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Thema: Notizen Oktober 2002

  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Notizen Oktober 2002

    Weiß nicht, warum der 3. Oktober "National"-Feiertag sein soll. Was war da? Außer dem traumatischen Erlebnis Kohls, der an diesem Tage einst eine Wahl gegen Schmidt verlor, meine erste Freundin Viktoria geboren wurde und ich mich an ein Fußball-Spiel Stuttgart gegen Dresden erinnern kann, fand da nichts statt, was in meinem Leben irgend eine Bedeutung hätte haben können. Ein Erntedankfest gab's 1972, woran ich mich noch erinnere.
    Wie wäre es mit dem 10. November? Da ist meine Tochter geboren, wurde den Menschen im Osten bewußt, daß die Mauer gefallen sein mußte (politische Bedeutung des Tages), wurden Schiller (literarische und ästhetische Bedeutung) und Martinus Luther geboren (der wichtigste Mann für die Herausbildung des modernen deutschen Wesens: Er sagte NEIN!; zudem würden durch Martinus? Tag auch die Katholen ins Boot geholt...) Da haben wir alles beisammen, was einen National-Feiertag ausmachen könnte. Statt dessen?


    Muß mich für die nächsten Tage entschuldigen. Spiele gerade Schach. Und das mache ich, wenn ich es mache, immer sehr intensiv. Außerdem lege ich Hand ans Manifest. Ich hab es, glaube ich.

  2. #2
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    AW: Notizen Oktober 2002

    Dann doch lieber der 9. November...
    Empfehle dir, als Weißer mal die Jagdvariante des Königsgambits zu erproben... War mal mein Favorit... Oder krieg ich da was durcheinander? Ist 40 Jahre her, dass ich Cassia verfiel und ihr diente wie Herakles der Omphale...

  3. #3
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    AW: Notizen Oktober 2002

    Wo ich quoth hier grad sehe...
    Wie anregend doch Lektüre sein kann:
    Lese etwas von lübscher Rotspon bei quoth, denke nach und an meine allererste Mann-Lektüre, Buddenbrooks und Rotspon. Wollte ich immer mal probieren...mache mich schlau und finde heraus, dass es zwei Sorten gibt: Hamburger und Lübecker Rotspon. Den Anspruch auf Originalität erheben wohl die Lübecker, nehme ich an, man müsste halt beide mal probieren bei Gelegenheit und Oktober ist ja ohnehin ein gut geeigneter Monat, um sich den vinifizierten Traubenprodukten sachte zu nähern.

  4. #4
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    Lightbulb AW: Notizen Oktober 2002

    Falls Du noch auf der Suche nach einer Bestelladresse sein solltest, Uisgeovid: http://www.tesdorpf.de/, dort freilich nur Katalogbestellung...
    Tesdorpf heißt in den Buddenbrooks "Kistenmaker", und dort gibt es den original Lübecker Rotspon (ein in den Travekellern gealterter Burgunder). Hamburger Rotspon, naja, die Hamburger ertragen es nicht, daß Lübeck irgendwas haben soll, was sie nicht haben... Bei Tesdorpf hat mein Großvater mütterlicherseits seine Lehre als Kellermeister absolviert... Sozusagen alter Weinadel...

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Notizen Oktober 2002

    Danke, lieber quoth. Habe mir auch schon die Angebote andrer Versender angeschaut. Im Moment neige ich dazu, mein erstes Geschmackserlebnis dieser Art eher mit einem Rotspon zu versuchen, der aus Bordeaux-Weinen zusammengesetzt ist und dann schau ich mal weiter...

  6. #6
    rodbertus
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    Post AW: Notizen Oktober 2002

    Sensationsfund in Aiud (Rumänien) (Link)


    Das bis heute mehr als rätselhafte "Objekt von Aiud" ist, auch wenn es zusammen mit Saurierknochen in zehn Metern Tiefe gefunden wurde, eindeutig als künstlich zu identifizieren - es stammt von Menschenhand!
    von Lars A. Fischinger


    Östlich der rumänischen Stadt Aiud wurden in etwa zehn Meter starken Ablagerungen des Flusses Mures drei kleine Objekte gefunden, von denen sich eines als ein rätselhafter Körper entpuppte.


    Zwei der Funde erwiesen sich als Knochen, aber eines, von der Form eines Beils, bestand aus Metall - aus Aluminium. Die zwei Knochenfragmente, so konnte schnell festgestellt werden, stammen von einem so genannten Mastodon, einer Art Elefant, die bereits vor rund einer Million Jahren ausgestorben ist.
    Das Objekt mit einer Länge von etwas über 20 Zentimetern ist von zwei Seiten her mit runden Bohrungen versehen, die sich im "Zentrum" des Körpers treffen. Außerdem hat es am Ende eine Art "Aufhängung", die an die Schaufel eines modernen Baggers erinnert.


    Der Körper wurde auch konkreten Analysen unterzogen, die unter anderem von Dr. I. Niederkorn am Institut für Forschung und Projektierung nichteisenhaltiger Erze und Metalle (ICPMMN) in Magurele vorgenommen wurden. Dabei ergab die Untersuchung, daß das Objekt eine Legierung war, die aus zwölf verschiedenen Elementen bestand. 89 Prozent - also der Hauptbestandteil - nahm hierbei Aluminium ein. Weiter konnten dem in dem seltsamen Objekt folgende Elemente nachgewiesen werden:


    6,2 % Kupfer
    2,84 % Silizium
    1,81 % Zink
    0,41 % Blei
    0,33 % Zinn
    0,2 % Zirkonium
    0,11 % Cadmium
    0,0024 % Nickel
    0,0023 % Kobalt
    0,0003 % Wismut
    0,0002 % Silber


    und Spuren von Galium.


    Gerade der Hauptbestandteil Aluminium gibt Rätsel auf. Aluminium wurde erstmals im Jahre 1825 von H.C. Oested entdeckt und wird erst seit dem Ende des letzten Jahrhunderts industriell gewonnen, da es durch enormen technischen Aufwand gewonnen werden muß. Dazu bedarf es Temperaturen von fast 1000 Grad Celsius, da Aluminium in der Natur ausschließlich in gebundener Form vorkommt. Doch das eigentliche Rätsel ist neben der Tatsache der künstlichen Herstellung und der Lage in zehn Metern Tiefe in nächster Nachbarschaft mit mindestens einer Million Jahre alten Knochen, daß der fragliche Körper von einer Oxydschicht überzogen ist, die über einen Millimeter stark sein soll. Aluminium jedoch ist dafür bekannt, daß es unter Einwirkung von Sauerstoff, also an der Luft, sehr schnell eine sehr, sehr dünne Oxydschicht bildet.


    Eine Oberflächenoxydschicht von über einen Millimeter Stärke ist nicht nur bisher unbekannt, sondern erfordert eine enorm lange Einwirkung von Sauerstoff auf den Körper. Im Klartext bedeutet dies, daß das Alter des "Objektes von Aiud" die Grenzen des Faßbaren zu sprengen scheint.


    Eine Karbon-Bestimmung zum Alter scheidet aus, da kein Kohlenstoff dabei ist.



    Will sich hier jemand interessant machen? Vielleicht geht's über Blei-Zerfalls-Bestimmung...

  7. #7
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    AW: Notizen Oktober 2002

    "ich hab da in kreta eine pyramide entdeckt, die ist mindestens 20.000 Jahre alt."


    Aluminium wurde erstmals im Jahre 1825 von H.C. Oested WIEDERentdeckt !!! von den Dumpfbacken des 19.Jh., die sich nach 1500 Jahren aus dem dunkelstem diktat des herren in rom zu emanzipieren suchten und langsam, langsam begannen wieder auf den alten stand zu kommen. vielleicht schaffen wir es ja in den nächsten 100 jahren.

  8. #8
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    AW: Notizen Oktober 2002

    gestern in "ttt", bericht über die buchmesse in bankfurt:
    eine autorin aus afghanistan (was sie treibt, und v.a. wer..., kann man sich vorstellen...) auf die frage, warum sie in frankfurt ist:
    sie suche die "GLOBALISIERUNG DER LITERATUR"-
    hört, hört, das ist doch mal ein wunderbares Zusammengefüge!!! -
    Das ist doch was fürs Manifest!
    Sagt ich doch schon: "Poeten aller Länder vereinigt Euch!"... -
    Soweit zur Globalisierung... - das Wetter!

  9. #9
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    Question AW: Notizen Oktober 2002

    Was ist nur mit der Ästhetik im letzten Jahrhundert geschehen? Man schaue sich einen durchschnittlichen alten Film an, vertiefe sich in die Absichten, nehme Abstand von den technischen, dramaturgischen und schauspielerischen Mängeln, nehme nur die Geschichte, den Spannungsbogen und vor allem das Gedankengebäude, die Moral, die Aussage, die Charakterisierung, die Nähe der Menschen zueinander, den Glauben, gesellschaftlich zueinander zu gehören... man nehme nur das und frage sich: Wie kamen die dazu, solche Phantasmagorien zu vermitteln? Und auch noch Erfolg damit zu haben?
    Die einfache Antwort lautet: weil es so war.
    Und was müssen wir verloren haben, daß wir zwar noch eine Ahnung davon haben, es verstehen, aber solche Filme einfach nicht mehr drehen, solche Bücher nicht mehr schreiben, in denen moralisch gehandelt wird!


    Moral: was ein Lebensmuster sein kann, das für alle gelten könnte

  10. #10
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    AW: Notizen Oktober 2002

    wozu moral? anders gefragt: auf welches fundament willst stellen du deine moral, rodebertus?


    nicht in erster linie die moral, es ist die ethik, die vorderhand scheitert. seit gott tot, ist es schwieriger geworden, die moral auf irgendeinen grund zu stellen. also regeln wir unser zusammenleben mit gesetzen -das ist unsere moral, eine schriftlich fixierte, 'äusserliche' moral. schade dabei, dass diese nicht verinnerlicht wird bzw. werden kann.


    im übrigen sympathisiere ich ja nach wie vor mit kants kategorischem imperativ...


    Mr. Jones

  11. #11
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    AW: Notizen Oktober 2002

    Vorhin, auf dem Weg durch mein Dorf, ging vor mir ein Lindensamen nieder. Gar lustig flog die kleine Kuller mit ihrem Fallschirm-Blatt durch den Wind, tanzte auf und ab, daß es eine Freude war.
    Um auf dem Bürgersteig aus Beton zu landen.

    Blöde Pflanzen.

  12. #12
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    AW: Notizen Oktober 2002

    der sturm hat mir heute mein schlafzimmerfenster zertrümmert.


    st. pauli auf einem abstiegsplatz in der zweiten liga.


    keine frau wärmt mir das bett.


    das forum schließt bald.


    mein kontoauszug sieht scheiße aus.


    der herbst ist trüb und ungestüm.


    aber sonst, sonst geht's mir prima...

  13. #13
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Notizen Oktober 2002

    der sturm hat mir heute mein schlafzimmerfenster zertrümmert.

    bei uns drückt der sturm das fenster dauernd auf!!! scheisse


    st. pauli auf einem abstiegsplatz in der zweiten liga.
    -naja


    keine frau wärmt mir das bett.
    -naja

    das forum schließt bald.
    -schade...


    mein kontoauszug sieht scheiße aus.
    -mein kontoauszug sieht scheiße aus.


    der herbst ist trüb und ungestüm.
    -der herbst ist trüb und ungestüm.




    aber sonst, sonst geht`s mir prima...
    -glück gehabt... mir gehts langsam wieder besser...

  14. #14
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Notizen Oktober 2002

    Schach erfordert stets volle Konzentration, was auch sonst. Wer verliert schon gerne? Ich grübel selbst noch über eine Entgegnung, schätze die Partie ist verloren.


    Gruss
    Trist

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