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Thema: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

  1. #76
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Wittgenstein kam aus dem Nichts und schaffte auf Anhieb ein Patt. Das zeugt von einer gewissen Sehnsucht nach charismatischen Rednern. Obwohl mit Sicherheit viele nicht wussten wofür diese Frau wirklich steht...woher sie kommt und wohin sie will...gaben sie ihr ihre Stimme. Dabei blieb Wittgenstein in Stimmlage und Gestik monoton...schaffte es aber dennoch zu emotionalisieren...bekam viel Applaus. Ich persönliche kenne brilliante Redner nur vom Hörensagen, habe keinen erlebt. Gestern bekam ich aber eine leise Vorstellung davon...was ein solcher Redner alles bewirken könnte. Da keine Partei über solche Leute verfügt...hat auch niemand Wettbewerbsvorteile. Lindner ist ein guter Rhetoriker, aber kein emotionaler Redner - ausserdem hat man ihn relativ schnell durchschaut.

    Anders als Du, aerolith, sehe ich nicht die Unvereinbarkeit von Liberalismus und Konservatismus. Diese Flügel gibt es auch in SPD, Union und FDP. Dass Meuthen "nur" mit 72% gewählt wurde...Gauland gar mit unter 70%...sehe ich als gutes Zeichen...auch wenn die Medien da mal wieder etwas anderes daraus machen. Für viel bedenklicher halte ich es....wenn ein Schulz mit 100% gewählt wird. Was das wert ist....das konnten wir ja sehen. Ich erwarte geradezu von einer demokratischen Partei....dass nicht alle auf einer Linie sind.

    Was die Integration Russlands betrifft, da bin ich auf der Seite der AfD. Wir dürfen uns da nicht mehr länger von den Amis "benutzen" lassen, welche aus vierlei Gründen Russland als Feindbild erhalten wollen. Russland ist den Amis ein Vorwand zur Aufrüstung. Das ist die ganz "große" Politik. Die sehen wir auch in der Nordkoreakrise...wo viele Nationen einen großes Interesse daran haben, dass dieser Konflikt bestehen bleibt. So rüstet z.B. Japan im Schatten dieser Krise auf, bringen sich die Amis im Pazifikraum in Stellung. Aber auch die Chinesen haben ein großes Interesse an diesem Konflikt, denn Kim strebt die Wiedervereinigung von Süd-und Nordkorea an...was den Chinesen sehr entgegen käme...denn so wären sie die Amis vor der Haustür und einen Konkurrenten auf dem Weltmarkt los. Und Russland dient dieser Konflikt um sich bei den Chinesen einzuschmeicheln, ohne die man in Zukunft kein Gewicht mehr hat. Russland gehört definitiv zu Europa...Ihre Geschichte ist europäisch...und auch ihre Kultur. Ich bezweifle aber, dass die Russen eine engere Bindung zur Nato anstreben.
    Geändert von anderedimension (03.12.17 um 09:45 Uhr)

  2. #77
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    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Hier sehen wir nun was die Presse aus Wittgensteins Auftritt macht:

    Zitat Spiegel online

    Der wahre Kern der AfD Die Sehnsucht nach einem Führer (m/w)

    Seine Partei sei gar nicht radikal, erklärt der AfD-Parteivorsitzende Gauland - und lobt die radikale Parteifreundin Sayn-Wittgenstein, weil sie "die Seele der Partei" angesprochen habe. Klingt wie eine Stellenausschreibung
    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...a-1181769.html

    Vorweg will ich sagen, dass der Spiegel von allen Leitmedien noch am ausgeglichensten berichtet - hängt vom jeweiligen Autoren ab. In diesem Fall war mal wieder eine linke Bachblütenteetrinkerin am Werk...was ja auch ok wäre...würde sie nicht einen solchen unreflektierten Blödsinn schreiben. Ein typisches Beispiel für Linkspopulismus...den es ja...geht es nach dem Politiklegastheniker Varoufakis...gar nicht gibt. Der soll für Meister Propper Werbung machen...sich aber aus der Politik heraushalten.

    Da wird bewusst mit dem Begriff "Führer" gearbeitet um die AfD noch weiter nach rechts zu rücken. Wer die Rede von Frau Wittgenstein verfolgt hat..der weiß...dass das völlig daneben ist. Natürlich sehnt sich die AfD...wie alle anderen Partein auch...und auch die Bevölkerung...nach einer charismatischen...nach einer starken Führungspersönlichkeit...das ist aber spätestens seit '45 etwas anderes als sich nach einem Führer zu sehnen.

    Ich habe den kompletten Parteitag verfolgt -kann mit gutem Gewissen sagen, dass er sich von den Tagungen anderer Parteien kaum unterscheidete. Hätte man nicht gewusst wer da tagt...wäre man nicht unbedingt sofort auf die AfD gekommen. Unter den Delegierten befanden sich übrigens auch sichtbar Menschen mit schwarzafrikanischer und arabischer Herkunft. Und man distanzierte sich ausdrücklich von der NPD und Pro-Deutschland. Dass sich die AfD nicht von der Identitären Bewegung distanziert...das halte ich für richtig. Die IB ist eine europäische Studentenbewegung mit einem klaren Statement...aber politisch korrekt und auf dem Boden unserer Verfassung. Aber scheinbar ist das Verbot die einzige Waffe der Linken - mit ihren schwachen Argumenten kommen sie eben nicht weit.

    Soll uns diese Frau Stokowski doch mal verraten was an dieser Rede radikal gewesen sein soll? Die Rede hatte nicht einen radikalen Moment. Das ist schwacher Journalismus...unprofessionell...dilettantisch...o der auch einfach nur dumm.

  3. #78
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Allerdings sind Konservatismus und Liberalismus unvereinbar. Sie können bestenfalls Koexistenzen eingehen. Diese sind, wie es den Grundcharakter von Koexistenzen entspricht, ephemer. Es gefällt mir ja, wenn sich das scheinbar Unvereinbare vereinen will, meist im Kontext einer Koinzidenz, man könnte das auch im Geiste Hegels als Negation der Negation begreifen. Doch wo liegen die Grenzen? Den Teufel in Gott zu legen, wie es gute christliche Sitte sein muß, das Böse im Guten zu suchen, das Weiße im Schwarzen, das Vernebelte im Klaren... Sicherlich, d.i. nicht nur möglich, es ist so, daß nichts rein existiert. In allem ist alles. Man renne bei mir keine offenen Türen ein!
    Und so bildete sich auch die AfD in einer politischen Zeit, in der die Konservativen nicht mehr konservativ waren und die Liberalen nicht mehr liberal, in der die SPD keine Gerechtigkeitspartei mehr war und die LINKE so recht nicht mehr wußte, was es bedeutet, in einer sich ändernden Arbeitswelt einen Platz im Parteienspektrum zu behaupten. In diese Lücke stieß die AfD, konnte die Flüchtlingskrise als Katalysator benutzen und muß sich nun entscheiden, ob sie ganz im Geiste des Nutzdiktats eine westliche Partei sein will, also eine liberale, oder ob sie konservativ sein möchte, also nutzübergreifend-allgemeinnützig. Vielleicht will sie auch national-konservativ sein, was zwar auch zu strikt nach Liberalismus müffelt, aber vielleicht eine Übergangslösung abgeben könnte.
    Was sie allerdings nicht wird BLEIBEN können, d.i. das, was sie jetzt ist, eine liberal-konservative Partei. Sie wird sich entscheiden müssen, ob sie praktisch-nützlich im Sinne des gewinnorientierten Bürgertums auftreten will oder ob sie sich parteiübergreifend für die Deutschen und dann weiter für alle Menschen einsetzen will. Beides zusammen geht nicht.

  4. #79
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Stresemann als Eponym der AfD-Parteistiftung

    Welchem politischen Spektrum gehörte Stresemann an? War er ein Liberaler? Kaum. Zwar war er Nationalliberaler im Kaiserreich, aber nach dem Weltkrieg stand er für die DVP, die Volkspartei, also war einen Schritt weg vom kleingeistigen Klientelismus der Nationalliberalen gegangen. Bei wikipedia steht, die DVP sei die Nachfolgepartei der Nationalliberalen gewesen. Wohl kaum. Der Unterschied zwischen sämtlichen liberalen Parteien der Weimarer Republik und der sich Deutsche Volkspartei nennenden Bewegung dieser Tage ist substantieller Natur, nicht gradueller. Liberale Parteien in der Weimarer Republik waren die Staatspartei, die DDP und als Rechtsausleger die DNVP, wobei die schon arg nationalistisch war.
    Der staatstragende Politiker Stresemann, als der er galt, hatte nichts gegen die Parteifarben schwarz-weiß-rot. Die DVP entwickelte sich auch immer weiter nach rechts und keineswegs in Richtung bürgerliche Wohlstandswahrung. Wer seine Gambrinus-Rede liest, der weiß, wie es tatsächlich um seine politischen Ziele aussah. Liberale Ziele waren das nicht, bestenfalls liberal im eigentlichen Wortsinne: freiheitlich.
    Die DVP war strukturell staatsfeindlich, da sie fürs Kaisertum als Sinnbild deutscher Einheit eintrat, zugleich besaß sie durchaus pragmatische (liberale) Züge, was sie aber nicht daran hinderte, sich strikt gegen die Annahme von Versailles auszusprechen. Ihr Ziel war der kapitalistische Nationalstaat. Insofern ist sie durchaus mit der AfD zu vergleichen.
    Unter Stresemann nahm sie eine Hinwendung zur staatstragenden Partei, was aber nicht bedeutet, daß sie ihre monarchische Orientierug aufgab. Auch unter Stresemann nahm die Bedeutung der DVP nach dem Hoch 1920 (13,9%) ständig ab (1924 10%, 1928 8,7%), da sie sich nicht klar nationalkonservativ/nationalliberal entscheiden konnte. (Wahlergebnisse der Weimarer Republik hier) Doch nach seinem Tod 1929 nahm ihre Bedeutung rapide ab. 1932 kam sie noch auf 1,1%.

    Mir gefällt die Vorstellung, daß die AfD ihre Parteistiftung Stresemann-Stiftung nennen möchte. Ich halte Stresemann für einen Nationalkonservativen und keineswegs für einen Nationalliberalen. Das wäre zudem ein Thema für eine Doktorarbeit, das genau zu untersuchen. - Die FDP tobt und (Kubicki) behauptet, Stresemann sei ein europäischer Einiger gewesen, zudem Nationalliberaler. Wie ich schon schrieb, war Stresemann das nur in den Anfangsjahren seiner politischen Tätigkeit.

    erstellt von mmnews:
    19. Dezember 2017
    Die AfD plant eine parteinahe Stiftung, die nach dem bekannten nationalliberalen Staatsmann der Weimarer Republik Gustav Stresemann benannt werden soll. "Die AfD strebt die Anerkennung einer parteinahen Stiftung an. Ich würde es begrüßen, wenn sie Gustav-Stresemann-Stiftung heißen würde", sagte der Parteivorsitzende Alexander Gauland der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe). Der Name erinnere an das nationalliberale Erbe Deutschlands. "Diesem Erbe sieht sich die AfD verpflichtet." Die FDP reagierte empört. Der stellvertretende Parteivorsitzende und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki sagte dem Blatt: "Es ist nicht nur makaber, sondern vor allem geschichtslos, den Friedensnobelpreisträger Gustav Stresemann zum Namensgeber für eine AfD-nahe Stiftung zu machen." Dass gerade ein europäischer Versöhner von den `antieuropäischen Spaltern` zur Galionsfigur erkoren werde, sei eine abermalige kalkulierte Provokation Gaulands. "Die AfD beweist einmal mehr, dass sie das Erarbeiten politischer Konzepte nicht als ihre Hauptaufgabe versteht." Die AfD hat kürzlich den 2011 gegründeten Verein "Gustav-Stresemann-Stiftung e.V." von dessen Gründern übernommen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Der ehemalige Geschäftsführer des Vereins, Felix Strüning, schreibt dazu auf seiner Internetseite: "Bei der Mitgliederversammlung der Stresemann Stiftung am 2017 wurde ein neuer Vorstand gewählt, der aus Funktionären der AfD besteht." Neben der Stresemann-Stiftung seien zwei weitere Organisationen im Rennen, um als Stiftung der AfD anerkannt zu werden, so die Zeitung. Eine solche Stiftung könnte jährlich mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag aus Steuergeldern rechnen. Die parteinahen Stiftungen erhalten derzeit jedes Jahr insgesamt deutlich mehr als 500 Millionen Euro.

  5. #80
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Ostfälische Schüler sollen petzen!

    erstellt von MZ:
    Wer kritisch ist, soll gemeldet werden: Die AfD will in mehreren Bundesländern, auch in Sachsen-Anhalt, Internetportale einrichten, auf denen Schulkinder AfD-kritische Lehrkräfte notieren können. AfD-Bildungspolitiker Hans-Thomas Tillschneider sagte, Lehrer müssten die politische Neutralitätspflicht wahren. Es solle nachvollziehbar werden, welcher Lehrer sich wann und wo AfD-feindlich äußere. Ein Beschluss für ein solches Portal sei in der Fraktion gefasst worden, „nun geht es um die technische Umsetzung“.
    Während Bildungsminister Marco Tullner (CDU) den Vorstoß als unnötig bezeichnet, spricht die Linke von „Denunziantenplattformen“. Sie seien „unanständig und verantwortungslos“. [..] Tillschneider sagte, derlei Internetseiten seien mitnichten als „Stasi 2.0“ zu betrachten, „sondern als zivilgesellschaftliche Notwehr“.
    Das findet nicht meinen Beifall. Wer sich als Lehrer dem Neutralitätsgebot widersetzt und Unterricht macht, der parteiaffinin ist, der sollte von den Kollegen und Chefs ermahnt usw. werden, nicht aber vom Schüler angezeigt. Ein Fehler der AfD, die damit unethisches Verhalten fördern will. Abgesehen davon hat das ein Geschmäckle. Ich denke an Sulla zurück, der als erster Proscriptionen in den politischen Diskurs brachte, was der Errichtung seiner Diktatur durchaus nützte, in postmoderner Zeit dagegen kein politisches Mittel mehr sein darf.

  6. #81
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Leider docken sich auch Rechtsradikale bei solchen Themen an, was es fast unmöglich macht sachlich darüber zu diskutieren. Deshalb sollte es im Sinne aller...auch im Sinne der Nationalisten, Patrioten und Konservativen sein...dass man diese Radikalen identifiziert und eliminiert. Zum Teil passiert aber genau das Gegenteil...wie man aktuell bei der AfD NRW sieht...wo sich aktuell die radikalen gegen die gemäßigten Kräfte durchsetzten.
    Das ist schade...da klammert man sich an "schmutzigen" 12%, statt auf Basis von "sauberen" 8% gesund wachsen zu wollen. Damit liefert man linken Kräften jede Menge Futter und macht es konservativen Bürger schwer bei der AfD eine Heimat zu finden. Themen gäbe es genügend...um eine sachlich fundierte rechte Politik zu betreiben.

  7. #82
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Nun, bei euch die AfD, bei uns die FPÖ - viel älter als die AfD, mit vielen wirklich nazi-affinen Leuten durchsetzt - sind leider für einen halbwegs bei Vernunft befindlichen Wähler keine Option. Da die ehemals konservativen Kräfte längst im grün-rosa mainstream baden, hat man es schwer als sozialpolitisch links, wirtschaftspolitisch eher liberal und gesellschaftspolitisch moderat konservativer eine wählbare Partei zu finden.

  8. #83
    rodbertus
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    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Du vertrittst keine konservativen Positionen, ad, sondern national-liberale. Die AfD ist keine konservative Partei, sondern eine national-liberale. In ihr tummeln sich einige wenige Konservative, die offenbar nicht sehr tiefgründig über ihre politischen Ziele nachdachten oder hoffen, sie könnten aus National-Liberalen Konservative machen, was ungefähr so wahrscheinlich ist wie Schnuseduse. Patrioten sind keine Nationalisten, sondern Humanisten. Das National-Liberale ist im Grunde eine c.i.a., denn man kann nicht liberal sein, zugleich aber sich aufs Nationale beschränken wollen. Wer liberal sein will, der kann in einem "Nationalstaat" kein politisches Ziel fixieren wollen, der will immer den Weltstaat und auch den nur als Übergangslösung. Wer konservativ sein will, der sieht im Nationalen einen viel zu großen Rahmen, der will kleine funktionierende und v.a. überschaubare Lebensgemeinschaften; er ist v.a. apolitisch.
    Du solltest nicht immer alles in einen Topf werfen wollen.
    Um beim Thema "Ausländer" zu bleiben: bei denen gelten die gleichen Regeln. Auch unter diesen gibt es Konservative, Nationale und Liberale. Es soll sogar ausländische Demokraten geben.

    P.S. Ein Beitrag von "saulchen", in dem er (zurecht, denn die Not ist bei beiden Gruppen) zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und politisch Verfolgten keinen Wesensunterschied festzustellen mutmaßte, ist beim freischalten verschwunden. Tut mir leid. Muß an meiner Blödheit liegen oder ist einem Systemfehler zuzuschreiben. Ich empfehle "saulchen", unter seinem angemeldeten Nick "Saul" zu schreiben, das sichert den Beitrag im System, ohne daß ich erst prüfen und freischalten muß.

  9. #84
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Sehe ich anders. Unter Bernd Lucke war sie eine liberal-konservative Partei, jetzt ist sie eine national-konservative Partei. Verkürzt: national=die Ausrichtung (Germany first) und konservativ=die Mittel. Eine liberale Partei ist die AfD auf keinen Fall...dem widersprechen Parteiprogramm und Realpolitik. Eine Partei, die in der Überwachung aufrüsten...dem Staat mehr Befugnisse einräumen möchte...die kann nicht als liberale Partei bezeichnet werden. Und auch gerade beim Thema Ausländer wird das sehr deutlich. Die Gruppenvergewaltiger von Mallorca, auf allen Bildern klar als Araber zu erkennen, werden in den Medien als Deutsche bezeichnet. Bei der AfD hätten die erst gar keinen deutschen (Doppel) Pass. Und die bulgarischen Jugendlichen, die vergangenes Wochenende mutmaßlich eine 18-Jährige vergewaltigten...wären erst gar nicht in unserem Land. Nur bei allen anderen Parteien ist so etwas möglich.

  10. #85
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    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Richtig, ad. Ich korrigiere: neoliberal. Das Neoliberale setzt das pragmatische Politisieren vor das grundsätzliche, auf den Namen "Freiheit" zu fixierende. Die von der AfD affizierten Maßnahmen zielen auf den Schutz des Staates BRD in der Form, wie sie ihn verstehen. Liberale Politik hätte niemals nur einen Staat im Blickfeld, sondern das Wohl aller. Die Neoliberalen begrenzen ihre Maßnahmen auf eine Teilganzheit. Eben das macht sie zu Neoliberalen. Sie sind so etwas wie die Bolschewiken, die, nachdem sie erkannt hatten, daß die Weltrevolution eben nicht nur eine Initialzündung in einem Land benötigt, sich dann eben auf diese Revolution in einem Land konzentrierten und damit die Grundidee des Kommunismus aufgaben. So ähnlich ist das bei den Neoliberalen. Sie gaben den liberalen Grundsatz, sich für alle Menschen einzusetzen, zugunsten eines reduzierteren auf, eben für eine bestimmte Klientel nur noch dazusein. Die AfD ist eine klassische Klientelpartei, eine mehr im Spektrum der Parteienlandschaft der BRD. Eine konservative "Partei", eigentlich auch so ein Widerspruch in sich selber, sehe ich in der BRD nicht. Die letzte wahrlich konservative Partei, die wir in Deutschland hatten, verlor so um 1900 ihr politisches Gepräge, als sie sich den Bürgerlichen annäherte. Aber das muß ich noch genauer untersuchen.

  11. #86
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Aus dem Grundsatzprogramm (Programm für Deutschland) der AfD

    Teil 1


    Demokratie und Grundwerte


    1.1 Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild
    1.2 Schlanker Staat für freie Bürger
    1.3 Die Gewaltenteilung gewährleisten
    1.4 Trennung von Amt und Mandat
    1.5 Macht der Parteien beschränken
    1.5.1 Parteienfinanzierung dem Verfassungsrecht anpassen
    1.5.2 Freie Listenwahl und freies Mandat
    1.5.3 Verkleinerung des Bundestages
    1.5.4 Wider das Berufspolitikertum: Amtszeit begrenzen
    1.5.5 Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk
    1.6 Lobbyismus eindämmen
    1.6.1 Private Rentenvorsorge für Parlamentarier
    1.6.2 Einführung eines Straftatbestandes der
    Steuerverschwendung


    Europa und Euro


    2.1 Ein Europa der Vaterländer
    2.2 Kompetenzen an die Nationalstaaten zurückgeben
    2.3 Bündelung gemeinsamer europäischer Interessen
    2.4 Volksabstimmung über den EURO
    2.5 Keine deutsche Haftung für ausländische Banken


    Innere Sicherheit und Justiz


    3.1 Polizei stärken und Strafjustiz verbessern
    3.2 Weisungsfreie Staatsanwälte, unabhängige Richter
    und parteiferne Rechnungshöfe
    3.3 Angriffe auf Amtspersonen härter bestrafen
    3.4 Opferschutz statt Täterschutz
    3.5 Waffenrecht muss nicht verschärft werden
    3.6 Kein Datenschutz für Täter
    3.7 Organisierte Kriminalität nachhaltig bekämpfen
    3.8 Zivil- und Fachgerichte sind ein Standortfaktor
    3.9 Deutsche Grenzen schützen


    Außen- und Sicherheitspolitik


    4.1 Vereinte Nationen reformieren
    4.2 NATO als Verteidigungsbündnis
    4.3 OSZE und europäische Sicherheitsstruktur
    4.4 Bundeswehr stärken
    4.4.1 Keine europäische Armee
    4.4.2 Wehrpflicht wieder einsetzen
    4.5 Entwicklungshilfe


    Arbeitsmarkt und Sozialpolitik


    5.1 Arbeitsmarkt von unnötiger Bürokratie befreien
    5.2 Bundesagentur für Arbeit auflösen und kommunale
    Jobcenter aufwerten

    5.3 Mindestlohn beibehalten
    5.4 Reform der sozialen Sicherungssysteme
    5.4.1 Finanzielle Benachteiligung von Familien beseitigen
    5.4.2 “Aktivierende Grundsicherung” - Arbeit, die sich lohnt
    5.4.3 Kinder und Erziehungsleistung bei der Rente
    berücksichtigen
    5.4.4 Pflege durch Angehörige aufwerten


    Familien und Kinder


    6.1 Bekenntnis zur traditionellen Familie als Leitbild
    6.2 Mehr Kinder statt Masseneinwanderung
    6.3 Mehr Unterstützung für Familien
    6.4 Wirtschaftliche Zukunft trotz Demografiekrise
    6.5 Diskriminierung der Vollzeit-Mütter stoppen
    6.6 Alleinerziehende unterstützen. Familien stärken
    6.7 Willkommenskultur für Neu- und Ungeborene

    Kultur, Sprache und Identität

    7.1 Deutsche Kultur, Sprache und Identität erhalten
    7.2 Deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus 47
    7.3 Die deutsche Sprache als Zentrum unserer Identität
    7.4 Kultur und Kunst von Einflussnahme der Parteien befreien
    7.5 Für eine zeitgemäße Medienpolitik: Rundfunkbeitrag abschaffen
    7.6 Der Islam im Spannungsverhältnis zu unserer Werteordnung
    7.6.1 Der Islam gehört nicht zu Deutschland
    7.6.2 Kritik am Islam muss erlaubt sein
    7.6.3 Auslandsfinanzierung von Moscheen beenden
    7.6.4 Keine öffentlich-rechtliche Körperschaft für
    islamische Organisationen
    7.6.5 Keine Vollverschleierung im öffentlichen Raum


    Blau= bin dafür
    Rot= bin dagegen
    Rest= ist bereits gelebte Realität, oder ich habe keine Meinung dazu, oder ich halte das für Worthülsen


    Liste ist nicht vollständig - Rest folgt später

  12. #87
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Danke. Ist ne gute Idee, sich hier mal dezidiert zu äußern. Meine +/0/- bekömmste bald.

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