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Thema: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

  1. #76
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Die ungeklärten Fragen der globalen Insolvenzordnungen für Staaten sollten dringend beantwortet werden. Der IWF hat sich letztlich mit seiner Forderung nach einem Schuldenschnitt für Griechenland selbst ad absurdum geführt:

    Wenn die Schuldenfalle global zugeschnappt hat, ist es ungerecht, nur einem Staat den Ausweg daraus anzubieten.

    Gehen wir von einem globalen Gleichbehandlungsgrundsatz aus, müssten all die "Spielschulden" aus dem Zinseszinswucher mit Papiergeld als sittenwidrig erkannt werden. Für Papier reale Sicherheiten zu erlangen, ist Geldshöpfung aus dem Nichts und kann nicht funktionieren.

    Als Deutsche Bank Chef Herrhausen damals den Schuldenschnitt für Entwicklungsländer forderte, hätte das Befolgen dieser Menschlichkeit Vieles zur Verhinderung der heutigen Unmenschlichkeit beitragen können.

    Es wäre für die Weltgemeinschaft vorteilhafter gewesen, indem die heutigen Probleme des Exodus auf einem halben Kontinent so nicht entstanden wären.

    Was Übrigens auch auf den Terror übertragen werden könnte, der mit dem Exodus in unsere Köpfe getragen wird. Wenn wir die Menschenrechte im Gegenüber nicht achten lernen, geben wir mehr auf, als uns davon noch bleibt: Mitgefühl - Nächstenliebe und Menschlichkeit.

    Was wir nicht zu Geben bereit sind, können wir nicht erwarten.

    Daher: Herrhausen hatte Recht, die RAF hätte an sich keinen Grund besessen, diesen hochintelligenten Menschen aus dem Leben in die scheinbare Wirkungslosigkeit zu befördern. Im eigentlichen Sinn war er doch ein Sympathisant ihrer Grundgedanken.

    Würde Frau la Garde jedoch einen globalen Schuldenschnitt fordern, ginge es ihr wie Bundespräsident Köhler, Strauß-Kahn oder eben den Ideen des Herrn Herrhausen. Ein globaler Schuldenschnitt müsste daher von allen Nationen gefordert werden. Sittenwidrige Verträge bleiben sittenwidrige Verträge, da beißt die Maus keinen Faden von ab.

    Der Fisch riecht aus der Mitte der Gesellschaft - wir sind die Gier.

  2. #77
    kls
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    Vereintes Europa?

    Die Zusammenstellung der Regierung würde mehr als eine Lebensdauer beanspruchen und mehr Quasselköpfe, als Europa Einwohner hat und die Franzosen würden eh nicht mitmachen.

  3. #78
    Laufkunde a.d.
    Status: ungeklärt

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Die Franzosen würden mitmachen...weil sie sich etwas anderes gar nicht erlauben könnten. Die Probleme sehe ich eher bei so manchem Bananenland, welches sich heute noch als Steueroase eine goldene Nase verdient. Und Du hast Recht; ein solches Projekt auf die Beine zu stellen braucht viele Jahre der Vorbereitung und Umsetzung, aber irgendwann muss man ja mal anfangen. Es geht ja nicht nur um Wirtschaft, Banken und Militär...sondern auch um Bildung, Gesundheit und Soziales...

  4. #79
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Es gibt globale Fragen, die globale Antworten und Handlungsvollmachten erfordern.
    Es gibt europäische Fragen, die europäische Antworten erfordern.

    Wieviel Schäden haben wir denn seit dem Crash 2008 aus dem Bankensektor in die Bereiche Bildung, Soziales und Gesundheit verlagert?

    Ohne globale Handlungsfähigkeiten und Kernkompetenzen neu auszurichten, wird es weder eine Lösung zum Verlassen der globalen Schuldenfalle geben, noch eine gemeinsame Strategie zur Stabilisierung des Weltklimas auf physischer, emotionaler und mentaler Ebene. Die Raubtiere leben in unseren Köpfen, nicht im Außen.

    An dem Tag, an dem jeder seine Probleme im Innen verortet und zu lösen sucht, statt wie bisher, die Schuld an das beliebig wechselnde Außen abzugeben, könnten wir etwas Neues beginnen. Solange sie Schuld und Schulden verschieben, bleibt es eine einzige Tragödie.

    Schauen wir mal, ob und wer am Ende lacht. Dann wäre es nur eine egoeske Komödie, in der ein Narr zum König wurde. Ohne die Erde mal zum Lächeln zu bringen, werden wir weiterhin Lebensfreude vermissen und für unseren möglichst zügigen Untergang bis zum letzten Kindersoldaten kämpfen.

    Wir können nur in uns selbst beginnen, Eigenverantwortung zu übernehmen, indem wir uns als globalen Entwicklungsprozess betrachten. Regelungen zur Steuerung des Raumschiffs Erde können niemals von ihr getrennt gesehen werden. Das ist Illusion. Und eine Tödliche dazu.

  5. #80
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Zitat WirSindIchBin
    Ohne die Erde mal zum Lächeln zu bringen, werden wir weiterhin Lebensfreude vermissen
    Ich behaupte mal, dass die meisten Menschen Freude am Leben verspüren - und ich glaube, dass die Lebensfreude nur sehr wenig mit Besitz und gerechter Verteilung zu tun hat. Lebensfreude hat auch viel mit Erziehung zu tun. Wie soll sich ein Kind an den Farben des Schmetterlings erfreuen können, wenn es dabei zusehen muss wie ich diesem die Flügel ausreiße? Der Tansanier verliert seine Lebensfreude nicht aufgrund der Tatsache kein Auto zu besitzen, sondern weil du ihm seine Kuh nimmst. Nur weil ich 16 Gäste erwarte, muss ich den Kuchen nicht in 16 gleichgroße Stücke teilen.

  6. #81
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Lebensfreude auf Pump? Wer bezahlt den Genuß? Die Griechen sind mental nicht in der Postmoderne angekommen und verhalten sich wie in antiken Zeiten: die anderen zahlen den Müßiggang: Sklaven, attischer Seebund oder andere Devisenbringer aus Übersee.

    Goebbels in einer Reichstagsrede zum Thema Kreditierung: Jede Kreditierung muß einen Staat, der auf seine außenpolitische Freiheit Wert legt, früher oder später vernichten.

    Da hatter wohl recht, unser Supergermane.

  7. #82
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Zitat von andererdimension:

    Ich behaupte mal, dass die meisten Menschen Freude am Leben verspüren - und ich glaube, dass die Lebensfreude nur sehr wenig mit Besitz und gerechter Verteilung zu tun hat. Lebensfreude hat auch viel mit Erziehung zu tun. Wie soll sich ein Kind an den Farben des Schmetterlings erfreuen können, wenn es dabei zusehen muss wie ich diesem die Flügel ausreiße? [/QUOTE]



    Das Beispiel mit dem Kind finde ich recht passend: Wie soll sich ein Kind an der Schönheit unseres Planeten erfreuen, wenn schon die Eltern auf dem Schlachtfeld der gnadenlosen Konkurrenz leben? In der Phase bis 18 Monate besitzen wir noch kein Sprachgedächtnis, jedoch ein Gefühlsgedächtnis - in dieser Zeit erleben wir einfach die Emotionalzustände unserer Mitwelt - die nicht freudig wirkt. Das Kind empfindet absolute Freude und teilt sie. Die Eltern empfinden selektive Freude und lassen Resonanz für Liebe und Freude vermissen.

    Wenn keine reine Freude im Erleben intakter Natur gespeichert und in dieser Phase der ausschließlich emotionalen "Geschichtsschreibung" im Gehirn aufgenommen werden kann, fehlen später die Lebensressourcen für Vertrauen und.einen Geist, der sich am Schmetterling wirklich erfreut.


    Psychologen definieren daneben ein interpersonales Selbst, C.G. Jung nannte es das kollektive Bewusstsein. Die Anteile, die sich ihres Selbst nicht bewusst sein, das kollektive Unbewusste, sind vom Bewusstsein abzuziehen.

    Was übrigbleibt, ist der Zeitgeist. Wir glauben offensichtlich, uns als Menschen von diesem Feld lösen zu können. Wir leben in diesem Feld von Habgier, Neid, Zerstörung, Eigennutz und kriegerischen Auseinandersetzungen und wir leben gleichzeitig im Magnetfeld der Erde und ihren Lebenssystemen. Der heute als Realität gewählte Lügengeist macht Freude der Seele so gut wie unmöglich, folgen wir den bisherigen Maßstäben reiner Rationalität. Objektbezogenes Glück ist für mich immer noch keine Freude. Freude kommt von der Seele und die ist mit Allem verbunden was ist.

    Zu glauben, wir könnten im Magnetfeld der Erde leben und als kleines Magnet feld davon unberührt bleiben, ist eine Illusion - wir sind ein Gesamtorganismus in symbiotischer Kooperation.

    Diese gedankliche Trennung von unserer Mutter Erde wird von den Kindern wesentlich stärker bemerkt, da sie sich den Selbstlügen des Ego-Systems noch nicht so weit angepasst haben, sich vom Lebenssystem Erde getrennt zu sehen.

    Thomas Morus hat schon 1516 in seiner Utopie auf einen Aspekt berechtigt hingewiesen: Wir benötigen ein globales System, in dem Anwälte eine ausgestorbene Spezies sind. Findet ein nicht vertragsgemäßes Verhalten statt, wird der Urzustand vor Vertragsabschluss wiederhergestellt. Nur im Außenhandel der Utopier wurde Geld notwendig, dieses ist immer durch Realwerte abzusichern. (https://de.wikipedia.org/wiki/Utopia_%28Roman%29)

    In unserem Fall bedeutet die Wiederherstellung des Urzustandes die Möglichkeit der Umsetzung dessen, was als körperliche Unversehrtheit im Grundgesetz verankert ist. Wir sehen eine derartige Zunahme umweltbedingter und soziokultureller Gefahrenpotenziale für unsere (geistige, mentale, emotionale und physische) Unversehrtheit, dass ich provokant mal vom Glück derer sprechen, die ihren Kopf tief im Sand vor Fukushima verbergen.

    Freude für die kindliche Seele kann es nicht sein, die Eltern in diesem Hamsterrad eingesperrt zu sehen.

    Da Thomas Morus Utopia als ein expansives System beschrieb, das Überbevölkerung mit neuen Kolonien ausglich, sprach Nostradamus schon 1555 die Notwendigkeit der Einrichtung von Lebensplätzen an. Wer seinen Lebensplatz liebt, wird sich angemessen und dem Lebenssystem zugehörig verhalten.

    Nur das Geld - und nicht die Folgen für den Planeten zu sehen - führt dazu, dass wir künftig zwar Geld besitzen, jedoch keinen angenehmen Badesee (Erde) mehr, an dem zu Entspannen bei 36 Grad Celsius und einer tropischen Luftfeuchte möglich wäre. Beim nächsten Jahrtausendhochwasser sprechen wir weiter...

    Ohne in gewissen Entscheidungsbereichen in globalen Dimensionen denken zu lernen, sind die Abläufe nicht zu regeln. Wir können Abläufe nur Regeln, jedwede begrenzte und statische Planungsdimension, ob von Platon, Morus, Huxley oder - in diesem Falle der EU - führt daher zu Spannungen im bewegten (jeweilig beobachteten) Lebenssystem.

    Ohne Feedbackschleifen zu entwickeln, die globale Soll-Zustände von Ist-Zuständen anhand geeigneter Indikatoren erarbeitet und vergleicht, ist Systemregelung nur oftmals angesprochener Blindflug des Wirtschafts- und Finanzmarktegos. Aus dem Kreis dieser Gruppengeister zu entkommen, benötigt eine sinnstiftende und von allen restlos akzeptierte, gemeinsame Vorstellung. Egal, um welches Problem, oder welchen Bereich es sich handeln mag.

    Wir haben echt nur ein Problem: Wir sehen uns nicht als Menschen, wir sehen Objekte. (Von KLS)

  8. #83
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Wir leben in diesem Feld von Habgier, Neid, Zerstörung, Eigennutz und kriegerischen Auseinandersetzungen und wir leben gleichzeitig im Magnetfeld der Erde und ihren Lebenssystemen.
    Spürte der Löwe Neid?...ist er habgierig, eigennützig, kriegerisch...? Ich sage "ja", nur nennen wir das anders. Er versucht auch dem anderen Rudel das Revier streitig zu machen, will das größte und beste Revier haben, Anführer eines Rudels werden, tötet den Nachwuchs seines Kontrahenten, will sich als einziger mit allen Weibchen paaren usw.../ nur beim Löwen nennen wir es "Überlebensstrategie". Habgier/Neid/Zerstörung/Kriege/...alles von der Natur so gewollt.

  9. #84
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Es ist die Auswahl, die wir besitzen, die zu Veranschulichen gesucht wurde. Wir schicken den Löwen auf Kriegspfad, wir können ihn aber auch friedlich, voller Freude und zugleich mächtig stolz neben das Lamm legen, wenn der Löwe die Betrachtung der physischen Gegebenheiten überwindet und die Seele des Staates bildet.

    Das Magnetfeld der Erde bildet ein anderes Bewusstsein-Feld ab, unabhängig von seiner "Hefepilzbesiedlung Mensch", die nützlich oder schädlich sein kann, trifft die Erde auch Entscheidungen. Sie hat sich für eine andere Dimension entschieden. Auch daher kommen die Spannungen, zu Reibung führen.

    Es gibt den aufbauenden und den abbauenden Aspekt der Lebenskraft. Ohne Herbst ist kein Frühling möglich.

  10. #85
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    können ihn aber auch friedlich, voller Freude und zugleich mächtig stolz neben das Lamm legen, wenn der Löwe die Betrachtung der physischen Gegebenheiten überwindet und die Seele des Staates bildet.
    Ist doch aber widernatürlich... wenn wir etwas, was auch immer, mit dem Löwen machen. Der Löwe wartet nicht darauf vom Menschen domestiziert zu werden - es ist auch nicht die Aufgabe des Menschen dies zu tun. "Der Natur freien Lauf lassen"...so heißt es doch

  11. #86
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Ist es nicht erneut widernatürlich, in diesem "europäischen Kampfmodus" unserer "Natur" freien Lauf zu lassen?

    Wénn allen Raubtieren im Kopf freien Auslauf haben, kommen wir aus den Abwendungsstrategien nicht heraus.

    Der Löwe wird von selbst friedlich, weil er es liebt, dem Lamm ein Freund zu sein.

    Es ist seine wahre Natur, das LAmm von allem fernzuhalten, von dem es scheinbar ferngehalten werden möchte.

    In allen Abwendungsstrategien lassen wir dem Löwen freien Lauf, bevor er seine Liebe zum Leben entdeckt.

  12. #87
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Der Löwe wird von selbst friedlich, weil er es liebt, dem Lamm ein Freund zu sein.
    Weiß gar nicht, ob der Löwe das Lamm überhaupt kennt - in seiner Umgebung hat er es meist mit dem Kalb zu tun - und in diesem sieht er alles andere als einen Freund.

    Es ist seine wahre Natur, das LAmm von allem fernzuhalten, von dem es scheinbar ferngehalten werden möchte.
    Das Lamm ist dazu da um gefressen zu werden.

  13. #88
    Klaus Zinser
    Status: ungeklärt
    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Erkläre mal der alleinerziehenden Deutschen, dass sie neben den drei Jobs ... die sie ohnehin schon hat um ihre Kinder durchzubringen ...noch einen vierten annehmen soll um all die Griechen, Syrer, Kosovo-Albaner, auch noch durchzufüttern. Irgendwo hört es auf - und das sehen, mehrheitlich, die Deutschen auch so.

    Diese alleinerziehende Deutsche weiß, was es heißt, Hunger zu stillen ist.
    Sie weiß nicht, daß viel mehr Gelder in Geldsäcke fließen, als in Münder.

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Erkläre mal der alleinerziehenden Deutschen, dass sie neben den drei Jobs ... die sie ohnehin schon hat um ihre Kinder durchzubringen ...noch einen vierten annehmen soll um all die Griechen, Syrer, Kosovo-Albaner, auch noch durchzufüttern. Irgendwo hört es auf - und das sehen, mehrheitlich, die Deutschen auch so.
    Diese alleinerziehende Deutsche weiß, was es heißt, Hunger zu stillen.
    Sie weiß nicht, daß viel mehr Gelder in Geldsäcke fließen, als in Münder.

  14. #89
    andere/dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Ja, da hast Du Recht.

  15. #90
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Der griechische Ministerpräsident tritt zurück, und in Griechenland wird neu gewählt. Punctum hat ein hoher deutscher Beamter nichts Eiligeres mitzuteilen, als daß Verträge eingehalten werden müssen, ganz gleich, wie die Regierung in Griechenland aussieht.

    Das ist eine sehr bedenkliche Einstellung.

    1. Die Revision (Aufhebung) eines Vertrages ist gemäß Haager Abkommen möglich, denn internationale Verträge dürfen nur dann Gültigkeit besitzen, wenn die grundsätzlichen Voraussetzungen, unter denen sie geschlossen worden sind, Gültigkeit besitzen.
    2. Demokratische Mandate sind die stärksten in einer Demokratie; sie brechen Staatsverträge, denn der Staat ist nur das ausführende Organ des Volkswillens, der sich in der gewählten Regierung eine Exekutive gibt.

    Kurzum: Wenn die Wahlen in Griechenland ergeben können, was sie wollen, das aber geschlossene Verträge nicht betreffen darf, bricht die EU Recht, zudem sollte man dann über den Terminus Demokratie ernsthalft nachdenken und das politische System anders nennen, jedenfalls nicht Volksherrschaft.

  16. #91
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Ist ja nicht die Partei, die sich bei Europa verschuldet hat, sondern der Staat - und der ist auch nach Neuwahlen der gleiche.

  17. #92
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Nein, der Staat verschuldet sich nicht, sondern die Menschen. Wer natürlich Staat und Volk gleichsetzt, der verzichtet auf eine Differenzierung von Mensch und Ding. Es sind aber Menschen, die Entscheidungen herbeiführen und nicht Dinge. Ein SO NICHT der Menschen muß Auswirkungen auf die Politik besitzen, andernfalls sind Wahlen überflüssig, weil dann nämlich, Deiner Logik gemäß, der Staat präponderabel resp. vorgeschaltet bleibt und damit JEDE menschliche Entscheidung bedeutungslos wird.

    der römische Rechtsgrundsatz lautet: ultra posse nemo teneatur

  18. #93
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    Man spricht von Staatsverträgen -Dinge können keine Verträge miteinander schließen. Der Staat schließt im "Auftrag" seiner Bürger Verträge. Der Staat bleibt bestehen - und somit auch die Schulden der Bürger. Wäre ja noch schöner, könnte man sich alleine aufgrund von Neuwahlen seiner Schulden entledigen. Dem Betrug wären Tür und Tor geöffnet. Im Falle Griechenlands ist es seitens Griechenland sowieso schon nichts anderes als ein Betrug. Die Griechen haben Glück, dass unsere Kanzlerin Merkel heißt - Merkel könnte, betrachtet man ihre Politik, ebenso Parteichefin der Linken sein - sie vertritt zu 70% deren Politik. Merkel spürt, wenn überhaupt, nur von rechts Gegenwind. Links der CDU lehnt man sich zufrieden zurück. Ich war mit ihrer Arbeit über lange Zeit zufrieden, aber dreht sich so langsam ins Gegenteil. Ich wünsche mir einen Hardliner an der Spitze, aber da ist weit und breit keiner in Sicht.

    Im Übrigen will niemand die Griechen zum Unmöglichen verpflichten, sondern zum möglichen...zu Arbeit und Aufrichtigkeit. Aber selbst das scheint dem Griechen unmöglich. Der Grieche tritt europäische Grundsätze mit Füßen (...z.B. Flüchtlingspolitik) und gehört schon alleine deshalb aus Europa verstoßen.

  19. #94
    kls
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Griechen zum Unmöglichen verpflichten! Zu Arbeit und Aufrichtigkeit! Aber selbst das scheint dem Griechen unmöglich. (Wohingegen wir natürlich nicht so sind) Der Grieche tritt europäische Grundsätze (s.o. Arbeit und Aufrichtigkeit?) mit Füßen (...z.B. Flüchtlingspolitik 'welche in Deutschland vorbildhaft gehandhabt wird!') und gehört schon alleine deshalb aus Europa verstoßen.

    A.D. ist halt sehr rigide, oder streng. Manche würden sogar bigott behaupten. Ob Susannchen, Merkelinchen, Griecholiten, Badegästesex … A.D. weiß den Zeigefinger zu halten und hält 'Regelgläubigkeit' für ein Sakrament. Das mit der Ethik passiert anderen Leuten und Verständnis, Gnade gar, wird den Untergang des Abendlandes beschleunigen.

    Ach, wenn ich doch auch nur über so eine granitene innere Instanz verfügen würde. Über das absolute Wissen um 'Gut' und 'Böse'.

  20. #95
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Lieber Herr Karl Ludwig,

    demokratische Meinungsbildung umfasst immer auch die Akzeptanz aller anderen Ansichten. Mögen wir manchmal anderer Ansicht sein, ist diese sachliche Differenz kein wirklicher Grund, Kritik an der Prozessentwicklung im Gegenüber zu üben.

    Wir alle verändern uns ständig, einzig das Ego sieht ein statisches Konstrukt im Jetzt.

    Die Seele blickt auf das künftige Selbst, das genau so strahlend ist, wie Dein späteres Selbst.

    Aufrichtigkeit beginnt im Inneren, nicht bei anderen Dimensionen.

  21. #96
    kls
    Status: ungeklärt

    Werter Herr Michael,

    ich habe nichts gegen 'demokratische Meinungsbildung', wenn diese nicht gerade den Rückwärtsgang eingelegt hat.

  22. #97
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Wir hatten hier eingangs das Problem aufgeworfen, daß es keinen Abwicklungsmodus für Staatsinsolvenzen gibt. Warum gibt es den wohl nicht? Weil Staaten heutzutage wie Privatpersonen behandelt werden. AD geht ja auch davon aus. So ungefähr: Wenn Staat A die und die Anleihen (Schulden) aufnimmt und sie nicht zurückzahlt, muß dieser Staat wie eine unwillige/unfähige Privatperson behandelt werden. Nun ist es aber so, daß weder Herr Tsipras die alten Schulden aufnahm, für die er jetzt verantwortlich gemacht wird, sondern daß das andere waren, die andere Wähleraufträge hatten.

    AD lenkt die Aufmerksamkeit aber auf den springenden Punkt: Wie verantwortlich sind die Nachgeborenen für die Schulden der Altvorderen?

    Mein Standpunkt dazu ist klar: es ist der Shakespeares: Nicht Schulden mache, noch Gläubiger sei! Und damit sind wir bei dem Problem der weltwirtschaftlichen Verflochtenheit. Es sollte grundsätzlich keine Staatsanleihen geben. Jeder Staat sollte nur das ausgeben dürfen,w as er eben einnimmt. Fertig die Laube.

  23. #98
    kls
    Status: ungeklärt

    Zu Grexit, leicht neben dem Thema

    Wie verantwortlich sind die Nachgeborenen für die Schulden der Altvorderen?

    Büßen Kinder nicht immer für die Sünden ihrer Eltern? Diese Frage ist so gut, dass ich sie in einem eigenen Ordner beantworten würde.

  24. #99
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    AW: Zu Grexit, leicht neben dem Thema

    Ein Zitat würde ich gern einflechten. Es stammt von Vivianne Forester aus dem Buch "Der Terror der Ökonomie":

    "Wir leben im Zeichen einer meisterhaften Täuschung: des Trugbildes einer untergegangenen Welt, deren Verschwinden wir mit aller Kraft zu ignorieren suchen, die eine artifizielle Politik aber zu erhalten vorgibt. Millionen Schicksale werden von einem Anachronismus zugrunde gerichtet, nur weil wir beharrlich versuchen, unser heiligstes Tabu für immer zu bewahren: das Tabu der Arbeit.

    In ihrer pervertierten Form als >>Beschäftigung<< bildet Arbeit tatsächlich die Grundlage der den ganzen Planeten beherrschenden westlichen Zivilisation. Sie ist derart unauflöslich mit ihr verbunden, dasss selbst in einer Zeit, in der die Arbeit immer mehr schwindet, ihre tiefgreifende Verwurzelung in unserer Zivilisation nie in Frage gestellt wird, die Gewißeit ihrer Existenz nie erschüttert wird - erst recht nicht ihre Notwendigkeit.

    Die Arbeit, die wir als unsere natürliche Antriebskraft ansehen, als die einzige uns gemäße Spielregel für jene kurze Zeitspanne, die wir auf diesem seltsamen Planeten verbringen, ist heute jedoch nur noch hohles Gebilde ohne Substanz." (1)


    Wenn also den Menschen auf diesem lieblichen Planeten die Arbeit ausgeht, ist dies an sich ein Grund zur Freude:

    Wir sind nicht mehr gezwungen, uns vom Schweiße unseres Angesichts zu ernähren.

    Allerdings ist es derzeit noch so, dass wir mit unserem Schweiß das Angesicht der Sklaventreiber erhellen, nicht unsere Seele.

    Wenn jedoch der Nicht-Besitz eines Arbeitsplatzes mit derart gravierenden Folgen für die Lebenssicherheit verbunden ist, kann dieses globale strukturelle Problem nicht mit dem Entzug von Lebensrechten bestraft werden.

    Solange wir dieses jedoch tun, brauchen wir uns über das Verhalten der Schuldner, denen es ein wenig dreckiger geht als uns, nicht zu echauffieren. Immerhin haben wir bei 2048 Milliarden pro Kopf auch rund 25 000 € Minus an der eigenen Arschbacke. Diesen braunen Arsch brauchen wir daher nicht als leuchtendes Beispiel in die Höhe recken.

    Es wäre vernünftig, die globale Staatengemeinschaft als unzurechnungsfähig und geschäftsunfähig zu erklären. Nach Verfassung durchaus möglich, um die Möglichkeit des Fortbestands der bestehenden Verfassung zu retten. Ohne die globale Frage nach der Verteilung von Produktionskapazitäten unter kooperativen Gerechtigkeitsaspekten drehen wir an den Stellschrauben der Symptomkomplexe, nicht am Rad der Ursachen.

    (1): ISBN 3-552-04849-9, Paul Zsolney Verlag Wien 1997, Seite 7, "Terror der Ökonomie" von Vivianne Forrester

  25. #100
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    AW: Zu Grexit, leicht neben dem Thema

    A.D. ist halt sehr rigide, oder streng. Manche würden sogar bigott behaupten.
    Nenne es wie Du willst - ich bin der festen Überzeugung...dass es in einer Gesellschaft klare Regeln braucht. Dort, wo ich Rechte verteile, muss ich auch die Pflichten an den Mann bringen - und umgekehrt. Staatsschulden sind i. d. R. über Generationen hinweg angelegt. Den Griechen ihre Schulden zu erlassen würde bedeuten, dass ich mich auf Kosten nachfolgender Generationen als St. Martin feiern lasse. Wären die Griechen von einer Naturkatastrophe heimgesucht worden, also "unverschuldet" in Not gekommen, wäre ich im Sinne der Solidarität für einen sofortigen Schuldenerlass. Hier handelt es sich aber um Faulheit, Inkompetenz, Unbelehrbarkeit und Betrug...und so etwas darf nicht noch belohnt werden. Unabhängig davon...ob ökonomisch sinnvoll oder weniger sinnvoll...muss der Grieche schon aus Prinzip bestraft werden. Es gilt, Zeichen zu setzen.

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