Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 75 von 78

Thema: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

  1. #51
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
    Registriert seit
    18.September 2001
    Beiträge
    196

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Dieses Parteiausschlussverfahren ist überhaupt nicht der Ausgangspunkt meiner Erregung. Ob der Komiker in dieser Partei agiert oder nicht, ist für mich völlig unerheblich. Natürlich bezog ich mich auf die Rede vom 8. Mai '85, welche denn sonst. "Was hat Höcke Schlimmes getan?", "Er hat da nichts illegales gesagt" -genau, er ist ein Engel, und ich schreibe hier gerade jemanden, der ihm sein Wolkenbettchen zurechtschüttelt.

  2. #52
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
    Registriert seit
    18.September 2001
    Beiträge
    196

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Zitat Zitat von der Freitag /16.02.2017 Beitrag anzeigen
    Zu den eher überraschenden Ereignissen gehört das Parteiausschlussverfahren gegen Björn Höcke, den Fraktionsvorsitzenden der AfD im Thüringer Landtag. Nach seiner skandalösen Dresdner Rede vom 17. Januar war es dem Vorstand der Bundespartei zunächst nicht gelungen, sich mit der erforderlichen Mehrheit auf diesen Schritt zu einigen. Höcke hatte polemisiert: „Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Gemeint war das Mahnmal des Judenmords. Es zeige sich darin der Gemütszustand eines „brutal besiegten Volkes“, dessen „Umerziehung“ weg vom Nationalsozialismus Höcke offenbar bedauert. Einen knappen Monat später war die Öffentlichkeit schon wieder mit anderen Themen beschäftigt – warum erinnert nun die AfD selber an den Fall? Sie kann nicht sicher sein, dass es ihr nützt.

    Ein Strategiepapier, das sich der Bundesvorstand im Dezember zu eigen gemacht hat, gibt über die Motive keinen hinreichenden Aufschluss. Man kann da lesen, dass die Partei bewusst auf Provokation und Verstöße gegen die „political correctness“ setzt, zugleich aber schon davon träumt, aus dem 20-Prozent-Turm ihres derzeitigen Wählerpotenzials auszubrechen und also auch „die Mitte“ für sich interessieren zu können. Das ist an sich kein unüberbrückbarer Widerspruch. Gerade Höckes Rede könnte das Exempel sein: NS-nahe Töne für den harten Kern der Anhängerschaft, für die Mitte dann die Behauptung, es sei nicht so gemeint gewesen. Indem Höcke hinterher beteuerte, für ihn sei Auschwitz und nicht das Denkmal die deutsche Schande, konnte er ziemlich erfolgreich vom eindeutig braunen Rest seiner Rede ablenken. Was war so anders, wenn die Parteivorsitzende Frauke Petry empfohlen hatte, das Adjektiv „völkisch“ in den deutschen Sprachschatz, statt die Flüchtlinge ins deutsche Volk zu integrieren? Und doch ist sie jetzt nervös geworden.

    Der Vorstand geht den Weg des französischen Front National. Dessen Gründer und erster Parteivorsitzender Jean-Marie Le Pen hatte Auschwitz verharmlost, seine Tochter, die jetzige Parteivorsitzende Marine Le Pen, ließ ihn deshalb aus der Partei ausschließen. Vielleicht hat sie nur Kreide gefressen? In diesem Fall funktionierte die Zuwendung zur Mitte, denn der Front National hat inzwischen um 30 Prozent Wählerzustimmung erlangt. Imitieren lässt sich das Manöver hierzulande indessen nicht – es müsste denn eine AfD-Vorsitzende geben, die Höckes Tochter wäre. Nein, in Deutschland bedeutet der Beschluss des Vorstands unmittelbare Spaltungsgefahr. Denn Höcke hat starken Anhang in den ostdeutschen Landesverbänden der AfD.

    Am wahrscheinstlichen ist, dass der Vorstand die Folgen der US-amerikanischen Wahl fürchtet. Donald Trump, der neue US-Präsident, wurde zunächst als Hoffnungsträger aller Rechtspopulisten begrüßt. Aber schnell hat sich gezeigt, dass er zum Bumerang werden könnte, oder es sogar schon geworden ist. Die Wählerzustimmung zur AfD ist in wenigen Wochen von 16 auf 12 Prozentpunkte gefallen – den erhofften Marsch in die Mitte der Gesellschaft kann die Partei erst einmal abblasen. Sie versucht zurückzurudern, aber nimmt man es ihr noch ab? Ist es schon so weit, dass alles falsch ist, was sie nur tun kann?

    Nicht einmal darauf, dass der Parteiausschluss scheitert, kann sie hoffen. Das wäre für sie noch erträglich: Der Bundesvorstand behauptet, Höcke entfernen zu wollen, und der macht einfach weiter. Das wäre Zweideutigkeit as usual. Der Vorstand meint vielleicht, er könne den Fall Thilo Sarrazin nachahmen. Dem SPD-Vorstand war es nicht gelungen, ihn ausschließen zu lassen, obwohl man ihm rassistisches Denken unterstellen kann und er jedenfalls von den „Werten“ der Sozialdemokratie weit abweicht. Aber Höcke ist nicht Sarrazin. Wenn einer es bedauert, dass Deutsche, die für Hitler gekämpft und gemordet haben, „brutal besiegt“ worden sind, ist die braune Linie denn doch überschritten. Wenn der Ausschluss parteiintern scheitert, wird es der AfD im Ganzen und auch ihrem Vorstand anhängen.


    Kommentare (5)
    Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 07/17.

  3. #53
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    2.694
    Blog-Einträge
    35

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Ich habe mir die Rede auf youtube angehört und wäre interessiert, an welchen Stellen der FREITAG hier "braunen Rest" fixieren will. Da es offenbar an Belegen hapert, wird es nur behauptet, ein Nachweis bleibt der Journalist schuldig. Wie gesagt, ich bin bei solchen Kampfblättern immer skeptisch. Sie behaupten und behaupten, aber bleiben Belege schuldig. Ist aber trotzdem zumeist amüsant, was sie so schreiben. Und offenbar hat der Schreiberling auch kein Gefühl für die Doppeldeutigkeit unserer Sprache. Er verwendet das Wort "Judenmord" statt Shoa. Judenmord kann aber auch Mord von einem oder von mehreren Juden (an einem anderen) bedeuten. Es ist eine reziproke wie auch eine partitive Deutung möglich.
    Andererseits unterstellt er Höcke, daß er "Denkmal der Schande" auf das Denkmal münzte, nicht aber auf das, wofür das Denkmal stehen soll, nämlich die Schande, die sich die Deutschen auf ihre Seelen geladen haben, als sie aus rassistischen Gründen gegen die Juden vorgingen. Und genau das hat Höcke ja auch gemeint. Wer sich in der Welt umschaut, der wird in keiner Hauptstadt dieser Welt ein Denkmal finden, in dem sich das dort inhäusige Volk selber eines großen Unrechts zeiht. Man stelle sich vor: auf dem Roten Platz in Moskau stünde ein riesiges Denkmal zur Erinnerung an die Millionen Opfer, die Stalin systematisch umgebracht hatte; oder in Paris stünde gleich neben dem Arc ein Denkmal für die Millionen Toten, die Napoleon mit seinem unsäglichen Eroberungsdrang zu verantworten hat oder in London neben dem Buckingham-Palast eine Stele, die an britische Völkermorde in Indien, Afrika oder Nordamerika erinnern würde. Oder in Amerika stünde gleich neben dem Weißen Haus ein riesiges Denkmal zur Erinnerung an den politisch befohlenen Völkermord an 50 Millionen Indianern, denn nur ein toter Indianer...
    Die kommen da gar nicht auf die Idee. Aber wir Deutschen müssen auch hier wieder unser Alleinstellungsmerkmal in die Welt hinausposaunen und uns öffentlich geißeln, weil wir eben sozialer, lernwilliger, schlichtweg bessere Menschen als alle anderen sein wollen. Das Modell Deutschland. Das ist der gegenwärtige Nationalismus, eine Art Antinationalismus, der im Grunde das gleiche ist wie der angeprangerte Nationalismus einiger unserer Ahnen.

    erstellt von ntv:

    Parteichefin Frauke Petry will einem Zeitungsbericht zufolge das Grundsatzprogramm der AfD ergänzen und damit rechte nationalistische Strömungen aus der Partei drängen. Es solle eine Passage aufgenommen werden, in der es heiße, dass in der AfD insbesondere für "rassistische, antisemitische, völkische und nationalistische Ideologien kein Platz" sei, schreibt die Chemnitzer "Freie Presse".
    Einen entsprechenden Antrag hätten Petry und zwei weitere sächsische AfD-Politiker für den Bundesparteitag in zwei Wochen gestellt. Das Grundsatzprogramm soll demnach auch um diesen Satz ergänzt werden: "Das Bekenntnis zur deutschen Leitkultur ist verbunden mit der Erkenntnis, dass im Hinblick auf die Kulturleistungen anderer Völker kein Anlass besteht, den nationalen Gedanken zu überhöhen."
    Zuvor hatte am Freitag ein bekanntgewordener "Sachantrag zur strategischen Ausrichtung der AfD" von Petry für den Parteitag zu Aufruhr in der rechtspopulistischen Partei gesorgt. Petry zeigt darin zwei Wege für die AfD auf. Eine von ihr favorisierte "realpolitische Strategie" mit dem Ziel, die AfD mittelfristig koalitionsfähig zu machen. Und eine "fundamentaloppositionelle Strategie", die Raum lässt für "abseitige Meinungen und Standpunkte" auch "außerhalb des bürgerlichen Korridors". Nach Einschätzungen aus der Parteispitze will Petry mit dem Antrag eine Richtungsentscheidung über den künftigen Kurs der Partei erzwingen.
    Eine Spitzenkandidatin?

    Der zweite AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen zweifelte daraufhin in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Führungsqualitäten Petrys an. Die Einteilung in Realpolitiker und Fundamentalisten sei "konstruiert und keineswegs stimmig", sagte Meuthen in Richtung Petry.
    Trotz ihres tiefgreifenden Streits wollen beide Bundesvorsitzende an diesem Samstag in Essen gemeinsam die heiße Wahlkampfphase der NRW-AfD eröffnen. Spitzenkandidat bei der Landtagswahl ist Marcus Pretzell, der Ehemann Petrys. Nach Angaben eines Sprechers der NRW-AfD wollen Petry und Meuthen "auf jeden Fall" kommen.
    Wenn Petry mit diesem Antrag durchkömmt, wird die AfD über kurz oder lang in der Versenkung verschwinden. Begründung: eine Alternative darf sich keinen Paradigmen, die sie ununterscheidbar von den Systemparteien machen, aussetzen. Damit würde eine Keule geschaffen, die jederzeit gegen jede politisch nichtkorrekte Äußerung im Diskurs geschwungen werden könnte.
    Ich bin immer gegen paradigmatische Verbote. Ich liebe dagegen konstruktive Erklärungen. Wie wäre es mit einem Pro-Antrag, der da etwa lauten könnte: "Die AfD setzt sich für die allseitige Entwicklung der Regionen ein. Sie vertritt ein humanistisches Weltbild, das auf die bestmögliche Entwicklung aller Menschen hinzielt, insbesondere der Menschen im Arbeitsbereich der AfD."

    Mit einem solchen Pro-Antrag wird jeder Anti-Antrag, der auf Rassismus und dergleichen Unsinn abzielt, im Keim erledigt. Ich meine, ich muß nicht mit dem button "Schule gegen den Rassismus" wedeln Schule_ohne_Rassismus.svg_.jpg, wenn ich an meiner Schule kein Rassismus-Problem habe. Auch prophylaktisch nicht. Ebenso muß ich in meiner Partei nicht anheimstellen, daß ich von vornherein GEGEN etwas bin. Es sei denn, meine Partei hat ein Problem mit dem, wogegen sie angeblich sein soll. So oder so wäre es ein politisches Eigentor.

  4. #54
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
    Registriert seit
    18.September 2001
    Beiträge
    196

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Nach "Kampfblatt" war eigentlich schon Feierabend. Hochsitzgewichse halt.

  5. #55
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    2.694
    Blog-Einträge
    35

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Das ist keine belegte Argumentation, sondern nur Meinung. Wenn Du diese Form der Auseinandersetzung führst, werden wir hier keine Ergebnisse erzeugen. Zeige mir Belege im FREITAG-Artikel, die nicht Meinung oder Unterstellung sind und belegen, daß Höcke nationalsozialistisch argumentierte, dann nehme ich meine Unterstellung zurück, der FREITAG sei ein Kampfblatt, das Belege schuldig bleibt, nihilominus aber unterstellt und diffamiert.

  6. #56
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
    Registriert seit
    18.September 2001
    Beiträge
    196

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
    Das ist keine belegte Argumentation, sondern nur Meinung.

    Richtig.

    Ergebnis? Halb Deutschland irrt, inkl. der Presselandschaft, der Robert hat recht und der Höcke ist eigentlich ein ganz netter Typ und seine Kumpels, wie zum Beispiel Götz Kubitschek, und die von der NPD auch? Sag mal, verarscht Du mich hier? "Nationalsozialistisch" Das Ergebnis ist dasselbe: Scheisse! Es ist einfach Scheisse, Robert! Aber Du hast ja das Video "gehört", aha! Ne, recherchiere mal, wo der feine Herr sich so rumtreibt, ehrlich.

    Und weg.

  7. #57
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    2.694
    Blog-Einträge
    35

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    War das jetzt die Argumentation? Versuch es mal mit Sachlichkeit! Nicht in jedem Ordner sind Meinung, Standpunkt, proletarische Überzeugung oder Gefühl gefragt; in diesem geht es um präzise Textarbeit. Die bleibst Du hier schuldig. Statt dessen Fäkalsprache und unzulässige Verallgemeinerungen ohne Beleg.

  8. #58
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    2.694
    Blog-Einträge
    35

    Frauke Petry und die konservative Sammlung

    Der Austritt Petrys aus der AfD-Bundestagsfraktion, bevor diese ihre eigentliche Arbeit aufnimmt, verstörte etliche AfD-Wähler. Von Wählerbetrug ist die Rede, von Überraschungsmanöver und Verrat... Tatsächlich? Sieht man einmal davon ab, daß sich Petry während IHRES Wahlkampfes sehr bedeckt hielt, zwar auftrat und Fragen der zuströmenden Besucher beantwortete, blieb sie doch merkwürdig unbedarft, beinahe unterkühlt. Parteischädigung durch die Parteivorsitzende?
    Das sehe ich nicht so. Sie wird ihre Politik nicht ändern und hat ihren Wahlkreis persönlich gewonnen, während ihre Partei weniger Stimmen erhielt.
    Die Parteienlandschaft der BRD muß seit Jahrzehnten mit dem ehernen Gesetz der Oligarchie kämpfen. Dieses kurz vor dem Ersten Weltkrieg entdeckte soziologische Gesetz besagt ungefähr das: politische Bewegungen neigen, sobald sie eine im politischen Diskurs wahrnehmbare Größe erreichten, dazu, statt politischer Basisarbeit vom Kopf her (Oligarchen) Pfründenpolitik zu betreiben, außerdem statt sachbezogener Auseinandersetzung mit den Ungläubigen (d.s. die politischen Gegner und das Wählervolk) eher eine Postensicherungspolitik zu betreiben, zudem schlichtweg die nur durchschnittlich Begabten an die Spitze zu spülen, die Lobbyisten zugänglich sind, aber Sachverstand und Klientelismus genug aufbringen können, um sich und ihre Anhänger überall dort unterzubringen, wo sie nicht nur gut versorgt, sondern auch weitgehend ruhiggestellt werden.

    Da dieses Gesetz alle bedeutsamen politischen Organisationen in einer parlamentarischen Demokratie betrifft, ist die Folge ein Stillstand der Gesellschaft, der nur denen nützt, die im Schatten politischer Prolongation ihre Geschäfte machen. Petry nun hat etwas Kluges getan und die AfD vor einem schnellen Tod aufgrund des ehernen Gesetzes der Oligarchie bewahrt. Bewußt oder unbewußt? Egal. Sie will statt dessen eine europäische Sammelbewegung ins Leben rufen, die dem Zeitgeist einer dezentralisierten und projektbezogenen Nichtpartei entspricht, deren Mitglieder sich allerdings einig in den grundlegenden Zielen sind: Bewahrhung einer europäischen Mentalität, Islamablehnung und weitgehende Demokratisierung der Gesellschaft (z.B. durch Volksentscheide). Sie wird damit viele Anhänger gewinnen, vielleicht sogar eine 5%-Bewegung sein. Zur nächsten Bundestagswahl.
    Petry hat allerdings UNrecht, wenn sie glaubt, daß sich der "gärige Haufen" namens AfD nunmehr zersetzen und zergliedern ließe. Falls es Meuthen und Freunden gelingen sollte, das anarchische Grundprinzip dieser Bewegung (was mir sehr gut gefiele, wenn es denn mal anarchisch wäre) mit Linientreue zum Programm zu verbinden, dazu Weidel und Gauland die Fraktion OHNE Fraktionszwang führen, dürfte sich die AfD nicht nur behaupten, sondern weiter wachsen. Die Systemparteien sind nämlich längst zu Erfüllungsgehilfen ihrer Parteiführer mutiert, werden also kaum Widerstand entgegenbringen können. Vielleicht gelingt dieser den LINKEN noch am ehesten, vielleicht schafft es die SPD, sich neu aufzustellen, vielleicht findet sich ein konservativer Kern in der Union, vielleicht können sich GRÜNE und FDP neu formieren. Vielleicht. Sicherer als die Zersetzung der AfD in ihre Einzelbestandteile scheint mir das nicht zu sein. Sicher scheint mir dagegen ein vorzeitiges Ende einer Jamaika-Koalition zu sein. Aber das gehört nicht in diesen Ordner.

  9. #59
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    18.June 2009
    Ort
    Neuermark (Altmark)
    Beiträge
    109

    AW: Frauke Petry und die konservative Sammlung

    die afd ist weder rechtskonservativ noch rechtspopulistisch.
    sie ist liberal was nationale konzerne angeht, aber illiberal was internationale zusammenarbeit von konzernen angeht, siehe ihrer gegenhaltung zu den freihandelsabkommen ttip und ceta. sie ist aber nicht gegen die ausbeutung des afrikanischen kontinents, sowie die anderen parteien. sie sucht ganz eindeutig den deutschen konsumenten als anhänger. den konsumenten von afrikanischen waren zu spottpreisen, während in afrika menschen verhungern. so wie die anderen parteien.
    die afd ist weder demokratisch noch undemokratisch. für ihre parteimitglieder sind menschen so wichtig wie bauern auf dem schachbrett. so wie für jede relevante partei.
    die afd ist das wohl kulturell poppigst gewachsene parteiengebilde des neuen jahrtausends. die sind ja alles: verkünder der deutschen leitkultur und zugleich bewahrer und schutzengel vor der islamisierung des abendlandes, als ob die grenze zwischen orient und okzident keine fiktive wäre. als ob unsere religiöse und kulturelle identität nicht aufs engste mit allen himmelsrichtungen verbunden wäre.
    sie sind außerdem auch nicht links nur weil sie für das grundeinkommen sind, weil das grundeinkommen nichts per se linkes ist.
    sie propagieren volksabstimmungen, nach schweizer vorbild! gut für ein klientel hinter einer partei, wenn man seine macht zentralisieren möchte, sage ich.


    sie ist nicht populistisch, weil sie durch die blume ganz andere interessengruppen als das volk anspricht.
    sie ist nicht konservativ, weil sie sich von allen anderen parteien das opportunistentum eigen gemacht hat, und nur deshalb gewählt wurde.

    die afd hat keine richtung, keine konsistenz und keine zukunft. sie ist eine schlechte kopie von sonneborns truppe, denn ihr fehlt der satirische charakter.
    obwohl ich björn höcke gerne als clown eine rede auf meinem geburtstag halten laßen würde.

    gruß,
    saul

  10. #60
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    19.April 2000
    Ort
    Waldsachsen
    Beiträge
    53

    AW: Frauke Petry und die konservative Sammlung

    @ saul: Selten so eine nette und freundlich im Ton gehaltene Ansammlung von Vorurteilen gemischt mit völligem Realitätsverlust gelesen.
    Erinnert mich irgendwie an die FDJ-Sekretärinnen meiner längst entschwundenen Jugend. Die hatten auch von nichts wirklich eine Ahnung, aber dafür einen festen Standpunkt.
    Das ausgebeutete Afrika, da muss ich mir wirklich das Kichern verkneifen. Ohne den bösen Westen ginge es den Jungs dort unten vermutlich blendend ... Und so etwas schreibt ein vermutlich erwachsener Mensch.
    Es verblüfft mich immer wieder, welches Chaos die 68er in den Köpfen hinterlassen haben. Dagegen waren die SED-Propagandisten Waisenknaben. Respekt.

    Gruss
    K.

  11. #61
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    18.June 2009
    Ort
    Neuermark (Altmark)
    Beiträge
    109

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    hallo kassandra,

    bist du das? https://www.youtube.com/watch?v=4odsVVWDllo

    also was genau ist jetzt ein vorurteil für dich? die angst der afd vor islamisierung deutschlands? die ausbeutung des afrikanischen kontinents? der klientelismus der afd? oder meine dualistische betrachtung des grundeinkommens, die ich dir ja scheinbar gar nicht erleutern muß, weil du schließlich eine sterndeuteren bist?

    fragen über fragen... befragen wir doch die sterne!

    saul

  12. #62

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Die AfD ist Anwalt von 10 Millionen Deutschen! Das ist die Einwohnerzahl von ganz Schweden. Solche Zahlen sollte man sich ins Bewusstsein holen...wenn man..wie auch immer...über die AfD spricht. Die AfD legt sich mit den Kirchen (Trennung von Staat und Kirche) und mit den Öffentlich Rechtlichen (Abschaffung der GEZ Gebühr) an. Das ist alles andere als populistisch - das ist mutig!...und vor allem ist es notwendig solche Diskussionen ins Parlament zu tragen. Die AfD hat das Thema "Flüchtlinge" aufgegriffen, es jedoch nicht initiiert - auch das sollte man sich bewusst machen. Und es ist m.E. ist das geringere Übel...wenn Menschen mit rechter Gesinnung bei der AfD landen...als wenn sie bei der NPD Unterschlupf suchen. Bei der AfD gibt es, trotz aller berechtigter Bedenken, auch sehr viele vernünftige Leute. Konservatismus, Nationalismus und Patriotismus sind keine Verbrechen.

    Und ich finde es eine Unverschämtheit, dass die Etablierten ständig davon reden wie man die AfD abschaffen kann, anstatt zu kapieren...dass mit der AfD nicht auch der Unmut von Teilen der Bevölkerung verschwindet. Also ist es die Aufgabe der Etablierten sich um die berechtigten Sorgen dieser Bürger zu kümmern, statt sich mit solchem Kinderkram...wie z.B. wer sich im Parlamentssaal wo hinsetzt, oder wer Vizealterspräsident wird. Das sollte doch auch den Nicht-AfD-Wählern vor Augen führen...wie weit sich die Damen und Herren der Etablierten von der Realität und den wahren Sorgen der Menschen entfernten. Die meisten dieser Sesselfurzer haben doch vom Alltag der Normalos überhaupt keine Vorstellung...weil sie direkt von der Uni in ein Parteiamt wechselten. Man kann die AfD lieben oder hassen...jedoch nicht abstreiten...dass sie eine Bereicherung unserer Demokratie ist.
    Geändert von anderedimension (11.10.17 um 11:23 Uhr)

  13. #63
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    19.April 2000
    Ort
    Waldsachsen
    Beiträge
    53

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Hallo Saul,

    nein ich bin eher der hier:
    http://ef-magazin.de/2017/08/30/1153...merkel-waehler

    Und dass Afrika auf Grund westlicher Ausbeutung nicht auf die Beine kommt, ist ein 68er-Märchen.

    Gruß
    K.

  14. #64

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Die 68er werden ohnehin zu unrecht glorifiziert...schaut man etwas genauer hin: Zu ihren Feindbildern zählten u.a. der deutsche Staat ...und somit auch Willy Brandt (bekennender Pazifist)...die Israelis (Juden), während sie den Palästinensern (Terroristen) zu Füßen lagen.

    Die Führer der 68er Bewegung waren eigentlich gar keine klassischen Studenten (mehr)...sie waren fast allesamt zwischen 25 und 30 Jahre alt.

    Die 68er verehrten Mao - einen Herrscher, der das größte Blutbad der Menschheitsgeschichte zu verantworten hat. Ein Verbrecher, gegen den selbst Hitler wie ein Waisenknabe wirkt.

    Und viele dieser 68er sind heute dekadente Arschl und notorische Besserwisser - haben als Eltern kläglich versagt und einen größeren Scheiterhaufen hinterlassen...als jenen...den sie damals beseitigen wollten. Nein, die taugen in keiner Hinsicht als Vorbilder.

    Es sind aber auch jene 68er, die das gesellschaftliche Meinungsbild der letzten 40 Jahre prägten...als Lehrer..., als Richter,...oder als Journalisten - und die Nation an den linken Abgrund führten.

    Und natürlich sind wir nicht für das Elend in Afrika verantwortlich...nur weil wir reich sind. Wir sind intelligenter, fleissiger, pünktlicher, gewissenhafter, innovativer, ehrlicher als andere. Wäre ja absurd, sich dafür auch noch rechtfertigen zu müssen.

  15. #65
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    18.June 2009
    Ort
    Neuermark (Altmark)
    Beiträge
    109

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    kassandra und ad, es tut mir leid feststellen zu müßen, daß zumindest ihr beiden ausnahmen im deutschen volke darstellt, was den intellekt und die gewissenhaftigkeit betrifft, und nicht zuletzt die innovationen. aber das macht nichts - es ist sehr schön! denn ausnahmen bestätigen die regel! ich bin froh, daß es verkappte rassisten wie euch noch immer gibt, ihr sichert die jobs vieler psychiater.

  16. #66

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    @ saul

    gerne würde ich dir deinen intellekt..den du dir ja selbst attestierst...in dem du ihn anderen absprichst...bestätigen. dazu wäre es sehr hilfreich...wenn du mir die stelle nennen oder zitieren könntes...die du...zumindest was meine person betrifft...für rassistisch hältst. danke!

    als kleine hilfestellung...auch um deine gedanken ein wenig zu strukturieren: es gibt keinen kausalen zusammenhang von rassismus und mangelnder intelligenz. die größten bekannten rassisten der geschichte waren meist sehr intelligent - gerade das machte und macht sie so gefährlich. und auch ein trump ist vermutlich intelligenter als 95% unserer parlamentarier. kassandras und meine dummheit sollte dich also eher gut schlafen lassen. dies zu deiner beruhigung.

  17. #67
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    18.June 2009
    Ort
    Neuermark (Altmark)
    Beiträge
    109

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    ich begleite dich noch ein wenig ad.. ... .. ... . .. ...% ..

  18. #68
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    18.June 2009
    Ort
    Neuermark (Altmark)
    Beiträge
    109

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    also pass mal auf ad,

    deine weltanschauung wird deutlich: 'wir' gegenüber steht 'die'

    'wir' das bist zuersteinmal du und alle anderen die zu diesem kreis (...der auserwählten oder was auch immer) dazuzählst. wenn du hier auf einen kulturkreis reflektierst und nicht etwa auf eine biologistische rasse, greift zunächst mal dein dünkel, und der widerum wirkt sich auf 'die' als diffamierung aus, indem du behauptest die wären uns gegenüber unterlegen. nur mal so als denkanstoss: warum greift denn bei uns in deutschland bezüglich der bundestagswahl, die vermutlich alle Jahre wieder, laut einer englischen stochastischen Studie irgendeiner renommierten Universität gefälscht wird (suchet und findet) kein einziger afrikanischer, arabischer, asiatischer oder südamerikanischer staat ein, um unsere undemokratischen machthaber ihres standes zu entheben? warum gibt es hier keine internationalen demokratischen bestrebungen?
    weil 'wir' so überlegen sind und aller welt erzählen wie toll wir sind, während sich die undemokratisch etablierten über so viel dummheit wahrscheinlich ihre kiefer vor lachen und staunen ausränken.

    'die'. damit meinst du die afrikaner oder noch großzügiger die "drittweltler". die unzivilisierten, die nicht so sehr scharfen verstandes, weniger rational, im zweifel friedliebender (und jetzt komm mir nicht mehr einer mit der cia geformten und finanzierten isis!). du spannst einen kreis mindestens um einen ganzen kontinent und willst hier glaubhaft machen, bewerten zu können, daß dein vergleich zwischen diesen imaginären kreisen deines 'wir', zu dem ich im übrigen und grundsätzlich meinereiner bachblütenteetrinker nie und nimmer dazugehören wollte, unser einer sind eigengewächse und verabscheuen die leichtsinnigkeit deinereiner, irgendeine vernünftige einschätzung darstelle.
    verbrannter fußkäse!
    also nochmal: du spannst einen kreis um 'die' und schließt in deinen vergleich gleichermaßen vorurteile, diffamierungen, und ja! auch rassistische vorstellungen ein.
    es gibt nicht nur den bilogistischen rassismus. rassismus kann auch auf eine religion projeziert werden bzw. ein volk, in form von antisemitismus oder antizionismus.
    die herkunft des begriffes ist veraltet, aber er kann auch heute noch verortet werden und wird seine wurzeln wohl nicht verlieren.
    im übrigen halte ich den antisemitismus für eine farce, da weder 'die' juden "ein" volk sind, und fürderhin nicht bewiesen ist, daß der großteil der in ost- und mitteleuropa lebenden juden in vergangenheit und gegenwart semiten waren, wie auch immer bewiesen werden kann, was genau eigentlich der unterschied ist zwischen den jüdischen stämmen. natürlich, die sprachen, bräuche, kulte, regionen - doch letztlich sind es immer menschen mit nicht humanistischen interessen, die solche kreise ziehen. das ist ein kleines stück weit so ähnlich wie mit der amerikanischen landkarte. da haben vorher freie menschen gelebt, und dann kamen europäer und haben ein paar jahunderte später diese imaginären linien gezogen, nach denen sich heutzutage ganze identitäten aufbauschen. ein trauerspiel, bei dem ich jeglichen witz vermisse.

    und jetzt kommst du hier an und polterst mit deinen wilden zum einen lächerlich konturlosen linien über das 'wir' durch unser literaturforum und läßt dann auch noch das bisschen humanistische bildung des 20. Jh. vermißen in deinem 'die', das geblieben ist.

    erbrechlichst,

    saul

  19. #69
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    19.April 2000
    Ort
    Waldsachsen
    Beiträge
    53

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Zitat Zitat von saul Beitrag anzeigen
    kassandra und ad, es tut mir leid feststellen zu müßen, daß zumindest ihr beiden ausnahmen im deutschen volke darstellt, was den intellekt und die gewissenhaftigkeit betrifft, und nicht zuletzt die innovationen. aber das macht nichts - es ist sehr schön! denn ausnahmen bestätigen die regel! ich bin froh, daß es verkappte rassisten wie euch noch immer gibt, ihr sichert die jobs vieler psychiater.
    Wenn man sonst nichts hat, was man vorweisen könnte, dann bleibt immer noch die Hochmoral der "Anständigen", die in Wirklichkeit alles andere als anständig (von klug ganz zu schweigen) sind, sondern manipulierte Herdenmenschen, denen man (vornehmlich männliche) Wirtschaftsflüchtlinge, Glücksritter, Kriminelle und Terroristen als mit knapper Not vor Assads "Faßbomben" geflüchtete rehäugige Kinder verkaufen kann. Wie richtige Flüchtlinge aussehen, könnte man wissen, wenn man Geschichtskenntnisse hätte, aber die beschränken sich bei den "Anständigen" ja auf die Verwendung des Begriffes "Nazi" für jedermann, der nicht mit den Schafen blökt. Und einen Psychiater brauchen die "Anständigen" auch nicht, denn wo nichts ist (zum Beispiel ein funktionsfähiges Gehirn), kann auch nichts kuriert werden. Deswegen nutzen auch sachliche Argumente nichts, denn wenn Hirnwäscheopfer imstande wären, diese wahrzunehmen und zu verarbeiten, dann wäre die Hirnwäsche ja nicht erfolgreich gewesen. P. S. Und hier noch eine kleine Lernhilfe für schnappatmende Antirassisten, die globale IQ-Verteilung betreffend: https://iq-research.info/en/page/average-iq-by-country Rassistische Bande, diese Wissenschaftler!

  20. #70
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    18.June 2009
    Ort
    Neuermark (Altmark)
    Beiträge
    109

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    höchst amüsant was du da abläßt,

    nehmen wir mal an die erfindung iq würde nicht irgendwelchen wirtschaftsintertessen von fettbäuchigen dreckskerlen mit vergoldeten arschlöchern dienen, dann würde mich dein link interessieren. ist das so?

  21. #71

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    @saul

    ich erlaube mir mal dir nachhilfe in sachen rhetorik zu geben:

    mit deiner einleitung..."also pass mal auf ad"...machst du gleich zwei fehler:

    1. du unterstellst mir ich würde ohne einen solchen hinweis ansonsten nicht aufpassen wollen oder können
    2. du kündigst an...dass etwas für mich wichtiges folgt

    zu 1. du irrst dich
    zu 2. du irrst dich

    um dir nicht jedes erfolgsgefühl zu nehmen: ja, du hast recht...ich unterscheide in "wir" und "die". das mache aber nicht nur ich, das machst auch du, das machen alle menschen. der unterschied; ich bin mir dessen bewusst...

    wenn magdeburg gegen jena spielt...bei jena drei mann wegen brutaler foulspiele vom platz fliegen...zwei magdeburger mit schwersten verletzungen im krankenhaus landen...dann wirst du sagen: "jena hat unfair und brutal gespielt und uns ins krankenhaus getreten". die, jena, wir, magdeburg. du wirst nicht differenzieren und die drei unfairen spieler beim namen nennen...sondern verallgemeinern in " die täter, wir opfer".
    die unterscheidung in "wir" und "die" ist völlig normal - und "normal" heißt: der norm entsprechend. jeder evolutionsbiologe wird dir das so oder ähnlich bestätigen. das einzige was uns in dieser hinsicht unterscheidet, saul, ist, dass du an anderen stellen differenzierst als ich. das wiederum ist keine frage der einstellung, der haltung...oder der bildung...sondern eine frage der persönlichen erfahrungen.

    was ich hier berichte, verlinke oder zitiere...das ist die wirklichkeit - da ist nichts erfunden oder dazugedichtet. ausser deiner persönlichen meinung...kannst du dem nichts entgegensetzen.

    und weil dir das mit den rassen so wichtig scheint: ja, ich halte rassendiskussionen nicht für notwendig...aber für zulässig. es gibt diese unterschiede der rassen - kein biologe oder anthropologe wird da etwas anderes behaupten. dass dir das nicht passt...es dich befremdet oder anwidert...dafür können andere ja nichts. wegen deiner befndlichkeit werden die lehrbücher gewiss nicht umgeschrieben. wahrheiten hast du zur kenntnis zu nehmen...ob sie dir passen oder nicht.

  22. #72
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    18.June 2009
    Ort
    Neuermark (Altmark)
    Beiträge
    109

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    ich bin für positive kritik.

    hier bekommen wir meisterhafte rethorik liebe leute! andere dimension hat sich mal wieder selbst übertroffen. ich möchte ein paar tolle beispiele zitieren: "... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ...". die hälfte des zitats ist an dieser stelle unkenntlich mein eigenanteil, was würde der lektor dazu raten? wie markiere ich in einem solchen zitat? darf man interpunktion eigentlich zitieren? sieht so aus als wären sie ein stilmittel!? ich wünsche mir noch viel mehr davon ad von dir!
    ich habs schon als kleiner schüler schon gewußt, es braucht mut zur bildungslücke! danke für deine tolle vorbildfunktion. aus dir wird sicherlich ein großer hoffentlich nicht zu fetter politiker.

  23. #73

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    ...umso schöner, dass du dir den mut (zur bildungslücke) bis heute bewahren konntest - aber nicht immer wird mut auch belohnt.

    schau dir unseren außenminister an. er ist ein gutes beispiel dafür...dass man an körpergewicht verlieren...und gleichzeitig an politischem gewicht zunehmen kann. wobei man nicht weiß...ob der fettanteil...prozentual gesehen...der gleiche ist wie zuvor.

    und zur positiven kritik...für die du ja bist...

    ...die existiert nur umgangssprachlich...ebenso wie die negative kritik.

    es gibt "nur" die kritik.

    - die kann konstruktiv ( angemessen)
    - oder desktruktiv (unangemessen) sein

    ...ist aber per se subjektiv. etwas anderes kann man von ihr auch nicht erwarten.

    einzig das fazit (aus der perspektive des kritisierten)
    kann positiv oder negativ ausfallen - beides kann er, der kritisierte, annehmen oder ablehnen.

    anders die "bewertung" (nicht zu verwechseln mit der wertung)

    die ist, oder besser gesagt...die sollte immer objektiv sein

    der lektor z.b., der bewertet nach objektiven kriterien - seine kritik ist nicht gefragt
    der lektor bewertet, aber er wertet nicht.

    oder denke mal ans kunstturnen:

    der "wertung"srichter bewertet das Missgeschick des Turners, aber er kritisiert es nicht.
    sie summe der bewertungen ergibt dann eine wertung. der turner hat keine wahl und muss die wertung annehmen.

  24. #74
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    2.694
    Blog-Einträge
    35

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Ist ja Schummel, Kassandra.

    You have more correct answers than the average of our candidates!

    stand bei mir, aber dann wollte mich das Programm zu facebook weiterleiten, was bei mir nicht funzt, weil ich keinen facebook-account habe. Ist also nur ein bedingt nutzbarer Link.




  25. #75
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    2.694
    Blog-Einträge
    35

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Der gegenwärtig in Hannover stattfindende VIII. AfD-Parteitag, den ich über www.phoenix.de verfolge, zeigt augenscheinlich die Unvereinbarkeit von liberalen und konservativen Positionen. Besonders deutlich wurde dies während der Kandidatenvorstellung vor der Wahl zum Bundessprecher der Partei. Da trat der liberale, im Staat BRD verwurzelte Ex-Soldat Padzerski gegen die konservative Adlige Sayn-Wittgenstein an. Während P. die Verhaftetheit der BRD in Staat und Gesellschaft betonte und als erstes Ziel angab, eben über Parlament und lokale Mitarbeit den Staat mitgestalten zu wollen, betonte S.-W., daß die Konservativen in dieser Gesellschaft (nicht in diesem Land!) keinen Platz hätten und es nur eine Möglichkeit gäbe, diese Verhältnisse zu beenden, nämlich aus einer Position der Stärke heraus, was in einem demokratischen Gemeinwesen bedeutete, Mehrheiten zu gewinnen, bei denen die AfD der größte Anteilseigner sein müsse. S.-W. behauptete zudem, daß der Nationalstaat die Garantie für wahre Demokratie bedeute und daß in außenpolitischer Hinsicht ein Bündnis mit Rußland den Frieden in Europa sichere - ganz nach Bismarckscher Manier.



    Die Wahl ging unentschieden aus. Also stellte sich nach dem zweiten Wahlgang Gauland als Vermittler zwischen beiden Positionen zur Wahl, erhielt eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen und betonte in seiner Rede, daß er beide "Flügel" verbunden halten wolle, also eine Quadratur des Kreises beabsichtige zu schaffen.

    Kommentar: Ich glaube nicht, daß dieses coincidentia oppositorum dauerhaft geleistet wird werden können, aber mir gefällt die Idee. Sie ist deutsch. Liberale Ideen sind für mich die des Eigennutzes, der Nationalstaat als politische Idee ebenso nur Teilganzheit und damit als Menschheitsziel unbrauchbar und ein nur vage in der Ferne postuliertes außenpolitisches Ziel der Befriedung Europas und der Welt durch ein eventuelles Bündnis mit Rußland eine halbgare und halbherzige Sache.
    Eines aber gefiel mir bislang an diesem Parteitag: die AfD ist offenbar die einzige Partei im Spektrum, die solche Themen überhaupt auf den Prüfstand hebt und lebhaft darüber diskutiert. Bei den anderen Parteien erkenne ich nur Klüngelei und Ideologie.

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 22.03.17, 13:24
  2. Antworten: 64
    Letzter Beitrag: 20.02.17, 19:04
  3. Ehemalige Wolkensteiner - was sie tun oder unterlassen
    Von aerolith im Forum Leiden schafft
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 07.08.16, 16:08
  4. G 7: Dystopie oder Utopie?
    Von Michael im Forum Politik.
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 30.07.15, 19:22
  5. Der Rothaarige oder: Umgekehrt
    Von Lene im Forum Forum für das geschriebene Wort
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 30.12.04, 00:32

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •