss der EZB bedeuten, für wertlose Papierfetzen - am Ende reale Sicherheiten zu bekommen. Darin liegt der globale Betrug der Kapitalerroristen. Es sind nur Gedanken, die wir verändern können. Was werden wir daraus lernen?

    P.S.: Eine globale 20 Stunden Woche würde mehr bereitstellen können, als wir wirklich bräuchten. Global besitzen gerade noch 25 % einen "sicheren Arbeitsplatz".

    Bei 75 % prekär Beschäftigten global - das Fehlen eines Arbeitsplatzes - mit dem Entzug von Lebensrechten zu verknüpfen, ist die Mentalität des finsteren Mittelalters. Der Charakter der Mächtigen hat sich seit der französischen Revolution nicht wirklich verändert.

    Es ist nicht sinnvoll, diesen Unterbietungswettbewerb von Volkswirtschaften bei den "Lohn- und Stückkosten" fortzuführen. Im Gegenteil: Es wird für alle europäischen Staaten, unter der zu erwartenden Entwicklung auf dem globalen Arbeitsmarkt, UND, in Anbetracht der Zinsbelastungen des Faktors Arbeit in Europa, unumgänglich sein, nach neuen Konzepten europäischer Bedürfnisbefriedigung zu suchen.

    Die Schäden, die durch die Not und die Sorgen jetzt dort entstehen, sind größer als der Nutzen der bisherigen Debatte unseres Schreikindkindergartens.

    Sie können nicht mit Macht umgehen, es wird ihnen nicht mehr beigebracht. TSI PRASS guckte gestern echt recht "besessen" aus der goldmannbesetzten Wäsche. Wir wissen auch in diesem Bereich nicht mehr, welche Energie angestoßen werden.

    Mag sich das Licht der Erkenntnis durchsetzen, dass Konzepte relativer Besonderheit von Sklavenhaltern für Sklavenhalter erfunden wurden. Frieden ist in Konzepten relativer Besonderheit (hier: durch lebenslange Zinseszinsgewinne) nicht zu finden.

    Darum: Weder mit rechten oder linken Konzepten ist den Krisen beizukommen. Dauerhafte Krisen rufen nach einem Paradigmenwechsel. Globale Zinsknechtschaft ist keine Lösung des Problems.

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    In Deutschland gibt es auch Parteien die uns mit 50 in Rente schicken und dafür Sorge tragen wollen, dass jedem gleichviel Geld zur Verfügung steht. Warum wählt der Deutsche diese Parteien nicht? Weil er weiß, dass solche Rechnungen nicht aufgehen. Der Grieche aber wählt sie...mit der Option in der Hinterhand...dass wenn es schiefgeht der Deutsche dafür aufkommt. So eine Einstellung kann/darf man nicht belohnen.
    Ja, da hast Du recht. Aber wir haben diesen "Ehevertrag" unterschrieben und über "Scheidung" niemals nachgedacht.

    Es ist so, wie es ist, weil es ein Vorteil für die neoliberalen Goldmänner darstellt. Währungskriege sind im Unterbietungswettbewerb von Volkswirtschaften zugunsten global agierender Kartelle ein Mittel, das Verhalten von Staaten zu konditionieren.

    Fragen wir doch diejenigen, die beim Fälschen des Ehevertrages geholfen haben.

    Da kommen wir dann zu den Buchführungsstandards und der amerikanischen Verbuchung von ZUKÜNFTIGEN Gewinnmöglichkeiten, die sogar global einklagbar sind, wenn der Freihandelswahn sich durchsetzt.

    Was ist mit den zukünftigen Lebensbedingungen?

    Es kann uns nur so gut gehen, wie es dem Rest der Welt geht. Alles Leid kommt auf die (Suppenteller der) Verursacher zurück.

    Von den Zinsen könnten wir die Welt ernähren.
    Von den Militärausgaben könnten wir die Klimakatastrophe verhindern.
    Von den Folgen der Terrorbekämpfung könnten wir den Nutzen friedlicher Koexistenz lernen.
    Von einem kulturellen und zivilisatorischen Planetenwert ausgehend, könnten wir Vernunft in die globale Buchführung bringen.
    Von globalen Menschenrechten ausgehend, könnten wir erkennen, in einem Boot zu sitzen, dass von Gewinnerwartungswellen getrieben, dem Abgrund der Gier entgegentreibt.

    Von Vernunft ausgehend, könnten wir sagen: Das muss nicht mehr sein, es ist genug der globalen Sklaverei.

    Denn wir könnten nicht konsumieren, was wir produzieren müssten, die endlose Wachstumsspirale (virtueller Finanzwerte) fortzusetzen. Begrenzte Systeme können nicht unbegrenzt wachsen.

  3. #28
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    AW: Europa nach einem Referendum

    verabschiede dich vom begriff der vernunft oder definiere ihn genauer.
    vernünftig ist für mich etwas kontextbezogenes. ein großbanker definiert VERNÜNFTIGES handeln sicherlich anders als ein kleingärtner aus barleben.

    was bedeutet es, wenn du schreibst "von Vernunft ausgehend"?

  4. #29
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    AW: Europa nach einem Referendum

    Vernünftig würde bedeuten, die Auswirkungen von Entscheidungen in einer Bilanz in "Wertschöpfung" und "Schadschöpfung" zu unterscheiden.

    Der Kontext, in dem wirtschaftliches, politisches und soziales Handeln nach Indikatoren zu bewerten wäre, kann nur ein globaler Planetenwert sein, der wie ein zukünftiger Gewinn in den amerikanischen Unternehmensbilanzen behandelt wird.

    Dem Zukunftswert aller möglichen Wertschöpfungsereignisse stehen Schadschöpfungen gegenüber, die, ohne Versicherungspflicht und Verursacherprinzip, an die globale Risikogemeinschaft "Menschheit" ausgelagert werden.

    Dem Zukunftswert zugeordnet entsteht im Kontext der Mitweltparameter ein Zukunftshorizont, der durch das Fließgleichgewicht (Equilibrium) jedes lebendigen Systems bestimmt wird. Je mehr Schadschöpfungsereignisse wir beklagen, umso kürzer der Zukunftshorizont.

    Der Zukunftswert könnte in natürliche Reproduktionsfaktoren und Produktionsfaktoren aufgeteilt werden. Produktion verbindet Grund- und Rohstoffe zu höherwertigen Gebrauchsmöglichkeiten, denen ein gewisser Nutzen unterstellt wird. Der kurzfristig wirksame Bilanznutzen wandert als Profit zum korruptesten MArktteilnnehmer, der langfristige Schaden (hier: die volkswirtschaftlichen Folgekosten im Gesundheitswesen, auf dem Arbeitsmarkt, die ausufernden Zinsbelastungen) wird an die Staatengemeinschaften weitergegeben.

    Vernunft würde sowohl ein Verursacherprinzip als auch ein Versicherungsprinzip zwingend fordern, allein, um dem Schutz natürlicher Lebensgrundlagen nach Grundgesetz zu gewährleisten.

    Vernunft würde die "freie Entnahme" von Luft, Wasser, Boden und Natur als Minderung des künftigen Reproduktionswrertes der natürlichen Ertragleistung in einer Bilanz bewerten.

    Vernunft würde auf ein globales Überangebot an Arbeitskraft nicht mit einem Unterbietungswettbewerb reagieren.

    Vernunft würde Grundbedürfnisse in einen Zeitkontext einbinden und eine ressourcenorientierte Zufriedenheitsökonomie mit den Faktoren und Indikatoren verknüpfen, die zum Gesamtgleichgewicht des Systems beitragen.

    Produktbilanzen und Schadschöpfungsbewertungen ergeben den ökologischen Preis eines Produktes. Erst wenn diese Kosten "internalisiert", also in der kaufmännischen Kalkulation eines Unternehmens global zu gleichen Standards wirksam werden, könnte von Preisklarheit gesprochen werden.

    Preiswahrheit bedeutet, von Gewinn die jeweilig damit verbundene langfristige Schadschöpung abziehen zu müssen.

    Beispiele:

    Strom aus Kernreaktoren hätte "versichert" fast 4 Euro gekostet, durch die Risikobewertung einer haftbaren Versicherung werden die tatsächlichen Risiken geprüft, bewertet und mit den möglichen Folgen in einen wahrscheinlicher Weise anzunehmenden Ursachen- und Wirkungsbezug gebracht.

    Müssten Kriege künftig "vorher versichert" werden, würden wir (im Rahmen der horrenden Versicherungsbeiträge) auf Bürgerkriege in Ländern mit 15 Atomreaktoren verzichten. Besseres Beispiel: Es zahlen jetzt schon die Amerikaner und Europäer für den neuen Sarkophag in Tschernobyl - oft angesprochener Free-Ride-Effekt.

    Welcher auch bei den Griechen wirksam ist. Mitgefangen - mitgehangen.

    Vernüftig wäre es daher, die Weltklimakonferenz in Paris mit einer Weltschuldenkonferenz, einer Weltfriedenskonferenz, einem Global-Greening-Project und einem globalen Beschäftigungspakt zu verbinden.

    Die inhomogene Verteilung des Faktors Arbeit ist das Problem, das zu lösen wäre. Es ist unmöglich, die Anzahl von Arbeitsplätzen zu schaffen, die gebraucht würden, die Völkerwanderungen zu verhindern.

    Es kostet mehr, Frontex und European Homecare inklusive krimineller und terroristischer Nebeneffekte in die Haushalte einzuplanen, als die Ursachen der Flucht vor Ort zu beheben. Sehen wir die Minderung der Lebensqualität, die der Kampf gegen:

    - die Finanzkrisen
    - den Terror
    - die Umwelt
    - das Leben

    für das kulturelle Gesamtsystem Menschheit bedeuten, könnte ansatzweise von Vernunft gesprochen werden.

    Die Intelligenz einer Art wird am Planungshorizont deutlich.

    UBER, Google und die anderen Heuschrecken betrachten in ihren Investitionsrechnungsmodellen Zeiträume von bis zu 70 Jahren.

    Staaten denken bis zur nächsten Wahl, dahinter fehlen verbindende Absichten.

    Vernünftig wäre ein Globalparlament aus zufällig ausgewählten Globalbürgern, ähnlich den Schöffengerichten. Begleitet von einem Ältestenrat und einem Kinderparlament für die Hochbegabten könnte das Globalparlament die tatsächliche Meinung der Globalbevölkerung zum Ausdruck bringen.

    Eine globale Umwelt- und Sozialgesamtrechnung wäre die Basis jedes Vernunftsprinzips.

  5. #30
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    AW: Europa nach einem Referendum

    Bei ntv haben sie eine Umfrage gemacht ... ob man den Griechen ein drittes Hilfspaket zukommen lassen soll.
    Ergebnis: 8% sind dafür, 92% der Deutschen sind dagegen. Ich denke, dass es inzwischen ums Prinzip geht - und nicht mehr darum...ob so ein Paket sinnvoll ist oder nicht. Der Grieche ist "nur noch" ein Synonym für den uneinsichtigen Faulen - daran ist er selbst schuld. Der Deutsche würde auch mit dem Deutschen so umgehen, wenn sich z.B. das Saarland so verhalten würde wie Griechenland. Auch zum innerdeutschen Länderfinanzausgleich gibt es viele kritische Stimmen - da gibt es auch einige dunkle Schafe (Berlin...), nur ist keines so schwarz wie Griechenland - kann aber noch kommen. Über Griechenland sind die Deutschen, dank der Medienpräsenz, viel besser informiert als über die Missstände in einigen deutschen Bundesländern, wo auch Harakiri -Politik betrieben wird. Dummheit wird nicht mehr bestraft, sondern über Geldtransfers auch noch belohnt. Würde man diese Transfers abschaffen, hätten wir eine andere politische Landschaft. Die Fehler an der Wahlurne bleiben ungesühnt, da auch die Fehler der Politiker unbemerkt bleiben. Ich kenne einen seit längerem arbeitslosen Koch (weil ihm das viele Stehen nicht so gut bekommt), dem die Rentenversicherung eine Umschulung bezahlte (Kosten Euro 10.000). Die Umschulung hatte er gemacht, aber zur Prüfung ging er nicht...weil er dann doch keinen Bock auf den neuen Job (Bereich Erziehung) hatte. Das Arbeitsamt zahlte ihm also weiterhin Arbeitslosengeld und die Wohnung. Nun hatte er über einen Bekannten wieder einen Job als Koch bekommen, musste dafür aber umziehen. Das Arbeitsamt hat den Umzug (Euro 1500.-) bezahlt und übernimmt einen Großteil der Mietkosten. Darüber hinaus bezahlt das Arbeitsamt das Messerset, das ein Koch selbst mitbringen muss - es handelt sich um ein exklusives Messerset von WMF. Das Set hätte ihm auch sein Chef bezahlt und das Geld über den Lohn, in Raten, zurückgefordert - aber wozu, wenn doch der deutsche Staat dafür aufkommt. Die 10.000 Euro Umschulungskosten sind übrigens futsch - für eine Prüfung müsste er die Ausbildung nochmal machen. Wir haben also auch in Deutschland hunderttausende von Griechen - und diese Deutschgriechen hat der Deutsche ebenso satt wie die Original-Griechen. Wie gesagt; es geht inzwischen ums Prinzip...der Nährboden einer Revolution, aber dazu sind die kastrierten Deutschen überhaupt nicht mehr in der Lage.

  6. #31
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Willkommen auf der Erde. Wenn hier die Nutznießer von Spielregeln diese selber bestimmen dürfen, muss es einen nicht wundrn, wenn sich neben den menschlich allzumenschlichen Fehlern auch Ungerechtigkeiten aus Bosheit und Erfolgsgeilheit einstellen MÜSSEN!

    Kein Gesetz kann schon im Voraus zukünftige Verbechen verbieten, da diese noch völlig unbekannt sind, oder hätte vor 20 Jahren jemand mit dem Begriff Cyberkriminalität etwas anfangen und EDV-Personendiebstahl verbiete können?

    Da wir aber keine anderen Menschen zur Verfügung haben, müssen wir mit denen klar kommen, die sinniges, perspektivisches Denken für eine hoffentlich nicht ansteckenden Krankheit halten, die sie bislang verschonte. In gewissen Kreisen ist es sogar 'in' mit seiner Bildungslosigkeit zu prahlen. Als ich eine Werbebroschüre für 'GEO' las, in denen aufgelistet wurde, für wen alles dieses Magazin gedacht sei (Sekretärinnen, Ärzte, Rechtsanwälte etc.), war nicht ein einziger Handwerkerberuf darunter.

    Ich weiß, das alles hat jetzt kaum etwas mit Grexit zu tun, erklärt aber Vieles.

    Und Rezepte gegen Egoismus, Dummheit und Machtstreben haben bislang die Arschlöcher über Wirtschaftsdarwinismus immer nur noch stärker gemacht.

    Was mich nur interessiert: Griechenland kann sich doch durchaus selber versorgen. Konnte es jedenfalls Jahrtausende lang. Vielleicht nicht mit Maßschuhen, aber mit ausreichend Essen und einer beeindruckenden Kultur. Das mit der Wiege der Demokratie sollte man nicht anführen, aber dieses Land war doch mal so fit, dass die Türkei Angst bekam.

  7. #32
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    Mitnahmeeffekte

    Ja, der Ehrliche ist solange der Dumme, bis der Dumme klüger wird.

    Ein System des Mangels führt zu Gier. Arbeitsplätze sind globale Mangelware. In ihrer Gier nach Arbeit gehen die Menschen über Leichen, weil der Nicht-Besitz eines Arbeitsplatzes mit dem Entzug von Lebensrechten bestraft wird.

    Bei einem globalen Überangebot an Arbeitskräften kein wirklich humaner Ansatz.

    Die Haltungsbedingungen auf unserer Farm der Tier könnten überdacht werden. Die meisten Menschen definieren sich über Arbeit, es ist nur leider nicht genug Wachstum möglich, dass all diese individuelen Bedürfnisse in einem globalen Rahmen erfüllen könnte.

    Eine Farm der Tier, auf der jeder vorne am Trog stehen möchte, führt zu Reibereien.

    Unsere Erde als einen globalen Gemeindegarten zu betrachten, könnte Absichten verbinden. Wir wählten diese Hölle, was können wir nun daraus lernen? Was könnten wir wählen?

  8. #33
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Mitnahmeeffekte

    In 15 Jahren gehen die geburtenstarken Jahrgänge in Rente - da wird so mancher Rentner blöd aus der Wäsche blicken ... wenn er merkt, dass er weniger an Rente bekommt als sein eingedeutschter Nachbar an Sozialleistungen - teilweise ist das ja heute schon so. Nur sind diejenigen ... die heute eine niedrige Rente bekommen ... meist selbst dran schuld. Es geht nicht um ehrlich oder dumm - der Deutsche ist einfach zu human gegenüber seinen Nachbarn. Während der deutsche Rentner überlegt wie er mit 200 Euro durch den Monat kommt, erfreut sich der griechische Rentner über die neu erworbenen Starfighter, die ihn beschützen...falls Zypern auf die Idee kommt die Akropolis zu erobern.

  9. #34
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    AW: Mitnahmeeffekte

    Es sind doch ebensolche Mitnahmeeffekte, die von einer individuellen Ebene bis in das Verhältnis und Verhalten eines Staatenbundes hinaufreichen.Ohne Verfassung sind wir eine Wirtschafts- und Währungsunion, die soziale Sogwirkungen auslöst.

    Derweil können diejenigen in Griechenland, die noch etwas produzieren, es nicht mehr nach Europa verkaufen, da die Erzeuger nicht wissen, ob oder wann die Überweisung überhaupt noch gutgeschrieben wird. Gegen die Billigprodukte aus China und Asien kann sich keine Volkswirtschaft mehr behaupten, da die Arbeitskraft in Europa immer weiter mit den Kosten der Finanzkrise belastet wird. Korruption, Vetternwirtschaft und mafiöse Strukturen belasten die Arbeitskosten und schmälern damit die Renten überall in Europa.

    Schwarzarbeit macht in der gut organisierten Bundesrepublik 300 Mrd. Euro pro Jahr aus. Alles individuelle Mitnahmeeffekte....

    Staaten sind genau so korrupt, wie es die Entscheidungen ihrer Bürger sind. Die Grundfrage lautet: Altruismus oder Egoismus? Kooperation oder gnadenlose Konkurrenz? Wir scheitern am unverstandenen Eigennutz.

  10. #35
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    Schwarzarbeit macht in der gut organisierten Bundesrepublik 300 Mrd. Euro pro Jahr aus. Alles individuelle Mitnahmeeffekte....

    Was die Schwarzarbeit betrifft ... kann man unterschiedlicher Meinung sein. Manche halten sie für einen Motor unserer Wirtschaft, denn kaum jemand könnte ohne Schwarzarbeiter bauen. Du brauchst zum Bauen Maurer, Gipser, Elektriker, Dachdecker, Maler, Gas-und Wasserinstallateure, eine Firma für die Fenster, eine für die Wärmedämmung usw..../wenn ich nun ein Drittel schwarz machen lasse, werden immerhin zwei Drittel offiziell installiert. Dieses eine Drittel kann aber entscheidend sein, ob ich mir den ganzen Bau leisten kann...oder doch lieber in meiner Eigentumswohnung bleibe. In keinem europäischen Land wohnen so wenige Menschen im eigenen Haus wie in Deutschland. Das liegt daran, dass das Bauen bei uns zu teuer ist und meist mit einer hohen Verschuldung umher geht. Diese Verschuldung scheuen aber viele Bürger, da ihre Arbeitsplätze nicht sicher genug sind. Will man die Schwarzarbeit bekämpfen, muss man erst mal die Arbeitsplätze sicherer machen- aber wie macht man das?

    Die Arbeitsplätze mache ich dann sicherer, wenn ich als Staat den Mittelstand aufwerte und entlaste. Wer bei Mercedes oder SAP arbeitet, der kann getrost bauen - er muss keine Angst um seinen Arbeitsplatz haben - selbst wenn man ihm kündigt...dann ist die Abfindung so hoch, dass der Bau so gut wie bezahlt ist. Die Industrie stellt nur 30% der Arbeitsplätze...vermitteln aber den Eindruck sie würden 100% tragen. 100% ist nur ihr Einfluss bei der Politik, während der Mittelstand dort unterrepräsentiert ist. Hier versagt auch das Bundeskartellamt...dieses Amt gehört mal genauer unter die Lupe genommen. Die Großindustrie agiert Schulter an Schulter und wird immer größer, während der Mittelstand, aufgrund der vielen Marktteilnehmer, sich kaum wirklich vernetzen kann. Ihr Einfluss, in Relation zu ihrer Bedeutung für unser Land, ist sehr gering.

    Auch wird Deutschland von der Großindustrie permanent erpresst. Wenn ihr dieses oder jenes Gesetz erlasst, dann wandern wir nach Indien, Rumänien oder sonst wo hin ab. Na und? Lasst sie gehen! Werden schon sehen was sie davon haben. Wie gesagt, die Großindustrie stellt nur 30% der Arbeitsplätze - wenn davon wegen Abwanderung 50% an Arbeitsplätzen wegfallen, dann wird das unseren Staat nicht umhauen. So viele werden es aber gar nicht sein, da eine Planungssicherheit aufgrund politischer Stabilität mindestens ebenso viel wiegt wie laschere Umweltgesetze oder niedrigere Energiekosten. Da erwarte ich von den Politikern auch mal eine starke Hand und ein klares "Nein".

  11. #36
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Mitnahmeeffekte

    Verwechsle Deutschland nicht mit der BRD GmbH!

    Ich habe heute über diese Griechenland-Sache nachgedacht. Ein Kompromiß könnte darin liegen, Griechenlands Schulden zu sistieren und sich dann zu bedienen, wenn die Griechen wieder auf die Beine gekommen sind. Griechenland geht raus aus dem € und macht sein eigenes Ding, was nichts daran ändern dürfte, daß sie im Wirtschaftsgebiet Europas bleiben, aber vielleicht eine stärkere Affinität zu Rußland entwickeln.
    Aber machen wir uns nichts vor. Das Land ist so hoch verschuldet, daß es seine Schulden nie zurückzahlen wird. Aber eine Sistierung ist besser als ein Schuldenschnitt, denn der würde die Griechen extern belasten. Bei meinem Vorschlag müßten sie als Nation zusammenrücken; allerdings sehe ich da schon neue Kredithaie herumflattern, welche aus Fernost und Norden, die sich auf diese Weise in den € einkaufen können.

  12. #37
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    Zitat von anderedimension:
    "Auch wird Deutschland von der Großindustrie permanent erpresst."

    Wenn diese Großindustrie, die den Staat erpresst, jedoch überall die Gleiche wäre, was dann?

    Wenn diese kartellartige Großindustrie von den gleichen Heuschrecken ausgesaugt, zerfleischt und vorgeführt wird, was dann?

    Wenn diese Heuschrecken heute Griechenland 1,65 Mrd. für knapp 3 % geliehen haben, und sich tatsächlich, wie Aerolith oben ausführte, klammheimlich Einfluss auf Entscheidungen erkaufen, was könnte die Heuschrecken aufhalten?

    Wir bräuchten nicht nur einen gesunden Mittelstand, wir bräuchten stabile und regional autarke Strukturen, die eigenverantwortlich entscheiden und handeln können müssen, und dabei spürbare regionale Wertschöpfung mit einer Verbesserung der Lebensqualität verbinden lernen. Eigenverantwortliche Subsidiarität mit globaler Solidarität zu verbinden, ist das wesentliche Element zur Meisterung der künftigen Herausforderungen.

    "Das Ende der Arbeit" von Jeremy Rifkin führt eine Mc. Kinsey Studie an, nach der schon vor 25 Jahren mehr als 30 % der Tätigkeiten "wegrationalisiert" hätten werden können. Spätestens mit Einführung der 3-D-Drucker wird sich die herkömmliche Arbeitswelt auflösen.

    So fordere ich einen Marshall-Plan zur Deckung der europäischen Grundbedarfe an Wasser, Nahrung, Wohnraum, Bildung, Gesundheitswesen, Energie und Mobilität. Einen europäischen Zukunftsfond, aus dem langfristig vorteilhafte Projekte entstehen, die positive Skaleneffekte erzeugen. Negative Skaleneffekte haben wir im "Kaputtsparen" heute von der angelsächsischen Mietmundgarde vernommen, die Frau Merkel erfolgreich zu pricken vermochten.

    Aber auch diese Sündenbocksuche lenkt nicht vom Bock ab, den sich die Politik insgesamt zum Gärtner gemacht hat. Staaten sind den globalen Mitnahmeeffekten im Wettbewerb der Unterbietungsgesten heillos unterlegen. Sie müssen einerseits die nationalen Parlamente und Wähler im Blick haben, andererseits das parteipolitsche Euro-(Kommisions-)Konstrukt und drittens die Interessen derer, denen ein Scheitern des Euro zugute käme.

    Viertens ist es Staatsziel, eine ausgeglichene Handelsbilanz anzustreben. 2014 kauften die Griechen bei uns für 6 Mrd., wir kauften dort für 2 Mrd. ein.

    Im Gesetz für Wachstum und Stabilität wird das magische Viereck der Volkswirtschaft an 4 Eckpunkten festgemacht:

    1. Vollbeschäftigung
    2. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
    3. Angemessenes Wirtschaftswachstum
    4. Stabiles Preisniveau


    1. Vollbeschäftigung wird nicht einmal mehr rhetorisch diskutiert.
    2. Exportweltmeister wie China und Deutschland setzen inneres Wohlergehen vor die Handelsehre.
    3. Wenn China weiter derart unangemessen schnell wächst, verschärft sich der Druck auf viele andere Volkswirtschaften
    4. Preis und Lohnniveau mögen im Verhältnis stabil sein, 1,5 % Inflation bei Nullzinspolitik der EZB führt zum Abschmelzen aller Schulden und Werte.

    Es ist die größte Vermögensverteilung nach oben, die dieser Planet jemals erlebt hat und wir reden daüber, welcher Trottelstaat nun der größere Trottel ist.

    Daneben: Sie haben so viel Gas vor ihrer Küste, dass sie eigentlich ziemlich reich sind. Je mehr sie leiden, umso günstiger sind die Abbaurechte bald zu bekommen. Pfändung wie im Saarland?

    Um die Macht der Konzerne zu brechen, wären in Deutschland "Ministerkartelle" zulässig.
    Um Gefahren für den Bestand der Demokratie abzuwenden, wären Sozialisierungsmaßnahmen zulässig.
    Um die Verfassung zu schützen, ist auch die Führung der Staatsgeschäfte durch das Verfassungsgericht denkbar.

    Ich denke, das Staatskonstrukt EU ist juristisch unzurechnungsfähig und nicht geschäftsfähig.

    Zu Grabe tragen oder abblasen, wär zu insistieren. Sich von dem Goldmann-Blackrock-Hüherhaufen dauerhaft vom Krieg in der Ukraine ablenken zu lassen, ist schon sehr blöde. Als Krupp die dicke Berta zur Weltausstellung nach Paris schleppte, stand dort auch schon eine Solar-Dampfmaschine.

    Krieg ist die einzige Innovation, die den Heuschrecken einfällt, den gleichen Irrtum ein drittes Mal zu wiederholen. Für diese Kinderspiele ist die Welt zu klein, wir sollten uns diese Vergangenheit einfach vergeben und sie zu Grabe tragen. War einfach ein Irrtum.

    Zu den Folgen der Herrschaft des Kapitals über die Menschlichkeit:

    http://www.dw.com/de/wenn-die-sparpo...igt/a-16701163

    Ist Geld wirklich wichtiger als das Leben?

    http://globale-allmende.de/gesellschaft/allmendeproblem

    Allmende-Gemeindewiesen gibt es noch in Spanien oder auch der Schweiz. Da jeder Landwirt freien Zugang besitzt, besteht die Tendenz, mehr Tiere dort grasen zu lassen, als die Wiese dauerhaft verträgt. So wird aus dem kurzfristigen Gewinn für "investitionswillige" Landwirte langfristig ein Totalausfall für die gesamte Gemeinde.

    Wiese wäre hier die Erde, Gemeinde die Menschheit.

  13. #38
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    Kapital Error

    Isch over mit den Chinesen


    Da die Leichenfledderer, die globalen Aasfresser immer größere neue Beute brauchen, ist jetzt China dran. Europa fällt noch nicht, das ist die Wahl der schrecklichen Schrecken auf Chinas Wert-Papier-Börse gefallen.

    Kleptokratie hört doch mit Greece (oder Grease) nicht einfach auf.

    Einem Prozent gehört die halbe Welt und dem Rest wirds langsam eng und zunehmend mulmig.

    Kapital-error-isten sind solche, die das Gesamtsystem manipulieren. Warum?

    Weil sie es können!

    Was ist ihre Ausrede?

    Wenn ich es nicht mache, macht es ein anderer.

    Wurde von den Nazi-Schergen ebenso fruchtlos behauptet. Planet der Nazis und Sklavenhalter?

    Nein. Es ist genug.

    Spätere Generation, so es solche noch geben wird, werden sich fragen, wer uns derart verblöden konnte, unseren Besatzer als Partner zu bezeichnen und sich in aller Seelenruhe ausspionieren zu lassen. Nebenbei natürlich den globalen Mittelstand in allen technischen Zukunftsmöglichkeiten.

    Wenn du weißt, was der andere plant, bist du ihm immer eine Nasenlänge voraus.

    Europa wird wegen Dummheit evakuriert. Evakuration bedeutet, unsere halbhirnigen Gedankengebäude mal der emotionalen Gehirnhälfte zur Prüfung vorlegen.

    Die Welt steht auf dem Kopf. Alle Maßnahmen, den Kopfstand zu stabilisieren, bringen nur Zeit.

    Die Amis haben ihre Immobilienblase mikrogranuliert nach Europa exportiert. Jetzt ist China dran, bei denen stehen die Amis mit 2 Billionen in der Kreide. Die Amis haben pro Kopf mehr Schulden als die Griechen, darüber, dass die mehr als pleite sind, spricht jedoch niemand.

    Wenn sich die auf dem Kopf stehenden Volkswirtschaften dann zum Kampf um Arbeit und Kapital rüsten, gelangen wir zu einer Risikofusion ungekannten Ausmaßes.

    Hinterher wird uns klar werden, was uns schon zweimal klar geworden ist: Es nutzt nichts, einem fehlerhaften Grundparadigma bis in den Tod zu logen. Es ist zwar Treue, doch könnte Kadavergehorsam genannt werden.

    Allmende und das Gefangenendilemma könnten unserer globalen Bettwanzenbrut Einhalt der Einfalt gebieten, wird ein globaler Betrachtungsmaßstab gefunden, angewendet und rational betrachtet. Globale Fließgleichgewichte sind nur zu regeln, nicht zu planen. Geplant sind feindliche Übernahmen ganzer Staatsgebilde.

    Und wir streiten um die Wurst, die auf ihre Enden zugeht.

    Es gibt zwei Arten, dieses Kinderspiel zu beenden:

    Krieg um Lebennsmöglichkeiten, also ein dauerhafter Hyperkonflikt in Technokratien ohne globale Lebensqualität

    Global Greening Projekt und Arbeitskraft dort einsetzen, wo globale Klimaschutzmaßnahmen den größten Nutzen aufweisen, das ganze über einen Zukunftsfond. Würden die "Investoren", die ja wir sind, vor die Wahl gestellt, den Planeten zu retten oder abzuschreiben, also zu Grabe zu tragen, tatsächlich ihren kleinkindlichen suizidalen Nihilismus offen zugeben?

    Es sind globale Hilferufe, Hilferufe nach Liebe und Aufmerksamkeit. Staaten beklagen sich bei Staaten und wenden sich an eine inexistente Staatengemeinschaft, die keine Institutionen besitzt, ihre Lebensrechte gegenüber die globalen Erroristen gel(d)tend zu machen.

    Wesentlich ist die Bewertung von Leben, Gesundheit, Frieden, Sorglosigkeit, Perspektive und "steuerbare Verstehbarkeit einer Gesamtresonanz", also die Handhabbarkeit eines Problems..

    Alles nur eine Frage der globalen Organisation.


    Kooperation und Koexistenz sind Voraussetzungen für eine kontinuierliche Permation hin zu einem Lebenssystem, dass Freiheit mit Eigenverantwortung verbindet.

    Die Gretchenfrage, warum wir unbedingt auf dem Kopf stehen wollen, wäre zu stellen. Leben ist Kooperation und friedliche Koexistenz. Wo diese im Körper fehlt, sprechen wir von "Erkrankung". Wobei dieser Erkankung die unauffüllbare Gier ist.

    China wird die kollektive Unzufriedenheit nicht auf diese Art regeln können, die Welt sitzt im Gefangenendilemma fest und vergrößert immer schneller die Grunddefizite.

    Wer beseitigt die Blase in China?

  14. #39
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    Man müsste errechnen wie viele Tiere die Wiese verträgt. Sind es 100 Tiere, die die Wiese verträgt und 10 Landwirte, die der Genossenschaft angehören, darf jeder Landwirt 10 Tiere auf die Wiese führen. Hat einer nur 7 Tiere, kann er einem anderen Landwirt, der z.B. 15 Tiere hat, für drei Tiere "Grasberechtigungsscheine" verkaufen. Der Erlös geht an die Genossenschaft, den diese dann für Weidezäune usw. zurücklegt. Tritt ein elfter Bauer der Genossenschaft bei, dürfen alle nur noch 9 Tiere auf die Weide führen. Auf keinen Fall darf die 100 überschritten werden.

    Das stimmt zwar, doch hinkt der Vergleich ein wenig.
    Die Amis haben 10 Autos für insgesamt 200.000 Dollar gekauft und dafür einen Kredit bei der GM-Hausbank aufgenommen. Die Fahrzeugbriefe bleiben bei General Motors, bis der Kredit vollständig zurückbezahlt wurde. Die Amis pflegen und versichern ihre Fahrzeuge und parken sie in einer Garage. Das wusste GM, ansonsten hätte man den Deal nicht gemacht, Können die Amis ihren Kredit nicht mehr bedienen, werden die Fahrzeuge für den Restwert von 120.000 Dollar veräußert. Die Bank hat 80.000 verloren, aber vorher schon 20.000 an Zinsen eingenommen, zudem gehört ihnen die Versicherung, bei der die Fahrzeuge versichert sind - bleibt ein Verlust von 60.000 Dollar.

    Die Griechen haben nur ein Auto finanziert, dieses aber direkt nach dem Kauf an die Wand gefahren - da man mit der Versicherung im Rückstand war, haftete diese nicht für den Schaden. Die Bank bleibt auf 20.000 Euro sitzen. Der Grieche bitten um einen neuen Kredit für einen BMW und versprechen auf das Fahrzeug aufzupassen und die Versicherungspolicen zu bezahlen. Da die Bank an BMW und an der Versicherung beteiligt ist, lassen sie sich auf das Geschäft ein. Der Grieche zahlt die erste Rate, die folgenden dann nicht mehr und fährt das Auto an die Wand. Die Bank bekommt ihr Geld nicht mehr und muss sich auch noch am Versicherungsschaden beteiligen.

  15. #40
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    Zitat Zitat von andere/dimension Beitrag anzeigen
    Man müsste errechnen wie viele Tiere die Wiese verträgt. Sind es 100 Tiere, die die Wiese verträgt und 10 Landwirte, die der Genossenschaft angehören, darf jeder Landwirt 10 Tiere auf die Wiese führen. Hat einer nur 7 Tiere, kann er einem anderen Landwirt, der z.B. 15 Tiere hat, für drei Tiere "Grasberechtigungsscheine" verkaufen. Der Erlös geht an die Genossenschaft, den diese dann für Weidezäune usw. zurücklegt. Tritt ein elfter Bauer der Genossenschaft bei, dürfen alle nur noch 9 Tiere auf die Weide führen. Auf keinen Fall darf die 100 überschritten werden.

    Cooler Gedanke mit den "Grasberechtigungsscheinen", quasi "Optionsscheine" für die Nutzung der Gemeindewiese. Die Gesamtzahl in Deiner Betrachtung ist wesentlich, erstens kann der natürliche Reproduktionsfaktor mit der Zahl 1 bewertet, in seiner Entwicklung betrachtet werden, zweitens würde eine "Höchstbelastungsgrenze" eingerechnet werden.

    Danke für die Idee.

    Zitat Zitat von andere/dimension Beitrag anzeigen
    Das stimmt zwar, doch hinkt der Vergleich ein wenig.
    Die Amis haben 10 Autos für insgesamt 200.000 Dollar gekauft und dafür einen Kredit bei der GM-Hausbank aufgenommen. Die Fahrzeugbriefe bleiben bei General Motors, bis der Kredit vollständig zurückbezahlt wurde. Die Amis pflegen und versichern ihre Fahrzeuge und parken sie in einer Garage. Das wusste GM, ansonsten hätte man den Deal nicht gemacht, Können die Amis ihren Kredit nicht mehr bedienen, werden die Fahrzeuge für den Restwert von 120.000 Dollar veräußert. Die Bank hat 80.000 verloren, aber vorher schon 20.000 an Zinsen eingenommen, zudem gehört ihnen die Versicherung, bei der die Fahrzeuge versichert sind - bleibt ein Verlust von 60.000 Dollar.

    Die Griechen haben nur ein Auto finanziert, dieses aber direkt nach dem Kauf an die Wand gefahren - da man mit der Versicherung im Rückstand war, haftete diese nicht für den Schaden. Die Bank bleibt auf 20.000 Euro sitzen. Der Grieche bitten um einen neuen Kredit für einen BMW und versprechen auf das Fahrzeug aufzupassen und die Versicherungspolicen zu bezahlen. Da die Bank an BMW und an der Versicherung beteiligt ist, lassen sie sich auf das Geschäft ein. Der Grieche zahlt die erste Rate, die folgenden dann nicht mehr und fährt das Auto an die Wand. Die Bank bekommt ihr Geld nicht mehr und muss sich auch noch am Versicherungsschaden beteiligen.
    Wenn der Versicherungsschaden globaler Natur ist, gibt es keinen Beteiligten, für den jeglicher Gewinn noch einen Sinn macht. Es könnte "Profitnutzungshorizont" genannt werden: Die Zeit, die noch bleibt, sich an den unverdienten Früchten des Irrtums zu erfreuen.

    Was zu ergänzen wäre: Die Banken bekommen für Buchgeld ohne Goldbindung und Währungsreserven beim Totalausfall recht reale Sicherheiten, wie Gebäude, Grundstücke und sonstige Realwerte. Ohne Sicherheiten steigen die Zinsen.

    Bildhafter Vergleich. Ist das Auto schon an die Wand gefahren, will keiner mehr für zahlen.

  16. #41
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    Zitat WirSindIchBin

    Was zu ergänzen wäre: Die Banken bekommen für Buchgeld ohne Goldbindung und Währungsreserven beim Totalausfall recht reale Sicherheiten, wie Gebäude, Grundstücke und sonstige Realwerte. Ohne Sicherheiten steigen die Zinsen.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------


    Realwerte, das ist das Schlüsselwort. Dafür gibt es ein wörtliches Beispiel:
    Real Madrid. Diesem Verein wird ständig vorgeworfen über seine Verhältnisse zu leben, da man Unsummen für Spieler ausgibt, denen keine entsprechenden Einnahmen entgegen stehen. Zwar stimmt es, dass Real bei den Spielertransfers ein Minus erwirtschaftet, aber unwahrscheinlich hohe Marketingeinnahmen hat. Die Aura der Spieler ist also auch was wert. Zudem hat man Immobilien - und Grundstückswerte, die deutlich höher sind als die Verbindlichkeiten. Nun könnte Kritiker sagen, dass diese Werte von theoretischer Natur sind, aber dem ist nicht so, da diese Werte durch die Stadt Madrid abgesichert werden. Das heißt, dass die Stadt, falls Real pleite ginge, die Grundstücke und Immobilien zum bilanzierten Wert übernehmen wird. Der Verein ist also kerngesund. Es ist wohl eher der Neid der Anderen, der ihnen dieses Schuldenmärchen andichtet.
    Bei Griechenland ist das anders, da steht den Verbindlichkeiten kaum etwas an Werten gegenüber - man hätte Griechenland diese Schulden also gar nicht machen lassen dürfen. Griechenland ist zwar wirtschaftlich ein absolut unbedeutendes Bananenland, aber durch seine geographische Lage von militärischer Bedeutung - sicher der Hauptgrund, warum der Ami so Pro-Griechenland auftritt und der EU entsprechenden Druck macht. Da ist Frau Merkel wirklich nicht zu beneiden, wenn man bedenkt wenn sie bei ihren Entscheidungen so alles zufriedenstellen muss. Ein Aufgabe, an der man eigentlich nur scheitern kann. So oder so, es bleiben Unzufriedene zurück, die ihre Unzufriedenheit dem Handeln von Frau Merkel anlasten werden. Sie ist in dieser Angelegenheit, man entschuldige, wirklich eine "arme Sau". Ich glaube wir Deutsche sind es ihr schuldig nicht auch noch auf sie drauf zu prügeln. Hier hat das deutsche Vólk die historische Chance sich auch mal solidarisch mit seiner Regierung zu zeigen. Alle anderen, die keine Verantwortung übernehmen, haben gut reden.

    Eines darf man, bei einer fairen Betrachtung der Griechenland-Krise, nicht vergessen: Hier ist das ganze Portfolio politischen Denkens und Handelns gefragt. Das ist etwas anderes als über eine Maut zu entscheiden. Eine Antwort auf diese Frage soll die halbe Welt zufriedenstellen. Es sind unglaublich viele Faktoren zu berücksichtigen, die sich garantiert nicht alle unter einen Hut bringen lassen. Man muss schauen, dass man einen möglichst großen Hut bindet. Selbst in der besten Familie würde man, aufgrund der vielen Anfeindungen, keinen Dialog mehr führen.

    Weil da so viel Wahrheit drin steckt, möchte ich nochmal auf die Allmende zurück kommen:

    Jede Streuobstwiese beherbergt mehr Kunst als der Louvre und jeder Kuhstall ist gesellschaftlich wertvoller als das Schloss Sanssouci.
    Will man die Welt verändern, muss man Werte neu definieren. Die Mona Lisa braucht kein Mensch, aber ohne Weizen werden wir hungern.

    "Bauer" ist ein Schimpfwort, steht für einen naiven Dummkopf oder für einen ungelenken Holzkopf. Wer sonst, als der Bauer, kann es sich NICHT leisten naiv zu sein. Naives Handeln würde für ihn Hungern bedeuten. Der Börsenmakler aber, lässt mit seinem naiven Handeln andere hungern. Ich bin in einer ländlichen Gegend aufgewachsen und kann mich noch darin erinnern wie ein Mitschüler, damals 1 oder 2 Klasse, in Gummistiefeln und Gummilatzhose zur Schule kam und zum Gespött der anderen Schüler wurde. Ansonsten kam er gekleidet wie jeder andere zur Schule - vielleicht war an diesem Tag sein Opa krank und er musste vor der Schule dessen Arbeit übernehmen - hatte kein Zeit mehr sich umzuziehen um nicht zur spät zur Schule zu kommen. Er hatte also doppelt Verantwortung übernommen; die Arbeit des Opas erledigt und dafür Sorge getragen nicht zu spät zum Unterricht zu erscheinen.
    Dafür hat er dann gesellschaftlichen Hohn und Spott geerntet. Ist das heute, wo wir alle Erwachsene sind, anders?!? Der Börsianer im schicken Boss-Anzug und mit seinem schnittigen BMW Z4 hat unsere Aufmerksamkeit und unseren Respekt - ihm vertrauen wir unser Geld an. Den Bauern leugnen wir als Freund, damit seine "Naivität" nicht auf uns übertragen wird. Sag mir mit wem Du gehst und ich sage dir wer Du bist. Wir sollten den Bauern unser Geld anvertrauen.

    Zitat WirSindIchBin


    Viertens ist es Staatsziel, eine ausgeglichene Handelsbilanz anzustreben. 2014 kauften die Griechen bei uns für 6 Mrd., wir kauften dort für 2 Mrd. ein.
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Das heißt, die Griechen müssen auf 4 Mrd ihrer Inporte verzichten, oder wir müssen für 4 Mrd mehr importieren? Und was machen wir dann mit dem ganzen Olivenöl?
    Solche Ziele machen m.E. keinen Sinn, denn sie funktionieren ja schon im Kleinen nicht. Wenn Du täglich bei deinem türkischen Nachbarn dein Obst kaufst, was soll der dann bei dir kaufen?
    Oder musst Du ab einem gewissen Umsatz den Händler wechseln, obwohl dir dessen Obst nicht schmeckt? Und wie wird der Transfer von Know How verrechnet? Es gibt nur die Freie Marktwirtschaft, alles andere ist keine Marktwirtschaft. Mit einer ausgeglichenen Handelsbilanz per Dekret förderst du die Misswirtschaft.

    Wir sehen die Staaten als eigenständig handelnde (im doppelten Sinne) Personen, aber das sind sie nicht. Sie handeln im Auftrag ihres Volkes. Wenn der Deutsche, warum auch immer, plötzlich auf Rapsöl abfährt, dann bleibt der Grieche auf seinem Olivenöl sitzen. Und wenn der Deutsche mit Gas heizen möchte, dann braucht es ein Handelsabkommen mit Russland. Es ist nicht die Aufgabe des Staates für Nachfrage zu sorgen, sondern sie zu bedienen. Einzige Ausnahme, wenn sich die Nachfrage nicht mit bestehenden Gesetzen vereinbaren lässt. Wenn der Deutsche Waffen will, dann sieht der Staat keinen Handlungsauftrag für sich. Momentan haben wir z.B. die Situation, dass der Deutsche grünen Strom möchte - und das zu einem fairen, bezahlbaren Preis. Dafür muss der Staat keine Gesetze, sondern nur sein "Handeln" ändern. Selbst das was der Staat direkt kauft, z.B. Panzer und Raketen, tut er im Auftrag seines Volkes. Auch hier haben wir das Beispiel mit unserer heruntergewirtschafteten Bundeswehr. Der Deutsche ist üben Zustand der Ausrüstung empört und verlangt nach mehr Sicherheit - also hat der Staat das Mandat um einkaufen zu gehen. In der Regel sind es aber nicht Staaten die handeln, sondern Wirtschaftsunternehmen...denen der Staat den Weg ebnet.

    Allmende

    Der Grieche führte erst 10 Kühe auf die Weide und in der Dämmerung weitere zehn. Als der Schwindel auffiel, unterstellte er den anderen Landwirten nicht zählen zu können. Als er damit auch nicht durchkam, machte er den Vorschlag, dass alle anderen Landwirte nur noch 8 Kühe auf die Weide führen sollten, dann ginge die Rechnung wieder auf . Die Bauern waren ja nicht dumm und lehnten den Vorschlag ab, schlugen ihrerseits vor, dass der Grieche für ein paar Tage aussetzt, denn wenn nur 90 Kühe statt 110 auf der Weide wären, dann könnte diese sich wieder erholen und der Grieche dann später wieder 10 seiner 20 Kühe dort grasen lassen. Der Grieche war empört und meinte, dass bis dahin seine Kühe wohl verhungert sein. Das wollten die Bauern natürlich nicht und boten dem Griechen eine Wiese hinter den Hügeln an, die zwar etwas vom Schuss...aber dafür sehr saftig war. Der Grieche sagte, dass er mit seinen alten Sandalen so weit nicht laufen könne und verlangte, dass die Bauern ihr Geld zusammenlegen und ihm ein paar neue kaufen. Die Bauern legten also ihr Geld zusammen und kauften dem Griechen ein paar neue Sandalen. Die neuen Sandalen waren so schön und geschmeidig, dass der Grieche sie nicht kaputt machen wollte, indem er damit durch unwegsames Gelände läuft. Nun waren alle etwas ratlos und wussten nicht mehr was zu tun war. Und während sie da saßen und grübelten, fiel ein Rudel Wölfe über die Herde her und tötete 40 Kühe. Der Grieche hatte Glück, nicht eine getötete Kuh gehörte ihm. Nun hatte man eine Wiese mit der Kapazität für 100 Kühe, aber nur noch 70 Kühe. Der Grieche sagte: Für die Kühe die euch nun fehlen habt ihr keinen Einnahmen für die Milch, also schlage ich vor dass ihr mir Geld leiht, dann habt ihr wenigstens regelmäßige Zinseinnahmen. Die Bauer überlegten nicht lange und liehen ihm das Geld. Der Grieche lief sofort los, kaufte sich auf dem Viehmarkt 30 weiter Kühe - und wartete auf die Dämmerung....

  17. #42
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    Zitat Zitat von andere/dimension Beitrag anzeigen
    Eines darf man, bei einer fairen Betrachtung der Griechenland-Krise, nicht vergessen: Hier ist das ganze Portfolio politischen Denkens und Handelns gefragt. Das ist etwas anderes als über eine Maut zu entscheiden. Eine Antwort auf diese Frage soll die halbe Welt zufriedenstellen. Es sind unglaublich viele Faktoren zu berücksichtigen, die sich garantiert nicht alle unter einen Hut bringen lassen. Man muss schauen, dass man einen möglichst großen Hut bindet. Selbst in der besten Familie würde man, aufgrund der vielen Anfeindungen, keinen Dialog mehr führen.




    Da sprichst Du das eigentliche Problem an: Es wären so viele Faktoren zu berücksichtigen, dass Politik im Dauerkrisenzustand nicht die Möglichkeit bleibt, die verwertungsrelevanten Informationen zu sammeln, zu verarbeiten und angemessen auszuwerten. Es ist nicht möglich, sich über alle Themen und Faktoren ausreichend zu informieren. Informationsüberflutung führt zu selektiver Wahrnehmung.

    Ein Dialog besteht aus zwei Gesprächspartnern, daher wäre es ein Multilog, der zu führen wäre. Wie in allen guten Familien müssten wir dazu die Fehler der Vergangenheit vergeben lernen. Ohne Vergangenheit gibt es keine Feinde. Sowohl Dialog, als auch Multilog lebt davon, Standpunkte in Frage zu stellen und neu zu überdenken, wenn neue Entwicklungen und Tendenzen zu erkennen sind.

    Würd ich nochmal leben können, würde ich die Vergangenheit eher loslassen.

    Zitat von anderedimension:

    "Die Bauer überlegten nicht lange und liehen ihm das Geld. Der Grieche lief sofort los, kaufte sich auf dem Viehmarkt 30 weiter Kühe - und wartete auf die Dämmerung...."

    Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln. Allerdings wurde der gr. Bauer von den Goldmännern beraten. Die Dämmerung kommt bei den gr. Bauern schon an: Steuervorteile für Bauern weg, für Reeder natürlich nicht.

    Alarmpläne liegen schon vor, falls die "Umschuldung" am Sonntag nichts wird.

    Zitat von anderedimension:

    "Mit einer ausgeglichenen Handelsbilanz per Dekret förderst du die Misswirtschaft."

    Das war einmal ein "Gentleman-Agreement" - was Du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.

    Gleiches galt für die Absprache, nicht gegen Währungen zu spekulieren. Dass die Möglichkeiten dazu einmal privaten Investoren offenstehen, damit hat niemand gerechnet. Es wurde einmal Handelsehre genannt. War jedoch im intern. Quervergleich kein Blumentopf mit zu gewinnen.

    Wenn Bilanzsummen von multinationalen Bauern-Berater-Consulting-Konstrukten größer sind als die der Staaten, die sie verhackstücken, ist die Zukunft der Gemeindewiese insgesamt von den Entscheidungen derer abhängig, die an Ausverkauf und Überweidung verdienen.

    Jeder Mensch müsste "Miete" zahlen, damit er in den Genuss der Option kommt, auch künftig auf einem Planeten zu leben und kräftig zubeißen zu können. Eine Zukunftsaktie könnte Möglichkeiten für alle Bauern und Konsumenten schaffen, den REALWERT der PLANETEN durch Klimafolgenbegrenzung stabil zu halten.

    Der Gegenwert aller Forderungen ist die Natur, die Zukunft ermöglicht. Keine Wertschöpfung kann ohne Naturentnahme stattfinden. Jeder Cent ist von Mutter Natur. Wir verkaufen unsere Mutter in unserer Gier. Und wir wissen es.

  18. #43
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    Zitat WirSindIchBin

    Würd ich nochmal leben können, würde ich die Vergangenheit eher loslassen.

    Hm, über diesen Satz musste ich erst mal länger nachdenken.

    Folgende Optionen:

    1. Du lebst das gleiche Leben nochmal

    Dann würdest Du nicht eher loslassen, weil Du wiederum erst in der Zukunft diese Weisheit erlangen würdest.

    2. Du lebst als ein Anderer ein anderes Leben

    Dann würde es sich vielleicht lohnen an der Vergangenheit festzuhalten, denn die Vergangenheit wäre eine andere.
    Oder Du müsstest gar nicht, weder früher noch später, von der Vergangenheit lassen. "Loslassen" heißt Abschied nehmen. Ich glaube nicht, dass man von der Zeit, sondern nur von Personen oder Orten, Abschied nehmen kann. Lasse ich von meiner Jugend, dann verabschiede ich mich von mir selbst.

    Loslassen kann am besten derjenige, der die Vergangenheit, egal wie diese aussah, als Investition in die Zukunft versteht - und am wenigsten derjenige, der die Zukunft als Ballast der Vergangenheit betrachtet.

    Zitat WirSindIchBin

    Eine Zukunftsaktie könnte Möglichkeiten für alle Bauern und Konsumenten schaffen, den REALWERT der PLANETEN durch Klimafolgenbegrenzung stabil zu halten.

    Diese Idee gefällt mir! Wenn ich, wenn auch nur aus finanziellen Gründen, an einer guten Zukunft interessiert bin, dann werde ich auch nichts tun was den Wert meines Zukunft -Fonds gefährdet.

  19. #44
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Ja, wenn wir uns der Zukunft der Erde "zugehörig" fühlen, könnte unser un(zu)gehöriges Verhalten durch eine positive innere Zielanbindung neu ausgerichtet werden.

    Anbindung an das Gefühl einer eigenverantwortlichen Zukunft aus innerem und wohlverstandenem Eigennutz.

    Die Idee mit dem Zukunftsfond begann beim Eintreffen der Information, dass jährlich global rund 3 Billionen Dollar an Zinsen für "Staatsschulden" anfallen. Würden wir diesen Zinsanteil ein einziges Jahr in langfristige Projekte zur Stabilisierung des Weltklimas einsetzen, hätten die "Investoren" mehrere Vorteile:

    - das Risiko weiterer möglicherweise notwendiger Schuldenschnitte sinkt
    - die Investitionssicherheit bezüglich des klimatischen Zukunftsausfalls sinkt
    - die I. bezüglich sozialer Unruhen sinkt
    - die natürliche Reproduktionsleistung des Planeten steigt
    - der reale Gegenwert des Planeten steigt
    - internationale Spannungen und Verteilungskämpfe könnten durch eine globale Intentionsbildung in konstruktive Bahnen gelenkt werden
    - der Anlagedruck, die Flucht in sichere Werte, könnte ein sicheres Ventil finden, denn der Totalausfall des Planeten als Gemeindewiese durch permanente Überweidung würde alle Möglichkeiten beenden, langfristig einen Nutzen zu erwirtschaften.

    Durch die mit dem Zukunftsfond verbundenen Projekte könnten langfristig positiv wirksame Skaleneffekte ausgelöst werden. Ein globales "Annäherungsmangement" in bezug auf gewünschte emotionale Zielzustände könnte eine Sogwirkung bilden, die Absichten verbindet.

    Uns alle verbindet die Absicht, dass, was erwirtschaftet werden könnte, in einer emotional zuträglichen Atmosphäre zu erleben.

    Dazu wäre zu verstehen, dass Geld keine emotionale Qualität ersetzen kann. Wir suchen nicht das "Ding", sondern das Gefühl, gerade kein "Ding" zu benötigen, weil wir uns nicht dazu getrieben fühlen, aus einem Mangel heraus zu handeln. Innere Fülle ist das Gegenkonzept zum äußeren Mangel.

    Alle Menschen würden sich besser fühlen, würde die Spannung zwischen dem geringer, was wir tun und dem, was wir intuitiv fühlen, tun zu wollen.

    Wie viele Wiederholungen brauchen wir?

    Ein Konzept, dass Kraft- und Zeitwirkungen mit Sinn und Bedeutung verknüpft, dem somit spürbare emotionale Lebensqualität entspringt, könnte den Blick auf die Möglichkeiten der Machbarkeit zielkongruenten Globalverhaltens richten, indem wir bemerken, wie groß die Macht des abgestimmten Verhaltens ist.

    Der Wunsch, den Wert seines Zukunftsfonds zu steigern, wäre eine verbindende Absicht, die Übereinstimmung erzeugt. Kohärenz, also Stimmigkeit, ist von Über-ein-Stimmung abhängig.

    Stimmung ist ein Gefühl. Wenn wir global lernen würden, in bestimmten Zielbereichen auf eine Übereinstimmung angewiesen sind, um als Ganzes angemessen zu leben, könnte Mitgefühl es erlauben, die Vergangenheit loszulassen.

    Wenn wir noch einmal auf diesem Planeten leben dürften, sollten wir die Vergangenheit früher aus der Schuld entlassen und die Irrtümer schneller loslassen und verlernen.

    Neben dem Zukunftsfond wäre die Bilanzierung tatsächlicher Werteveränderungen Grundlage für die "Angemessenheit" von Verhaltensoptionen. In einer so genannten Planetenwerttheorie spiegeln sich Realwert und Finanzgesamtmenge, das heißt, wenn sich der Substanzwert der Gemeindewiese verringert, sich die Gesamtbilanz verkürzt. Weiten sich Planetenwert und Reproduktionsfaktor aus, kann auch die Geldmenge wachsen, die als "angemessen" (im Verhältnis zum Realwert der Erde) definiert wird.

    Schwierig ist die Bewertung qualitativer Faktoren wie Volksgesundheit, Arbeitsfähigkeiten, Bildungsqualität, Lebensqualität, Kultur, Natur, Mitweltqualität. Sie sind zwar wesentlich für eine positive Staatsbilanz, wirken in den Unternehmensbilanzen jedoch nicht. Diese Entkoppelung der global agierenden Unternehmen von den sozialen zu tragenden Lasten wird als Risikofusion bezeichnet: Staaten tragen die sozialisierten Lasten und private Unternehmen spielen die Staaten gegeneinander aus.

    Dabei wird dann den unterlegenen Staaten ein Staatsversagen unterstellt, sie werden dann vollends "privatisiert". Alle Sahnestücke der früheren griechsichen Wirtschaft wie Staatslotterie, Häfen und nun der Energieversorger, wandern als Gewinnmöglichkeit in den Heuschreckentopf.

    Die sozialen Lasten und Schäden zahlt der jeweilige Staat, die Gewinne werden privativatisiert und nach oben gereicht. Ein Bilanzierungsmodell in Verbindung mit einem Zukunftsfond könnte die Umsetzung eines Rationalprinzips mit emotionaler Qualität erleichtern. Wenn wir sehen, was nach Einbruch der Dämmerung auf unserer Wiese geschieht, könnten wir die "Dinge angemessen regeln" lernen, die dort geschehen, wo wir bewusst nicht mehr hinsehen.

  20. #45
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    Zukunftsfond

    1. Was ist das Zukunftsaktienpaket?
    Aktien wurden einmal ins Leben gerufen, Großprojekte zu ermöglichen, die von einzelnen Investoren nicht getragen werden können, da sie sich erst sehr viel später „rechnen“. Obwohl die Projekte in den Bau- und Nutzungsphasen schon positive Skaleneffekte für die Gesamtgesellschaft ermöglichen, „lohnen“ sich bestimmte „Investitionsrechnungen“ erst nach langen Zeiträumen. Am Beispiel der Eisenbahn und der erforderlichen Infrastruktur wird deutlich, warum es niemandem ohne Aktienkapital gelungen wäre, diese Ideen in die Tat umzusetzen. Von den „Anfangsinvestitionen“ kollektiver Arbeitskraft in das Schienennetz, die Bahnhöfe, die Loks und die Züge profitieren wir heute noch, da wir weiter auf einen Bestand an Infrastruktur zurückgreifen, die zu Beginn eine in die Zukunft gerichtete Idee abbildete, die jedoch seither für viele Menschen, über lange Zeitspannen Möglichkeiten schafft, die ohne zielorientierte Kooperation nicht zu erreichen wären.

    1.1. Was wäre ein Vorteil für alle?

    Basierend auf dem Allmende – Gedanken setzen wir einen Fokus der Betrachtung auf die langfristige Erhaltung unserer Gemeindewiese Erde.
    Wir wetten auf eine Zukunft mit der Erde, weil, wenn es keine gibt, auch das Kapital zu 100 % nutzlos geworden ist. Auf den Untergang seines eigenen Astes zu wetten und daran zu sägen, den Profit des Astes einzusacken, auf dem wir sitzen, unterschlägt die Gefahren des Absturzes vom Baum des Lebens. Wenn die Gemeindewiese ruiniert ist, geht uns allen die Zukunft aus.
    Gleichsam wäre dieses (zunächst europäische, später möglichst globale) Sammelbecken aufbauenden Kräfte ein stabilisierendes Gegengewicht zur unsichtbaren Hand des wankelmütigen Marktes, den niemand einschätzen kann, der nicht unsere globalen Suchanfragen auswertet. Google und Uber wissen, was wir von uns noch nicht wissen. Was würde allen Menschen einen Vorteil bringen? Diese Frage wäre zu stellen und angemessen zu beantworten.

    1.2. Zukunftsorientierung, Zugehörigkeitsgefühl und Folgenkreisläufe

    Je größer der Zukunftsfond, umso kleiner werden die freien, radikalen und spekulativen Marktkräfte zwangläufig werden. Diesem Trend, auf die „vernünftige Zukunft“ für alle, unter symbiotischen Synthesen zu setzen, wird das immer unsicherer werdende Kapital folgen, so, wie der pawlowsche Hund, dem wir eine Wurst vor die Nase halten, dem Geruch der Wurst folgt.
    Beispiele: Könnten wie den Nahen Osten davon überzeugen, Aufwindkraftwerke in der Wüste zu bauen, oder die chinesische Führung von einem Global Greening Projekt, würde sich die Investitionssicherheit gleichermaßen überall erhöhen. Das Kreditausfallrisiko würde sinken und positive Skaleneffekte würden Staatseinnahmen generieren, die unabhängig von Wachstum, dauerhafte Infrastruktur aufbaut und Leben ermöglicht. Statt Leben künstlich zu verknappen - um mehr Gewinne an der Spekulation mit dem Tod zu machen, beginnen wir, aufbauend wirksame Regelkreisläufe auszubauen. Aufbauende wirksame Skaleneffekte über Generationen hinweg zu erzeugen, dienten einst Aktiengesellschaften. Heute sind es Konkurrenzmodelle zu Staaten und sie besitzen mehr Marktmacht als die „Bürgervertretung Staat“.

    2. Das Modell

    Wir betrachten zunächst sieben Bereiche struktureller Bestandteile unseres Lebenssystems und definieren gemeinsame Globalziele in den Bereichen:
    1. . Politik und globale Interessenvertretung

    2. . Kultur und Kulturziele

    3. . Wirtschaftsprozesse und ressourcenorientierte „Investitionszielforschung“

    4. Mitwelt und Gesundheit

    5. Wissenschaft der Synthese
    6. Erziehung, Bildung und der globale „Inklusionsgedanke“
    7. Religions- und Ideologiesynthese
    8. Der Oktavsprung als achter Ton ist die Syntheseforschung aller vernetzten Teilbereiche im Rahmen einer globalen Gesamtsimulation möglicher Verhaltensoptionen im auszubauenden Rahmen des Zukunftsfonds


    Wie Wasser in einem Schwamm gebunden wird, so binden wir die Seele des Kapitals in einen globalvolkswirtschaftlichen Wertschöpfungsprozess auf einer ökologisch und ökonomisch unteilbaren Gemeindewiese ein. Seelenloses Kapital ist ein Fluch, sinnvoll gelenkte Kapitalströme könnten ein Segen sein. Das Kapital braucht eine geistige Funktion, ohne Funktion entartet es zu dem, was schon zweimal recht nachdrücklich erlebt wurde. Diese geistige Funktion an die Mechanismen des Computerhandels abzugeben, bedingt die Unterordnung des Menschen unter die Logik einer lieblosen Maschine: „The battle of the Beast“ aus der Offenbarung. Machen wir einen zuträglichen Hausgenossen aus dem „Beast Kapital“ und domestizieren wir es durch die Ausrichtung auf das Ende der Wurst. So ist das „Tier“ durch gefühlten Nutzen zu lenken, nicht durch „DRUCK“ sondern durch eine emotionale Sogwirkung: Es nutzt DIR doch auch, wenn die Gemeindewiese in einem Zustand ist, der alle erfreut.


    Fühlt das Tier Gier und Verrat, kann es jederzeit anders werden. Dieser dauerhafte Angriffsmodus, der aus dem Gefühl, nicht „sicher“ zu sein, entstammt, bezeugt den globalen Verlust des Urvertrauens. Vertrauen könnten wir durch das Wunder gewinnen, künftig global an einem gemeinsamen Strang zu ziehen.


    Das Modell der bisherigen Zinswirtschaft wird als untragbare Last (für den Bestand der Gemeindewiese und damit der Demokratie) auf den Müllplatz der Menschheitsgeschichte geworfen. In Dringlichkeiten abgestuft werden die tatsächlichen Bedarfe möglichst effektiv gedeckt und das Kapital so vor einem Totalausfall geschützt und gleichsam sinnvoll gelenkt. Das alte Ego wird der kollektiven Absicht folgen, keine Frage. Wie bringen wir die alten Kräfte dazu, sich umzuwenden?

    3. Die Vision

    Wenn wir erkennen, nicht der kämpfende Körper zu sein – sondern die EINE unsterbliche und immer verbundene Seele, werden die künstlichen Spielzeuge im Außen ihren jeweiligen Stellenwert einbüßen. Sehen wir die bisherige Seelenentwicklung unserer Mitwelt, kann kein Zweifel an einer gemeinsamen Entwicklungstendenz bestehen:


    Wir sind ein Superorganismus aus vielen fraktalen Facetten und alle aus dem gleichen holografischen Holz geschnitzt. Wir sind Bestandteil des Lebenssystems Erde und es kann uns nur so gut gehen, wie es dem Lebenssystem insgesamt geht.
    Was einem Knotenpunkt im Netz widerfährt, wird alle beeinflussen. Und doch spiegelt jedes Fraktal die Kohärenz des Lichts, wie auch die holografische Gesamtheit in jedem Fraktal ersichtlich wird.


    Als Forschern bei HP einmal eine Spezialglasplatte mit einer dreidimensionalen Darstellung herunterfiel und zerbrach, wies jedes fraktale Fragment (also JEDE Scherbe) die gesamte Abbildung auf. Physikalisch schwer zu erklären, aber so ist es zu beobachten gewesen. Die Vision ist ein Netz des Geistes für die funktionale Präsenz von Vernunft bei der Erstellung eines Lebenssystems mit emotionaler Qualität als Basis einer friedlichen Koexistenz.


    Wir betrachten dabei den (entscheidungsabhängigen) jeweils möglichen Zukunftshorizont und sichern die Überlebensfähigkeit der Zivilisation und damit den substanziellen Planetenwert. Qualitatives Wachstum wird Frieden und Gesundheit nach sich ziehen. Über die Definition eines natürlichen Reproduktionsfaktors können wir lernen, den Zukunftswert der Erde zu definieren.

    4. Beteiligungsmöglichkeiten


    Über die Erforschung der Synthesepotenziale in den 8 Bereichen werden Einzelabsichten symbiotisch zu synergetisch kohärenten, da sinngebundenen Gruppenentscheidungen. In nationalen Übereinkünften ergänzen sich Schnittmengen zu zielorientierten kontinentalen und globalen Gesamtenergiemengen. Jeder entscheide für sich und nach der Stimme für das Ende der Konflikte im Herzen. Ob individuell, regional, national oder global – identische Ziele verbinden die Energie der Menschheit. Sind diese Ziele liebevoll, sparen wir uns die „Verrechnungsspielchen“, also die Vergangenheit. Ohne Vergangenheit keine Feinde, ohne Zukunft keine Freu(n)de.


    5. Einnahmespektrum

    5.1. Einnahmen aus Aktienausgabe
    5.2. Einnahmen aus Erträgen
    5.3. Einnahmen aus Ressourcenentnahmen und deren Verrechnung
    5.4. Einnahmen aus Schwarzgeldrückflüssen durch Transparenz
    5.5. Spenden, Steuern und Schadstoffausgleich, Ökolabel
    5.6. Vermögenssteuer von jährlich 2,5 %
    5.7. Einnahmen des Globalparlamentes und einer globalen „Erdsteuer“ von 2,5 % des GIP

    6. Projekte


    Global Greening im weitesten, denkbaren Sinn, d.h. Klimafolgenvermeidung, Wüstenbegrünung, Kleinstwindräder, Magnetmotoren, Speichertechnologie und dessen Einsatz in einem globalen Notstandskartell zur Abwendung fortschreitender systemischer Desintegrität. Über Forschungs- und Bildungsnetzwerke wird eine globalkulturelle Integration natürlicher Systemfunktionen deutlich. Nach Dringlichkeiten und Prioritäten geordnet wird an der Wiederherstellung des ökologischen Systems gearbeitet, die Funktion der Ökologie wird als essentiell unersetzlich für jede ökonomische Rahmenstruktur erkannt.


    7. Durchführung


    7.1. Wir definieren in der Syntheseforschung Projekte, die im Rahmen des Notstandskartells durch globalvolkswirtschaftliche Eigenleistungsketten zu einer WERTSCHÖPFUNG (ohne dauerhaft negativ einwirkende Skaleneffekte (globalbilanztechnisch) unberücksichtigter Schadschöpfung) beitragen.

    Nehmen wir, als positiv wirksames Beispiel, die Möglichkeiten eine europäische Energieversorgung wahr, die unsere europäische Bevölkerung mit sicherer, bezahlbarer und ökologisch verantwortbarer Grundenergie zu versorgen lernen könnte:
    Verbinden wir einen Zukunftsfond mit einem (zunächst europäischen) Projekt zum Abbau der extremen Jugendarbeitslosigkeit und schaffen damit gleichzeitig Vorteile der infrastrukturellen Wettbewerbsfähigkeit auf lange Sicht, würden sich Schnittmengen positiv ergänzen. Indem der griechischen Bevölkerung eine Perspektive eröffnet wird, entspannt sich auch unser Geist, der die endlosen und fruchtlosen Debatten leid geworden ist, die die Ursachen der Symptome weiterhin verleugnen.
    Aufeinander aufbauend greifen die Projekte verstärkend (kumulativ) ineinander und erweitern die regionalen, nationalen und europäischen Synthesepotenziale durch übereinstimmend als „STIMMIG“ wahrgenommene Handlungsansätze. Handlungsansätze, die emotional positiv wirkende Skaleneffekte erschließen und die eine zunehmende Sogwirkung in erkennbaren Erfolgen einer positiv empfundenen Mitweltgestaltung zu einem Gesamtgefühl verbinden.
    Über eine allgemein gefühlte, positive Werteverschiebung wird die Zielkongruenz des Zukunftsfonds verstärkt. Zum Beispiel würden sich gesunde Nahrungsmittel nicht nur positiv auf die „Arbeitsfähigkeit“ wirken, sie würden gleichzeitig auch die Ausgaben im Gesundheitswesen senken und die Lebensqualität ganz allgemein erhöhen. Wären Menschen länger gesund, könnten sie ihre Lebenserfahrung länger weitergeben und kulturell länger aktiv bleiben. Über kulturelle Skaleneffekte werden Arbeitsmärkte geschaffen und über ein kulturelles Zugehörigkeitsgefühl steigt wiederum das Gesundheitsbewusstsein größerer Bevölkerungsgruppen und verstärkt sich kumulativ mit den Möglichkeiten freiwerdender Ressourcen zu sich entfaltender, kollektiver Gesundheit. Energien, die bisher zur Reparatur von Fragmenten genutzt werden mussten, können nun zur Prophylaxe und Prävention einer Gesamtheit eingesetzt werden.

    7.2. Nach einer Planungs- und Simulationsphase bestimmen wir regionale Projekte in Eigenverantwortung und investieren zum Beispiel, die „damals“ einmal genannten 130 Milliarden Euro aus dem (vergessenen) Wachstumspaket in „Kleinstwindräder“. Ein Kleinstwindrad das bisher (bei 2 KW Leistung) 20 000 Euro kostete, ließe sich (als Modellrechnung) in einem Notstandskartell (mit Ministererlaubnis) locker für 10 000 Euro aufstellen und weitere Skaleneffekte wären bei größeren Stückzahlen horizontal und vertikal auf vielen vernetzten Ebenen erkennen. Eine Amortisationsdauer von 2 – 4 Jahren wäre (im Rahmen eines möglichen Notstandskartells) realistisch umsetzbar.

    (2 KW * 24 h * 365) * 0,3 €/KW = (17.520 KW) * 0.3 €/KW = 5256 € p.a.)
    Pro Million könnten wir (mit volkswirtschaftlicher Eigenleistungsbeteiligung aus wohlverstandenem Eigennutz)
    100 Kleinstwindräder pro Million aufstellen
    100 000 pro Milliarde
    130 000 000 für 130 Milliarden, was 130 Millionen Kleistwindrädern in Europa entspräche und einer Gesamtleistung von 260 Millionen Kilowatt pro Stunde. Bei 390 Millionen EU-Bürgern könnte würden wir pro Stunde 0,66 KW verbrauchen können. Am Tag wären wir bei 15,84 KW, die wir künftig für jeden EU-Bürger als langfristig wirksamen positiven Skaleneffekt zu verzeichnen hätten. Skaleneffekt ist daneben, dass wir beim europäischen Netzausbau sparen, im Nebeneffekt könnte dezentrale Energieerzeugung an Autobahnen die Möglichkeiten für Elektromobilität erhähen, indem flächendeckende Ladenetze mit dezentraler Erzeugung verbunden werden. (Die Kleinstwindräder wurden mal bei "Einfach genial" vorgestellt und sind langsam drehende, aufrecht stehende Hypoidschrauben, brauchen kaum Platz und sind recht einfach und SICHER)


    In Windrädern habe ich das auch einmal ausgerechnet, 500 000 € pro Windrad, das 500 Haushalte mit Strom versorgen kann. 1000 Euro für Strom sind schnell bezahlt – die Anlage benötigt für 20 Jahre relativ betrachtet, nur die Ersatzinvestitionen für Wartung und Verschleiß. 2000 Windräder pro Milliarde macht bei 130 Mrd. dann 260 000 Windräder, die * 500 Haushalte, was 130 Millionen Haushalte bedeutet, die fortan bei ihren Energiekosten sparen. (große Windräder in Off-Shore-Parks sind "Vogelschredderanlagen, die Akzeptanz ist gering)



    Natürlich wäre regional über die möglichst sinnvolle, akzeptierte und mögliche Verwendung entsprechender Technologie zu entscheiden. Die freiwerdende Kaufkraft (in Opposition zu den bisherigen Energiekosten) schafft Nachfrage, Arbeit, Steuereinnahmen und qualitatives Wachstum mit sinnvoller Einbindung in einen Gesamtzielkontext.


    Würden die Erträge zunächst vollständig reinvestiert, wäre innerhalb eines Jahrzehnts ein europäisches Energiekonzept umsetzbar, dass allen nutzt, Lebensqualität und Unabhängigkeit erhöht, Arbeitsplätze und dauerhafte Erträge für das Gemeinwesen (in positiven Skaleneffekten) erzeugt, die für uns als „unsere eigentlichen Investoren“ gleichsam Investitionssicherheit und Kapitalsicherheit mit Lebensqualität und perspektivischer Zukunftsaussicht verbinden.


    8. 1. Globalbilanzierung

    8.2. Modellentwicklung nach Budgetrahmen

    8.3. Investitionsrechnung

    8.4. Szenarioentwicklung

    8.5. Vergleichsrechnung

    8.6. Parallele Forschung, Entwicklung und Technologieerprobung

    8.7. Volumenverteilungsrechnung (Boden, Arbeit, Kapitalflüsse)
    8.8. Strukturaufbau, Durchführung und fortlaufende Planungsrechnung
    8.9. Festlegung der Globalkartellbereiche und Marktbereiche des Zukunftsfonds
    8.10. Rückflüsse von Erträgen
    8.11. Reinvestitionsphase
    8.12. Zunehmende Rückführung globaler Verschuldungsquoten und höhere Rendite des Zukunftsfonds
    8.13. Schuldenausgleich und Globalzinslastabbau schaffen weitere Spielräume
    8.14. Freiheitsgewinn und wachsende Zukunftshorizonte verbessern die Globalbilanz und wir können erweiterte Ziele im fortlaufenden Modellentwicklungsprozess umfassen und durch 8.1. in Vergleichszeiträumen jeweiligen Ursachen und Wirkungen zuordnen.
    Die Tiefenpunkte von individuellen bis globalen Entscheidungsmustern rücken in einen gemeinsamen Focus, Vertrauen in unsere Handlungsfähigkeit entsteht, und wir lernen, vorhandene Veränderungsenergie zum größten Nutzen für alle in eine gemeinsame Richtung zu kanalisieren. Es nutzt doch allen.

    Eine andere Perspektive auf die Situation wird hier ab Minute 4 geschildert:

    https://www.youtube.com/watch?v=S5-q9NHWQfM

  21. #46
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Da hast Du dir richtig Arbeit gemacht und alles gut durchdacht. Würde ich fast alles unterschreiben, aber um es umzusetzen müsste man den Reset -Knopf drücken - dem steht die Spezies Mensch im Wege.
    Die Menschen auf dieser Erde sind auf zu unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Da liegen z.T. tausend Jahre Evolution dazwischen. Ein weiteres Problem sind die Religionen. Viele irrationale Entscheidungen sind religiös motiviert. Die Religion ist der größte Feind des Verstandes...weil sie Alternativen verspricht...die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Ich sage schon immer; die Religon ist das größte Übel der Menschheit - von ihr geht jede Form der Fremd -und Eigenvernichtung aus. Um aus der Welt eine bessere zu machen muss ich erst mal begreifen, dass es nur diese eine Welt gibt - aber (fast) jede Religion verspricht etwas anderes. Viele Menschen ändern erst dann ihr Verhalten, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Aber nur die wenigsten glauben sich mit dem Rücken an der Wand. Zur Globalisierung brauche ich, wie das Wort schon sagt, den ganzen Globus mit im Boot. Da ich das zu schaffen für ausgeschlossen halte, bin ich eher für das Gegenteil. Die Serengeti darf nicht sterben könnte auch Deutschland darf nicht sterben heißen. Wir brauchen also mehr "Nationalparks". Dass China an seinem eigen Smog erstickt werden wir nicht verhindern können - warum sollten wir auch? Wer mit seinem Nationalpark verantwortlich umgeht, der wird auch überleben - das ist die "natürliche" Selektion. Viele Völker würde es heute schon nicht mehr geben, wenn sie sich selbst überlassen blieben und sich die Gutmenschen nicht ständig einmischen würden. Hätten wir Nationalparks, gäbe es (für uns) das Problem Griechenland nicht. Natürliche Selektion. Es ist schon viele Völker im Laufe der Jahrtausende von der Landkarte verschwunden - warum nicht auch Griechenland? Der Mensch stemmt sich mit aller Macht gegen die Natur - auch hier gilt; das Loslassen üben.

    Um es nicht im falschen Licht erscheinen zu lassen. Der Sinn eines Nationalparks ist, dass sich auch Menschen die außerhalb dieses Parks leben...aber an dessen Erhaltung großes Interesse haben, um dessen Zustand kümmern. Aber auch nur dann, wenn es den Menschen innerhalb des Parks selbst nicht möglich ist. Griechenland braucht diese Hilfe nicht - die haben die besten Voraussetzungen um sich selbst zu helfen. Wenn sie das nicht wollen, dann sollten wir das auch nicht wollen.

  22. #47
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Wissen denn die Europäer, was sie wollen?

    Könnten es nicht Drohgebärden sein, die abwenden wollen, dass Griechenland sein Gas meistbietend verscherbelt?

    Auf jeden Fall ein spannender Tag. Was hätte das Orakel von Delphi heute gesagt?

    Wird Europa mit einer Stimme sprechen lernen?

    Was will Europa? Wir wurden niemals wirklich gefragt.

    Kann Demokratie im Konstrukt Europa, dass offensichtlich einige WEBfehler enthält, überhaupt funktionieren, wenn Einstimmigkeit allen Möglichkeiten zu Grunde liegt?

    Erfolgreiche Fehlerkultur wäre es, zu erkennen, dass es nicht jeder gut meint, der einen aus der Scheiße zieht. Im Film "Die Welt in 50 Jahren" vom Zukunftsforscher Jaques Attali sind einige Möglichkeiten der Entwicklung skizziert. Europa liegt in einem tiefen Schlaf über die Motive ihrer Mitwelt.

    Wie hieß es "damals", zur hoch-Zeit des Kalten Krieges? B(es)uchen Sie Europa, solange es noch steht!

    Das kollektive Ego kann nicht bekämpft werden, dafür ist die Welt zu klein.

    Wir sollten es dafür lieben, uns diese Erkenntnismöglichkeiten zu präsentieren. Es ist ein Geschenk des Egos an unsere Entwicklung in Richtung Kooperation bei der Möglichkeit, irgendeinen Nationalpark zu erhalten.

    Alle suchen die Schuld, obwohl sie nicht wirklich ist. Schul(d)en sind Projektionen, ein Hilferuf auf emotionaler und mentaler Ebene, der in der Materie formuliert wird. Enttäuschung ist die Voraussetzung für die Aufhebung der Täuschung. Die Täuschung, im Schlaf den Lauf der Welt anhalten zu können.

    Sie kaufen Zeit. Weil wir nicht wissen, wer wir sind und was wir daher wirklich wollen?

    Was ist es, was wir wirklich wollen? Ohne Definition dessen in einer Verfassung, die dem geäußerten Willen der europäischen Bevölkerung entspricht, wird es schwierig für das schlafende Europa, mit einer Stimme sprechen zu lernen.

    Zitat von anderedimension:

    "Würde ich fast alles unterschreiben, aber um es umzusetzen müsste man den Reset -Knopf drücken - dem steht die Spezies Mensch im Wege.
    Die Menschen auf dieser Erde sind auf zu unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Da liegen z.T. tausend Jahre Evolution dazwischen."

    Ja, es wird jedoch gesagt, es gibt Zeitpunkte, ab denen keine Neueinschulungen mehr stattfinden, damit Zyklen ihren Abschluss finden.

    Zweitens gibt es das 100 Affen Experiment, bei dem bemerkt wurde, wie erworbene Fähigkeiten kopiert werden und sich im Speziessystem ausbreiteten, obwohl durch die Insellage kein direkter Kontakt möglich gewesen war.

    Drittens drücken wir derweil so endgültig auf den Reset-Knopf, wie selten zuvor. Zweimal Reset im letzten Jahrundert und nichts daraus gelernt. Ist nach unserer Verfassung verboten, ein drittes MAL den gleichen Irrtum zu begehen. Wir verstehen nichts von dem, was derzeit geschieht. Es erzeugt Angst, bedeutungslosen Konflikten nationaler Besonderheiten zuschauen zu müssen, ohne einen Ansatz von struktureller Handlungsfähigkeit erkennen zu können.

    Würden wir noch einmal wählen können, würden wir ein anderes Europa wählen. Wir wurden nie gefragt. Wir hätten auch nicht gewusst, was wir wirklich wollen. Wir haben zu selten darüber nachgedacht. Wir haben noch kein Bild von - und kein Gefühl für - Europa. Diese Form der "marktkonformen Demokratien" im Wettbewerb der Unterwerfungsgesten gegenüber "den Institutionen der Investoren" ist grotesk.


    Ganz Europa hätte "damals" auf Herrhausen hören sollen, der einen Schuldenerlass für alle Entwicklungsländer forderte. Jetzt, wo wir uns zu Entwicklungsländern entwickeln, fordern WIR Solidarität mit (den Folgen des Verfalls von Arbeitsmärkten und Sozialsystemen in) Europa? Ein Treppenwitz der Geschichte: Wir lassen die anderen Völker jahrzehntelang vorsätzlich verhungern und beuten die Welt aus, jetzt ruft unser ver-irr-tu(r)mtes Ego nach Mitgefühl?

    Der Ausverkauf, der Russland nach der feindlichen Übernahme zuteil wurde, führte nicht zum Ende des Kalten Krieges.

    Es ist immer das Ego, das nach Rache und Strafe für die Nicht-Einhaltung von mentalen Verträgen ruft, die keine emotionale Übereinstimmung besitzen, da über einen emotionalen Zielzustand nie gesprochen wurde. Es ging bei Europa nie darum, "mit höherer Wahrscheinlichkeit glücklich sein zu können", es ging darum, dass die Reichen mit höherer Wahrscheinlichkeit schneller immer reicher werden.

    Das geht echt nicht, die Menschheit und den Planeten den Bedürfnissen des Kapitals zu opfern. So kommen wir auf keinen grünen Zweig.

    Wenn die Raupen schneller fressen, als die Bäume in den Himmel wachsen, erleben wir eine absteigende Evolution. Irgendwann werden die Raupen sich verpuppen, das weiß die Natur. Dann wachsen die Bäume wieder schneller in den Himmel. Bei Bäumen wird das Phänomen "Johannitrieb" genannt.

    Ohne unsere Heuschrecken, Raupen und Bettwanzen hätten wir den IRR-tum nicht erkennen können. Danke daher für diese historische Schicksalsbelehrung über die Mutation von Demokratie zu Sklaverei. Globales Zinssklaventum ist keine Lösung bei persönlichen Ego-Konflikten.

    Es geht um das nationale Ego in Europa. Das ist allein auf physisch-monetärer Ebene zu wenig. Europa ist eine emotionale Schläferzelle aus historisch unverstandenem Eigennutz.

  23. #48
    andere/dimension
    Status: ungeklärt
    An das Orakel von Delphi glaube ich nicht, so wie ich die ganze griechische Mythologie für einen einzigen Schwachsinn halte. Kein Wunder, dass solch ein Blödsinn aus Griechenland kommt. In diesen Ammenmärchen hängen sie heute noch fest. Es gehört gerichtlich verboten, dass so ein Sch....dreck an Schulen und Universitäten unterrichtet wird. Es gibt so viel Wissen zu erarbeiten, dass man sich mit solchem Mist nicht aufhalten darf. Da haben irgendwelche Sandalenträger bei 40 Grad 12 Stunden in der Sonne gesessen und sind, nachdem sie sich das Hirn verbrannten, auf solch dumme Geschichten gekommen. Heute müsstest du zum Drogentest...oder gleich in die Klapsmühle. Es wundert mich, dass dagegen noch niemand geklagt hat. Wenn man solche Märchen und die Religion vom Unterricht ausklammert, dann bleibt für nützliches Wissen auch ausreichend Zeit. Kein Wunder, dass wir heute so viele studierende Vollpfosten haben - 50% davon können noch keine drei deutsche Bundeskanzler nennen, aber Hauptsache sie wissen wohin Odysseus gesegelt ist. Da kann man sich nur an den Kopf langen. Solchem "Wissen" habe ich mich schon immer verschlossen...weil es so unnütz wie ein Kropf ist.

    Was unterscheidet mich, und ich meine das im vollen Ernst, von dem...der vor 2000 Jahren behauptet hat er wäre der Sohn Gotte, wenn ich heute das gleiche behaupte? Warum schickt man mich dafür in die Irrenanstalt, während man auf dem Rücken des Anderen eine Weltreligion gründet???? Liegt es an den (nicht bewiesenen) vollbrachten Wundern? Ok, ich kann auch von einem Wunder berichten: Ich hatte mal einer Partnerin für einen Tag meine Kreditkarte gegeben, verbunden mit der Erlaubnis diese auch zu benutzen. Sie hatte sich nur zwei paar Schuhe und einen Schal gekauft - ich halte das für ein Wunder - und dafür habe ich auch Zeugen. Dagegen ist auf Wasser zu spazieren gar nichts.

  24. #49
    Mitgestalter
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    Renommee-Modifikator
    8
    Die guteste Pythia (?) soll so breit von aufsteigenden Gasen gewesen sein, dass Priester für die Weitergabe der Informationen zuständig waren, die vorher durch eine Art NSA gewonnen wurden.

    Angefangen haben soll es bei den Etruskern, selbst Konrad Adenauer soll Kontakte zu einem Medium (nach Zeitungsberichten) unterhalten haben. Hitler übrigens auch. Alexander kam damals außerhalb der Geschäftszeiten an und schleifte die Pythia an den Haaren zum Orakelort. "Du kannst nicht ewig siegen", soll sie wohl gesagt haben.

    Das Ego kann nicht ewig siegen. Als die Macht der NSA damals erkannt wurde, sind Orakel verboten worden. In China lassen sie sich heute beraten, welche Finanzwerte zu kaufen sind. Was sind die "Börsennachrichten" anderes als Orakel?

    Warum sind Jason und seine Argonauten aufgebrochen, ein goldenes Fließ zurückzubringen? Es sind schon gewisse Analogien zu erkennen: Aphrodite wurde aus den Regierungsgeschäften ausgeschlossen. Hermes ist arbeitsloser Paketbote in Griechenland. Um was für ein goldenes Schaffell streiten wir eigentlich?

    Zitat Zitat von andere/dimension Beitrag anzeigen
    Was unterscheidet mich, und ich meine das im vollen Ernst, von dem...der vor 2000 Jahren behauptet hat er wäre der Sohn Gotte, wenn ich heute das gleiche behaupte? Warum schickt man mich dafür in die Irrenanstalt, während man auf dem Rücken des Anderen eine Weltreligion gründet???? Liegt es an den (nicht bewiesenen) vollbrachten Wundern? Ok, ich kann auch von einem Wunder berichten: Ich hatte mal einer Partnerin für einen Tag meine Kreditkarte gegeben, verbunden mit der Erlaubnis diese auch zu benutzen. Sie hatte sich nur zwei paar Schuhe und einen Schal gekauft - ich halte das für ein Wunder - und dafür habe ich auch Zeugen. Dagegen ist auf Wasser zu spazieren gar nichts.



    Dich unterscheidet nichts von einem Sohn Gottes. Einzig, dass du nicht daran glaubst, macht den Unterschied. Es ist kein Wunder, ein Wunder zu sein. Es ist allgemeines Kulturgut, von der Materie beherrscht zu werden. Die Möglichkeit, als Geist eine Wechselwirkung mit der Materie einzugehen, wird nicht ins Auge gefasst.

    Wir glauben, die Griechen physisch zu gängeln, würde die Probleme auf geistiger Ebene beseitigen. Ein Irrtum, keine Sünde. Berichtigung ist allerdings notwendig. Dazu dienen Wunder: Die Zeit dessen zu beschleunigen, die wir zum Erkennen brauchen, zu wissen, wer wir wirklich sind. Ob der Kapitalismus dauerhaft über das Wasser zu gehen gelernt hat, wird sich zeigen. Wenn sich das Kapital über die Menschen erhöht, wird es fallen.

    Daneben: Dein Zutrauen in die Vertrauenswürdigkeit bewirkte das Wunder. Misstrauen erzeugt eine "Fehlresonanz", Vertrauen erzeugt eine kohärente Reaktion.

    Die Vertrauenskrise wird immer deutlicher.

  25. #50
    andere/dimension
    Status: ungeklärt
    Nein, Streit bekommen wir deshalb nicht. Stelle dir das wie einen Magneten vor; für Zusammenkommen braucht man zwei unterschiedliche Pole.

    Zitat WirSindIchBin

    Warum sind Jason und seine Argonauten aufgebrochen, ein goldenes Fließ zurückzubringen?
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Ob goldenes Vlies oder silberner Suppentopf, das ist eine griechische Fantasygeschichte. Ich frage mich ja auch nicht...warum sich bei den Grimms ein Zicklein in der Standuhr versteckt hat.

    Schäuble führe Europa in einen Holocaust und man selbst wähne sich bereits in Auschwitz - das sind die Schlagzeilen von Griechenlands Tageszeitungen. Freche, unverschämte Hunde sind das. Ich fordere, wie die meisten Deutschen und Europäer auch, alle Gespräche sofort zu stoppen und dieses Volk an der Ägäis seinem wohlverdienten Schicksal zu überlassen. Wir, die diesem Volk das meiste Geld in den Hintern schoben, sollen jetzt auch noch Schuld an der ganzen Misere sein. Hätten nicht Politiker wie Schäuble das Zepter in der Hand, sondern die europäischen Bürger, dann wäre schon längst Schluss mit Griechenland. Wenn jemand sauer auf Schäuble sein kann, dann wir selbst...weil er immer noch mit diesen Dilettanten verhandelt, anstatt sie mit einem Arschtritt aus Europa zu verabschieden.

    Es ist auch ein politischer Fehler Länder wie Irland als positive Beispiele zu nennen. Viel geschickter wäre es z.B. auf Polen zu verweisen, die sich mit Fleiß, Geschick, Engagement und Cleverness ganz nach vorne arbeiten. Zwar bekommen die Polen die meisten Fördergelder aus dem europäischen Topf, aber für ganz konkrete und förderungswürdige Projekte. Die Polen sind Vorzeigeeuropäer, die den europäischen Gedanken verinnerlicht haben wie keine zweite Nation. Die reden nicht, die handeln. Die Griechen sind dagegen einfach nur Schmarotzer - und unverschämte noch dazu.

    Ich wettere oft über die Studenten. Ihr Verhalten, bzw. Nicht-Verhalten... zur Griechenland-Krise ... zeigt wie gerechtfertigt das ist. Wenn Europa nicht das Thema der "Jungen" ist, was dann? Wofür stehen diese Blindgänger? Ich lebe in einer Universitätsstadt, in der jedes zweite Geschäft oder Restaurant händeringend Aushilfspersonal sucht. In einer Universitätsstadt müsste es eigentlich ein Defizit an solchen Arbeitsplätzen geben - doch wozu arbeiten, denn doch Papi das Appartement und das Golf Cabrio bezahlt und darüber hinaus auch noch Euro 500 Taschengeld springen lässt? Entweder ist Papi ein gutverdienender Mann, oder er und Mutti haben einen Zweitjob. Hauptsache das Töchterchen kann sich auf sein Studium konzentrieren und wird nicht durch Arbeit abgelenkt. Warum sollte so eine Tussi für Andere auf die Straße gehen...wo es doch tag-täglich lernt, dass es gar keine Anderen gibt?!?

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