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Thema: demokratie und andere krater

  1. #126
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Man vergißt das zuweilen, aber der Nationalismus ist ein Produkt demokratischer Willensbildung. Er grenzt andere aus und fordert zugleich eine Vereinheitlichung zur Selbstbestimmung. Wer Demokrat sein will, der ist imemr auch Nationalist. Oder hat schon mal jemand einen Demokraten auftreten sehen, der eine Demokratie für die Welt forderte? Diktatur des Proletariats? Klarer Fall von Klientelismus. Liberalismus? Dito. Weltrregierung? Plutokratie. Einewelt-Doktrin? Oligarchie, denn am Ende muß ja Gewalt von wenigen angewendet werden, um die Masse ruhigzustellen.

    Kurzum, das demokratisch-liberale Modell taugt nichts, um Menschen in größtmögliche Freiheit zu bringen. Aber es taugt sehr viel, um Geld zu erzeugen. Siehste!

  2. #127
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Was ist ein politischer Wert?

    Ich las dieser Tage, daß die CDU sich wieder auf konservative Inhalte konzentrieren möchte. Das bedeutete dann in praktischer Politik ein Burka-Verbot, die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft oder eine Verschärfung des Asylgesetzes.

    Hm. Ist wohl populistisch und Folge einer demokratischen Weltwahrnehmung, aber es ist dies keineswegs konservativ.

    Die Demokratie wird immer dann zu beherrschenden politischen Praxis, wenn ihr Gegenentwurf, ein Staat, in dem die Besten herrschen und das Volk führen, abstrakt bleibt. Denn Angelpunkt einer Staatsform, in der die Besten herrschen, ist natürlich eine Definition dessen, was den besten kennzeichnet und fürderhin, wie er ermittelt wird, wie er sich behaupten muß und wie das Gemeinwesen diktatorische Avancen unterbindet, ohne die Besten daran zu hindern, ihre segenswreiche Tätigkeit auszuüben.
    Und dieser Tage/Jahre haben wir KEINE Definition dessen, was den besten ausmacht, was das Beste für das organische Wachstum unseres Volkes ist, wir haben nicht einmal eine Begriffsbestimmung dafür, was unser Volk eigentlich ist. Für die einen ist es ein Besitzer einer Staatsbürgerschaft "deutsch", was auch immer das sein soll, für andere gibt es die BRD erst mal gar nicht und dritten ist es wurscht. Ergo wird die obwaltende Demokratie als das kleinste Übel prolongiert und damit ist gesellschaftlicher Fortschritt so gut wie unmöglich.
    Dioe Eliten aber sind unfähig, Elite zu sein. Persönliche Indifferenz in politischer Wirksamkeit, im Willen, sich ins Gemeinwesen einzubringen, ist beinahe schon zur Indolenz geworden.
    Armes Deutschland.

  3. #128
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    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Und ich dachte immer, es sei die Verfassung, die das Beste abbilde, was als Definition von Demokratie ohne Krater und Einschläge gelten könne.

    Im Grunde müssten sich auch in einer Demokratie die besten Ideen durchsetzen, zumindest solange, wie ein freier Ideenwettbewerb möglich ist.

    Gesellschaftlicher Fortschritt ist an innere und äußere Wachstumsbedingungen geknüpft, die immer eine übergeordnete Bedeutung erschließen. Einen Raum, in dem sich der Muff unter den Talaren etwas "verziehen" kann und der tatsächliche Geruch des Staatsapparates durch frischen Wind verbessert wird.

    Ein gesellschaftlicher Wert ist oft etwas, das erst deutlich wird, wenn er schon "entfleucht" ist.

    Gestern eine Dokumentation über Rudi Dutschke gesehen. "Damals" war der "Staatsapparat" eher "offener" als heute. So ist der erste und wichtigste demokratische Wert in meinen Augen Offenheit. Offenheit ist ein Blickwinkel auf eine Situtaion, in der die Spannungsfelder wechselseitig beleuchtet und angesehen werden können, ohne die Seelenruhe aufzugeben und seinen "Standpunkt" bedroht zu sehen.

    Seelenruhe ist es, in der die Gelassenheit gefunden werden kann, den politischen "Gegner" als einen Freund zu betrachten, der bisher nur nicht als "wertvoller Wert" im Bewusstseinsbildungsprozess angesehen wurde.

    Aber, wie schon oft gesagt: Es sind die "Werbestrategen", die unsere Bewusstsein prägen. Wie soll in einem "marketingorientierten Zielsystem" ein gesellschaftlicher Wert an sich überhaupt "bewahrt" werden?

    In der postfaktischen Demokratiekultur werden so viele "mögliche Wahrheiten" angeboten, dass die faktisch objektivierbare Realität "vor lauter Bäumen im Wald" nicht mehr zu erkennen ist.

    Statt an einer künftigen Definition dessen zu arbeiten, welche Werte dauerhaft von Wert, also im größeren Zeitkontext als hilfreich und nützlich gesehen werden könnten, zählt die gefühlte "Wahrheit", die in der Annahme eines bstimmten Weltbildes entsteht. Mehr als diese eingleisige Sichtweise scheint die "geplante und gesteuerte Unzufriedenheit" der Werbestrategen nicht zu ergeben.


    Ein Krater in unserer Demokratielandschaft ist die Herrschaft der kollektiven Unzufriedenheit über unser Bewusstsein. Gesteuert wird die geplante kollektive Unzufriedenheit aus den Köpfen derer, die uns Bedürfnisse einreden, die wir nicht hätten, würden sie uns diesen "Mangel" nicht implizieren.

    Bedeutet Indolenz dann nicht die kindliche Eigenschaft, die Adoleszenz hinter der "Schreikindkultur" weiterhin abzuwehren?

    Wenn sich eine planetare Gesellschaft darüber definiert, welches Schreikind sich global durchsetzt, dann bleibt kein Raum für Werte, die nicht von den Schreikindern bestimmt werden. Doch werden die Schreikinder von einem "Neuromarketingprogramm" geprägt, innerhalb dessen der Wahnsinn der Welt vernünftig erscheinen soll.

    Sehe ich Bilder aus der Zeit eines Rudi Dutschke, bemerke ich den absteigenden Ast deutlicher, an dessen dürrem Ende einer Menschheit der Raum für neue Gedanken zu fehlen scheint. Gedanken und Ideen sind Werte, deren Wert sich in einer Prozessentwicklung zeigt. Der "UNWERT" der politischen Diskussion über Freiheit nnerhalb der Ketten eines globalen Marketingssystems wurde mir gestern wieder einmal klar:

    Politik wurde zur Teilmenge des globalen Marketingsystems. Woher auf diesem Planeten all die Eingrifffe in die demokratische US-Wahl stammten, wird sich bald zeigen. Ganze Dörfer leben ja mittlerweile von den Möglichkeiten des postfaktischen globale Marketingbetriebes.

    Doch schwindet der Glaube daran, innerhalb eines "globalen Neuromarketingsystems" die Transformationsforschung leisten zu können, die uns die Demokratie als zu erhaltender Wert auf das Ende der globalen Fahnenstangen schreibt.

    Offenheit für eine Prozessentwicklung, die aus den Fängen der unsichtbaren neuroplastischen Hand führt, bedarf der Erkenntnis, dass die gesteuerte und geplante Unzufriedenheit der Globalbevölkerung ein Mittel ist, von dem neuroplastischen Wirken der globalen Glaubensmaschine abzulenken.

    Unzufriedenheit als "Motor" einer Gesellschaft führt zu einer Inflation hinsichtlich kultureller und sozialer Werte. Einzig den "wirtschaftliche Wert" einer Handlungsalternative einzubeziehen, ist halt nicht genug. Doch auf "mehr" wird nicht mehr geschaut...

  4. #129
    andere-dimension
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    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Nach dem WHR (World Happiness Report) scheint die Demokratie ein Schlüssel zum Glück zu sein...aber eben nur einer von mehreren. An der Spitze stehen die Skandinavier...aber auch die Schweiz. Das sind Länder...wo es auf hohem Niveau keine großen sozialen Unterschiede gibt...wo es z.B. eine Obergrenze für Managergehälter gibt und wo der Einzelne am Erfolg aller mehr partizipiert als zB bei uns. Deutschland liegt in diesem Ranking nur auf Platz 26. Eine Aufgabe der Politiker scheint also zu sein das Volk beisammen zu halten...keine Kluft entstehen zu lassen..aber genau das passiert in Deutschland. In den 70/80er Jahren gab es noch so etwas wie die Durchschnittsfamilie...die einen Großteil der Bevölkerung repräsentierte. Ein kleines Häuschen, ein Golf, zweimal Urlaub im Jahr...einen Bausparvertrag und zwei Lebensversicherungen. Es gab Leute die hatten mehr...taten aber auch mehr...und es gab Leute die hatten weniger...machten aber auch weniger. Es schien also...als ginge alles irgendwie gerecht zu. Aktien hatte man zu jener Zeit...wenn überhaupt...nur vom eigenen Arbeitgeber. Mit seiner Hände Arbeit konnte der Bürger seinen Status in der Gesellschaft beeinflussen. Durch die Börse kamen auch die Luftblasen. Es war nicht mehr so wichtig was man wirklich macht...sondern viel mehr was man vorgibt zu tun - also das Versprechen in die Zukunft. Nun war nicht mehr der Fleißige im Vorteil...sondern der Listige, der Raffinierte, der Hinterhältige...und all diejenigen...die über Spielgeld verfügten.

    http://www.focus.de/gesundheit/ratge...d_1156236.html


    Das soziale Gemeinwesen und das Vereinswesen sind nicht zu unterschätzende Säulen unserer Demokratie. Die "Landflucht" bringt diese Säulen ins Wanken. Die Menschen strömen in die Städte...aus ganz unterschiedlichen Gründen...viele aber auch deshalb...weil es auf dem Land an Infrastruktur fehlt....es oft keine Lebensmittelgeschäfte...Ärzte...Apotheken...Bus-und Bahnverbindungen mehr gibt. Gerade im Alter sind die Leute dann gezwungen in die Ballungszentren zu fliehen. Der ländliche Zusammenhalt lässt sich allerdings nicht exportieren. In der Stadt leben die Menschen nebeneinander...aber nicht miteinander. Es wäre eine Aufgabe der Politik dafür zu sorgen...dass man auch auf dem Land überleben kann. Schäubles schwarze Null hat viele solcher Opfer auf dem Gewissen. Die Skandinavier haben noch ein funktionierendes Landleben...man sollte also genau hinschauen was die anders machen als wir.

  5. #130
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Die Digitalisierung wird auch unsere Demokratie verändern. Ich kann Obamas Aufregung nicht verstehen...denn die Einflussnahme auf Wahlen in fremden Ländern ist schon immer gang und gäbe...nur die Mittel und Wege ändern sich. Die Amis selbst sind...was die Wahlbeeinflussung in fremden Ländern angeht...der Weltmeister. Maipulation bleibt Manipulation...ob ich das nun mit Geld...Bestechungen...Erpressungen...oder bits und bytes mache...ist dabei egal.

  6. #131
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Wäre es nicht besser man könnte bei der Bundestagswahl neben einer Partei auch noch einzelne Programme wählen?

    Beispiel:

    Partei A hat ein Rentenkonzept X
    Partei B hingegen ein Rentenkonzept Y
    Partei C kämpft für ein Rentenkonzept Z

    das gleiche denke man sich noch für ein paar weiter zentrale Themen.

    Als Wähler entscheide ich mich nun für Partei A, aber in der Rentenpolitik für das Konzept Z. Wenn nun Partei A die Wahl gewinnt...eine Mehrheit sich aber für das Rentenmodell Z entscheidet...dann muss Partei A das Konzept von Partei C umsetzen.

    Nehmen wir mal die jungen Wähler...viele davon Studenten. Sie würden gerne Partei A wählen...weil diese unterm Strich das geringste Übel zu sein scheint. Sagen wir mal das wäre aktuell die SPD (könnten ebenso die Grünen sein). Nun wissen die jungen Leute aber, dass sie die Leidtragenden der Rentenpolitik von Frau Nahles sein werden. Für sie selbst wäre das Konzept der Partei C viel besser...doch halten sie diese Partei für nicht wählbar...sagen wir mal weil es die AfD ist. In diesem Punkt würde man die AfD gerne wählen...in allen anderen nicht. Der SPD würde es nun überhaupt keinen Spass machen das Konzept der AfD umzusetzen...da man die Partei grundsätzlich nicht leiden kann und das eigene Modell für das bessere hält. Wenn man aber sich aber überlegt warum und wofür Parteien überhaupt gewählt werden...nämlich um die Interessen des Volkes ...und nicht um sich selbst zu vertreten...dann wäre das doch ein sehr demokratisches und gerechtes Verfahren. Denn genau in dieser Falle sitzt der Deutsche jetzt. Damit das auch funktionieren kann... müssten sich die Partein vor der Wahl dazu bekennen...welches Programm der anderen Partei sie auf keinen Fall umsetzen würden. Wenn nun die SPD sagt, dass sie auf keinen Fall das Konzept der AfD umsetzen würde...während die Grünen sich das aber durchaus vorstellen könnten...dann könnte der junge Mensch von der SPD zu den Grünen umschwenken.

    Die jetzigen Studenten, nur um mal ein realistisches Beispiel zu haben, können unmöglich die AfD wählen...und auch kaum die CDU. Wählen sie die SPD...dann entscheiden sie sich gegen ihre eigene (finanzielle Zukunft). Wählen sie die Grünen...dann bekommen sie entweder die CDU oder die SPD im Paket gleich mitgeliefert. Wählen sie die Linken...dann ist die SPD ebenfalls mit im Paket. Man kann es drehen und wenden wie man will...sie sitzen in der Falle. Das Rentenkonzept von Nahles zu wählen wäre Selbstmord - die AfD zu wählen wäre ebenso Selbstmord. Nach meiner Idee müsste niemand Selbstmord begehen...ausser vielleicht der ein oder andere Politiker.

  7. #132
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    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Was ist aber, wenn für A.B.C und X,Y,Z gar kein Zukunftspunkt exisitert?

    Wenn es also diese Zukunft gar nicht gibt, da sie anfänglich unmöglich umzusetzen ist?

    Es kann mit allen Planungssystemen keine Zukunft geschaffen werden, die nicht möglich ist.

    Hier bschreibst Du das Dilemma der strategischen Planung:

    Es kann nur von einem Zielzustand ausgegangen werden, den abc hinsichtlich xyz für möglich halten.

    Doch kann mit Planung kein Zukunftszustand erreicht oder erschaffen werden, der unmöglich ist.

    Zur Änderung von Zukunftszuständen sind Regelungssysteme notwendig, die die Stellschrauben und "Reichweiten" des jeweiligen "Werkzeugeinsatzes" erkennen und zuordnen.

    Trotz aller Planungen im Gesundheitswesen wurde doch ein Zielzustand niemals "geregelt".

    Wieder ist es im Prinzip die Intention, von der die mögliche Umsetzung abhängig ist. Hier wäre dann auf das "Bewusste" und das "Unbewusste" von Parteien, Organisationen, Regierungen und Regierungssystemen einzugehen. Ohne Schnittmengenbildung sagen wir das (theoretisch) Eine und tun (praktisch) das genaue Gegenteil.

    Anders: Selbst wenn wir eine "Schnittmenge" ausmachen könnten, die abc und xyz im Planungssystem verbindet, ist immer noch ein Regelungssystem zu entwickeln, das einen "Soll-Ist-Vergleich" erlaubt. Daher ist ein globaler "Glücksindex" neben dem BIP und seinem "Betrachtungshorizont" durchaus geeignet, einen Vergleich zu ziehen. Doch welches Glück ist für alle Menschen ein Glück?

    Mein "Glück" könnte für andere eine Hölle sein und was für meine Mitwelt Glück darstellt, wäre für mich eventuell die Hölle.

    Wovon sowohl Planung, als auch Regelungssysteme "leben", ist die dauerhafte Präsenz einer Vision. Diese muss Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Erreichbarkeit und trotzdem eine innere Seelenmission im Bewussten UND Unbewussten Geist auszulösen imstande sein. Ein möglicher Zielzustand muss zwingend eine SOGWIRKUNG besitzen.

    Nach Schauberger und seiner Forelle müssten die Fische ansonsten ja auch vor jeder Stromschnelle Selbstmord begehen und sagen: "Ich komm da nicht hin..."

    Es ist die Sogwirkung des Wasserstrudels, der die Forellen vor nutzlosen Frustrationen bewahrt. Wie auch die Katze eine Wassersäule beim Trinken bildet, diese wird dann mit der Zunge abgeschnitten, bevor die Schwerkraft wieder siegt. Wir gewinnen nicht immer gegen die Schwerkraft, es reicht ja auch, häufiger und länger zu obsiegen, als wir wieder herunterfallen...

    In Asien wird ein gesellschaftlicher Druck spürbar, der "den Alten" das Gefühl gibt, eine "Belastung" zu sein. Doch es gab durchaus Kulturen, die von der Weisheit der Alten mitgeprägt wurden und damit innere Tiefe gewannen. Höher entwickelte Kulturen und Zivilisationen könnten auf die Idee kommen, dass die fehlende soziale Kompetenz im fehlenden Austausch zwischen "Jugend und Weisheit" verwurzelt sein könnte.

    Eine Synthese wäre es, könnten die Jungen von der Weisheit und die Alten von der Lebendigkeit "imprägniert" werden. Die Mischung macht es, nicht die isolierte Fragmentierung. Selbst wenn das deutsche ABC und XYZ gelöst wäre, hängt die "Rente" immer noch davon ab, wie das globale ABC und XVZ verläuft. Es ist keine Trennlinie denkbar, die durch "Ausklammern" von "Teilmengen" globale Ursachen von nationalen Wirkungen abschirmt.

    Anders: Das deutsche Rentensystem ist doch von den italienischen Banken nicht zu trennen, das die "Schnittstellen" EZB, EU, IWF und Weltbank keine getrennten Systeme abbilden. Daher ist kein Planungssystem allein in der Lage, die "Regelung der Wasserstände" in den einzelnen "Behältnissen" der jeweiligen Betrachtung sinnhaft zu regulieren.

    Neben dem Soll-Ist-Vergleich fehlt die "Plan-Do-Check-Re-act" Regelungsdynaik, die vom "Feedforward" lebt, dem Herantasten an gewünschte Zielzustände.nach bestimmten Indikatorsystemen und in sinnhaft abgestuften Dringlichkeiten - was jedoch zwingend eine ZIELDEFINITION voraussetzt.

    Damit hast die Irrationalität dieser gewählten Form von Rationalität exakt eingerahmt. Danke dafür...

  8. #133
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Man kommt nicht drum herum die Zukunft zu planen...und gerade bei der Rentenpolitik gibt es Grundsatzentscheidungen. Da gibt es den Grundsatz das gesetzliche Rentensystem zu stärken...oder den Grundsatz...so wie Nahles das plant...auf die private Vorsorge zu setzen.

    Nur mal ein Beispiel (war in ZDF Zoom zu sehen)

    Ein Facharbeiter in Österreich, der 45 Jahre lang arbeitete und am Ende seiner Laufbahn Euro 4000.- Brutto verdient...bekommt bei einem Rentenbeitrag von 10,5% eine Rente von Euro 3100.- Brutto...und das 14x...was einer monatlichen Bruttorente von ca. Euro 3500.- entspricht. Ein deutscher Facharbeit mit ebenfalls 45 Berufsjahren und einem Monatslohn von Euro 4000.- Brutto...bekommt bei einem Rentenbeitrag von 9,4% eine monatliche Bruttorente von Euro 2100.-...und das nur 12x

    Für 1% bis 1,5% (das gleiche auf der Arbeitgeberseite) mehr Rentenbeitrag...bekommt der Österreicher 70% mehr Rente als der deutsche Rentner. Die Österreicher setzen also auf die Stärkung und Stabilität der gesetzlichen Rentenkasse...während man sich in Deutschland von der gesetzlichen Rentenkasse sukzessive verabschiedet. Das hat noch einen weiteren negativen Nebeneffekt; der Deutsche wird gezwungen zu "spekulieren"...muss sein Geld...ob er will oder nicht...Versicherungen...Banken...Aktienfonds anvertrauen...wo ihm niemand garantieren kann ob und was er dafür mal bekommt. Und noch einen Unterschied gibt es in Österreich: Dort zahlen viel mehr in die Rentenkasse ein als bei uns.

    Was die deutschen Politiker da machen ist eine Sauerei...ein Skandal. Die SPD sollte sich was schämen und auf ihr "S" im Namen freiwillig verichten...denn sie ist alles andere als sozialdemokratisch. Die inzwischen diagnostizierte Dummheit deutscher Abiturienten und Studenten erklärt wenigstens im Ansatz...warum sie sich dagegen nicht wehren. Sie kapieren es einfach nicht...es übersteigt ihren Horizont.

  9. #134
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Es wird so getan...als sei es alleine die Flüchtlingsfrage...die die Gesellschaft in Unruhe versetzt. Das ist zu kurzgedacht und verschafft den Politikern auch noch ein Alibi. Es ist so vieles...was die Leute ankotzt...da gehört auch die Rentenpolitik dazu. Die Flüchtlinge sind da eher ein Synonym für "Ihr kümmert euch um alle, nur um uns nicht".

  10. #135
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Zitat WSIB

    Anders: Selbst wenn wir eine "Schnittmenge" ausmachen könnten, die abc und xyz im Planungssystem verbindet, ist immer noch ein Regelungssystem zu entwickeln, das einen "Soll-Ist-Vergleich" erlaubt. Daher ist ein globaler "Glücksindex" neben dem BIP und seinem "Betrachtungshorizont" durchaus geeignet, einen Vergleich zu ziehen. Doch welches Glück ist für alle Menschen ein Glück?
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    Du wirst nie allen gleich gerecht werden können...aber Gerechtigkeit auf dem größt möglichen Nenner muss immer das Ziel bleiben. Kontrollorgane brauchst du bei jedem System. Man sollte sich fragen wie es passieren konnte...dass sich die Politiker so weit vom Volk entfernten. An den Gehältern kann es nicht liegen. Deutschland steht wirtschaftlich gut da...vermutlich beansprucht man diesen Erfolg alleine für sich - auf die Idee...dass das auch mit Fleiß des Volkes und den Innovationen der Mittelständer zu tun haben könnte...kommt man wohl nicht.
    Deutschland ist nicht wegen...sondern trotz seiner Politiker erfolgreich - vielleicht sollte man ihnen das mal sagen.

  11. #136
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Glücksverheißungen

    Glück wird überschätzt und ist in Form einer Glückserzeugung arithmetisch nicht herbeizuführen. Glücksverheißungen sind liberaler Unsinn und basieren auf der Vorstellung, daß es so etwas wie menschliche Fixationen gäbe, also Grundsätzliches, auf das JEDER Mensch reduziert werden könne. Nun ja, ich stimme dieser Annahme zu, gebe aber zu bedenken, daß eben das Ungefähre und Unlogische diese Konstante bildet. Insofern...

    Wichtiger ist es, gesellschaftliche Bedingungen zu schaffen, die es jedem ermöglichen, seine (wechselnde) Form von Glück selber herbeizuführen. Das Konzept des Nationalstaats ist da sicherlich besser geeignet als eine bunte Republik ohne jede nationelle Ausrichtung, wie sie die Linken haben wollen.
    Man verstehe mich nicht falsch: Ich halte das Konzept des Nationalstaats für falsch, wenn es darum gehen soll, Menschen in einem Gemeinwesen glücklich zu machen. Ich glaube vielmehr, daß politisch grundiertes Glück nur in überschaubaren politischen Einheiten möglich sein kann.

  12. #137
    Sabine Rehkopf
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    AW: Glücksverheißungen

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen

    Glück wird überschätzt

    ... Ich halte das Konzept des Nationalstaats für falsch, wenn es darum gehen soll, Menschen in einem Gemeinwesen glücklich zu machen. Ich glaube vielmehr, daß politisch grundiertes Glück nur in überschaubaren politischen Einheiten möglich sein kann.

    Gut, aber Sie überschätzen da nicht gerade etwas?

    Meinen Sie tatsächlich, daß die Idee eines Nationalstaates irgendwie, irgendetwas, mein Gott, was weiß ich, mit Glück zu tun hat?

    Ja, ich bin keine Fachfrau in solchen Ideen. Aber da werden Begriffe aus der Romantik in die Sachsprache genommen, Glück eben.

  13. #138
    Mitgestalter
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    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Das "Bruttonationalglück" ist im ehemaligen Königreich Bhutan eine "definierte und bekannte Größe".

    Wobei der frühere König auch ohne Macht glücklich sein konnte und sich selbst absetzte.

    Ist es eventuell Glück, von Menschen umgeben zu sein, die an dem Seelenglück der Menschen interessiert sind?

    Pech für die Amis wird es sein, von einem Menschen regiert zu werden, dem allein materieller Wohlstand etwas bedeutet.

    Möglicherweise verlieren die Amis mehr, als die Menschen in Bhutan gewinnen...

    Aerolith weist aber darauf hin, "überschaubare Einheiten" zu bilden. Was nicht unbedingt mit Nationalstaaten zu tun hat.


    Irgendwie sind beide Ansichten zu verbinden. Was Aerolith anspricht, könnte der Umstand sein, dass in Europa die Überschaubarkeit von "Ursache und Wirkung" verlorengeht. Es ist jedoch auch so, dass trotz allen "Bruttonationalglücks" in Bhutan auch Syrien in ihren Köpfen wirkt.

    Bhutan kann daher nur in einem begrenzten Maß sein Glück selbst steuern. Führen China und Mr. Trump dann ihren Veitstanz ums goldene Kalb fort, ist auch das Glück in Bhutan insgesamt bedroht.

    Es bahnt sich an, dass der Exxon-Außeminister mit dem russischen Ölförderkartell zusammen an ihren "Glücksplänen" basteln.

    Ist die Arktis erstmal ruiniert, lebt sich´s ohne Golfstrom völlig ungeniert.

    Glück ist eine geteilte Idee, die beinhaltet, dass es zwar 100 % Glück gibt, jedes Unglück jedoch den globalen Glücksfaktor für alle nach unten korrigiert. Sozusagen der "Free-Ride-Effekt" im absteigenden Sinn.

    Glück kann nur Glück sein, ist dieses für alle zugänglich UND in der Summe umsetzbar.

    Das Bruttonationalglück der Nationalisten jedoch, ist eine Lüge, denn dieser begrenzte Horizont ist anfänglich unmöglich. Es gibt kein getrenntes Glück, das Glück der Sarinhersteller ist ein Ünglück für die Menschen in Syrien und auf der ganzen Welt...

    Der Schaden ist ein kurzfristiger Gewinn mit einer langfristigen Schadenswirkung. Klopfen die Schadenswirkungen jedoch in unserer persönlichen Mitwelt an die Haustür, fällt die frühere Verdrängungsstrategie in sich zusammen.

    Eine Entscheidungsprämisse könnte daher sein:

    Wie sähe die Welt aus, wenn allen Menschen zugänglich wird, was ich mir wünsche?

    Dahinter beginnt das Land der anfänglichen Unmöglichkeit...

  14. #139
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Ich finde der Precht hat gestern mal wieder ein paar kluge Sachen gesagt. Auch er hat...wie alle anderen...den politischen Einheitsbrei angeprangert. In der Gesellschaft steht er links...hält aber konservative Werte für wichtig - nur meint er, dass die Linken diese Werte in den siebziger Jahren suchen...in der Tradition eines Willy Brand...während die AfD in die 50er Jahre zurück möchte....beides hält er für falsch und rät dazu neue...zukunftsfähige konservative Werte zu definieren. Statt an der jetzigen Demokratie Flickschusterei zu betreiben...solle man sie besser neu erfinden. Die Ministerauswahl Trumps ist für ihne ein Zeichen von "back to the roots"...was die Demokratie betrifft - einfach nur als Feststellung...ohne persönliche Wertung. In den Anfängen der Demokratie hätte man auch direkt die Lords ins Parlament gewählt...und nicht irgendwelche Stellvertreter. Ähnliches macht auch Trump. Zumindest waren sie gestern mal alle einige...dass die GROKO keine Dauerlösung sein kann...es aber an Alternativen...an Visionen fehle. Und ähnlich wie ich sagt man, dass der Wähler in der Falle sitzt.
    Egal ob er rot, grün, gelb oder schwarz wählt...er bekommt Merkel als Kanzler. Man hat inzwischen Verständnis dafür, dass die Menschen sich radikal links oder rechts positionieren...hauptsache nicht so weiter wie bisher. Precht sieht die Gefahr einer Revolution...nicht weger der Populisten...und auch nicht aktuell oder akut...aber für die Zukunft.
    Für mich auch interessant seine Haltung zum Islam...bzw zur Argumentation der Politiker. Er hält es für falsch auf unsere christlichen Werte und Tradition zu verweisen...denn in dieser Tradition stehen ja auch so Dinge wie die Inquisition...die Zusammenarbeit mit den Nazis...usw. Er meint, dass sich die christliche Kirche nicht selbst erneuerte...sondern von der Gesellschaft zu Erneuerung...zum Umdenken gezwungen wurde - und so solle man auch jetzt nicht den Fehler machen und dem Islam das Christentum entgegenhalten...sondern die Gesellschaft müsse das mit gesellschaftlichen Argumenten regeln. Das ist ganz in meinem Sinne...denn auch ich sehe vor allem eine gesellschaftliche und weniger eine politische Krise. Die politische Krise ist nur die Folge einer gesellschaftlichen Stagnation.

  15. #140
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Precht nahm auch Stellung zur Forderung nach mehr direkter Demokratie. Er meint das hätten wir schon...das sich die Parteien sehr stark nach den Umfragen um-orientieren - das stimmt...wie wir aktuell sehen. Ich bin da aber nicht zu 100% seiner Meinung...denn Umfrageergebnisse ändern sich ja oft erst dann...wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.
    Nicht alles lässt sich im Nachhinein korrigieren. Ich finde wir brauchen das Zusammenspiel von parlamentarischer und direkter Demokratie. Einen entsprechenden Vorschlag hatte ich schon mal gemacht. Wie Precht richtig bemerkte...ist ein Umfrageergebnis direkt nach einer Kölner Sylvesternacht ein anderes als zB ein Jahr später. ich würde ergänzen: Humanitäre...Menschenrechtsfragen...sollten immer im Parlament ausgefochten werden...aber bei Fragen wie "Maut ja oder nein..."...sollte das Volk ein viel größeres Mitspracherecht haben. Gerade bei der Maut wir das deutlich...denn da hatte uns Frau Merkel verprochen es käme keine.

  16. #141
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Nachdem sich die Diskussionsrunde darüber einig war...dass es in Deutschland schon seit Jahren keine richtige (parlamentarische) Streitkultur mehr gibt...spielte das Team von Maischberger einen alten Film (noch schwarz/weiss) ein...der einen Streit zwischen Willy Brandt und Helmut Kohl zeigte. Man ging fast schon körperlich aufeinander los...beschimpfte sich gegenseitig aufs Übelste...Brandt verglich H.Geißler mit Goebbels...schlug mehrmals mit der Faust auf den Tisch...usw. Einen solchen Streit konnten wir in Deutschland schon lange nicht mehr beobachten-wäre aber wichtige...denn solche Streits machen Unterschiede deutlich...der Beobachter ist fast schon gezwungen sich auf eine Seite zu schlagen...die andere dafür zu hassen. Auseinandersetzungen gehören zum Leben....haben oft auch eine reinigende Wirkung. Was ich hier schon vor fast zwei Jahren schrieb....wurde auch gestern mehrmals vorgetragen: Niemand könnte Merkel, wüsste man nicht wohin sie gehört, einer bestimmten Partei zuordnen - bei der CDU würde man sie wohl am allerwenigsten vermuten. Sie ist ja auch nicht wegen ihrer Parteifreunde noch im Amt...sondern wegen ihrer Verbündeten bei der SPD und den Grünen - selbst bei den Linken hat viele Freunde...während sie bei der AfD fast nur Feinde hat. Verkehrte (politische) Welt. Eine solche Harmonie ist tödlich.

  17. #142
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Bis zum heutigen Tag ist vielen ein Rätsel, auch mir, warum sich Angela Merkel nach der Wende der CDU anschloss...und nicht der SPD...oder auch den Grünen. Gegen die SPD sprach alleine die Tatsache...dass die Sozialisten bei der Wiedervereinigung nur halbherzig bei der Sache waren...schaut man sich aber das 89er Grundsatzprogramm der SPD an...dann hätte eine Merkel...so wie wir sie heute kennen...dort eigentlich andocken müssen...zumal ja auch sie gewusst haben müsste....auf welch obsessive Weise sich Kohl an der Macht hielt-oder war es vielleicht sogar genau das...was Merkel so faszinierte? Diese Frau ist nicht zu durchschauen. Wünschen wir uns....dass ihr eine weitere Amtszeit erspart bleibt und sie dann genug Zeit hat ihre Memoiren zu schreiben - danach sind wir dann vielleicht ein wenig schlauer.

  18. #143
    Myriam Mesorpa
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Zitat Zitat von andere-dimension Beitrag anzeigen

    Bis zum heutigen Tag ist vielen ein Rätsel, auch mir, warum sich Angela Merkel nach der Wende der CDU anschloss...und nicht der SPD...oder auch den Grünen. Gegen die SPD sprach alleine die Tatsache...dass die Sozialisten bei der Wiedervereinigung nur halbherzig bei der Sache waren...schaut man sich aber das 89er Grundsatzprogramm der SPD an...dann hätte eine Merkel...so wie wir sie heute kennen...dort eigentlich andocken müssen...zumal ja auch sie gewusst haben müsste....auf welch obsessive Weise sich Kohl an der Macht hielt-oder war es vielleicht sogar genau das...was Merkel so faszinierte? Diese Frau ist nicht zu durchschauen. Wünschen wir uns....dass ihr eine weitere Amtszeit erspart bleibt und sie dann genug Zeit hat ihre Memoiren zu schreiben - danach sind wir dann vielleicht ein wenig schlauer.

    Ja, das wünsche ich Ihnen, schlauer werden, "vielleicht ein wenig". Und nicht so viel braunen Zucker naschen.

  19. #144
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Tipp: Süßen sie doch mal ihren Bachblütentee mit braunem Zucker...bevor Sie das Zeug verteufeln. Machen inzwischen sogar viele Linke...siehe hier:

    https://www.neues-deutschland.de/art...bergriffe.html

    Auch wenn ich Ihnen das nicht wünsche...aber sollten sie mal Opfer eines solchen Übergriffes werden...dann schütten Sie dem Angreifer einfach braunen Zucker in die Augen.

  20. #145
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    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Netzer hat es mal auf den Punkt gebracht:

    Wir haben niemanden mehr, der wirkliche Präsenz ausstrahlt.

    Präsenz könnte auch als "Imprägnierung" mit "Geist" aufgefasst werden. Worin sich auch der "Mangel" daran erschöpfen könnte, welcher in der Kakophonie der symptomatischen Korrekturmaßnahmen deutlich wird.

    Als Beispiel für Präsenz: Beim BER war niemals der Gedanke präsent, einen funktionsfähigen Flughafen zu bauen. Einzig der Gedanke, möglichst viel an "einem PLAN" zu verdienen, zieht sich durch die morphische Resonanzstruktur einer Manifestation, die kein wirkliches Fest ist...

    Krater schlagen sich für 100 00ß Jahre nieder, indem für jedes Entsorgungsjahr ganze 230 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Das ist der Lohn für ganze FÜNF Techniker....

    Als "Fond" gehen jedes Jahr 1,7 % Inflation runter, wobei der Zinsertrag wohl darunter anzusiedeln ist, was ein jährliches "Abschmelzen" von Zukunftsmöglichkeit beinhaltet. Siehe Ukraine und die Folgen von Tschernobyl, die auf 10 % des dortigen BIP´s geschätzt werden...

    Doch diesen Krater in der Rechnung bemerken wir nicht. Da hilft es wenig, wenn wir uns gegenseitig die Augen mit klebrigem Sand im Kopfgetriebe lähmen.

    Wenn erst Frau Merkel mit Frau Petri zusammen die Massen lenken, wird der Braincandy mit "Kalkgenom" von Monsanto weggespült...

    Ist an sich die wahrscheinlichste rechnerische Konstellation... Was "anderes" wird kaum noch gehen...

    Mit 20 % ist die SPD doch lange nur noch ein Suppenkasper ohne Eigenständigkeit. Selbst mit den Grünen und Linken wird das niemals reichen. Für Schwarz-Gelb ebensowenig. Warum die SPD sich die Blöße gibt, überhaupt über einen "Kanzlerkandidaten" nachzudenken, ist wohl noch Schröderscher Größenwahn...

    Wir scheinen echt nicht verstanden zu haben, was sich gerade wieder wiederholt wiederholt...

    Sandmännchen überall...

  21. #146
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Die CDU wird auf keinen Fall mit der AfD koalieren...da brauchst Du keine Angst haben. Gibt drei Möglichkeite: 1. GroKo, 2. R/R/G, 3. S/G (vielleicht mit gelbem Anhängsel). Bei der übernächsten Wahl könnte das schon anders aussehen...aber so weit kann niemand in die Zukunft sehen.

  22. #147
    Myriam Mesorpa
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Zitat Zitat von andere-dimension Beitrag anzeigen

    Auch wenn ich Ihnen das nicht wünsche...aber sollten sie mal Opfer eines solchen Übergriffes werden...dann schütten Sie dem Angreifer einfach braunen Zucker in die Augen.

    Sorge unnötig, fiele ich Ihnen zum mutmaßlichen Opfer, ich zertritt Ihre Augen- und Mundhöhle.

  23. #148
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Das Grundproblem einer Parteiendemokratie

    Das Grundproblem der westlichen Demokratie besteht darin, daß sie sich als Parteienstaat gerieren muß und damit grundsätzlich Minderheit die Herrschaft zuweist. Auf der Basis eines liberalen Menschenbildes können nur individuelle kleinste gemeinsame Nenner gefunden werden, die immer zur Wahl des kleineren Übels führen, denn letztlich kann sich keiner in einer zur Wahl stehenden Partei vollends abgebildet finden. Auch nicht Angela Merkel, als sie sich der CDU anschloß.
    Die westliche Demokratie ist also immer die Herrschaftsform der Minderen, der Wertloseren, die ihre Ziele als die allgemeinen aussprechen und sich bestenfalls dem Ganzen verantwortlich fühlen, es aber doch im Sinne ihrer Interessen und Weltanschauungen führen wollen. Die westliche Demokratie ist also per se eine Minderheitenherrschaft, statuiert durch Parteien, die Einzelinteressen abbilden und als solche individuell zur Macht drängen.
    Das ist der Webfehler eines Gemeinwesens, das aber andererseits für sich in Anspruch nimmt, DEMOKRATIE zu sein, also die Herrschaftsform des Volkes. Das Volk, d.s. alle.

    Meinte man es ernst mit der Demokratie, so müßte man zuerst die Parteien abschaffen und die Herrschaftsausübung denen überlassen, die sozial hochwertig sind, also KEINE Individualinteressen besitzen, die sie über die der Allgemeinheit stellen. Doch wie diese Menschen finden, wie ihre Fertigkeiten bilden uind wie kann garantiert werden, daß sie, diese seltenen Exemplare der Menschheit, auch das bleiben, was sie einst waren: sozial hochwertig?

    Dem Volk wird es nicht gelingen, diese Hochwertigen an die Spitze des Staates zu bringen, denn das Gros des Volkes kann durch Versprechungen irregeführt, korrumpiert werden und neigt zur Parteienbildung.

    Zu Zeiten der Weimarer Republik nannte man das Fellachisierung. Fellachisierung basiert auf einem Trugbild, das bis in unsere Tage reicht, daß nämlich alle Menschen gleich sind und sich darüber eine politische Gleichberechtigung ergeben muß. Hier muß man ansetzen und der Erkenntnis zum Durchbruch verhelfen, daß Menschen eben politisch nicht gleich sind, weil jemand, der seinen Vorteil ins Zentrum setzt, eben nicht demjenigen sozial oder ethisch gleichzusetzen ist, der das Wohl aller über sein eigenes setzt. Platons Staatsidee besaß große Vorzüge gegenüber dem heutigen Minderwertigkeitsstaat.

  24. #149
    Hendrik
    Status: ungeklärt

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Zum Glück haben wir keine echte Demokratie sondern nur eine repräsentative. Der Kulissenschieber, einer der ältesten Berufe der Welt..

  25. #150
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    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Gibt es denn keine Schnittmengen?

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