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Thema: Profiteure - eine Diskussion

  1. #1
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Post Profiteure - eine Diskussion

    Ein vorbildliches Beispiel von Kapitalismus:

    An meinem Lieblingssee gab es immer auch schon ein Kiosk mit ein paar Sitzplätzen. Weiße Plastikstühle, Curry-Wurst mit Pommes, Cola und lauwarmes Bier - das alles zu sozialen Preisen.
    Vor ein paar Jahren hat ein Kapitalist aus der Großstadt, ich kenne ihn persönlich, das Kiosk übernommen. Er ließ Hollywood -Schaukeln anfertigen, schaffte lauschig gemütliche Sitzplätze aus Holz, stellte Strandliegen auf, spannte Sonnensegel, rodete das Unkraut und schüttetet feinen weißen Sand auf. Er kreierte eine ansprechende Speisekarte mit noch ansprechenderen Speisen darauf - verschiedene, topfrische Salate, vegetarische Vielfalt, schmackhaftes aus Pute, Schwein und Rind, usw.../ er wählte ein hochwertiges Bier und serviert es in Krügen, deren Innenwände mit Eis ausgekleidet sind, so dass das Bier sehr lange kühl oder kalt bleibt - dazu gute Hintergrund -Musik, aufmerksame...ansehnliche Bedienungen ... die einem jeden Wunsch von den Augen ablesen. Natürlich haben die Preise, im Vergleich zum Vorbesitzer, deutlich aufgeschlagen.

    Der Sozialist sagte: "Schweinerei, ich pfeife auf den ganzen Luxus...Hauptsache ich bekomme ein bezahlbares Bier"
    Der Kapitalist sagte: "Super, wenn ich schon mal Freizeit habe, dann möchte ich mir die so angenehm wie möglich gestalten".
    Ich sage: " Nun trinke ich halt statt drei Bier nur noch zwei und esse statt jeden Tag nur noch an jedem zweiten Tag dort, aber dafür esse, trinke und sitze ich mit Genuss"
    Der Pragmatiker sagt: " Egal, ich kaufe mir für 3 Euro eine Kühltasche bei Tedi, befülle sie mit Bier von Aldi und erfreue mich am Anblick der schönen Frauen, die jetzt aus der Stadt hierher kommen"

    Der Vorbesitzer machte an einem guten Sommertag 500 Euro Umsatz. Der jetzige Betreiber setzt an solch einem Tag zwischen 10 und 20 Tausend Euro um. Das Leben am See wurde teurer, aber auch bedeutend schöner. Ich gönne es dem Kapitalisten, dass er sich nun einen Porsche leisten kann - das hat er sich wirklich verdient. Es wird Zeit, dass wir den "Reichen" auch mal unseren Respekt zeigen...und nicht nur auf ihnen herumhacken.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Profiteure - eine Diskussion

    Der Mensch strebt: nach Wissen, nach Profit, nach dem schöneren Geschlecht, nach Weisheit, nach dem ultimativen Kick...

    Wo liegen die Grenzen der Demut, wo beginnt der Eigennutz? Wer richtet über diejenigen, die sich verweigern? Ist jeder Porschefahrer eine Sau; basiert persönlicher Reichtum immer auf der Ausbeutung anderer?

    Diesen Fragen und ähnlichen mögen wir hier nachgehen.

  3. #3
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Ein Kapitalist und ein Sozialist sitzen im Strandbad und streiten sich darum, wem die Erde gehört.

    Die gute Stimmung, die vorher mit Lebensqualität beschreiben hätte werden können, ist schlagartig verflogen.

    Schlimmer: Alle Besucher lassen sich von den Frequenzen der:

    Angst
    lichtloses Begehren (Körper "Angaffen" und mental penetrieren)
    Habgier
    Neid
    Unwissenheit
    Trägheit
    Stolz

    "ANSTECKEN".

    Die Inkubationszeit der kollektiven Unzufriedenheit überspannte einen langen Zeitraum, in dem wir uns an die Vorstellung gewühnten, durch Angriff und Verteidigung zu Sicherheit zu gelangen. Erlangen von Sicherheit besteht darin, die alten Instinktprogramme abzulegen, und dies dauerhaft umzustezen imstande sind. Die Wirkungsweise geschieht von innen nach außen, da die Ursache der Unzufriedenheit dort aufgelöst wird:

    Die Illusion eines getrennten Egos, das hofft, trotz dieser Streitereien im Strandklub 77, einen angenehmen Tag verbringen zu können.

    Etwas abzulehnen, sei es der Porsche, der Kapitalist oder der Sozialist, den Flüchtling oder Arbeitslosen, all dies sind todsichere Methoden, es festzuhalten und nicht loszuwerden.

    Etwas loswerden, hier die kollektive Unzufriedenheit, bedarf der Einsicht, dass es keinen Nutzen besitzt. Diese Vergangenheitskonzepte könnten uns keine Orientierung bieten. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

    Würden nicht alle Menschen von einem glücklichen Tag voller individueller Freude unter Freunden profitieren?

    Es nutzt (mir, dir, ihm, ihr, ihm, euch, ihnen und allen im All) nur, was allen nutzt, ist die Moral von der Geschicht. Oberhalb gewisser Energiemengen ist ein Quantensprung des Bewusstseins möglich.

    Sitzen ein Kapitalist und ein Sozialist nach dem Jüngsten Tag auf einer Wolke und blicken auf die zerstörte Erde voller Kriegswunden. Hören sie eine Stimme aus dem Off: "Nun, meine geliebten Helden, wer von Euch hat gewonnen?" Soll ich euch eine "Guten-Morgen-Geschichte" erzählen?

    Die beiden schauen sich an und fragen synchron: "Wer hatte denn die Schuld daran?"

    "Es ist nichts geschehen, ein Traum in einem Traum, geliebte Helden. Glaubt ihr wirklich, ich hätte keine Kindersicherung für das Ego eingebaut? Den Film mal auf 2015 zurückspulen? Wollt ihr noch spielen oder etwas Licht in das Dunkel bringen?"

    Plötzlich saßen der Kapitalist und der Sozialist wieder am See. Ein Vogel zwitscherte ein Lied, das jedem gefiel. Sonst war Stille...

  4. #4
    andere/dimension
    Laufkundschaft

    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Ein Kapitalist und ein Sozialist sitzen im Strandbad und streiten sich darum, wem die Erde gehört.
    --------------------------------------------------------------------------------------------
    Das wäre, losgelöst von einer konkreten Problematik, eine philosophische Frage - vielleicht auch eine theologische. Es würde somit keine Rolle spielen ob Kapitalist oder Sozialist.
    Ich glaube auch nicht, dass die beiden da grundsätzlich unterschiedlicher Meinung wären. Anders, wenn sich diese Frage aus einer Problematik heraus stellt.


    Die gute Stimmung, die vorher mit Lebensqualität beschreiben hätte werden können, ist schlagartig verflogen.
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Lebensqualität hat weniger mit der guten Stimmung (Momentaufnahme), sondern mehr mit der inneren Zufriedenheit (dauerhafter Zustand) zu tun.
    Das Wasserbett bedeutet dir ein Stück Lebensqualität (JEDE Nacht guter Schlaf), dass Du DIESE Nacht guten Sex darin hattest, verleiht dir eine gute Stimmung.

    Würden nicht alle Menschen von einem glücklichen Tag voller individueller Freude unter Freunden profitieren?
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Die individuelle Freude des Einen, kann das individuelle Leid des Anderen bedeuten.

  5. #5
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    Sicher, die individuelle Freude über die Dummheit der Europäer bringt dem internationalen Kapital ein Glück von kurzer Dauer.

    Sie profitieren vom Ausbluten des Staates und gefährden damit ihren eigenen Fortbestand. Wie ein Bauer, dessen Hühner von Bandwürmer befallen sind. Es nutzt wenig, die Hühner auf unserer Farm der Tiere zu mästen, wenn die Energie dazu benutzt wird, die Bandwurmpopulation zu stärken.

    Wohlverstandener Eigennutz wäre in seiner Minimalausprägung die Einsicht der Bandwürmer, nicht unbegrenzt wachsen zu können, ohne das eigene Überleben nachhaltig zu gefährden. Fehlt diese Einsicht, spreche ich von suizidalem Nihilismus, der dann sowohl den Kapitalisten als auch den Sozialisten betrifft.

    Unsere globalen Nullsummenspiele bringen weiterhin nichts ein. Wir vergeuden Energie und mästen die alten Herrscher.

    Daneben machen die Pixel des Bildes den Lebensfilm. Dauerhafte gute Stimmung im Jetzt - mehr geht nicht. Das Fehlen jedweden Mangels war die Welt vor dem Bedürfnis. Sättigung mit angenehmen Jetzt-Momenten kann weder die Zukunft, noch die Vergangenheit bieten.

    Es ist immer jetzt. Mehr geht nicht. Zukunft und Vergangenheit sind Chimären, es gibt immer nur das Jetzt.

    Wovon profitiert das Jetzt?

  6. #6
    a/d
    Laufkundschaft
    Wovon profitiert das Jetzt?
    -----------------------------.
    Wie jetzt, Jetzt?

    Der Begriff "Profit" wird oft falsch verwendet.

    Der Stürmer profitierte vom Fehler des Verteidigers. (Der Stürmer konnte gar nichts dafür - alleine aufgrund seiner Fähigkeiten hätte er niemals dieses Tor geschossen)

    Horst profitiert vom Tod seiner Frau. ( Eine Frage, die sich die Polizei bei der Fahndung stellt - wer profitiert vom Tod des Mordopfers?)

    Unterschwellig klingt da oft eine Anschuldigung mit. Im Falle des Stürmers wurde der Begriff falsch verwendet, denn dieser hat nicht wirklich etwas investiert (den Verteidiger nicht unter Druck gesetzt)

    Bei Horst ist das anders; der hat den Mord von langer Hand geplant, den Notar bestochen, nach Komplizen gesucht, in Russland die Waffe besorgt, die Spuren verwischt usw...dann kann man von Profit reden.

    ...oder auch der "Profithai"....frisst alles was ihm zwischen die Kiemen kommt.

    Stelle dir mal vor man würde das Lottospiel als Profitspiel bezeichnen - der "Kleine Mann" würde kein Los mehr kaufen. Klingt...als hätte man das Wort Profit erfunden um das Wort Gewinn in einem helleren Licht erscheinen zu lassen.

    Horst hat den 100 Meter Sprint "gewonnen" er "profitierte" vom harten Training. Das ist sozusagen das Gegenbeispiel. Hier ist kein Vorwurf, sondern ein Kompliment versteckt.

    ....deshalb eine Grundsatzfrage: Strebt der Mensch wirklich nach Profit, oder doch eher nach (Zu) Gewinn?

    Ich glaube er ist auf Gewinn aus. Er bestellt das Feld um aus der Saat Weizen zu gewinnen. Und tatsächlich, er gewinnt aus seiner Arbeit den Weizen. Ob er davon profitiert, wird sich erst im Nachhinein herausstellen - vielleicht hätte er besser Kartoffeln angepflanzt. Der Gewinn ist mit einem Ziel oder einer Erwartung verknüpft, der Profit nicht unbedingt. Benötigt ein Unternehmen 1 Millionen Euro Umsatz um Gewinn zu machen und plant dabei 2 Millionen Euro Umsatz, dann spricht es bei einem Umsatz von 1,5 Millionen Euro von einem Verlust - obwohl es mehr Gewinn gemacht hat als nötig. Wie will man das den Menschen erklären? Für die Aktionäre war es ein Gewinn, aber nicht profitabel. Nach diesem Beispiel strebt der Mensch nach Profit - aber entspricht das seiner Natur?!? Ich denke nein; das wurde ihm anerzogen.

    Du bietest ein Produkt an, zeigst und erklärst es, redest leidenschaftlich davon welchen großen Nutzen der Kunde davon hat. Er antwortet darauf mit: "Sie wollen doch nur Gewinn machen, indem Sie mir diese Kaffeemaschine verkaufen..."
    Was antwortest Du? "Nein, ich will ....STOP"
    Du antwortest mit: <ja, selbstverständlich="" will="" ich="" gewinn="" machen,="" davon="" lebe="" ich.="" habe="" eine="" familie="" und="" bin="" dazu="" verdammt="" seriös="" zu="" arbeiten="" -="" mit="" verlusten="" kann="" sie="" nicht="" ernähren.="" aber="" was="" spricht="" dagegen,="" dass="" wir="" beide="" bei="" diesem="" geschäft="" gewinnen?
    Der Kunde wird zustimmend lächeln und per Handschlag das Geschäft besiegeln. Hättest Du auch den Begriff "Profit" verwenden dürfen?

    Du bietest ein Produkt an, zeigst und erklärst es, redest leidenschaftlich davon welchen großen Nutzen der Kunde davon hat. Er antwortet darauf mit: "Sie wollen doch nur Gewinn machen, indem Sie mir diese Kaffeemaschine verkaufen..."
    Was antwortest Du? "Nein, ich will ....STOP"
    Du antwortest mit: Ja, selbstverständlich will ich Gewinn machen, davon lebe ich. Ich habe eine Familie und bin dazu verdammt seriös zu arbeiten - mit Verlusten kann ich sie nicht ernähren. Aber was spricht dagegen, dass wir beide bei diesem Geschäft gewinnen?
    Der Kunde wird zustimmend lächeln und per Handschlag das Geschäft besiegeln. Hättest Du auch den Begriff "Profit" verwenden dürfen?</ja,>

  7. #7
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Ist es nicht immer ein gutes Geschäft, wenn beide zufrieden lächelnd nach Hause gehen?

    Haben alle Beteiligten einen Vorteil, sprechen wir von vorteilhaften Geschäften.

    Profitable Geschäfte entstehen durch Informationsdefizite. Da wir gar nicht wissen, wo die Kohle aus Europa auf dem Globus versickert, können wir die Profiteure nicht ausmachen. Sie sind existent, doch räumlich nicht greifbar.

    Das ist die "Theorie der unsichtbaren Hand", scheinbar ein englischer Wirtschaftskrimi für Langfinger...

    Wenn diese Langfinger die Gesetze schreiben, sprechen wir von marktkonformer Demokratie.

  8. #8
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Ist es nicht immer ein gutes Geschäft, wenn beide zufrieden lächelnd nach Hause gehen?
    Wenn der Autohändler das Auto über Wert verkauft ... der Käufer mit Falschgeld bezahlt, dann gehen wohl beide mit einem Lächeln nach Hause.
    Ein gutes Geschäft war es dann, wenn beide es zu gleichen Konditionen wiederholen würden.

  9. #9
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Um die Konditionen zu kennen, bräuchten beide vollkommene Transparenz und Information. Diese Menge an Informationen steht beiden zwar zur Verfügung, sie überblicken jedoch niemals die Gesamtheit aller Transparenz- und Informationsverflechtungen. Oft angesprochene Entropiefalle der Informationsüberflutung; der nicht genutzte Informationsinhalt als latent vorhandener Negentropie.

    Profit entsteht durch das Vorenthalten von Information.

    Gewinn entsteht, wenn beide hinter nicht bemerken müssen, entweder Falschgeld, oder ein zu teuer gekauftes Auto zu besitzen.

    Nutzen entsteht, wenn sich die Lebensqualität erhöht und Werte geschaffen, bzw, erhalten werden.


    Fast jeder Mensch möchte mal die Malediven besuchen. Aber wie sähen die Malediven aus, wäre jeder dort gewesen?

    Wir glaubten, es sei ein Vorteil, für 10 - 30 Euro eine Jeans zu kaufen, solange der Reis nicht arsenhaltig war.

    Ohne zu bemerken, dass wir damit global den Mindestlohn schleifen, ist dieser vermeintliche Nutzen schnell aufgezehrt und wird vom Nachteil überwogen.

    Spätestens wenn der Käufer mit dem Auto liegenbleibt, oder der Händler das Falschgeld bemerkt, wird die vorsätzliche Täuschung als allgemein akzeptiertes Geschäftsmodell schnell zur Enttäuschung. Ist diese Enttäuschung positiv oder negativ?

    (Handels-) Ehre erkennt, dass zu einer dauerhaft beiderseits angestrebten (Geschäfts-) Beziehung immer zwei Seiten gehören, die ihr Gesicht wahren können. Vorsätzliche Täuschung ist es, dass sowohl die 10 Euro Jeans, als auch die Markenjeans in der gleichen Näherei, zu gleichen Konditionen und Arbeitsbedingungen führt.

    Auch diese Transparenz durch Information schenkt keine Handlungsfähigkeit, es ist belanglos, welche Jeans wir kaufen - der Arbeiter vor Ort erlebt keine Veränderung, die Entscheidung hat keinen Einfluss auf die zustandekommende Realität. Einzig die Desinformation, als Qualitätsvermutungsffekt bei hochpreisigen Produkten macht den Unterschied, uns bis zu 120 Euro mehr für ein annähernd identisches Produkt aus der Tasche zu ziehen.

    Information ist die Handelsware, das graduelle Vorenthalten von Information bestimmt den Profit. Gewinn wandert in die informierte Tasche, Verlust zur Uninformierten Seite dieser globalen Nullsummenbilanzwaage. Eine Wertschöpfung, wie am Badesee, fand nicht statt.Im Gegenteil: Die Billigfarbe landet auf unserem Teller, ist doch letztlich Ursache und Wirkung. Allerdings wurde uns die Möglichkeit entzogen, Ursache zu sein. So kann Markt nicht funktionieren.

    Was wäre ein globales Plussummenspiel?

  10. #10
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Um die Konditionen zu kennen, bräuchten beide vollkommene Transparenz und Information. Diese Menge an Informationen steht beiden zwar zur Verfügung, sie überblicken jedoch niemals die Gesamtheit aller Transparenz- und Informationsverflechtungen. Oft angesprochene Entropiefalle der Informationsüberflutung; der nicht genutzte Informationsinhalt als latent vorhandener Negentropie.
    Diese Informationen müssen a. eingefordet, b. geliefert und c. überprüft werden. Ist das Fahrzeug technisch ok? Ja!, Ist das auch kein Falschgeld? Nein! Der potentielle Käufer lässt das Fahrzeug bei DEKRA checken, der potentielle Verkäufer von der Bank die Scheine prüfen. Ein "gesundes" Misstrauen, wie man so schön sagt.


    Profit entsteht durch das Vorenthalten von Information.
    Das gibt es zwar, aber in der Regel ist es das Gegenteil: Das "Herausstellen" ... von Informationen

    Warum sollte der Porsche Verkäufer dem Kunden erzählen was das Fahrzeug alles nicht kann? Es kann keine 10 Leute transportieren, es kann nicht mit 5 Liter Sprit 100 Kilometer weit fahren, es kann keine Couch transportieren.../der Käufer will wissen was das Fahrzeug kann, denn deshalb ist er hier.

    Nutzen entsteht, wenn sich die Lebensqualität erhöht und Werte geschaffen, bzw, erhalten werden.
    Möchte ich dir anhand eines einfachen Beispiels widerlegen: Der Sarg. Er hat einen Nutzen - mehr nicht.


    Fast jeder Mensch möchte mal die Malediven besuchen. Aber wie sähen die Malediven aus, wäre jeder dort gewesen?
    Stimmt. Da es nicht jeder kann, lässt sich auch von einer natürlichen Selektion reden.


    Wir glaubten, es sei ein Vorteil, für 10 - 30 Euro eine Jeans zu kaufen, solange der Reis nicht arsenhaltig war.
    Naja, wir Europäer sind die Chinesen der 80er Jahre und in 20 Jahren werden die Chinesen ihre Jeans aus Schwarzafrika beziehen.

    Einzige Schuld an dieser Misere tragen die Frauen dieser Welt. Sie sind es, die ein Nachfrage für 5-Euro Jeans schaffen.

    Hast Du schon mal einen Mann in KIK, Tedi, Takko hineinspazieren sehen?...geschweige denn mit Tüten wieder herauskommen?
    Hast Du schon mal einen Mann am Wühltisch von Aldi gesehen?..außer denjenigen...der als "von der Frau geschickt" sofort zu erkennen war?
    hast Du schon mal einen Mann Kleidungsstücke umtauschen sehen, weil das 2-Euro T-shirt aus Indien einen Fehler in der Naht hatte?!?

  11. #11
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Zitat von anderedimension:

    "Einzige Schuld an dieser Misere tragen die Frauen dieser Welt. Sie sind es, die ein Nachfrage für 5-Euro Jeans schaffen."

    Nee, das sind die Männer, die ständig Gründe dafür zeugen, die Frauen dazu bringen, sich so verhalten zu müssen, da sich der Mann wie ein Kind verhält.

    Dann gibt es die Frauen, die solche "Kinder" suchen und sich zum "dienenden Opfer" machen. Global gesehen sind die Profiteure auch hier identisch.

  12. #12
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Lightbulb der Grund des Profits

    Profit entsteht nicht durch das Vorenthalten oder Herausstellen von Informationen. Wäre es so, könnte jeder Profit machen, denn jeder besitzt Informationen, die er für sich behalten oder herausstellen könnte, es aber aus dem einen oder anderen grund tut oder unterläßt. Profit muß also einen anderen Grund besitzen, NICHT die Information.

  13. #13
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Nee, das sind die Männer, die ständig Gründe dafür zeugen, die Frauen dazu bringen, sich so verhalten zu müssen, da sich der Mann wie ein Kind verhält.
    Welches Verhalten eines Mannes könnte die Frau dazu nötigen 5-Euro Jeans zu kaufen?

    Schon als Teenager fragte ich mich...warum die Mädchen/Frauen Katzen und Pferde lieben, während Jungs/Männer diese Tiere weniger mögen...um es mal vorsichtig auszudrücken. Heute weiß ich, dass Katzen und Pferde einen ebenso miesen Charakter haben wie so manche Frau. Es sind beide keine loyale Tiere, sie sind launisch...hinterhältig...und es ist ihnen Schnuppe wer ihr Frauchen oder Herrchen ist...sie gehen heute mit dem und morgen mit dem - Hauptsache das Futter schmeckt. Pferde und Katzen tragen keine Liebe in sich, ebenso wie die Frau.

    Profit entsteht nicht durch das Vorenthalten oder Herausstellen von Informationen. Wäre es so, könnte jeder Profit machen, denn jeder besitzt Informationen, die er für sich behalten oder herausstellen könnte, es aber aus dem einen oder anderen grund tut oder unterläßt. Profit muß also einen anderen Grund besitzen, NICHT die Information
    Am Anfang steht die Innovation - über die muss dann informiert werden.

  14. #14
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Profit ist der individuell angeeignete Mehrwert einer gemeinschaftlich erzeugten Ware. Wenn es bei einem Ungleichgewicht der individuellen Aneignung bleibt, entsteht Ungerechtigkeit.

    Zwei Punkte sind hierbei von Interesse (für uns Literaten):

    1. Ist eine gerechte Verteilung von Profit möglich? Wenn ja, wie?
    2. Wie ist Profit meßbar?

  15. #15
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    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
    Profit ist der individuell angeeignete Mehrwert einer gemeinschaftlich erzeugten Ware. Wenn es bei einem Ungleichgewicht der individuellen Aneignung bleibt, entsteht Ungerechtigkeit.

    Zwei Punkte sind hierbei von Interesse (für uns Literaten):

    1. Ist eine gerechte Verteilung von Profit möglich? Wenn ja, wie?
    2. Wie ist Profit meßbar?


    Es könnte doch erst erkannt werden, ob ein Mehrwert entsteht, wenn vom Profit die Schäden abgezogen werden, die durch dessen Erwirtschaftung angerichtet werden. Wertschöpfung und Schadschöpfung müssen produktbezogen in eine Produktbilanz einließen, die Preiswahrheit und Preisklarheit ermöglicht.

    Der versicherte Atomstrom hätte fast 4 Euro gekostet. Woolit, diese "Entsorgungsinnovation" führt zu Schäden, die vom Unternehmen, das lange Pleite angemeldet hat, nun an die Solidargemeinschaft ausgelagert werden.

    Daher zu 1.: Das Prinzip wird "Internalisierung" der externen Kosten der Kalkulation genannt und ist sein 100 Jahren eine Wahrheit, die unter den Teppich gekehrt wird. Heute wird es eher mit "Sozialisierung externer Lasten" umschrieben und mit dem semantisch verklärten Wort der "Privatisierung" umschrieben. Die Profite der griechischen Flüghäfen landen beim 4. Reich und die unrentablen Flughäfen bleiben den Griechen. Im 4. Reich ist daher kaum mit einer angemessenen und gerechten Verteilung von Wertschöpfung zu rechnen. Meinhard Miegel von der Enquete-Kommision des Deutschen Bundestages zur Bewertung der Rechenmodelle zum BIP fragte sich im Interview zerknirscht, ob denn überhaupt noch eine WErtschöpfung entstehe, wenn die langfristigen Schäden von kurzristigen Profit abgezogen werden. Verursacher- und Versicherungsprinzip neben Produktbilanzen innerhalb einer globalen Umwelt- und Sozialgesamtrechnung wären das Mittel der Wahl.

    Daher zu 2.: Profit wird nur im Rahmen einer Globalbilanzierung messbar. Ohne die langfristigen Schäden mit den kurzfristigen Gewinnen zu verrechnen, bleiben wir bei Milchmädchenrechnungen bewusst gewählter Unwissenheit. Die paar schäbigen Millionen, die der betrügerische Woolit-Manager eingesackt hat, stehen in keinem Verhältnis zu den gesundheitlichen Folgeschäden, die auftreten werden, ist dieser Giftcocktail tatsächlich im Rigips gelandet, den dann alle Trockenbauer eingeatmet haben.

    Oder unsere Asbest-Lüge: Für lange Zeit werden diese einmal gemachten Profite unsere Staatsbilanz belasten- Nicht nur die Entsorgung, vor allem die Gesundheitsschäden schlagen hier zu Buche. Nicht einmal die Feuerwehrleute dürfen auf die Anerkennung ihrer erworbenen Erkrankungen hoffen. Die krebskranken Mitarbeiter des Maurertrupps in der Asse wurden durch Gefälligkeitsgutachten der Medizinischen Hochschule um eine Entschädigung gebracht.

    Wenn die Verursacher die Schäden nicht zu tragen brauchen, sind Umwelt- und Personenschäden ein Mittel, Profite aus dem Reparaturaufwendungen zu generieren, die paradoxer Weise, im BIP als ERFOLG und WACHSTUM gewertet werden. Wobei dieser Erfolg im besten Fall die Ausgangslage wiederherstellt - also KEINEN MEHRWERT besitzt. Das Wachstum von Schäden kann nicht als Erfolg betrachtet werden. Jeder hat sich um seinen Dreck zu kümmern, doch mit den Freihandelsverträgen fällt jede Eigenverantwortung der für globale Produzenten in nationalen Systemen weg.

    Würden wir tatsächlich Schäden und Profite gegenüberstellen, würde das fehlerhafte Grundparadigma erkennbar. Es wurde vor 100 Jahren von einem Wirtschaftswissenschaftler namens Pigue beschrieben und seitdem unter den Teppich gekehrt. Wir lernen echt langsam...

    Lieber Aerolith,

    endlich ein gutes Beispiel:

    Die Tachojustierer schaffen Profit aus dem Vorenthalten der Information, wieviel Kilometer tatsächlich auf der Uhr sind. Das Vorenthalten der tatsächlichen Information führt zu Profit. Die volkswirtschaftlichen Schäden sind enorm, die Autobauer tun nichts, dieser Form der "Wertsteigerung" entgegenzuwirken.

    Um Tachobetrug nachzuweisen, müssen die Steuergeräte zum Hersteller geschickt werden. Sobald ein neues Fahrzeug auf den Markt kommt, werden die Daten an die Hersteller der Geräte zur Tachomanipulation weitergegeben. Sie betrügen die Masse und individualisieren die Betrugsprofite.

  16. #16
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Der Tachojustierer ist kein Unternehmer und sein Ertrag somit auch kein Profit.

    Profit ist der individuell angeeignete Mehrwert einer gemeinschaftlich erzeugten Ware
    Das ist falsch! Hat weder etwas mit Gemeinschaft noch mit Erzeugung zu tun, zudem kann man sich einen Mehrwert nicht aneignen.

  17. #17
    Mitgestalter
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    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Der Tachojustierer ist kein Unternehmer und sein Ertrag somit auch kein Profit.
    Da die Barschaft, die der "Justierer" einnimmt, in die Wirtschaft zurückfließt, werden im BIP die Einnahmen aus Schwarzarbeit, Zigarrettenschmuggel, Prostituion, Waffen- und Drogenhandel mit eingerechnet.

    Es wird argumentiert, auch durch die Prostituierte wird ein Mehrwert geschaffen. Ebenso kann ein Auto, das schwarz repariert wird, weiter dazu beitragen, dass jemand seinen Arbeitsplatz erreicht und so aus der Kombination von (schwarzen und weißen) Produktionsfaktoren eine Wertschöpfung entstehen kann.

    Daneben sind die Gerätehersteller zur Tachojustierung die Profiteure. Ohne die Mithilfe der Autoindustrie beim Tachobetrug wäre das Leasing-Geschäft "schwieriger". So wird den gewerblichen Kunden die Möglichkeit gegeben, die Laufleistung an den "dummen Privatkunden" weiterzugeben. Sozialisierung externer Lasten der Kalkulation allerorten, könnte die Analogie der globalen Profiteure lauten:

    Gewinne werden privatisiert.
    Lasten werden sozialisiert.

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Das ist falsch! Hat weder etwas mit Gemeinschaft noch mit Erzeugung zu tun, zudem kann man sich einen Mehrwert nicht aneignen.




    Sehen wir Uber als Beispiel: Uber eignet sich global den Mehrwert an, der durch die Differenz zwischen gewerblichen Taxifahrern und privaten Fahrern entsteht. Es ist das globale Absaugen dieser Mehrwerte, das Staaten zerstört. Die Heuschrecken sind die Verfassungsfeinde, die Staaten sind nur ihre Opfer. So gesehen ist der Profit von Uber der angeeignete Mehrwert einer gesellschaftlich organiserten Gesamtleistung - denn der Staat muss ja die Straßen bauen, eine Gesundheitsversorgung für Taxifahrer und Privatleute unterhalten und die Unfallopfer versorgen.

    All diese Lasten trägt der Staat, die Gewinne werden international privatisiert. Der größte Profit entsteht beim Bescheißen ganzer Staaten und Staatenbünde.

  18. #18
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Uber gehört verboten, wurde ja auch in Deutschland vorläufig gestoppt. Uber wälzt alle Risiken auf den Fahrer ab und macht aus einem eigentlichen Mitarbeiter einen Schein-Selbständigen. Bei den Amis ja nichts neues - ich hoffe nur, dass sich solche Methoden bei uns nicht durchsetzen. Da werde ich aber umsonst hoffen. Airbnb, eine andere Branche...arbeitet aber ähnlich wie Uber. Man kann das nicht dn Firmen anlasten, sonder einzig und alleine dem Konsumenten...denn der verlangt nach solchen Anbietern. Es sind die Studenten, die solchen Firmen alle Türen öffnen. Ich sage es ja schon immer; unsere Studenten taugen keinen Schuss Pulver -zersetzen unsere Gesellschaft...statt für Grundwerte einzustehen.

  19. #19
    kls
    Laufkundschaft

    Profiteure - eine Diskussion

    Erst wenn das Volk dumm genug ist zu vergessen, dass wir versuchen, es mit seinem eigenen Geld zu bestechen, wird es uns erneut wählen?

    Ich habe einige Beispiele aus der Zahlentrickserei, Schwerpunkt Statistik, die dem 'gesunden' Menschenverstand entsprechen, nur bedauerlicher Weise mit dem Nachteil behaftet sind, völlig verkehrt zu sein. Extrapolierungen sind in diesem Zusammenhang wie Vogelkot auf Hundescheiße.

    Mehrwertschöpfung. Ja, wie viel ist denn ein Mensch namens Goethe wert? Wie viele lausige Poeten braucht es, die Existenz eines Schillers oder Gernhardts zu ermöglichen, zu rechtfertigen? Vielleicht sind es DOCH die Poeten, welche diese Welt noch retten könnten.

    Sorry. Bin schon wieder weg.

  20. #20
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Vielleicht sind es DOCH die Poeten, welche diese Welt noch retten könnten.
    Was glaubst Du warum ich hier bin....?!

  21. #21
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Was glaubst Du warum ich hier bin....?!
    Genau das wollten wir

    an dieser Stelle

    von Dir hören.

    Hier spricht das Selbst zum All

    aus dem Bewusstsein seiner Möglichkeiten.

  22. #22
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Lieber ins All sprechen, mit dem Risiko niemals eine Antwort zu bekommen...als gegen eine Bergwand reden und mit dem Echo zu hadern.

    In bin kein Freund der Amis, aber der Obama gefällt mir immer besser. Jetzt, zum Ende seiner Amtszeit, versucht der doch noch alles durchzuboxen...wofür er einst mal angetreten war.
    Mit seinem (längst überfälligen) neuen Klimakonzept tritt er den Profiteuren mal so richtig in den Arsch. Vermutlich wird er damit scheitern...aber Respekt gebührt ihm allemal. Und ich wette, dass auch hier die Merkel ihren Teil dazu beigetragen hat. Sie alleine, und sonst niemand, haut dem Obama die Umweltschweinereien schon seit Jahren um die Ohren.

    Vermutlich wird auch die Merkel irgendwann Größenwahnsinnig- aber wer will es ihr verdenken...bei all diesen Erfolgen? Dieser Wahn wird ihr dabei helfen ihre ehrgeizigen Ziele hartnäckig zu verfolgen.
    Sie hält alle deutschen Parteien, samt ihrer eigenen, und die ganze Welt in Schach - ob Russen, Chinesen, Amis oder der Nahe Osten...alles kein Problem. Echt faszinierend.

  23. #23
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    Es sind auch die Dürren und die zunehmenden Klimafolgen, die dahinter stehen. Klar, auch die "Sherpas" tragen ihren Teil in den Vorbereitungen zum Klimagipfel bei. Sehen wir einen Gesamtprozess, gibt es auch in Amerika bald ein Umweltflüchtlingsproblem, wenn nämlich Kalifornien wegen der extremen Dürre und dem Wassermangel entsiedelt werden muss und die "Fracking-Schneise", die sich durchs Land zieht, die zu erwartenden Grundwasserschäden sichtbar werden lässt.

    Für ihr verseuchtes Fleisch brauchen sie dann TTIP, damit wir deren Gift auch essen müssen.

    Es wird gegessen, was an globalem Gift auf den Tisch kommt. Bayern will Glyphosat verbieten - sagen jedoch noch nicht, warum...

    Wenn sich das alles im Gesundheitswesen durchschlägt, schlägt die Schuldenfalle erst wirklich zu.

    Ohne Verursacherprinzip kommen wir nicht weiter.

    Das "As Low as reasonable achievable" reduziert Verantwortung auf das technisch Zumutbare" und wird ALARA-Prinzip genannt.

    Es gibt wenige Profiteure und eine Weltbevölkerung, der dieser Giftcocktail untergejubelt wird.

    Daneben besitzt das Methangas nach Vermutungen von "Experten" eine 50 Mal größere Treibhauswirkung als das Kohlenstoffdioxid.

    Der Methangasgehalt in der ATmosphäre ist in den letzten 100 Jahren um 150 % gestiegen.

    Das Methanhydrat ist das Kontrablem. Wenn das Methangas durch die Massentierhaltung weiterhin unbedacht bleibt, die Permafrostböden weiter auftauen und das Methanhydrat (Methaneis) im Meer nicht mehr gebunden wird, können wir mit Seebeben rechnen, die ein Leben an den Küsten ziemlich riskant werden lassen.

    Verlieren die noch gefrorenen Erhebungen im Meer ihre Festigkeit, wird es mächtig rumpeln. Schätzing hat darüber mal recherchiert, aber sich schon im Verlauf des Schreibens des "Schwarms" von der Industrie kaufen lassen. Besser gesagt, es wurde ihm klargemacht, dass sich dieser Berg nicht einfach hinwegheben wird.

    Ohne die Tierhaltung mit den Folgekosten für die Abwendung der Klimakatstrophe zu verknüpfen, wird es kaum Profiteure des Situation geben.

    Wir werden feststellen, dass wir Geld nicht essen können. Zum Glück alles nur Elektronen, die MATERie spielen. Es nutzt niemandem in diesem Sandkasten, was wir tun. Alle verlieren Zukunftshorizont, bleiben die eigentlichen Ursachen weiter unbedacht.

    Ein Veganer benötigt 7 000 Quadratmeter Landfläche.
    Ein Vegetarier benötigt schon 21 000 Quadratmeter.
    Der Allesköstler benötigt das Zwanzigfache an Fläche - ganze 140 000 Quadratmeter.

    Diese Zahlen verdeutlichen, was mit einer Schadschöpfungsquote preislich einzurechnen wäre.

    Ruinieren wir den Regenwald weiter mit 12 % Renditeversprechen für "Waldinvestment" und der übermäßigen Wasserentnahme für die Tierzucht, geht uns allen die Luft aus. Wenn ein Grad Erwärmung bewiesener Maßen 7 % mehr Wasserbindungskapazität in der Atmosphäre ausmacht, sollten wir erkennen, dass Sauerstofftankstellennetze die Lebensqualität erheblich mindern.

    Wenn der Planet nicht bald von unserer Einsicht profitiert, steuern wir unprofitablen Zeiten entgegen:

    Der anteilige Zerstörungsgrad nimmt ständig zu und jeder künftig mögliche Profit wird durch die Schäden im Vorfeld aufgefressen. Je kranker sie in der Masse wurden, umso geringer die systemische Reproduktionsleitung. Ob eine Gesellschaft der Superkranken in einer Superrisikogemeinschaft funktionieren kann?

    Wenn die Schäden sozialisiert und die Gewinne privatisiert werden, kann dieses bei "freier Naturentnahme" nur dazu führen, dass uns die Luft ausgeht. Es ist eine Sauerstoffbilanz, die das Waldinvest unmöglich machen würde.

    Wir verscherbeln auch noch unsere Atemluft für die Geldvampire. Das ist unser globales Ego - lieber sterben, als einen Irrtum zuzugeben.

    Wollen wir wirklich sagen, wir hätten es nicht gewusst, den Planeten mit etwas weniger Fleischkonsum massiv profitieren lassen zu können?

    ES NUTZT UNS DOCH AUCH.

    Zitat Zitat von Laufkunde a.d. Beitrag anzeigen
    Vermutlich wird auch die Merkel irgendwann Größenwahnsinnig- aber wer will es ihr verdenken...bei all diesen Erfolgen? Dieser Wahn wird ihr dabei helfen ihre ehrgeizigen Ziele hartnäckig zu verfolgen.
    Sie hält alle deutschen Parteien, samt ihrer eigenen, und die ganze Welt in Schach - ob Russen, Chinesen, Amis oder der Nahe Osten...alles kein Problem. Echt faszinierend.

    Seit Kohl mit seinem "Leistung muss sich wieder lohnen" Europa in den Unterbietungswettbewerb geführt hat, ist sein Ziehkind den Auswirkungen der größenwahnsinnigen deutschen Industrie ausgeliefert.

    Das Ego auf dem Thron führt zum Cäsarenwahn, eine altbekannte Erkrankung.

    Vergleichen wir es mit Likes in den sozialen Netzwerken: Jeder Like ist ein bestimmtes Energiequant aus Bewunderung oder Ablehnung. Insgesamt im Zentrum dieser Energien zu stehen, und nicht dafür ausgebildet worden zu sein, macht wohl den Trainerschein für Politiker notwendig. Eine Art Kollektivenergiemanager, was damals die anfängliche Aufgabe der Priester in den Pyramiden ausmachte. Später verfielen sie in die Sklavenhaltung.

    Da liegen die Parallelen zur Jetzt-Zeit: Der Fall in die Sklaverei, die Nutzung der Macht des Geistes zur Unterjochung, ist eine sehr alte Energiestruktur. Ohne zu Erkennen, mit welchen Energien wir umgehen, werden wir den Kreis nicht schließen lernen.

    Frau Merkel musste mit ihrem Pfarrersvater 1959 von Hamburg in den damaligen Osten. Als sie gelernt hatte, diesen Kulturschock zu verarbeiten und sich angepasst hatte, fiel auch dieses ideologisch unlogische Kartenhaus zusammen. So ist sie gezwungen, wenigstens diese Lebenslüge aufrecht zu erhalten, nämlich für ihre ideologischen Ambivalenzen den Planeten zu opfern und es dennoch zu schaffen, dem Wahlvieh die Fassade der Klimakanzlerin erfolgreich vorzuspielen.

    Ja, sie hat eine gute Ausbildung in der Manipulation des Geistes genossen, liebe Genossinnen und Genossen. Der neue Fünfjahresplan unserer FDJ-Vorsitzenden und Fähnlein-Fieselschweif-Vorsitzenden wird scheitern. Sie kann die IG-Farben nicht mit dem Weltklima belasten, daher die aufgeregten Vorbereitungen zur strategischen Abwehr von sinnvollen Maßnahmen zur Rettung unserer Atemluft. IG-Farben plant ein Netz von Sauerstofftankstellen rund um den Planeten.

    Hab mal im tiefsten Kalischacht der Welt gearbeitet und bin bis zu 1500 Meter tief in unserem Planeten gekommen. Auf jedem Fahrzeug stand der Sauerstoffverbrauch pro Minute. Die Nichtbeachtung des Verhältnisses von Frischluft und den Verbrauchswerten aller Fahrzeuge und Menschen, wäre tödlich gewesen.

    Hier Oben können wir es ebensowenig dauerhaft ausblenden, eine Sauerstoff atmende Spezies zu sein. Wir setzen völlig absurde Prioritätenlisten. Das ist der Wahnsinn. Merkel ist eine perfekte "Gestaltwandlerin", darin könnte ihr Vorteil liegen. Ich bewerb mich mal bei Ihr als Mentalcoach. Die brauchen echte Lebenshilfe...

    Der Wahnsinn ist ein Hilferuf.

  24. #24
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Profiteure - eine Diskussion

    Das Ego auf dem Thron führt zum Cäsarenwahn, eine altbekannte Erkrankung.
    Da liegen die Parallelen zur Jetzt-Zeit: Der Fall in die Sklaverei, die Nutzung der Macht des Geistes zur Unterjochung, ist eine sehr alte Energiestruktur. Ohne zu Erkennen, mit welchen Energien wir umgehen, werden wir den Kreis nicht schließen lernen
    Die "Maas-Regelung" der Justiz scheint von solchem Wahn zu zeugen. Maas selbst war ja schon sehr umstritten...als er in sein Amt berufen wurde - nun weiß auch jeder warum. Was mich an der Sache stört ist...dass die Presse mal wieder fein raus ist - Charlie Hebdo lässt grüßen. Ist denn der Presseausweis gleichzusetzen mit dem Persilschein?

  25. #25
    kls
    Laufkundschaft

    Hier, da und dort auch

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Was glaubst Du warum ich hier bin....?!
    Liebe A.D.,

    genau das ist doch der Sinn von dem Ordner 'Warum schreibt Ihr?', nämlich dass Du uns die Gründe erläuterst und nicht zum Orakeln aufforderst.

    Sollte der Sinn Deines Schreibens Dir allerdings - wie ich in den Satz hinein interpretieren könnte - darin liegen, die 'Menschen' auf mehr dringend benötigte 'Menschlichkeit' hin zu weisen, die Welt zu erklären, zu verbessern, zu retten gar, muss ich auf Überschätzung schließen.

    So gut, dass mehr als 0,2 Personen durch Lesen in diesem Forum 'Aha-Erlebnisse am Fließbang' widerfahren, schreibt hier keiner. Ich leide allerdings unter der gleichen Realitätsverschiebung zu meinen Gunsten bei der Antwort auf die Frage, warum ich mir das mit dem Schreiben überhaupt antue: Ich habe nunmal keine andere Waffe als meine Schwäche.

    Auch lange Beweise seiner Klugheit von WSIB erreichen einen nur dann, wenn man sowieso schon vorher selber auf 'ON' geschaltet war.

    Aeroliths Geschichtsreflexionen sind bestimmt mehreren Leuten wichtig, doch mir nur bei Bedarf, also kaum, außerdem gehöre ich ihm bekannter Maßen nicht zu seinem Zielpublikum.

    A.D. glaubt. Was genau, weiß ich nicht, aber sie tut es mit Inbrunst.

    Sollte aber auch nur ein halber Mensch ein halbes Mal bei einem meiner Geschreibsel halb gelächelt haben und 10 Sekunden lang vielleicht Denken incl. Perspektivwechsel nicht vermeiden können, habe ich schon viel von dem erreicht, was mir am Schreiben in der Prioritäten der 'Verführt vom Wort Liste' an, na, meinetwegen 12'ter Stelle steht.

    (...) Denn, wie völlig offensichtlich, gehört diese, meine Plapperei, zu 80 % nach 'Warum schreibt Ihr?' Doch die Frage erging ja in diesem Ordner, also nehme ich auch in diesem Ordner Bezug.

    Aber vielleicht ist die schwache Hoffnung auf die heilsamen Kräfte der Poesie, die einzige Waffe , die Uns bleibt. Selbst wenn wir wissen, dass wir verlieren werden – es geht darum wenigstens Widerstand zu leisten. Und sei es auch nur Mental und vergeblich ...

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