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Thema: unnahbar

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Post unnahbar

    wie die rose hinter glas
    bist du der welt entrückt.
    du willst mich fesseln?
    nein!
    es bleibt gefangen
    deine anmut.
    kein zeichen
    welches zu mir sagt:
    "geduld,mein freund,
    ich werde mich befreien..."
    ich mag nicht warten
    bis dein blatt verwelkt.
    entfesselt geh ich
    endlich
    meiner wege...

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: unnahbar

    Lieber decariot,
    Du dichtest. Das ist erstmal gut. Aber auch schön? Nun gut, dazu etwas von mir. In diesem Text, der geschlossen daher kommt, stellst Du Fragen, rufst aus und zitierst. Das ist ein großes Zuviel, das ist Mischmasch. Schade um den Eindruck von Geschlossenheit, den der Text letztendlich hinterlässt. Frag Dich einmal, ob das Fragen tatsächlich sein muss, ob das Neinsagen hier in Zeile vier sein muss und ob diese unsäglichen Zeilen acht, neun und zehn sein müssen. Das ist insgesamt Geschwätzigkeit, die das Denken ersetzt, die die Zappeligkeit am Ende unterstützt, wobei die Zeilen "endlich meiner Wege..." wieder beruhigender wirken, und das willst Du doch tatsächlich ausdrücken, nicht wahr?


    herzlichst uis

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    AW: unnahbar

    lieber uis
    du beschränkst dich gerne darauf,anderen zu zeigen,wie schlecht sie doch sind.mir scheint es,als wolle er damit unterstreichen,wie gut er doch ist......... manchmal sogar lächelst du mit der gönnerhaftigkeit eines großen lyrikers über ein profan wirkendes gedicht.
    ich empfinde deine art kritik zu üben als nur sehr bedingt konstruktiv.großenteils ist sie herablassend.ich bin nicht nur lyriker sondern obendrein mensch.einer,der auch zwischen den zeilen gut lesen kann.
    somit halte ich es mit deiner kritik mit dem komponisten max reger,der seinem kritiker einst schrieb: ich befinde mich auf dem kleinsten ort meines hauses. gerade hatte ich ihre kritik noch vor mir. jetzt habe ich sie hinter mir.....
    herzlichst descariot

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: unnahbar

    wie die rose hinter glas
    bist du der welt entrückt.


    >>>


    das gefällt mir. das genügt mir. der rest: bildlos, alles und nichts, mehr oder weniger nichts. aber die zitierten beiden zeilen, mein lieber, gefallen mir wirklich.


    dear greetings.
    Mr. Jones

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: unnahbar

    Ein Es, ein Ich, ein Er, ein Du. Und du, du lachst dazu! Zuviel des Personalisierens in dieser gedanklichen Enge, die anzeigt, aber nichts entwickelt. Ein Gedanke wie der erste, der der ROSE HINTER GLAS, gäbe einen schönen Anlaß zum Schreiben eines lyrischen Textes. Welche Möglichkeiten hätte einer, der das wollte? (Und ich gebe hier zu bedenken, daß es schnurz ist, ob dieser Gedanke schon gedacht worden ist, er ist es nicht von mir und nicht von Sven Kowollek und nicht von decariot; deswegen will der Dichter ja immer wieder neue Wege übers Land finden... Also, das mit dem Geklauthaben stelle ich jetzt in die heute schon genannte dunkle Ecke des Hauses.) Er könnte mithin versuchen, die Rose zu benennen, zu beschreiben, ihre Dornen, ihre Farben, ihr Eingesperrtsein ins Gläserne, was viele Möglichkeiten zuließe, dieses Bild im Leser zu manifestieren, durch Gleichnisse aus anderen Anschauungen zu erweitern, den Gedanken des Eingesperrtseins gegen den der Schönheit oder Liebe zu setzen... Was aber macht der Dichter hier? Er verneint das Eingesperrtsein, denn die ROSE WILL FESSELN! Mit Anmut? Gut, dann diesen Gedanken weiterspinnen. Und nun? Dumpfe Rücknahme dieses Spannungsmoments, denn die Rose ist ja eben eingesperrt. Wir sind wieder am Anfang, keinen Schritt weiter. Wußten wir nicht beim ersten Lesen des Wortes ROSE, daß sie schön und anmutig sein muß?! Das ist bei Rosen so. Sonst würde man sie erfinden müssen. Oder von Disteln schreiben.
    Und so weiter...


    Text ist mithin eine nichtssagende Rotation ums Entwicklungslose, aber angeschaut habe ich hier auch nichts, was meine Phantasie entzünden könnte, sofern sie es nicht sowieso schon ist.

  6. #6
    Kurzvormabschussiger
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    AW: unnahbar

    nun robert......
    mein machwerk ist also unwürdig,ein nichts.dreht sich im kreis und steht doch still.....-kann man so sehen.dennoch wundert es mich dann,dass du mit solch häuflein müll deine zeit verbringst...-sicher edelste motive.oder?
    damit eines klar ist: deine und die kritik manch anderer lassen mich kalt,weil ich erkenne,dass ihr vieles,was zb. dieses gedicht zu bieten hat,nicht erkennt.ich bin mir in meinem tun zumindest einigermaßen sicher. kritik ja! das lob ich mir.aber irgendwie -weiß nicht warum - gefällt mir -hier im speziellen,aber auch des öfteren an anderer stelle - dieser unterton nicht.und ab diesem moment ist eine kritik für mich nicht mehr eine kritik.weil etwas anderes aus dem kommentar spricht als das reine interpretieren und anmerken -gleich welcher richtung... gruß: decariot,der als egmont scheinbar besser zu gefallen weiß

  7. #7
    rodbertus
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    Lightbulb AW: unnahbar

    bedauerlich, daß dir den ton hier nicht gefällt. respekt muß man sich verdienen. dichterische leistungen werden anerkannt, sofern diese auf den fruchtbaren boden fallen, den wir hier abbilden. wir werden selten genug begossen. aus deinem füllhorn tröpfelte es nur. vielleicht suchst du dir eine andere spielwiese. andernfalls, also für den fall, daß du hier bleiben möchtest, empfehle ich dir ein dickeres fell oder einen anderen ton. neue haben sich hier hinten anzustellen.

  8. #8
    Bauer Hans
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    AW: unnahbar

    Einfach unerträglich, auch als Egmondo, der mit den gleichen Rechtschreibfehlern behaftet.
    Empfehle eine Stotterkurs!

  9. #9
    Kurzvormabschussiger
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    AW: unnahbar

    Kleinkram, Hanne. Aber im gleichen Atemzug Kritik einzufordern und an dieser bzw. den Kritikern herumzumäkeln, das hat doch was. Da könnten wir ja beinahe die Friedmann-Debatte wieder rauskramen ("Ich entscheide, wer mich kritisieren darf.")

  10. #10
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: unnahbar

    hm....also nach mehrschichtigem lesen erschließen sich doch viel hintergründige sachverhalte..


    kann nicht umhin gegen den widerspruch zu äußern, dass es mir gefällt.


    ich kann das auch gut verstehen, echt. diese rose hinterm glas, die sich selbst dahin gebracht hat und anmutig die welt draussen betrachtet ohne anteil zu nehmen, während
    ER wartet. aber er wartet wirklich umsonst, denn wenn sie welk ist und verwesungsgase das glas sprengen, ist es wirklich zu spät.


    sie hat keinen bezug als zu sich selbst, ein kunstwerk der selbstbetrachtung, das ewig im moment wirkt


    dochdoch, ich verstehs schon...



    lg

  11. #11
    Kurzvormabschussiger
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    AW: unnahbar

    julika......DANKE!!!!!!!
    ich hab schon an meinem (so simpel gestrickten verstand gezweifelt.
    man verlegt. und wenn es nur in sich darauf verlegen ist, etwas bodenlos schlecht zu machen.
    qualität ist das eine (ich hab nicht den anspruch,dass mein "werk" hervorragend ist. da sollte man nicht immer erwarten,dass " ein gar goeth'sches geschreibsel daherkommt" wie es hier immer so süß heißt.nobody is perfect. und da bin ich gerne ein nobody.
    kritik in angemessener form anzubringen ist eine andere sache,die hier nicht wirklich beherrscht wird (es gibt ausnahmen!!) entweder bin ich hier in babylon oder die dam-und herrschaften versuchen neid,mißgunst mit niedermachen zu kompensieren... mich erschüttert diese unkritik nicht,weil es eher lächerlich macht-den kritiker selbst.
    danke auch für deine frische schreibart in deinem kommentar. lyrik hat auch moderne sprache beizeiten in sich
    gruß....decariot

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: unnahbar

    descariot, keine ursache

    hier ist es anders wie anderswo. disparat formulierte es unser windiger hermes. ja genau. so ist es hier. und zwischen den enden heisst es sich zu treffen oder auch nicht. wo die welt in harmonie zusammenfügt, entstehn klüfte der dissonanz und umgekehrt. ein stetiger wandel. und gerade dies macht das forum kostbar, das ewige streben durch momentane dissonanz nach harmonie.

    PEACE make Love not War

    juleika

  13. #13
    Bauer Hans
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    AW: unnahbar

    Hübsch, diese strahlenden und musizierenden Teile.

    DESCARIOT könnte ich ableiten: Weg von der Karotte, hin zur Kartoffel, dem Symbol der reichen verständigen Vielfalt.
    Es will ihm ja niemand etwas nehmen, im Gegenteil, er könnte empfangen. Dazu braucht er nur aufnahmebereit zu sein, verständiges Verständliches wurde ihm genug gesagt. Es liegt an ihm! Und wenn er die Zahlerei betont, ich schenke ihm drei Monate. Soll er sich registrieren, ich denke an meine Anfänge: Genauso ein aufmüpfiger Esel, bin immer noch hier.

    O Gott, hätten wir nicht den Sanftmut unserer Weiber, wo würden wir landen?

    Gott: "Auf schnellstem Weg in Walhall!"
    "Dank Dir, Großer Gottt! Allerdings, wenn Du das so siehst...

  14. #14
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: unnahbar

    "unnahbar." so heisst das ding.


    "wie die rose hinter glas
    bist du der welt entrückt."


    unnahbar bezieht sich dann wohl auf dieses du, das gleich der rose... dieses du ist ausser der welt, entrückt halt. gut. weiter.


    "du willst mich fesseln?"


    dieses du will fesseln: das ich. "Frag Dich einmal, ob das Fragen tatsächlich sein muss, ob das Neinsagen hier in Zeile vier sein muss". fragte Uisgeovid. eine berechtigte frage. die entrückte rose will fesseln? sag: wie kommt das ich des gedichts auf diese frage? hier zieht das bild der rose nämlich nicht mehr, zumindest nicht evident. eine rose will nicht fesseln. efeu wär da dankbarer. eine rose hat dornen, mein lieber. denk mal darüber nach. d., du schuldest nicht uisgeovid, aber dir hier noch die antwort.


    "nein!"


    dieses nein, vom ich hervorgebracht, vom selben ich, welches fragte. es ist unklar, weshalb das ich diese frage stellte: zumal die frage offensichtlich falsch gestellt, oder was heisst dies "nein": nein, du willst mich nicht fesseln? oder: nein, das geht nicht?


    "es bleibt gefangen
    deine anmut."


    gefangen. nicht mehr entrückt, sondern gefangen. das ich scheint zum du geworden zu sein, hat die seite gewechselt, zumal perspektivisch. wir merken uns an dieser stelle auch das wörtchen "anmut", das doch hervorragend zum bild der rose passt. und wir zitieren rodebertus:
    "Was aber macht der Dichter hier? Er verneint das Eingesperrtsein, denn die ROSE WILL FESSELN! Mit Anmut? Gut, dann diesen Gedanken weiterspinnen."


    kein zeichen
    welches zu mir sagt:
    "geduld,mein freund,
    ich werde mich befreien..."


    die rose bzw. die anmut scheint sich nicht befreien zu wollen. fühlt sich vielleicht nicht mal gefangen. das ich aber erwartet offenbar einen fluchtversuch aus dem gefängnis, aus dem entrücktsein.


    "ich mag nicht warten
    bis dein blatt verwelkt."


    das ich, es mag nicht warten. es mag nicht mitansehen, wie die anmut verkommt. verständlich, drum wirft man pflanzen fort, ehe sie verwelken. na ja, nicht ich, ich will sehen, wie sie sterben und tot sind. aber ich bin nicht das ich dieses gedichts. das ich dieses gedichts aber, warum tut es eigentlich nichts? warum agiert es nicht, wenn ihm scheinbar soviel dran liegt? warum schmeisst es nicht einen stein durchs glas und langt nach der rose?


    "entfesselt geh ich
    endlich
    meiner wege..."


    das gedicht-ich wendet sich ab, geht. wir merken uns das wörtchen "endlich". da scheint zeit vergangen zu sein. wohlgemerkt, das entfesselte ich geht. es war also offenbar gefangen. gefangen von der anmut des du.


    und was will mir das sagen, also? was wurde mir erzählt? dass ich mich abwenden soll, wenn ich das anmutige nicht haben kann, wenn es mir nicht in den schoss fällt. wow!


    ein gleichnis gar, das? für einen spaziergänger, der fünf minuten vor einem schaufenster stehen bleibt, eine rolex anstiert und dabei doch keinen rappen im portemonnaie hat? und endlich, entfesselt, seiner wege geht... wow!


    d., mein guter, der ton macht die musik, ich bin da einverstanden mit dir. dein gedicht klingt nicht. und meine kritik möcht dir nicht gefallen. ich bin nicht hier, um irgendwem auf die schulter zu klopfen. ich will sagen, was ich sagen will; und mir nicht das maul verbieten lassen. sieh mal, nicht ich, du haust wörter wie arschloch in die tastatur: du bist ein unanständiger flegel. das bin ich auch, ja doch! aber du, du hast keinen stil. wirklich nicht.


    mir fällt die metapher der feder, des gefieders wieder ein, aus einem deiner anderen dinger. wow! die stärkste metapher! nein, mein lieber: die älteste. der am meisten abgelutschte stengel, den es gibt. fast so alt wie die rose, die rote.


    verstehst, was ich dir sagen will: dein gedicht ist schlecht. punkt. weil es mich nicht berührt. punkt. das ist meine meinung.


    d., mein guter, ein gedicht ist nichts wert, wenn es nicht mit gefühl geschrieben wird. ja, lieber decariot, du hast sicher recht damit. sicher. zumindest für den autoren des gedichts ist sein werklein nichts wert dann. ja.
    aber jetzt sag ich dir mal was, mein lieber: aus sicht des lesers ist es mir gleichgültig, was du empfunden hast beim schreiben. ICH will berührt werden beim lesen, ICH will gefühl empfinden beim lesen, ICH will angesprochen sein.


    dein gedicht lässt mich kalt. gefühllos, in der tat. na ja, der anfang nicht unbedingt, aber der rest ist nunmal schlecht.


    jedoch, meine meinung muss dich nicht interessieren. falls dir das ein trost ist. es sollte dir aber kein trost sein.


    und glaub jetzt nicht, ich hätte mich des gedichts wegen nochmal hiermit auseinandergesetzt. ich habs deinetwegen getan. einfach um dir zu sagen: dein gedicht ist wirklich schlecht.


    dear greetings.
    Mr. Jones

  15. #15
    Q.
    Laufkundschaft

    AW: unnahbar

    Es klingt wie schon tausendmal gehört, aber wären all die anderen Gedichte der letzten Jahrhunderte nie gewesen, ich glaube, mir gefiele es!


    Q.

  16. #16
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: unnahbar

    lieber hanne,
    kunst ist ein hartes brot, aber warte, wenn ich einst verschollen bin auf ewig, dann erst wird entgolten, kostenlos mit allem lebenden. so bin ich nur eine durchreisende, die kein halt nur pause macht. forenhure...? sagt pan zu syrinx

  17. #17
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    AW: unnahbar

    Das ist der netteste Smiley, den ich jemals gesehen habe.

  18. #18
    Kurzvormabschussiger
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    AW: unnahbar

    wow, mr. jones....da hast du dir aber mal zeit genommen,mir den marsch zu posaunen!
    summa summarum darf ich "dem geschreibsel" dann entnehmen,dass du dieses gedicht scheiße findest. gut.kann ich mit leben. wie könnte ich verlangen,jeden mit solch (unprofessionellem) weklein zu erreichen?
    das kann man nicht. und bis auf den letzten teil,der ja nur zum abwatschen meiner person gedacht ist,war ich angenehm überrascht,hast du mir doch durch ein detailliertes auseinanderpflücken zu verstehen gegeben,dass mein machwerk scheiße ist.(ganz so seh ich's noch nicht,aber etwas differenzierter denn nun doch)
    das zu meinen.
    das du die handlung als banal und profan empfindest...gut.auch ok. nur dann allerdings wären so "werke" wie:"während mein holz so brennt" der gähner der woche. wen interessiert es,das der poet das holz wendet und darüber sinniert,was man daraus wohl hätte alles machen können....... ob der sein holz wendet,oder in china ein sack reis umfällt.... - ich will damit sagen: es kommt nicht zwingend auf die handlung an.ein gedicht will mehr nur,als fakten benennen und logische schlussfolgerungen ziehen.es will berühren (ja ich weiß.da kriegste wieder pickel von) wenn dich das meinige nicht berührt....ist nicht schlimm.dein kram geht mir auch nicht gerade nahe. aber auch darum geht es nicht. es geht einfach und alleine darum,ob man versteht und verstehen "will" und um auseinandersetzung mit dem wort,dem stil etc.....


    und was hannemännleins bemerkung betrifft: niemals würde ich einem club beitreten, der sich mit pseudoelitärem geschwalle versucht vom rest der gemeinen lyriker abzusetzen. (andere lyriker sind so erschreckend normal.das verwirrt mich)lyriker werden an ihren taten gemessen.-genau wie anderso wauch. und "blendwek sprache" ist nur allzu leicht zu durchschauen (wenn man euch ja mal etwas auf die füße tritt,dann kommt ja mit einmal der prolo in euch zum tragen)
    also: niemals in abwandlung an hühnermannns worte:
    geh ein in schwallhalla...... (ich würde wohl eingehen....) gruß descariot

  19. #19
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: unnahbar

    ich sag ja nix, aber wo er recht hat...hier werden oft scheiß gedichte in himmel gehoben und andere rausgeschmettert. während andrerseits wieder rausgeschmetterte glorifiziert werden.


    mir scheint, es ist manchmal GESCHMACKSACHE???
    hab ja mal des öfteren anonym gedichte von namhaft klassischen interpreten veröffentlicht, die nicht so bekannt waren, und unter meinem damaligen namen (assoziativ) wurden sie zerissen. ich denk, es spielt eine rolle. und außerdem:
    jedes gedicht hat ne andere schwingung, die auf ad?quate schwingungen treffen muss um bemerkt zu werden. so ist oft das schlechte gut und vice versa. aber trotzdem scheint es eine gewisse allgemeine regel für gedichte/lyrik zu geben. aber ist relativ. ich mag celan z.b., viele finden ihn scheiße. wo nun, gibt es einen generellen konsens?????


    fragt julika

  20. #20
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    AW: unnahbar

    "mir scheint, es ist manchmal GESCHMACKSACHE???"


    scheint mir auch so. alles ist relativ. deshalb: ich bin der wirkliche massstab.


    Mr. Jones

  21. #21
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: unnahbar

    Ich weiß bis heute nicht, was das Gegeifere um Kritikerschelte nur soll. Ein Jemand stellt ein Gedicht in einem virtuellen Forum vor, erwartet er doch offensichtlich, daß sein Werk besprochen wird. Es gibt hier KEIN Richtig oder Falsch, nur ästhetische Urteile. Und die können nicht richtig oder falsch sein, wie wir seit Kant wissen. Halt, falsch, das wußten schon die Lateiner: de gustibus NON est disputandum. Von daher, decariot und juleike, ist es unmöglich, eine Kritik zu kritisieren. Wer's macht, begibt sich erkenntnistheoretisch auf dünnes Eis, zumal er ja mit der Erwartung einer Kritik nichts Erkenntnistheoretisches, sondern etwas Ästhetisches erwartete. Wir könnten natürlich ein OBJEKTIVES Kriterium für jede Kritik anlegen, also so ne Art von Muster. Aber das hülfe nun gar nichts, denn am Ende nimmt der eine das Wort "Kristall" auf die ihm eigene Weise wahr, der andere auf die ihm eigene. Also hätten wir mit dem Aufstellen eines OBJEKTIVEN Musters für alle Kritiker schlichtweg gar nichts gewonnen.

    Der Ötzi nun gefällt mir nach sechzehn Jahren ein wenig besser als zu eben meinem ersten Lesen. Aber das ist nebensächlich. Wichtiger scheint mir hier die Reaktion des Einstellers auf die Kritik zu sein. Die gefällt mir heute noch viel weniger als damals. Aber das sei auch nebensächlich. Entscheidend ist, daß so ein Stück Wort aufgenommen werden konnte, ein Wort von 2003.

  22. #22
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: unnahbar

    mir gefällt das bild...die aussage/...die umsetzung weniger...

    wie die rose hinter glas
    bist du der welt entrückt
    es gibt m.e. zwei möglichkeiten (ästhetik):

    wie eine rose hinter glas
    bist du der welt entrückt

    wie die rose hinter dem glas
    bist du der welt entrückt


    kein zeichen
    welches zu mir sagt:
    "zu" ist hier fehl am platz

    kein zeichen
    welches mir sagt:

    ich werde mich befreien..."
    ich mag nicht warten
    bis dein blatt verwelkt.
    entfesselt geh ich
    endlich
    meiner wege.
    ich werde mich befreien..."
    mag nicht warten
    bis dein blatt verwelkt.
    entfesselt geh ich
    meiner wege.


    das zur sprache. zur logik:

    bis dein blatt verwelkt


    eine rose hat mehrere blätter - warum sollte davon nur ein einziges welken?!

    also statt blatt blätter und statt verwelkt welken


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