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Thema: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

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  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Karlchen fragte im Ordner Zuwanderung, ob Merkel und Co. Linksfaschisten seien, genauer:
    Begriffe wie 'Linksfaschisten', dachte ich, gehören nicht zur gekonnten, mäßigenden Rhetorik. Darum bitte ich um Erläuterung, was mit diesem Wort gemeint ist, denn Merkel und Co. sind doch wohl eher konservativ bis Rechts?
    Gute Frage. Interessantes Problem.

    Als LINKS gilt das, was gegen gesellschaftlichen Rückschritt, gegen das Böse, gegen Ungleichheit und gegen jede Form der Übersteigerung ankämpft. Links ist seit der Paulskirche der Teil der gesellschaftlichen Kräfte, die Legitimität, Tradition oder geltende Gesetze ablehnen, sofern diese den von ihnen beschriebenen gesellschaftlichen Fortschritt an seiner Entwicklung hindern. Kurzum, wer links ist, der ist GEGEN etwas und setzt als tätiges Pro die Dialektik gesellschaftlicher Entwicklungen, wobei er sich immer auf die Seite der Schwächeren schlägt, sofern diese die Unterdrückten sind.

    Man könnte Links also genauso als Anti... bezeichnen. Mit anderen Worten: Linksfaschisten sind das gleiche wie Antifaschisten.

    Nun gibt es allerdings sehr verschiedene Faschisten: die Tönung reicht von syndikalistischen bis zu rassischen Ideologien folgenden Typen.

    In der heutigen Sprachregelung wirft man alle zusammen in einen Topf und macht zwischen Nationalsozialismus, Anarchofaschisten und anderen Faschismen keinen Unterschied, was gewissermaßen im LINKEN Kontext auch verständlich ist, denn ALLEN faschistischen Richtungen ist dialektische Geschichtsbetrachtung ziemlich fremd, abusus, wobei ich das bei den Anarchofaschisten erst noch genau prüfen müßte.

    Was nun Deine Bemerkung, Karlchen, hinsichtlich der politischen Ausrichtung von Frau Merkel und ihrer CDU betrifft, so möchte ich doch bezweifeln, daß sie konservativ ist. Sie gehört für mich zu den Links- oder Antifaschisten, denn dieses Diktum scheint mir hervorstechend zu sein. Konservative Politik setzt sich für Art- und Naturerhaltung, Besitzstandswahrung, Strukturerhaltung, Tradition, Kinder und Ausgleich bei Konflikten ein. All das muß Frau Merkels Politik doch abgesprochen werden.

    Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren. Darum dieser Ordner.

  2. #2
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    Auch für mich ist Frau Merkel keine konservative...sondern eine linksliberale Politikerin. Das erklärt auch...warum sie parteiübergreifend so beliebt ist. Sie ist Chefin einer konservativen Partei, macht soziale Politik - und füllt das Vakuum einer nicht mehr existenten FDP. Sie verkörpert den Prototyp eines politischen Universalgenies. Ihre Haltung zur Homo -Ehe ist wohl auch nur der eigenen Partei, bzw. der CSU geschuldet - hin und wieder brauchen die auch mal ein Leckerli.

  3. #3
    kls
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    AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    Linksfaschismus gut oder schlimm? Gleichsetzung von Antifaschist mit Linksfaschist halte ich für konstruiert. Linksliberal? Könnte sein.

    'Konservative Politik setzt sich für Art- und Naturerhaltung, Besitzstandswahrung, Strukturerhaltung, Tradition, Kinder und Ausgleich bei Konflikten ein.'

    Diese Definition mag eher stimmen, denn meine: Konservative sind in erstarrten Ritualen gefangen und empfinden jede Veränderung als bedrohlich. Konservative sind der geheime Nährboden für nationalistischen Mist.

    Frage: War Schröder 'Links'? Antwort: Nein.

  4. #4
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    Schröder kann man guten Gewissens rechts von der Mitte einordnen. Er hat unser Deutschland ein gutes Stück ungerechter gemacht und den Graben zwischen Arm und reich vertieft.
    Eine Kindheit voller Entbehrungen diente ihm dabei als Alibi.

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    jeder begriff, der nicht onomapoetisch ist, ist ein konstrukt und gewinnt seine bedeutung durch die anwendung bei den sprachnutzern. ein wort wie wandervogel, personenbeförderungsordnung, stipvisite oder tisch gehören ebenso dazu wie konstrukte mit politischer bedeutung - dort sogar besonders.
    es ist eine macht, die wir schriftsteller haben, nämlich die, dinge zu beworten, gedanken, ideen, phantasien etc. und sie durch gebrauch in die phantasie und den daraus folgenden gebrauch anderer zu bewegen.

    ich könnte jetzt das wort "gutikant" entwickeln. dieses wort hätte wohl gute chancen, im öffentlichen diskurs aufgenommen zu werden.

    siehe auch semasiologie

  6. #6
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    Was Linksfaschismus bedeutet, "darf" ich z.Zt. hautnah erleben. Die Alt-Kommunisten versuchen sich als die Mitte der Gesellschaft zu verkaufen und werden dabei von der Lügenpresse unterstützt. Die Berichterstattung zur Flüchtlingsproblematik ist unter aller Sau und sowas von eindimensional, wie wir das ansonsten nur aus den dunkelsten Zeiten Deutschlands kennen. Wobei Lügenpresse dem gar nicht mehr gerecht wird - es sind die Lügenmedien. Das ist wohl der wahre Preis, den wir für die Wiedervereinigung bezahlen.

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    Ist das Hörensagen oder Gewißheit mit der Morddrohung, Anja? Wenn Du es nicht belegen kannst, muß ich es streichen. Mordandrohungen sind Sache der Polizei.

    mueller_linke_MD.jpg
    offener Brief an den Kandidaten der LINKEN für Magdeburg, Oliver Müller

    Geehrter Herr Müller!

    In Auseinandersetzung mit den verschiedenen Wahlprogrammen kam ich nicht umhin, mich auch mit den Positionen der LINKEN zu beschäftigen. Ich begrüße sehr viel, möchte Ihnen aber in einem wesentlichen Punkt meine Bedenken mitteilen, was Sie vielleicht veranlaßt, darauf fürderhin Rücksicht zu nehmen, insofern Sie Ihr Wählerspektrum erweitern wollen.
    Positiv ist die Tendenz dahin, daß Sie von der LINKEN christliche Werte wie Solidarität und Gerechtigkeit als politische Schlagwörter benutzen, Es gab Zeiten, da hätten sie "Kampf dem Klassenfeind" und "Gleichheit" propagiert. Ich frage mich allerdings, was Sie unter "Gerechtigkeit" verstehen, wenn Sie letztlich Einheimische und Ausländer gleich behandeln und somit Lebens- und Generationsleistungen nivellieren? Ist das nicht eine ungeheuerliche Form der UNgerechtigkeit, wenn ein Mann, der dreißig Jahre arbeitete, entlassen wird und zehn Jahre bis zu seiner Rente mit Hartz IV überleben soll, den gleichen Satz erhält wie jemand, der nie etwas für dieses Gemeinwesen tat, sondern im Gegenteil: Frau und Heim verließ, einem Schlepper tausende Euronen bezahlen konnte und hier auf schnelle Geschäfte aus ist? Davon soll es ja einige geben. Ihre Politik behandelt auch den kriminellen Migranten wie den tatsächlichen Kriegsflüchtling, der Asyl benötigt, behandelt den Jahrzehnte schuftenden Arbeiter wie den Paschahsohn, der in Europa sein Glück mit meist krummen Geschäften machen will und dem soziale Verantwortung etwa so geläufig ist wie einem Mops die Möhren.
    Ist das Linksfaschismus, Herr Müller?
    Sie kennen dieses Wort und wollen es aber nicht auf sich und Ihre Politik angewendet wissen? Der Linksfaschist kehrt nationalsozialistische Grundgedanken ins Gegenteil um. Nicht der Deutsche hat mehr Rechte, sondern der andere. Das bedeutet für die politische Wirklichkeit die Durchsetzung von zweierlei Recht, die Aufgabe von Rechtsstaatlichkeit. Der scheinbar Unterdrückte, Ärmere, Einheimische hat sich strikt an die Regeln zu halten. Der arme und geschundene Ausländer wird gebauchpinselt, bekommt alle Errungenschaften der Einheimischen geschenkt und muß keine Nachweise für Anrechte erbringen, er braucht nicht einmal einen Ausweis zur Errichtung eines Kontos, muß keine Strafzettel bezahlen, kann Polizisten beschimpfen, ohne bestraft zu werden, bekommt Hilfen aus allen möglichen Gremien und Einrichtungen, solange er nur anders bleibt.

    Linksfaschistische Politik will genau das erhalten (errungene Verteilungsstrukturen) oder gegen Rechtsstaatlichkeit durchsetzen. Sie haßt das eigene und will das andere zur neuen Norm erklären, aus Selbsthaß. War es in früheren Zeiten ein Paradigma des Linksseins, Rechtsstaatlichkeit für die Unterdrückten durchzusetzen, so gehört es jetzt zum Paradigma, die Rechtsstaatlichkeit als Machtmittel des Kapitals strikt abzulehnen, also nur anzuerkennen, wenn es der eigenen Klientel nützt.

    Die übergroße Selbstliebe der Faschisten wird umgedreht in übergroßen Selbsthaß. Zerbombt Dresden, zerstört Eigentum der Spießer, werft alle Nichtlinksfaschisten aus dem Land und laßt die anderen - egal wer, Hauptsache anders - herein, damit der Linksfaschist nicht mit seinesgleichen allein bleiben muß.

    Eine Karikatur des Menschseins.

    Eben weil Sie diese Politik befördern und somit neue Ungerechtigkeiten schaffen helfen, kann ich Sie, bei offenbar aller persönlichen Integrität, Herr Müller, die ich im einzelnen nicht nachprüfen kann, die ich Ihnen aber glaube, wenn ich Sie als hilfsbereiten Typus begreife, nicht wählen. Wie mir geht es vielen. Grenzen Sie Ihre Begrifflichkeit von Solidarität und Gerechtigkeit schärfer ab, wie es Sahra W. kürzlich versuchte - und dafür sehr viel Tadel aus den Reihen der Linksfaschisten in Ihrer Partei bekam.

    Gruß aus Sudenburg in die Wilhelmstadt,

    Robert Knorr.

  8. #8
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    AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    Liebe Anja,

    sachlich bin ich nicht wirklich informiert über die geschilderte Situation und ihre Hintergründe. Emotional sehe ich jedoch eine zunehmende Schärfe im Ton der gesammelten Auseinandersetzungen, die im Grunde nur Projektionen von Schuld sind.

    Alle politischen Spektren drehen am Rad, da sehe ich kaum wirkliche Ausnahmen. Was ich sagen wollte:

    Die Veränderungen, die auf uns zukommen, sind nicht dadurch abzuwehren, dass wir uns zunehmend radikalisieren und gegeneinander aufhetzen.

    Eher ist es so, dass wir den Entwicklungen den "Katastrophencharakter" zu nehmen hätten, um eine tragfähige Zielvorstellung zu entwickeln.

    Ob Links- oder Rechtsfaschismus: Es bringt wenig, die Radikalisierung dadurch voranzutreiben, die Gegensätze zu zementieren.

    Die politischen Klientel- und Verteilungskämpfe, die Aerolith beschreibt, entstehen aus Ängsten und Verwirrung darüber, keine perspektivische Lösungsansätze erkennen zu können.

    Wenn es die verantwortlichen Entscheider jedoch schaffen, dass die, über die entschieden wird, sich gegenseitig die Köpfe einhauen, kann wiederum nur die Perspektivlosigkeit verstärkt werden.

    Wenn jeder die subjektive Wahrnehmung als objektiv betrachtet, sind Konflikte ununmgänglich. Konfliktkultur wäre es, die Irrtümer der anderen als ihre sibjektive Realität anzusehen.

    An dieser subjektiven Realität in den Köpfen wird sich nichts positiv verändern, wenn wir die Körper erschlagen, die diese Gedankeninhalte beinhalten.

  9. #9
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    Das sind zwar "nur" anonyme nickbedrohungen, aber das reicht mir als nachweis. viele freunde hast du in diesem segment verworfener hoffnungen, wie ich die linksfaschisten gern nenne, nicht.

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    Sozialismus, Nationalsozialismus und Liberalismus sind allesamt das gleiche, jedenfalls der Substanz nach. Die einen setzen das Ich ins Zentrum ihres Tuns, die anderen das überdimensionierte Ich, das Wir, allerdings das Wir in einer zergliederten (klassenspezifischen, ständischen, in Arme und Reiche) modernen Gesellschaftsformation. Alles in ihrem Tun ist parteiisch, kollektivistisch oder individualistisch, jedenfalls selektiv und niemals das Ganze umfassend.

    Das Gegenstück zu dieser Fäulniserscheinung des modernen Menschen ist der Universalismus (Kosmismus), der auf Tradition, Organik und Menschenliebe basiert, der Humanismus.

    Der Individualist haßt die Menschheit, sondert sich ab und will in einem Akt der SELBSTbehauptung seinen eigenen Trieben und Willensakten gehorchen, die er als Maßstab über die Bedürfnisse der Welt setzt.

    Marxisten und Liberale sind Utilitaristen, wollen Reichtum und Bedürfnisbefriedigung für alle, so lange sich nicht besonders Gleichgeschaltete aus der kollektivierten Masse gegen die durch Manipulation erzeugte Mehrheit richten. Bei den Marxisten nennt es sich Diktatur des Proletariats, bei den Liberalen ist es der Vernunftstaat, dessen Dogmen nicht hinterfragt werden dürfen. Beide Seiten ein und derselben Medaille führen zum Kollektivismus, der vermassten Gesellschaft, sind also Kollektivismen: Sammelgesellschaften auf gleichheitlicher Basis, wobei einige besonders gleich sind. Der Faschismus ist nur die aggressivste Form dieser Weltanschauung, in seiner schlimmsten Form Nationalsozialismus, dessen rassistische Komponente den Individualismus in verquerem Kollektivismus völlig überhöht und gegen ganze Volks- und Rassenteile der Menschheit richtet. Der Substanz nach ist das (hypertrophierter) Individualismus.

  11. #11
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    Der Brexit ist für die Linken ein Dilemma: in Britannien stimmten die Armen für den Austritt, darunter nicht wenige Linke, die die EU als einen Interessenverbund der multinationalen Liberalen verstehen. In der BRD stehen die Linken dem Austrittsgesuch der Briten kritisch gegenüber und bezeichnen derartige Avancen als nationalistisch und konservativ, als linksfaschistisch.

    RT schreibt darüber:

    Die größten Mehrheiten für den Brexit, teils über zwei Drittel, kamen aus den ärmeren Regionen von England und Wales, während nur im sogenannten Speckgürtel von London und in dem begehrten „Garten von England“ südlich der Hauptstadt, wo die Immobilienpreise so hoch sind, dass Arbeiter oder einfache Angestellte oft wegen unbezahlbarer Mieten wegziehen müssen, die Mehrheit für einen Verbleib in der EU stimmte. Vor diesem Hintergrund ist es besonders erschreckend und beschämend, dass in Deutschland ausgerechnet politisch organisierte junge Linke, oder junge Leute, die sich für sowas wie „links“ halten, gemeinsam mit der Ausbeuterklasse am lautstärksten gegen die hauptsächlich von der britischen Arbeiterklasse getragenen Entscheidung auf den Straßen gegen Brexit demonstriert als angeblich rechtskonservative oder nationalistische Entscheidung.
    Die britische Arbeiterklasse war immer schon nationalistisch. Das hinderte sie nicht, zuweilen auch links zu sein. Das ist kein Widerspruch, im Gegenteil, es sind beides Ausprägungen ein und desselben verdrehten Individualismus. Die Briten sind im Unterschied zu uns nicht auf Gemeinschaft orientiert, sondern auf sich selbst. Ihr Erwerbsstreben richtet sich auf die Erzeugung von geld und persönlichem Wohlstand -wie sicherlich überall auf der Welt. Aber es fehlt ihnen an Ethos für das Überindividuelle. Dieses ist nur sinnvoll und nützlich, insofern es die Bedürfnisse des Einzelnen zu schützen imstande ist. Bei nicht wenigen Deutschen ist es umgekehrt: sie haben das Bedürfnis zu dienen, sich in etwas Größerem als sich selbst aufgehoben fühlen zu wollen. Das ist der fundamentale Unterschied. Deshalb begehren die deutschen Linken gegen den Brexit auf, weil sie das als Verrat an einer Gemeinschaftsidee auffassen, die die EU offenbar immer noch mehrheitlich für sie ist. Und das ist sie nicht, also die EU. Europa wäre es. Aber wir haben keine europäische Idee, nur eine Wirtschaftsunion der Multis. Und insofern waren die ausstiegswilligen, egomanischen, nationalistischen Briten linker als die deutschen Linken, was ja, wie gesagt letztlich doch das gleiche ist. Das nennt man dialektische Verschränkung.
    Ich lache später.

  12. #12
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    AW: Was ist "Linksfaschismus"?

    Ob das derzeitige Massenmenschhaltungssystem links- oder rechtsfaschistisch ist, beides verschiebt das Lachen auf später.

    Es ist auch faschistoid, wenn Ceta nun an den nationalen Parlamenten vorbei entschieden wird.

    Diese Form von Kommisionsregierung ist so ähnlich, als hätten wir den "Reichsnährstand und das Propagandaministerium" nach dem Krieg einfach nach Brüssel verlegt. Jetzt sitzen die Verbrecher gegen die Menschenrechte eben in Brüssel, nicht mehr im Nazi-Gedankenministerium.

    Denn das Gedankengut ist faschistoid, auf dem sowohl der Links-, als auch der Rechtsfaschismus beruht. Die Verschränkung des Egoismus funktioniert schon prima, die Verschränkung der aufbauenden Kräfte erscheint mir ausbaubedürftig...

    Ja, du hast Recht: Als Beispiel für einen ausgemachten Linksfaschisten kommt für mich der Grüne Özdemir in die engere Auswahl:

    Hat sich sein Ego erst dafür eingesetzt, die Kurden mit Waffen auszurüsten, ließ er sie dann alleine verrecken...

    Hat sich sein Ego erst dafür eingesetzt, die "Armenien-Resolution" ausrufen zu lassen,, schweigt der Linksfaschist nun zu den Folgen seiner "Heldentat".

    Jedes Ego ist ein Faschist. Das Selbst merkt dies von selbst, wenn man auf die Stimme seines Gewissens hört.

    Ein Europa der geistigen Faschisten kann nur im Geist erkannt werden, um es dann zu verändern.

    Ohne europäische Verfassung ist dem europäischen Gruppenfaschismus kein Riegel vorzuschieben. Das GeCeta und die Mordio-Rufe um diese IG-Farben-Industriediktatur in Europa und der Welt würde groß sein, würden uns nicht dauerhaft genügend andere Ablenkungsprobleme präsentiert.

    Ob wir also den Linksfaschisten Schulz, oder den Geldgeierheuschreckenkommissar Juncker mit seinen Luxemburg-Leaks betrachten:

    Ihr Ego ist der Faschist. Ihre Seele will was anderes. Ihr Geist ist gespalten und daher sprechen sie mit gespaltener Zunge.

    Die dialektische Verschränkung findet im Ego statt, dahinter sind die parteiübergreifend faschistoiden Psychopathen auf dem Weg, am Spiegelbild des Egos ihr Selbst zu erkennen.

    Europa wurde nur gegründet, um das Propagandaministerium von Berlin nach Brüssel zu verlegen.

    Das Vieh in Europa darf ja von jedem kriminellen VW-Manager vergast werden. That´s it.

    Wir werden als Vieh in einem Massenmenschhaltungssystem eingepfercht und dass die Reaktionen darauf nun statt neurotisch nur noch als psychopathisch einzustufen sind, führt zur Verschiebung des Lachens.

    Das Spiegelbild des faschistoiden Psychopathen ist der Heilige. Diese Ego-Herrschaft schafft sich selbst ab...

    Ich könnte heute "Ceta und Mordio" rufen, wüsste ich nicht, dass die globale IG-Farben-Dynastie sich selbst an den Pranger stellt.

    Die Faschisten aller Länder speisen sich aus dem Ego.

    Wir selbst sind das nicht. Aber das kommt von selbst, mit dem Selbst...

  13. #13
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Stephan Hermlin: Abendlicht (1979)

    Im folgenden Textausschnitt, S. 22-23, thematisiert Hermlin einen Aspekt des kommunistischen Selbstverständnisses:

    hermlin_abendlicht.jpg

    Der für mich interessante Aspekt liegt in einer aufgeworfenen Frage Hermlins, die mich seit einigen Wochen ebenfalls umtreibt: Gehört der Marxismus zum Liberalismus?

    Später mehr...

  14. #14
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Könnte auch so betrachtet werden:

    1. Wenn die freie Entwicklung aller, die Bedingung für individuelle freie Entwicklung ist, lernen wir alle gemeinsam.

    2. Die Assoziation, die an die Stelle des Vorherigen tritt, darf weder die freie Entwicklung des Kollektivs, noch die freie Entwicklung des Individuums begrenzen.

    3. Dann wäre es die Assoziation, über die nachgedacht werden müsste. Freie Assoziationen waren für C.G. Jung wichtiger als für Freud.

    Insgesamt fällt mir bei dem Text auf, dass er das Licht deutlich gesehen hatte, bevor er es vergeblich suchte.

    Es erneut zu finden, war wohl eher sein Nachsinnen.

  15. #15
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    Situation in Österreich Gemeinwohlökonomie als neuer Weg

    In Österreich hat sich in den letzten Jahren eine neue Ideologie verbreitet. Wegbegründer ist Christian Felber. Die Bewegung wird aktiv von den Grünen unterstützt. Man kann sie durchaus als neuen linken Weg bezeichnen. Interessant ist halt, dass vor allem Unternehmer selbst, wenn auch meist freie Selbstständige also EPUs dieses Denken unterstützen und nicht der klassische Arbeiter.
    Ich war selber "Betroffener" und Mitwirkender zugleich. Ich habe in einem der "Vorzeigebetriebe" der Gemeinwohlökonomie in meinem Bundesland gearbeitet und war manchmal bei Veranstaltungen und regionalen Treffen.

    Die zentralen Forderungen kann man hier nachlesen. Kurz zusammenfassen tue ich sie absichtlich nicht, denn das kommt einer Bewertung gleich. Man soll sich zuerst objektiv ein Bild machen:

    http://www.christian-felber.at/schaetze/gemeinwohl.pdf


    Jetzt zu meiner persönlichen Meinung: Diese Ideologie widerspricht der klassischen Ökonomie schon in den Grundannahmen, man denke an die Vorteile von Gewinnstreben und Konkurrenz. Sie tut dabei so, als handeln Wirtschaftsbetriebe losgelöst von gesetzlichen Vorgaben und einer Vielzahl von Regularien insgesamt. Für mich ist es eben die Aufgabe von Unternehmen in einem gesetzlichen Umfeld effiziente Lösungen zu finden. Was gesellschaftlich wünschenswert und schützenswert ist, muss schon in den Rahmenbedingungen stehen. Die Unternehmen, da sie ja diese erfüllen müssen, brauchen dann nur mehr emotionslos und nicht idealistisch kalkulieren mit dem Ziel Gewinn zu erzielen. Alles andere ist für mich eine Überladung des Wirtschaftssubjekts Unternehmen.

    Ich stehe der Bewegung jetzt aus persönlicher Betroffenheit kritisch gegenüber, obwohl sie immer noch eine große Anziehungskraft hat auf mich.
    Geändert von ste (17.07.16 um 04:49 Uhr)

  16. #16
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Den Erfolg am Nutzen für das Gemeinwohl zu messen...das geht in Richtung dessen was auch ich schon vorgeschlagen hatte. Der Anfang ist also schon mal ganz gut, aber was dann kommt (ab 13)...das ist zu großen Teilen Kommunismus pur und vermutlich unter dem Einfluss von Drogen ausgedacht worden, denn mit klarem Kopf kann man auf solche Ideen nicht kommen. Lenin 2.0

    Wenn die Linken in ihren Zielen ein wenig bescheidener und realistischer blieben...dann könnte man sich gerne auch ernsthaft mit so mancher Idee auseinandersetzen, aber davon sind sie meilenweit entfernt.

    Am Anfang des Berichtest wird suggeriert...es stünden 88% der Deutschen solchen Ideen offen gegenüber - ist natürlich Blödsinn! Der Begriff "Neue Wirtschaftsordnung" ist sowas von schwammig, dass ich jede noch so verrückte Idee damit in Verbindung bringen könnte.

  17. #17
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Exclamation Christian Felber

    In der Tat ist das eine interessante Zahl, daß zirka 89% im wirtschaftlich erfolgreichen Mitteleuropa eine neue Wirtschaftsordnung wollten. Der von Ste angezeigte Programmentwurf suggeriert nicht, daß 89% diesen Überlegungen hold seien, er sagt nur, daß besagter Bevölkerungsanteil etwas Neues wolle. Das ist etwas anderes.

    Ich sehe es wie Ste. Das Konkurrenzdenken ist ein integraler Bestandteil des Menschen, länder-, rassen- und systemübergreifend. Der Fragepunkt ist also nicht, per Dekret sozusagen dieses Konkurrenzverhalten abzuschaffen - das ist stalinistisch -, sondern vielmehr die Frage, wie sich Rivalität und Kampf in einen gesellschaftlichen Organismus einbinden läßt, ohne daß die Verlierer zu gesellschaftlichen Außenseitern werden. Der Ansatz der sozialen Marktwirtschaft zielt schon in diese Richtung, aber das Soziale dient hier nur der Marktwirtschaft. Im Grunde müßte man also einen marktwirtschaftlich-orientierten Sozialismus entwickeln, was aber auch problematisch ist, denn Sozialismus schert Menschen über einen Kamm, was am Ende dazu führen muß, daß die besonders Gleichen dann eben doch nicht so gleich wie die anderen sind und am Ende diktatorische Strukturen entstehen. Zudem wirken soziologische Prozeduren wie das Peter-Prinzip oder das geheime Gesetz der Oligarchie strukturbildend - man braucht also ein Korrektiv -, abgesehen davon besitzt das Geld als gesellschaftlicher Gradmesser immer noch viel zu viel Gewicht. Es sind große Probleme zu lösen.

    Die Lösung kann darin liegen, daß man das Geld in seiner Bedeutung schwächt, statt dessen Grundsicherungen einführt und eine Gesellschaftsformation wachsen läßt, die in kleineren Kreisen organisch entsteht. Und diesen Punkt führt das von Ste genannte Konzept auch ein. Das unterstütze ich. Es ist konservativ, regional und sozial.

  18. #18
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Punkt 12 und 13 gehören zusammengefasst. Wenn der "Globo" oder der "Terra" nicht an einen absoluten Planetenwert gebunden wird, ist die Definition des Gemeinwohls tatsächlich unmöglich.

    Eine Bilanzierung kann nur sinnvoll sein, wenn der Werteverzehr der Natur berücksichtigt wird, der im Wirtschaftskreislauf ein "Austarieren des Wohlfahrtsoptimums" erfordert.

    An den absoluten Planetenwert gebunden, könnten reale und ideelle Werte eingebunden werden.

    Leider hat der Erdenker der 20 Punkte das Problem der bisher sozialisierten Umweltlasten vergessen, das die Gemeindewiese Erde noch lange Zeit beschäftigen wird. Ebenso ist die UN kaum ein geeignetes Beispiel für Globaldemokratie - eine Syrien-Resolution scheitert weiterhin an den "Herrschern" über die UN. Da würden wir den Bock zum Gärtner machen...

    Preiswahrheit und Preisklarheit können sich nur im Rahmen einer Globalbilanzierung herstellen lassen. Was kostet der "Abschreibungsgegenstand" Planet mitsamt Flora, Fauma und Bewohnern insgesamt und wie sehen die Veränderungswirkungen aus, die wir jährlich hinzufügen (Wertschöpfung) oder wie hoch sind die Schäden, die wir anrichten?

    Wenn wir "gut" wirtschaften, würde dann sowohl der Planetenwert steigen, als auch die dem Planetenwert gegenüberstehende "Globo-Währungsgesamtmenge.

    Dann wären "die Investitionen" gesichert, die Mitwelt hätte ihren Buchwert, die Menschen ihren Menschenwert und die Tiere eine Existenzberechtigung, wie jeder Baum und jeder Strauch.

    Wir können uns bisher nicht einmal auf einen globalen Wert von Menschen einigen. Ein Ami bringt 100 000, ein Japaner rund 70 000 und ein Europäer liegt nur bei rund 30 000 Euro Schadensersatz bei Totalverlust, z.B. bei schuldhaftem Flugzeugabsturz.

    Was das Ziel des Gemeinwohles abbildet, kann nur der Zustand der Gemeindewiese sein. Dieses "Wohlfahrtsoptimum" nicht gleichzeitig ideell, monetär und insgesamt als Lebenssystem bewerten zu können, ist die Schwierigkeit einer globalen Umwelt- und Sozialgesamtrechnung.

    Schöner wäre das Wort "Mitweltgesamtrechnung". Denn: Freie Entwicklung setzt zwingend das Erleben intakter Natur voraus...

    Ob wir alle so am Rad drehen, weil die Natur uns an Einsteins Weisheit erinnert: "Nach dem Aussterben der Bienen bleiben der Menschheit noch vier Jahre."

    Es sind nicht allein die berechneten 300 Milliarden "wirtschaftlicher Schaden" für die Ernteausfälle. Es sind die Preise, die wir fortan für Obst und Gemüse zahlen werden, die uns in die Hungerrevolten treiben werden. Dazu kommt der ideelle Wertverlust, niemals wieder auf einer Sommerwiese liegen zu können und das Summen und Schwirren hören zu können, mit dem Hummeln, Wespen und Bienen die Luft erfüllten.

    Neue Wirtschaftsordnung kann als Assoziation nur beinhalten, dass Eigenverantwortung bedeutet, die Suppe auszulöffeln, die jedes Individuum anrichtet.

    Die Schweizer haben mal versucht, persönliche Energiebilanzen zu erstellen. War wohl schwierig, mit 2 KW die Stunde auszukommen. Müssten wir jedoch für die 100 KW am Tag, die wohl im Westen inklusive Mobilität auf dem Deckel stehen, mit einem mengenabhängigen Schadkoeffizienten "versteuern" wären Lenkungsanreize gesetzt, die ohne erhobenen Zeigefinger auskommen.

    Einige Gedanken sind überdenkenswert, insgesamt fehlt noch die Sogwirkung, die das Herz der Menschen mitnimmt. Der Zielzustand, den alle teilen und der daher ständig präsent bleibt.

    Die "Unterladung" des Subjektes Unternehmung klammert die Schäden an der Gemeindewiese aus. Das Geld, das heute im Umlauf ist, besitzt eine historische Schadschöpfungsquote. Gehe den Geldbesitzern an ihr damit goldpoliertes Ego und wir werden sie ganz sicher zu unseren Todfeinden machen, heben wir nicht vorher den Irrtum auf, etwas zu sein, weil wir etwas "angehäuft" haben. Ihrem Ego auch noch das Geld zu entziehen, mit dem sie glauben, Liebe kaufen zu können, macht aus tobenden Wüterichen suizidale Nihilisten. Du kannst Geldsüchtigen ihren "Stoff" nicht ersatzlos streichen.

    Wir sind etwas, wenn wir keinen Mangel empfinden, etwas nicht zu sein. Die neuen Schulfächer gefallen mir insofern schon ganz gut.

    Moses ist schon mit seinen 10 Geboten am zu kleinen Arbeitsspeicher des isolierten Denkapparates gescheitert. 20 Punkte übersteigen die Aufnahmekapazität des Kurzzeitgedächtnisses um das Dreifache. Es fehlt etwas daran, was Freude und Spaß machen könnte. Etwas, das uns begeistert...

  19. #19
    andere-dimension
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Jetzt hast Du es aber kompliziert gemacht; vom Ami bis zu Moses...

  20. #20
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Ist doch nicht kompliziert: Wenn etwas Freude macht, wird es gerne gelernt.

  21. #21
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    WSIB, Du rechnest sehr viel, aber um Rechenexempel geht es mir hier nicht. Zahlen und Statistiken sind dehnbar und hängen vom Betrachtungswinkel ab. Nicht alles aber hängt vom Betrachtungswinkel ab. Beispielsweise kann es keine zwei Meinungen darüber geben, daß linkes Denken im Materialismus verhaftet ist. Zwar gibt es auch so etwas wie die historische Mission der Arbeiterklasse, aber am Ende steht ein rein materialistisches Ziel, nämlich die BEFRIEDIGUNG ALLER BEDÜRFNISSE, auch wieder auf die geistigen ausgedehnt, aber da die in Botmäßigkeit zur materiellen Basis der Gesellschaft steht, die wiederum Ausdruck der Machtverhältnisse ist (sein soll), ist linkes Denken durch und durch materialistisch. Keine zwei Meinungen möglich!
    Was mich aber umtreibt, also was mir nicht eindeutig fixierbar scheint, das ist der Zusammenhang zwischen dem liberalen und dem linken Denken. ich kann hier bislang nur eine fundamentale Gemeinsamkeit finden, nämlich die über den Individualismus. Liberale nehmen für sich den Individualismus in Anspruch, definieren darüber GLEICHE Menschenrechte, wollen aber letztlich jeden für sich selbst als gleich, frei und sozial verantwortlich fixieren, wenn ich jetzt mal den positiven Liberalismus definiere. Doch am Ende muß Individualismus zum Materialismus, denn der Idealist stellt nicht sich ins Zentrum, definiert nicht sich wie andere als gleich frei/bedingt, sondern macht eben das Ideal als etwas außerhalb seiner selbst Fixiertes geltend, dem sich die Gemeinschaft annähern sollte. Das Materielle dient hierbei, ist Akzidenz.
    Wenn man jetzt den als Menschenrecht apostrophierten Freiheitswillen in diesen Bereich transzendieren könnte, würde dem Liberalismus auch Idealismus zuzuweisen sein. Wie aber sollte das möglich sein?

  22. #22
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Spießertum und linke Aufrege

    Der Aufstieg der AfD hinsichtlich der Wählergunst wird von den Linken besonders argwöhnisch betrachtet. Sie erkennen darin die Politisierung des Spießers. Und wir alle wissen, daß sie recht darin gehen, Angst vor Spießern mit politischer Macht anzumahnen, denn nichts ist gefährlicher als ein Spießer mit einer Atombombe. All das Gute, was das Spießertum kennzeichnet, siehe hier, so ist er doch auch sehr gefährlich, eben dann, wenn er zur Macht drängt und nicht bei seinen Leisten bleibt.

    Der Linke resp. das linke Denken verträgt FÜHRERattitüden nicht, gerade weil es diesbezüglich schlechte Erfahrungen machte (von Lenin über Stalin bis Gorbatschow und Pol Pot; andererseits werden Trotzki, Rosa Luxemburg und Ho Chi Minh bis heute als Führer verehrt... hm). Ist linkes Denken per se anarchisch?

  23. #23
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Selbst die Anarchie verfolgt ein bestimmtes Konzept des Seins. Es ist wieder die Frage, ob aufsteigende, absteigende oder auf- und absteigende Betrachtung von Ursache- und Wirkungskontexten.

    Doch jedes Konzept beruht in Grunde auf zwei Grundparadigmen, die nicht gleichzeitig wahr sein können:

    Ist die Ursache des Ganzen Liebe?

    Ist die Ursache des Ganzen Hass?

    Die Ursache Liebe als Hass auszuleben, ist der Versuch, aus dem schwangeren Spiegelbild eine unschuldige Jungfrau zu machen. Das klappt höchstens neun Monate.

    Wenn das linke Denken nun bewirkt, das Dino-Spritfresser-Zeitalter auszuläuten, dann nur, weil die VW-Rechten es derart übertrieben haben, dass sie als derart verbohrt und unzurechnungsfähig gelten, dass ihre Schadhandlungsspielräume eingegrenzt werden.


    Natürlich wird von beiden Seiten nicht verstanden, dass sich bestimmte Bedürfnisse nicht verbieten lassen. Es ist das Bedürfnis von rechten und linken Spießern, im Vorgarten heile Welt zu spielen und den ganzen Rest mit ihren Abgasen und Chemieprodukten zu einem globalen KZ zu machen.

    Natürlich hat die Länderkammer nunmehr etwas überreagiert und wurde vom Fossilenergiemanager Dobrindt gleich relativiert. Doch wieder wird Goethe Recht gegeben, indem die Bosheit der VW-Manager mitsamt ihrer dreisten Lügen nun dazu führt, die Unmöglichkeit zu erkennen, zwei Herren zu dienen. Entweder wir opfern die knappen Ressourcen möglichst schnell oder wir beginnen, die Erde zu einem spießigen Vorgarten umzugestalten, in dem glückliche Gartenzwerge huldvoll auf glückliche Kinder schauen.

    Da es aber für beide Lager um das Recht-Haben geht, ist mit fast egal, wer die Vorgärten aller anderen zerbombt. Das Zerbomben der Vorgärten der Anderen, die keinen Führer besitzen, liegt darin begründet, zu glauben, eines Führers zu bedürfen.

    Das gottgleiche Anbeten politischer, kultureller und besonders Besonderen macht alle anderen zu Defizitstrukturen.

    Ja, wir suchen göttliche Führung. Doch es ist eine Ebenenverwechselung, diese Gottgleichheit als Besonderheit auszunutzen, die eigene Verantwortung abgeben zu dürfen.

    Wenn wir den eigentlichen Wunsch hinter der globalen Führersuche nicht verstehen, können wir die darauf aufbauenden Irrtümer nicht mehr sehen.

    Die Amis sind ja nicht gehirnamputiert, weil sie erwägen Trump zu wählen. Sie erwägen nur, ob diese Führerschaft ihnen einen Vorteil einbringen könnte. Wenn sowohl die Rechten als auch die Linken eine ambivalente Haltung zu einem konsistenten Führungsstil besitzen, drückt dies ebenso nur unsere eigene Geschichte ab.

    Im Prinzip könnte das Prinzip der Prinziplosigkeit die Handlungsintelligenz ausdrücken, die wir anstelle von fruchtlosen Graben- und Lagerkämpfen bräuchten.

    Es mangelt ganz einfach an globaler Handlungsintelligenz. Was wird die Menschheit aus der Erfindung der mikromolekularen Maschinen machen?

    Werden die Investoren die einzigen sein, die von den Früchten der bisher erarbeiteten Handlungsintelligenz profitieren?

    Welche Nation sich auch immer "investitionsunfreundlich" verhält, beginnt, die Stimme der unsichtbaren Hand zu vernehmen, die warnend daran erinnert, wie austauschbar Volkswirtschaften doch heute sind. Nationen sind auf "Zuliefererniveau" für den Moloch Weltwirtschaft herabgesunken. Liefert der Zulieferer nicht, wird der Vorstand halt gewechselt, aber die Lügen blieben bisher gleich.

    Die Lügen sind abzuwählen, doch "die Alte vom Berg" spricht nicht die Wahrheit, wenn sie meint, sie könne das nationale Boot in international ruhigere Gewässer führen.

    Ob linke Lügen oder rechte Lügen, Lügen bleiben Lügen.

    Es sind alles Projektionen von Lebenslügen in ihrer jeweilig angenommenen Form. Die Kulissen werden von austauschbaren Marionettenkabinetten nur verschoben. Wer ihnen sagt, wohin sie zu schieben sind, ist im demokratischen Lobbyismus klar: Das Investitionskapital bestimmt den Verlauf der Demokratie.

    Unser globaler Führer ist eine unsichtbare Hand. Wer gibt dem globalen Diktator Ego die Macht in die unsichtbare, doch wirkende Hand?

    Unser Ego, dass jemanden sucht, dem Verantwortung für das vergebliche Morden (für tote Affen in Gefriertruhen mit Stromausfall) zugeschoben werden kann, weil klar wird, dass wir den Wald umsonst gefegt und gelegt haben.

    Das Ego ist der globale Nazi. Dann gibt es linke und rechte Tiere, moderate und fanatische, panische und durchgehende Tiere, aber wir bleiben eine Farm der Tiere, auf der nicht der Bauer, sondern der Investor die Zügel der Welt in der Hand hält.

    Was wir jedoch in Führerpersönlichkeiten suchen, ist die Aufgabe der Eigenverantwortung. Damit wir später sagen können, wir waren "das" aber nicht.

    Wo begann der Irrtum wirksam zu werden, für Leid nicht verantwortlich zu sein, das andere in unserem Namen anrichten?

    Der Marxismus war ein leeres Dogma, das noch nicht mit konsistenter Wahrheit gefüllt werden konnte. Was die Gleicheren unter den Gleichen getan haben, war nichts anderes, als es von den besonders Besonderen Pfeffersäcken hier getan wird.

    Es war in beiden Systemen immer das Ego wirksam, seltenst das Selbst. Im Prinzip ist jeder Versuch der strategischen Planung unmöglich, da der Faktor Mensch in Angstzuständen keiner Vernunft mehr fähig zu sein scheint. So können wir der Angst oder der Liebe dienen, niemals aber beiden Herren gleichzeitig.

    Auch die unbarmherzigste VW-Haltung hat dem Grundirrtum nur Zeit gebracht...

    Am Ende hat die Unterdrückung der Klimawahrheiten durch das fossile Netzwerk jetzt die Länderkammer veranlasst, zu begreifen, dass auch Volksgesundheit ein Investitionsgut darstellt. Denn in den Ländern werden die Feinstaubgrenzwerte nach EU zu häufig überschritten, um den Ursachen- und Wirkungskontext noch länger ausblenden zu können.

    Wäre VW jetze clever, würden sie die negativen Schadschöpfungen der anderen Industrien gegenrechnen und einfordern, was oben steht:

    JEDER Verursacher muss für seinen Dreck bezahlen, der mit jeder Verhaltensentscheidung verbunden ist. Im Grunde ist der Käufer der Investor, daher sind auch das WIR. Gibt es noch ein linkes und ein rechtes Wir?

    Wir rufen nach Gott. Doch als Führer in Menschengestalt führte dies dazu, dass die Führer wahnsinnig wurden. Das Ego (in Beispielgestalt des göttlichen Kindes Donald T.) besitzt keine Führerqualitäten. Es dient nicht der Liebe und erkennt nicht, welchen Hass es bewirkt, im Kampf für nationale Besonderheit. Der Auftrag, für nationale Besonderheit über internationale Leichenberge zu gehen, kommt vom Volk.

    Es glaubt an den gleichen Irrtum wie damals: Dass wir "damit" schon "leben" können, weil wir uns nur verteidigen und auf einen Angriff reagieren.

    Die "schuldbasierte" Haltung der Alten vom Berge, die uns sagen, "alles würde gut", wenn wir ihrer Führerschaft folgen, und unsere Nachbarn niedertrumpeln und überragend überragen, unterschlägt die Ohnmacht, wären sie an der Macht. Die "neue Alte" vom Berge in der UKIP hielt es ganze 18 Tage im Amt.

    Nee, alles "Lagerdenken" gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Kein Prinzip kann Bestand haben dürfen und daher ist nur das Prinzip der Prinziplosigkeit geeignet, den eingegrenzten Betrachtungswinkel einer jeweiligen Betrachtungsebene und Richtung zu vergrößern.

    Keiner, der jemals sagte, er könne die Zügel der Welt fest in die Hand nehmen, konnte das politische Versprechen einhalten. So ist prinzipiell jedes Prinzip zu hinterfragen und kein Lager sollte eine Lösung "versprechen", die nur mit Enttäuschung aufgefüllt werden kann, solange das Volk nach Führern ruft, die etwas erobern sollen, von dem niemand weiß, was es eigentlich ist. Welchen Weg sollen sie finden, wenn niemand weiß, wohin es eigentlich gehen soll?

    Damit besitzt dann die unsichtbare Hand die Macht, einen Führer anzubieten, der den Weg nicht kennt, auf den er von der unsichtbaren Hand geschickt und äußerst alternativlos, wie unauffällig, geschickt wird. Gut, manchem Ego ist in seiner grenzenlosen Einfalt scheinbar kein Einhalt der Einfalt zu gebieten, doch, wie bei VW-Managern:

    So ist die Kraft, die stets das Böse will, am Ende doch die Kraft, die Gutes schafft. Haben uns die Wolfsbuger Wolfsschanzenjäger doch glatt geholfen, dem bösen Fossilenergieträgerwolf das Genick zu brechen und die unsichtbare Großmutter, den dahinter wartenden "mikromolekularen Muskelzellenbiomotor" den Schweiß von unserem globalen Angesicht wischen zu lassen.

    Würden Diesel und Benz hier nicht warnend den Mittelfinger heben und aus Erfahrung sprechend sagen können, dass eine jede Erfindung das Zeug zum Guten wie zum Bösen beinhaltet. Die Möglichkeitshorizonte werden deutlicher, je größer der ebenenübergreifende Betrachtungswinkel wird. Zu begreifen, dass wir alles kaum jemals begreifen werden, ist die Einsicht, die Besserung verspricht. Mit selektiven Betrachtungswinkeln begrenzter Natur landeten wir immer in einer Hölle aus extremer Besonderheit, egal welcher Form.

    Trump beweist insofern anschaulich, wie sich das ungeklärte Ego exponentiell mit dem Geldbesitz aufbläht. Dagobert Donald T. glaubt halt, zu sein, weil er etwas besitzt. Wer diesem schwachsinnigen Irrtum niemals auf den Leim ging, darf schon mal den Klassenraum verlassen und auf dem Hippocampus warten, bis die große Pause beginnt.

    Die große Pause beginnt, wenn Rechte und Linke, Kleine und Große, Dicke oder Dürre, sich einmal nicht als physisch bedrohtes Mangelkonzept sähen und daher die Schuld im anderen Lager suchen. Es klingelt zwar jeden Tag zur gleichen Zeit, ob wir rausdürfen, bestimmt der Lehrer. Manchmal wird der Unterricht zunächst beendet, weil nach der Pause die Farbtupfer der Erinnerung schon getrocknet sind.

    Hier im Norden dauern die Pausen daher auch höchstens fünfzehn Minuten. Danach müsste die Ausbildung zumeist schon neu begonnen werden. Aber hält, bis wir haben unser Geld.

    Blicken wir auf die linken Politiker, die lieber als Berater für Banken arbeiten, als sich im Parlament für einen Hungerlohn abzumühen um die Ursachen der zunehmenden Schieflagen zu berichtigen, gibt Aerolith jedoch praktisch recht: Zuerst sind sie Materialisten, dann Linke. Doch diese Realos haben die linken Grünen zu Pfandflaschen Maoisten gemacht. Is all-so alldie nix besser.

    Der Muskelzellenmotor wird die Politik revolutionieren, die verstanden haben dürfte, dass die Wolfsburger Wölfe einen Schafspelz trugen und tragen.

    Der Todesstoß im neuen Vorstoß kommt ohnehin von der Conti-Heuschrecke, man denke an den "Winterreifen-Präsidenten", der die Pressesprecherin der Conti ehelichte. Nee, solche Plastikflaschen Handelsvertreter brauchen wir nicht als Führer. Solange ein führer sein Ego nicht überwunden hat, ist er nur eine etwas kleinere Gefahr als Trump, doch immer noch eine zu überwachende Ego -Gefahr für die öffentliche Sicherheit.

    Für Conti wäre die Vernichtung von VW und den Motorenbauern ein weiterer notwendiger Schritt, da sie intelligente Muskelzellenradantriebe auf Photovoltaikbasis planen müssten, wollten sie den Marktgesetzen weiter folgen. "Menschen abziehen" wird als Synonym für das Betrügen angesehen. Die Abzieher weiterhin als annähernd reichste Bundesbürger vor sich hin "werkeln" zu lassen, wird, wie bei VW, die seit dem Krieg fällige wirkliche Aufarbeitung des höllischen Wahnsinns nur beschleunigen.

    Ein Land, in dem die alten Fleischabstreifer weiterhin das Sagen haben, kann nicht von erfolgreicher Vergangenheitsbewältigung sprechen. Ob linke Nazis oder rechte Nazis, jedes Ego ist ein Nazi. Da gibt es keinen Unterschied. Wenn das Fleischabstreifen nun global geschieht, wird es dadurch nicht besser. Doch ist das Ego zum Glück nicht das WIR, von dem auf spiritueller Ebene gesprochen wird. Dort sind wir weiterhin, was wir in den physischen Führern zu suchen scheinen. Wenn wir das all-so im Grunde nicht sind, da das Ego auf der Iluusion eines möglichen Irrtums aufbaut, fürchten wir uns nun vor unserem Spiegelbild, das so verzerrt wirkt, dass wir das auf keinen Fall sein können. Also muss es ein Anderer sein, den wir im Spiegel sehen. Wir sind nicht schwanger, keinesfalls. Das Spiegelbild ist schwanger, wir sind daran nicht schuld...

  24. #24
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Anarchismus als Konzept

    Anarchismus ist ein gutes Konzept. Im Grunde ist das die beste Auslegung des Liberalismus, eines Liberalismus, der noch nicht überindividualisiert worden ist. Wie bei allen liberalen Konzepten jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Substanz durchsetzt und letztlich den guten Ansatz (den einer weitestmöglichen Freiheit innert einer von freien Individuen belebten Gesellschaft) auffrißt. Konzepte auf eine Ursachenbefragung Liebe oder Haß zu befragen, greift zu kurz. Ich denke da an Donnie Darkos Erlebnis im Sozialunterricht, als die faschistoide Sozialkundelehrerin die These aufstellte, daß es Liebe oder Angst (Antipoden) seien, die jede Lebenssituation grundsätzlich bewerten lasse. DD schüttelte mit dem Kopf udn meinte, daß das Leben zu komplex sei, um es auf diese beiden Antipoden zu reduzieren. So mote I do.
    Anarchismus basiert nicht auf dem Prinzip der Prinzipienlosigkeit, sondern auf dem der freiwilligen Assoziation, das sich aber gegen bestehende Organisationsformen wendet. Im Grunde sind Anarchisten allesamt Schnurzel, was sie mir sympathisch macht. Zudem bevorzugen sie das Leben in einer Kommune, was ich begrüße, wenngleich das für mich nicht in Frage kömmt, aber es gefällt mir, daß es bei ihnen konzeptuell so sein soll. Der Mensch ist eben merschtenteils ein Herdentier, auch bei den Anarchisten.

  25. #25
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    AW: Marxismus, linkes Denken und Linksfaschismus

    Anarchisten sind nicht selten Heuchler! Sie lehnen den Staat als solchen ab, lassen sich aber von ihm füttern. Aber ich glaube man muss auch hier zwischen Ost und West unterscheiden.
    Im Osten sieht man sich vermutlich mehr in der Opfer/Rächer-Rolle...in der Tradition eines Erich Mühsam...während man sich im Westen viel lieber die Rolle des intellektuellen Punks (den es so nie gab) gefallen würde. Manche meine es gäbe auch so etwas wie rechts-Anarchismus...aber das ist Blödsinn...wenn die Linken etwas exklusiv haben,,,dann den Anarchismus.

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