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Thema: le spleen au naturel

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Post le spleen au naturel

    Ich schaue aus dem fenster,
    fixe idee:
    gäb ich mal wohnen, das monadenhafte
    dasein, für nomadentum, auf...
    Auf!
    Reibung an harzen, kleben!
    Hart rissspur mich (nadeln) aus
    dem trott. ebenfalls aber
    sanftboden in braun,
    fallobst faulen, um mich herum
    summen und vorgang
    (gärung), (tier
    wär zu viel fast - störende seelen);
    umstand statt erlebnis:
    nur gegebenes, rohstoff, fiber,
    hell und das Spüren, bloss,
    schon denkich ja wieder, das soll
    mir draussen nicht passieren.
    Frass; beruhigendes blut
    auch mitgebrachte strenge
    (klosthum), kühl - die borke - das moos,
    moschusgeruch, toddroge... wärs.
    Ich schaue aus dem fenster

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: le spleen au naturel

    MONADENTUM mit Wohnhaft gleichzusetzen - ein starkes Stück. Magst Du Leibniz net? (Ich sprech jetzt nicht von Keksen.)
    Deine Welt sitzt zwischen losen Fugen, wacklig ist der text ob seiner nur angeritzten Betulichkeit, die sich zwischen den Zeilen verliert. Ja, zwischen, zwischen, zwischen... Alles halb so schlimm, wäre da ein Kern, auf den ich mich als Leser konzentrieren könnte! Auch Gärung benötigt einen Kern, der Prozeß hört andernfalls auf.


    Wo ist der Kern?


    Stell ich mir einen Nomaden (hier zu Monade zu lesen) vor, der sich aus dem Fenster lehnt, eine beinahe unMöGLICHE Vorstellung ist das.


    Die Worte FRASS, BLOSS und DRAUSSEN kenne ich nicht. Lag's an der Tastatur?


    Das FAULEN ist ein wichtiger Vorgang, er bleibt nur einsichtig, nicht vielsichtig umrissen. Überhaupt: Du läßt hier jegliche ausgewogene Betrachtung, wie sie einem Dichter zukömmt, vermissen. Der Text ist darum schlichtweg mißlungen. Die Stimmung aber ist propädeutsam.

  3. #3
    resurrector
    Laufkundschaft

    Arrow AW: le spleen au naturel

    eine zweite Lesart täte der Diskussion sicherlich gut... will einer?

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: le spleen au naturel

    Nun, als alten Teilzeitnomaden (leidenschaftlicher Wanderer und bissl Kletterer), der abends in seine Monadenhöhle heimkehrt, spricht mich der Text schon an. Leider aber erschöpft er sich in einer bunten Aneinanderreihung von Wörtern, ein Sammelsurium halbgarer Gedanken, ohne Richtung, ohne Fokus, ohne Sog.

    Schade um die nette Idee, des am Fenster stehenden Seßhaften, der vom Aufbruch ins Draußen träumt. Er verliert sich in Beliebiges. Schade.

    Schön das Wortspiel Nomade - Monade.

  5. #5
    Kurzvormabschussiger
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    AW: le spleen au naturel

    Erinnert in seiner Transfiguration entfernt an "Franz Josef Czernin".

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