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Thema: Tagesgespräch 2019

  1. #1
    rodbertus
    Laufkundschaft

    Tagesgespräch 2019

    bitte sährlichst!

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Gelbwesten

    In Frankreich tut sich mal wieder was. Die Franzosen stellen sich etwa im zwanzigjährigen Rhythmus auf Barrikaden. Das beschrieb schon Canetti. Das Aufbegehren richtet sich gegen das Establishment. Auch das ist normal. Nicht normal ist die Zusammensetzung des Establishments. Sie ist nämlich erstmals "links", jedenfalls versteht sich die politisch-mediale Elite als links. Sie sind die anywheres, diejenigen, die beweglich sind, die keine Heimat haben, es sei denn die, die alle Menschen haben, nämlich den Ort, der dort ist, wo die Liebsten sind. Die Liebsten dieser Etablierten sind wie sie: beweglich, ungebunden, gut ausgebildet. Sie können und wollen überall leben, ein paar Jahre da, ein paar Jahre dort usw.
    An sich ist das eine akzeptable Lebensform, aber es gibt 'n Problem: diese Beweglichen wollen den Unbeweglichen, den somewheres, nämlich vorschreiben, wie sie zu leben haben, sie indoktrinieren sie. Sie nehmen ihnen ihre Dieselfahrzeuge weg, sie lassen die Straßen vergammeln, die Schulen, sie erklären ihnen, was sie essen sollen, woher sie ihre Energie beziehen sollen, was gut ist und was sie verdammen sollen usw. Die Somewheres wollen das nicht, klarerweise, sie haben nun genug und stehen auf. Die Somewheres sind eine träge Masse, aber sie kommen langsam in Schwung.

    Ich beobachte das.

  3. #3
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    Heißluft

    einzige Entschuldigung für das Machwerk ist die Hitze ....


    Viel heisse Luft überall
    auf dem Land
    noch heisser in der Stadt
    in den Köpfen
    und am Strand

    Viel heisse Luft
    weht durch die Straßen
    über Asphalt und Beton
    steht auf den Plätzen
    einfach herum

    Viel heisse Luft
    aus meiner Kehle
    aus Ventilatoren
    in roten Ohren
    zu dumm

  4. #4
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    AW: Notizen Julius 2019

    VdL an der Spitze der EU-Kommission. Was soll man da sagen?

    Eine peinliche Quasselstrippe, eine penetrant Ehrgeizige, eine fulminant Unfähige und eine unglaubwürdig Pathetische.

    Und das EU-Parlament? Eine unqualifizierte Mehrheit, eine Mehrheit der Unqualifizierten?

    VdL schadet der EU jedenfalls mehr als alle Orbans, Straches, Le Pens und Kazcinskys zusammen.

    Mir soll's recht sein. Mit dieser EU hab ich sowieso schon lange nichts mehr am Hut. VdL wird die Erosion dieses Unfair-trade-Heuchel-Meuchel-Lobbyistenvereins nur beschleunigen.

  5. #5
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Notizen Julius 2019

    Unabhängig von ihren persönlichen "Fähigkeiten": ihre Wahl könnte sehr teuer werden - obwohl, den Konjunktiv kann ich mir sparen; es wird teuer!

    Frau v.d.L. hat sich die fehlenden Stimmen auf Kosten der deutschen Steuerzahler erkauft, indem sie eine europäische Haftungsunion und Arbeitslosenversicherung in Aussicht stellte. Da wurde ein großes Geschiss um eine Europawahl gemacht, die am Ende für die Katz war. Da soll man sich zwischen Timmermans und Weber entscheiden...und am Ende wird es eine Frau von der Leyen...die für ihre vollmundigen Ankündigungen und Versprechen überhaupt kein Mandat hat. Eine solche Arroganz kann man sich nur als deutscher Politiker erlauben, da sich die Deutschen scheinbar alles gefallen lassen. Eine Gleichschaltung von Politik und Medien, die im Ansatz an die dreißiger Jahre erinnert.

    Spanien, Portugal...und noch ein paar Länder mehr...sind auf einem guten Weg...da ist eine Haftungsunion das völlig falsche Signal...das zum Zurücklehnen geradezu einlädt. Wer diese Zeche dann bezahlen wird...das dürfte wohl klar sein...die Deutschen...wer sonst?

  6. #6
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    AW: Tagesgespräch

    Immer die alte Leier, dass die Deutschen alles bezahlen müssen!

    Sorry, aber das ist Quatsch! D ist der grösste Profiteur der EU und des Binnenmarktes. Deutschlands Wirtschaftsmodell ist ganz auf Export abgestellt. Durch den Euro profitiert D zusätzlich, weil die schwächeren Wirtschaften nicht abwerten können, um Importe zu verteuern.

    Wenn die Exportmilliarden nicht beim Bürger ankommen, sondern in die Taschen einiger weniger Milliardäre fliessen, dann ist daran ausnahmsweise mal nicht die EU schuld, sondern allein die Gesetzgebung in D!

    Da solltet ihr mal vor der eigenen Türe kehren, bevor ihr immer die alte Leier vom armen Deutschland anstimmt, das alles bezahlen muss!

    Wie wär's z. B. mal, die ganze faule Exportfinanzierung auf Pump durch die deutschen Exportgarantien des Bundes zurückzufahren, damit sich die 'faulen' Südländer nicht weiter verschulden? Aber das würde ja die Exportstatistik trüben .....

  7. #7
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Tagesgespräch

    "Deutschland" (ich weiß bis heute nicht, was das ist) profitiert nicht, sondern diejenigen, denen die deutsche Wirtschaft gehört. Der Export der BRD würde auch ohne EU bestens funzen. Der Anteil der EU-Länder beim bundesdeutschen Export gegenüber den Zeiten vor der Union ist sogar zurückgegangen. Das ist also ein Märchen, daß die BRD von der EU profitieren würde. Abgesehen davon funzt das doch so: die Polen (als ein Beispiel) nehmen Kredite bei der EU und kaufen damit (meist, ich habe in einer Talkshow von einer polnischen Politikerin mal die Zahl 83% gehört, die das aber als Konjunkturprogramm für die BRD verkaufte) in der BRD ein. Die Kredite werden von der BRD gestützt. Damit bezahlt die BRD das, was die Polen (zum Großteil) und Südländer hier einkaufen, selber. So ähnlich funzt das überhaupt in der EU. Fragt sich, wie lange die das noch über ihre Nullzinspolitik abstützen können. Die nächste Rezession kömmt bestimmt - dann aber richtig.

    Du hast also ganz recht, Till, d.i. eine faule Exportfinanzierung. Den Schaden haben die Deutschen, also der Großteil der Bevölkerung, die, um es mit Marxens Worten auszudrücken, nicht im Besitz der Produktionsmittel sind. Ich erweitere, den Schaden haben all die, die hart für ihr Geld arbeiten müssen, es sei denn, sie besitzen die Produktionsmittel, mit denen sie arbeiten, doch das passiert recht selten, weil sie dann nämlich arbeiten lassen.

    Die Frage lautet aber vielmehr, warum ein solches System installiert worden ist! Und die weiterführende Frage lautet: warum lassen es sich diejenigen gefallen, die ausgebeutet werden?

  8. #8
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Ich könnte auch sagen: immer wieder die gleiche Leier vom Profiteur Deutschland.

    Mit der EU hat das gar nichts zu tun. Wir waren schon zu Zeiten von EG und EWG Exportweltmeister und größter Profiteur in Europa. Das hat aber nur bedingt etwas mit den Marktstrukturen zu tun...denn davon könnten theoretisch alle profitieren. Warum überwiegend wir profitieren...das hat etwas mit unseren excellenten Produkten zu tun, die überall in der Welt nachgefragt werden. Und selbst wenn wir kein EU-Mitgliedstaat mehr sind, wird sich daran nichts ändern. Die Welt will Mercedes...und keinen Schrott -Fiat - das ist die Wahrheit.

    Stelle dir den Weltmarkt als Autobahn vor. Wenn Du mit einem Traktor unterwegs bist...wird dir diese Autobahn nicht viel bringen - wirst du nicht zu den Profiteuren gehören. Der Deutsche, mit seinem Porsche, der profitiert umso mehr. Und wenn die anderen nun auch Porsche fahren möchten, dann sollen sie sich eben auch so anstrengen wie die Deutschen...damit sie ihn a. bauen...und b. sich auch leisten können. Ich mag es nicht wenn immer so getan wird als würde den Deutschen alles in den Schoss fallen. Haftungsunion heißt: alle in Europa kaufen sich einen Porsche auf Pump, ohne die Raten zu bezahlen - und am Ende klopft der Gläubiger an der Haustür des deutschen Steuerzahlers und bittet diesen für die Schulden der anderen zur Kasse.

    Ja, wir sind Profiteur...aber nicht aus heiterem Himmel...sondern Kraft unseres Schaffens. Und wenn andere auch profitieren möchten...dann sollen sie ihre faulen Ärsche in Bewegung setzen und aufhören zu heulen. Wir haben keine besseren Voraussetzungen als jedes andere Land in Europa auch. Wir sind nur fleißiger, pünktlicher, gewissenhafter, ehrlicher.

    Durchschnittliches Renteintrittsalter in Europa:

    Die Deutschen stehen zusammen mit den Schweden, den Dänen und der Niederlande im negativen Sinne mit knapp über 65 Jahren an der Spitze. Also Nationen, denen es finanziell gut geht. In diesen Ländern gehen die Frauen etwa 1 bis 2 Jahre früher in Rente.

    Der Durchschnitt liegt bei Männern bei 63,6 und bei Frauen bei 62,6 Jahren.

    Unter dem Strich stehen Nationen wie z.B.

    Frankreich 60,8 Jahre
    Slowakei 61,6
    Belgien 61,9
    Italien 62,4
    Spanien 62,8


    Der Deutsche arbeitet also 4 Jahre länger als sein Kollege aus Frankreich.


    Jetzt weißt Du auch, warum Macron Frau von der Leyen ins Spiel brachte. Sie garantiert, dass das auch so bleibt...dass der Deutsche länger arbeitet...damit der Franzose früher gehen kann. Das ist deutsche Bachblütenpolitik. Die Franzosen sind pleite...und das nicht erst seit heute. Und Macron möchte, dass die Deutschen die Faulheit der Franzosen kompensieren - während Bachblütenromantiker tatsächlich glauben Macron würde uns lieben. Noch nie hat uns ein französischer Staatschef geliebt - und das wird auch nie passieren. Schon immer mussten die Deutschen für deutsch-französische "Freundschaft" bezahlen.


    Und noch etwas ist mir wichtig: wenn wir vom deutschen Profiteur reden, dann verschweigen wir über tausend (Armen) Tafeln und alle anderen karitativen Einrichtungen, die sich ebenfalls um Notleidende kümmern. Wir verschweigen 500.000 Obdachlose und eine dramatische Unterversorgung an Wohnungen. Wir verschweigen mehrere hunderttausend Rentner, die am oder unter dem Existenzminimum leben. Aber auch diese Leute werden bei einer Haftungsunion zur Kasse gebeten. Politik wird für die oberen 10% der Gesellschaft gemacht - die anderen dürfen dann die Rechnung bezahlen. Unter anderem deshalb bewundere ich euren Ex-Kanzler, der hoffentlich bald wieder ins Amt kommt...denn der sagt Österreich first...so wie ich Germany first sage. Dafür wird eine Regierung auch gewählt...um sich um ihr eigenes Land zu kümmern. Ist dort alles in Ordnung und noch Geld übrig...dann darf man sich auch gerne über andere Gedanken machen. Das ist aber in Deutschland nicht der Fall - hier muss erst mal vor der eigenen Tür gekehrt werden, bevor wir uns um die Griechen, Italiener...oder um die Bulgaren kümmern.
    Geändert von anderedimension (17.07.19 um 12:12 Uhr)

  9. #9
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    AW: Tagesgespräch

    Also liebe Leute, gemach, gemach. Wenn ich von Deutschland als Profiteur des Binnenmarktes - und des Euro - schrieb, dann habe ich doch darauf hingewiesen, dass nicht alle Deutsche, die fleissigen Ingenieure, Facharbeiter, Hilfsarbeiter, Systemerhalter etc. profitieren, sondern einige wenige. Wie z. B. die Manager der Deutschen Bank, die Millionengagen einstreiften und ein kaputtes Haus zurückließen, oder ein Herr Winterkorn, der was-weiß-ich wieviele zigtausend Euro pro TAG kassiert und den VW Konzern zu einem Betrugsfall machte. Aber auch bei den sauberen und tadellosen Produzenten excellenter Produkte, die überall in der Welt nachgefragt werden, kommt der erwirtschaftete Ertrag nicht beim Arbeiter an, sondern wandert in die Taschen von Erben, Großaktionären und Finanzhaien. Warum?

    Wenn nur die Leute sich die deutschen Waren kaufen würden, die sie auch bezahlen/sich leisten können, sähe Deutschlands Exportstatistik anders aus. Und ohne Euro wäre es viel schwerer für einen Italiener oder Griechen, sich einen Porsche zu kaufen, als mit dem Euro. Weil die Lira nämlich gegenüber dem Euro einen grottenschlechten Kurs hätte. Der Porsche wäre 3-5 mal so teuer!

    Und dass diverse Banken die Exporte zusätzlich stützen, indem sie Exportgarantien vergeben, für die der Bund haftet - also der Steuerzahler - ist auch part of the dirty game. Fielen diese weg oder würden deutlich gekürzt, dann bräuchte es keine Rettungspakete a la Griechenland! Und nochwas, der irreführende Titel Rettungspaket suggeriert, dass damit die Griechen gerettet wurden. Werch ein Illtum! Es wurden großteils die Exportgarantien der Banken damit bedient! Denn die sind ja systemrelevant und too big to fail. Blechen musste dafür die große Mehrheit der Griechen, denen Renten gekürzt, die Jobs gestrichen und die Gesundheitsversorgung weitgehend entzogen wurde. Mir ist nicht bekannt, dass deutsche Steuerzahler für die 'Griechenlandrettung' aufkommen mussten.

    Und wenn in Deutschland so viele Menschen am Existenzminimum oder darunter leben müssen und zu Tafeln gehen müssen, dann ist das ein Skandal. Den müssen aber die deutschen Wähler beenden! Scheinbar aber ist die Mehrheit der dt. Wähler und Steuerzahler damit einverstanden, dass schwarze Nullen geschoben werden und am Nötigsten gespart wird!

    Ich bin als Erster dafür, dass diese irrsinnige Art von 'Wirtschaft' beendet wird. Und dass fairer Handel und Wettbewerb betrieben werden.

    Im Übrigen: die Überschüsse des Einen sind die Schulden des Anderen! Es kann auf Dauer also nur ein annähernder Ausgleich im Handel zwischen Ländern zu stabilen Verhältnissen führen. D. h. aber, dass Exportüberschüsse wie sie D gegenüber den meisten Ländern aufweist, auf Dauer ungesund sind und auf Dauer zur Insolvenz der Importländern führen müssen. Darauf weisen einige vernünftige Wirtschaftswissenschafter schon lange hin.

    Am Ende ist es mit den Staatshaushalten wie mit dem Privathaushalt: Ich kann auf Dauer nicht mehr ausgeben, als ich einnehme.

    Warum ein solches System installiert und aufrechterhalten wird? Ich denke, die Antwort ist einfach: weil einige wenige davon übermäßig profitieren und die große Masse wenig bis nichts davon hat.

  10. #10
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    AW: Tagesgespräch

    Die von dir genannten Personengruppen sind die, die am meisten vom Binnenmarkt profitieren - da sind wir gleicher Meinung. Alle anderen profitieren jedoch auch.... Das ist immer so, egal in welchem "System".

    Sozialismus = eine Minderheit hat jeweils 10 Euro, die Mehrheit jeweils 5 Euro
    Kapitalismus= eine Minderheit hat jeweils 1000 Euro, die Mehrheit jeweils 10 Euro

    In welchem System wollen wir leben? Es wurde und wird immer ungerecht verteilt - in jedem System, und überall auf der Welt. Es ist also unsinnig diesbezüglich eine Gerechtigkeitsdiskussion führen zu wollen. Gerechtigkeit ist etwas, das sich nur in den Köpfen der Menschen abspielt. Die Natur kennt nur das Recht des Stärkeren - jedes andere Rechtsempfinden ist hausgemacht.

    Der Deutsche geht mit 65 in Rente, der Franzose mit 60. Wer ist hier nun der Profiteur?

  11. #11
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    AW: Tagesgespräch

    Jetzt sind wir aber schon weit vom Ausgangsstatement weg. Da ging es um das Gejammer, Deutschland - hört man auch hierzulande, also Österreich .... dasselbe sagen wohl die Leute in den meisten EU-Ländern - müsse für alles bezahlen, also die faulen Südländer, die Pleitegriechen, die bankrotten Franzosen etc. etc.

    Fakt ist, wirtschaftlich muss D für gar nichts bezahlen, sondern profitiert von Euro und Binnenmarkt. Kein Wunder, ist es ja die wettbewerbsfähigste Ökonomie, die grösste auch und massiv auf Export ausgerichtet. Dadurch entstehen erst die riesigen Handeslbilanzdefizite der wettbewerbsschwächeren - 'faulen' - Nationalökonomien, verstärkt durch faule Exportgarantien und Euro, der eine Abwertung der früheren Landeswährungen unmöglich macht.

    Abhilfe? Habe ich vorgeschlagen: Keine Exportfinanzierung auf Pump, keine Bundeshaftungen für Exporte und Rückkehr zu Landeswährungen.

    Im Übrigen, soll jeder so leben und wirtschaften wie er will! Wenn deutsche Arbeitnehmer und Firmen unbedingt Weltmeister in Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit sein wollen, sollen sie! Wenn Italiener, Griechen und Franzosen es eher locker angehen wollen, sollen sie! Lass dem Giacomo seine Siesta, dem Franzosen seine Buddel Rotwein zu Mittag und dem Deutschen sein Burn-Out!

    Wie gesagt, alles kein Problem, solange sich die jeweilige Produktivität auch in den Handeslbilanzen, Währungskursen, Lebensstandard und Einkommen abbildet und nicht verzerrt werden durch Subventionen, Exportförderung, gemeinsame Währung etc. etc.

    Die Umverteilungsdebatte ist dann noch eine andere. Das muss jedes Land und seine Wähler mit sich regeln. Soll D doch mit Hartz IV und schwarzer Null glücklich werden, sollen die Ösis doch Milliarden aus dem Steuertopf ins Pensionssystem pumpen, sollen Franzosen doch mit 55 in Rente gehen, sollen Italiener doch mit 40 noch bei Mama wohnen.

    Leider ist das alles Utopie. Die bestehende Dystopie ist: Gemeinsame Währung, Binnenmarkt, Abschottung nach aussen (Exportsubventionen für landwirtschaftliche Güter nach Afrika, gleichzeitig Importhürden aus Afrika - HELLER WAHNSINN! Ein Hohn auf die europäischen Werte), Exportförderungen, Subventionitis, Umverteilung nach oben, Nullzinspolitik - kalte Enteignung ! - Pflegenotstand usw. usw.

    Dabei habe ich das Wort Migration und Flüchtlingspolitik noch gar nicht erwähnt! Dafür ist allein D und Merkel verantwortlich. Was diese Frau 2015 da gemacht hat, war katastrophal und was D durch seine Migrationspolitik im Mittelmeer und den südlichen Meeresanrainern anrichtet, ist verantwortungslos. Die sog. 'Seenotretter', die defacto Schlepperdienste leisten, um Leute, die keine Flüchtlinge sind - bestenfalls Wirtschaftsmigranten - nach Italien zu schippern, sind verantwortungslose Spinner. Leute in Lebensgefahr retten, ja! Ohne Wenn und Aber. Sie aber nicht automatisch hunderte Seemeilen weiter nach Europa bringen, sondern zurück an Land, dorthin, wo sie herkommen. Statt falsche Signale zu setzen und Flüchtlingsverteilung auf alle EU-Staaten zu diskutieren, sollte in den Ländern vor Ort in Afrika Aufklärung betrieben werden, die die jungen Männer davon abhält, sich auf den WEg durch die Wüste zu machen! Und faire Handelsbeziehungen mit Afrika. Und Aufklärung, dass die Länder ihre Probleme selbst lösen müssen, als da sind Korruption, Vetternwirtschaft und Ausverkauf der Rohstoffe und natürlichen Ressourcen.

    Aber auch da, keine Vernunft in Sicht. In D haben die in dieser Frage völlig verantwortungslosen und desorientierten Grünen weiter Zulauf, während Länder mit einer realistischen Migrationspolitik weiter als rechtsextrem und antieuropäisch diffamiert werden. Und jetzt noch Frau VdL! Das haben wir gerade noch gebraucht!

    Aber, die Klimakatastrophe wird all diese Diskussionen in den nächsten Jahrzehnten ohnehin relativieren. Da geht's uns dann allen ans Leder. Und da helfen dann keine Scheindiskussionen um CO2-Emissionshandel, E-Autos - Sackgasse! - und Billigflüge mehr.

  12. #12
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Keine Exportfinanzierung auf Pump, keine Bundeshaftungen für Exporte und Rückkehr zu Landeswährungen
    Da kenne ich mich zu wenig aus...um mir da ein Urteil bilden zu können. Auch weiß ich nicht was die Alternative zum Ausfuhrfinanzierungsförderungsgesetz sein könnte.

    Unter § 7. (1) ist zu lesen

    Für die Übernahme von Haftungen ist ein Entgelt zu entrichten.

    Müsste man also wissen, ob da der Steuerzahler eher draufzahlt...oder ob er unter dem Strich davon profitiert.

    Die bestehende Dystopie ist: Gemeinsame Währung, Binnenmarkt, Abschottung nach aussen (Exportsubventionen für landwirtschaftliche Güter nach Afrika, gleichzeitig Importhürden aus Afrika - HELLER WAHNSINN! Ein Hohn auf die europäischen Werte), Exportförderungen, Subventionitis, Umverteilung nach oben, Nullzinspolitik - kalte Enteignung ! - Pflegenotstand usw. usw.
    stimmt. Zum Pflegenotstand ist zu sagen: ist wohl jener Notstand mit dem größten Aufmerksamkeitsfaktor (weil er allen Angst macht), aber in sehr vielen Berufszweigen herrscht Personal -Notstand. Hat auch damit zu tun, dass zu viele junge Menschen studieren...die zum Studium gar nicht befähigt sind.

  13. #13
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    AW: Tagesgespräch 2019

    ad Exportfinanzierung:

    mir geht es darum, aufzuzeigen, dass ein Handelsüberschuss eines Landes - D als notorischer Handelsbilanzüberschüssler mit fast allen Staaten - notwendig ein Handelsbilanzdefizit beim jeweiligen Parnter ist! Auf Dauer kann das nicht gutgehen. Wenn dann noch künstlich nachgeholfen wird, indem Staaten Exportfinanzierungen angeboten werden, verschärft das die Defizite der Importländer noch.

    Ein fairer Handel wäre m. M. nach einer, in dem sich jemand nur kauft - importiert -, was er auch bezahlen kann, ohne sich zu verschulden. Das führt natürlich zu weniger Exporten beim Exporteur, verhindert aber dass sich Staaten über Import hemmungslos verschulden. Dazu kommt, dass der Euro eine Abwertung von Landeswährungen verhindert. Er spannt alle Euroländer unter das gleiche Joch. Das ist, als wenn du lahme und altersschwache Gäule mit starken, kräftigen, jungen Pferden vor den gleichen Wagen spannst. Die Lahmen werden nicht mithalten können und zusammenbrechen. Eine Abwertung verteuert Importe und verbilligt Exporte, hilft also weniger wettbewerbsfähigen Ländern. Unter dem Schirm des Euro ist das unmöglich, das führt dazu, dass der Starke gefördert, der Schwache weiter geschwächt wird. Deshalb ist der Euro auf lange Sicht ein Spaltpilz für Europa. Nicht umsonst muss die EZB seit Jahren Billionen Euro ausgeben, um die wertlosen Staatsanleihen von italy & co. zu kaufen. Die kannste anschliessend gleich verbrennen!

    Ein ausgeglichener Handel muss sich an den Wettbewerbsdaten - sprich Währungskursen - orientieren und darf nicht durch Einheitswährung und Exportfinanzierungen inklusive Haftungsgarantien verzerrt werden.

  14. #14
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    AW: Tagesgespräch 2019

    In der Theorie mag das ein Ansatz sein-lässt sich aber in der Praxis,..lässt sich in einer global vernetzten Welt nicht umsetzen. Was für den Außenhandel gilt, müsste dann auch für den Binnemarkt gelten- so eine Landesgrenze alleine sollte den Unterschied nicht ausmachen.

    Beispiel: würde man sich nur das kaufen...was man sich leisten kann, wofür man keine Schulden machen muss...würden wohl maximnal 10% der Bundesbürger in einem Eigenheim leben. Der Brandenburger kauft sich in Neuruppin ein Grundstück...das Geld dafür hatte er angespart. Nun will er ein Fertighaus aufs Grundstück stellen...das er bei einem Hersteller aus Hamburg kauft...und wofür er einen Kredit aufnimmt. Ein ganz normaler Vorgang. und warum sollte zwischen Porto und Berlin nicht gelten dürfen...was innerhalb der Landesgrenzen Alltag ist? Dann müsstest Du auch das Bafög streichen...sind ja schließlich auch Schulden. Die Schulden selbst sind nicht das Problem - auch die muss man sich leisten können. Das Problem ist die Überschuldung. Viele Erfindungen und Pioneerleistungen...von denen wir heute alle profitieren...basierten auf Schulden. Kredite haben auch eine positive...eine sehr menschliche Seite: derjenige..der mir den Kredit gewährt...glaubt an mich. Schulden basieren also auch auf Vertrauen. Wenn sie in Rumänien einen Tunnel bauen möchten...weil dieser dringend benötigt wird...brauchen sie dafür vielleicht Gerätschaften...die sie weder haben...noch sich leisten können. Warum sollten sie sich dafür nicht verschulden...wenn ohne Tunnel der Schaden auf Dauer ein noch viel größerer wäre?!? Schulden sind ja nicht selten so etwas wie eine Investition in die Zukunft.

    Ich gehe sogar so weit und sage: ohne die Möglichkeit sich zu verschulden, wären wir von einem Löwenrudel nicht mehr zu unterscheiden. Dann wäre auch bei uns Menschen das Recht des Stärkeren Gesetz. Wer hat, der hat - wer nichts hat, der hat eben Pech gehabt. Schulden, so gefährlich sie sind, geben jedem die Möglichkeit aufzusteigen.

  15. #15
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Jetzt wird's mühsam. Natürlich sind Kredite nicht schlecht - wenn man sie bedienen kann. Natürlich sind Handelsbilanzdefizite nicht per se schlecht - wenn sie nicht unverhältnismäßig sind und nicht dauerhaft. Und natürlich ist der Euro per se nicht schlecht - wenn er Wettbewerbsgefälle nicht verstärkt und zementiert.

  16. #16
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    Klar ist das mühsam - wäre ja auch zu schön, ließen sich komplexe Sachverhalte mit einem Federstrich auflösen. Gibt diverse Studien (z.B. Global Peace Index...)..die sagen, dass die Welt von Jahr zu Jahr friedlicher wird. Auch sinkt die Zahl der Hungerleidenden und Hungertoten von Jahr zu Jahr. Egal welche Studie oder Statistik man sich anschaut...alles wird von Jahr zu Jahr besser - zumindest global betrachtet. Weil wir aber in unserem medialen Zeitalter nahezu von jedem Einzelschicksal erfahren...ob wir wollen oder nicht...glauben wir etwas anderes. Also jene, die sich eine gerechtere Welt wünschen, müssten hochzufrieden sein - auch mit den Trumps und Erdogans dieser Welt.

    Welche Präsidenten wo Kriege führten

    https://www.augsburger-allgemeine.de...d54641791.html

    Klar zu sehen, dass die Demokraten keinesfalls besser sind/waren als die Republikaner. Weiter "rechts" heißt also noch lange nicht öfter Krieg.

    Zudem werden den Republikanern Jugoslawien und Syrien angekreidet. In Jugoslawien hatte man einen Krieg beendet...der von den westlichen Nato-Partnern nur dilettantisch begleitet wurde. Oder anders gesagt: hätten die Amis früher eingegriffen, hätte es deutlich weniger Opfer gegeben. Jugoslawien ist ein deutliches Beispiel dafür, dass Europa...wenn es darauf ankommt...in aller Regelmäßigkeit versagt. Das gleiche in Syrien; die Europäer eierten viele Jahre nur herum...was hunderttausende von Toten und Millionen von Vertriebenen zur Folge hatte. Trump hat mit einem Luftschlag, der kaum Schaden hinterließ, das Herumgeschwuchtel... auf Kosten anderer... beendet - de facto ist Trump bisher eher ein Repräsentant des Friedens...als dass er ein Kriegstreiber wäre. Und auch bei uns haben die Grünen einen Krieg pro-aktiv gestaltet und mehrere weitere abgenickt. Da ist mir einer, der ab und an unter der Gürtellinie twittert, sich aber...wenns drauf ankommt...sehr besonnen zeigt, viel lieber.

  17. #17
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    AW: demokratie und andere krater

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen
    Die Freiheit von der du redest, ist keine gelebte und erfahrene, sondern eine von oben verordnete, beschworene. Und Leute, die nichts anderes kennengelernt haben - wie z. B. Jugendliche, Studenten, Teenies und Twens - glauben auch, was ihnen von Medien und Politik vorgegaukelt wird.

    Das Fatale ist, dass Menschen, die dieses Spiel durchschauen bzw. ablehnen im Moment keine politische Adresse für ihren Protest haben. Denn die Einzigen, die das thematisieren, die sog. Populisten, Rechten, Nationalisten etc. - alles diffamierende Zuschreibungen der herrschenden Ideologen - erweisen sich entweder als zu dämlich und korrupt (Strache, AfD) oder sind per se Feinde der Demokratie (Salvini, Kaczinsiky und Co.).

    Das ist die grösste Gefahr für unsere Rest-demokratie. Es gibt im Moment keine demokratische Alternative für Protestwähler.
    Sehe ich ähnlich. Die AfD hat es versäumt sich vom Höcke-Flügel zu trennen. Wobei Höcke selbst nicht das Problem ist - sondern jene Leute, denen er eine "Heimat" gibt. Höcke ist in seinem Duktus krass...inhaltlich hingegen kann man ihm nur wenig vorwerfen. Spätestens seit den Nazis kann/darf man keine Rasse -Diskussionen mehr führen - auch wenn der Ansatz ein wissenschaftlicher ist und solche Diskussionen durchaus ihr Berechtigung hätten...wäre da nicht diese dunkle Vergangenheit - und gäbe es nicht auch heute noch Leute, die eine solche Diskussion instrumentalisieren würden.

    Seehofer hat...wegen der aktuellen Lage in unserem Land...seinen Urlaub abgebrochen. Gerade gestern hat ein Eritreer in Frankfurt einen Mutter und ihren achtjährigen Sohn ins Gleisbett gestoßen. Die Mutter konnte sich retten, das Kind wurde vom Zug überrollt und ist tot. Da es in den letzten Tagen sehr viele solcher oder ähnlicher Vorfälle mit Migranten gab, bricht Seehofer seinen Urlaub ab.

    Es lebe die EU. Es lebe die Freiheit.


    Ich bleibe bei dem, das ich von Anfang an sagte: die Medien tragen die Hauptschuld - sie haben sich fast im Kollektiv mit den Grünen gemein gemacht, statt für etwas Ausgewogenheit zu sorgen und kritisch zu hinterfragen. Die Medien haben das Land gespaltet.


    Zitat spiegelonline v. 30.07.2019

    Nach SPIEGEL-Informationen hielt sich der Mann unerlaubt im Bundesgebiet auf.
    https://www.spiegel.de/panorama/just...a-1279643.html

    https://www.rtl.de/cms/wie-sicher-si...n-4379503.html


    In den Augen vieler bin ich ein Rechtspopulist...oder gar ein Rassist...wenn ich so etwas zitiere. Würde ich auch gar nicht tun...fühlte ich mich nicht wie viele andere auch dazu genötigt für ein Gegengewicht sorgen zu müssen.

    Kann mich an einen Bericht aeroliths erinnern...der davon erzählte wie er sich unter Pegida-Demonstranten mischte...um sich selbst ein Bild von den Leuten zu machen. Ich erinnere mich deshalb...weil er ganz nüchtern erzählte was er da sah und hörte...ohne zu urteilen. Gleiches hätte ich mir damals auch von den Medien gewünscht. Das Urteil der Journalisten stand aber schon fest...bevor sie selbst vor Ort waren. Dieses Stigma ist ein tief sitzender Stachel, der heute vieles erschwert.
    Geändert von anderedimension (30.07.19 um 13:12 Uhr)

  18. #18
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Das sehe ich nicht so, also die Notwendigkeit einer Trennung vom Höcke-Flügel. Es ist die Virulenz der Fragestellungen, die eine politische Alternative eben erst zur Alternative macht. Allerdings hat die AfD sich noch nicht als Alternative aufgestellt, sondern mimt für mich so eine Art CDU 2.0 aka 1980er, angereichert mit etwas Nationalpathos. Eine neo-national-liberale Partei, wie ich es im entsprechenden Ordner schon nachgewiesen habe. Ohne Höcke würde sie vollends zur liberalen Partei werden, wie das Rentenkonzept des U-Boots Meuthen verdeutlicht. Dann würde sie bedeutungslos werden. Wahrscheinlich ist das das Ziel der Leute um Meuthen und Freunde. Frau Weidel nehme ich da heraus. Die gefällt mir gut. Sie ist tough, würde aber auch in der CDU eine gute Figur machen, obwohl sie in vielen Fragen national-liberal denkt, nicht christdemokratisch. Gauland träumt der CDU 2.0 nach.

    Uninteressant ist die chose jedenfalls nicht. Ich bin mal gespannt, in welche Richtung sich die AfD nach den Wahlen in Mitteldeutschland entwickelt. Ich bin auch gespannt auf das Ergebnis. Da ist ja extrem viel möglich. Einen Tip kann ich noch nicht abgeben, spekulieren, ja! Laßt uns spekulieren!

  19. #19
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Meine Spekulation: bis zu den Wahlen wird man aus taktischen Gründen an Höcke festhalten, da man seine Stimmen braucht. Danach wird ein außerplanmäßiger Sonderparteitag stattfinden...wo es zu einem Machtkampf kommt. Höcke hat das durch die Blume bereits verlauten lassen.

    Wie dieser Machtkampf ausgeht, das weiß heute keiner. Ich tippe auf Doris von Sayn-Wittgenstein - sie hat das Potenzial beide Flügel zu befriedigen und die Partei zu befrieden. Ihre emotionale Rede vor zwei Jahren hätte sie beinahe aus dem Nichts an die Spitze der Partei katapultiert. Sie redet auch vielen Menschen aus dem Herzen...die ansonsten nichts mit der AfD zu tun haben wollen. Sie ist Patriotin, Nationalistin...erzkonservativ...aber weder rechtsradikal noch rassistisch. Aus der Geschichte wissen wir, dass ein guter Redner alle Prognosen auf den Kopf stellen kann, wenn er ein Gespür für den Moment hat.


    Ich sehe das nicht so, dass die AfD jetzt schon eine alternative Politik anbieten muss. Es geht jetzt erst mal darum das Schlimmste zu verhindern - wobei ich glaube, dass das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ist. Viele Bundesbürger sind sich darüber gar nicht im Klaren, dass wir selbst gar nicht mehr über unsere Grenzen entscheiden können. Die Kontrollen in Bayern sind nur durch eine zeitlich befristete Ausnahmegenehmigung möglich. Brüssel und Straßburg entscheiden, ob...wann und wie wir unsere Grenzen zu schützen haben. Nur durch einen Dexit wäre das rückgängig zu machen. Wie man da auf die Idee kommt wir würden heute freier leben denn je, das ist mir ein Rätsel.

  20. #20
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    AW: Tagesgespräch 2019

    ad Mord am Frankfurter Hauptbahnhof.

    - die Tat ist unfaßbar. Stellungnahmen dazu erlaube ich mir nicht, weil ich fast nichts über die Tat, gar nichts über den Täter und erst recht nichts über seine Motive weiß.

    - dass die Tat sich in eine Reihe schwer verdaulicher Vorfälle mit Menschen aus nahöstlichem, afrikanischem Hintergrund/Herkunft einordnet, gibt mir zu denken.

    - der Umgang mit der gestrigen Untat und der langen Reihe ähnlicher Vorfälle in der Politik und den Medien ist skandalös. Entweder es wird alles vermieden, vertuscht und verschwiegen, was auf die Herkunft der Täter, ihren soziokulturellen Hintergrund verweist - was auf Dauer nicht möglich ist und dann umso peinlicher für die sog. 'Leitmedien' ist - um nur ja jede Diskussion darüber im Keim zu ersticken. Oder es wird blindlings und aus billigem Eigennutz - Stimmenfang - eine widerliche Scheindebatte geführt, die nur Sündenböcke nennt und nicht interessiert ist an Erkenntnisgewinn.

    Für mich sind all diese Vorfälle ein Ergebnis einer Politik der EU und insbesonders Deutschlands unter Merkel, deren Folgen wir nun ernten. D und auch A sind inzwischen multikulturelle Gesellschaften, da gibt es nichts zu deuteln. Multikulturelle Gesellschaften, die auf die Bedingungen und Risken und auch Chancen von Multikuturalität absolut nicht vorbereitet sind. Wir ernten nur die Nachteile dieser Multikulturalität, ohne die möglichen Vorteile auch nur zu erahnen. So sind wir in einer lose-lose-Situation.

    Eine ehrliche, tabulose Debatte über die Bedingungen, Risken, Chancen und Folgen von Multikulturalität, ihren Regeln und gesetzlichen Voraussetzungen ist überfällig, wird aber vermieden, diffamiert und unterdrückt von den herrschenden Eliten in Politik, Medien und Kultur/Religion. Die Leidtragenden stellen die große Mehrheit, die sich nicht hinter gesicherten Mauern, Zäunen, gepanzerten Limousinen und Leibwächtern in abgesicherten Bezirken und Vierteln verschanzen kann.

    Ich habe schon seit Jahren, besonders 2015 darauf hingewiesen, dass D - auch A und natürlich andere europ. EU-Staaten - längst zu Einwanderungsländern einer unkontrollierten Massenmigration geworden sind und die ansässige Bevölkerung dadurch in geradezu fahrlässiger Weise nicht nur gefährden, sondern auch - weil ungefragt und vor vollendete Tatsachen gestellt - in völlig undemokratischer Weise überrollen, deren Willen missachten und entmündigen.

    Dass unter solchen Umständen in D gerade die Grünen, die für noch mehr unkontrollierte Migration stehen, solchen Zulauf haben, kann ich nur als traurigen Treppenwitz der Geschichte betrachten.

    Die EU spielt in diesem Trauerspiel eine fatale Hauptrolle. Es erweist sich wieder einmal, wie gefährlich es ist, wenn supranationale Institutionen, die überhaupt keine Bindung an den Wählerwillen mehr aufweisen und also keine Verantwortung tragen müssen und können, so viel Macht besitzen. Die EU ist ein antidemokratisches, diktatorisches Instrument einiger Eliten und wird noch viel Unheil bringen.

  21. #21
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Die Vorteile einer multikulturellen Gesellschaft kennen wir alle...und die meisten wissen diese auch zu schätzen. Ich bin für eine multilulturelle Gesellschaft...und somit auch für Zuwanderung. Bis dahin spaltet das noch nicht die Gesellschaft...da...von ein paar Rechtsradikalen mal abgesehen, wohl die meisten so denken. Allerdings hat das...was wir in den letzten Jahren erleben...mit Zu/Einwanderung im eigentlichen Sinne nichts zu tun. Und jene, die diese Entwicklung befürworten, haben mit den negativen Auswirkungen nichts zu tun. Da wo der grüne Prof. wohnt, arbeitet, ausgeht,...sind die Probleme nicht sichtbar. Der kennt maximal Studenten mit Migrationshintergrund - die selbstverständlich von einem ganz anderen Kaliber sind...als die, die am Bahnhof Drogen verkaufen.

    Vom Täter aus Frankfurt heißt es jetzt er wäre psychisch gestört. Natürlich ist er das, denn ein "normaler" Mensch macht das nicht. Aber bei nahezu jeder von einem Flüchtling verübten Tat wird sofort eine Entschuldigung mitgeliefert. Mal ist es die Psyche...mal wird es als Beziehungstat verkauft. Ja, es gibt auch jede Menge deutsche Verbrecher...aber gerade weil es die gibt...muss ich nicht noch welche importieren.

    Das Volk wurde von Anfang an getäuscht....denn vom ersten Tag an redeten die Politiker von der "Integration" als oberste Priorität - die aber spielt beim Asylrecht nur eine untergeordnete bis gar keine Rolle. Man wusste also...dass man diese Leute nicht mehr los wird.

    Das ist gleich ein doppeltes Verbrechen; ein Verbrechen an den Deutschen...und ein Verbrechen an den wahren Schutzbedürftigen...bzw an den Migranten, die es ehrlich meinen...die sich hier anpassen und einbringen möchten. Wie will Lieschen Müller diese Menschen von all den anderen Eingereisten unterscheiden können?!?

    Warum die Grünen dennoch gewählt werden, in einer Stärke wie nie zuvor, lässt sich in der Tat kaum nachvollziehen. Umwelt und Klima sollten dafür kein Grund sein, denn die Grünen besetzen war diese Themen...jedoch in Abwesenheit jeder Kompetenz - das sehen wir seit vielen Jahren auf kommunaler Ebene...auf Landesebene...und sahen es auch auf Bundesebene. Eine Erklärung gibt es vielleicht: die antiautoritäre Erziehung der 68er hatte zur Folge...dass wir im internationalen Vergleich in den schulischen Leistungen daramtisch absackten (Stichwort Pisa-Studie). Die Versackten sind nun die Eltern der heutigen Jugend...an der man nun einiges gutmachen will...was man selbst verbockte. Das machte man auf zwei verschiedene Arten: a. man machte die Aufgaben leichter...bzw setzte die Anforderungen herunter...und b. man baute Druck auf (Du musst studieren). Das führte dazu...dass wir sehr viele...aber vor allem sehr doofe Studenten haben (gehe mal davon aus, dass jeder die entsprechenden Expertenaussagen...Studien...Untersuchungen dazu kennt). Wenn es anders wäre, müsste die Industrie nicht im Ausland rekrutieren.

    Um nicht zu weit abzuschweifen; will eben nur sagen, dass das alles miteinander zu tun hat...das eine das andere ermöglicht oder begünstigt.

  22. #22
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Iran-Konflikt

    Die Bundesregierung scheint sich darauf verständigt zu haben keine Marinesoldaten in die Region um den Persischen Golf zu schicken - sagt Olaf Scholz. Das finde ich gut...denn m.E. haben deutsche Soldaten außerhalb Deutschlands nichts zu suchen. Ausnahme: im Verteidigungsfall, wenn ein Nato-Partner angegriffen wird. Das ist hier nicht der Fall. Die Provokationen gehen von den USA aus - der Iran reagiert "nur" darauf. Ich habe, ohne zu wissen wo das herrührt, eine Sympathie für den Iran - oder besser gesagt; für das iranische Volk. Trump hat sich nun mal für die Saudis...und somit auch gegen den Iran entschieden. Halte ich für die falsche Entscheidung, aber immerhin hat der Silberrücken klare Kante gezeigt...eiert nicht so herum wie seine Vorgänger. Die Gefahr sehe ich darin, dass die Israelis jetzt nur darauf warten...dass der Iran eine falsche Bewegung macht...um dann Teheran dem Erdboden gleich zu machen. Durch Trumps "Entscheidung" haben sie nun auch eine Art Freibrief...das ungestraft durchziehen zu können. Was vom Iran übrig bleibt, das kann man dann den Russen schenken...bzw ihnen das vorher schon in Aussicht stellen, damit sie die Füße stillhalten. Die haben dann einen direkten Zugang zu Chinas neuer Seidenstraße - welche, und da bin ich mir relativ sicher, der eigentliche Grund ist...warum sich Trump mit dem Iran anlegt. Wer Teheran besitzt...der kann wenigstens Wegegeld verlangen. Erinnert irgendwie ans Mittelalter - und vermutlich kommen wir irgendwann dort auch wieder an.

  23. #23
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Zwei heutige Schlagzeilen, die m.E. nicht zusammenpassen




    1. Studie zur Kinderarmut / spiegel.online

    Zitat

    Wenn das Geld nicht mehr für den Zoobesuch reicht
    Eis auf Ausflügen, Märchen im Theater oder Spielzeug: Kinder aus ärmeren Familien haben laut einer Studie immer weniger Geld für soziale Teilhabe zur Verfügung - mit gravierenden Folgen.
    2. Bafög-Erhöhung

    Zitat
    Studenten und Azubis bekommen mehr Geld
    Ab diesem Donnerstag bekommen Bafög-Empfänger mehr Geld: In zwei Stufen wird die Hilfe von 735 auf 861 Euro monatlich angehoben. Doch an der Reform gibt es auch Kritik.
    Zudem sollen mehr junge Menschen als heute die staatliche Leistung bekommen. Dafür wird eigenes Vermögen und auch das Einkommen der Eltern nicht mehr so streng angerechnet

    Also auf der einen Seite immer mehr veramte Familien, auf der anderen Seite die Erhöhung des Bafögs...ohne detaillierte Prüfung der Vermögensverhältnisse. Wie passt das zusammen? Und da wundert man sich, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht?!? Darf daran erinnern, dass gerade erst der Mietzuschuss für Studenten erhöht wurde, dass die Studenten kostenlos mit dem Zug durch Europa reisen können...usw...

    Und genau das kreide ich den Studenten seit Jahren an; sie halten die Klappe..solange der Staat sie füttert. Ein widerlicher Egoismus...und ein wesentlicher Faktor...für die Spaltung unserer Gesellschaft. Fürs Klima müssen 12-16 -Jährige die Schule schwänzen...weil unsere Studenten durch Abwesenheit glänzen...wenn es darum geht für die Umwelt einzustehen. Die heutigen Studenten sind genau das Gegenteil der 68er...wobei es DIE 68er so nie gab. Es waren unter dem Strich gerade mal 10.000 Studenten...die einst durch die Städte zogen. Also ein verschwindend geringer Prozentsatz.

  24. #24
    Klaus Norbert.
    Laufkundschaft
    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen

    ... Wir pflanzten Bäume, säuberten verdreckte Bäche oder räumten im Wald auf. Das nannte sich Subbotnik und war als Ganztagsbeschäftigung unentgeltlich von jeder Klasse zu leisten - wenigstens einmal pro Jahr.
    Im Rahmen der VMI?

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen

    ... Schon zu Ostzeiten gab es ökologisches Bewußtsein. Das war sogar Bestandteil der Erziehung und Ausbildung. Wir pflanzten Bäume, säuberten verdreckte Bäche oder räumten im Wald auf. Das nannte sich Subbotnik und war als Ganztagsbeschäftigung unentgeltlich von jeder Klasse zu leisten - wenigstens einmal pro Jahr. Auch Mülltrennung gab es in der DDR schon in den 70ern. Wir kauften mit Netzen ein, Plastetüten gab es so gut wie nicht, obwohl die leicht hätten hergestellt werden können.

    Na, ja, irgendwo gab es sicher ökologisches Bewußtsein, klar. Aber die DDR war jetzt nicht auf Platz 1 der ökologischen Bewußtseinsskala, oder?

    Die Mülltrennung gab es in beiden Deutschen Staaten bereits seit 1961, zuerst die BRD, folgend die DDR (laut meiner nicht näher betrachteten Quellen).

    https://wertstoffblog.de/2017/02/23/...er-ddr-teil-1/

  25. #25
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unser Wetter-Ordner (2019)

    Wertstofftrennung ist noch älter. Im grunde ist das eine "Erfindung" aus Kriegszeiten, Schrotthandel und Altpapiersammelaktionen gibt es schon seit 1915, dem zweiten Kriegsjahr, aber die strukturelle Erfassung der deutschen Haushalte mit Hilfe unterscheidbarer Müll-Tonnen erfolgte irgendwann in den 70ern, jedenfalls in der DDR. Ob sie in der BRD schon früher gesetzlich wurde, weiß ich nicht. Unser Westbesuch erzählte nichts drüber. Ich erinnre mich gut an diesen Wechsel, schließlich mußte ich immer den Müll "rausbringen". Die Dünnblech-Mülltonnen (Alu?) wurden um 1975 gegen welche aus Plaste getauscht. In die durfte keine Asche mehr rein. Manche machten es trotzdem, was oft zu Brand führte. Es gab auch Futtertonnen, in die mußte das, was wir heute Bio-Müll nennen, Spreisereste, alte Brote usw. Auch da hielten sich nicht alle dran. Ziemlich eklig.

    Nein, das lief im Rahmen der FDJ resp. Pioniere, schon von der ersten Klasse an. "Timur und sein Trupp" hieß die Fibel. Diese Aktionen sollen in der Sowjetunion in den 20er Jahren erfunden worden sein. Ich würde behaupten, daß war so was wie die Pfadfinder-Bewegung im Sozialismus, nur daß das noch viel älter ist. Man denke an die Wandervogel-Bewegung um 1900 oder an etliche andere "Zurück zur Natur"-Ideen wie die FKK-Bewegung, von der ich kürzlich berichtete, da sie mir im Harz in Gestalt Jungborns (Just) begegnete.
    Das Besondere dieser Gegenbewegung zur Moderne in der DDR war, daß sie keine auf Interessenten begrenzte Bewegung war, sondern aufgrund des totalitären Charakters der DDR-Jugendorganisationen jeden Jugendlichen betraf. Es mußte jeder mit anpacken, ob er wollte oder nicht. Das reichte vom Kartoffel-Stoppeln übers Apfelernten bis zur Säuberung kleinerer Gewässer und der Uferbepflanzung. Ideologisch umrahmt wurden solche Veranstaltungen von Theoriestunden über unsere Aufgabe gegenüber der Natur. Dagegen stand die Umweltpoltik der "erwachsenen" DDR im Kontext ihrer wirtschaftlichen Aufgaben im RGW. Die DDR war schließlich der Produktionsstandort für die Konsumwünsche der Sowjetunion. Umweltfragen konnten bei diesen Aufgaben nicht mitberücksichtigt werden. Klarerweise!

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