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Thema: Guelferbytana

  1. #1
    Philipp Eib
    Status: ungeklärt

    Question Guelferbytana

    was bedeutet dieses wort ???
    google und britannica brachte keine brauchbaren ergebnisse


    bin für jede antwort dankbar


    MfG
    Philipp Eib

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Guelferbytana

    Guelferbytana oder auch guelf. guelferb. bedeutet (glaube ich zumindest...): eine Schrift aus der Herzog August Bibliothek (Wolfenbüttel). Guelfen = Welfen


    w.

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Guelferbytana

    ...und dann frage ich mich schon lange, was eigentlich ein PRIMQUIMISATOR ist.


    Willow, weißt du das auch?
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Guelferbytana

    google und britannica brauchte keine brauchbaren ergebnisse


    hm,
    nun ist es hier mal wirklich ernst und ich grinse mir eins....
    Wozu braucht man so komplizierte Worte?




    sl

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Guelferbytana

    Nöö

  6. #6
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    AW: Guelferbytana

    Ich glaube, das ist einer von diesen schwarz gekleideten Männern mit Sonnenbrillen, die einen von der Straße weg entführen, wenn man Eier holen geht.
    Oder waren was die Illuminaten? *grübel*

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Guelferbytana

    Ich könnte aber erklären was ein Exquisitor ist.

  8. #8
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Guelferbytana

    Gemein, Du kennst mich.

  9. #9
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    Post AW: Guelferbytana

    Ich habs herausgefunden, hier ist es

    Die (vorläufig) letzte der Bierfahrten des Odysseus

    Tief im Süden, wo Griechenland wie ein ausgefranster alter Lappen in drei Zipfeln ausläuft, liegt die Insel Guelferbytana. Unberührt vom Touristenrummel verharrt sie in tiefstem Dornröschenschlaf. Denn sie ist das letzte Refugium einer sagenhaften Tierart, makrocephalus luminosa, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vom Angesicht der Erde verschwand. Nur auf Guelferbytana soll es noch ein paar Exemplare geben, die in den Abend- und Nachtstunden die Kiefernwälder durchstreifen, begleitet von dem grünlichen Schein ihres Horns, das an der Spitze einen glockenförmigen Leuchtkörper trägt. Friedlich und faul sind sie und ernähren sich von Kiefernzapfen. Doch weiß man wenig, und seit drei Forschergenerationen ist M. luminosa unsichtbar.
    Trotzdem herrscht auf Guelferbytana striktes Bauverbot. Für die wenigen Touristen, die sich hierher verirren, und für hoffnungsvolle Forscher gibt es einen Campingplatz und eine bescheidene Kneipe. Der Wirt ist ein Aussteiger deutscher Herkunft und heißt Willi.
    Willi nennt eine Motorjacht sein eigen, mit der er auf Wunsch Gäste vom Festland holt und wieder zurückbringt. Sein Bier selbst zu besorgen, ist unter seiner Würde. Für die Bierfahrten war schon immer Willis Faktotum zuständig, ein grauhaariger und stoppelbärtiger Einheimischer namens Odysseus. Solche Bierfahrten fanden im Sommer, wenn auf dem Campingplatz guter Betrieb herrscht, fast täglich statt. Odysseus benutzte seine eigene Motorjacht, die er sicher zu navigieren wußte, bis er sich zur Senkung des Treibstoffverbrauchs einen völlig neuartigen Primquimisator einbauen ließ. Und damit nahm das Unglück seinen Lauf.

    Dieser Primquimisator schien nämlich auf undurchsichtige Weise die Disziplin an Bord zu untergraben. Das kleine Schiff war plötzlich nicht mehr zuverlässig zu steuern, legte sich quer zur gewollten Fahrtrichtung und trieb nicht selten gar ärschlings in den Hafen. Zu allem Überfluß litt auch Odysseus’ Moral: Seit er den Primquimisator an Bord hatte, befanden sich in seiner Bierladung immer öfter leere Flaschen in den Küsten. Das wiederum war Wirt Willi wenig willkommen. Trotzdem schluckte er stillschweigend seine Empörung, denn Odysseus war eine cholerische Natur.
    Nun hielten sich zu jener Zeit gerade besonders viele Naturforscher und Biologieprofessoren auf der Insel auf, die Tag und Nacht die Kiefernwälder nach M. luminosa durchsuchten, dazu etliche deutsche Touristen, und der Bedarf an Bier war enorm. An einem wolkenverhangenen Abend im Mai mußte Odysseus gar ein zweites Mal ablegen. Das war ein Stich in seine redliche Seemannsseele, denn sein Feierabend war ihm heilig. Trotzdem lud er den Frachtraum seiner Jacht voll und machte sich zur Bierfahrt auf.

    Es sollte seine letzte werden. Der Primquimisator bestand nämlich noch beharrlicher auf seinem Feierabend als sein Kapitän. Kaum war das Festland in der Ferne in einem dunklen Wolkenstreifen verschwunden, da begann das Boot Zickzack zu fahren und sich querzulegen. Odysseus fluchte auf Boot und Treibstoffersparnis und spülte fleißig seinen Zorn. Als nach zwei Stunden hilflosen Hin- und Herkreuzens endlich der Strand von Guelferbytana in Sicht kam, rieb sich Odysseus verwundert die Augen, denn ihm bot sich nicht die gewohnte Felsküste dar mit der natürlichen Bucht, in der Willis Boote dümpelten, sondern ein flacher Streifen weißes Sandes, der sich nach links und rechts endlos auszubreiten schien, und dahinter erhob sich eine dunkle Masse: Das war der Kiefernwald von Guelferbytana. Noch ehe Odysseus neuen Kurs fassen konnte, lief das Boot knirschend auf Grund.
    Da war guter Rat teuer. Odysseus warf seinen Anker und stieg ins Wasser. Es reichte ihm bis zur Brust. Schwimmend gelangte er an den Strand, mühte sich den Sandstreifen hinauf und hielt Umschau. Es wurde schnell finster, das Festland war längst außer Sichtweite, der Himmel schwarz von Wolken, und kein trauter Lichtschein aus Willis Wirtschaft wies ihm den Weg. Kalt war es außerdem. Er schlug die Arme um den Körper und ging mit sich zu Rate, was er tun sollte. Das Nachdenken fiel ihm nicht leicht, denn schließlich war dies eine Bierfahrt. Einen Augenblick dachte er daran, Willi über sein Handy anzurufen und um Hilfe zu bitten. Doch Willi wartete wohl schon auf sein Bier und schäumte vor Wut. Überdies war das Handy auf dem Boot zurückgeblieben, und letzteres war in der zunehmenden Dunkelheit nicht mehr zu erkennen. Odysseus suchte das Wasser ab, bis ihm die Augen tränten, aber er fand nichts. Zurückschwimmen kam nicht in Frage.
    Er dachte gerade darüber nach, in den Wald hinaufzugehen, da wurde es plötzlich heller. Es war jedoch weder die freundliche Helligkeit der Sterne noch der weiße Schein des Mondes, was er sah, sondern ein gespenstisches grünes Leuchten, das ihn in die Knie zwang und seinen verwirrten Geist um und um drehte. Am Saum des Waldes trat zwischen den Bäumen hervor ein hochbeiniges, schlankes Tier, groß wie ein Pferd, mit lockig-weißer Mähne und einem Horn zwischen den Ohren, das in einen glockenförmigen Leuchtkörper auslief. Es neigte den Kopf vor Odysseus, der, in Ehrfurcht und Schrecken erstarrt, den Gruß tief erwiderte. Das leuchtende Tier kam auf ihn zu und blieb vor ihm stehen. Er spürte den warmen Atem auf seinem Gesicht und roch den Duft des Fells, einen angenehm scharfen und frischen Geruch. Er schloß die Augen und spürte einen leichten Schubs an der Schulter. Dann war es vorbei.
    Reglos, auf vier Schwimmfüßen ruhend, sah er dem Mann nach, der im schwindenden Licht seines eigenen Körpers ins Meer zurückkehrte und den Weg zu dem Boot fand. Bis er es erreicht hatte, war sein Körper dunkel geworden und verschmolz mit dem Meer. Einen Augenblick später brummte der Bootsmotor. Und Odysseus machte kehrt und ging in dem grünlichen Schein, den sein Horn verbreitete, in den Wald hinein.

  10. #10
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Guelferbytana

    primquimisator ist ein primo - einer, qui - der , satis - genug -or = nomen anzeigend


    also, ein p. ist einer, der genug hat


    Achtpanther hat mit seinem NÖH also ganz recht


    einer, der bier schippert, kann nicht willi heißen, bestenfalls kowalski!

  11. #11
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    Renommee-Modifikator
    19

    Post AW: Guelferbytana

    rodbertus,
    du bist mir auf die Schliche gekommen.


    Trotzdem ist Zefiras Geschichte nett.


    Bin momentan gut ausgelastet, deshalb melde ich mich so selten. Aber nächste Woche habe ich Ferien und bin wieder voll dabei.


    Ausschnitt aus meinem Roman "Nutzlose Menschen":


    "Der Maler steuerte durch die Lage seiner Bilder zu einem größeren Umweg gezwungen auf eine Ecke des Raumes zu, in der neben einer Liege eine große, kastenförmige Geräteanordnung stand, deren Sinn Benjamin nicht erfassen konnte. Farblich voneinander unterschiedene Schläuche verbanden die Teile, an einer Seite war so etwas wie eine Pumpe.
    "Was ist denn das?" fragte er neugierig und vermutete, daß dieses ihn medizinisch anmutende Gerät vielleicht das sperrige Meisterwerk war; eine Art Perpetuum mobile oder Weltmaschine. Er hatte von Sonderlingen gelesen, die solch sinnlose Dinge konstruierten. Sontheimer lächelte geheimnisvoll, trat zu seiner Maschine und legte eine Hand auf sie. Diese Geste war bemerkenswert zärtlich.
    "Dies ist ein hadronenschleuderndes Entropiespektroskop", erläuterte er lässig. "Man nenne es auch Primquimisator. Es gibt noch drei oder vier andere Bezeichnungen dafür, die dir noch weniger erklären würden. Eschatologisch und damit einfach ausgedrückt: Ist diese Maschine in Betrieb, erzeugt sie im Lambert-Raum, das ist die n-1 te Exploration einer psycho-antropromorphen Dimensionalität, eine stehende, circumscripte Welle, die sich mit antichronischer, ionostatischer Energie lädt; ein Vorgang, der, stark simplifiziert, mit der Massensteigerung von Tautonen bei ihrem Durchgang durch das Higgs-Teilchenfeld vergleichbar ist. Die Folge dieser Ladung ist eine amplitutionäre Implosion der Welle, die deshalb in diesem Zimmer das Einsteinsche Raum-Zeit-Kontinuum etwa vierhundert- bis sechshundertmal in der Sekunde, laienhaft gesagt, durchlöchert. Dadurch entsteht eine tubusförmige Stasis, durch die für die kinetische Emanation der Psyche eine wenngleich mangelhafte Konnektionalschleifentransmittierung zum Lambert-Raum möglich ist. Im Augenblick meines klinischen Todes steht also die Chance, ihn durch das Verschmelzen mit jener Dimensionalität zu überleben, ganz ordentlich.Wenn dieser Raum existiert, so geben gewisse Fähigkeiten die spirituelle Kraft, ihn mit einer solchen Schnelligkeit zu durchschreiten, daß ihre Wirkungen seiner Aufhebung gleichkommen. Von meiner Liege bis zur Grenze der Welt gibt es nur zwei Schritte: den Willen - den Glauben! Ich muß nur hier auf der Liege masturbieren, wenn der zeitlose Moment naht, der mein ephemeres Noch-Sein in dieser Existenz in ein Nichtsein metamorphiert, in der, um wie ein Dichter zu sprechen, meine Seele ihre Klammerung an das Jetzt löst, um die Ewigkeit zu schwängern.""
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

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