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Thema: Kampf

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Kampf

    Blutige Kerben hast du in den Zaun geschlagen, der mich schützen sollte vor der geistigen Gewalttätigkeit.


    Doch meine Augen sind noch nicht gebrochen. Ich spüre, dass deine Tobsucht der letzte Befreiungsakt ist, der dich vor deinem Seelen-Suizid rettet und dir die Möglichkeiten gibt, irdisches Leben durch neue Chancen
    einzuatmen.


    Die Luft, die du mir zum Atmen nimmst, katalysiert unser beider Gefühle in unterschiedlicher Art.


    Hoffnung an deine Zukunft, die noch nicht gänzlich zerstört, vagabundiert durch deine
    Empfindungen und sehnt sich nach dem Partner, der Stabilität ihm verleiht.


    Streunend sucht in mir die verstehende Toleranz einen Halt und bittet um die Gnade einer neuen Erkenntnis, dass vielleicht dein mir unerträgliches Sein meine einzige Chance zum Wachsen ist.


    Nicht Verzeihen steht auf dem Stundenplan des Lebens, der gearbeitet werden will. Erkennen des Sinns ist der Schlüssel, der ein Verzeihen nicht mehr notwendig macht.


    Die Spiegelungen meiner Schwächen in deinem Blick gibt uns die Klarheit in aller Unbarmherzigkeit über unser So-Sein.


    So lass uns sein.
    So lass uns werden...

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Kampf

    Streunend sucht in mir die verstehende Toleranz einen Halt und bittet um die Gnade einer neuen Erkenntnis, dass vielleicht dein mir unerträgliches Sein meine einzige Chance zum Wachsen ist.

    Fehlt da nicht im Nebensatz eine zeitliche Eingrenzung, so etwa: daß vielleicht dein mir gerade unerträgliches Sein...?


    Ansonsten sage ich. "Starkes Stück!", lohnt wiederholtes Lesen. Du gibst mehr, als Du nimmst, verstehst, hast schon verziehen. Bist auf den Weg zu werden, gütig und weise.


    Doch funktioniert das auch im wahren Leben?

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Kampf

    Doch funktioniert das auch im wahren Leben?

    ... ist nur individuell für jeden selbst beantwortbar.
    Meine Antwort: JA!





    Dein Einwand stimmt sachlich! Denn es ist natürlich "zeitbedingt". Danke... Es war nur gerade beim Schreiben nicht zeitlich erfassbar und fühlte sich so umfassend an...
    aber du hast recht...

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Kampf

    Liebe Gegenströmung,


    schon seit längerm, seitdem du die ersten Texte hier veröffentlicht hast, denke ich nach, warum ich ihnen mit Vorsicht begegne. Ihre Gedanken- und Bilderwelt ist es nicht, sie ist mir lieb und vertraut. Ich glaube ich habe eine erste Antwort gefunden: Nähe versus Distanz. Ihnen fehlt die literarische Welt um sie herum, die es mir möglich machen würde mich ihnen ganz zu nähern. Ohne diese Welt erscheinen die Worte oft bekennerisch, ja heilsverkündend, auch predigend auf ihre Art.
    Hast du schon einmal Märchen geschrieben? Ich könnte mir diese Bilderwelt zum Beispiel hervorragend in einer Märchenumgebung aufgehoben vorstellen...


    Lieben Gruß von
    Trist

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Kampf

    ... und so lang du das nicht hast, dieses: Stirb und werde! bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde.
    Ja, Goethe wusste es schon... und Gegenströmung kennt Teile davon. Gut, dass dieser Text nicht in Form lyrischer Zeilen daher kommt. Es ist ein Stück Welt-Anschauung. Muss man nicht unbedingt in ein Märchen kleiden, es wirkt auch so.

  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Kampf

    Liebe Trist,


    in der Tat, du liegst nah dran... Ich verstehe auch, was du meinst! Mein Problem, ich bin literarisch absolut ungebildet! "Hach", mögen jetzt manche hier aufschreien! - "aber keck genug, dennoch Texte hier reinzustellen"... Ja, für mich ist es Lernen und ich muss da noch viel tun. Es ist mir bewusst. Aber vielleicht bin ich ja kein hoffnungsloser Fall... Warte in meinem Fall einfach noch ein paar Jahre...


    Und außerdem: Ich habe 34 Spezialgeschichten für Kinder geschrieben, mit denen eine ganze Reihe von Therapeuten sehr erfolgreich arbeiten, wie sie mir schriftlich bestätigten. Dort habe ich dasjenige tatsächlich und bewusst eingearbeitet, was in meinen anderen Texten hier eher unbewusst, ungewollt, vielleicht manchmal ungeschickt noch rüberkommt. Ein anderes Feld des Schreibens...


    Die unendlich vielen spontan kreierten Phantasiegeschichten mit und für Kindern auf Bäumen, Wiesen oder in Erdhöhlen, die ich niemals aufzeichnete, inspirierten mich dann zur späteren Zeit für diese Arbeit, um die ich jedoch unter therapeuthischen Gesichtspunkten gebeten wurde....

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