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Thema: Histria

  1. #1
    minnie
    Status: ungeklärt

    Post Histria

    Histria


    Hier stand Medea. Sie hat mitgewoben
    an jenem Teppich bunter Scherben.


    Heut sitzen Kröten träg auf den Gemäuern.
    Sind das die Wesen, die die Zauberer beerben?

  2. #2
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Die Frage gefällt mir, muß mal in meinen Zauberbüchern blättern?


    Minnie, es mangelt an Logik und Form. Erkenne selbst ich, der schwächste bei Gedichten. Doch ein Teppich, Gewebtes, aus Scherben? Hui, ganz, ganz nur vielleicht.


    Warum nicht einfach: ... mitgebaut an jenem Haufen bunter Scherben?


    Trotzdem, schön, daß Du Dich traust. Ich hab ein Herz für Mäuse.

  3. #3
    minnie
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Einen Haufen macht man, man baut ihn nicht.
    Ich werde Deine Metapher also garantiert nicht verwenden. Und, nein, ich werde auch nicht reinschreiben, daß Delphine unsere Freunde sind.


    Ich habe das Gedicht exakt so geschrieben, wie ich es schreiben wollte.


    Trotzdem danke für das Posting.


    Viele Grüße Minnie

  4. #4
    Ignaz
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    - die Zauberer sind sehr unsichtbar, trocken vergangen, nebensächlich:

    Warum beschreibst du sie nicht?

    Ach, lass sie weg. Du könntest sogar noch mehr weglassen, wenn es nicht schade um das ein oder andere Bild wäre - ich verstehe nicht viel. Mal mir eins von der Entmutigung.

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Histria

    ignaz, Zauberer sind zwar unsichtbar, doch niemals trocken vergangen und nebensächlich. Sinn der Zauberer ist die Ermutigung, keinesfalls das Gegenteil. Ihr Vermögen und ihre Kraft zaubern Glanz in die Augen der Entmutigten. Dafür wurden sie geschaffen.


    Von wem? Von der Hoffnung!

  6. #6
    Ignaz
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    eh klar!


    aber weiss das der beliebige leser? weiss minnie, dass sie, ihm zuliebe, diesen komplexen sachverhalt bildreicher zum ausdruck bringen sollte?

  7. #7
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    ignaz, weißt Du, was ein komplexer Sachverhalt gegen ein Gefühl?

  8. #8
    minnie
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    ich hätte auch schreiben können:


    "Histria, ein von den Griechen im Zuge ihrer Kolonialisierung des Schwarzmeerraumes gegründeter und von den Römern übernommener Handelsstützpunkt, jetzt zerstört bis auf ein paar Gemäuerreste, war möglicher zeitweiliger Aufenthaltsort der aus dem georgischen Raum stammenden Zaubererin Medea, die mit ihrer unrühmlichen Rolle in der von Apollonios von Rhodos überlieferten Saga Einzug in die abendländische Literaturgeschichte gefunden hat. Infolge der nur mangelhaft vollzogenen archäologischen und kommerziellen Erschließung von Histria besteht der Laufhoriziont zu einem nicht unbeträchtlichen Prozentsatz aus ca. daumennagelgroßen Überresten antiker Gebrauchskeramik, die bei ausreichendem Konsum halluzinogener Substanzen den Besucher des Ortes an ein Erzeugnis persischer Teppichknüpfkunst denken lassen.
    In Anbetracht des beträchlichen Zeitraumes, der seit der antiken Kolonialisierung des Schwarzmeergebietes verstrichen ist, kann davon ausgegangen werden, daß die eingangs erwähnte mythologische Zauberin verstorben ist, was unter touristischem Gesichtspunkt durch das Vorhandensein amphibischer Lebensformen, i.E. Kröten, obzwar auch ihnen der Volksglauben übernatürliche Kräfte nachsagt, nur unvollkommen kompensiert werden dürfte."


    Hätte ich sagen können. Hab ich aber nicht.
    Zeichnen ist die Kunst des Weglassens.


    ...

    Hoppla, da ist mir doch ein Schnitzer unterlaufen: Die hellenistischen Argonautika waren zwar eine sehr populäre Darstellung des Medea-Stoffes, aber natürlich hatte das Drama des Euripides einen weitaus größeren Einfluß auf die europäische Literaturgeschichte.


    Viele Grüße Minnie

  9. #9
    Ignaz
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Tausend Gedank, liebe MM!

    Nun bin ich klüger als gestern! Trau're, angemessen verstehend, mit dir über den allzu rasch verfliessenden Strom der Zeit.

    Pfiu - bin ich was froh! Schön, dass auch ein unstudelierter, mittelmässig intellenter Mensch mit auf den raschen Zug aufspringen darf! Welch bewegtes Gedicht!

    Ehrlich! Du hättest das gleich sagen dürfen! Und während du über die spirituellen Dinge besorgt bist und sie in eine vermeintlich verständlichere, da rationale Form bringst: Bist du öfters hier? Man könnte auch direkter kokettieren

    Abseits muss ich mal wieder was für mein altertümliches Wissen tun. Manchmal merk' ich schon noch was.

    andreas.reichelt@online.de

  10. #10
    minnie
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Weißt du, das war nicht persönlich gemeint. Minnie will einfach bloß spielen.

    Aber wenn du jetzt dringend was für Dein Gefühl intellektueller Überlegenheit tun mußt, versuch Dir vorzustellen, daß Minni als Frisöse im Teletubbiland wohnt.

  11. #11
    Ignaz
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Still tönt der Nachtigall Trapsen - die Unterstellung eines Gefühls der interlektuarischen Unterlegenhaftigkeit scheint mir übrigens reiner Lötzinn! Man wird doch noch mitdenken wollen dürfen?


    Ich hab mich heute umgeschaut, und keine Kröten auf dem Anwesen gefunden. Die Kellerasseln rieten mir, die weitere Umgebung zu erkunden.


    Man tou! i.

  12. #12
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Histria

    Lang hab ich mich mit diesen Zeilen herumgeplagt, nicht mit dem Geschwätz in diesem Ordner, um den Punkt zu suchen, an dem es hakt. Heu-reka! Es ist das "heut". Hier herrscht Effekthascherei vor, denn auch schon damals gab's dort Kröten. Das Wörtchen "heut" ist un-logisch und täuscht uns hier. Willst Du poetisch sein, Minnie, musst Du mehr können als nur einfach weglassen...
    Übrigens, der Artikel ist gut. Ist der von Dir?


    herzlichst uis

  13. #13
    minnie
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Hallo uisgeovid!

    >Heu-reka! Es ist das "heut". Hier herrscht >Effekthascherei vor, denn auch schon damals >gab's dort Kr?ten. Das W?rtchen "heut" ist >un-logisch und t?uscht uns hier.

    Heu-reka, endlich mal der Versuch einer sachliche Kritik.

    Das "heut" ist okay, es dient dem antithetischen Aufbau des Vierzeilers - zwei Zeilen Einst, zwei Zeilen Jetzt. Und Kröten gibts in belebten Städten nicht. Auf verlassenen Ruinenfeldern schon. Also null Punkte für den Kandidaten. Schade.

    Die richtige Antwort wäre gewesen:

    "jenem Teppich" ist Quatsch - "einem Teppich" tuts auch

    in der letzten Zeile stimmt das Metrum nicht, da ist eine Silbe zu viel

    Willst Du Kritiker sein, uisgeovid, musst Du mehr können als nur einfach usw. usf. ...

    >übrigens, der Artikel ist gut. Ist der von >Dir?

    Nana, wir wollen doch nicht beleidigend werden, oder?

    Aber jetzt verlasse ich dieses gastliche Forum. Ich wünsch euch allen noch viel Spaß bei der literarischen Aufarbeitung eurer Stoffwechselprozesse.

    Aus die Maus.

  14. #14
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Histria

    Minnie,


    wenn du so belesen bist, wie du dich gibst, dann sollte dir das tragische Schicksal von Abdera bekannt sein, das gerade aufgrund der Tatsache, dass Kröten dort als heilig angesehen wurden und sie sich frei in der Stadt bewegen durften, Abderas Untergang erst auslöste.
    Als die Kröten Abdera übernahmen, sollen sich die überlebenden Abderiten in der ganzen Welt verstreut haben. In diesem Forum tauchen in letzter Zeit einige wieder auf.
    Sie betrachten in ihrer selbstgefälligen Arroganz das Forum als eine Art von Selbstbedienungsladen und meinen, wir wären froh, wenn wir uns mit ihren Kopfgeburten auseinander setzen dürfen. Damit müssen wir wohl leben; Abdera ist überall.
    Deine lachhafte Behauptung allerdings, hier würde keine ernsthafte Kritik betrieben, nehme ich hingegen persönlich. Einfach und gedankenlos dahin gesagt, ist es nichts weiter als eine beleidigende Lüge.
    Zeig mir doch mal, wie ernstzunehmende Kritik nach deiner abderitischen Ansicht aussieht.
    Ich zumindest habe von dir keine einzige zu irgendeinem meiner Werke gelesen.


    Klammer
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  15. #15
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Histria

    Ist noch kein Gedicht. Wirklich nicht. Besitzt kein durchgehendes Metrum, ist nichts verdichtet, ist nur so ein Wurf ins Nichts. Test?
    Und siehe da, da setzt sich einer mit dem Testtext auseinander, da ist er schon ein Reingefallener. Na bravo, Minki!


    Was stimmt hier alles nicht?

    • Vers 1 Medea stand und webte? Setzt Du in einen Atemzug. Schon entsteht eine semantische Schieflage, denn der Leser weiß jetzt nicht, ob das STEHEN oder das WEBEN Wesensattribute Medeas für diesen Text abgeben sollen.
    • Vers 2 Web Du mal einen Teppich aus Scherben. Metapher? Nun gut. Teppich, Scherben... Flickteppich, Leben aus Resten, Unbedarftheit des Wollens, Unsicherheit im Da... JENEM auch noch. Muß ich graben, welchen Du meinen könntest. Der Name MEDEA deutet auf Rat. Frauen am Webstuhl sind weise. Meint mancher. Sie war's garantiert nit. Stritt sie doch mit Thetis um eine Äußerlichkeit wie Schönheit und Fruchtbarkeit... (Okay, okay, der Streit war dumm, das Thema ist es nicht. Fruchtbarkeit ist damals Wesensbestandteil der Frau gewesen.) Und fortan ist sie auch noch rachsüchtig. Stammt von ihr nicht die Bezeichnung, daß alle Kreter Lügner seien? Die Geschichte vom gewebten Teppich ist meinesteils die von Penelope, die besetzt dieses Bild eindrücklich. Medea mordete ihre Kinder, steckte durch "Zauberkraft" Paläste an, floh ihr Heimatland und war auch sonst nicht das, was mit dem stillen Bild des Webens in Einklang zu bringen wäre. -
      Wenn ein Dichter aber dieses anzeigt, so hat er eine Botschaft. Schauen wir weiter...
    • Vers 3 Kröten sitzen träg (wie sonst?) auf Gemäuer. Histria kannten die Griechen nicht. Das ist eine lateinische Bezeichnung, wenn ich nicht irre. Irgendwo in der Adria. Womit ich bei der wichtigsten Kritik bin: Rezeption ist gut und schön, aber sie muß den Kontext deutlich machen. In vier Verszeilen läßt sich nicht mal eben durch zweitausend Jahre schippern.

    Eine Bedeutungsebene für uns ist okay, nicht aber die gereinigte der Römer oder von sonst wem. Medea hat für uns eine ganz bestimmte Bedeutung, die der wartenden Sehnsuchtsfrau nicht. Wenn Du Medea dazu machen willst, mußt Du erläutern. Sonst arbeite bitte mit dem, was uns zur Verfügung steht.

  16. #16
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Histria

    Ach, Ihr Lieben, lasst doch unsre Minnie erstmal ordentlich die Sendung mit der Maus gucken, da kann sie dann Basiswissen sich erarbeiten. Wer in diesem Forum nach Kritik sucht und nach Wissen und dessen Vermittlung, der muss sich halt auch die Mühe machen und ein paar etliche Ordner erstmal durcharbeiten, eh er oder sie eine Meinung äußern kann, die fundiert ist. Aber wer macht sich heute schon in diesen Zeiten die Mühe des Lesens. Nun gut, wer sich diese Mühe nicht machen möchte, auch für den hab ich einen Rat: Erstmal still eine Weile zuschaun, um herauszufinden, wohin der Hase oder auch die Katze läuft. Ich könnte das jetzt auch anders formulieren, aber Großkotziges überlass ich gern andern Leuten. Wir können diesen Ordner ja auch "Von Menschen und Mäusen" nennen, aber lieber nicht, der Titel ist besetzt und wär viel zu schade.

  17. #17
    minnie
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    @robert


    Hallo Robert!


    Ich will die Diskussion nicht ausufern lassen, aber ich fände es grob unhöflich, Deine ausführliche und wenigstens streckenweise nicht abwertende Kritik unbeantwortet zu lassen.


    Erstmal, das Gedicht habe ich mit 15, 16 geschrieben, in einem Alter, in dem man seine Gefühle noch ziemlich unbefangen zu Poesie verwurstet. Eigentlich habe ich es nicht als Fake gepostet, sondern um mal zu gucken, wie die Atmosphäre hier ist.


    Ich hätte nicht gedacht, daß das Gedichtlein eine solche Resonanz findet. Aber vermutlich war der Nick etwas aufreizend. (A propos, "Bussibär12" wäre doch auch hübsch gewesen, oder?)


    Tja. Ich hätte nicht gedacht, daß ich mal für meine Jugendsünde gerade stehen muß *g*. Trotzdem kann ich Deine Kritik in dieser Form nicht nachvollziehen.


    Aber jetzt zum Detail.


    Eine semantische Schieflage sehe ich nicht. Es handelt sich bei "stehen" und "weben" ja nicht um Wesensattribute Medeas, sondern um einfache Verben informativen Charakters.


    Die Scherbenteppich-Metapher ( = Generationen von Griechen und Nichtgriechen, unter ihnen auch Medea, haben zum Entstehen eines Teppichs aus Scherben beigetragen) finde ich eigentlich ganz hübsch und originell. Hm, kann ich nicht ändern, ist vermutlich Geschmackssache.


    Die Biographie Medeas ist sicher ein interessantes Thema, aber sie in diesem Fall zu bemühen hieße, den Vierzeiler mit Bedeutung zu überfrachten.


    Stammt von ihr nicht die Bezeichnung, daß alle Kreter Lügner seien?


    Nein, die stammt von dem Mathematiker Epimenides.


    Histria kannten die Griechen nicht. Das ist eine lateinische Bezeichnung, wenn ich nicht irre. Irgendwo in der Adria.


    Ich meine Histria, das antike Istros, eine griechische Siedlung, die am Schwarzen Meer liegt und an der Medea und Iason vorbeigekommen sind. Was Du im Sinn hast, ist das an der Adria gelegene Urlauberparadies Istrien.


    Womit ich bei der wichtigsten Kritik bin: Rezeption ist gut und schön, aber sie muß den Kontext deutlich machen.
    Eine Bedeutungsebene für uns ist okay, nicht aber die gereinigte der Römer oder von sonst wem.


    Daß dieser Kritikpunkt auf deiner Verwechslung von Istrien und Histria beruht, haben wir ja schon geklärt. Die Römer haben nichts mit der Sache zu tun.


    @Klammer


    Deine lachhafte Behauptung allerdings, hier würde keine ernsthafte Kritik betrieben, nehme ich hingegen persönlich. Einfach und gedankenlos dahin gesagt, ist es nichts weiter als eine beleidigende Lüge.


    Uisgeovid hat mich blöd angemacht, und ich hab ihn blöd angemacht. So ist das.
    Ich würd an Deiner Stelle nicht alles persönlich nehmen. Ich ja auch nichts persönlich genommen.


    Also dann


    Minnie

  18. #18
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Histria

    Ach, lieber Bussibär 12, langsam erheiterst Du mich nach eines langen Tages Reise durch die Nacht. Präsentierst uns hier ein dreißig bis fünfunddreißig Jahre altes Gedicht, um uns zu testen an Deinen Jugendsünden, für die wir wahrlich nicht verantwortlich zeichnen müssen.
    Im Stile Roberts könnt ich jetzt sagen, geh spielen und hol Dir ein Stück Pubertät zurück, aber ich lass das, denn sonst sagst Du wieder, ich hätte Dich angemacht, und dazu habe ich wirklich keine Lust, denn mir ist die Zeit hier zu kostbar und die Worte sind mir zu wertvoll, um jemanden "an-zu-machen".
    Wie wär's denn: Präsentier uns doch mal einen Text jüngeren Datums, nicht so einen alten Schinken. Hast Dich doch bestimmt reifender verändert und kannst besser schreiben nun.
    "Besser" mein ich hier in dem Sinn, dass Du nicht so sehr viele Nachsätze der rechtfertigenden Deutung produzieren musst. Es gibt hier im Forum übrigens mehrere Ordner, die etwas in der Richtung thematisieren, dass ein Autor sich zu seinem Text nicht äußern soll oder dann doch oder so.
    Aber zum Lesen der Ordner dieses Forums hab ich ja oben schon etwas ausgeführt.
    Also Brummelbramm, Bussibär 1346 oder von mir aus auch Dagobert 46, wie wär's mit einer neueren Textprobe?


    herzlichst uis

  19. #19
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Aber bitte etwas besseres als diesen Schafscheiß-Text über ein Huhn, das einem Pferd im Genick saß, und wo sich der mild zynische Redakteur eines Provinzblattes nicht anders zu retten wußte, als sich in der nächsten Kneipe ob Deines Talents zu besaufen.


    Oder habe ich da was verwechselt?

  20. #20
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Histria

    ... hassu hannemann, hier iss ernsss

  21. #21
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Guter Rat, Minnie hat schon über Gebühr strapaziert.


    Und uis, Du weißt doch, daß ich dem Allohol abhold. Ich verwies lediglich auf den unsäglichen Beitrag "Die Sau rauslassen" dieser hoffnungslosen jungen Dame.






    [Diese Nachricht wurde von Hannemann am 07. März 2003 editiert.]

  22. #22
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Histria

    Wir sind hier in der Tat ein Testverein, bei dem man Jugendsnden einstellt. Eingestellte Texte werden von uns als ernsthafte Auseinandersetzungen zu einem Thema behandelt.


    Zur Sache, Schätzchen! Das mit dem Halbwissen ist so eine Sache, sage ich Dir.


    Schriebst Du ISTROS oder Histria? Weißt Du, daß Ovid u.a. Römer sich Medeas annahmen, ihre Landung nach Histria an der Adria verschoben und dementsprechend eine Überlieferung auf eine für die Römer greifbare Nähe interpolierten?
    Ich bin so frei, Dir die entsprechende Textstelle aus Hyginus' (auch so einer, der eben etwas passend machte) antiken Mythen (übersetzt von Waiblinger) aufzuschreiben
    erstellt von Hyginus:
    Aeeta ut resciit Medeam cum Iasone profugisse, nave comparata misit Absyrtum filium cum satellitibus armatis ad eam persequendam. Qui cum in Adriatico mari in Histria eam persecutus esset ad Alcinoum regem et vellet armis contendere...
    Das reicht. Also, Aietes (Vater Medeas) verfolgt die Liebenden. Aber nicht im Schwarzen Meer, sondern in der Adria. Das eben meinte ich mit Überlieferungsschematismus. Im Gedicht steht Histria, nicht Istros. Du schiebst hier die römische Auffassung der griechischen unter. Wir Deutschen haben die römische Interpolation aber spätestens mit Wolf abgelegt. (Das ist ja eben eine seiner Leistungen, aber dazu ein andermal.)
    Zur Form: Wenn Du vier Zeilen für ein Gedicht benutzt, dann dienen die Verben auch als Adverbien (Attribute); wenn jemand steht, dann drückt sich darin nicht nur eine Handlung aus, sondern dies muß dem Leser dann auch dazu dienen, sich Wesensmerkmale des Dargestellten vors geistige Auge zu führen. Willst Du mehr, so schreib mehr, damit klarer wird, was Du meinst.


    Ich hab jetzt genug... Du bist auch noch feige, weil Du Deinen text als eine Jugendsünde bezeichnest, andererseits aber ihm Interpretationen unterstellst, die Du mit 15 kaum gehabt haben dürftest. Das ist schäbig. Gib lieber zu, daß der Text schlecht ist, unrettbar, und stell einen neuen rein, der Dir etwas bedeutet und von dem Du überzeugt bist, daß Du diesbezüglich kritikempfänglich sein möchtest. Andernfalls empfehle ich Dir eine andere Spielwiese.

  23. #23
    minnie
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Ihr seid einfach ein Forum, in dem viele absonderliche Leute einander begreiflich machen möchten, daß sie nichts voneinander halten. Das zu wissen genügt.


    Das mit dem Halbwissen ist so eine Sache, sage ich Dir.


    Na, du mußt es ja wissen. (Kleiner Tip: Kreter... Medea...)


    Weißt Du, daß Ovid u.a. Römer sich Medeas annahmen, ihre Landung nach Histria an der Adria verschoben und blablabla blubber blubber blubber...


    Nö. Weißt du, daß Athen Honigkekse aus Böotien importiert hat? Weißt du, daß die Bäckerei Kamps an einem einzigen Tag 30.000 Toastbrote herstellt?


    Robert, Medea ist garantiert viel rumgekommen im Lauf ihres Lebens, aber sie ist nun mal aus der Kolchis. Vom Schwarzen Meer.


    Gib lieber zu, daß der Text schlecht ist, ...


    *sanftlächel*


    Mir gefällt er, ich finde ihn hübsch, und davon abgesehen, ist er in der Lage, ca. 10 erwachsene Leute zu beschäftigen...


    Und stell einen neuen rein, der Dir etwas bedeutet.


    Soll ich es Euch vorsingen: N-E-I-N.

  24. #24
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Histria

    Wenn ich Odysseus in London was erleben lasse, dann muß ich das verständlich machen, warum ausgerechnet Odysseus und nicht Elisabeth I. hier Träger meiner Geschichte ist. Und in Deinem Text ist nunmehr die kolchische Königstochter Medea, die die und die Geschichte hat, Träger des Textes und nicht eine dalmatinische oder italische Prinzessin.


    Es gibt da verschiedene Meinungen zu den Kretern. Ich habe mich in meiner Logik damit auseinandergesetzt, habe sogar Epimenides zu Wort kommen lassen. Ergebnis: tertium datur.
    Aber egal.
    Wichtig ist hier folgendes: Es war Idonomeus gewesen, der zwischen Thetis und Medea den Streit schlichten sollte. Und weil der König der Kreter nun mal Thetis den Kranz gab, so verwünschte ihn Medea mit den Worten, daß er fortan nur noch die Unwahrheit sagen würde, so wie er es ihrer Meinung nach eben auch getan hatte.
    Und das wiederum stigmatisierte die Kreter, die sich bis heute noch nicht davon befreien konnten. Epimenides war ein sehr viel späterer, lange vor Platon, aber auf jeden Fall historisch fixierbar. (Idonomeus ist das nicht, der ist eine mythische Gestalt wie Medea.) Den wiederum focht es an, so daß er dem kretischen Stigma des Lügners ein Paradoxon an die Seite stellte. Und das kennst Du.


    Und genau das meine ich mit Halbwissen und Ungenauigkeiten. Du wirfst alles durcheinander und zankst dann auch noch. Das ist dämlich von Dir.


    Also, ich fasse zusammen.


    Medea war vielleicht in der Adria. Sie war mit Sicherheit in Istros am Schwarzen Meer.
    Die Römer nahmen das nicht so genau. Du nimmst das auch nicht so genau. Schreib einen Text mit Klumbacke Teddy-Süßmolkenverderber, dann hast Du allerdings kaum die aufmerksamkeit, die ein Text mit Medea, Lilith, Adam oder Jesus erzielen dürfte.

    Für Dich sind Epimenides und Idonomeus ein und dasselbe. Daraus resultieren verschiedene Ungenauigkeiten, die den obigen Text unleserlich machen, was aber alles nicht so schlimm wäre, wenn Du Medea ein wenig mehr Raum gegeben hättest, sie nicht einfach da an einem Ort STEHEN und WEBEN ließest, wo sie nichts verloren haben kann, wo nichts ist, kein poetischer Raum, keine Notwendigkeit für sie, reinweg gar nichts...


    Du wunderst Dich, was mich daran so aufregt? Ich versuche hier, ernsthaft mit ernsthaften Menschen Literatur auf den Weg zu bringen. Dümmliche Oberflächlichkeit ist dabei der Hauptfeind, die zusammen mit Arroganz und Halbwissen gespickt so ungefähr den Tod jeder ernstgemeinten Auseinandersetzung ums Wort bedeuten. Manchen aber nun, Minnieminkepinkeduhlepimpf, bedeutet das Wort zu viel, als daß sie es sich von Dahergelaufenen und feigen Verstecklern, die nicht den Arsch in der Hose haben, sich geradeheraus als das zu bezeichnen, was sie eben sind, nämlich Träger eines Namens und einer Adresse, beschimpfen lassen wollen. Die Beschimpfung begann schon mit deinem Ordnereingangs-Text. - Geh spielen! Letzte Durchsage an Dich. Deine Texte interessieren mich fortan nicht mehr, es sei denn, Du gibst mir durch ein deutliches Zeichen der Zerknirschung zu verstehen, daß Du Dich fortan hier konstruktiv einbringen möchtest. Ein Drittes ist hier nicht gegeben.

  25. #25
    Andre
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    @Robert
    Ich habe das jetzt mal verfolgt...irgendjemand steht Dir da mächtig auf der Leitung.


    Ein kurzes googeln nach Bulgarien und Histria, wenn man es denn nicht weiß, hätte die ganze Ovidlektüre überflüssig gemacht.


    Wer also schon mal in Histria war und auf dem Scherbenteppich stand (Ausgrabung), den auch Medea mitgewebt hat, sollte keine Verständnisprobleme mehr haben.


    @all
    Ansonsten war der Umgang mit Minnie alles andere als sachlich.


    andre_pardun@msn.com

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