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Thema: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

  1. #26
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Den Erfolg am Nutzen für das Gemeinwohl zu messen...das geht in Richtung dessen was auch ich schon vorgeschlagen hatte. Der Anfang ist also schon mal ganz gut, aber was dann kommt (ab 13)...das ist zu großen Teilen Kommunismus pur und vermutlich unter dem Einfluss von Drogen ausgedacht worden, denn mit klarem Kopf kann man auf solche Ideen nicht kommen. Lenin 2.0

    Wenn die Linken in ihren Zielen ein wenig bescheidener und realistischer blieben...dann könnte man sich gerne auch ernsthaft mit so mancher Idee auseinandersetzen, aber davon sind sie meilenweit entfernt.

    Am Anfang des Berichtest wird suggeriert...es stünden 88% der Deutschen solchen Ideen offen gegenüber - ist natürlich Blödsinn! Der Begriff "Neue Wirtschaftsordnung" ist sowas von schwammig, dass ich jede noch so verrückte Idee damit in Verbindung bringen könnte.

  2. #27
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Exclamation Christian Felber

    In der Tat ist das eine interessante Zahl, daß zirka 89% im wirtschaftlich erfolgreichen Mitteleuropa eine neue Wirtschaftsordnung wollten. Der von Ste angezeigte Programmentwurf suggeriert nicht, daß 89% diesen Überlegungen hold seien, er sagt nur, daß besagter Bevölkerungsanteil etwas Neues wolle. Das ist etwas anderes.

    Ich sehe es wie Ste. Das Konkurrenzdenken ist ein integraler Bestandteil des Menschen, länder-, rassen- und systemübergreifend. Der Fragepunkt ist also nicht, per Dekret sozusagen dieses Konkurrenzverhalten abzuschaffen - das ist stalinistisch -, sondern vielmehr die Frage, wie sich Rivalität und Kampf in einen gesellschaftlichen Organismus einbinden läßt, ohne daß die Verlierer zu gesellschaftlichen Außenseitern werden. Der Ansatz der sozialen Marktwirtschaft zielt schon in diese Richtung, aber das Soziale dient hier nur der Marktwirtschaft. Im Grunde müßte man also einen marktwirtschaftlich-orientierten Sozialismus entwickeln, was aber auch problematisch ist, denn Sozialismus schert Menschen über einen Kamm, was am Ende dazu führen muß, daß die besonders Gleichen dann eben doch nicht so gleich wie die anderen sind und am Ende diktatorische Strukturen entstehen. Zudem wirken soziologische Prozeduren wie das Peter-Prinzip oder das geheime Gesetz der Oligarchie strukturbildend - man braucht also ein Korrektiv -, abgesehen davon besitzt das Geld als gesellschaftlicher Gradmesser immer noch viel zu viel Gewicht. Es sind große Probleme zu lösen.

    Die Lösung kann darin liegen, daß man das Geld in seiner Bedeutung schwächt, statt dessen Grundsicherungen einführt und eine Gesellschaftsformation wachsen läßt, die in kleineren Kreisen organisch entsteht. Und diesen Punkt führt das von Ste genannte Konzept auch ein. Das unterstütze ich. Es ist konservativ, regional und sozial.

  3. #28

    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Punkt 12 und 13 gehören zusammengefasst. Wenn der "Globo" oder der "Terra" nicht an einen absoluten Planetenwert gebunden wird, ist die Definition des Gemeinwohls tatsächlich unmöglich.

    Eine Bilanzierung kann nur sinnvoll sein, wenn der Werteverzehr der Natur berücksichtigt wird, der im Wirtschaftskreislauf ein "Austarieren des Wohlfahrtsoptimums" erfordert.

    An den absoluten Planetenwert gebunden, könnten reale und ideelle Werte eingebunden werden.

    Leider hat der Erdenker der 20 Punkte das Problem der bisher sozialisierten Umweltlasten vergessen, das die Gemeindewiese Erde noch lange Zeit beschäftigen wird. Ebenso ist die UN kaum ein geeignetes Beispiel für Globaldemokratie - eine Syrien-Resolution scheitert weiterhin an den "Herrschern" über die UN. Da würden wir den Bock zum Gärtner machen...

    Preiswahrheit und Preisklarheit können sich nur im Rahmen einer Globalbilanzierung herstellen lassen. Was kostet der "Abschreibungsgegenstand" Planet mitsamt Flora, Fauma und Bewohnern insgesamt und wie sehen die Veränderungswirkungen aus, die wir jährlich hinzufügen (Wertschöpfung) oder wie hoch sind die Schäden, die wir anrichten?

    Wenn wir "gut" wirtschaften, würde dann sowohl der Planetenwert steigen, als auch die dem Planetenwert gegenüberstehende "Globo-Währungsgesamtmenge.

    Dann wären "die Investitionen" gesichert, die Mitwelt hätte ihren Buchwert, die Menschen ihren Menschenwert und die Tiere eine Existenzberechtigung, wie jeder Baum und jeder Strauch.

    Wir können uns bisher nicht einmal auf einen globalen Wert von Menschen einigen. Ein Ami bringt 100 000, ein Japaner rund 70 000 und ein Europäer liegt nur bei rund 30 000 Euro Schadensersatz bei Totalverlust, z.B. bei schuldhaftem Flugzeugabsturz.

    Was das Ziel des Gemeinwohles abbildet, kann nur der Zustand der Gemeindewiese sein. Dieses "Wohlfahrtsoptimum" nicht gleichzeitig ideell, monetär und insgesamt als Lebenssystem bewerten zu können, ist die Schwierigkeit einer globalen Umwelt- und Sozialgesamtrechnung.

    Schöner wäre das Wort "Mitweltgesamtrechnung". Denn: Freie Entwicklung setzt zwingend das Erleben intakter Natur voraus...

    Ob wir alle so am Rad drehen, weil die Natur uns an Einsteins Weisheit erinnert: "Nach dem Aussterben der Bienen bleiben der Menschheit noch vier Jahre."

    Es sind nicht allein die berechneten 300 Milliarden "wirtschaftlicher Schaden" für die Ernteausfälle. Es sind die Preise, die wir fortan für Obst und Gemüse zahlen werden, die uns in die Hungerrevolten treiben werden. Dazu kommt der ideelle Wertverlust, niemals wieder auf einer Sommerwiese liegen zu können und das Summen und Schwirren hören zu können, mit dem Hummeln, Wespen und Bienen die Luft erfüllten.

    Neue Wirtschaftsordnung kann als Assoziation nur beinhalten, dass Eigenverantwortung bedeutet, die Suppe auszulöffeln, die jedes Individuum anrichtet.

    Die Schweizer haben mal versucht, persönliche Energiebilanzen zu erstellen. War wohl schwierig, mit 2 KW die Stunde auszukommen. Müssten wir jedoch für die 100 KW am Tag, die wohl im Westen inklusive Mobilität auf dem Deckel stehen, mit einem mengenabhängigen Schadkoeffizienten "versteuern" wären Lenkungsanreize gesetzt, die ohne erhobenen Zeigefinger auskommen.

    Einige Gedanken sind überdenkenswert, insgesamt fehlt noch die Sogwirkung, die das Herz der Menschen mitnimmt. Der Zielzustand, den alle teilen und der daher ständig präsent bleibt.

    Die "Unterladung" des Subjektes Unternehmung klammert die Schäden an der Gemeindewiese aus. Das Geld, das heute im Umlauf ist, besitzt eine historische Schadschöpfungsquote. Gehe den Geldbesitzern an ihr damit goldpoliertes Ego und wir werden sie ganz sicher zu unseren Todfeinden machen, heben wir nicht vorher den Irrtum auf, etwas zu sein, weil wir etwas "angehäuft" haben. Ihrem Ego auch noch das Geld zu entziehen, mit dem sie glauben, Liebe kaufen zu können, macht aus tobenden Wüterichen suizidale Nihilisten. Du kannst Geldsüchtigen ihren "Stoff" nicht ersatzlos streichen.

    Wir sind etwas, wenn wir keinen Mangel empfinden, etwas nicht zu sein. Die neuen Schulfächer gefallen mir insofern schon ganz gut.

    Moses ist schon mit seinen 10 Geboten am zu kleinen Arbeitsspeicher des isolierten Denkapparates gescheitert. 20 Punkte übersteigen die Aufnahmekapazität des Kurzzeitgedächtnisses um das Dreifache. Es fehlt etwas daran, was Freude und Spaß machen könnte. Etwas, das uns begeistert...

  4. #29
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Jetzt hast Du es aber kompliziert gemacht; vom Ami bis zu Moses...

  5. #30

    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Ist doch nicht kompliziert: Wenn etwas Freude macht, wird es gerne gelernt.

  6. #31
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    WSIB, Du rechnest sehr viel, aber um Rechenexempel geht es mir hier nicht. Zahlen und Statistiken sind dehnbar und hängen vom Betrachtungswinkel ab. Nicht alles aber hängt vom Betrachtungswinkel ab. Beispielsweise kann es keine zwei Meinungen darüber geben, daß linkes Denken im Materialismus verhaftet ist. Zwar gibt es auch so etwas wie die historische Mission der Arbeiterklasse, aber am Ende steht ein rein materialistisches Ziel, nämlich die BEFRIEDIGUNG ALLER BEDÜRFNISSE, auch wieder auf die geistigen ausgedehnt, aber da die in Botmäßigkeit zur materiellen Basis der Gesellschaft steht, die wiederum Ausdruck der Machtverhältnisse ist (sein soll), ist linkes Denken durch und durch materialistisch. Keine zwei Meinungen möglich!
    Was mich aber umtreibt, also was mir nicht eindeutig fixierbar scheint, das ist der Zusammenhang zwischen dem liberalen und dem linken Denken. ich kann hier bislang nur eine fundamentale Gemeinsamkeit finden, nämlich die über den Individualismus. Liberale nehmen für sich den Individualismus in Anspruch, definieren darüber GLEICHE Menschenrechte, wollen aber letztlich jeden für sich selbst als gleich, frei und sozial verantwortlich fixieren, wenn ich jetzt mal den positiven Liberalismus definiere. Doch am Ende muß Individualismus zum Materialismus, denn der Idealist stellt nicht sich ins Zentrum, definiert nicht sich wie andere als gleich frei/bedingt, sondern macht eben das Ideal als etwas außerhalb seiner selbst Fixiertes geltend, dem sich die Gemeinschaft annähern sollte. Das Materielle dient hierbei, ist Akzidenz.
    Wenn man jetzt den als Menschenrecht apostrophierten Freiheitswillen in diesen Bereich transzendieren könnte, würde dem Liberalismus auch Idealismus zuzuweisen sein. Wie aber sollte das möglich sein?

  7. #32
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    Spießertum und linke Aufrege

    Der Aufstieg der AfD hinsichtlich der Wählergunst wird von den Linken besonders argwöhnisch betrachtet. Sie erkennen darin die Politisierung des Spießers. Und wir alle wissen, daß sie recht darin gehen, Angst vor Spießern mit politischer Macht anzumahnen, denn nichts ist gefährlicher als ein Spießer mit einer Atombombe. All das Gute, was das Spießertum kennzeichnet, siehe hier, so ist er doch auch sehr gefährlich, eben dann, wenn er zur Macht drängt und nicht bei seinen Leisten bleibt.

    Der Linke resp. das linke Denken verträgt FÜHRERattitüden nicht, gerade weil es diesbezüglich schlechte Erfahrungen machte (von Lenin über Stalin bis Gorbatschow und Pol Pot; andererseits werden Trotzki, Rosa Luxemburg und Ho Chi Minh bis heute als Führer verehrt... hm). Ist linkes Denken per se anarchisch?

  8. #33

    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Selbst die Anarchie verfolgt ein bestimmtes Konzept des Seins. Es ist wieder die Frage, ob aufsteigende, absteigende oder auf- und absteigende Betrachtung von Ursache- und Wirkungskontexten.

    Doch jedes Konzept beruht in Grunde auf zwei Grundparadigmen, die nicht gleichzeitig wahr sein können:

    Ist die Ursache des Ganzen Liebe?

    Ist die Ursache des Ganzen Hass?

    Die Ursache Liebe als Hass auszuleben, ist der Versuch, aus dem schwangeren Spiegelbild eine unschuldige Jungfrau zu machen. Das klappt höchstens neun Monate.

    Wenn das linke Denken nun bewirkt, das Dino-Spritfresser-Zeitalter auszuläuten, dann nur, weil die VW-Rechten es derart übertrieben haben, dass sie als derart verbohrt und unzurechnungsfähig gelten, dass ihre Schadhandlungsspielräume eingegrenzt werden.


    Natürlich wird von beiden Seiten nicht verstanden, dass sich bestimmte Bedürfnisse nicht verbieten lassen. Es ist das Bedürfnis von rechten und linken Spießern, im Vorgarten heile Welt zu spielen und den ganzen Rest mit ihren Abgasen und Chemieprodukten zu einem globalen KZ zu machen.

    Natürlich hat die Länderkammer nunmehr etwas überreagiert und wurde vom Fossilenergiemanager Dobrindt gleich relativiert. Doch wieder wird Goethe Recht gegeben, indem die Bosheit der VW-Manager mitsamt ihrer dreisten Lügen nun dazu führt, die Unmöglichkeit zu erkennen, zwei Herren zu dienen. Entweder wir opfern die knappen Ressourcen möglichst schnell oder wir beginnen, die Erde zu einem spießigen Vorgarten umzugestalten, in dem glückliche Gartenzwerge huldvoll auf glückliche Kinder schauen.

    Da es aber für beide Lager um das Recht-Haben geht, ist mit fast egal, wer die Vorgärten aller anderen zerbombt. Das Zerbomben der Vorgärten der Anderen, die keinen Führer besitzen, liegt darin begründet, zu glauben, eines Führers zu bedürfen.

    Das gottgleiche Anbeten politischer, kultureller und besonders Besonderen macht alle anderen zu Defizitstrukturen.

    Ja, wir suchen göttliche Führung. Doch es ist eine Ebenenverwechselung, diese Gottgleichheit als Besonderheit auszunutzen, die eigene Verantwortung abgeben zu dürfen.

    Wenn wir den eigentlichen Wunsch hinter der globalen Führersuche nicht verstehen, können wir die darauf aufbauenden Irrtümer nicht mehr sehen.

    Die Amis sind ja nicht gehirnamputiert, weil sie erwägen Trump zu wählen. Sie erwägen nur, ob diese Führerschaft ihnen einen Vorteil einbringen könnte. Wenn sowohl die Rechten als auch die Linken eine ambivalente Haltung zu einem konsistenten Führungsstil besitzen, drückt dies ebenso nur unsere eigene Geschichte ab.

    Im Prinzip könnte das Prinzip der Prinziplosigkeit die Handlungsintelligenz ausdrücken, die wir anstelle von fruchtlosen Graben- und Lagerkämpfen bräuchten.

    Es mangelt ganz einfach an globaler Handlungsintelligenz. Was wird die Menschheit aus der Erfindung der mikromolekularen Maschinen machen?

    Werden die Investoren die einzigen sein, die von den Früchten der bisher erarbeiteten Handlungsintelligenz profitieren?

    Welche Nation sich auch immer "investitionsunfreundlich" verhält, beginnt, die Stimme der unsichtbaren Hand zu vernehmen, die warnend daran erinnert, wie austauschbar Volkswirtschaften doch heute sind. Nationen sind auf "Zuliefererniveau" für den Moloch Weltwirtschaft herabgesunken. Liefert der Zulieferer nicht, wird der Vorstand halt gewechselt, aber die Lügen blieben bisher gleich.

    Die Lügen sind abzuwählen, doch "die Alte vom Berg" spricht nicht die Wahrheit, wenn sie meint, sie könne das nationale Boot in international ruhigere Gewässer führen.

    Ob linke Lügen oder rechte Lügen, Lügen bleiben Lügen.

    Es sind alles Projektionen von Lebenslügen in ihrer jeweilig angenommenen Form. Die Kulissen werden von austauschbaren Marionettenkabinetten nur verschoben. Wer ihnen sagt, wohin sie zu schieben sind, ist im demokratischen Lobbyismus klar: Das Investitionskapital bestimmt den Verlauf der Demokratie.

    Unser globaler Führer ist eine unsichtbare Hand. Wer gibt dem globalen Diktator Ego die Macht in die unsichtbare, doch wirkende Hand?

    Unser Ego, dass jemanden sucht, dem Verantwortung für das vergebliche Morden (für tote Affen in Gefriertruhen mit Stromausfall) zugeschoben werden kann, weil klar wird, dass wir den Wald umsonst gefegt und gelegt haben.

    Das Ego ist der globale Nazi. Dann gibt es linke und rechte Tiere, moderate und fanatische, panische und durchgehende Tiere, aber wir bleiben eine Farm der Tiere, auf der nicht der Bauer, sondern der Investor die Zügel der Welt in der Hand hält.

    Was wir jedoch in Führerpersönlichkeiten suchen, ist die Aufgabe der Eigenverantwortung. Damit wir später sagen können, wir waren "das" aber nicht.

    Wo begann der Irrtum wirksam zu werden, für Leid nicht verantwortlich zu sein, das andere in unserem Namen anrichten?

    Der Marxismus war ein leeres Dogma, das noch nicht mit konsistenter Wahrheit gefüllt werden konnte. Was die Gleicheren unter den Gleichen getan haben, war nichts anderes, als es von den besonders Besonderen Pfeffersäcken hier getan wird.

    Es war in beiden Systemen immer das Ego wirksam, seltenst das Selbst. Im Prinzip ist jeder Versuch der strategischen Planung unmöglich, da der Faktor Mensch in Angstzuständen keiner Vernunft mehr fähig zu sein scheint. So können wir der Angst oder der Liebe dienen, niemals aber beiden Herren gleichzeitig.

    Auch die unbarmherzigste VW-Haltung hat dem Grundirrtum nur Zeit gebracht...

    Am Ende hat die Unterdrückung der Klimawahrheiten durch das fossile Netzwerk jetzt die Länderkammer veranlasst, zu begreifen, dass auch Volksgesundheit ein Investitionsgut darstellt. Denn in den Ländern werden die Feinstaubgrenzwerte nach EU zu häufig überschritten, um den Ursachen- und Wirkungskontext noch länger ausblenden zu können.

    Wäre VW jetze clever, würden sie die negativen Schadschöpfungen der anderen Industrien gegenrechnen und einfordern, was oben steht:

    JEDER Verursacher muss für seinen Dreck bezahlen, der mit jeder Verhaltensentscheidung verbunden ist. Im Grunde ist der Käufer der Investor, daher sind auch das WIR. Gibt es noch ein linkes und ein rechtes Wir?

    Wir rufen nach Gott. Doch als Führer in Menschengestalt führte dies dazu, dass die Führer wahnsinnig wurden. Das Ego (in Beispielgestalt des göttlichen Kindes Donald T.) besitzt keine Führerqualitäten. Es dient nicht der Liebe und erkennt nicht, welchen Hass es bewirkt, im Kampf für nationale Besonderheit. Der Auftrag, für nationale Besonderheit über internationale Leichenberge zu gehen, kommt vom Volk.

    Es glaubt an den gleichen Irrtum wie damals: Dass wir "damit" schon "leben" können, weil wir uns nur verteidigen und auf einen Angriff reagieren.

    Die "schuldbasierte" Haltung der Alten vom Berge, die uns sagen, "alles würde gut", wenn wir ihrer Führerschaft folgen, und unsere Nachbarn niedertrumpeln und überragend überragen, unterschlägt die Ohnmacht, wären sie an der Macht. Die "neue Alte" vom Berge in der UKIP hielt es ganze 18 Tage im Amt.

    Nee, alles "Lagerdenken" gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Kein Prinzip kann Bestand haben dürfen und daher ist nur das Prinzip der Prinziplosigkeit geeignet, den eingegrenzten Betrachtungswinkel einer jeweiligen Betrachtungsebene und Richtung zu vergrößern.

    Keiner, der jemals sagte, er könne die Zügel der Welt fest in die Hand nehmen, konnte das politische Versprechen einhalten. So ist prinzipiell jedes Prinzip zu hinterfragen und kein Lager sollte eine Lösung "versprechen", die nur mit Enttäuschung aufgefüllt werden kann, solange das Volk nach Führern ruft, die etwas erobern sollen, von dem niemand weiß, was es eigentlich ist. Welchen Weg sollen sie finden, wenn niemand weiß, wohin es eigentlich gehen soll?

    Damit besitzt dann die unsichtbare Hand die Macht, einen Führer anzubieten, der den Weg nicht kennt, auf den er von der unsichtbaren Hand geschickt und äußerst alternativlos, wie unauffällig, geschickt wird. Gut, manchem Ego ist in seiner grenzenlosen Einfalt scheinbar kein Einhalt der Einfalt zu gebieten, doch, wie bei VW-Managern:

    So ist die Kraft, die stets das Böse will, am Ende doch die Kraft, die Gutes schafft. Haben uns die Wolfsbuger Wolfsschanzenjäger doch glatt geholfen, dem bösen Fossilenergieträgerwolf das Genick zu brechen und die unsichtbare Großmutter, den dahinter wartenden "mikromolekularen Muskelzellenbiomotor" den Schweiß von unserem globalen Angesicht wischen zu lassen.

    Würden Diesel und Benz hier nicht warnend den Mittelfinger heben und aus Erfahrung sprechend sagen können, dass eine jede Erfindung das Zeug zum Guten wie zum Bösen beinhaltet. Die Möglichkeitshorizonte werden deutlicher, je größer der ebenenübergreifende Betrachtungswinkel wird. Zu begreifen, dass wir alles kaum jemals begreifen werden, ist die Einsicht, die Besserung verspricht. Mit selektiven Betrachtungswinkeln begrenzter Natur landeten wir immer in einer Hölle aus extremer Besonderheit, egal welcher Form.

    Trump beweist insofern anschaulich, wie sich das ungeklärte Ego exponentiell mit dem Geldbesitz aufbläht. Dagobert Donald T. glaubt halt, zu sein, weil er etwas besitzt. Wer diesem schwachsinnigen Irrtum niemals auf den Leim ging, darf schon mal den Klassenraum verlassen und auf dem Hippocampus warten, bis die große Pause beginnt.

    Die große Pause beginnt, wenn Rechte und Linke, Kleine und Große, Dicke oder Dürre, sich einmal nicht als physisch bedrohtes Mangelkonzept sähen und daher die Schuld im anderen Lager suchen. Es klingelt zwar jeden Tag zur gleichen Zeit, ob wir rausdürfen, bestimmt der Lehrer. Manchmal wird der Unterricht zunächst beendet, weil nach der Pause die Farbtupfer der Erinnerung schon getrocknet sind.

    Hier im Norden dauern die Pausen daher auch höchstens fünfzehn Minuten. Danach müsste die Ausbildung zumeist schon neu begonnen werden. Aber hält, bis wir haben unser Geld.

    Blicken wir auf die linken Politiker, die lieber als Berater für Banken arbeiten, als sich im Parlament für einen Hungerlohn abzumühen um die Ursachen der zunehmenden Schieflagen zu berichtigen, gibt Aerolith jedoch praktisch recht: Zuerst sind sie Materialisten, dann Linke. Doch diese Realos haben die linken Grünen zu Pfandflaschen Maoisten gemacht. Is all-so alldie nix besser.

    Der Muskelzellenmotor wird die Politik revolutionieren, die verstanden haben dürfte, dass die Wolfsburger Wölfe einen Schafspelz trugen und tragen.

    Der Todesstoß im neuen Vorstoß kommt ohnehin von der Conti-Heuschrecke, man denke an den "Winterreifen-Präsidenten", der die Pressesprecherin der Conti ehelichte. Nee, solche Plastikflaschen Handelsvertreter brauchen wir nicht als Führer. Solange ein führer sein Ego nicht überwunden hat, ist er nur eine etwas kleinere Gefahr als Trump, doch immer noch eine zu überwachende Ego -Gefahr für die öffentliche Sicherheit.

    Für Conti wäre die Vernichtung von VW und den Motorenbauern ein weiterer notwendiger Schritt, da sie intelligente Muskelzellenradantriebe auf Photovoltaikbasis planen müssten, wollten sie den Marktgesetzen weiter folgen. "Menschen abziehen" wird als Synonym für das Betrügen angesehen. Die Abzieher weiterhin als annähernd reichste Bundesbürger vor sich hin "werkeln" zu lassen, wird, wie bei VW, die seit dem Krieg fällige wirkliche Aufarbeitung des höllischen Wahnsinns nur beschleunigen.

    Ein Land, in dem die alten Fleischabstreifer weiterhin das Sagen haben, kann nicht von erfolgreicher Vergangenheitsbewältigung sprechen. Ob linke Nazis oder rechte Nazis, jedes Ego ist ein Nazi. Da gibt es keinen Unterschied. Wenn das Fleischabstreifen nun global geschieht, wird es dadurch nicht besser. Doch ist das Ego zum Glück nicht das WIR, von dem auf spiritueller Ebene gesprochen wird. Dort sind wir weiterhin, was wir in den physischen Führern zu suchen scheinen. Wenn wir das all-so im Grunde nicht sind, da das Ego auf der Iluusion eines möglichen Irrtums aufbaut, fürchten wir uns nun vor unserem Spiegelbild, das so verzerrt wirkt, dass wir das auf keinen Fall sein können. Also muss es ein Anderer sein, den wir im Spiegel sehen. Wir sind nicht schwanger, keinesfalls. Das Spiegelbild ist schwanger, wir sind daran nicht schuld...

  9. #34
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Anarchismus als Konzept

    Anarchismus ist ein gutes Konzept. Im Grunde ist das die beste Auslegung des Liberalismus, eines Liberalismus, der noch nicht überindividualisiert worden ist. Wie bei allen liberalen Konzepten jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Substanz durchsetzt und letztlich den guten Ansatz (den einer weitestmöglichen Freiheit innert einer von freien Individuen belebten Gesellschaft) auffrißt. Konzepte auf eine Ursachenbefragung Liebe oder Haß zu befragen, greift zu kurz. Ich denke da an Donnie Darkos Erlebnis im Sozialunterricht, als die faschistoide Sozialkundelehrerin die These aufstellte, daß es Liebe oder Angst (Antipoden) seien, die jede Lebenssituation grundsätzlich bewerten lasse. DD schüttelte mit dem Kopf udn meinte, daß das Leben zu komplex sei, um es auf diese beiden Antipoden zu reduzieren. So mote I do.
    Anarchismus basiert nicht auf dem Prinzip der Prinzipienlosigkeit, sondern auf dem der freiwilligen Assoziation, das sich aber gegen bestehende Organisationsformen wendet. Im Grunde sind Anarchisten allesamt Schnurzel, was sie mir sympathisch macht. Zudem bevorzugen sie das Leben in einer Kommune, was ich begrüße, wenngleich das für mich nicht in Frage kömmt, aber es gefällt mir, daß es bei ihnen konzeptuell so sein soll. Der Mensch ist eben merschtenteils ein Herdentier, auch bei den Anarchisten.

  10. #35
    andere-dimension
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Anarchisten sind nicht selten Heuchler! Sie lehnen den Staat als solchen ab, lassen sich aber von ihm füttern. Aber ich glaube man muss auch hier zwischen Ost und West unterscheiden.
    Im Osten sieht man sich vermutlich mehr in der Opfer/Rächer-Rolle...in der Tradition eines Erich Mühsam...während man sich im Westen viel lieber die Rolle des intellektuellen Punks (den es so nie gab) gefallen würde. Manche meine es gäbe auch so etwas wie rechts-Anarchismus...aber das ist Blödsinn...wenn die Linken etwas exklusiv haben,,,dann den Anarchismus.

  11. #36

    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Ist die Sozialkundeslehrerin schon vorher faschistoid, oder erst, nachdem sie dies behauptet?

    Oder ist sie erst faschisoid geworden, als sie glaubte, nicht mehr die Wirkung der Liebe zu sein?

    Wenn alle Organisationsformen auf Konzepten aufbauten, sind alle Prinzipien zu überprüfen.

    Es ist wieder die Absicht, die hinter dem Prinzip der Prinziplosigkeit steht:

    Wir handeln nicht prinzipienlos. Doch wir haneln aus Prinzip niemals nach einem Prinzip.

    Daher ist das Prinzip der Prinziplosigkeit im Prinzip das einzige Konzept, auf dem eine situative Einschätzung ruhen sollte.


    Was lässt sich nicht auf Liebe oder Angst zurückführen? Am Ende der Fahnenstange stehen dann ein liebender Vater oder eine Ork-Welt, von der es egal ist, ob uns inke oder rechte Orks terrorisieren. Ob linke Diktatur, ob rechte Diktatur, es ruiniert die Stimmung auf der Farm der Tiere.


    Freiheit nicht mit Liebe gleichzusetzen, begründet den Irrtum, Menschen mit nicht liebevollen Mitteln befreien zu wollen.

    So befreite der tolle Westen den ollen Osten. Aber hinter der "Befreiung" stand keine liebevolle Absicht. So ging Macht bisher selten mit Liebe einher und auch hier gelänge die Reduktion auf die Quellen des jeweiligen Bewusstseins.

    So könnte gesagt werden: Es gibt zwei Quellen der Bewusstseinsanbindung, von denen nur eine wahr sein kann.

    Einsteins Frage nach einem freundlichen Universum:

    Ein freundliches Universum wäre die Quelle der Liebe.

    Ein unfreundliches Universum wäre die Quelle der Angst.

    Doch beide können niemals gleichzeitig als wahr wahrgenommen werden. Das angemessene oder unangemessene Verhalten, dass wir daraus resultierend, an den Tag legen, ist die Folge der Quellanbindung.

    Die Quelle in "linke Quelle" und "rechte Quelle" zu spalten, ist ebenso unangemessen, wie die Vernunft als Folge der linken Gehirnhälfte anzusehen.

    Eine weiche - menschliche Logik - sieht die emotionalen Wirkungen ebenso. Der Zeitraum, in dem Ursache und Wirkung scheinbar voneinander getrennt sind, wird zur Illusion, wenn die Folgen des Kolonialismus nun bei ihren früheren Ursachen anklopfen.

    Das war im Bauchgefühl schon damals klar, doch der Verstand verschob die Wirkungen der Entscheidung auf "später". "Später" ist "Jetzt" an den Toren und das Leid, das damals unseren "Wohlstand" einbrachte, entstand in den Entscheidungen, in denen spätere Wirkungen als jetzt nicht relevant eingestuft wurden.

    Alles, was irgendwann nicht relevant erschien, was jedoch niemals wirklich weg. Es wurde nur selektiv aus dem Bewusstsein verdrängt. Jetzt haben sich all die gesetzten Ursachen eines Irrtums zu einem Gesamtbild addiert. Es würde nicht reichen, die Pixel der linken Fehler zu übermalen und die Pixel der rechten Fehler zu erhalten. Auch umgekehrt würde es keine Besserung des Gesamteindrucks bewirken, die rechten Pixel in einer anderen Farbe zu übermalen.

    Erst wenn alle Fehlpixel (Irrtümer) an ihrer Quelle aufgehoben wurden, ist die Ursache der BILDSTÖRUNG behoben.

    Die Bilder der linken Bildstörung als wahr wahrzunehmen, kann daher genausowenig richtig sein, als die symptomatischen Bildstörungen der rechten Szene als wahr einzuordnen. Es sind Bildstörungen, in denen das eigentliche Bild nicht erkennbar ist.

    Über Art, Form, Qualität und Quantität der Bildstörung zu streiten, kann daher kaum sinnvoll erscheinen...

  12. #37
    andere-dimension
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    AW: Wehret den Anfängen

    zum "Spiel" der Medien hier noch ein aktuelles Beispiel:

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1120896.html


    Für die AfD kein Drama...für die Medien ein kleiner Sieg....aber auch nur auf dem ersten Blick. Die haben immer noch nicht kapiert, dass sie mit solchen Maßnahmen die AfD in eine Opferolle bringen, die diese Rolle auch gerne annimmt...da sie ihr in die Karten spielt. Die Medien müssten...wenn sie denn der AfD schaden wollen...was ja ganz offensichtlich der Fall ist...den Bürgen suggerieren diese Partei gehöre ebenfalls zum Establishment...das würde denen dann tatsächlich schaden. Den gleichen Fehler machten die US Medien bei Trump.

  13. #38
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Ich glaube, das Phänomen der Lügenpresse ist eine Folge übereifrigen Harmoniestrebens in einer gleichgeschalteten Gesellschaft. Ob es nun links ist? Mag sein. Jedenfalls ist es nicht humanistisch und nicht rechtskonservativ. Wohl aber tritt es auch in faschistischen Strukturen auf, aber die sind ja dem Wesen nach auch nur die Kehrseite einer liberalen Weltwahrnehmung, die statt der Überbetonung des Einzelnen eine des (definierten, also selektierten) Kollektivs pflegt, nicht aber ALLER Menschen. Insofern ist auch die Ausladung der AfD zu verstehen. Sie gehören nicht zum selektierten Koleltiv udn werden sogar von den Etablierten/Establishment als Nestbeschmutzer wahrgenommen, denn die meisten AfDler sind ja keineswegs revolutionäre Außenseiter, sondern stehen im Leben der BRD an führenden Stellen, müssen also jahrelang mit den Wölfen geheult haben.

  14. #39

    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Einwurf:

    Das Phänomen der "Lügenpresse" entsteht auch dadurch, nicht einmal mehr "im Rechercheverbund" öffentlich rechtlicher Landesprogramme die Macht zu besitzen, über z.B. die Panama-Papers berichten zu dürfen. In dem Spielfilm "Das Geheimnis" über das "Glyphosat-Spiel" wird deutlich, das im Zweifel halt ein Nachrichtenmagazin "gekauft" wird, bestimmte Informationen unter Verschluss zu halten.

    Es kann daher gesagt werden, dass wir es neben der bisherigen "klassischen staatlichen Einflussnahme" nunmehr mit einer übernationale Beeinflussung aller Globalmedien durch die marktbeherschenden Konzerne zu tun haben.

    Wie Trunp jetze jedoch den "Interessenskonflikt" eines Wirtschaftssubjektes bewältigt, das sich zum "Gesetzgeber" in einer Doppelrolle aufschwingt, bleibt abzuwarten. Wenn die Konzerne hinter den heutigen Regierungsmarionetten zunehmend direkt auch die "Verordnungsgeber" stellen, werden Medien zum Spielball von Interessen.

    Es wäre jedoch ebensowenig möglich, als Nachrichtenmagazin auf dieses Problem hinzuweisen, ohne "als Werbepartner" verloren zu sein...

    Medien besitzen nicht die Macht, sich gegen global marktbeherrschende Unternehmen zur Wehr zu setzen. Es sind "Spielbälle", mehr nicht mehr...

    Aber andere-dimension hat die Folgen der Nicht-Einladung richtig erkannt: So werden weiter die Kräfte gestärkt, die abgelehnt werden...

    Und vielleicht haben alle Schafe so viel zu lange mit den Wölfen geheult, dass die armen kleinen Schäfchen heute fest daran glauben, kein Schaf, sondern ein Wolf zu sein. Schafe, die sich als Wölfe tarnen, leiden jedoch berechtigt unter einer Angststörung. Für kein Schaf ist dieses wölfische Verhalten ein Vorteil. Es ist wohl einfach die Gewohnheit, sich in einer "Herde" zu verstecken. Auch wenn die Herde offensichtlich eine Identifikationsbildstörung aufweist, besser eine blöde Herde als gar keine....

  15. #40
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Zitat aerolith

    denn die meisten AfDler sind ja keineswegs revolutionäre Außenseiter, sondern stehen im Leben der BRD an führenden Stellen, müssen also jahrelang mit den Wölfen geheult haben.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Genau so ist es! Sie kommen nicht aus dem Nichts...viele von ihnen haben eine recht spießige politische Vergangenheit...diese sollte man beleuchten...das würde sie als "Rebellen" disqualifizieren. Ließe man die Bürger die Parteiprogramme von Union und AfD lesen..ohne zu verraten welches Programm von wem ist...die Hälfte würde wohl falsch tippen. Das Programm ist sehr konservativ...und gerade in den Fragen...wo man ihnen einen Rechtslastigkeit unterstellt...nehmen sie eher eine liberal -konservative Haltung ein. Was sie zB zur Asylfrage schreiben...würde die Mehrheit der Bürger doch sofort unterschreiben...während eine CSU da viel schwerere Geschütze auffährt. Statt diese Partei zu stigmatisieren...sollte man sich mit ihren Inhalten befassen...die würden sie als Teil des Establishments entlarven. Viel lieber befasst man sich mit ihren Teufeln, die sie in Personen wie Höcke auch durchaus in ihren Reihen hat...aber genau diese Teufel machen sie ja für so viele erst attraktiv. Le Pen, Wilders und Trump sind Beweis genug...dass vele Menschen nach Teufeln suchen...und unsere Medien helfen ihnen dabei...ohne sich dessen bewusst zu sein.

  16. #41
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Zitat WSIB

    Medien besitzen nicht die Macht, sich gegen global marktbeherrschende Unternehmen zur Wehr zu setzen. Es sind "Spielbälle", mehr nicht mehr...
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ich halte die heutige Macht der Medien für größer denn je...da sich viele nicht mehr die Mühe machen...oder die Zeit nehmen...um mehr als nur die Schlagzeilen zu konsumieren.

    http://www.spiegel.de/schlagzeilen/

    das ist das Maximum...was sich der Bürger als Information zumutet. Viele regionale Tageszeitungen stehen vor dem Aus...aber gerade dort bekommt man die differenzierten...aber vor allem die persönlich relevanten Informationen. "Schäuble will die Autobahnen teilprivatisieren"...ich behaupte mal...dass sich noch keine 20% der Bevölkerung tiefer mit der Materie befassen...aber sich nahezu 100% dazu äußern.
    Maischberger, Will +Co. holen sich vor allem medienwirksame Gesprächspartner ins Studio... Leute...von denen sie wissen...dass sie provozieren...oder sich provozieren lassen. Sie suchen nicht den Konsens...sondern eine möglichst starke Polarisierung. Das bringt Einschaltquoten...darüber reden die Leute....das bleibt ihnen im Gedächtnis. Je nach Zusammenstellung der Gäste...kann ich eine Meinung sehr stark beeinflussen. Eine Wagenknecht weiß das...weshalb sie jede Einladung auch dankend annimmt. Über die Zusammenstellung der Gäste entscheidet die Redaktion...die Redaktion ist i.d.R politisch verortet.

  17. #42

    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Uff, damit hat andere-dimension wohl den Nagel am Kreuz punktgenau getroffen:

    Zitat andere-dimension:

    "aber genau diese Teufel machen sie ja für so viele erst attraktiv. Le Pen, Wilders und Trump sind Beweis genug...dass vele Menschen nach Teufeln suchen...und unsere Medien helfen ihnen dabei...ohne sich dessen bewusst zu sein."

    Eigentlich ist es die Abwahl des Schöpfers, die versucht wird, durch die Wahl des Spiegelbildes zu treffen.

    Wir versuchen also, durch die "Wahl der Teufel" das Göttliche abzuwählen?

    Obwohl wir in einem illusorisch angenommenen GEGENTEIL ganz eindeutig beweisen, dass wir Gott wohl kennen müssen....

    Dann das beweist der wahnhafte Versuch, ein Gegenteil von etwas anzunehmen. das ja vorgeblich gar nicht existiert, völlig zweifelsfrei...

  18. #43
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    CSU-Rhetorik in der Flüchtlingspolitik Schärfer als die AfD

    hier zu lesen Link tagesschau.de):

    http://www.tagesschau.de/inland/csu-...litik-101.html



    und hier ein Auszug aus dem Programm der FDP


    Flüchtlingspolitik

    Wir Freie Demokraten wollen die Flüchtlingskrise durch die Rückkehr zu rechtsstaatlichen Mitteln und klaren Regeln bewältigen. Wer vor Krieg flüchtet, soll unbürokratisch humanitären Schutz erhalten, nach Wegfall der Fluchtgründe aber wieder in die alte Heimat zurückkehren. Verfolgte sollen Asyl bzw. Schutz gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention beantragen können. Unabhängig davon soll jedem der dauerhafte Zugang zu unserem Arbeitsmarkt nach den Kriterien eines modernen Einwanderungsgesetzes offen stehen.

    Um diese Ziele zu erreichen, wollen wir Freie Demokraten:

    Einen vorübergehenden humanitären Schutz für Kriegsflüchtlinge
    Die Rückkehr zum Dublin-System, bis ein europäischer Verteilungsschlüssel in Kraft tritt
    Den wirksamen Schutz der EU-Außengrenzen statt einer Abhängigkeit von der Erdogan-Türkei
    Ein modernes Einwanderungsgesetz mit einem Punktesystem nach kanadischem Vorbild
    Eine Bekämpfung der Fluchtursachen sowie eine bessere Versorgung von Flüchtlingen in Anrainerstaaten

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    fast 1:1 aus dem Programm der AfD übernommen

    Die Etablierten sollten also besser mal die Klappe halten. Fast alle haben ihre Programme den Forderungen der AfD angepasst...was die Leute aber nur darin bestärken wird beim Original zu bleiben.

    Wo sich die AfD abhebt, das ist bei der Doppelten Staatsbürgerschaft...die die AfD im Grundsatz ablehnt...in Einzel - und Sonderfällen jedoch für denkbar hält. Nur Linke und Grüne unterscheiden sich deutlich vom Programm der AfD.

    Zitat WSIB

    Wir versuchen also, durch die "Wahl der Teufel" das Göttliche abzuwählen?
    .................................................. ..................................................
    Nein, vom Teufel wissen wir wenigstens...dass es ihn gibt..er ist authentisch. Beim Göttlichen haben wir da so unsere Zweifel. Der Mensch benötigt Orientierung...beim Teufel hat er die - auch wennn der Weg in die Hölle führt...weiß er doch wenigstens wohin es geht. Beim Göttlichen ist das schon schwieriger....da weiß der Mensch inzwischen...dass der Weg zumindest mal nicht ins Paradies führt, er aber auf jeden Fall den Umweg Hölle nimmt - dann doch lieber gleich und auf direktem Wege in die Hölle.

  19. #44
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Das gefällt mir sehr gut, daß Sahra Wagenknecht eine Auflösung der NATO und der Geheimdienste fordert. Zwar kann kein Land der Welt ohne militärische Sicherheit und Geheimdienst auskommen, aber die NATO hat sich überlebt und die Geheimdienste müssen alle zehn, zwanzig Jahre aufgelöst werden, da sie die innere Strukturschwäche besitzen, Material über Menschen anzuhäufeln, die sie dann erpressen (werden). Ergo: Geheimdienste müssen entweder alle paar Jahre umstrukturiert oder völlig neu aufgestellt werden. Auch das wird kaum helfen, aber ist besser als diese ewige Abhängigkeit im Namen der Staatssicherheit.

    Der Ansatz ist linkem Denken geschuldet.

    P.S. In manchem bin ich eben ein Linker. Siehste!"

  20. #45
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    u.a. deshalb wählt...ausser den Berliner Steinewerfern und den Altkommunisten aus der DDR...niemand die Linke. Dabei zählt Wagenknecht noch zur Mitte der Linken...es geht noch viel "linker". Für mich, und wohl nicht nur für mich, ist die Linke ein Sammelsurium von Staatsfeinden. Momentan verteilt Deutschland 1000 Euro ungerecht. Die Linke würde zwar gerechter verteilen, hätte aber nur 10 Euro zur Verfügung. Der schlechteste Kapitalismus ist immer noch 1000x effektiver als der "beste" Kommunismus. Der RTL II Konsument ist zwar blöd...aber so böd nun auch nicht.

  21. #46
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Meine Auffassung des Marxismus als liberaler Bewegung ist nicht neu, wie ich eben feststellte. Der in Perm geborene Philosoph Peter Struve - ja, der Mann ist Deutscher - glaubte ebenfalls, daß der Marxismus letztlich nur die Durchsetzung liberaler Ideen verkörpere. Eben deshalb bekämpfte er die Leninisten/Bolschewiken und mußte aus Rußland 1920 fliehen.

    Wie er seine Ideen verpackte, wird zu prüfen sein.

  22. #47
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    AW: Tagesgespräch

    Der US Botschafter Richard Grenell tätigte u.a. folgende Aussage:

    Zitat (Quelle Spiegel Online)

    "Ich möchte unbedingt andere Konservative in ganz Europa stärken." Der Aufschwung konservativer Ideen sei durch ein Scheitern linker Konzepte zu erklären. Es gebe keinen Zweifel daran, dass die Konservativen in Europa auf dem Vormarsch seien, "und das ist eine spannende Zeit für mich".
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1211090.html

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Meine Worte...aber auch keine Kunst zu wissen...denn das war schon immer so...ist empirisch betrachtet fast schon ein Gesetz. Will man den Vormarsch der Konservativen stoppen, dann muss man wieder in die Mitte rücken. Merkels unwidersprochene linke Politik der letzten 10 Jahre musste zu solch einer Entwicklung führen. Auch die Linken müssen lernen zu akzeptieren...dass es auch so etwas wie den gesunden Nationalismus gibt. Es ist besser diesen zu tolerieren...als einen kranken zu provozieren...

    Und wie ich hier schon vor zwei Jahren ankündigte...gewinnt die Identitäre Bewegung immer mehr an Bedeutung...ist momentan in aller Munde. Facebook hat alle ihre Seiten gesperrt. Diese Bewegung ist die eigentliche Gefahr für Europa, denn das ist eine sehr gut vernetzte Organisation...mit sehr fähigen Leuten an ihrer Spitze. Will man denen den Wind aus den Segeln nehmen, dann sollte man eiligst den Konservativen Zugeständnisse machen. Die IB ist ein ganz anderes Kaliber...als alles wir an rechten und rechtspopulistischen Bewegungen kennen. Auch die Nazis hatten, das wird nur oft unterschlagen, zwar kranke...aber sehr kluge Köpfe an ihrer Spitze. Und wenn man so redet als wären Rechte per se Schwachköpfe...dann tut man diesen nur einen Gefallen. Unterschätzt zu werden war schon immer die effektivste Waffe der Unterschätzten.

    Könnte man die Natur fragen welches Konzept wir anstreben sollten...ein nationalistisches oder ein globales...sie würde ohne Zögern "das nationalistische" als Antwort geben. Alle Lebewesen auf dieser Welt leben nationalistisch...zeigen ein territoriales "Verhalten"...egal ob Pflanzen oder Tiere...sie verteidigen ihren Boden und hassen Eindringlinge. Und was wir als Symbiosen kennen...das ist aus der Not geboren...aber keine Strategie. Maximal duldet man sich...aber auch das ist nur die Ausnahme.

    Die Linken sollten sich eingestehen, dass alleine sie einen Trump, einen Orban, einen Kurz, einen Brexit zu verantworten haben.
    Man hat ihnen den kleinen Finger angeboten, sie nahmen die ganze Hand. Mit den Konsequenzen müssen sie jetzt leben.
    Geändert von anderedimension (04.06.18 um 19:53 Uhr)

  23. #48
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Nüchtern betrachtet war Marx ein Versager. Er wollte die ganze Welt gerecht ernähren und schaffte das noch nicht einmal bei seiner eigenen Familie. Mit den zentralen Aussagen seiner Schriften lag er total daneben.

    Wenn ich bei tausenden von aufgestellten Theorien auch mal richtig liege, dann sind das Zufallstreffer. Solche Treffer hätte jeder von uns gelandet. Marx steckte jede Minute in seine Arbeit - gemessen an dem hohen Aufwand waren die Ergebnisse nur heisse Luft. Nur weil sich einer über Gott und die Welt Gedanken macht...ist er noch lange kein Philosoph. Er wurde ja gerade wegen seines Scheiterns überhaupt erst berühmt.
     
    Sein zentraler Gedankenfehler war der, dass Marx die kommunistische Gesellschaft als Einheit ohne negative menschliche Eigenschaften betrachtete. Für ihn war die kG eine per se friedliche Gesellschaft, die weder Eile, Gier, Ehrgeiz, Neid...oder irgend welche bösen Absichten kannte. Marx war ein weltfremder Mensch, dem man heute vermutlich eine Zwangsjacke anlegen würde. Wir Deutsche neigen dazu gerade unsere Vollpfosten zu glorifizieren (Marx, Luther, Wagner), wo wir doch eigentlich auf hunderte von echten Idolen zurückgreifen könnten.
     
    Zur Entschuldigung von Marx sei gesagt, dass er ein verdammt miserabler Autor war...seine Gedanken kaum in verständliche Worte fassen konnte. Wer behauptet er hätte "Das Kapital" von A-Z verstanden...der ist entweder ein Genie...oder er lügt. Marx hat wohl Berühmtheit erlangt, aber die Hintergründe sind doch eher traurig. Berühmt wurde er nur...weil seine idiotischen Theorien von Idioten umgesetzt wurden.

    Dass wir uns dann von den Chinesen ein überdimensional großes Marx-Denkmal einpflanzen lassen, damit die Gelben indirekt ihren Massenmörder Mao auf deutschem Boden feiern können, ist ein weiteres Indiz wie linksverseucht unser Land ist. Wer gestern Baerbock reden hörte, der sollte doch spätestens jetzt wissen...was diese Grünen für Spinner sind. Dass sie Spinner sind... ist das eine...dass wir sie zu allen wichtigen Themen zu Wort kommen lassen...das andere.

    David Precht ist ein Beispiel, dass links nicht immer auch idiotisch heißen muss. Man kann die Gesellschaft durchaus von links reformieren...aber nur wenn man nicht weltfremd ist. Baerbock ist weltfremd, hat vom "echten" Leben keine Ahnung.
    Geändert von anderedimension (05.06.18 um 08:07 Uhr)

  24. #49
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Zitat Spiegel online

    Kritik an Richard Grenell Martin Schulz setzt auf baldige Ablösung von US-Botschafter

    "Was dieser Mann macht, ist einmalig in der internationalen Diplomatie": Ex-SPD-Chef Schulz verstärkt seine Kritik an dem US-Botschafter in Berlin. Die Linke-Fraktionschefin fordert die sofortige Ausweisung Grenells.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1211209.html


    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Mister hundert Prozent Schulz und die Maoistin Wagenknecht melden sich zu Wort. Ganz Amerika zittert aus Angst vor diesen Schwergewichten.

    Hätte Grenell das anders herum formuliert...sich für eine Stärkung linker Kräfte ausgesprochen...dann hätte er von Oskars Mätresse und dem Shooting Star aus Würselen stehende Ovationen bekommen. Linke Spinner...wohin man auch schaut.

    Gerade Deutschland mischt sich überall in Europa ein...die Präsidentschaftswahl in Frankreich ist dafür das beste Beispiel - oder auch die Wahlen in Holland, Österreich. Die Bundesregierung und die Oppositionsparteien sprachen sich eindeutig für die linksliberalen Kräfte aus und machten Stimmung gegen die konservativen Parteien.

    Grenell macht nichts anderes als die Haltung von Donald Trump zu vertreten - und der ist der Präsident des mächtigsten Staates der Erde. Die Menschen im Alter von 18-25 Jahren sind die mit Abstand größte Wählergruppe in Amerika - aber sie gingen halt nicht zur Wahl. Das gleiche gilt für den Brexit. Wenn man nicht vor 18:00 aus dem Bett kommt und die Wahl verpasst, dann sollte man doch hinterher bitte seine Klappe halten.

    Zitat Zeit.de (August 2017)
    https://www.zeit.de/politik/2017-08/...tagswahl-5vor8


     
    Es ist und bleibt natürlich die Entscheidung der französischen Wähler, in die ich mich nicht einmische." Doch die Unterschiede sind in dieser Hinsicht marginal. Merkel, Schulz und Gabriel haben vor der Wahl in Frankreich getan, was sie Erdoğan nun am liebsten untersagen würden: Sie haben sich eingemischt.
    Nationale Wahlen sind auch europäische Entscheidungen

    Solche Parteinahmen von Regierungsvertretern mögen ungewöhnlich sein. Schließlich hätten die Deutschen, wäre es anders gekommen, auch mit einer Präsidentin Le Pen, nun ja, zusammenarbeiten müssen. Genauso wird Erdoğan die vermeintlichen Feinde in Berlin so schnell nicht loswerden. Aber "einmalig", wie es Schulz in seinem Zorn behauptete, sind derartige Einmischungen nicht. Im Gegenteil, sie häufen sich – und das aus gutem Grund

    An die Stelle unverbindlicher Diplomatie tritt deshalb immer öfter das verbindliche Reinreden. Die internen Angelegenheiten eines Landes sind nicht mehr nur intern, viele jedenfalls nicht.

    Zitat contra Magazin (04.2017)
    https://www.contra-magazin.com/2017/04/deutsche-einmischung-in-die-franzoesische-praesidentschaftswahl/



    Während man sich über eine mögliche Einmischung von außen in die Bundestagswahl sorgt, mischen sich deutsche Politiker in die Präsidentschaftswahl in Frankreich ein.


    Gestern rief Bundesaußenminister Sigmar Gabriel die Franzosen dazu auf, in der Stichwahl Emmanuel Macron zu wählen. Denn sein Sieg sei "wichtig für Frankreich", aber es sei auch "wichtig für Europa". Denn Macron habe den Mut, die Ideen und die Kraft, Frankreich "aus der Lethargie zu führen" und die Spaltung der EU zu überwinden. Allerdings dürften Macrons angestrebten neoliberalen Reformen vielmehr dazu führen, dass Frankreich durch innenpolitische Kämpfe politisch und wirtschaftlich noch weiter gelähmt wird.


    Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, der als gnadenloser Eurokrat bekannt ist, rief die Franzosen dazu auf, gegen die "Anti-Europäerin und offene Rassistin" Marine Le Pen zu stimmen und sich ebenso im zweiten Wahlgang für ein tolerantes Europa und offene Grenzen einzusetzen und eben den Establishment-Kandidaten Emmanuel Macron zu wählen. Doch gerade diese aufgezwungene Toleranz und die (zu) offenen Grenzen waren es, die Millionen von Franzosen dazu brachten, für Le Pen zu stimmen.
     
    Regierungssprecher Seibert gratulierte Macron ja schon nach seinem Sieg im ersten Wahldurchgang im Namen der deutschen Bundesregierung und twitterte, dass es gut sei, "dass Emmanuel Macron mit seinem starken Kurs für eine starke EU und soziale Marktwirtschaft Erfolg hatte". Wie ein dezidierter Wirtschaftsliberaler, der Frankreich faktisch ein eigenes Hartz-IV-Programm aufdrücken will für eine soziale Marktwirtschaft stehen soll, erklärte er allerdings nicht.
     
    Geändert von anderedimension (05.06.18 um 09:29 Uhr)

  25. #50
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus


    Für Marx findet Precht versöhnliche Worte:
     
    Zitat hna.de

     
    In diesem Herbst hat sich auch die Oktoberrevolution zum 100. Mal gejährt. Sie haben in Ihrem autobiografischen Buch Ihr dezidiert links gerichtetes Elternhaus porträtiert. Was bleibt vom kommunistischen Experiment, das vor 100 Jahren begonnen hat?
     
    Precht: Der Missbrauch des Begriffs Kommunismus, der eigentlich eine positive Menschheitsutopie ist. Dadurch, dass man nicht den Menschen befreit, sondern ihn unterjocht hat und im Stalinismus staatliche Zwangssysteme aufgebaut hat, ist der Begriff für lange Zeit unbenutzbar geworden. Das ist menschheitsgeschichtlich natürlich ein großes Problem, dass wie im Namen des Bösen, im Faschismus auch im Namen des Guten und das ist eine Analogie zur christlichen Kirche - solche Verbrechen ausgeübt wurden. Dadurch ist der Begriff so stark beschädigt worden. Abgesehen von all den Menschen, die da umgekommen sind. Und es hat natürlich auch Marx beschädigt. Marx war der Überzeugung, dass der Kommunismus in den am höchsten entwickelten Ländern auf dialektische Weise anbrechen würde. Und Russland war ein Entwicklungsland. China auch. Die schwarzafrikanischen und südostasiatischen Länder, wo man kommunistische Systeme errichtet hat, waren allesamt Entwicklungsländer. Und man kann kein Entwicklungsland in einen kommunistischen Staat überführen. Das ist auch vollkommen gegen Marx gerichtet. Marx hätte da drohend die Hand gehoben. Er hätte gesagt: Lieber Lenin, so geht das nicht. Marx hat davon geträumt, dass das Individuum befreit wird. Und der Staatskommunismus hat das Individuum unterjocht.

     
    Marx wird uns demnächst beschäftigen, dann ist Luther abgehakt.
     
    Precht: Dann gibt es sicher eine Wiederentdeckung zu feiern. Der als Kommunismus getarnte Staatskapitalismus so müsste man ja die stalinistischen Systeme bezeichnen ist so lange her, dass wir uns Marx wieder unbefangen widmen können. Das finde ich gut.
    https://www.hna.de/kultur/interview-mit-philosoph-und-luther-kritiker-richard-david-precht-9507492.html
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Will ich dem D.P. gar nicht widersprechen


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