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Thema: Tagesgespräch 2016

  1. #26
    Mitgestalter
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    AW: Was mich aufregt

    "Die Heiligung der Mittel" ist ein Kernpunkt der "mentalen Instanzen", die einen emotionalen Konflikt führen.

    Könnte es nicht sein, dass drei Zielvorstellungen existieren?

    Die eine emotionale Sehnsucht ansprechen, die mental geformt, in drei Prophezeiungen verpackt, einen Kreis zu schließen suchen?

    Was, wenn alle mit "ihrer spezifischen Heiligung der Mittel" eine Umsetzung unmöglich machen?

    Dann macht uns eben dieser Versuch, die (subjektiv definierte] Heiligkeit heil zu bewahren, zu Unheiligen. Denn Heiligkeit ist total, nicht selektiv.

    Mich regt daher heute die selektive Heiligkeit auf, die zu Urteilen führt, denen es an Objektivität mangelt.

    Um uns nicht mehr aufregen zu müssen, wäre daher der scheinbare Nutzen des Urteils zu hinterfragen:

    Der Nutzen des Urteils ist die Schuld im Außen, der Nutzen der Schuld ist die Abwehr von objektivem Frieden. Objektiv betrachtet kann Frieden nämlich nicht selektiv betrachtet werden. Die Abwesenheit von Frieden im Nahen Osten über fast 50 Jahre konnte nicht aus dem Anschein von Frieden herausgetrennt werden. Ein Anschein von Frieden, hinter einer Maske aus Angst, Zorn und Hass zeitweise verborgen, ist trotz aller Illusion darüber, immer noch ein Krieg.


    Wer Krieg spielt, muss auch Krieg dazu sagen...

    3 Gewinner aus einer einzigen Prophezeiung kann es ja nicht geben. Gibt es einen Gewinner, sind es zwei Verlierer. Gibt es nur einen Verlierer, hat niemand etwas "gewonnen".

    Die, die mental "Recht" haben werden, sind die, die emotional im Unrecht sind. Spirituell gibt es keinen Nutzen für diese Form des Kampfes. Wie könnten sich Gedanken verändern, wenn Körper zerstückelt werden?


    Der Wunsch, die Gedanken von dann - nicht mehr hier Verweilenden - durch Steinigung, Kreuzigung, Folter und Gewalt aus der Welt zu schaffen, ist jedoch selten bis gar nicht gelungen. Auch wenn die vor rund 1984 Jahren gegründete "Heilige Gedankenkontrollbehörde" jedwede Form empatihischer Anteilnahme ans Kreuz zu bringen suchte, ist die Liebe gewachsen.

    Hab ich ja von ad 2 gelernt. "Wir werden friedfertiger"...

    Hat aber was mit Fertigkeiten zu tun. Fertige Fähigkeiten sind von zeitlichen Fähigkeiten zu unterscheiden, daher ist die Erinnerung an Momente der Ewigkeit so wichtig. Wobei mir heute mal wichtig erscheint, an die Auferstehung des Geistes aus der Asche des Körpers zu erinnern.

    Mag uns der Weg am Karfreitag dunkel erscheinen, wurde nach dreieinhalb Tagen Abstieg in die Hölle der Tod überwunden. Die damaligen Gedanken haben ihre Quelle nicht verlassen - es ging um die Überwindung des Glaubens an den Tod...

    Wobei auch der Osterhase ein Symbol für die Wiederkehr des Lebens und der fruchtbaren Zeit darstellt. Fragte Kalu letztes Jahr ja mal. Scheint, er sonnt sich weiterhin in der Anbetung der Destruktivität...

    Die Hindernisse, die das Festhalten an der Destruktivität ([der Annahme] der möglichen Getrenntheit von Gottes Geist) bedingen, dem inneren Gewahrsein von Frieden im eigenen Herzen, wären:

    1. Der Wunsch, ihn loszuwerden.
    2. Die Anziehungskraft der Schuld und des damit verbundenen Schmerzes
    3. Die Anziehungskraft des Todes und die damit verbundene Geburt der Angst
    4. Die Angst vor Gott und die damit verbundene Trennung von unserer Heimat


    Hinter diesen Schleiern steht jetzt ein Christus Jeschuah, dessen Antlitz vor Freude und Liebe leuchtet. Er lacht und spricht in mir:

    "Sieh doch hin, liebe Seele, meinem Geist ist nichts geschehen. Ich bin jetzt, was ich bin; wie ich immer war und so, wie ich immer sein werde. Es gibt nur dieses Jetzt und darin gibt es keinen Unfrieden, keine Schuld, keinen Tod und keine Trennung. Es ist alles weiterhin so, wie es war, als unsere Reise begann. Gott ist einzig Liebe und daher sind wir es ebenso."

    Um den Bogen zu ad 2 und auch Aerolith zu bekommen:

    Haben die Christen nicht in der falsch verstandenen Kreuzigung ihr Schuldtrauma quasi verewigt?

    Liegen hier nicht die eigentlichen Ursachen des Unfriedens, der nur durch den Frieden von Cordoba kurzzeitig unterbrochen wurde?

    Was wäre, wenn es ein historisches Lehrstück abbildet?

    Beispielsweise über den Nutzen von friedlicher Koexistenz, trotz und gerade im Vorhandensein mentaler Barrieren und emotionaler Un-zu-gehörig-keit zu einer spirituell gemeinsam erlebten Mitwelt?

    Die Einheit eines vernetzten Lebenssystems zu leugnen, ist zwecklios. Zeit für diese Lektion besitzt die Ewigkeit in ausreichendem Maß, für die Qualität bürgen die Gedanken, mit denen unsere Reise einst begann. An der globalen Verdichtung einer Vorstellung von Schuldlosigkeit, und der resultierenden Leichtigkeit von Unschuld, könnten wir noch arbeiten...

    Daher regte ich mich heute darüber auf, dass das "Leiden und die Schuld des Karfreitags" in der Wahrnehmung von Ostern überwiegt und die Botschaft der Überwindung des Todes dabei unbeachtet bleibt. Friedliche Ostern allerseits...

    O-Stern?
    Os-tern?
    Ost-ern?
    Oste-rn?
    Oster-n?
    IP

  2. #27
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Was mich aufregt

    Zitat WSIB

    Haben die Christen nicht in der falsch verstandenen Kreuzigung ihr Schuldtrauma quasi verewigt?

    Liegen hier nicht die eigentlichen Ursachen des Unfriedens, der nur durch den Frieden von Cordoba kurzzeitig unterbrochen wurde?

    Was wäre, wenn es ein historisches Lehrstück abbildet?
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    Ich lege mal mein politisches Gewand ab und frage:

    Den Freund im Auge, den Feind im Sinn, zeigt mir, dass ich ein Mensch nur bin?

    In deiner Frage vewendest Du die Begriffe: "Christen", "Kreuzigung", "Schuld". Religiös besetzte Begriffe. Nach meinem Verständnis muss ich auf dem Weg zum Frieden die Wege der Religionen meiden. Sie führen immer in die Irre. Alle Religionen befassen sich mehr mit den Feinden als mit den Freunden, mehr mit der Strafe als mit der Vergebung. Die Kreuzigung war zur damaligen Zeit an der Tagesordung für Vergehen jeder Art und keinenfalls nur eine Antwort auf Blasphemie. Die Ironie der Geschichte; ohne die Hilfe der Römer gäbe es heute kein Christentum.
    IP

  3. #28
    Demokrat für Deutschland
    Status: ungeklärt

    "je suis..." nervt!

    Diese Diskussion wurde von Frauke Petry angestoßen und von der Süddeutschen fortgesetzt...hier zu lesen:

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/...lich-1.2922552

    Das spricht mir aus der Seele...denn diese Net-Heuchelei nervt mich schon lange. Erinnert mich an die Poesie -Alben früher Jahre. Fand ich als Kind schon mehr als peinlich, diese dämlichen...mit Herzchen und Engelchen verzierten Einträge. Sind die gleichen Deppen und Deppinen...die heute ihre je suis Einträge posten - und diese Nerds von Studenten dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen. Kein Wunder, dass sich bei all den oberflächlichen Bachblütenteetrinker links und rechts davon Extremisten etablieren können. Terroranschläge sind heute nicht mehr als Tagebucheinträge mit Herzchen. Als Petry hierzu einen scharfen Kommentar formulierte...war es ihr Mann, ein Pfarrer, der als erster widersprach.
    IP

  4. #29
    Mitgestalter
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    AW: Was mich aufregt

    Was wollen wir Kohlen-Petry´s denn machen?

    Mitgefühl heucheln ist immer eine Sache des Egos.

    Kritik an geheucheltem Mitgefühl kommt ebensowenig aus dem Herzen.



    Es ist die Angst vor der Angst.

    Die Angst vor der Endlichkeit eines Körpers,

    dessen Geist kein Ende kennt.



    Wer der Materie sein Herz überschreibt,

    dessen Ego wird wohl wollen,

    dass der Handel im Geheimen bleibt.


    Wo Mitgefühl verloren ging,

    da macht das Ego, als Ersatzhandlung

    einen Eintrag im sozialen Poesiealbum.


    Die Einschläge kommen näher,

    die Illusion verschwindet:

    Hass endet nicht durch Hass


    Aus der Seele spricht die Liebe,

    nur. wo sie kann entschwinden,

    da war sie nie zu finden.


    Seele findet Mitgefühl.

    Ego-Depp mimt elend Spiel.

    Mitleid verteilt das Leid auf Andere,



    Ersatzhandlungen aus Angst und Ratlosigkeit über die Wirkungen des ausgelebten Hasses, der keine Sicherheit mehr bringt.

    Liebe in dieser Wolke aus freischwebendem Hass ist eine verzerrte Illusion und daher ist das Facebook-Mitgefühl eigentlich Sensationslüsternheit und die Freude am Schaden derer, denen unser Hass den Lebensfaden zerreißt.

    Im Grunde geht manchem Ego einer ab, wenn die anderen schon das Jüngste Gericht finden, während ihnen der Lebensfaden noch nicht vom Schicksal durchtrennt wurde. Es ist die relative Besonderheit, noch nicht zu denen zu gehören, die dem Hass geopfert werden...

    Wobei die Aufhebung der Irrtümer mit der Offenbarung der Wahrheit gemeint ist: Wird der Irrtum als Irrtum durchschaut, kann die Wahrheit als Wahrheit erkannt werden. Die "Tagebucheinträge entschwindender Egos" sind insofern eine Prozessentwicklung, ein Durchschreiten der Illusionen, die das Ego anzubieten hat. Die Wahrheit ist, dass die Wahrheit wahr und das Falsche falsch bleiben.

    Es ist falsch und unmöglich, Sicherheit im Angriff zu suchen und finden zu können.
    Es ist falsch und unmöglich, Liebe im Hass zu suchen und finden zu können.
    Es ist falsch und unmöglich, Frieden im Kampf zu suchen und finden zu können.

    Es ist das Ego, das sagt: Suche dieses oder jenes, aber um der Hölle willen, FINDE ES NIEMALS.

    So suchen die Kohlen Petry´s dieser Welt nach Liebe, aber finden sie nicht. Da wir alle diesem Kohlen-Peter in das Kellerkinddasein gefolgt sind, wäre es töricht, ein Urteil von Kellerkindern über Kellerkinder zu fällen. Solange Kellerkinder im Kohlenkeller spielen, bleiben es Kellerkinder. Auch, wenn sie Richter und Gericht spielen, bleibt es ein Spiel, bei dem wir uns ziemlich schmutzig machen.

    Sich im Internet "reinzuwaschen", ist ein Versuch des Egos, SEINE Angst vor der Endlichkeit zu bewältigen.

    Fast schon ein moderner Ablasshandel: Siehe, ich tue so, als würde ich mitfühlen. Doch für mein Ego ist das Leid der anderen ein Triumpf und so trage ich eine Maske von Menschlichkeit vor dem Antlitz des Hasses, der dahinter wohnt.

    Wie die Menschen ihren Hass übertünchen, ist belanglos. Die Maske abzunehmen, könnte helfen...

    Hinter allen Masken spielt das Ego sein verlogenes Spiel, wir vergaßen einfach, wie eine Welt ohne Maske aussehen könnte und wie sie sich anfühlt.

    Die Frage an die Welt lautet: Welt, was bist Du?

    Dumm ist nur, nicht auf die Antwort zu warten, sondern sich diese Frage stets vom Ego beantworten zu lassen.

    Die Etiketten der Netiquette sind "Klebezettel der sich auflösenden Ego-Denkmuster", das seine Ängste teilt und sie so insgesamt vermehrt.

    Jedoch kaum ein Wunder, dass die Angst vor der Angst nicht mit geheuchelten Lippenbekenntnissen zu besiegen ist.

    Das Durchschreiten der Ängste kann nicht für uns getan werden. Aber wir sind mittendrin...
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  5. #30
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Was mich aufregt

    Naja, mit "Heuchelei" habe ich wohl etwas übertrieben, bzw. einfach Petrys Worte übernommen. Heuchelei ist es nicht, man sollte für dieses Phänomen einen neuen Begriff erfinden. Vielleicht statt Mitgefühl "Hinweggefühl". Die Opfer werden grundsätzlich nicht gezeigt, haben meist noch nichtmal einen Namen - also kein Gesicht. Dieses Ereignisse sind, obwohl durch Netz und TV allgegenwärtig...für die meisten dennoch surreal. Sie helfen sich selbst mit diesen Posts über die Ereignisse hinweg - sind sich dessen aber wohl gar nicht bewusst. Es vergeht kein Tag wo nicht irgendwo ein Attentat verübt wird; gestern z.B. in Pakistan...mit 60 Toten. Nach einer gestern veröffentlichten Umfrage haben die meisten Deutsche keine Angst vor Terroranschlägen. Hätte ich auch ohne Umfrage so beantworten können - die meisten haben ja auch keine Angst vor dem Autofahren...obwohl täglich Menschen im Straßenverkehr sterben. Das ist eine ganz normale menschliche Reaktion. Menschen, die Opfer eines Einbruchs wurden...installieren sich danach alle eine Alarmanlage. "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan"...nach diesem Leitsatz setzen die Leute ihre Einträge - sie können sich danach wieder mit ruhigem Gewissen anderen Dingen widmen...z.B. ihre Urlaubsfotos hochladen. Das ist eine Ent-Empathisierung und eine Ent-Politisierung. Diese geplante Demo gegen die Angst geht in diese Richtung. Die Angst ist ein Schutzmechanismus des Körpers und der Seele- wir dürfen Angst haben...müssen uns dafür nicht schämen.
    IP

  6. #31
    Mitgestalter
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    Renommee-Modifikator
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    AW: Was mich aufregt

    Hinter dieser Angst steht Ohnmacht, die kaum hilfreich ist, denn:

    Wir drohen denen mit Tod, die den Tod nicht fürchten, sondern darin