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Thema: Abschiedsworte

  1. #126
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Letztes Gedicht II

    ...ja, Mr. Jones, das nenn ich ein Gedicht. Ich wollte, es wäre von mir.

  2. #127
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Letztes Gedicht II

    In meinem Beispiel bin ich nicht die Kassiererin und nicht das Ich. Ich bin derjenige, der den Preis des Käses gemacht hat, der im Regal liegt und gekauft werden möchte. Das Ich bist Du, die Kassiererin ist, sagen wir, der Vertrag. Sie händelt zwischen Dir und mir. Sie steht nicht zur Disposition. Aber wie das mit allen Kassiererinnen dieser Welt ist, sie stehen eben doch zur Disposition und sind das schwächste Glied in der Kette.
    Ich stehe am Eingang und sage dann, nachdem Du den Preis von 2,13 Euro bezahltest: "Lieber Kunde Jonathan! Ich kann Dir ein größeres und fetteres Stück Käse für Deinen Preis geben, denn ich habe im letzten Jahr gute Geschäfte gemacht." Vielleicht aber sage ich auch gar nichts und ziehe den Schwanz ein. Das Nichtssagen bedeutet dann. "Lieber Kunde Jonathan! Ich muß den Laden dichtmachen, weil zu wenige Kunden bereit waren, 2,13 Euro für meinen Käse auszugeben. Das ist aber mein Preis, von dem ich nicht abgehe. Da mach ich lieber dicht, als mich zu weit zu beugen." Und dann gehen wir wahrscheinlich beide traurig auseinander.
    Ich muß schließen, weil ich zu dumm war, auch nur einen Cent nachzugeben, Du, weil Du arm oder eitel oder uneinsichtig warst und jetzt darauf hoffst, daß sich in Deiner Wohnungsnähe bald ein neues Lädchen an die Kunden wagen will.
    Und so ist es jetzt eben auch gekommen.
    Glücklicherweise ist das Internet voll von literarischen Bedürfnisanstalten.


    Also, keine lange Zeremonien mehr. Laß es Dir andernorts besser ergehen! Und jetzt pack Dich!

  3. #128
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Letztes Gedicht II

    lester, auch dir, gerade dir: vielen herzlichen dank für deine worte!


    (und rodebertus: falsch. denn ich, ich hab den preis des käses gemacht, selbstverständlich. schliesslich bin ganz offensichtlich ich es, der hier überhaupt was hat, vielleicht also auch zu verkaufen hat: meinen käse, meine sinngebung. du? du bist derjenige, der den wert davon nicht kennt. und jetzt, mein guter: pack dich!)


    Mr. Jones

    überarbeitete fassung:


    heimweg




    _____________________




    sieh,
    die schwarzen jahreszeitenvögel
    fliegen auf,
    denn der wind, der wind hat gedreht:
    ans ende der sprache
    fernweht er mich
    und niemand weiss etwas darüber.


    was solls dir auch sagen,
    dass regen fiel in den brunnen,
    dass unter zeitlosen bäumen
    die welt
    beschlossne sache ist
    und ich wieder und wieder vergesse,
    damit ich dran denken kann
    immerfort


    und bloss fort von hier,
    sehr langsam,
    aber gewiss
    wandelt sich unter meinen schritten
    der heimweg


    als gäbe es ein anderswo
    in meinem ich liebe dich,
    in meinem spiegel
    aller himmelsrichtungen,
    hier brech ich keiner liebe steinbruch
    ein versprechen.


    aber sieh doch,
    sieh die wolken sich verschlingen!


    ________________________


    Mr. Jones, Juni 2003

  4. #129
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Letztes Gedicht II

    Lieber Mister Jones,


    Wo du weiterhin zu lesen sein wirst teil mir doch bitte mit. Mich würde es freuen, wenn ihr euch einigen könntet. Ich werde den Verdacht nicht los, dass hier ein Mißverständnis zu Grunde liegt. Ich werde deine Sicht auf die Dinge und deine Beiträge vermissen.


    Wert. Ein Wort über das ausführlicher gesprochen werden sollte, wie ich finde.


    Lieben Gruß von
    Trist

  5. #130
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Abschiedsworte

    erstellt von Jonathan: und jetzt, mein guter: pack dich!

    Wenn Du mir so kommst, dann kannst Du auch bleiben.


    Trist: Keine Mißverständnisse. Nur die von mir so gehaßt-geliebten Grundsatzdiskussionen, denen ich doch längst entwachsen sein sollte. Ein reinigendes Gewitter, in jeder Sozialform ab und zu notwendig, damit keiner einschläft.
    Und dann will ich mich nun mal der eigentlichen Arbeit widmen. Auch Dir.

  6. #131
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Es reicht!

    Seit wann dreht sich das Rad der Welten an der Vernunft?


    Schaut doch nur wach hin, was Vernunft in dieser Welt bewirkt! Regeln und Gefangenschaft. Aber "hochvernünftig", sogar argumentierbar. Vernunft scheuert wund.


    Ist es nicht gerade die Unvernunft, die Abenteurer die weißen Flecken auf der Landkarte der Erde und des Bewusstseins zugleich finden lässt?


    Ist es nicht nur die Unvernunft, die uns zu dem treibt, das Grossartige, das nicht-für-möglich-Gehaltene so stark zu visionieren, dass sich die Wirklichkeit mal wieder verändert?


    Würde ich mich von der Vernunft steuern lassen, so hätte ich niemals die Göttin und Kaiserin in mir entdeckt! Nur die Frau an sich in mir hätte dann die Oberhand über das bisschen Leben gewonnen. Armselig. Sündig, angesichts des Potentials, dass erst durch die Unvernünft geweckt werden kann.


    Verlasst eure Sicherheitszonen! Sie sind nur lächerlich... und ein Umweg allemal.
    Keiner kommt früher oder später an der Unvernunft vorbei.


    Ich weigere mich, vernünftig zu sein!

  7. #132
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    AW: Abschiedsworte

    Hallo Mr. Jones, hallo Robert,


    ich glaube das Mißverständnis liegt wirklich beim Geld. Ein kleiner Verlag ist wie eine kleine Galerie, sie kann junge Künstler nur in geringer Zahl vertreten und ihnen auch keine Ankaufsgarantien geben. Wenn etwas verkauft wird, wird der Betrag geteilt - eventuell nach Abzug der Kosten. Ein kleiner Verlag kann nur versuchen Dir Öffentlichkeit zu bieten. Bei einem großen Verlag, der eine Mischkalkulation hat, kannst Du auf ein Honorar bestehen. Die Anerkennung Deiner Arbeit erfolgt bei einem kleinen Verlag nicht über das Geld. Kann nicht darüber erfolgen, sondern in dem Bemühen etwas zusammen auf die Beine zu stellen. Die Entscheidung liegt beim Künstler, glaubt er an den Verlag- die Galerie - oder nicht. Ein großer Verlag gibt Dir vielleicht ein Honorar, aber er ist kaum bereit, so viel Arbeit zu investieren. Mr. Jones, es ist eigentlich nur Deine Entscheidung, ob Du an diesen Verlag glaubst. Ich persönlich würde Dir da nie einen Rat geben, das muß jeder für sich entscheiden. Vielleicht wird der Verlag einmal groß - und Du mit ihm - oder er geht unter, wie so viele kleine Unternehmen - und Du wirst damit auch ins Trudeln kommen.
    Ich habe aber nie zu den Menschen gehört, die sich in einem kleinen Fachgeschäft beraten lassen, um dann das Produkt im Kaufhaus zu kaufen. Ich bin bereit, für die Beratung zu bezahlen.


    Grüße


    Kyra

  8. #133
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    AW: Es reicht!

    Lieber Hannemann,


    ich denke Dein Austritt ist sicher - aus mir unbekannten Gründen - gerechtfertigt. Aber ich bemerke bei Dir in letzter Zeit einen starken Drang die Schreibstube zu verlassen und das pralle Leben zu kosten. Das ist auch gut so. Vielleicht kommst Du zurück, wenn Du wieder Lust hast, die Lust zu Papier zu bringen. Es war schön Dich kennengelernt zu haben.


    Viele Grüße


    Kyra

  9. #134
    rodbertus
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    AW: Abschiedsworte

    Ich rede nicht gern über ungelegte Eier. Aber Dein Versuch einer Vermittlung, Kyra, ehrt Dich. Er ist hier konkret überflüssig, prinzipiell allerdings von größtem Wert. Dafür dank ich Dir.

  10. #135
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Es reicht!

    Hallo?
    Werden hier ernsthaft Austritte wegen Robert und seiner Art getätigt? Langsam verstehe ich die Welt nicht mehr. Oder ist es die Sonne? Erstaunlich, daß bei den Meistern des Wortes die persönliche Eitelkeit und Selbstverliebtheit auf allen Seiten so groß sein kann. Ein bissel mehr Gelassenheit wäre schon toll, obwohl dieser Wunsch ja so neu nun auch wieder nicht ist.
    Hach.
    Kommt mal wieder runter, OK?

  11. #136
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    AW: Abschiedsworte

    Warum ist es eigentlich immer so vorhersehbar, daß man (Lebens)Künstlern nicht und nie die Beschäftigung mit Gelddingen überlassen sollte? Kommt nüscht bei raus, ehrlich.
    Wenn Ihr nicht (ver)handeln könnt und hinter jedem Gebot, das Euch nicht paßt, eine ehrenrührige Handlung vermutet, dann habt Ihr eine gehörige Macke.
    Was denn bei einigen hier so neu nun wieder auch nicht ist, oder?

  12. #137
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    AW: Abschiedsworte

    Ich weiß zwar nicht ganz genau, worum's geht, aber ich habe trotzdem (wie immer) eine Meinung dazu.


    Wenn ein Verlag (sei er nun groß oder klein) lektoriert, dann sollte er das m. E. nur deshalb tun, damit das Produkt (der Text) verbessert wird. Davon profitiert zwar auch der Autor (der etwas lernt), vor allem aber der Verlag selbst, denn er hat etwas Besseres/Verbessertes anzubieten.


    Ich selbst würde unter keinen Umständen für ein Lektorat etwas bezahlen, nicht, weil ich die Leistung des Lektors geringschätze, sondern weil es eine Frage der Ehre ist.


    Im Grunde gibt es bezgl. des Lektorates ja nur zwei Möglichkeiten:


    1. ein Text ist schlecht, dann rettet ihn das Lektorat auch nicht mehr.
    2. ein Text ist gut, weist aber geringfügige Mängel auf, die ein Lektorat beheben könnte.


    Im Fall 1 ist das Geld rausgeschmissen, im Fall 2 hat der Autor die Hauptleistung (guter Text) erbracht, nicht der Lektor.


    Ein Autor, der einen Lektor bezahlt, ist ein Depp, denn jeder weiß, daß im Kleinverlagsbereich kaum Geld über den Buchverkauf hereinkommt.


    Meiner Ansicht nach ist es bereits ein Zugeständnis, wenn ein Autor das Lektorat oder Teile davon überhaupt annimmt und seine Texte entsprechend ändert. Der Autor ist der Schöpfer, der Lektor nur ein Handwerker, das wird gern vergessen ...


    Aus dem gleichen Grund lehne ich auch die Monatsgebühr ab, obwohl ich nichts gegen hilfreiche Kommentare zu meinen Texten hätte.


    Gruß
    K.

  13. #138
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    AW: Abschiedsworte

    Der Autor ist der Schöpfer, der Lektor nur ein Handwerker, das wird gern vergessen ...




    und warum soll ein Handwerker umsonst für Dich arbeiten? Weil Du so schön bist? Weil er sich vor Wonne beim Lesen Deiner Texte einen runterholen kann? Weil er sich einfach nur geehrt fühlen soll, dass Du ihm eine unstrukturierte Geschichte vorsetzt? Weil er heimlich dafür Deine Frau fickt?
    Weil er einfach nur blöd ist, und sich gerne von arroganten Autoren ausnehmen lässt?
    Ein guter Lektor werde ich jedenfalls genauso wenig wie Du ein guter Autor.
    Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen (was Dich angeht Herr Schöpfer).




    Kyra

  14. #139
    pjesma
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    AW: Abschiedsworte

    also ein guter lektor ist gold wert.


    wäre die bigamie in deutschland erlaubt, hätt ich direkt einen geheiratet, so dass er immer dabei ist wenn ich schreibe. einen ganz alten aber

  15. #140
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    AW: Abschiedsworte

    Behle, Du willst jetzt nicht wirklich, daß Dir das irgend einer erklärt, oder? Wenn jemand austritt, wird er seine Gründe haben. Will ich jemanden ernst nehmen, so respektiere ich das. Bei manchen ist es mir wichtig, daß sie bleiben, da kämpfe ich dann noch ein bißchen, aber nicht zuviel, schließlich dränge ich mich nicht auf. Wer hier herkömmt, der weiß, daß ich kein Blatt vor den Mund nehme. Und das sage ich gleich zu Anfang. Es ist wie beim Autohändler, der Dir zuerst die schadhaften Stellen am Auto zeigt. Kaufst Du es dennoch, kannst Du es nicht später zurückbringen und sagen: "Also, das Auto hat die und die Macke."


    Mr. Jones sollte nie etwas bezahlen. Das Agreement sah vor, daß wir beide uns an seinem Lessing-Text versuchen. Sollte der recht unwahrscheinliche Fall eingetreten sein, daß wir beide mit der Arbeit zufrieden gewesen wären (im Sinne eines im Deutschen kaum ausdrückbaren vollendeten konjunktivischen Futurs - wir würden es zufrieden gewesen sein, oder so), so hatten wir ausgemacht, den Text in der Sammlung Gegenwartsliteratur zu publizieren. Das setzt seine Unterschrift unter einen Verlagsvertrag voraus. Der Verlagsvertrag ist ein Standardvertrag, der zwischen dem deutschen Buchhandel und der Autorengewerkschaft ausgehandelt wurde und den wir unseren Autoren standardmäßig aushändigen. Einzelne Passagen davon können nachverhandelt werden, das Grundgerüst allerdings sollte zu beiderseitigem Vorteil beibehalten werden, schließlich ist dieses Vertragsformular schon ein Kompromiß zwischen den Interessen der Autoren und der Verlage. Wir haben die Besonderheit, daß wir den Autoren kein Geld für unsere Arbeit abnehmen, sondern die KOMMENDEN EINNAHMEN mit dem GEGENWÄRTIGEN Aufwand (das sind u.a. Lekoratskosten und Druckkosten) durch den Verlag verrechnen. Das bedeutet, wir strecken alle Ausgaben erst einmal vor, bevor wir sie mit dem begleichen, was hereinkommt. Der Autor jedenfalls zahlt bei uns nichts. Das ist Prinzip. - Entweder hat Jonathan das nicht begriffen oder er will es nicht begreifen. In beiden Fällen ist das unannehmbar.


    Mr. Jones nun seinerseits nahm zwar die Arbeit, wollte dann aber ca. 312 Verbesserungen des Vertrages. Das geht nicht. Ich könnte jetzt ein Gleichnis bringen, denke aber, daß das jeder versteht, daß man nicht vorher sagen kann JA, nach dem eigentlichen Handschlag dann aber JA, ABER...


    Und, Kassandra, von Seiner Art habe ich langsam genug. Kommen, mosern und zumeist beleidigt wieder abziehen, weil die eigenen texte nicht die Würdigung empfingen, die MAN sich selbst verdient zu haben glaubt. Such Er sich eine andere Spielwiese.

  16. #141
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Monatsbeitrag Mai 2003

    Ein ganz lieber Freund hat mir gerade eben zu diesem Thema hier gesagt, es gäbe viele Wahrheiten. Ich selber hab hier meistens nur gelesen und war selten einmal Gast, wenn auch unregistriert.
    Oft habe ich mich über den Ton hier gewundert aber jetzt verstehe ich wohl gar nichts mehr. Warum müßt Ihr eigentlich die Anderen ständig anfeinden und runter machen? Ich weiss schon, Ihr sagt mir jetzt wieder, dass sei doch alles gar nicht so und das ich keine Ahnung habe. Vermutlich werde ich dann auch noch gleich zum Gehen aufgefordert.
    Glaubt Ihr denn ernsthaft das dieses Forum hier etwas besonderes sei? Das was hier wirklich und zwar häufig ins Auge sticht sind die Sticheleien etc.
    Zart beseitet sein darf man hier wohl wirklich nicht. Aber warum ist es denn bitte so schwer, einander mit Achtung zu begegnen?
    Dem Robert rate ich, sein Forum gänzlich für Mitglieder zu öffnen, dann bleibt ihm eine Menge Arbeit und Ärger und vielleicht auch Schmerz erspart.
    Ich gucke seit etwa zwei Jahren ab und an hier herein und ich habe häufig erlebt, wie unerfahrene Neulinge fertig gemacht und vergrault wurden. Sagt jetzt nicht, dass sei nicht so. Mit einigen davon stehe ich noch heute in Kontakt. Sie haben hier keine Lobhudelei erwartet aber Eure Kommentare waren oftmals nicht mehr sachlich.
    Wie dem auch sei. Das Forum hier war für mich nie der richtige Platz und somit werde ich mich mal wieder den wirklich wichtigen Dingen des Lebens widmen.

  17. #142
    Tochter des Hauses
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    AW: Monatsbeitrag Mai 2003

    Liebes Sternchen!
    Ich -die Tochter- spreche jetzt einmal im Namen meines Vaters.
    du weißt ja, was dir mein Vater an den Kopf knallen würde, oder wie du es sagst, wie er dich "runtermachen" würde.
    Es ist traurig, dass sich Menschen immer streiten müssen und was ich hier lese, bedrückt mich auch.
    Klar, wieso kriegen sie sich nicht ein, wieso müssen sie sich bekriegen.
    Es stimmt, hier herrscht ein rauher Ton und dieser hat schlechte Seiten.
    doch jeder hat hier immernoch eine gewisse achtung voreinander. das merkt man auch, wenn wir feste veranstalten und die autoren dann zusammenkommen.


    Und was wäre, wenn wir jeden hier mit verlogenen Willkommensgrüßen empfangen würden? Würdest du dich dabei wohlfühlen?
    Ich glaube, es würden sich viele Idioten in diesem Forum einnisten und dann hätten wir es nur noch mit scheinheiligen zu tun, die irgendwelchen scheiß reinschreiben und man hat überhaupt keine Lust mehr irgendwas gutes zu schreiben, kommen ja sowieso nur blöde kommentare.
    Andererseits ist es auch nicht gut, wenn gar keiner mehr was schreibt, nur weil er sich nicht traut.
    Man muss also das geeignete Zwischenmaß finden.
    nur find das mal, zumal es sich mein vater häufig viel zu schwer macht und sich nicht richtig ausdrücken kann.


    du hast geschrieben, die meisten neulinge werden hier runtergemacht.
    klar manchmal ist das maß voll, aber findest du nicht, dass ein schriftsteller zu seinem text stehen sollte und ein bisschen kritik abkönnen müsste?
    wo anders läuft das auch nicht viel besser. wenn einem verlag dein text nicht gefällt wird er auch gnadenlos zurückgeschickt.
    da wird nicht viel auf dich geachtet.


    außerdem stell dir das hier mal vor, alle sagen:
    "naja, dein text ach ich weiß nicht, vielleicht dies vielleicht das, ach ich weiß doch auch nicht, ............"
    das ist doch grauenhaft!
    was hast du da als schrifsteller von?!
    außerdem entsteht dann so eine verlogene Stimmung im Forum und die ist nicht gut.
    Wenn einem dein text nicht gefällt, wird hier eben gesagt "scheiß text"!
    ok, dann musst du einen besseren text schreiben.
    (so steigert sich auch der wert deiner texte)
    ich glaube jeder autor hat hier ein paar wichtige dinge in sachen textschreiben gelernt!


    Falls du auch denkst, für meinen vater wäre das forum ein einziger spielplatz.
    so ist es nicht.
    mein vater macht sich wirklich viel arbeit mit diesem forum und er denkt auch über vieles nach, und wenn leute eine einschätzung über ihren text haben wollen, dann bekommen sie eine gute.


    ich denke irgendwo haben wir beide ein bisschen recht, oder?
    und wir dürfen nicht vergessen, dass sich menschen nunmal streiten. es passen eben nicht alle zusammen.


    also, wir alle reißen uns jetzt zusammen, sind "etwas" freundlicher zueinander, aber wir dürfen nicht verlogen werden.


    bis dann,
    charly


    P.s.: wenn neulinge wichtige kritik an uns haben, sollten sie bitte zu uns kommen und nicht zu dir!

  18. #143
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Monatsbeitrag Mai 2003

    Liebe Charly,
    in gewissem Sinne hast Du sicher recht. Wie mein Freund schon sagte: Es gibt viele Wahrheiten.
    Und wenn Du sagst, die Neulinge, die Kritik üben wollten sollen zu Euch kommen und nicht zu mir, dann hast Du auch recht. Meine Freunde jedenfalls haben das auch getan und wurden nicht minder angemacht und das hatte dann alles nichts mehr aber absolut nichts mehr mit den texten zu tun.
    Aber egal. Es ist Vergangenheit. Ich hatte einfach mal das Bedürfnis, als Aussenstehende meine Gedanken hier niederzuschreiben.
    Ich mag Deinen Dad eigentlich. Und irgendwie macht er auf mich in letzter Zeit einen sehr unausgeglichenen Eindruck.
    Das aber ist nur mein ganz subjektives und bescheidenes Emfpinden.
    Klar muss ein Autor ertragen, wenn man ihm sagt, sein Text sei SCHEISSE.
    Aber man muss ja nicht gleich verletzend und persönlich werden. Nimm es mir bitte nicht übel aber genau das macht Dein werter Vater manchmal.
    Sicher haben wir alle unsere Hochs und Tiefs. Ich will ja hier auch in keinster Weise über irgendwen urteilen.
    Auf alle Fälle finde ich es schön, dass Du zu Deinem Vater stehst.
    Mir ginge es am A.... vorbei, wenn Dein Vater mich hier in derben Ton anspräche. Er kennt mich nicht und ich kenne ihn nicht.
    Aber dennoch denke ich, dass auch ein Verleger und Forumsleiter seinen Ton ein wenig überdenken sollte. Auch solcher darf sich einfach nicht alles leisten.
    Und scheinheilige Begrüssungen sind auch nicht das wahre. Aber was spricht dagegen, Neue herzlich oder zumindest freundlich willkommen zu heissen?
    Darüber und über die vielen WENNS und ABERS liesse sich sicher lange philosophieren und es würde vermutlich oder trauriger weise zu nichts führen.
    Jedenfalls kann die Hackordnung auch nicht die Lösung sein. Ich reagiere für meinen Teil durchaus, wenn man sachlich mit mir diskutiert.
    Und sollte ein Verleger nicht auch sachlich sein? Vielleicht ist Dein Dad ja stolz darauf, so gehasst zu werden oder bei vielen als ... sagen wir mal merkwürdig ... weil ich hier niemand verletzen möchte, gehalten zu werden.
    Wie auch immer. Ich wünsche hier jedem Einzelnen, dass er seinen Weg finden mag. Denn niemand muss in Deinen Schuhen gehen oder in denen von Robert oder mir.
    Aber ein wenig mehr Respekt voreinander schadet niemand.
    In diesem Sinne ...
    Herzliche Grüße

  19. #144
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    21

    AW: Abschiedsworte

    Ich kugele gerade Kirschen durch Zucker und versenke sie danach in Rum. Im späten Herbst - nebelverhangene Suizid-Zeit im Forum - gut gegen geistige Verstopfung und grippale Infekte. Während des Rum-Kugelns sinniere ich so vor mich hin:


    Robert sagt, während der zwei Monate, in denen ich das Forum fast alleine geführt - wußte gar nichts von der Ehre - wäre der Leserzugriff um 50 Prozent gesunken. Ich staune: Was, sooo viel? Ich dachte wahrhaft, es wäre nur die Hälfte. Und selbst die wollte nur von Robert lesen, wie es ihm so gehe und warum sein Liebesleben derart leide. Die Nation litt mit bei seinem Samenstau. In meiner Sorge - weiß, wie schmerzhaft das ist - fühlte ich mich fast verpflichtet, ihm einen 6er-Pack Eintrittskarten für ein Machdeburger Puff zu schenken... Grundausstattung Missionarsstellung, irgendwie passend.


    Robert sagt, er hätte mich nicht rausgeschmissen, weil... Ich behaupte, Mann schmeißt mich nicht raus, bin wie Obi wan Kenobi oder so ähnlich, weiser Ritter aus dem Krieg der Sterne, habe die Macht. Ich gehe freiwillig oder kaufe.


    In letzter schwüler Nacht sagte Robert aber auch, wie lieb er mich hätte und ich könnte zukünftig im Forum schalten und walten, wie ich wolle. Er würde mich sogar nach Kräften unterstützen. Toll, SUPER, ich nehme an... unter einer Bedingung: Ich erhalte den Titel "Heiliger Pförtner". Berechtigt, denn ich bin das Tor (oder der?), an dem ALLE vorbei. Ich verspreche dafür: gütig, gerecht und weise vorzuschlagen, wer sich um höhere Weihen bemühen sollte. Im Zweifelsfall wird Milde mein Urteil gestalten.


    Der Ton ändert sich nicht! Nenne ich jemand eine Pinselsau, ist er es auch in jenem Moment, sein Schwänzchen kreist. Habe aber auch nichts dagegen, wenn Frau oder Mann mich einen Helden nennt, weil ich aufgestanden und das Banner ergriffen.


    Anderes wird sich ändern: Spruchreif sei eure Liebeslaube und gleichzeitig Sorgeneck, wo Schmerz und Noth kein Geboth. Das reimt sich, sollte es auch, letztendlich haben wir uns versammelt, Literatur zu gestalten. Aus diesem kühlen Wiesengrund werde ich erneut einen Wettbewerb ins Leben setzen, dessen Rufen (durch einmalige Preise wie von mir kreierte Mammalarde oder 14 Tage Urlaub in Sibirien unwiderstehlich gefördert... Schwachfug, im Osten nichts Neues... aber immerhin) selbst den schnauzbärtigen Pfeifenraucher hinter den Ofen locken. Dreht sich Robert mit seinem Angebot nicht wieder wie die kreischende Wetterfahne auf meinem Dach, werde ich mit ihm und den geschätzten Herren Moderatoren strengste Auswahlkriterien festlegen und diese über Rundfunk, Fernsehn und BILD durch alle Lande verbreiten. Versuchen? Und ich verspreche: ES WIRD DAS VERKAUFBARE BUCH! Schließlich sollte Jedermann eins haben. Erscheint es nicht im angeschlossenen Verlag, habe ich einen anderen, der unwahrscheinlich interessiert.
    Thema wird noch nicht verraten, doch es steht. Auch wenn ein Guter verkündete, daß ein vorgegebenes Thema den Schriftsteller in seiner Kreativität beeinträchtigt, dieses, meiniges, ist Hammer.


    Wie war ich ? Gut! Reden wir bitte drüber... um der Höflichkeit auch ein Wort zu schenken

  20. #145
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Abschiedsworte

    Lieber Pförtner,


    ich habe ein paar kleinmütige Fragen:
    Ein Wettbewerb? Schon wieder? Wollen wir nicht erst das Brunnenbuch machen? Was ist mit Schiller (ich habe da nen janz famoosen Text jeschrieben)?


    Aber meinetwegen, da ich den Wettbewerb ja doch wieder gewinne.


    Gruß, Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  21. #146
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    AW: Monatsbeitrag Mai 2003

    tja..wer nicht für den diktator ist,der ist gegen ihn und plant schon die revolte......
    robert....du bist ein arroganter sturer und obendrein auch noch eingebildeter fatzke. der wenig versteht. wenig von literatur und noch weniger von menschen.auch dein lexikon der fremdwörter hilft dir da nicht weiter.......
    wenn jemand ein fuhrunternehmen hat,dann weiß er noch lange nicht,wie man einen 20 tonner bewegt......

  22. #147
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Abschiedsworte

    in schwallhalla tun sich abründe auf. die fassade bröckelt und die stützenden mauern sind eingerissen.
    vielleicht kommt etwas anderes. DAS hier kommt nie wieder.es war bewährt und gut. robieleinchen will mal wieder zu viel. oder besser gesagt alles. nur die gefestigten literaten sind seiner würdig....armes hascherl....
    robert..... du hast deiner seite den dolchstoss versetzt und dir und deinem (zweifelhaften) ruf geschadet.
    wahrscheinlich münzt du private probleme in wut und blinden aktivismus um.....
    irgendwann werden sich auch deine augen mal wieder öffnen. dann wirst du sehen,was du angerichtet hast. auch uis, klammer und hannemann.... es gibt immer eine gerechtigkeit auf erden.glaub mir.
    gruß... decariot

  23. #148
    Administrator
    Registriert seit
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    258
    Renommee-Modifikator
    22

    AW: Abschiedsworte

    Den Titel Deiner Wahl kann und darf ich Dir nicht verleihen. Ich weiß auch nicht, was Du annimmst, wertester H.
    Meine Hilfe?
    Ich unterstütze Dich, nicht aber unbedingt Deine Projekte. Diesen feinen Unterschied bitte ich zu bedenken. Du wirst es sicherlich aber auch verstehen, daß ich in meinem Forum nicht unbedingt das Projekt eines fremden Verlags unterstützen werde. Das würde ich nur, wenn im Gegenzug dieser Verlag ein Projekt von uns unterstützte. Ich sage das vorsichtshalber, damit Du nicht mit Siebenmeilenstiefeln losziehst und Dich dann kurz vor dem Ziel wunderst, daß ich alles löschte. Deshalb empfehle ich Dir die Einrichtung eines eigenen Forums. Das gibt es bei boardy kostenlos. Dort kannst Du Deine Projekte jederzeit verwirklichen. Ich würde Dir dann auch helfen können. Kostenlos selbstverständlich, weil ich Dir ja mein Wort gab, daß ich Dich unterstützen würde. Man könnte einen oder zwei Tage auch alle Besucher von www.vonwolkenstein.de per Link in Dein Forum leiten, damit sie sich dort einrichten... (Da fallen mir schon noch ein paar geeignete Hilfen ein.) Das klingt nach Rauswurf, einem sanften, ist aber nicht so gemeint. Du solltest begreifen, daß Du nur ein Mitglied bist, eines von mehreren. Du gehörst nicht zum Verlag und bist kein Vorstand des Forums. Also solltest Du Dich ein wenig zurücknehmen, an Deinen Texten arbeiten und private Treffen auch privat absprechen, nicht hier öffentlich im Forum. Mitglied bedeutet, daß Deine Texte von mir oder den Moderatoren des Forums, mindestens einem, besprochen werden, daß Du Dich an den Abstimmungen beteiligst und zu gegebener Zeit darüber bestimmst, welche Projekte im Forum durchgeführt werden, auch, welche texte eines Wettbewerbs letztlich in einem Buch versammelt werden.

  24. #149
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: Abschiedsworte

    Ich habe hier mehrere Ordner zusammengefaßt, die sich alle um ein und dasselbe Thema rankten: Austritt. Mein Manifest, Elitarismus oder ähnliche Gründe wurden genannt.
    Aus heutiger Sicht betrachte ich diese Ereignisse von seinerzeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das lachende Auge ist erfreut über die Klarheit, die mit Trennungen immer einhergeht. Meist sind Trennungsgründe ja nur vorgeschoben. Außerdem lacht es über die hanebüchene Begründung, da sich über einen Text mokiert wird, der von den Betreffenden entweder nicht gelesen oder nicht verstanden wurde. Aber damit bin ich schon beim weinenden Auge: Wenn jemand ein Manifest schreibt, muß er sich so ausdrücken, daß er verstanden wird. Und dieser jemand, ich, konnte das offenbar nicht. Damit ist so ein Manifest was für die Tonne. Bedauerlich. Und nun wieder das lachende Auge: Ich habe doch tatsächlich seinerzeit kein schlechtes Auge für die Entwicklungen gehabt, deren Folgen heute augenscheinlich sind. Was mich aber wieder zum weinenden Auge bringt: Na und? Wer Dinge sieht, kommende, vergangene, nichts aber dagegen tut, der ist doch bestenfalls ein Scharlatan. Die Jacke werde ich mir dann doch anziehen müssen.

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