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Thema: Nichts

  1. #51
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Nichts

    Das ist der entscheidende Gedanke, Till, daß wir das Nichts nicht denken können. Daher ist unsere Bestimmung der Entstehung aus dem Nichts auch so schwer, möchte sagen, unmöglich. Aber die Vorstellung, es sei IMMER schon alles dagewesen, würde sich also nur in unterschiedlichen Formen zusammenfinden und wieder trennen, ist genauso abenteuerlich für unseren Verstand. Ein IMMER kann der nämlich nicht denken. Doch wenn itzt jemand behaupten möchte, die Wahrheit läge dazwischen, dann muß ich doch fragen, wo dieses Dazwischen genau liegen soll.
    Daß wir von daher spekulieren, ist schön. Es ist menschlich. Was wir uns nicht erklären können, das bepacken wir mit Spekulationen. Ich glaube, wir würden aufhören, Menschen zu sein, wenn irgendwer irgendwann eine exakte Definition des Nichts in den Kontext unseres Seins stellen könnte. Fundamentalontologie.

  2. #52
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Nichts

    Intuitiv geht man davon aus, dass das Nichts als Zustand plausibler sei als Etwas. Und doch gibt es die Welt. Also muss man davon ausgehen, dass es das Nichts nie gab. Denn hätte es das Nichts mal gegeben, dann wäre immer noch Nichts. Aus Nichts entsteht nichts.

  3. #53
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Nichts

    Stand am Anfang das Nichts...ist alles Ist aus dem Nichts entstanden...somit müsste beim Verschwinden von allem Ist wieder Nichts entstehen. Wie aber sollte ohne bio-chemische Prozesse oder physikalische Ereignisse, an deren Ende immer eine Form von Materie übrig bleibt, alles verschwinden können? Selbst bei der Umkehrung des Urknalles müsste noch was übrig bleiben. Nichts läge auf jeden Fall ausserhalb unserer Wahrnehmung, denn solange wir eine Wahrnehmung besitzen, kann nicht Nichts sein. Die Frage nach dem Nichts ist eine...die sich nur ein Lebewesen stellen kann, doch ist das Leben eher ein kosmischer Unfall. Also eine Frage, die nicht wirklich jemanden interessiert...ausser denjenigen, der sie stellt. Der eigene Tod ist so gut wie Nichts - und das sollte doch reichen.

  4. #54
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Nichts

    Am 22 November verstarb Ludger Lütkehaus. Er war der Philosoph, der sich mit dem Nichts am gründlichsten auseinandergesetzt hat.
    https://www.deutschlandfunkkultur.de...b722aec10f.pdf

  5. #55
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    AW: Nichts

    Danke für den link.

    Meine Lieblingsantwort auf die Frage, warum nicht nichts sei, sondern sehr viel Etwas, lautet: Nichts ist nur einer von unendlich vielen möglichen Zuständen. Also ist Etwas unendlich wahrscheinlicher, als Nichts.

    PS: Diese Antwort befriedigt meinen Verstand aber nicht. Weil Nichts - physikalisch gesehen - der Zustand mit dem niedrigsten Energieniveau ist und letztlich also alles auf das Nichts hinausläuft. Und daher, einmal Nichts, immer Nichts. Also müsste Nichts eigenlich immer schon und ewig 'existieren'. Was aber offenbar nicht der Fall ist. Wie gesagt, verstandesmäßig kommst du dem Nichts nicht bei.

  6. #56
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Nichts

    "Ich habe dazu nichts zu sagen"...sagt unheimlich viel aus - ebenso wie " da ist nichts".
    Nichts ist in beiden Fällen ein Platzhalter...für das, das ich dazu hätte sagen können...oder für das, das ich dort vermutete. Wenn ich einen Tresor öffne...von dem ich weiß, dass er leer ist...werde ich nicht sagen "da ist nichts"-das sage ich nur dann, wenn es auch hätte anders sein können.
    Also alleine schon die Vorstellung oder Vermutung ist etwas...und egal was...auf jeden Fall mehr als nichts. "Nichts" beschreibt die "Abwesenheit von..". "Ich habe nichts zu Weihnachten bekommen"...sagt nur derjenige...der auf ein Geschenk hoffte - oder als Antwort auf die Frage eines Dritten "was hast du Weihnachten bekommen"-dann hatte aber zumindest der Fragende etwas für möglich gehalten, das mehr ist als nichts.
    Man kann es drehen und wenden wie man will- die Antwort ist nicht

    "Nichts ist unmöglich"

    sondern "Nichts, ist unmöglich".

  7. #57
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    AW: Nichts

    Ich muß mich wiederholen, dem Nichts ist logisch nicht beizukommen. Dennoch kommen wir nicht los davon, wenn wir philosophisch denken und argumentieren wollen. Es ist auch eine Lieblingsformel von mir, das Nichts zu umschreiben: Nichts ist die Abwesenheit von allem. Aber auch das ist eben nur eine logische Krücke, denn allein die Einleitung 'Nichts ist ...' ist schon ein Widerspruch.

    Über Nichts kann man nichts sagen.

  8. #58
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Nichts

    Na Nichts ist eben nicht die Abwenheit von allem...sondern die Abwenheit von all dem, das ich mir vorstellen kann und könnte. Nichts zweifelsfrei attestieren zu können...würde bedeuten, dass ich Herr über alle Sinne bin...also auch über die, die ich gar nicht besitze.

  9. #59
    resurrector
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    AW: Nichts

    Das Nichts spielt im Wolkenstein-Forum immer mal wieder eine Rolle, sei es in philosophischer oder poetischer Hinsicht. Nihilistische Strömungen (Till, Jonathan) kämpfen mit prospektiven (meinereiner) und reiner Poetik des erfahrenen Grauens (unser Godot: Hannemann), in dessen Horizontblick das Schöne durchschimmert (Paul). Am Ende kann es nur einen Sieger geben: die Dichtung.

  10. #60
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    AW: Nichts

    Dazu ist zu sagen, dass das Nichts ein reines Fantasieprodukt unseres Verstandes ist. Wäre es real, gäbe es nichts und niemand, um darüber nachzudenken. Es ist letztlich eine Fantasmagorie unseres Denkens. Ohne Inhalt wie Gott, Sein, was war vor dem Urknall, warum gibt es mich .....

  11. #61
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    AW: Nichts

    Nichts ist ein Indefinitpronom. Indefinitpronom.

    Ich wußte das nichts, ich kenne mich mit den aufgeschriebenen Regeln nicht aus.

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