Regenwälder
atmen ihr Getier in die Nacht
Die Feuchte der Blätter
sammelt sich im wilden Fluss
hineintropfend
in die leisen Gebete
der Pflanzen und Tiere


Wie Wolken
des kleinen alltäglichen Glücks
wabern die Nebel hindurch


durchwebt von den Strahlen der Sonne
die Lichtpunkte
zwischen dem Tausendgrün tanzen lässt


Alles ringt nach der Ausdehnung im Raum
Erkämpft sich den Platz
mit den mächtigen Wurzeln
des eigenen Seins


Äste ergreifen sich
ungestüm und wild
als wollten sie sich in Ekstase lieben
oder ringen miteinander
um Leben und Tod


Doch der neue Keim
atmet sich kraftvoll
in zartes Hellgrün