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Thema: Profiteure - eine Diskussion

  1. #51
    Kalu
    Status: ungeklärt

    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Diplomatie ist der Versuch ganzer Länder sich gegenseitig zu verarschen. Schulden wir den Nachkommen unserer Kolonialpolitik etwas? Und wenn ja, warum in diesem Fall ausgerechnet wir Deutschen, die damals an der Aufteilung des Ostens völlig unbeteiligt waren?

    Müßig. Da fiel mir gestern im Halbschlaf ein, dass selbst David Ben Gurion dagegen war, in dieser Region einen jüdischen Staat zu gründen, wegen den zu erwartenden Problemen mit den anderen Völkern dort, aber Angesichts vom Holocaust angebl. keine andere Wahl hatte.

    Wie groß ist Israel? Warum haben USA nicht einige Quadratkilometer zur Verfügung gestellt? Oder Australien? Die Diaspora der Juden hätte ein Israel in jedem Winkel der Erde gedeihen lassen.

    Das kommt dabei raus, wenn eine politische Blindschleiche wie ich im Halbdämmer …

  2. #52
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Wie groß ist Israel? Warum haben USA nicht einige Quadratkilometer zur Verfügung gestellt? Oder Australien? Die Diaspora der Juden hätte ein Israel in jedem Winkel der Erde gedeihen lassen.
    Die Israelis wollten ja nicht irgend ein Land, sondern das, nach ihrem Selbstverständnis, ureigene. Ein großer Teil machte sich unmittelbar nach der Befreiung direkt auf den Weg nach Palästina - übrigens mit Hilfe von Schleppern...deren Dienstleistungen sie nicht selten mit Noten aus der Fälscherwerkstatt der Nazis bezahlten. Legitim, wenn es ums nackte Überleben geht.

  3. #53
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    geopolitik thematisierender blog

    einen Gedanken aufnehmend, stelle ich fest, daß mir auch Politiker fehlen, die Kritik an der offiziösen Lesart üben; die hiesige "Opposition" tut es jedenfalls nicht

  4. #54
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Guter Text - mir hat vor allem...

    . Wenn sie trotz medialer Vernebelung erkennen, was um sie herum in der Welt passiert und wer dafür verantwortlich ist.
    ...gefallen.

  5. #55
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Question VW und die neuen Atombomben



    Bildquelle. Wer profitiert am meisten vom VW-Betrug?
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  6. #56
    Kalu
    Status: ungeklärt

    Was aus meinem Privatleben

    Meine Wohnung war mal über 100 qm groß und das war zu viel gewesen, also wurden zwei Einheiten daraus gemacht. Der letzte Mieter war ein wenig psychotisch und ist nun ausgezogen, ohne weiter Katastrophen - möge er woanders geheilt werden. Der lief hier rum und fragte alle Frauen, ob sie nicht einen dicken Schwanz bräuchten – wie gesagt, ein massiv Geistesgestörter.

    Auf die Annonce hin hat die Stadt zugeschlagen und nun bekomme ich vier Neubürger Nachbarn. Ich hoffe nur, die benehmen sich halbwegs und wollen nicht endlich all das ausleben, was sie sich in ihrer Heimat nicht getraut hatten.

    Mit früheren Flüchtlingen aus Albanien glaube ich – aber das ist schon über zwanzig Jahre her – hatte es keine Probleme gegeben.

    Ich bat nur darum, mir keine muselmanischen Jungbullen vor die Nase zu setzen.

  7. #57
    Y.Al Kaffer (Jungbulle)
    Status: ungeklärt

    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Oh, vielleicht lieber eine bisexuelle Mädchen-Wg? Wie hätte es der Deutsche denn gerne?

  8. #58
    Kalu
    Status: ungeklärt

    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Gesittet hätte ich es gerne und die meisten anderen Deutschen vermutlich genau so. Diesen süffisanten Ton betrachte ich als konstruktive Einbringung. Ich kann schlecht Frau Merkels Entscheidung für ein wenig Menschlichkeit gut heißen und gleichzeitig die damit einher gehenden Probleme von mir weisen.

    Eine bisexuelle Mädchen-Wg? Herr Kaffer, ich bin 65 Jahre alt. :-)



  9. #59
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Der von mir goutierte Widerstand der Linken gegen den avisierten transatlantischen Freihandel hat etwas Bizarres. Er ist national, also das Gegenteil von links. Oder ist national zu sein dann chic, wenn es gegen den größeren Feind geht, das internationale Finanzkapital? Wer profitiert am meisten vom Freihandel?

    erstellt von den Linken:
    Widerstand gegen TTIP


    Sahra Wagenknecht spricht in Münster

    Unter dem Motto „TTIP stoppen“ diskutierten am Samstag, den 3. Oktober, rund 150 Interessierte in Münster über Hintergründe und möglichen Gegenstrategien zum geplanten transatlantischen TTIP-Abkommen. Zur Konferenz eingeladen hatte die Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Mit dabei war auch Sahra Wagenknecht (MdB, stellv. Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE), die zum Abschluss der Konferenz sehr eindringlich vor den Folgen des Abkommens mit den USA warnte.
    Zuvor wurde in verschiedenen Workshops über die unterschiedlichen Gefahren von TTIP diskutiert. Hubertus Zdebel (MdB, DIE LINKE) und Thorben Gruhl (No Moor Fracking, Niedersachsen) warnten vor den ökologischen Folgen von Erdgasförderung mittels Fracking. Flächendeckendes Fracking könnte demnach mit Abschluss des TTIP-Abkommens auch in Deutschland wahrscheinlicher werden. Im zweiten Workshop referierte Jörg Rostek (Mehr Demokratie e.V.) zu möglichen Auswirkungen von TTIP und anderer Handelsabkommen wie CETA und TISA auf die Demokratie. Insbesondere die geplanten Schiedsgerichte bei TTIP und CETA stellen demnach eine besondere Bedrohung für den Erhalt von demokratischen Entscheidungsprozessen dar.
    Mit Interesse wurde auch der Workshop zu den „militärisch-machtpolitischen“ Motiven bei TTIP verfolgt. Die LINKE Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (Mitglied im Auswärtigen Ausschuss) warnte vor einer „Wirtschafts-NATO“. TTIP sei „friedensgefährdend“ und würde die machtpolitische Konkurrenz – vor allem zwischen dem Westen auf der einen sowie Russland und China auf der anderen Seite – noch weiter verschärfen. Kathrin Vogler, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, kritisierte im vierten Workshop, dass Gesundheit immer stärker zur Ware verkommt. Mit TTIP würden derartige Prozesse noch weiter verstärkt.
    Die Konferenz bot Gelegenheit, über weitere Perspektiven des Widerstandes zu diskutieren. Klaus Ernst (MdB, stellvertretener Fraktionsvorsitzender) und Alexis Passadakis (Attac) sprachen über parlamentarische und außerparlamentarische Widerstandsmöglichkeiten. Dabei herrschte große Einigkeit, dass die Demonstration am 10. Oktober nur ein erster Schritt sein kann und weitere Schritte der Vernetzung gegangen werden müssen.
    Zum Abschluss der Konferenz sprach Sahra Wagenknecht zu den Teilnehmenden. Sie warnte eindringlich vor den Folgen des TTIP-Abkommens und kritisierte den drohenden Abbau vom Standards im Bereichen wie Daten-, Umwelt- oder VerbraucherInnenschutz. Wagenknecht appellierte an die Teilnehmenden, sich keinen Sand in die Augen streuen zu lassen: Selbst wenn die viel kritisierten Schiedsgerichte aus dem TTIP-Abkommen rausgenommen werden würden, gebe es immer noch die Möglichkeit über das CETA-Abkommen mit Kanada, dass Konzerne über Sondergerichte gegen sogenannte „Handelshemmnisse“ klagen: Viele internationale Konzerne hätten bereits Zweigstellen in Kanada. Die eindeutige Botschaft der Konferenz: TTIP, CETA und Co. bedrohen die Demokratie und haben lediglich das Ziel, Konzerninteressen auch institutionell abzusichern. Das Bündnis „Münster gegen TTIP“ verkaufte am Rande der Konferenz zahlreiche Bustickets für die Großdemo nach Berlin.

  10. #60
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Wer profitiert denn von einem Abkommen, das die Händler und Geldwechsler zum Herrscher über die Welt macht und dabei ALLE nationalen Verfassungen außer Kraft setzt?

    Ein globales Ermächtigungsgestz mit Ewigkeitscharakter bezeugt die globale Aufgabe jedweder Demokratie. Es ist ein verfassungsfeindlicher Akt gegen die Menschlichkeit, nationale Parlamente dauerhaft und unwiderbringlich zu entmachten. Konzerne klagen, Staaten zahlen.

    Die globalen Rechtsverdreher reiben sich schon die Hände und die Optionsscheine auf die Investitionsschutzklagen werden mit Renditen von 400 Prozent beworben. Daher schrieb Thomas Morus in Utopia davon, dass die globalen Rechtsverdreher(kartelle) keinen Bestand haben dürfen. Rechtsverdreher sind die Profiteure des Unrechts.

    Die ursächlichen Auftraggeber und tatsächlichen Profiteure des globalen UN-Rechts sind Konzerne, die mehr Macht besitzen, als die Staaten, die bei ebendiesem Heuschrecken um ihr tägliches Taschengeld betteln müssen. Staaten als abhängige Schuldner der Händler und Geldwechsler können keine Demokratie sein - sie sind abhängige Schuldknechte, die die Hand beißen müssten, die sie füttert.

    Da die Staaten das Recht auf die Geldschöpfung an Organisationen wie die FED, die EZB und so weiter ausgelagert haben, sind sie zu Handlangern derer geworden, die durch staatsfeindliches Verhalten Profite erzielen, die ohne TTIP nicht zu realisieren wären.

    TTIP ist verfassungsfeindlich und beweist die kleptokratische Kapitaldiktatur. Sollte der Bundestag diesen Schwachsinn beschließen, schafft sich die rudimentäre Restdemokratie selbst ab. Allerdings wird eine Klage wegen der Sittenwidrigkeit dieser Verträge dann vor einem Schiedsgericht zu führen sein. Die Verfassung haben wir damit abgeschafft. Wem nutzt es also?

    P.S.: Es gibt auch bei den Rechtsverdrehern keine Schuld: Wir werden etwas daraus lernen und sie sind zwar scheinbar unbarmherzige und grausame "Lehrer des Gegenteils von Gerechtigkeit", aber irgendwann werden wir die Lektion verstehen. Wir sollten diesen scheinbar unmenschlichen Massenmördern dankbar sein, am Gegenteil das ursprüngliche Bild erkennen zu können.

    Investitionsschutzklagen sind die Ausfallversicherungen für den Verlust der planetaren Integrität in der zu erwartenden Klimakatastrophe. Welcher Bürger darf dann die Händler und Geldwechsler auf entgangenen Zukunftshorizont verklagen? TTIP bedeutet die Zementierung des globalen UN-Rechts und die Abschaffung der Entscheidungsmöglichkeiten nationaler Parlamente. Hitler war ein Weisenknabe gegen dieses Ermächtigungsgesetz. Es wird mehr ale 50 Millionen Tote verursachen und wir schreien dabei: SIEG UNHEIL, SIEG ARBEIT, SIEG UNRECHT.

    Erst 30 Jahre nach einer Auflösung dieser Ewigkeitsverträge verlieren die Verträge ihre Gültigkeit. Vergleichbar mit dem Umstand, dass die Bundesrepublik bis 1975 die NAZI-Gesetzgebung hätte fortführen müssen. Natürlich sind die NAZI-Gesetze in Teilen weiterhin gültig, beispielsweise werden die Anwaltskammern immer noch nach den Gesetzen von NAZIS geführt.

    Profiteur ist das Weltkapital, Verlierer ist die Restdemokratie. Unberücksichtigt bleiben die Lebensrechte der Globalbevölkerung.

  11. #61
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Mir zu abstrakt. Weltkapital. Wer ist das? Parlamente sollten keine Macht besitzen, sondern als Volksvertretung Wählermandate erfüllen und öffentlich entwickeln, Gesetzesvorlagen entwickeln, die von der Regierung befolgt werden müssen. Ich bin kein Freund der Parlamentarisierung, sofern sie schon erfolgte, sollte man sich schleunigst überlegen, wie man das rückgängig machen könnte. Wenn die Parlamente das Sagen haben, ist Gewaltenteilung nicht mehr gewährleistet, denn Exekutive und Legislative fallen zusammen. Das ist das eine. Das andere ist Deine Behauptung, daß TTIP verfassungsfeindlich sei. Das bezweifle ich. Erkläre mir das! Mein Unverständnis gegenüber Deiner Behauptung rührt daher, daß ich das GG als typisch kapitalistischen Text begreife. TTIP ist das für mich auch, konsequent zu Ende gedachter Freihandel, also kapitalistisch. Ich sehe den Konflikt nicht.

    Ein anderer und überraschender Profiteur der gegenwärtigen Weltsituation drängelte sich mir beim Lesen dieses Artikels auf:
    erstellt von RT:
    Netanjahus Geständnis: „Ja, Israel operiert auch in Syrien“


    Quelle: Reuters



    473


    Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Dienstag eingeräumt, dass israelische Soldaten in Syrien aktiv seien. Er sagte: „Wir operieren in Syrien von Zeit zu Zeit, um zu verhindern, dass sich Syrien zu einer Front gegen uns entwickelt“. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass Israel von den schwelenden inner-islamischen Spannungen im Nahen Osten als einziger nicht islamischer Staat in der Region profitiert und sich an einer Aufrechterhaltung des Status Quo interessiert zeigt.
    Zum ersten Mal gab der israelische Premier auf diese Weise zu, dass Einheiten der israelischen Armee in Syrien operieren, wo die vom schiitischen Iran unterstützte und alawitisch dominierte syrische Regierung gegen sunnitische Rebellen und den selbsternannten „Islamischen Staat“ kämpfen.
    Mehr lesen:Irak - Israelischer Oberst der Golani-Brigade soll gemeinsam mit IS-Kämpfern aufgegriffen worden sein

    „Zuweilen führen wir Operationen in Syrien aus, um zu verhindern, dass sich das Land zu einer Frontlinie gegen uns entwickelt“, sagte Netanjahu gegenüber Reportern bei einem Besuch in Nord-Israel.
    „Wir tun auch alles, um zu verhindern, dass Waffen, vor allem letale, von Syrien in den Libanon gelangen“, fügte er hinzu.
    Weitere Informationen über die Involvierung Israels in Syrien gab Netanjahu nicht bei seiner erstmaligen öffentlichen Bestätigung, dass Israel eine weithin unterschätzte Rolle im syrischen Bürgerkrieg spielt.
    Israel setzt in Syrien offensichtlich auf die innerislamischen Spannungen zwischen Schiiten/Alawiten und Sunniten, um von seinen eigenen Aktivitäten abzulenken. In den vergangenen Monaten hat die israelische Luftwaffe immer wieder Angriffe in Syrien geflogen. Dabei wurden unter anderem iranisch-schiitische Ableger ins Visier genommen. Insbesondere die pro-iranische libanesische Hisbollah, welche als weltweit am besten bewaffnete nicht staatliche Organisation gilt, ist ein ausgemachter Erzfeind Israels in dessen unmittelbarer Peripherie.
    Die Luftschläge wurden jedoch bislang nie offiziell von israelischen Behörden bestätigt.
    Aussagen des israelischen Verteidigungsministers Mosche Yaalon von Anfang November zufolge stehe Israel den Forderungen nach einem Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wiederum neutral gegenüber. Tel Aviv befürwortet Analysten zufolge einen schwachen syrischen Staat und damit al-Assad gegenüber einer sunnitischen Achse, die ihre Hände nach den sunnitisch geprägten Palästinensergebieten östlich Israels ausstrecken könnte.


    Syrien ist nach mehr als vier Jahren Bürgerkrieg ausgezehrt und aus israelischer Perspektive in optimaler Weise handlungsgeschwächt. Lange war auch die Regierung in Damaskus, welche über Iran stets die libanesische Hisbollah unterstützte, der israelischen Regierung ein geopolitischer Dorn im Auge. Einen völligen Zusammenbruch im Stile Libyens oder des Irak, auch „Somalisierungs-Prozess“ genannt, dürfte Tel Aviv allerdings nicht riskieren wollen, da diese Entwicklung auch dramatische Folgen für die sicherheitspolitischen Interessen des Judenstaates haben würde.
    Bizarr! Wenn ich das richtig verstanden habe, dann behauptet der Autor obigen Textes, daß die Juden mit dem IS gegen Assad kämpfen, gelegentlich aber auch mal mit Assad gegen den IS. Lirumlarumlöffelstiel...

  12. #62
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Ehe, Treue und Partnerschaft

    aber es geht noch deutllicher:

    Zitat taz.de...aus Götz Alys 68er-Buch "Unser Kampf"

    http://www.taz.de/!5186466/

    Die 68er waren allerdings nicht nur heimliche Nazis, sondern vor allem totale Versager - nämlich Sozialbetrüger, Berufsrevolutionäre, Maoisten und Müsliesser. Typisch waren Karrieren wie die der "mit 40 Jahren frühpensionierten, vormals kommunistischen Lehrerin, die sich bei ehedem vollen Bezügen in eine Landkommune zurückzog." Der rot-grüne Senat in Westberlin hatte, so Aly höhnisch, einzig den Zweck, "linke Projekte mit Steuergeldern zu berieseln".


    weiter heißt es

    "Unser Kampf" ist eigentlich ein unernstes Buch über ein ernstes Thema: das Verhältnis der zweiten Generation nach dem Holocaust zu den Eltern und der NS-Vergangenheit. Die Revolte war keineswegs, wie lange viele glaubten, einfach nur der tapfere Aufstand der Jüngeren gegen die Verdrängung der NS-Zeit. Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit rückte in der neuen Linken 1966/67 in den Hintergrund, Vietnam und der Kampf gegen den Staat rückten nach vorn. Der inflationäre Faschismusbegriff vernebelte lange einen klaren Blick für konkrete Schuld. Es gab in Familien auch kaum gelungene Dialoge zwischen Eltern und Kindern - und selbstgerecht waren nicht nur die Eltern. Die Beziehung der zweiten Generation zur NS-Zeit und den Eltern war zwiespältig und doppeldeutig - und konnte gar nicht anders sein.

    Das Buch, das die Geschichte dieser Generation sachlich und kühl erzählt, muss noch geschrieben werden
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Vor allem der letzte Satz gefällt mir. Und vermutlich wird es ein solches Buch niemals geben.

    Und dieser Satz:

    "Der inflationäre Faschismusbegriff vernebelte lange einen klaren Blick für konkrete Schuld"

    ...ist wieder topaktuell...und ein weitere Beweis dafür...dass sich jede Geschichte wiederholt

  13. #63
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Guter Kommentar von Prof. Patzelt in der jf:
    [..]
    Und weil sich unsere anziehungsstarken Sozialstaaten nun einmal im Gehäuse von weitgehend demokratisierten Nationalstaaten befinden, ahnen viele Linke mit aufkeimendem Entsetzen, daß Sozial- und Nationalstaatlichkeit zwei Seiten derselben Medaille sein könnten – und Rechte das anscheinend eher sowie wählerwirksamer als sie entdeckt haben. Die nämlich propagieren: Gerade auch im Interesse der sozial Schwachen müssen Grenzen sozialstaatlicher Anspruchsberechtigung gezogen werden, und zwar nicht innerhalb eines Landes, sondern zwischen Ländern mit unterschiedlichen Standards sozialer Gerechtigkeit. Grenzenlosigkeit hingegen nützt nur dem internationalen Kapital; und das Aufgehen von Nationalstaaten in supranationalen Gebilden spielt denen in die Hände, welche im Hintergrund die Strippen ziehen. Auch wollten diese durch Gängelung von Nationalstaaten jenen Einfluß verringern, den deren Völker bei (Protest-) Wahlen und (Sach-) Abstimmungen entfalten können.

    Nationalismus und Sozialismus finden wieder zusammen
    Sich all dem zu widersetzen, ist nun aber ein Herzensanliegen gerade der Linken: In gut regierten Staaten will sie eintreten für Demokratie und sozial schwache Mitbürger sowie kämpfen gegen den internationalen Kapitalismus mit Globalisierung und Neoliberalismus als seinen Lieblingskindern. Doch anscheinend vertreten das, was dabei zielführend wäre, Rechtspopulisten derzeit überzeugender als die Linke: Migrationsbegrenzung, Stärkung der Nationalstaaten durch Rückbau supranationaler Kompetenzen, Ausbau von direkter Demokratie.
    Zudem erscheint es auch mehr und mehr Linken als allzu riskant, den Nationalstaat aufzugeben und weltweite Migration ohne kontrollierbare Grenzen zu ermöglichen. Jedenfalls zeigen Wählerwanderungsanalysen, daß quer über Europa viele ehedem Linke derzeit ihre Stimme rechten Parteien geben. Als Gegenreaktion entsteht das Projekt einer „neuen Linken“ im Dienst gerade auch besorgter Bürger im eigenen Land.
    Soviel Realdialektik war schon lange nicht mehr. Nationalismus und Sozialismus finden wieder zusammen; und unter „echten Linken“ haben jetzt ausgerechnet die Idealisten, nicht die Materialisten die Nase vorn: Vom ideologischen Überbau her wird nämlich dekretiert, was im Dienst möglichst grenzenloser Migration die ökonomische Basis herzugeben hat. Hingegen bleibt weitgehend unbeachtet, was die „Tragik der Allmende“ heißt: die Übernutzung öffentlicher Güter, das heißt von solchen, deren Gebrauch man niemandem vorenthalten kann.
    Keine guten Dialektiker mehr auf der Linken
    Ein besonders wertvolles öffentliches Gut sind nun aber die Lebensverhältnisse in Europa. Sie reichen von weitgehender Sicherheit im öffentlichen Raum bis zur solidarischen Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums, und sie bieten eine gut funktionierende technische, soziale und kulturelle Infrastruktur für ein ziemlich gutes Leben.
    Von alledem profitieren nicht nur wir, sondern auch Touristen, Geschäftsreisende sowie Asylsuchende und Geflüchtete aus vielen Teilen der Welt. Doch das alles geht nur so lange gut, wie man sich an die bekannte Witzformel über die richtige Größe einer Gemeindekirche hält: Wenn nicht alle hineingehen, dann gehen alle hinein; wenn freilich alle hineingehen, gehen nicht alle hinein. [..]
    Die Dialektik ist bemerkenswert, zugleich unverzweigt. Die Verbindung von Nationalismus und Sozialismus, zwei liberalen Strömungen aus dem 19. Jahrhundert, versuchte man hierzulande schon einmal, allerdings seinerzeit mit rassistischen Momenten, manche behaupten sogar, der Rassismus sei seinerzeit die Basis des Nationalsozialismus gewesen, was mir nicht unwahrscheinlich scheint, von mir aber noch geprüft werden muß.
    Der Beitrag von Patzelt bleibt allerdings eines schuldig, nämlich eine klare Benennung derjenigen, denen die von ihm genannte Politik der Verbindung von offenen Grenzen und Einwanderung in die Sozialsysteme am meisten nützt. Und wenn er sie benennt, wie ließe sich dagegen argumentieren?
    Die LINKE der BRD begreift Menschheit anationell, also kann sie auch nichts gegen die bisherige Zuwanderung haben. Im Gegenteil: diese Zuwanderung verschärft itzo bereits die sozialen Gegensätze, bringt sie also näher an die Weltrevolution: bläht den Staat auf, ist also gut leninistisch gedacht, denn erst der starke Staat kann die Organisation der Revolution tatsächlich bewirken, vorausgesetzt, eine marxistisch-leninistische Partei bemächtigt sich dieses Staates. Scheint ja auch zu klappen. Mit der Pionierleiterin Merkel an der Spitze kann das klappen, die hat schließlich die CDU schon weichgespült. GRÜNE und SPD sind Konkursmasse und bereits amalgamiert, die FDP motzt zwar und stellt sich neu auf, aber das ist nur ein retardierendes Moment - und die AFD protestiert, ist aber nicht in der Lage, einen eigenen Entwurf zur Gestaltung der Gesellschaft vorzulegen, will sogar KONSTRUKTIV Opposition betreiben (?), also das System "BRD" weiter stärken, statt Politik für Deutschland zu machen, was ein feiner, aber substantieller Unterschied ist.
    Ergo; der Umbau der BRD in eine DDR² oder DDRII geht weiter, sehr zum Nutzen des internationalen Kapitals, das auf diese Weise Freiheit einschränken kann, Unterschiede nivelliert und so zu einer Regierungsform "Weltstaat" gelangt, die die höchsten Profite verspricht. MIK, die großen Computerfirmen, die großen Versorger mit Nahrungsmitteln, die Bergbauindustrie... Das sind sie, die Nutzer. Oder etwa nicht? Eine gegenteilige Argumentation würde ich gern lesen.

  14. #64
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Gegenteilig kann ich nicht anbieten, weitergedacht zielt die richtig anmutende Schilderung des osmotischen Unterdrucks eines global wirksamen Wertschöfpungs- und Sozialgefälles - und seinen verschiedensten Sog- und Wechselwirkungen - dann jedoch im Umkehrschluss auf das Gegengewicht einer global wirksamen "Gängelung" der marktbeherschenden Unternehmen ab. Unternehmen, die das Diffusionsgefälle für Mitnahmeffekte zulasten der Nationalstaaten ausnutzen und dadurch die sozialen Kosten zu externen Lasten erklären.

    So wird die These eines (sich andeutenden) Staatsversagens sowohl erhärtet, als auch in Ursache und Wirkung verkehrt. Zumindest kann der Vorwurf erhoben werden, nicht zu Ende gedacht haben zu wollen.

  15. #65
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Hier, da und dort auch

    Zitat Zitat von kls Beitrag anzeigen

    Aber vielleicht ist die schwache Hoffnung auf die heilsamen Kräfte der Poesie, die einzige Waffe , die Uns bleibt. Selbst wenn wir wissen, dass wir verlieren werden – es geht darum wenigstens Widerstand zu leisten. Und sei es auch nur Mental und vergeblich ...
    1. vergeblich, weil es letztendlich nicht zum gewünschten Erfolg führte

    - damit können die meisten leben. Man kann wenigstens mit gutem Gewissen ins Grab gehen

    2. vergeblich, weil sich am Ende herausstellt...dass man für die "falsche Sache" kämpfte

    - auch damit lässt sich gut leben, sofern man persönlich nicht erfolgreich war...das Gute siegte.
    - jedoch eine Tragödie, wenn man für die, wie sich im Nachhinein herausstellt, falsche Seite kämpfte - und siegreich war.

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