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Thema: Histria

  1. #51
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Ist die Erde eine Scheibe? Ist der Papst katholisch? Dürfen Gedichte einen eigenen Kontext erhalten? Diese und ähnliche Fragen betrachte ich als rhetorische.

    Ich bin kein sachlicher Typ. Wenn ich was zu sagen habe, dann weil mein Schwanz und mein Herz mir das befehlen. Wenn mein Verstand sich meldet, dann werd ich mißtrauisch und halt lieber das Maul. So bin ich gestrickt. Erst der Schwanz, dann der Verstand. Der Verstand bastelt sich die Welt, wie er sie eben braucht und es sich darin leben läßt. Der Verstand baut Konzentrationslager. Aber dazu jetzt nichts weiter. Wo war ich? Ach ja, die Sache mit dem Kontext... Weiter oben schrieb ich

    Der Streit hier dreht sich vornehmlich um zweierlei, Hannemännle, und das sei auch Dir gesagt, der Du das mit den Gesetzen der Phantasie nicht raffen willst/kannst, was hier beinahe dasselbe ist:
    • Genauigkeit und
    • poetische Räume, die der Dichter schafft

    .
    Ich fordere ja gerade die Inaugurierung eines poetischen Raumes ein. Es geht mir ja gerade darum, daß die Kontextualität für den Leser gegeben sein muß. Nicht für den Autoren. Ich darf davon ausgehen, daß der eben etwas hat, das er MITTEILEN will. Eben darum MUSZ er sich einer Sprache bedienen, die MITteilt.
    Meinetwegen kann Medea in Murmansk bei minus 45°C Teppiche aus Glas knüpfen. Aber das ist dann nicht die griechische Medea mit ihrem abgeschloßnen Leben (wer weiß, Deiner Meinung nach könnte sie auf ihren langen Reisen auch in Murmansk gewesen sein, wenn schon Dalmatien, dann auch Murmansk), sondern nur der Topos Medea, dem etwas beigeordnet wird, was dem Leser das Tor öffnet und er hier verortet. Und genau diese Arbeit hat der Autor bei diesem text nicht geleistet, sondern den dummen Leser hier allein gelassen, Halbwissen und Arroganz gleichermaßen... Aber jetzt rege ich mich schon wieder auf.

  2. #52
    minnie
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Was das mir übrigens langsam bis zum Teppich aus dem Hals raushängende Histria-Thema angeht: Dalmatien hast DU in die Debatte geworfen. Der Ort, von dem ICH rede, ist am Schwarzen Meer. Dort hat Medea einen Großteil ihres Lebens verbracht.


    Ich glaube, daß das, was Du forderst, von dieser Kunstform nur in sehr begrenztem Umfang erfüllt werden kann.

  3. #53
    schreibt hier hin und wieder
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    19.April 2000
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    Hamburg
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    20

    AW: Histria

    Original erstellt von Andre:
    [B [Eben, Minni erwähnte Ithaka in Zusammenhang mit Odysseus.]
    Nein macht sie nicht, siehe die Argumentation von Robert, der einen Badeort an der Adria für eine antike Ausgrabungsstätte hält, und deshalb mehr als nur 4 Zeilen für einen verlässlichen Interpretations und Verständniszusammenhang fordert. Also nach Robert, zwei Worte sind noch kein Zusammenhang. Jedenfalls nicht solange es noch das griechische Restaurant mit dem netten Wirt Odysseus, in Ithaka in Texas gibt.
    Andre[/B]
    Das lass ich mal so stehen, spricht ja auch so für sich. Leider gibt Robert die Hoffnung nicht so schnell auf und erklärts immer wieder. Perlen vor die Säue eben.


    Original erstellt von Andre:
    [B Das hat er leider nicht gezeigt,vor allem als er angefangen hat persönlich verletzend zu werden. Guter Spruch von Ihm: "Du bist der Feind"
    Andre[/B]
    Wenn mir jemand auf den Tisch scheißt, den würde ich auch nicht als Freund bezeichnen. Es sagt so ziemlich alles über das Unrechtbewußtsein aus, wenn Tatsachen als verletzend empfunden werden.


    Original erstellt von Andre:
    [B Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Lies bitte noch einmal die Beiträge von Robert und geniesse die Angriffe gegen <einen imaginäres Minimausmonster.>
    Andre[/B]
    Autsch, das tut jetzt aber ganz schön weh und gibt Beule. Warum sagst Du denn das Wesentliche nicht zuerst?! Hab doch tatsächlich alle Beiträge gelesen, einige sogar mehrmals, und dabei sollten es doch nur die von Robert sein. Oder doch nicht alle? Nein, wenn ich genau lese, dann wohl nur die mit den Angriffen. Angriffen? Ja, wer lesen kann ist klar im Vorteil, da sagst du was Wahres, Andre.


    Original erstellt von Andre:
    [B [Lesen können hier alle, schreiben auch, nur der Rest liegt nicht jedem.]
    Dann fang mal mit dem lesen an.
    Andre[/B]
    Damit fange ich immer an. Leider hören einige damit auf. Denn, wie schreibst Du so schön: " Ich bin Leser und nur das, mit dieser kleinen Ausnahme." Dann sind wir uns ja einig und der Rest kriegt ab sofort den Rest.


    Schönen Tag noch
    it

  4. #54
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    Hysteria


    Hier war eine Maus, hat mitgeknabbert
    an jenem Teppich aus bunten Hülsen.


    Danach kam der Kater.
    Aus!




    Rodebert, ich weiß, daß ich noch meine Meinung über die Regeln der Phantasie schuldig bin. Kömmt!
    Doch im Märzen der Bauer das Ross eingespannt
    und eiligst vor unsäglicher Dichtkunst entschwand.


    Auf das Mail von Geckariot warte ich auch noch.

  5. #55
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: Histria

    bizarrer streitordner. das passierte und passiert immer wieder, daß irgendwer glaubt, er müsse hier irgendwas testen. nicht der autor wird hier getestet, sondern sein eingestellter text. ist ein buchstabe. und manch einer verwechselt hier kritik mit einer persönlichen invektive. ich nehme an, das wird sich nie ändern.

  6. #56
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    1.September 2013
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    1.314
    Renommee-Modifikator
    8

    AW: Histria

    Ein Beispiel dafür, dass Rechtfertigungsorgien meist alles nur noch verschlimmern. "Jetzt...wo ich weiß was soll es bedeuten...find ichs ganz gut"...das bekommt man dann eher nur selten zu hören. "Auf den Gemäuern" ist zudem falsch. Entweder "auf den Mauern"...oder "in den Gemäuern".

    minnie spricht vom "Weglassen"...aber gerade das macht er/sie ja nicht - mit "weglassen" ist in der Lyrik das gemeint, das keinen Mehrwert hat. Auch bei einem Vierzeiler kann es sich um einen aufgeblähten Text handeln.


    Hier stand Medea. Sie hat mitgewoben
    an(m) jenem Teppich bunter Scherben.


    Heut sitzen Kröten träg auf den Gemäuern.
    Sind das die Wesen, die die Zauberer beerben?

    Ich hätte dafür wohl eine japanische Form gewählt


    Ein Scherbenteppich
    Kröten stürmen die Mauern
    Medeas Erben

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