+ Antworten
Seite 8 von 8 ErsteErste ... 678
Ergebnis 176 bis 178 von 178

Thema: demokratie und andere krater

  1. #176
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
    Registriert seit
    1.September 2013
    Beiträge
    1.591
    Renommee-Modifikator
    8

    AW: demokratie und andere krater

    ja eben - durch eine solche (im wahrsten Sinne des Wortes) Medienpolitik mache ich Faschisten überhaupt erst gesellschaftsfähig...indem der "Normalbürger" den Faschisten in vielen Punkten ihrer Anklage quasi zustimmen muss, auch wenn sich sein Fazit von dem des Faschisten deutlich unterscheidet. Die Medien machen diesen Konsens möglich.

  2. #177
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
    Registriert seit
    1.September 2013
    Beiträge
    1.591
    Renommee-Modifikator
    8

    AW: demokratie und andere krater

    Ich sah neulich die erste Rede Adolfs Hitlers als Kanzler vor dem Reichstag. Da hing ein übergroßer Banner....über den ganzen Saal gespannt.... mit der Aufschrift " Nieder mit dem Marxismus"..Das bestätigt mich nochmal in meiner Meinung, dass ohne einen drohenden Marxismus ein Hitler gar nicht möglich gewesen wäre. Die Menschen sahen im Nationalismus den einzigen Ausweg dem Marxismus zu entkommen. Und da sehe ich die Parallele zur heutigen Situation. Zugewinne gibt es seit Jahren nur links (Grüne) und rechts (AfD). Es ist kein Marxismus, sondern "nur" der Sozialismus, der uns droht...aber das reicht aus um die Nationalen auf den Plan zu rufen. Es braucht also dringend (wieder) eine Politik der Mitte...will man dieser Zuspitzung entkommen. Eine Politik der Mitte heißt für mich, dass man beiden Seiten gleichermaßen Zugeständnisse macht. Dazu wäre mE nur eine CDU ohne Merkel in der Lage - zB mit einem Merz an der Spitze. Es passiert aber genau das Gegenteil...Merkel bleibt und es werden darüber hinaus Linksbündnisse geschlossen. Da mögen sich die Bündnispartner für den Moment zwar freuen können...aber mittelfristig gesehen wird das die Lage nur verschlimmern. Den Wütenden wird zwar immer wieder aufs Brot geschmiert...dass es ihnen wirtschaftlich doch ganz gut geht...was diese auch gar nicht verneinen...dabei wird aber übersehen, dass es hier auch ums Prinzip geht. Manche Dinge will man einfach nicht, egal wie wenig sie einem persönlich schaden. Und in dem Ruf "Merkel muss weg", steckt das alles mit drin.

  3. #178
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.398
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    27

    Wahlsystem und Größe des Parlaments

    Das bundesdeutsche Parlament solle 600 Plätze für Abgeordnete nicht überschreiten, hieß es vor Jahresfrist in einer Fixierung des Wahlgesetzes. Derzeit gehen etwa 700 Abgeordnete ihrer Tätigkeit nach. Es wird befürchtet, daß es nach der nächsten Bundestagswahl 800 Abgeordnete sein könnten. Das liegt an der Zerklüftung der bundesdeutschen Parteienlandschaft und der damit verbundenen Überhangmandatsvergabe.
    Parteienforscher befürchten, daß 800 Abgeordnete zu Lasten der Bürgernähe gehen könnten. Abgesehen davon sind 800 Abgeordnete auch viel teurer als 600, was gar nicht mal die 200 Mehrzuversorgenden betrifft, wenn sie aktiv sind, sondern vielmehr deren Pensionsansprüche und die ihrer Zuarbeiter.

    Ich meine dazu dreierlei:
    1. Abgeordnete sollten keine Diäten erhalten. Ihre Parteien, für die sie schließlich Politik machen, sollten sie versorgen.
    2. Das Wahlrecht sollte verändert werden. Einfache Mehrheit darf nicht mehr ausreichen, um einen Wahlkreis zu repräsentieren. Am Ende reichen bei einer Wahlbeteiligung von 50% 23% der Stimmen gegen 22% für den Zweitplazierten, um ein Direktmandat zu erringen, was nicht demokratisch ist. Man sollte die Mehrheit eines Wahlkreises hinter sich wissen. Gegebenenfalls muß es eine Stichwahl geben.
    3. Die Platzverteilung mit Direkt- und Listenplätzen finde ich gut. Allerdings muß hier klarer geschieden werden und jede Stimme Bedeutung haben. 300 Plätze für die einzelnen Wahlkreise sind somit fix. Die übrigen 300 Plätze werden so verteilt, wie es die Prozente und die Zahl der Stimmen ergeben. Sagen wir, es haben 75% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, dann werden noch 225 Plätze vergeben, die gemäß des Stimmenanteils auf die einzelnen Parteien verteilt werden.

    Auf diese Weise fällt auch die lästige und undemokratische 5%-Hürde weg.

+ Antworten

Ähnliche Themen

  1. Der andere Mond
    Von allerleirau im Forum Lyrik
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 14.09.18, 17:52
  2. Von Marius bis Sulla - römische Heeresreform und diktatorische Demokratie
    Von aerolith im Forum Schulbuch "Geschichte bis 1889"
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 12.05.15, 23:10
  3. Sparta - die politische Alternative zur attischen Demokratie
    Von aerolith im Forum Schulbuch "Geschichte bis 1889"
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 08.05.15, 19:18
  4. Die andere Möglichkeit
    Von Mr. Jones im Forum Lyrsa
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 23.07.02, 05:44
  5. Kein Tag wie jeder andere
    Von traumtänzer im Forum Forum für das geschriebene Wort
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 26.11.01, 08:02

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •