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Thema: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

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  1. #1
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Post Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Ich bin froh, dass die AfD Flagge bekennt und sich rechts positioniert. Wir brauchen in Deutschland dringend eine (demokratische) Partei der Rechten. Wir haben mit Merkel den sozialistischsten Kanzler aller Zeiten, da hätte selbst Rosa Luxemburg vor Begeisterung applaudiert. Was diese Frau an Geduld und Stehvermögen zeigt ist fast schon unmenschlich. Selbst in der besten Familie hätte man mit solch einem unbelehrbaren schwarzen Schaf, das die Griechen nun mal sind, schon längst kurzen Prozess gemacht. Erst recht, wenn man sich von diesem schwarzen Schaf auch noch ständig beschimpfen lassen muss.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Dreh- und Angelpunkt der Bewertung dessen, was die AfD politisch will und wofür sie steht, ist die Frage ihrer Beziehung zum konservativen politischen Denken und Handeln. Dazu muß anfangs geklärt werden, was das überhaupt ist.

    Der wichtigste Aspekt konservativen Denkens liegt in der Schaffung von Wachstumsmöglichkeiten, ist Raum- und Zeitdenken. Wachstum bedeutet hier nicht Produktionserhöhung oder Profitmaximierung, sondern ist ein ganzheitlicher Begriff. Im politischen Kontext steht die Verfestigung der Staatlichkeit im Raum: Wertsicherung statt Nützlichkeit, Stabilität statt Anpassung an ephemere Schwankungen in raumpolitischer Hinsicht. Erst Stabilität ermöglicht verantwortliches Handeln, nicht umgekehrt, wie das liberales Denken präfigiert, nicht als die Reaktion auf tagespolitische Ereignisse, die gewinnorientiert abgearbeitet werden. Der Fragepunkt für den konservativen Politiker lautet vielmehr: Wie ist Wachstum unter den gegenwärtigen politischen Rahmenbedingungen möglich? Nur durch stabile Rahmenbedingungen: Staat, Recht, Sicherheit, Menschendienst, Fürsorge, Tradition (generationenüberdauernde Selbstbehauptung), Macht... Das sind strengere Auseinandersetzungen mit der Gegenwart als das sogenannte progressive Ausgreifen in der Sorge um die Zukunft, die liberales Denken zentriert. Der liberale Politiker analysiert gegenwärtige Zustände immer unter dem Blickwinkel einer Interpolation, also einem Zukunftszugriff, einem mutmaßlichen. Er ist im Grunde ein Utopist.
    Der konservative Politiker paßt seinen Standpunkt nicht allgemeinen Tagesstimmungen an. Das u.a. unterscheidet ihn vom Rechtspopulisten, aber auch vom liberalen Politiker. Eine rhetorisch verbrämte Selbstauskunft wie die des angeblich konservativen Politikers Adenauer: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern; nichts hindert mich, weiser zu werden?" ist einem konservativen Politiker unmöglich. Der liberale Politiker ist Relativist und jederzeit bereit, sich veränderten Rahmenbedingungen anzupassen; entsprechend argumentiert er auf sogenannter realpolitischer Grundlage. Der entscheidende Punkt ist der Blickwinkel: der konservative Politiker hat nicht Einzelinteressen, auch nicht die einer einzelnen Nation, im Auge, sondern das Wachstum des Ganzen, er will die Welt auf der Grundlage erkannter Erbannahme voranbringen, die in ihr liegenden (progressiv-moralischen) Kräfte stärken und das Zusammenleben der Völker verbessern. Zugleich ist der Konservative eher deszendent als aszendent eingestellt: er glaubt keineswegs an den liberalen Fortschritt, sondern versucht vielmehr, eine Welt einzurichten, die Dauer besitzen kann, weiß aber zugleich, wie unmöglich es angesichts des Menschencharakters darum bestellt sein dürfte. Eigentlich kämpft er auf verlorenem Posten, entfant perdu. Fortschritt ist für ihn aber auch möglich, dann aber nicht im darwinschen Sinne der Durchsetzungsfähigkeit charakterisierenden "Höherentwicklung" der Arten, sondern als Akt der Gnade, als Entstehung - ganz wörtlich zu verstehen -, eben als Entfaltung eines im Kern bereits Zuhandenen, wie Goethe das symbolisch mit der Urpflanze benannte.
    Wer seinen Zweck nicht in sich selbst sucht und nicht daran glauben mag, daß wir einer Bestimmung folgen müssen, die in uns selbst liegt und die von uns erfüllt werden kann, der kann konservativ genannt werden. Faust war ein konservativer Mensch. Deshalb haßte ihn Adenauer, der ihn als Chaoten mißverstand. Derweil stand Faust auf sicherem Boden. Erkenntnisdrang ist konservativ, sofern er aufbauen will, auf Vorhandenem ebenso aufbaut wie auf Gewesenem. Der Konservative begreift sich als Glied in der Kette und nicht als Kette selbst, die sich selbst bestimmt.

    Offiziöse und halboffiziöse Teile der bundesdeutschen Presse schießen sich auf die AfD ein. Folgender Text über Höcke von der AfD heute bei web.de:
    erstellt von
    Björn Höcke verstrickt die Alternative für Deutschland in einen Rassismus-Skandal. Dennoch muss er wohl nicht um seine Position als AfD-Landeschef in Thüringen fürchten. Warum das so ist, was den Politiker Höcke ausmacht und welche seine krassesten Fehltritte waren - ein Überblick.
    Björn Höcke hat der "Alternative für Deutschland" (AfD) einen handfesten Rassismus-Skandal beschert. Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag sagte in einem Vortrag: Der "lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp" treffe in Europa auf den "selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp".
    Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge soll Höcke dafür vom AfD-Vorstand wegen "politischer Torheit" gerügt werden. Dennoch bedeutet die verbale Entgleisung wohl nicht das Ende seiner politischen Laufbahn.
    Wer ist Björn Höcke?

    Höcke, 41 Jahre alt, verheiratet, vier Kinder, ist ein schlaksiger, drahtiger Typ, glatt rasiert, adrett gekleidet, oft mit knallroter Krawatte.
    <figure class="mod mod-image" itemtype="http://schema.org/ImageObject" itemscope="" itemprop="image" data-alt="Bild zu Björn Höcke " data-fullsize-width="3000" data-fullsize-height="2178" data-parent-width="true"> </figure>

    Rüge wegen rassistischer Rede
    Höcke wird für bizarre Aussagen über Afrikaner von AfD heftig kritisiert.


    Er studierte Sport und Geschichte auf Gymnasiallehramt. Der Westfale wurde 2014 Landeschef der AfD in Thüringen, arbeitete davor als Oberstudienrat im hessischen Bad Sooden-Allendorf.
    Höcke steht für den radikalen, rechten Flügel und ist ein schlagfertiger Rhetoriker. Er weiß Aussagen polemisch zu platzieren. So ruft er auf seiner Internetseite "gegen Politikversagen" auf, schreibt über einen Eintrag schlicht "Wut".
    Die demographische Katastrophe bedrohe Deutschland und "der gesunde Menschenverstand muss triumphieren". Politische Gegner sprechen ihm ebendiesen nicht selten ab. Dennoch müssen sie ihn ernst nehmen. Regelmäßig mobilisiert Höcke in Erfurt Tausende Demonstranten gegen die Asylpolitik der Bundesregierung.
    Was waren seine krassesten Fehltritte?

    Vor wenigen Wochen soll Höcke auf einer Kundgebung in Erfurt gerufen haben: "Thüringer! Deutsche! 3.000 Jahre Europa. 1.000 Jahre Deutschland." Das "tausendjährige Reich" war eine Metapher, die einst die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler gebrauchten.
    <figure class="mod mod-image" itemtype="http://schema.org/ImageObject" itemscope="" itemprop="image" data-alt="Bild zu Björn Höcke Günther Jauch " data-fullsize-width="1980" data-fullsize-height="1280" data-parent-width="true"> </figure>

    Jauch hat alles richtig gemacht!
    Experte: TV-Master ließ Höcke ins Leere laufen - und hat ihn damit lächerlich gemacht.


    Weiter soll er einen "heißen Herbst" angekündigt haben. Und jüngst gratulierte er dem rechtsgerichteten "Front Nationale" (FN) zum Sieg im ersten Wahlgang der Regionalwahlen in Frankreich.
    Bereits im Mai fiel er durch eine Verharmlosung der rechtsextremen NPD auf. "Ich gehe nicht davon aus, dass man jedes einzelne NPD-Mitglied als extremistisch einstufen kann", hatte er da gesagt.
    Rassismus-Experte Robert Lüdecke von der Amadeu-Antonio-Stiftung bezeichnete Höckes Aussage im Gespräch mit der "Tagesschau" als blanken "Rassismus auf einer Linie mit der Rassentheorie des Nationalsozialismus".
    Höcke brüskiert auch mit Taten. Etwa, als er im Oktober in der ARD-Talkshow "Günther Jauch" vor Millionenpublikum eine Deutschland-Fahne auf die Lehne seines Sessels legte und sich einen Patrioten aus "tiefster Liebe" nannte.
    Warum kann sich Höcke trotzdem halten?

    Höcke führte die AfD im September 2014 mit damals sensationellen 10,6 Prozent in den thüringischen Landtag. Er zieht wie kein Zweiter die Aufmerksamkeit auf die AfD.
    Da sind zum einen die süffisant-kritischen Verbalattacken von Medienvertretern wie der ZDF-"heute show". Im Netz gibt es zudem ein "Höckefon", das polarisierende Zitate samt Vertonung auflistet.
    <figure class="mod mod-image" itemtype="http://schema.org/ImageObject" itemscope="" itemprop="image" data-fullsize-width="1914" data-fullsize-height="2994" data-parent-width="true"> </figure>

    AfD in den Ruin spenden?
    Linke Aktivisten wollen Partei mit Centbeträgen in die Pleite treiben.


    So bleibt man im Gespräch. Das wissen die bieder wirkende Parteichefin Frauke Petry und ihr schon 74-jähriger Stellvertreter Alexander Gauland.
    Wegen der Flüchtlingskrise ist die AfD im Umfragehoch. Wäre morgen Bundestagswahl, käme sie auf neun Prozent. Das ergab das Politbarometer des ZDF Ende November. Im Osten des Landes liegen die Umfragewerte teils deutlich höher. Die Parteioberen trauen sich daher offenbar an diese Personalie nicht heran.
    So kann Höcke weiter Stimmung machen. Das Politbarometer hatte auch ergeben, dass die AfD weiter nach rechts gerückt sei. Was Höcke auf Kundgebungen sagt, dürfte der beste Beleg dafür sein.
    Vielleicht gut gemeint, glaube ich aber nicht, in jedem Fall in dreifacher Hinsicht Bockmist.
    1. Höcke sprach nicht vom tausendjährigen Reich des Friedens, das sich die Nazis zur Selbstbeschreibung zuwiesen, ganz im Sinne des dritten Reich des Lichts, wie es im Kontext der Erscheinung des Antichristen von Joachim von Fiore gelehrt worden war. Hitler als Besieger des Antichristen (Weimarer Republik) und Erschaffer des tausendjährigen Reiches des Friedens... Höcke meint das NICHT, sondern schlichtweg unsere etwa tausendjährige Geschichte als deutscher Staat, geht man von den Ottonen als Reichsgründern aus. Ich selber setze Karl als unseren Staatsgründer, gehe also von 1200jähriger deutscher Geschichte im Sinne STAATLICHER Geschichte aus. Da sich aber die Bevölkerungszusammensetzung, wenigstens für den Gau Ostfalen, seit der indogermanischen Einwanderung vor etwa 5000 Jahren kaum veränderte, ließe sich sogar behaupten... aber lassen wir das. Das ist unter Historikern strittig. Eines aber ist sicher: Höcke assoziierte den Griff in die Vergangenheit und nicht, wie die Nazis das gebrauchten, den Griff in die Zukunft.
    2. Jede Partei hat ihre Lautsprecher. Bei der AfD ist es Höcke. Er nutzt im Spiel um politische Anteile Gegenwartsstimmungen aus. Völlig legitim, solange er im Kontext der Gesetze bleibt. Einen Gesetzesverstoß kann ich nicht entdecken. Und damit bin ich beim dritten Punkt...
    3. Wo soll hier Rassismus stecken? Wenn man zwei Kulturkreise miteinander vergleicht (schon verdächtig, denken viele Linksliberale), dann ist man schnell bei Stereotypen, aber das ist kein Rassismus. Rassismus wird es erst dann, wenn man eine Rasse über die andere stellt und daraus Vor- oder MInderrechte ableitet. Es würde mich sehr interessieren, wie sich hier außer dem Vorwurf selber Rassismus aus einer Äußerung bezüglich des Sozialverhaltens ableiten ließe. Demnächst wird es schon Rassismus genannt, wenn man feststellt, daß die durchschnittliche deutsche Frau 1,4 Kinder bekommt, die nigerianische aber 5,5. Pfui aber auch. Rassismus.

    P.S. Nachtrag: Vielleicht hat Höcke auch nur die letzten Worte aus Moeller van den Brucks "Das dritte Reich" (Hamburg 1922) allzu wörtlich genommen, die da lauten:

    "Und wir denken an das Deutschland aller Zeiten, an das Deutschland einer zweitausendjährigen Vergangenheit, und an das Deutschland einer ewigen Gegenwart, das im Geistigen lebt, aber im Wirklichen gesichert sein will und hier nur politisch gesichert werden kann.

    Das Tier im Menschen kraucht heran. Afrika [in Form zahlreicher negrider Soldaten im französischen Heer von 1918] dunkelt in Europa herauf. Wir haben die Wächter zu sein an der Schwelle der Werte."

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    erstellt von ntv:
    "Viele gescheiterte Existenzen"Henkel: Tue alles, um AfD zu verhindern

    Es ist eine später Abrechnung: Der frühere BDI-Chef Henkel bereut seine Zeit bei der AfD. Mit harschen Worten beschreibt er nun die Partei. Doch auf deren Ex-Chef Lucke lässt er nichts kommen - und folgt ihm weiter.

    Hans-Olaf Henkel hat die Bekämpfung der AfD zu einem seiner wichtigsten Anliegen erkoren. "Ich fühle mich verpflichtet, alles zu tun, um zu verhindern, dass diese AfD Fuß fasst, so wie sie heute dasteht", sagt er Europaabgeordnete und frühere AfD-Spitzenpolitiker der "Zeit". Henkel war bis April Vize der Partei. "Das ist für mich auch eine Art, ich will mal sagen: Korrektur dessen, was ich mitgeholfen habe anzurichten."
    Henkel war im Juli zusammen mit dem damaligen Bundesvorsitzenden Bernd Lucke zur neugegründeten Partei Alfa übergetreten. Für die Partei will er nun Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg auftreten. "Wenn Alfa da zwei Prozent kriegt, geht das wahrscheinlich zu Lasten der AfD. Ob das verhindert, dass sie reinkommt, weiß ich nicht. Aber wir sind dazu verpflichtet, diese Sache weiterzuführen. Ich werde Alfa mit aller Macht unterstützen, auch finanziell."
    <aside class="article-aside right"> Mehr zum Thema


    </aside>Rückblickend zeigte sich Henkel schwer enttäuscht von der AfD. "Diese Partei können Sie vergessen", sagt er. "Die AfD hat einen extrem hohen Anteil von gescheiterten Existenzen. Von Menschen, die sagen, hier kann man Geld verdienen, eine gesicherte Existenz, eine Rente bekommen. Wenn ich da fünf Jahre im Landtag bin, dann hab ich was." Dies sei auch ein Grund für die brutalen innerparteilichen Kämpfe.
    diese wendung wundert mich nicht. der hauptkampf dfieser zeit voillzieht zwischen dem liberalen und dem konservativen typus. die liberalen haben zur zeit die nase vorn. alle parteien im bundestag sind liberale parteien. bei den GRÜNEN gibt es konservative beimischungen, bei den linken revolutionäre.
    die AfD, als sie sich als ALTERNATIVE aufstellte, verband anfangs liberale mit konservativen momenten. sie mußte sich von den liberalen befreien, andernfalls hätte sie keine politische existenzberechtigung. jetzt hat sie sich vom populismus zu befreien udn ein klares konservatives programm aufzustellen. ich bezweifle, daß ihr das gelingen wird, aber die chance ist da.
    HENKEL nun ist der liberale schlechthin und lucke sein aposteriorisches sublimat für die nächsten jahre. da wundert es mich nicht, daß der blick zurück im zorn jetzt zu solchen abrechnungen führt.
    ntv nutzt das gern, um den aufstieg der konservativen zu verhindern. überflüssig. die AfD wird nicht zur konservativen kraft werden. oder doch?

  4. #4
    Demokrat für Deutschland
    Laufkundschaft
    Zitat die Welt

    Bei den Männern findet die Linke generell mehr Anhänger als unter den Frauen. Jeder dritte Wähler ist ein Mann im Alter zwischen 45 und 59 Jahren. Wenn man die niedrige Wahlbeteiligung jüngerer Frauen berücksichtige, sei aber festzustellen, dass auch diese Gruppe häufiger als ihrem Anteil entsprechend in der Wählerschaft der Linken vertreten sei, so Hartwig.

    Die Anhänger hätten eine klare Präferenz für Frauen auf den vorderen Listenplätzen. Sieben von zehn der erfolgreichsten Kandidatinnen der Linken seien bei der jüngsten Wahl Frauen gewesen. Auch wenn die Partei überproportional häufig von Arbeitern und vor allem von Arbeitslosen gewählt werde, seien Akademiker für die Linke zu erreichen, meint Hartwig. Hier schnitt die Linke mit sechs Prozent der Stimmen ab.

    Zitat Stern.de

    Wer liebäugelt eigentlich mit dieser AfD?

    Die Anhänger der AfD kommen nach einer Auswertung des Berliner Forsa-Instituts vor allem aus einem bestimmten Segment der deutschen Ober- und Mittelschicht (26 und 53 Prozent). 55 Prozent haben Abitur und/oder studiert und beurteilen die Wirtschaftserwartungen pessimistisch, 44 Prozent verfügen über ein Haushaltsnettoeinkommen von 3000 Euro oder mehr. Vor allem Angestellte (62 Prozent) und Rentner (34 Prozent) finden Gefallen am eurokritischen Kurs der Partei, Selbständige (20 Prozent), Beamte (10 Prozent) und Arbeiter (8 Prozent) eher nicht. Männer stellen über zwei Drittel (69 Prozent) der AfD-Anhängerschaft, Frauen nur 31 Prozent. 24 Prozent sind Katholiken, 29 Prozent Protestanten und 47 Prozent konfessionslos. Meist sind sie verheiratet (57 Prozent) und leben in Orten mit einer Einwohnerzahl von unter 20.000 (42 Prozent).

    Zitat tagesschau.de

    Der "typische" Demonstrant bei den Protesten der Dresdener Anti-Islam-Bewegung "Pegida" kommt aus der Mittelschicht, ist männlich, gut ausgebildet, berufstätig und verfügt über über ein leicht überdurchschnittliches Nettoeinkommen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die TU Dresden veröffentlicht hat. Er gehöre keiner Konfession oder Partei an und komme aus Dresden oder dem Bundesland Sachsen

    Die AfD soll Andersdenkende diffamieren? So ein Schmarrn, genau das Gegenteil ist der Fall

    Zitat Tagesschau.de

    Die SPD sieht von der AfD und der "Pegida"-Bewegung eine besondere Gefahr ausgehen. "Braune Hetze" und fremdenfeindliche Ausschreitungen hätten ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht. Einem Medienbericht zufolge will die SPD deshalb, dass der Verfassungsschutz beide überwacht


    Das ist in etwa das gleiche, als wollte der Löwe einem anderen Löwen das Jagen verbieten lassen, damit er das Wild für sich alleine hat.

    Tatsächlich ist es so, dass die GroKo schon seit vielen Monaten gegen die AfD hetzt, weil diese sich aus beiden Lagern Stimmen holt. Für die im wahrsten Sinne des Wortes Linken sind das Verbot und die Zensur naheliegende Mittel, die sich schon in der Vergangenheit bewährt haben. Die AfD ist eine unbestritten demokratische und friedliche Partei, die nicht negativer aufgefallen ist als die etablierten Parteien. Ebenso ist die AfD kein zeitgenössisches Phänomen, sondern das Sprachrohr von 5 bis 10% der Bevölkerung. SPD und CDU wissen, dass sie nur durch schlimmste Diffamierungen, übler Nachrede, Falschbehauptungen und Verboten, einer vernichtenden Niederlage entkommen können. Man sollte aber die Bevölkerung nicht für zu dumm halten. Wenn Euro 8,50 Stundenlohn als Erfolg verkauft werden, Deutsche nicht mehr das Gefühl haben vor kriminellen Ausländern beschützt werden zu können, sie für die Fehler und Faulheit von halb Europa zur Kasse gebeten werden, dann ist irgendwann die Schwelle übertreten.

  5. #5
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    AW: Brauchen wir Zuwanderung? - eine Kontroverse

    Nee, nicht die AfD, Sie, den Herrn K..

    Und "die" und "die" und "die" auch...

    Es ist das alte Schuldprinzip, das mit Ablehnung und Druckwirkung arbeitet.

    Eine anziehende Sogwirkung kann nur mit Visionen einer Lösung entstehen.

    Bevor der Mensch erneut beginnt, sich weiter zu vergessen,

    Fragt Sie doch, wohin des Weges, doch ohne Ziel?

    Die Ursachen sind überall die gleichen:

    Wir sehen Zahlen, keine Menschen.

    Was hilft gegen Menschen, die Menschen nicht als Menschen sehen können?

    Menschlichkeit!

    In Krisenzeiten vorsätzlich Ängste zu schüren, ist nicht demokratisch.

    Sie sprechen von Symptomen, nicht von URsachen.

  6. #6
    Demokrat für Deutschland
    Laufkundschaft

    AW: Brauchen wir Zuwanderung? - eine Kontroverse

    Ich muss, auch wenn ich die Ursachen kenne, dennoch die Symptome behandeln. Man kann an beidem parallel arbeiten.

    Und ich sage nicht, dass die AfD für alles eine Lösung hat - und erst recht nicht, dass sie die Lösung ist.

    Wenn eine Firma wichtige Entscheidungen zu treffen hat, dann holt sie sich möglichst viele Meinungen ein. Die AfD ist eine dieser Meinungen.
    Man möchte aber, dass diese Meinung erst gar nicht zugelassen wird, auf den Prüfstand kommt, Und das ist, welcher Meinung man persönlich auch ist, ein Fehler - oder zumindest sehr unklug.
    Was passiert, wenn diese Meinungen nicht gehört werden? Ich sage dir die zwei Möglichkeiten: A Radikalisierung oder B Resignation. Beides kann niemand wollen. Das eine ist gefährlich, das andere destruktiv.

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Asylpolitik der BRD

    Zitat Zitat von Demokrat für Deutschland Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht grundsätzlich gegen linke Ideen, sofern sie sich an der Realität orientieren und das Machbare im Auge behalten. Links und Konservativ lassen sich auf folgende Aussagen reduzieren:

    Der Linke: Alle Menschen sollen den gleichen Wohlstand haben, unabhängig vom Willen und Können des Einzelnen zu diesem Wohlstand auch etwas beizutragen.
    Der Konservative: Wer mehr leistet, der soll auch mehr haben. Wer unverschuldet nicht in der Lage ist etwas zu leisten, dem helfen wir. Wer nicht will, der hat schon.
    Deine Definitionen treffen nicht. Der Linke ist nicht dafür, daß alle Menschen den gleichen Wohlstand haben, sondern jeder den nach seinen Bedürfnissen. Das ist etwas völlig anderes. Es geht eben um die Durchsetzung der Möglichkeit, daß jeder zuerst nach seinen Fähigkeiten arbeiten und leben kann, dann, daß diese in den Dienst allgemeiner Weiterentwicklung eingesetzt werdne und eben nicht zur INDIVIDUELLEN bereicherung, wie dies das liberale Weltzbild möchte und darüber seinen Gerechtigkeitsbegriff definiert.

    Der Konservative dagegen besitzt keinen Leistungsbegriff. Das ist liberal. Das konservative Denken und politische Handeln orientiert an der Bewahrung des historisch Gewachsenen, des Organischen, das es weiterentwickeln möchte, aber nicht auf Kosten des Tradierten, sondern im Kontext der harmonischen Entwicklung aller Teile der Gesellschaft. Der christliche Konservative hilft jedem Menschen, aber nur zu dessen Selbstzweck, also nicht um des Helfens willen.

    Das muß strikt getrennt werden.

    Ich sehe zwischen linken und konservativen Politikern mehr Gemeinsamkeiten als zwischen liberalen und konservativen.
    Ob die AfD eine konservative oder eine liberale Partei sein will, entscheidet sich dieser Tage. Ich denke, sie wird eine liberale Partei sein. Von daher hat sie für mich kein Potential, sondern reiht sich ein in die Phalanx der liberalen Parteien von CDUFDPGRÜNE bis SPD.
    Da die LINKE derzeit für den Einsatz im Irak stimmte, hat sie für mich ihre Existenzberechtigung verloren. Sahra allein macht noch keine gute Politik, aber das ist ein Anfang.

    Ich selbst sehe mich als Konservativen; deshalb verbitte ich es mir, konservatives Denken auf das liberale Leistungsprinzip zu stellen.

  8. #8
    Demokrat für Deutschland
    Laufkundschaft
    Du redest vom Konservatismus in seiner ursprünglichen Form, ich von einem, auf konservativen Werten basierenden, fortschrittlichem Denken. Beiße dich nicht an den Begrifflichkeiten selbst fest, da sie heute teilweise eine ganz andere Bedeutung haben als vor 100 oder 200 Jahren. Jeder weiß, was allgemein unter konservativ zu verstehen ist, auch ohne die eigentliche Bedeutung dieses Begriffes zu kennen. Wir reden ja nicht von Geschichtslehrer zu Geschichtslehrer. Über den Begriff "liberal" kann man sich schon eher streiten - der ist dehnbar wie ein Kaugummi. Wie ich oben schon schrieb, wird die AfD als liberal -konservative Partei wahrgenommen. Das hat viel mit Lucke zu tun, der sich nicht nur selbst als liberal-konservativ bezeichnete, sondern es auch so verkörperte wie es sich der Bürger vorstellt. Niemand hatte ernsthaft dem Lucke unterstellt ein Rechter zu sein. Wenn Du hundert Bürger fragst welche Parteien konservative Werte pflegen, dann würde wohl nicht einer die Linken oder die Grünen nennen.

    Zitat aus dem Parteiprogramm der AfD

    Politisch Verfolgten im Sinne des Grundgesetzes ist Asyl zu gewähren. Als Gäste des Landes sollen Asylanten würdig behandelt und als Mitmenschen akzeptiert werden, wozu auch das Recht gehört, ihr Auskommen selbst erarbeiten zu dürfen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Aus Gründen der Humanität ist es eine Pflicht, Kriegsflüchtlingen bei uns oder an anderen sicheren Aufenthaltsorten mit Unterkünften und dem notwendigen Lebensunterhalt beizustehen.

    ich frage mich, was es daran auszusetzen gibt?

  9. #9
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Asylpolitik der BRD

    Nein, an Grundsätzen kann nicht herumgedoktort werden, wenn sich die politisch-materiellen Rahmenbedingungen nicht änderten. Wir haben hierzulande immer noch den Kapitalismus. Es spielt keine Rolle, was sich sonst an RAHMENbedingungen änderte, wenn die Substanz der Gesellschaft, nämlich die private Aneignung gesellschaftlich erzeugten Reichtums, vorherrscht. Dementsprechend gelten die Einteilungen politischer Bewegungen nach von konservativ, reaktionär, revolutionär, demokratisch, sozialistisch und von links und rechts.

    Die ursprüngliche Form konservativen Handelns liegt NICHT vor, wenn das Leistungsprinzip vornangestellt wird. Eine Partei, die das tut, kann sich nicht konservativ nennen. Eine Verbindung von liberalen Grundsätzen mit konservativen ist kurzzeitig möglich (Koalition), aber kein Konstrukt, das IN einer Partei von auch nur mittelfristiger Konsistenz sein kann. Das Ausscheren Luckes war zwangsläufig. Wenn Petry der Partei kein eindeutig liberales oder konservatives Gesicht geben kann, ist sie die Nächste.

  10. #10
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Ich mache mal Gebrauch von meinem präkognitiven Talent und orakle: Merkel wird stürzen. Nicht morgen, aber lange bevor eine politische Lösung gefunden werden kann. Es gibt nämlich keine.

    Die jetzige Form der Asylpolitik würde zwar noch lange Zeit finanzierbar bleiben, doch sie wird irgendwann am Kulturschock krepieren.

    Der nationale Widerstand wird erstarken, egal welchen Namen er sich gibt. Nachbarschaftsschutzvereine entstehen, Blockwarte werden die Einhaltung Deutscher Tugenden außerhalb der Favelas sicherstellen. Die Sprache wird an Finessen verlieren und verpöbeln. Fein geschliffene Zünglein (teilweise gespalten), welche ziselierte Wortgefechte führen können werden grober Rhetorik weichen. Statt Amerikanismen nun sprechen ich kollegaarabisch: Das Weltkaputt kommen tut. Hahahaha!

    Zitat Aero: 'Die ursprüngliche Form konservativen Handelns liegt NICHT vor, wenn das Leistungsprinzip vornangestellt wird.' Beifall!

  11. #11
    Demokrat für Deutschland
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    Lightbulb Wahlbeteilung und Profiteur derselben

    Die AfD wird nicht in dem Maße profitieren, wie manche das jetzt glauben. Beim Gang zur Wahlurne spielen dann andere Dinge eine größere Rolle, als es die momentane Stimmungslage vermuten lässt. Man wird wohl mit 6-7% der Stimmen in den Bundestag einziehen, in den ein oder anderen Landtag auch mit ein paar Stimmen mehr. Mit der Trennung von Lucke hat man sich vom wählbaren Flügel abgespaltet und Leuten wie Höcke das Feld überlassen. Petry ist nur eine Statistin in ihrer eigenen Partei. Leidtragende der jetzigen Politik wird die SPD sein, ihr traut man am wenigsten zu da wieder Ordnung reinzubringen. Der Bürger möchte keine Ausländerfeinde in der Regierungsverantwortung sehen, hat aber auch von all den Stofftierverteilern die Schnauze voll. Da bleibt nur noch die CDU. Und das ist ungerecht, denn der haben wir diese Scheiße zu verdanken. Vermutlich werden wir eine so hohe Wahlbeteiligung haben wie seit 30 Jahren nicht mehr.

  12. #12
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Stimmpotential der AfD

    Widerspruch. Die Sache kann so ausgehen, wahrscheinlich ist das nicht. Das Wählerpotential einer konservativen Partei liegt bei über 10%. (ich nehme die Zahlen aus den Reichstagswahlen bis 1930) Das Wählerpotential einer rechtspopulistischen Partei liegt höher, bei etwa 20%. Die Trennung von Lucke war richtig, sofern sich die AfD als konservative Partei etablieren möchte. Das bezweifle ich allerdings. Ich erkenne vermehrt Zeichen in Richtung FREIHEITLICHE Bewegung, also einer identitären, liberalen Bewegung. Liberalkonservatismus hat ein Potential von vielleicht 3%, denn die Leute mögen dieses Verquarke nicht.
    Petry ist durchaus kein Strohmann. Sie hat sich politisch gegen Lucke behauptet, dem es an politischem Instinkt fehlt und der es nicht verstanden hatte, der Partei eine klare Zielrichtung zu geben. Eine FDP 2.0 braucht hier keiner, das machen die bei den Liberalen schon selber. Petry steht eher für Konservatismus, aber so recht weiß sie nicht, wie sie ziehen soll. Wenn sie es aber weiß, wird sie der Partei Impulse geben und zum Sieg helfen, entweder zu 10 oder zu 20%. Ich würde mich freuen, wenn die konservativen Kräfte siegen würden, denn Rechtspopulisten sind mir nicht geheuer. Konservative dagegen mag ich.

  13. #13
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Noch 1928 war die NSDAP eine unbedeutende rechte Splitterpartei, die, hätte es eine Fünfprozenthürde gegeben, mit nur 2,6 Prozent nicht ins Parlament gekommen wäre. Aber schon bei der Reichstagswahl am 14. September 1930 stiegen die Nationalsozialisten zur zweitstärksten Fraktion auf und waren klarer Sieger des Urnengangs.

    Hatte Hitlers Partei 1928 nur 800 000 Stimmen erhalten, so verachtfachte sich im September 1930 deren Anzahl auf fast sechseinhalb Millionen. Bei der Reichstagswahl am 31. Juli 1932 konnte die NSDAP ihr Ergebnis mit 13,8 Millionen sogar mehr als verdoppeln.

    Quelle: Spiegel vom 29.01.2008

    Ich behaupte mal, dass das Wählerpotential einer rechtspopulistischen Partei höher liegt als bei 20 %

  14. #14
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Die NSDAP war keine rechtspopulistische Partei.

  15. #15
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Frauke Petry und die konservative Sammlung

    Der Austritt Petrys aus der AfD-Bundestagsfraktion, bevor diese ihre eigentliche Arbeit aufnimmt, verstörte etliche AfD-Wähler. Von Wählerbetrug ist die Rede, von Überraschungsmanöver und Verrat... Tatsächlich? Sieht man einmal davon ab, daß sich Petry während IHRES Wahlkampfes sehr bedeckt hielt, zwar auftrat und Fragen der zuströmenden Besucher beantwortete, blieb sie doch merkwürdig unbedarft, beinahe unterkühlt. Parteischädigung durch die Parteivorsitzende?
    Das sehe ich nicht so. Sie wird ihre Politik nicht ändern und hat ihren Wahlkreis persönlich gewonnen, während ihre Partei weniger Stimmen erhielt.
    Die Parteienlandschaft der BRD muß seit Jahrzehnten mit dem ehernen Gesetz der Oligarchie kämpfen. Dieses kurz vor dem Ersten Weltkrieg entdeckte soziologische Gesetz besagt ungefähr das: politische Bewegungen neigen, sobald sie eine im politischen Diskurs wahrnehmbare Größe erreichten, dazu, statt politischer Basisarbeit vom Kopf her (Oligarchen) Pfründenpolitik zu betreiben, außerdem statt sachbezogener Auseinandersetzung mit den Ungläubigen (d.s. die politischen Gegner und das Wählervolk) eher eine Postensicherungspolitik zu betreiben, zudem schlichtweg die nur durchschnittlich Begabten an die Spitze zu spülen, die Lobbyisten zugänglich sind, aber Sachverstand und Klientelismus genug aufbringen können, um sich und ihre Anhänger überall dort unterzubringen, wo sie nicht nur gut versorgt, sondern auch weitgehend ruhiggestellt werden.

    Da dieses Gesetz alle bedeutsamen politischen Organisationen in einer parlamentarischen Demokratie betrifft, ist die Folge ein Stillstand der Gesellschaft, der nur denen nützt, die im Schatten politischer Prolongation ihre Geschäfte machen. Petry nun hat etwas Kluges getan und die AfD vor einem schnellen Tod aufgrund des ehernen Gesetzes der Oligarchie bewahrt. Bewußt oder unbewußt? Egal. Sie will statt dessen eine europäische Sammelbewegung ins Leben rufen, die dem Zeitgeist einer dezentralisierten und projektbezogenen Nichtpartei entspricht, deren Mitglieder sich allerdings einig in den grundlegenden Zielen sind: Bewahrhung einer europäischen Mentalität, Islamablehnung und weitgehende Demokratisierung der Gesellschaft (z.B. durch Volksentscheide). Sie wird damit viele Anhänger gewinnen, vielleicht sogar eine 5%-Bewegung sein. Zur nächsten Bundestagswahl.
    Petry hat allerdings UNrecht, wenn sie glaubt, daß sich der "gärige Haufen" namens AfD nunmehr zersetzen und zergliedern ließe. Falls es Meuthen und Freunden gelingen sollte, das anarchische Grundprinzip dieser Bewegung (was mir sehr gut gefiele, wenn es denn mal anarchisch wäre) mit Linientreue zum Programm zu verbinden, dazu Weidel und Gauland die Fraktion OHNE Fraktionszwang führen, dürfte sich die AfD nicht nur behaupten, sondern weiter wachsen. Die Systemparteien sind nämlich längst zu Erfüllungsgehilfen ihrer Parteiführer mutiert, werden also kaum Widerstand entgegenbringen können. Vielleicht gelingt dieser den LINKEN noch am ehesten, vielleicht schafft es die SPD, sich neu aufzustellen, vielleicht findet sich ein konservativer Kern in der Union, vielleicht können sich GRÜNE und FDP neu formieren. Vielleicht. Sicherer als die Zersetzung der AfD in ihre Einzelbestandteile scheint mir das nicht zu sein. Sicher scheint mir dagegen ein vorzeitiges Ende einer Jamaika-Koalition zu sein. Aber das gehört nicht in diesen Ordner.

  16. #16
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Frauke Petry und die konservative Sammlung

    die afd ist weder rechtskonservativ noch rechtspopulistisch.
    sie ist liberal was nationale konzerne angeht, aber illiberal was internationale zusammenarbeit von konzernen angeht, siehe ihrer gegenhaltung zu den freihandelsabkommen ttip und ceta. sie ist aber nicht gegen die ausbeutung des afrikanischen kontinents, sowie die anderen parteien. sie sucht ganz eindeutig den deutschen konsumenten als anhänger. den konsumenten von afrikanischen waren zu spottpreisen, während in afrika menschen verhungern. so wie die anderen parteien.
    die afd ist weder demokratisch noch undemokratisch. für ihre parteimitglieder sind menschen so wichtig wie bauern auf dem schachbrett. so wie für jede relevante partei.
    die afd ist das wohl kulturell poppigst gewachsene parteiengebilde des neuen jahrtausends. die sind ja alles: verkünder der deutschen leitkultur und zugleich bewahrer und schutzengel vor der islamisierung des abendlandes, als ob die grenze zwischen orient und okzident keine fiktive wäre. als ob unsere religiöse und kulturelle identität nicht aufs engste mit allen himmelsrichtungen verbunden wäre.
    sie sind außerdem auch nicht links nur weil sie für das grundeinkommen sind, weil das grundeinkommen nichts per se linkes ist.
    sie propagieren volksabstimmungen, nach schweizer vorbild! gut für ein klientel hinter einer partei, wenn man seine macht zentralisieren möchte, sage ich.


    sie ist nicht populistisch, weil sie durch die blume ganz andere interessengruppen als das volk anspricht.
    sie ist nicht konservativ, weil sie sich von allen anderen parteien das opportunistentum eigen gemacht hat, und nur deshalb gewählt wurde.

    die afd hat keine richtung, keine konsistenz und keine zukunft. sie ist eine schlechte kopie von sonneborns truppe, denn ihr fehlt der satirische charakter.
    obwohl ich björn höcke gerne als clown eine rede auf meinem geburtstag halten laßen würde.

    gruß,
    saul

  17. #17
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Frauke Petry und die konservative Sammlung

    @ saul: Selten so eine nette und freundlich im Ton gehaltene Ansammlung von Vorurteilen gemischt mit völligem Realitätsverlust gelesen.
    Erinnert mich irgendwie an die FDJ-Sekretärinnen meiner längst entschwundenen Jugend. Die hatten auch von nichts wirklich eine Ahnung, aber dafür einen festen Standpunkt.
    Das ausgebeutete Afrika, da muss ich mir wirklich das Kichern verkneifen. Ohne den bösen Westen ginge es den Jungs dort unten vermutlich blendend ... Und so etwas schreibt ein vermutlich erwachsener Mensch.
    Es verblüfft mich immer wieder, welches Chaos die 68er in den Köpfen hinterlassen haben. Dagegen waren die SED-Propagandisten Waisenknaben. Respekt.

    Gruss
    K.

  18. #18
    Kalu
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    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Stimmt! Die NSDAP war eine 'Volkspartei' aber wo ist da der konkrete Unterschied gewesen? Solche Feinheiten machen mich ganz wirr, denn nicht immer ist auch Volk da drinnen, wo Volk draufsteht. Und lechts und rings sind auch leicht zu verwechslern. :)

  19. #19
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post tendenziöser Journalismus bei web.de

    Populismus besitzt keine Lösungen für anstehende Probleme, sondern redet tagespolitisch der mutmaßlichen öffentlichen Meinung nach dem Mund. Populisten drängen auf die Macht, wie alle Politiker, und benutzen dazu Klischees (die meist stimmen) oder bedienen Stereotype (die ebenfalls oft stimmen). Aber gerade weil sie das tun, haben sie kein Interesse an einem prospektischen Politisieren, sondern nur an der Erreichung und Behauptung der Macht, was dann bedeutet, daß die Kräfte, die hinter ihnen stehen, die Politik machen. Darum ist Populismus eine gefährliche Sache, denn er verschleiert unter dem Deckmantel der Volkstümlichkeit die eigentlichen Zielstellungen der Populisten, die immer egoistisch und klientelistisch sind, also das Volk/die Masse nur benutzen, um eigene Ziele zu erreichen.

    Diesen Populismus gibt es nicht nur rechts, sondern v.a. in der hiesigen Medienlandschaft. Ein heutiges Beispiel sind die bei web.de zusammengefaßten (?) Mitteilungen von AfD-Politikern zur Asylpolitik der BRD. Sie fungieren unter dem Kernwort "bizarr"; allerdings wird nicht erklärt, worin das Bizarre besteht. Nehmen wir nur die Aufbringung des Gerüchts, daß Merkel nach dem schnellen Ende ihrer Kanzlerschaft Asyl in Südamerika beantragen wird. Klingt ja erst mal skurril, aber denken wir einmal nach:
    Wenn Merkel stürzt, dann wegen der Asylpolitik. Das würde sie in der BRD zur persona non grata machen. Sie könnte sich dann nicht mehr sicher fühlen, denn etliche würden ihr die mit ihrem Sturz verbundenen desolaten Zustände in der BRD vorhalten. Sie würde also auswandern müssen. Zwei Möglichkeiten gäbe es für sie:
    1. Sie fällt die Treppe hinauf, wird also UNO-Generalsekretär oder
    2. Sie wird von ihren politischen Freunden fallengelassen, geht also weit weit weg.

    Im Augenblick nehme ich das Treppehinauffallen an, aber man weiß ja nie. Skurril jedenfalls ist die Annahme der Storch nicht. Im web.de-Beitrag wird aber nun so getan, als ob jede der von AfD-Politikern gemachten Äußerungen wirklichkeitsfremd, rassistisch oder sogar staatsfeindlich wären. Und genau das ist tendenziöser Journalismus, der unter einer Überschrift wenig sympathische Momentaufnahmen aus dem Zusammenhang reißt und so ein Zerrbild entwickelt, das mit Hilfe gekonnter Photomontagen und -verzerrungen zur Stigmatisierung einer regierungskritischen PArtei/Bewegung führen soll.

    Tendenz-Video

  20. #20
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Gestern bei Maischberger eine Diskussion um Rassismus in der AfD. Im Ziel der Kritik standen zwei Dinge: Welche politischen Mittel dürfen Parteien in der politischen Auseinandersetzung anwenden? Der SPD-Mann Stelzner kritisierte ZURECHT die WANTED DEAD OR ALIVE - Steckbriefe einer AfD-Jugendzelle. Petry (AfD) war dumm genug, diese Methode einer ihrer Jungspundzellen nicht zu verurteilen. Eine konservative Partei DARF nicht JEDES Mittel goutieren, sondern muß da strikt gegen die liberale These "Der Zweck heiligt die Mittel" vorgehen. Minuspunkt Petry. Der zweite und wichtigere Diskussionspunkt betraf die Differenzierung von RECHTS und RECHTSEXTREM. Den Publkizisten Augstein traf der Vorwurf, daß er alles, was nicht seiner (linksliberalen) Weltsicht entspräche, als rechtsexxtrem und fürderhin verfassungsfeindlich charakterisiere. Der Vorwurf ist für Linke berechtigt, aber dennoch ist es durchaus opportun, daß sie diesen Standpunkt vertreten, denn er entspricht dem dogmatischen Naturell linken Denkens. Das entsprechende Gegenargument kann nur lauten: Rechts? Na und!
    Höcke (AFD) wurde wegen seiner Reproduktionstheorien gebrandmarkt:

    erstellt von tagesschau.de
    • Der Thüringer AfD-Chef Höcke hat bei einer Rede im November eine Änderung der Asylpolitik gefordert und dies evolutionsbiologisch begründet. Rechtsextremismus-Experten werfen ihm deshalb "biologischen Rassismus" vor, "auf einer Linie mit dem Nationalsozialismus".



    Von Oda Lambrecht und Christian Baars, NDR

    "Ansturm auf Europa" - unter diesem Titel hatte das Institut für Staatspolitik zu seiner Herbstagung am 21. und 22. November auf das Rittergut Schnellroda geladen. Thema sei die "Asylantenflut", die sich nach Deutschland ergieße. Als Festredner trat Björn Höcke auf, der Fraktionsvorsitzende der AfD im Thüringer Landtag. Knapp eine Stunde lang redete er über die Asylpolitik Deutschlands und Europas und forderte eine "grundsätzliche Neuausrichtung" dieser Politik. Ein Mitschnitt der Rede wurde jetzt, knapp drei Wochen später, veröffentlicht.
    Höcke begründet seine Forderung unter anderem "populationsökologisch". Er spricht vom "lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp" und von einem "Bevölkerungsüberschuss Afrikas". "Solange wir bereit sind, diesen Bevölkerungsüberschuss aufzunehmen, wird sich am Reproduktionsverhalten der Afrikaner nichts ändern", so Höcke. Die Länder Afrikas bräuchten die europäische Grenze, "um zu einer ökologisch nachhaltigen Bevölkerungspolitik zu finden".





    Außerdem sagte Höcke, dass Afrika eine andere "Reproduktionsstrategie" als Europa verfolge. In Afrika herrsche die "r-Strategie" im Gegensatz zu Europa, wo die "K-Strategie" überwiege. Mit diesen Begriffen bezeichnen Biologen normalerweise Unterschiede bei der Fortpflanzungsstrategie von Lebewesen. Als "r-Strategen" gelten Arten, die möglichst viele Nachkommen zeugen, damit wenigstens einige überleben. Im Gegensatz dazu sprechen Biologen bei Säugetieren, insbesondere bei Menschen, von der "K-Strategie", bei der wenige Jungen zur Welt gebracht werden, um die sich die Eltern dann aber intensiv kümmern.
    Björn Höcke übertrage diese biologische Theorie nahtlos auf den Menschen und unterteile so Afrikaner und Europäer, sagt Robert Lüdecke von der Amadeu-Antonio-Stiftung dem NDR. Er wirft Höcke "blanken Rassismus" vor - "auf einer Linie mit der Rassentheorie des Nationalsozialismus". Das erinnere "an die Theorie einer Herrenrasse", da der Europäer als ein besserer Mensch und der Afrikaner als Invasor dargestellt werde. Seine Stiftung prüfe, ob diese Äußerungen strafrechtlich relevant seien.
    Auch der Berliner Extremismus-Forscher Hajo Funke ordnet die Rede ähnlich ein. Dies sei "purer biologischer Rassismus". Höcke sehe offenbar "einen Rassenkampf zwischen der afrikanischen Rasse und der europäischen Rasse", so Funke. "Das ist unterste Schublade eines Rassismus, wie wir es aus dem Nationalsozialismus kennen." Funke fordert Konsequenzen für die AfD. Er spricht von einer Partei, "die sich rechtspopulistisch gebe und nun einen Rassisten der ersten Sorte in ihren Reihen habe".
    Die AfD widerspricht den Vorwürfen. Eine Sprecherin der Thüringer Landtagsfraktion teilte dem NDR auf Anfrage mit, die Vorwürfe seien "an den Haaren herbeigezogen". Höcke lehne Rassismus und die "völlig absurde Rassentheorie des Nationalsozialismus" entschieden ab. Es widerspreche seinem christlichen Menschenbild. Höcke selbst war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
    Hier beging Petry einen gravierenden Fehler, denn der "Sprech" über Reproduktionsmethoden ist nicht rassistisch, sondern nur anthropologisch. Rassistisch wäre es, daraus Wertungen abzugeben, Über- und Unterordnungen zu formulieren. Da das Höcke nicht tat, waren seine Äußerungen keineswegs rassistisch, sondern nur abstrus, denn KEINE Reproduktionseigenheit irgendeines Volkes, irgendeiner Rasse darf Auswirkungen auf politische Wertungen haben, wohl aber auf (bevölkerungs)politische Entscheidungen. Diesen Unterschied hätte Petry deutlich machen müssen. Statt dessen ließ sie die linksliberalen Wertungen des RASSISTISCHEN im Raume stehen und somit gelten.

    Zum Auftreten: Ich würde Petry empfehlen, sich mehr zurückzuhalten und weniger zu lächeln. Der kurze Rock ist okay, den kann man auch als wuchtiges Trotzdem gegenüber Islamisten verstehen, zudem sieht sie gut darin aus. Aber vielleicht macht sie sich während der Reden ihrer Konkurrenten Notizen udn arbeitet die ab, wenn sie vom Moderator der Sendung aufgefordert wird: sachlich, knapp und pointiert. Zudem empfehle ich klare Bekenntnisse zu ihren Parteimitgliedern oder den Verweis darauf, daß der Sachverhalt (meist sind es ja Vorwürfe) von ihr erst geprüft werden muß, um ihn beurteilen zu können. Wichtig: Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Alles, was im Wahlkampfgeschehen diesem Paradigma widerspricht, muß kritisiert werden, auch wenn es von eigenen Parteigenossen stammt.
    Mit diesen einfachen Mittel ließe sie jeden ihrer Gegner ins Leere laufen. Zudem muß sie klar sagen, daß RECHTS zu sein, nichts Schlechtes ist und KEIN Demokrat dem widersprechen könne, denn das RECHTE gehöre zu jeder Demokratie, auch zur liberalen. Es können schließlich nicht alle Linksliberale sein.

    P.S. Ich bezweifle jedoch, daß dieses Auftreten erfolgen wird, denn am Ende ist diee AfD doch nur rechtspopulistisch, also keineswegs konservativ. Am Ende zeigt sich, daß sie doch auch JEDES MIttel benutzen will, um zur politischen Macht zu gelangen - und damit ist sie genauso linksliberal wie die von ihr bekämpften Parteien.

  21. #21
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Lightbulb rechts und links

    ein rechter ist jemand, der die gesellschaftliche gegenwart als etwas organisches, also durch geschichte, herkommen, sprache, sitten und religion relativ einheitliches staatsgebilde begreift und erhalten will.
    ein linker ist jemand, der das von ihm als überbau klassifizierte gesellschaftliche konstrukt als ausdruck der ökonomischen verhältnisse begreift und darauf drängt, dieses system zu verändern, um den gesellschaftlich erzeugten reichtum unter den diesen reichtum erzeugenden gleich aufzuteilen.

    dem rechten ist das mittel heiligt; es darf nicht den zweck des ganzen beschädigen.
    dem linken heiligt der zweck die mittel, denn er begreift das recht als machtmittel derjenigen, die ein system der ungerechtigkeit erschufen. widerstand ist ihm pflicht.

    wenn man diesen definitionen folgt, dann lassen sich ziemlich leicht die guten von den bösen trennen. die guten sind schlichtweg die, die moralisch handeln, also so, daß ihr politisches handeln ein allgemeines sein könnte. die bösen sind die, die jedes mittel anwenden, um ihre politischen zielstellungen zu erreichen.

    das sind NICHT MEINE erkenntnisse, sondern schlichtweg die der deutschen philosophie. zuerst als system von kant entwickelt: Zum ewigen Frieden.

    krieg ist unmoralisch, wenn er interessen dient.
    krieg ist moralisch, wenn er der verteidigung des eigenen lebens dient.

    der böse politiker erklärt, daß man krieg führen müsse, weil LEBENSINTERESSEN gefährdet seien; er vermengt also das gute mit dem schlechten. ein kennzeichen des bösen: vernebelung der begriffe.

    möge jetzt jeder für sich prüfen, zu welcher seite er gehört. die meisten werden feststellen, daß sie zu beiden seiten gehören. ich sage dann: "willkommen im Klub!" oder, wie jesus es ausdrückte: "Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!"

    wer aber REIN zu einer der seiten zu gehören glaubt, den würde ich gern kennenlernen.

  22. #22
    Demokrat für Deutschland
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    AW: Was mich aufregt

    Das sagte Petry

    Zitat

    Die Polizei müsse "notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen". Kein Polizist wolle auf einen Flüchtling schießen. "Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt", sagte Petry. Entscheidend sei jedoch, die Flüchtlingszahlen zu verringern. Hierfür seien Abkommen mit Österreich und Kontrollen an den EU-Außengrenzen erforderlich.

    Was nun die Presse und andere Parteien daraus machen, ist ein weiteres Beispiel für die unglaubliche Hetze gegen die AfD. Es wundert mich, dass die AfD da keine rechtlichen Schritte einleitet...um diese Hetze zu unterbinden. Das erinnert doch alles sehr an die Nazi-Zeit, nur waren damals SPD und KPD die Opfer. Eine verpätete Revanche?!?

    Selbst in der "seriösen" Tagesschau sagt man: "Petry fordert, dass man auf Flüchtlinge schießt"...ohne die komplette Aussage zu zitieren. Eine solch verkürzte und somit falsche Darstellung ist eine Schande für jede Demokratie...da müssen wir überhaupt nicht auf Polen zeigen. Das...was man den Polen unterstellt zu tun...ist bei uns schon seit Monaten tägliche Praxis.

  23. #23
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Lightbulb Schießbefehl und Gebärfreudigkeit der deutschen Frauen

    erstellt vonner ZEIT:
    <section class="article-page" data-page-number="1"> Die Vorsitzende der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, verlangt eine deutlich strengere Überwachung der deutschen Grenzen. "Wir brauchen umfassende Kontrollen, damit nicht weiter so viele unregistrierte Flüchtlinge über Österreich einreisen können", sagte Petry der Zeitung Mannheimer Morgen. Notfalls müssten Polizisten an der Grenze "auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz", sagte Petry.
    Kein Polizist wolle auf einen Flüchtling schießen. "Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt", sagte Petry. Entscheidend sei, dass es nicht so weit komme und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen der Flüchtlingsandrang gebremst werde.

    Im November hatte bereits Petrys Lebensgefährte, der AfD-Politiker Marcus Pretzell, mit der Forderung für Empörung gesorgt, die deutsche Grenze sei "mit Waffengewalt als Ultima Ratio" zu verteidigen. Die AfD findet mit ihren radikalen Forderungen in der Flüchtlingsdebatte wachsenden Zuspruch. In einer jüngsten Umfrage des Emnid-Sonntagstrends stieg die AfD hinter Union und SPD zur drittstärksten Kraft im Bund auf, vor der Linkspartei und den Grünen.
    </section>Wenn es so im Gesetz steht, ist es Gesetz und für einen Beamten indiskutabel. Wenn LINKE, SPD und CDU dieses Gesetz nicht wollen, können sie es ändern. Andernfalls ist es Katzengeheul, wenn aus Petrys Bemerkung jetzt Faschismus o.ä. konstruiert werden soll.
    Ich bin mir über die Gesetze anderer Länder nicht im klaren, vermute aber, daß es dort ähnliche Formulierungen gibt. (nur ein Beispiel: die USA-Grenzer schießen schnell; das erlaubt ihnen das amerikanische Gesetz) Das hat etwas mit dem Begriff des Staates zu tun, seinem Gewaltmonopol und seiner Schutzpflicht. Es hat nichts mit Asylanten oder Wirtschaftsfüchtlingen zu tun, sondern schlichtweg etwas mit dem Schutz der eigenen Grenze gegenüber Grenzverletzern. Am Ende werden nämlich durch illegale Grenzübertritte mafiöse Strukturen geschaffen, die zum Transport von allem möglichen genutzt werden können. Deshalb, allein deshalb schon, wird sich im Bundestag KEINE Mehrheit für eine Änderung dieses Gesetzes finden, jedenfalls keine von staatstragenden Parteien.

    Kommentar zur Gebärfreudigkeit bei deutschen Frauen: Petry erwartet/schlägt vor, daß die deutschen Frauen drei Kinder zu Welt bringen sollten.

    Großer Aufschrei bei den auf individuelle Lebensplanung fixierten Karrieristen, die sich verstärkt in Politik- und Journalistenkreisen bewegen - wie viele Kinder hat Roth, wie viele Merkel oder Schwesig? - und wieder der Vorwurf der Faschismusnähe.

    Kommentar: Bekloppt. Wer kann gegen Kinder sein? Richtig, nur diejenigen, die ihre Bedürfnisse über die der Familie oder des Landes stellen, zugleich aber alles tun, um ihren eigenen Arsch in weiche Tücher zu hüllen.
    Das ist das eine. Das andere aber ist die Einseitigkeit der Forderung Petrys. Ich würde ihr empfehlen, das gleiche auch von deutschen Männern zu verlangen, also nicht die Geburt, sondern die Erzeugung und Versorgung wenigstens dreier Kinder in die individuelle Lebensplanung aufzunehmen. Das hätte ein Geschmäckle, wenn sie das fordern würde.

    Im Grunde aber sollte das schon jeder mit sich und seinem Schöpfer ausmachen sollen. Mancher sollte getrost darauf verzichten, Ableger in die Welt zu setzen. Die Politik darf so etwas nicht fordern, aber sie besitzt die Verantwortung darüber, daß die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Bevölkerungswachstum ermöglichen. In der BRD sind diese Voraussetzungen nicht gegeben.

  24. #24
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post

    Endlich habe ich eine Auseinandersetzung der SPD mit den Positionen der AfD gefunden. Ich stelle sie hier ein und werde sie demnächst besprechen. Drei Seiten. Kontakt: www.miteinander-ev.de

    afd_programm1_spd_reaktion_2016.jpg
    afd_programm2_spd_reaktion_2016.jpg
    afd_programm3_spd_reaktion_2016.jpg

    Grundsätzlich:
    Die Auseinandersetzung bleibt wertend, aber ohne Gegenargumente, ist also polemisch. Die Textsorte soll "Analyse" heißen und "der AfD im Wahlkampf argumentativ zu begegnen" helfen, nehme ich an. Ich fand aber keine Argumente auf den drei Seiten, dafür etliche logische und sachliche Fehler und Fehlerchen, die erschrecken. Sie erschrecken, weil ich mich fragen muß, ob das die Leistung des Textes sein soll, Argumente gegen einen mutmaßlichen Staatsfeind zu liefern, als der die AfD oft genug aus SPD-Kreisen bezeichnet wird, um ihn in seinem Lauf zu bremsen. Da müssen sich die Genossen aber anstrengen, um hier etwas zu Tage zu fördern, was sie dann im Wahlkampf verwenden könnten.

    Genauer:
    1. Verharmlosung des NS als "Unglücksjahre".
    Das muß sich nicht als Verharmlosung lesen lassen. Es war ein Unglück für viele, daß die Nazis 12 Jahre lang das Reich regierten. Es war ein Unglück für das Reich, daß die Nazis zwölf Jahre regierten. Es war ein Unglück für viele Menschen und Staaten außerhalb des Reiches, daß die Nazis zwölf Jahre regierten.
    "Unglücksjahre" per se ist keine Verharmlosung, sondern eine Wertung.
    2. Die zwölf Jahre 1933-45 werden in der Tat in Betrachtung von 1200 Jahren deutscher Geschichte und etlichen tausend Jahren Frühgeschichte maßlos überbetont. Das läßt sich leicht anhand der Anteile im Fernsehen ermitteln. Kein Tag ohne eine Sendung über die Nazizeit, aber wochenlang keine Dokumentationen, Spielfilme oder Berichte aus der Zeit Friedrichs des Großen, der Heiligen Elisabeth oder auch nur für die Zeit des Wiederaufbaus nach 1945 oder 1631. Es besteht hier offensichtlich eine Schieflage der Befasse.
    3. Als Marxist sollte man sich fragen, wem besonders daran gelegen ist, daß die Deutschen jeden Tag im Fernsehen hören, wie schrecklich sie doch eigentlich sind. Die Rechten sind es offenbar nicht, die den meisten Vorteil davon haben. Will man sich diesbezüglich mit Forderungen der AfD auseinandersetzen, muß man hier Argumente anführen, die deutlich machen, warum es viele Sendungen über die Nazizeit im Fernsehen gibt und wenige bis gar keine über andere Zeiten der deutschen Geschichte. Welche Argumente könnten das sein?
    4. Familienpolitik: Gemäß dem GG fordert die AfD die besondere Förderung des Staatsvolkes. Was ist daran falsch?
    5. Es wird behauptet, die Gender-Ideologie würde von dem AfD-Programm verunglimpft. Wo ist der Beleg? Daß die AfD Gegner der Gender-Forschung ist, ist keine Verunglimpfung. Worin zeigt sich Antifeministisches bei der AfD? In der Besetzung des Parteichefpostens?
    6. Die Begründung der Familie als "natürlicher Grundeinheit" ist nicht biologistisch, sondern eine Entscheidung der AfD gegen die Gender-Ideologie. Diese Entscheidung für die Förderung der Fortpflanzung innerhalb der Familie ist nicht biologistisch, denn dann würde sie jedes menschliche Zusammenleben in Gemeinschaftsformen NUR auf blutsmäßige Bindungen reduzieren. Und das steht NICHT im Programm der AfD. Auch das Adverb "besonderem" in Kontext auf die Verbindung zwischen Natur und menschlicher Gemeinschaftsform "Familie" macht diesen Ansatz nicht "biologistisch". Biologistisch ist ein Superlativ, ein Ausschließlichkeitsparameter, der andere Formen des Zusammenlebens diffamiert oder ausschließt. Die AfD-Forderung dagegen präfigiert lediglich die auf Liebe, Gemeinschaft und gemeinsames Blut sich gründenden Bande als BESONDERS, in BESONDEREM MAßE. Auch in nicht auf biologischer Basis sich gründenden Familienformen existieren Liebe und Gemeinschaftsgefühl. Die AfD tritt lediglich dafür ein, die erste Form in besonderem Maße zu fördern. Das ist GG-konform.
    7. Auf der ersten Seite standen keine Argumente.
    8. Der Vorwurf der identitätsstiftenden Kulturpflege: Es ist richtig, daß dieser Ansatz der AfD reglementierend wirkt. Darauf kann mehr Augenmerk gelegt werden, aber auch hier fehlen Argumente gegen die Positionen der AfD. Für die Programmatik der AfD spricht die Förderpraxis. Mir ist nicht bekannt, daß es in den letzten Jahren Fördergelder für konservative, klassisch-affizierte oder humanistisch geprägte Autoren gegen hätte. Wenn man ins Theater geht, wird einem Regietheater oder Ensembletheater geboten. Wo werden klassische Stücke so gegeben, wie sie die Autoren seinerzeit mitsamt Regieanweisungen niederschrieben? Hier liegt einiges im Argen, was auch daran liegt, daß die Theater keine gesellschaftliche Relevanz entwickeln, sondern eine Klinetel befriedigen, die im linksgrünen Milieu zu Hause ist. Es ist nur zu wünschen, daß sich unsere Theaterlandschaft erweitert und es auch Bühnen gibt, die sich streng an die Vorgaben der Klassiker halten.

    Aus der Kommunikationstheorie sollte bekannt sein, daß Medien nicht verschwinden, wenn sie einmal im Volk verwurzelt sind. Das seit Jahrzehnten behauptete Theatersterben aufgrund mangelnden Publikumzuspruchs ist eine Mär. Vielleicht täte hier ein politischer Wechsel dem Medium „Theater“ mal ganz gut.
    Der Literatur und dem Theater nützt das wenig, wenn es keine weltanschaulichen Reibungspunkte in der Kulturlandschaft gibt.
    9. Als die FPÖ in Wien das Genannte plakatierte, diskreditierte sie keineswegs die genannten Künstler. Ich habe es in Wien seinerzeit selber erlebt, wie ein Schauspieler auf die Bühne des Burgtheaters pinkelte. Das nannte sich „neuer Realismus“. Meinetwegen soll es Bühnen geben, die solche Experimente, auch Zuschauerbeschimpfung oder anarchisches Theater wie bei den 68ern, pflegen, aber die ersten Bühnen des Landes sollten auf Vulgär- und Extrembespielung verzichten und sich an den weitaus anspruchsvolleren philosophischen und darstellerischen Herausforderungen der Klassiker abarbeiten. Da gibt es genug zu tun, um das zeitgemäß umzusetzen, ohne gleich die Selbstverwirklichung bestenfalls durchschnittlich begabter Provinzkönige erleben zu müssen.
    10. Bei der Besprechung der Zuwanderungspolitik der AfD fehlt es an Kommentaren. Die von ihr geforderte organisierte, also gesetzlich fixierte Zuwanderung ist aber internationale Praxis, Die AfD will sich hier an Kanada und Australien orientieren. Auch für diesen Abschnitt fehlen Argumente gegen die Positionen der AfD.
    11. Die Streichung von Geldleistungen für Asylbewerber wird inzwischen auch von der Regierung, zu der die SPD gehört, gefordert.
    12. Die Nachlässigkeit der Justiz gegenüber straffällig werdenden Ausländern ist für viele in den letzten Monaten greifbar geworden. Etliche Ladendiebstähle und Belästigungen werden gar nicht mehr angezeigt und wenn, werden sie nicht verfolgt und wenn sie verfolgt worden sind, werden sie selten genug bestraft. Da mein Sohn erst kürzlich etwa 100 € dafür bezahlen mußte, daß er bei Rot über eine unbelebte Straße ging, gibt es hier eine Schieflage der Rechtspraxis, die von vielen hierzulande so wahrgenommen wird. Der Programmpunkt der AfD verlangt keine Bevorzugung der Staatsbürger, sondern den "Grundsatz der Gleichheit". Argumente der SPD fehlen auch hier.
    13. Daß örtliche Politiker Probleme mit der Unterbringung haben, weiß die SPD seit Trümpers Austritt aus der SPD, die das bestritt. Sie SPD sollte nicht den Fehler machen und hier ideologisieren. Das Anzeigen dieser Mißstände ist kein ETHNISIEREN, denn es geht nicht um bestimmte Völker, sondern um Zustandsbeschreibungen für Zugewanderte. Das können Menschen aus allen Weltgegenden sein, also läßt sich hier keine Ethnie zuweisen, schon gar nicht Rassismus unterstellen.
    14. Die von der AfD geforderte "Eigenart der Völker" ist kein Rassismus. Rassismus wäre es, wenn aus dieser Forderung Über- resp. Unterordnungen einzelner Völker/Rassen fixiert werden würden und sich daraus politische Handlungen ergeben sollen. Das aber ist bei der Forderung nach der Entwicklung der Eigenart JEDES Volkes nicht gegeben, sondern das entspricht vielmehr einer Forderung, die schon Herder um 1784 aufstellte, der jedes Volk als eine Idee Gottes bezeichnete. Die Forderung der AfD ist hier das Gegenteil von Rassismus, sondern schlichtweg Humanismus. - Assimilation ist das Gegenteil von Rassismus, denn letztlich bedeutet Assimilation Rassenvermischung.
    15. Auch auf Blatt 2 kein einziges Argument gegen Forderungen der AfD.
    16. Daß Predigten in Moscheen deutsch zu erfolgen hätten (wie es die AfD fordert), ist sicherlich kritisch zu betrachten. Ich nenne diese Forderung "protestantisch". Es hat den Deutschen wenig geschadet, daß Predigten jahrhundertelang in Latein gehalten worden sind. Es schadet den deutschen Jugendlichen sicherlich eher wenig, wenn Rockkonzerte in englischer Sprache abgehalten werden. Die Sprache des Propheten Mohammed war Arabisch. Da sollte man es den Moslems auch konzedieren, ihre Gottesdienste arabisch zu halten.
    17. Die AfD verbietet nicht den Bau von Moscheen. Wer die Staatsbürgerschaft "deutsch" besitzt, darf seine Religion frei ausüben. Wer also Moslem und BRD-Bürger ist, der darf dann auch eine Moschee bauen. Die AfD fordert nicht das Verbot des Baus von Moscheen, denn sie kennt diesen Zusammenhang. Sie wird aber dafür eintreten dürfen, daß keine mehr gebaut werden. Ebenso dürfen Radikalumweltschützer dafür eintreten, daß keine weitere Kaufhauspaläste gebaut werden oder oder oder. Ob das dann aber durchgesetzt werden kann, ist eine andere Frage.
    18. Die ARDZDF ist parteiisch und keineswegs neutral, wie sie es eigentlich sein müßte. Es gibt zu viele zwangsbezahlte Fernsehsender. Ich kann den Wunsch der AfD nach Reduzierung der Senderzahl und strikter Einhaltung der Neutralität verstehen. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, daß es einmal eine Sendung gab, in der die AfD, sofern sie Thema war, positiv besprochen wurde. Bei einer Partei mit einem Wählerpotential von etwa 20% ist das schon bedenklich.
    19. Das Ende ist kein Fazit, sondern eine Voarausschau, eine Art Providenz. Ein Fazit muß Erkanntes zusammenfassen UND belegen. Belege mangelhaft, Argumente gegen das Programm: Fehlanzeige.

  25. #25
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    Post Anmerkungen zum Wahlprogramm der AfD

    AfD-Wahlprogramm Sachsen-Anhalt

    Das Wahlprogramm kann ich bis auf drei Punkte unterschreiben:
    1. Ein freiheitliches Land verlangt keinen Integrationszwang. Jeder soll so leben, sprechen, glauben und wirtschaften dürfen, wie es ihm behagt; allerdings muß er sich an die Gesetze halten.
    2. Die Sprache des Islam ist Arabisch. Wer Moslem ist, darf nicht gezwungen werden, seinen Glauben auf Deutsch zu bekennen. Gleiches gilt für jüdische Glaubensgemeinschaften, die Texte aus ihrer Thora nicht auf Deutsch lesen werden wollen, sondern auf Hebräisch.
    3. Die avisierte Sperrklausel von 3% ist ein falscher Ansatz. Statt Verhältniswahlrecht sollte bei einem Partei, die direkt demokratisch argumentieren will, jede Stimme zählen, also nicht der Stimmenanteil einen Platz im Parlament bewirken, sondern die Zahl der absoluten Stimmen. Das würde die Partizipation des Bürgers erhöhen und die Parteien veranlassen, sich vermehrt um jede einzelne Stimme zu bemühen. - Ein Beispiel: Wenn in Ostfalen 1,5 Millionen Stimmen verteilt werden, es dafür 100 Landesparlamentssitze gibt, dann würde ich meinen, daß 15000 Stimmen für einen Parlamentssitz erreicht werden müssen. Liegt die Wahlbeteiligung nur bei 50%, werden entsprechend nur 50 Parlamentssitze verteilt.

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