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Thema: Unser Goethe-Ordner

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Post Unser Goethe-Ordner

    Ganymed


    Wie im Morgenrot
    Du rings mich anglühst,
    Frühling, Geliebter!
    Mit tausendfacher Liebeswonne
    Sich an mein Herz drängt
    Deiner ewigen Wärme
    Heilig Gefühl,
    Unendliche Schöne!


    Daß ich dich fassen möcht'
    In diesen Arm!


    Ach, in deinem Busen
    Lieg' ich, schmachte,
    Und deine Blumen, dein Gras
    Drängen sich an mein Herz.
    Du kühlst den brennenden
    Durst meines Busens,
    Lieblicher Morgenwind,
    Ruft drein die Nachtigall
    Liebend nach mir aus dem Nebeltal.


    Ich komme! Ich komme!
    Wohin? Ach, wohin?


    Hinauf, hinauf strebt's,
    Es schweben die Wolken
    Abwärts, die Wolken
    Neigen sich der sehnenden Liebe,
    Mir, mir!


    In eurem Schoße
    Aufwärts,
    Umfangend umfangen!
    Aufwärts
    An deinem Busen,
    Alliebender Vater!




    mich interessiert, was goethe mit diesem gedicht ausdrücken wollte.
    hauptsächlich geht es mir um ganymed. warum wählt goethe gerade ganymed als titel?


    [Diese Nachricht wurde von Bo am 26. September 2000 editiert.]

  2. #2
    Alex
    Status: ungeklärt

    AW: Unser Goethe-Ordner

    Hi Bo!


    Goethe stellt in "Ganymed" den Menschen Gott gleich. Er behauptet, auch im Menschen stecke etwas Göttliches.


    Ganymed selbst, ein griechischer Jüngling und Königssohn von besonderer Schönheit, wurde von Zeus auf den Olymp geholt, um dort den Göttern zu dienen. Zeus muss also irgendetwas an Ganymed gefunden haben, dass ihn überzeugte, dass dieser es wert sei, auf den Sitz der Götter zu kommen. (Ob dies nun seine Schönheit war, die Zeus überzeugte ...?)


    Davon ausgehend scheint Goethe die Figur Ganymeds als historischen Beweis für seine Behauptung zu nehmen. Ganymed muss etwas Göttliches besessen haben, sonst hätte Zeus ihn nicht auf den Olymp geholt. Dies hat Goethe verallgemeinert und "gesagt", jeder Mensch besäße einen Funken an Göttlichkeit, der ihn gottesgleich macht.


    >Dies ist natürlich nur eine Vermutung. Strafe mich Lügen, wer immer auch kann!<


    Alex

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Kurzinterpretation


    1. Teil:
    -aus der Ferne erwächst im Frühling die nach Taten dürstende Sehnsucht
    -die Schönheit will umworben und ergötzt sein


    2. Teil:
    -der Konjunktiv wird verlassen, nunmehr der Ruf nach Aufnahme
    -Tal, d.i. ein Antonym zu den Höhen des Olymp
    -Zweifel am Aufbruch (der Gute kommt nicht)


    3. Teil:
    -er scheint zu kommen

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Es ist gerade die Macht Zeusens, daß er holen kann, wen immer er will. Ganymed muß nicht etwas Göttliches besessen haben, um auf den Olymp geholt zu werden. Es war die Wollust am Schönen, etwas für die Griechen Fundamentales. Das Schöne in Form eines Weibes, eines Knabens: Wo war da für Zeus der Unterschied? Das Schöne ist göttlichen Ursprungs; insofern, Alex, mag Dein Ansatz etwas für sich haben, aber das Schöne als solches ist akzidentiell, ein Außen, nicht Macht, sondern Ausdruck von etwas, wir nennen es das, was uns in Freiheit versetzt. So auch Goethe, denke ich. Das Schöne war ihm bestenfalls Ansporn, einer Neigung zu entsprechen und sich in ihm zu versenken, nicht das Göttliche selbst.

  5. #5
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Unser Goethe-Ordner

    Das Schöne ist Ansporn.


    Diesen Gedanken wollen wir festhalten und bewahren.

  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Ganymedes, im griech. Mythos Sohn des dardanischen Königs Tros und der Nymphe Kallirrhoe, wurde wergen seiner Schönheit nach der gewöhnlichen Sage vom Adler des Zeus in den Olymp entführt, wo er in ewiger Jugend das Amt eines Mundschenken verwaltet. Und wurde von den Astronomen unter dem Namen des Wassermannes unter die Sterne versetzt.


    soweit zum hintergründigen

  7. #7
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Ein bißchen viel Busengejodel!

    Textarbeit zu Goethen:

    Wie im Morgenrot... Geliebter (maskulin)... deiner ewigen Wärme heilig Gefühl, unendliche Schöne (feminin)!
    Zwitter, oder was?

    Ach, in deinem Busen... also doch, der Jüngling hat schon einen Busen.
    Eindeutig zu fett, falsch ernährt.

    Du kühlst den brennenden Durst meines Busens... komische Anatomie, Kehle ist dem Guten wohl nicht eingefallen... aber dann kömmts dicke: Morgenwind (Mit Geruch?), Nachtigall und Nebeltal, mehr Sülze geht wohl nicht?

    Ich komme, ich komme!
    Oh ja, oh ja!
    Mir kommts ebenfalls!

    Wohin?
    Weiß er auch nicht.

    Hinauf, hinauf strebt's, es schweben die Wolken abwärts... ja, wohin denn nur, rauf oder runter?

    Und dann noch den Vater vernaschen... also wirklich!

    Herr Goethe, setzen sechs!

  8. #8
    mariana
    Status: ungeklärt

    Goethe: "Der Zauberlehrling"

    hallo!
    könnte mir bitte irgendwer helfen?
    ich soll das gedicht "der zauberlehrling" mit der darstellung des zauberlehrlings von disney vergleichen, musikalisch sowie auch von der handlung her! kann mir bitte irgendwer helfen?
    vielen dank schonmal!

  9. #9
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Goethe: "Der Zauberlehrling"

    musikalisch? wußte nicht, daß goethe den text vertonte!


    http://www.moviebazaar.de/filmfan2.htm

    wesentlicher unterschied: mickey kämpft mit den tücken des objekts, der goethesche zauberlehrling übertritt das gebot der achtung gegenüber seinem meister. mickey bewährt sich und dreht die chose in eine eher lustvolle auseinandersetzung mit den widrigkeiten des daseins, bei goethe ist der zauberlehrling eher hülflos diesen ausgesetzt. meta-botschaft: wir amerikaner werden noch immer mit dem europäischen hokuspokus fertig.

  10. #10
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Goethe: "Der Zauberlehrling"

    (Disneys Zauberlehrling)

    Ich stimme Roberts Interpretation nicht zu. In beiden Fällen setzt sich der Zauberlehrling über das Achtungsgebot seines Meisters hinweg und lässt sich auf Mächte ein, die stärker sind als er selber. Mikey bewährt sich nicht, denn sowohl im Film als auch bei Goethe muss der Hexenmeister eingreifen. Richtig ist, dass Disneys Zauberlehrling lustiger ist.

    Im Prinzip ist die Botschaft in beiden Fällen die gleiche. "Überschätze dich nicht!" In dem Trickfilm ist das "Walle Walle" beeindruckender umgesetzt, als bei Goethe. "Die ich rief die Geister, werd ich nun nicht los" ist auch erkennbar.

    Kann man das Original überhaupt mit der optischen Umsetzung vergleichen? Es werden unterschiedliche Vermittlungswege gewählt. Im Film wird nicht mit Worten operiert, bei Goethe nicht mit visuellen Elementen. Das zu vergleichen ist so, als ob man Kochen von Suppe mit Verzehr derselbigen vergleichen möchte. Ich höre, wie es riecht bzw. hier: ich lese, wie es aussieht.

    Man könnte den Film mit Goethes Gedicht vertonen. Ein Sprecher aus dem Off, der mit dem Original kommentiert. Ich habe es ausprobiert. Das geht.

  11. #11
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    Cool AW: Unser Goethe-Ordner

    busengejodel ist ein schönes wort. allerdings wird der busen als das zu verstehen sein, was das herz schützt. der brennende durst ist demnach der liebesschmerz, nicht die trockenheit der kehle.

    solche gedichte liest man heutzutage selten aus der feder junger dichter. ich glaube, sie schämen sich VORAB schon mal, wenn ihnen worte wie busen, geliebter oder ähnliches aus der feder schlüpfen.

  12. #12
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: Unser Goethe-Ordner

    Dafür, daß wir uns hier Dichter schimpfen, ist unser Goethe-Ordner ausgesprochen dünn. Hat uns der Mann so wenig zu geben?

  13. #13
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Ich meine gestern gelesen zu haben, dass man die Schulen entgoethifizieren möchte. Das halte ich für einen Fehler. Wohl ist es richtig dem Fundament der Wissenspyramide ein Stück zu entnehmen...um "neuem Wissen" Raum zu geben...aber Goethe ist viel mehr als das - das ist deutsche Kultur und Identität.

  14. #14
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Das mag so sein sollen, ad. Goethe hat seine Hochs, seine Tiefs - in Hinsicht auf die Anerkennung durch Pädagogen. Vor etwa 140 Jahren hatte er ein Tief, mußte "wiederentdeckt" werden. Das ist das eine, ein anderes ist die Bereitschaft der Deutsch-Lehrer, Goethes Texte zu behandeln. Man trifft sich kurz vor dem ersten Schultag und bespricht eine Art von Lehrplan, dem alle Deutsch-Lehrer einer Schule zustimmen müssen. Meist geht es dabei nicht so sehr um einzelne Texte, sondern um grundsätzliche Themenfelder, beispielsweise, ob Fabeln in Klasse 5 besprochen werden sollen, ob man sich auf den Sturm und Drang in Klasse 10 einigen kann und so weiter. Ob ein Lehrer dann Lessing- oder Luther- oder gar Brechttexte nimmt, ist weitgehend ihm überlassen. - Für Außenstehende mag das dann so aussehen, da ja nun bestimmte Autoren nicht mehr zwingend vorgeschrieben werden, als ob das mit einem Verzicht auf eben die nicht ausdrücklich genannten Autoren verbunden wäre. Es liegt am jeweiligen Deutsch-Lehrer.

  15. #15
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Über die Nachteile eines föderalistischen Schulsystems wird ja oft gesprochen - dann ist das mal ein Vorteil, dass das...heruntergebrochen bis zum Lehrer...jeder selbst entscheidet. Und schaut man auf die USA...wo ein ähnliches System gepflegt wird...werden die Vorteile...gerade in Zeiten eines Trumps...noch deutlicher.

  16. #16
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Ich habe nie einen Zugang zu Goethe gefunden. Wie mir überhaupt der Zugang zu Klassikern heute mehr und mehr versperrt ist. Das betrifft vorrangig die Literatur, weniger die Musik, obwohl ich früher mehr 'Klassik' - also konkret die gängigen wie Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert - gehört habe, als heute.

    Bei Goethe und weniger bei Schiller, liegt das zum Gutteil an meinem Deutschlehrer am Gymnasium. Der war ein Goethe/Schiller-Narr, buchstäblich! Wir machten eine ganzes Schuljahr nur Goethe/Schiller. Jedes Drama, jede Ballade, unzählige Gedichte, viel Prosa - alles wurde durchgekäut bis zum Würgen. Der Mann las und rezitierte, predigte und dozierte mit einer Begeisterung und einem Pathos, das schon grotesk war. Die meisten dösten da ohnehin weg und die Deutschstunde war für viele eine Freistunde. Ich war in jungen Jahren sehr idealistisch und konnte mich für viele der Ideen und Ideale, die da postuliert wurden, durchaus begeistern. Doch diese Goetheverehrung, die bei dem Lehrer schon an Götzendienst erinnerte, war auch mir zuviel. Seitdem mied ich Goethe und habe seit meiner Matura kein Goethe-/Schillerwerk mehr zur Hand genommen. Schande!

    Es nur dem Lehrer anzulasten, ist zu billig. Ich habe doch eine Eigenverantwortung. Dennoch ist es, wie es ist. Besonders Goethe war mir auch eher wesensfremd. Schiller war mir da viel sympathischer.

    Heute, als gar nicht mehr idealistisch gesinnter Mensch - ich hab schon noch ein paar Leitlininien, diese sind eher ethischer und ökologischer Natur - fühle ich keine Veranlassung mehr, warum ich die Klassiker lesen sollte. Wobei mir Goethe nie als Idealist, denn eher als Opportunist und mehr selbstgefällig als empathisch vorkam (mea culpa, aber so war's).

    Mein Deutschlehrer, der mir ansonsten nicht unsympathisch war, sei mir nicht böse.

  17. #17
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Hier nochmal die Meldung:

    Zitat focus.de

    NRW streicht Goethe aus dem Abitur - die Empörung folgt prompt


    Ab 2021 soll Goethes "Faust I" in Nordrhein-Westfalen nicht mehr als Pflichtlektüre für Abiturienten gelten. Stattdessen sollen sich die Schüler künftig mit dem Werk "Nathan der Weise" von Lessing beschäftigen. Obwohl Nordrhein-Westfalen mit dieser Entscheidung nicht alleine ist, stoßen die Änderungen auf harte Kritik.


    Es sei wichtig, "die ganze Breite der Fächer im Abitur berücksichtigen zu können", erklärte das NRW-Schulministerium seine Entscheidung einem Bericht des "Bonner General Anzeigers" zufolge. Der Fokus der Abiturfächer wechsle aus diesem Grund alle drei bis vier Jahre. Lediglich in Bayern werde das klassische Werk noch als Prüfungsstoff vorausgesetzt


    Lehrerverband empört: Schule soll "kulturelle Identität" vermitteln
    Doch nicht allen scheint die neue Regelung wohl zu bekommen. So zeigte sich der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Hans-Peter Meidinger, schockiert: Er sei "fassungslos" über diese Entscheidung. Die Schule habe die Pflicht, "kulturelle Identität zu vermitteln". Goethes "Faust" gehöre seiner Meinung nach "unbedingt dazu". Das Werk von Goethe, den Meidinger als Humanist und Universalgenie bezeichnet, müsse Schülern vor allem deshalb nähergebracht werden, da es sie dazu anregen könne, "sich mit Themen zu beschäftigen, die jeden angehen".


    Goethe hat "festen Platz im Deutschunterricht"
    Das Ministerium betonte im Zuge der Kritik, dass grundsätzlich davon auszugehen sei, "dass Goethe seinen festen Platz im Deutschunterricht der gymnasialen Bildungsgänge hat". Schulen sei es freigestellt, die Werke Goethes weiterhin im Unterricht zu behandeln. Die Vorgaben für das Abitur würden lediglich festlegen, "welches Werk zur Abiturvorbereitung auf jeden Fall zu bearbeiten ist, damit landeseinheitliche Abituraufgaben gestellt werden können.
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ob Goethe oder Lessing - Hauptsache Brecht...von dem mir zwar so gut wie gar nichts gefällt...der aber immer noch "modern" ist - und dessen Vita wohl eine der interessantesten seiner Zunft ist.

    Ergänzung: modern...was sein Wirken als Künstler angeht. Brecht ist was für den Deutschunterricht...wenn man seine politischen Ansichten außen vor lässt. Diesbezüglich war er schon zu seiner Zeit alles andere als modern.

  18. #18
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Also ich weiß nicht, wie das mit dem Abi in D ist. Ausserdem habt ihr ja diese föderale Kleinkrämerei im Bildungswesen, die für mich absurd ist. Gut für Bayern, schlecht für Bremen. Was soll das? Und ich weiß auch nicht, wie das heute in A ist.

    Zu meiner Maturazeit (1973) war es im Fach Deutsch so, dass wir eine Leseliste über 25 Werke abgeben mussten, welche wir gelesen und in- und auswendig kennen mussten, weil darüber bei der mündlichen Matura 2 Fragen kamen, welche in die Tiefe gingen. Von den 25 Werken mussten 5 Weltliteratur sein (also nicht deutsch im Original), von den restlichen 20 mussten 5 der dt. Klassik angehören (Lessing, Goethe, Schiller), wobei jeder der 3 einmal vertreten sein musste.

    Ich finde es blöd, Faust I oder ein bestimmtes Goethewerk als Pflichtlektüre zu definieren, hingegen sollte es dem Prüfling freigestellt sein, ein Goethe/Schillerwerk selbst zu wählen.

    Ich frag mich aber schon, ob das die Probleme unserer Zeit und Jugend betrifft. Der klassische Bildungskanon sollte für Abiturienten natürlich ein Begriff sein, doch fände ich es wichtiger, mit den Schülern zu erarbeiten, was uns diese alten Säcke heute noch zu sagen haben, ob überhaupt und wenn ja, was.

  19. #19
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Unser Goethe-Ordner

    Gibt in allen Parteien Politiker, die gerne den Bildungsföderalismus abschaffen würden. Allerdings wären wir dann nur noch auf dem Papier ein föderalistischer Staat.

    Gibt tausend gute Gründe den Föderalismus abzuschaffen...aber mE auch einen ganz wesentlichen...der dafür spricht...ihn zu erhalten: der Föderalismus macht es dem Despoten nicht ganz so einfach. Und wer weiß...ob wir wirklich so immun gegen einen solchen Herrscher sind...wie wir meinen. Eine Ökodiktatur...die uns drohen könnte...halte ich gar nicht mal für so unwahrscheinlich. Und wer Weltliteratur aus Gründen von "political correctnes" umschreiben lässt, der macht auch vor Schulbüchern keinen Halt.

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