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Thema: Ehe, Treue und Partnerschaft

  1. #176
    schreibt hier hin und wieder
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    Dass es den Missbrauch auch ausserhalb der Kirche gibt...das muss ich nicht extra erwähnen...das weiß jeder...aber ich schreibe nun mal vom Missbrauch innerhalb der Kirche. Es gefällt mir nicht...wie Du den Missbrauch herunterspielst - Du weißt genau von welcher Art Missbrauch ich schreibe...kommst dann mit Ohrfeigen etca als Vergleich...führst Platon und Co. an...als ob das irgend etwas rechtfertigen der legitimieren könnte. Das ist in etwa so als dürfte ich keinen Kim Jong kritisieren...da es ja auch einen Hitler gab. Antike ist Antike...wir leben in der Gegenwart. Aber irgendwie wundert mich der Vergleich nicht...denn die Kirche ist ja auch nicht viel "jünger". Das ist mir viel zu billig...wie Du da argumentierst - halte das gar für unverantwortlich. Als müssten wir nicht mehr über Fouls im Fußball reden...da es ja auch Fouls m Handball und im Hockey gibt. Die Kirche ist (in vielerlei Hinsicht) Täter - Du machst sie zum Opfer.

    Es gibt einen...sehr wesentlichen Unterschied: Die Kirche hat nachweislich in hunderten...in tausenden von Fällen die Taten verharmlost...verheimlicht...die Täter geschützt und gedeckt - das macht sie "einzigartig". Wir reden also von institutioneller Kriminialität...und nicht von den Taten einzelner Mitglieder. Nirgendwo anders wäre das so möglich . nirggendwo anders bliebe das ohne weitreichende und tiefgreifende Konsequenzen.

  2. #177
    Chefchen Avatar von aerolith
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    AW: Ehe, Treue und Partnerschaft

    Meine Beispiele dienen nicht der Legitimation, sondern der Darstellung der Vielschichtigkeit menschlichen Verhaltens. Ich billige Gewalt nicht, als die ich Vergewaltigung durchaus ansehe, ganz gleich, ob sie zu irgendeiner Zeit opportun oder illegal war. Verantwortungslosigkeit hast Du mir nicht zu attestieren. Kehr vor Deinem eigenen Haus und lerne es endlich, den dogmatischen Blick abzulegen! Kirche ist nicht gleich schlecht. Glaube ist nicht gleich dumm usw. Wenn Du das nicht endlich schaffst, such Dir besser einen anderen Ort für Deine Schmähgesänge. Dogmatische Vielschreiber halte ich für verantwortungslos.

    Institutionelle Verharmlosung und Verheimlichung von Straftaten ist nicht auf kirchliche Kreise beschränkt. Ich erinnre an Zeiten, als in Belgien Polizei, Staat und Verwaltung systematisch Kinder NICHT schützten, alles im Namen der pragmatischen Staatsräson -also den belgischen Staat abschaffen! Ähnliches ereignete sich kürzlich in England, als atheistische Behörden im Namen linksliberalen Gutmenschentums (Angst vor dem Vorwurf, islamophob zu sein) einen pakistanischen Kinderschänderring nicht verfolgten. Also Gutmenschen abschaffen! Ich erinnre an von Kommunisten begangene (atheistische) Massentötungen von Staats wegen (Rußland, Kambodscha, China..) - also Kommunismus abschaffen; ich erinnre an Umweltskandale (auch eine Vergewaltigung von Menschen) von multinationalen Konzernen im Namen des Profits (Nigeria, Alaska, Indien). Also Kapitalismus abschaffen! Ich erinnre an die Untaten der Nazis im Namen einer rassistischen Weltanschauung. Also Deutschland abschaffen! - Die Liste ließe sich unendlich verlängern. Also ALLES abschaffen!

    So müßte ich argumentieren, wenn ich den dogmatischen Blick hätte. Fruchtlos, dümmlich und eindimensional. Und Du hast den Blick auf die Kirche und den Glauben gerichtet und behauptest immer wieder das gleiche. Das ist nicht nur einschläfernd, sondern schlichtweg zu billig. Ich gebe Dir Deinen Vorwurf mit der Billigkeit also gern zurück.

    Andererseits ist so ein bißchen "dogmatischer Blick" ganz gut. Er schärft nämlich den Sinn für Details.

    Wie gesagt, es ist alles immer auch ein wenig anders.

  3. #178
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Was mich aufregt

    Die aktuellen Baustellen (Wohnungsnot, Kinderarmut, Leih-Zeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse, Lohndumping, ....) ...werden meist isoliert betrachtet ...dabei gibt es da Zusammenhänge - diese als Ganzes zu erkennen ist m.E. die Grundlage für Richtungsänderungen im Einzelnen. Alle Überlegungen müssen vom schwächsten Glied, in unserer Gesellschaft das Kind, ausgehen. Festigt man dieses Glied, wird die ganze Kette stabiler. Neben der Bildung und all den materiellen Dingen...benötigt das Kind vor allem Aufmerksamkeit und Zuwendung - und da darf Zeit keine Rolle spielen.

    Es sollte möglich sein einzurichten, dass Alleinerziehende nicht mehr arbeiten MÜSSEN. Das Bedingungslose Grundeinkommen ist da ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist kein Widerspruch zum BG...wenn man dieses schrittweise (nach Gesellschaftsgruppen; zunächst die Alleinerziehenden, dann Menschen ab 55) einführt. Dieses Menschen müssten dann ein unwürdiges Arbeitsverhältnis nicht mehr aufrecht erhalten...bzw erst gar nicht mehr eingehen. Da gäbe es jede Menge Synergieeffekte, z.B. müsste die alleinerziehende Mutter nicht mehr zwingend vom Land in die Stadt ziehen...der Arbeit nachreisen. Entlastet a. den Verkehr und senkt b. die Mieten. Die Mieten steigen vor allem deshalb..weil die Nachfrage (in Ballungszentren) größer ist als das Angebot. Auch die befristeten Arbeitsverhältnisse würden sich von selbst erledigen...da die Menschen keinen Druck mehr haben ein solches Verhältnis einzugehen - sie sagen dann einfach "nein"...ohne dadurch Nachteile befürchten zu müssen. Und wer weiß, vielleicht kümmert sich ja die Mutter...die das BG in Anspruch nimmt...um das Kind jener Mutter...die weiterhin lieber arbeitet. So haben alle etwas davon.

    Die Dinge aus der Perspektive des Kindeswohles anzugehen ist der Schlüssel zum Gesellschaftlichen Fortschritt - nimmt man ihn in die Hand...lassen sich auch alle Türen öffnen.

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