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Ergebnis 1 bis 14 von 14

Thema: Unwort der Jahres

  1. #1
    Friedelfie
    Laufkundschaft

    Unwort der Jahres

    1. Chuzpe
    2. Grexit

    (von kls im Auftrag seiner ... äh ... Bekannten)

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    AW: Unwort der Jahres 2015

    1. Tsipras
    2. Varoufakis

    ...weil die Kluft zwischen Beachtung und Bedeutung so unglaublich groß ist.

  3. #3
    Thorsten Boden
    Laufkundschaft

    AW: : Unwort der Jahres 2015

    Mein Unwort:

    Merkeln

  4. #4
    kls
    Laufkundschaft

    Unwort der Jahres 2015

    In diesem Forum wird die Frage nach dem Unwort fast jedes Jahr gestellt. Ich persönlich habe mich noch nicht entschieden. Vielleicht sollte ein Dutzend von uns fünf (Mehr Leute hat dieser Laden nach seiner Renovierung bislang noch nicht als regelmäßige Mitmacher angezogen), (zudem wird dieser Ordner 'Unwort' im Regelfall von Aerolith erstellt und gepflegt) einige ernstgemeinte Vorschläge machen, wäre mein Vorschlag, und in einigen Monaten könnten wir in Form eines Rankings metaphorische Podeste zimmern.

    Wir dürfen solch wichtige Angelegenheiten doch nicht widerstandslos der 'Lügenpresse' überlassen!

    Ich denke da an Begriffe wie 'Eurex' (den gibt es, glaube ich, wohl bislang noch nicht, aber seine inhaltliche Bedeutung geht weit über 'Griechenland ist Pleute' hinaus)

    Dann diese ganzen -Xxx-pedia Wortkreationen.

    Und Begriffe, die das Gegenteil meinen wie: "Saubere Kriegsführung"; aber ich bin mir fast sicher; dieses Wort wurde schon einmal verachtend behandelt.

    Vielleicht sollte man zusätzlich eine allgemeine Negativliste unabhängig von der Jahreszahl auch überdenken. A.D schätzt Worte wie 'hatte' nicht, ich ertrage keine Begriffe wie 'Gemeinschaft' und 'nachhaltig' mehr etc.

    Nur so ein Vorschlag.

  5. #5

    AW: Unwort der Jahres 2015

    Streichen wir das Wort "ICH" aus jedem Duden, könnte die Welt ab sofort kein persönliches Problem mehr erkennen.

    Aber was wären die Menschen ohne ihre Problemprojektionen?

    Ich fände das Wort "Freiheitskämpfer" hätte es verdient, den Hauptpreis in der Kategorie "Semantische Verklärung" zu bekommen.

    Mit deutschen Waffen zum wehrlosen Opfer gemacht zu werden, wird mit "Freiheitskämpfer" umschrieben. Wenn ganze Gebiete zu KZ´s gemacht werden, sind wir doch schlimmer als damals. Eben eine echte Wertegemeinschaft...

  6. #6
    Friedelfie
    Laufkundschaft

    Unwort seit es Unwörter gibt

    Dieses Wort 'Eigentlich' gehört verboten, seitdem es existiert. Also in den nicht vorhandenen Ordner: 'Worte, die ein Poet nicht nutzen sollte, ohne sich durch solch Thuin sofort als Nichtpoet geoutet zu haben'.

  7. #7
    kls
    Laufkundschaft

    Unwort der Jahres 2015

    Biodeutscher.

    Das ist Jemand ohne Migrationshintergrund. also im Prinzip ein 'Arier', (hier so gemeint, wie einst gewisse Knallköppe diesen Begriff nutzten). Bei Erdbeeren steht ja auch auf der Verpackung, ob sie aus Deutschen Landen oder Spanien sind.

    Andererseits habe ich dieses Wort erst ca. max. 20 Mal in Verwendung erlebt, aber mich gefühlte 1.000.000.000 Mal darüber aufgeregt. Das schafft es nicht auf die Liste. Noch nicht einmal auf den letzten Platz.

  8. #8
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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  9. #9
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Unwort "Lügenpresse"

    erstellt von MZ:
    Magdeburg. Die Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt hat am Mittwoch gegen den privaten Rundfunksender Radio SAW ein Beanstandungsverfahren wegen Verstößen gegen das Landesmediengesetz und gegen den Rundfunkstaatsvertrag eingeleitet. Darüber hinaus leitete das Gremium, das die Aufsicht über die Radio- und Fernsehsender im Land hat, auf einer Sondersitzung ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Sender ein. Dies bestätigten Teilnehmer der Sitzung. Der Chef der Landesmedienanstalt, Martin Heine, wollte sich am Mittwoch nicht zu Details äußern.
    SAW wird vorgeworfen, im Auftrag der Landesregierung mehrere Sendungen produziert zu haben, in der politische Inhalte in einer Art Dauerwerbesendung verkauft worden waren, ohne dass dies dem Hörer gegenüber deutlich gemacht wurde. Betroffen waren in drei Fällen die SPD-geführten Ministerien für Soziales, Justiz und Finanzen. Die Ministerien zahlten jeweils 10.000 Euro, allerdings nicht direkt für die Produktion der Sendung, sondern für Werbespots, die im Vorfeld auf die zweistündigen Sondersendungen hinwiesen. In einem vierten Fall wird dem Sender vorgeworfen, ein von einer ehemaligen Moderatorin produzierten und vom Paritätischen Wohlfahrtsverband finanzierten Beitrag gesendet zu haben, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich nicht um einen redaktionellen Beitrag handelt. Für den Beitrag erhielt die einstige SAW-Moderatorin und heutige Geschäftsführerin von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt, Maren Sieb, den Mitteldeutschen Radiopreis.
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    Dieser und ein von Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) in Auftrag gegebener Beitrag sind allerdings nicht mehr Bestandteil der Ermittlungen der Landesmedienanstalt – beide Sendungen sind älter als ein halbes Jahr, die Fälle gelten damit als verjährt. Anders verhält es sich jedoch bei jenen Sendungen im Auftrag von Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) zum Schul- und Kindergartensanierungsprogramm Stark III und von Justizministerin Angela Kolb (SPD) zum Opferschutz. In beiden Fällen sei „nicht erkenntlich gewesen, dass es sich um politische Werbesendungen“ gehandelt habe. Es habe im Wesentlichen „keine redaktionelle Freiheit“ bei der Gestaltung der Sendungen gegeben, sondern stattdessen klare Vorgaben des Auftraggebers gegenüber dem Radiosender. Es habe sich um eine Werbesendung gehandelt, „die hätte auch kenntlich gemacht werden müssen“, hieß es auf der Sitzung der Landesmedienanstalt. Dies sei aber nicht erfolgt.
    Bußgeld für SAW?
    Zwar erklärte Medienanstalts-Direktor Heine am Mittwoch, die Fälle würden weiter geprüft und der Sender erhalte noch Gelegenheit zur Stellungnahme. Mit einer endgültigen Entscheidung sei aber erst auf der Dezember-Sitzung des Gremiums zu rechnen. Doch offensichtlich ist dieses von den Verstößen gegen die Werberichtlinien laut Landesmediengesetz und von Verstößen gegen Sponsoringvorschriften des Rundfunkstaatsvertrages bereits überzeugt – sonst wäre nicht parallel das Ordnungswidrigkeitsverfahren eröffnet worden. Dies könnte letztlich in einer Bußgeldzahlung des Senders gipfeln. SAW hatte eine Einflussnahme auf seine redaktionelle Hoheit bei den Sendungen immer bestritten, die betroffenen Minister diese Form der Öffentlichkeitsarbeit verteidigt. „Wir warten jetzt erst einmal den Ausgang des Verfahrens ab, aber ich will schon deutlich sagen, dass diese Form der Öffentlichkeitsarbeit von SPD-geführten Ministerien auch hätte deutlich als solche gekennzeichnet werden müssen“, sagte CDU-Fraktionschef André Schröder auf Anfrage der MZ. Zuvor hatte auch die Opposition von Linken und Grünen die Vorgänge scharf kritisiert. (mz)

    der skandal um radio SAW rankt sich keineswegs um das thema "lügenpresse", denn das dort geschehene sind keine "lügenpresse"-indizien, sondern formfehler, die aber auf vorauseilendem gehorsam beruhen. man stelle sich vor, SAW würde AfD-nahe beiträge derart senden. das gäbe einen aufschrei! so aber gibt es ein bußgeld - gut ist. oder auch nicht. doch letztlich ist SAW privat, also ist es deren sache, wessen politische inhalte sie senden wollen. dumm nur, daß es keinen privaten sender gibt, der nicht linksliberale inhalte sendet. oder gibt es den?

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Exclamation smombie

    Smombie ist es geworden. Jemand, der den Blick nicht vom Bildschirm nehmen kann.

  11. #11
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    AW: Unwort der Jahres 2015

    für 2016 schlage ich "postfaktisch" vor...hört man immer wiede im Zusammenhang mit der Politik - die Lüge ist nicht nur salonfähig geworden...sie wird regelrecht hofiert.

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Unwort der Jahres 2017

    Unwort 2017:
    Alternative Fakten

    Das Wort hatte seinen Höhepunkt beim Streit über die Zuschauerzahl bei Trumps Amtseinführung
    http://www.deutschlandfunk.de/unwort...icle_id=408435
    Denn die von Conway verteidigte Behauptung Sean Spicers, (ehemaliger) Pressesprecher des Weißen Hauses, Trump habe bei der Amtseinführung das "größte Publikum" überhaupt gehabt, war schlicht faktenwidrig. Es war eine Unwahrheit, oder - wenn man Absicht unterstellt - eine Lüge, und ist als solche weltweit gerügt und lächerlich gemacht worden.
    Wobei ich immer noch im Zweifel bin, ob nicht Spicer doch Recht hatte. Klar, die Zuschauerzahl vor Ort war geringer als bei der Amtseinführung Obamas. Aber wenn man die Zuschauer an den Fernsehgeräten und Computer mitrechnet? Ich zumindest habe mir bei Trump zum ersten Mal eine Amtseinführung eines US-Präsidenten angeschaut.

  13. #13
    Lara Rubin
    Laufkundschaft

    AW: Unwort der Jahres 2017

    Zitat Zitat von Streusalzwiese Beitrag anzeigen

    Unwort 2017:
    Alternative Fakten

    Das Wort hatte seinen Höhepunkt beim Streit über die Zuschauerzahl bei Trumps Amtseinführung

    Höhepunkt? Das Wort ist bei uns einmalig dadurch bekannt, es wurde nicht weiter verwendet.
    Doch, es wird schon weiter verwendet, heute erzählte mir jemand, seine Kinder argumentierten bei einem Streit mit diesen alternativen Fakten. Aber das hat nichts mit diesem damaligen wie Höhepunkt zu tun.

  14. #14
    facticator
    Laufkundschaft

    AW: Unwort der Jahres

    guter Kommentar:

    erstellt von jf:
    [..]Der Jury um Linguistikprofessorin Nina Janich zufolge sei die Bezeichnung „der verschleiernde und irreführende Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen“.

    Den Begriff prägte Donald Trumps Beraterin Kellyanne Conway, die mit „alternative facts“ die falsche Tatsachenbehauptung bezeichnete, zur Amtseinführung des US-Präsidenten Anfang 2017 seien so viele Feiernde wie nie zuvor auf der National Mall vor dem Kapitol in Washington gewesen. „Der Ausdruck ist seitdem aber auch in Deutschland zum Synonym und Sinnbild für eine der besorgniserregendsten Tendenzen im öffentlichen Sprachgebrauch, vor allem auch in den sozialen Medien, geworden“, erläuterte Janich.
    Er stehe „für die sich ausbreitende Praxis, den Austausch von Argumenten auf Faktenbasis durch nicht belegbare Behauptungen zu ersetzen“. Alternative oder falsche Fakten sind aber nur die halbe Wahrheit. Fest steht: Es gibt sie, die Falschmeldungen oder zurechtgebogenen Tatsachen auf vermeintlich konservativen oder rechten Blogs und Social-Media-Accounts.
    Fest steht aber auch: Es werden regelmäßig Fake News von Links und auch von seiten der sogenannten Qualitätsmedien veröffentlicht. Dort nennt sich das dann einfach Political Correctness. Auch durch Weglassen und Nicht-Berichten kann man die Öffentlichkeit fehlinformieren.
    Beste Zeiten für seriöse Berichterstattung
    Die Chancen für seriöse Berichterstatter standen indes noch nie so gut wie jetzt, als solche zu überzeugen. Nicht trotz, sondern gerade weil es eine große Konkurrenz im Internet und dort vor allem in sozialen Netzwerken gibt, die – bewußt oder nicht – unsauber oder gar falsch berichtet. Wer konstant mit faktenbasierter Berichterstattung statt mit Nanny-Journalismus auffällt, dem glaubt der Leser am Ende mehr, und dafür bezahlt er mitunter auch gerne.
    Anstatt sich über „alternative Fakten“ aufzuregen, die sich später manchmal auch als Wahrheit erweisen, sollte sich das – noch – tonangebende linksintellektuelle Milieu lieber fragen, warum es offenbar so viel Nachfrage an „alternativen Fakten“ gibt, daß eine selbsternannte sprachkritische Jury den Ausdruck zum Unwort des Jahres küren kann.
    [..]

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